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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Startfunktion für Bleiakku-Ladegerät


Autor: Edwin (Gast)
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Hy Leute

Ich dimensioniere gerade ein Schaltnetzteil für einen Bleiakkulader und 
überlege, wie man eine Startfunktion integrieren kann? Die Startfunktion 
sollte ca. 80 - 100A für etwa 10-20 Sekunden liefern können. Wie 
dimensioniert man ein Schaltnetzteil, das kurzzeitig einen so hohen 
Strom liefern kann? Auf welchen Strom sollte man den Übertrager 
dimensionieren? Oder sollte man hier einen ganz anderen Weg einschlagen?

mfg Edwin

Autor: Matze (Gast)
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80-100A Startstrom könnte für ein 125ccm Motorrad ausreichen, mehr aber 
nicht. Ich weis ja nicht um was für ein Auto es sich handelt, aber du 
solltest mit  deutlich höheren Strömen rechnen. 300A sind für ein 1,6l 
Motor durchaus normal. Aber nur wenn der Motor sich dreht. Der 
Anlaufstrom dürfte wohl an die 1000A kurzzeitig betragen.
Für diesen Anwendungsfall sind Schaltnetzteile daher nur mit großem 
Aufwand zu verwenden.
Da sind die guten alten ungeregelten Trafos geeigneter. Ein kurzzeitiger 
Kurzschluss macht denen nichts aus (solange der Gleichrichter das 
aushällt).

Autor: Edwin (Gast)
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Hallo

Stimmt, da hast du recht, hab nicht überlegt, nur die Daten von einem 
Lader hergenommen, der 75A Startstrom für 7sec hatte.
Wenn man aber bedenkt, dass ein Starter ca. 1,5kW hat macht das bei 
einem Anlaufstrom von 2,5-3IN ca. 300-400A.
Ist es also sinnvoller den Lader mit einem Trafo zu realisieren? Wie 
machen das die teueren Lader? Wenn ich das Schaltnetzteil auf 100A 
auslege, um wieviel kann man kurzzeitig mehr herausziehen, bzw. auf was 
muss man beim auslegen achten?

mfg Edwin

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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halbleiter sind nur bedingt überlastsicher. sowas im eigenbau ist eine 
verdammt schwere aufgabe. kann dir nur empfehlen das zu lassen, wird 
sonst ein riesen transistorgrab...

Autor: Edwin (Gast)
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Hy

Also wegen den Schalttransistoren mache ich mir keine Sorgen, ich würde 
eine Halb- oder Vollbrücke verwenden, da kommen ja pro Transistor gerade 
mal 10-15A zusammen. Ich frage mich mehr, wie ich den Trafo auslegen 
muss, damit mir bei einer Strombelastung von 500A für einige Sekunden 
die Spannung am Ausgang nicht völlig zusammenbricht. Oder muss ich die 
ganze Schaltung für 500A auslegen?

mfg Edwin

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Edwin schrieb:
> Oder muss ich die
>
> ganze Schaltung für 500A auslegen?

JA, mußt Du.

Autor: Edwin (Gast)
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Hy Leute

Ich habe etwas herumgesucht und die Daten einiger teurer Ladegeräte 
gefunden, die haben einen Startstrom von gerade mal 390A bei 0V, 240A 
bei 1,5V von Güde und ein anderer 250A bei 0V und 160A bei 1V.
Also müsste ein Schaltnetzteil mit 400A völlig ausreichend sein?
Die Geräte laden außerdem nicht mit const. Strom, da sie einen Ladestrom 
von eff: 60A und arithmetisch: 40A haben. Ist es nun besser für die 
Batterie mit Konstantstrom zu laden oder mit Impulsen?

mfg Edwin

Autor: Lukas (Gast)
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Ich weiß ja nicht welche Batterie du einbauen willst. Aber eigentlich 
für einen Bleiakku sind 40A verdammt viel. Das kannst du nur im 
"Schnellladeverfahren" machen (wenn der Bleiakku das kann (max. 10C 
??)). D.h. du musst Dinge wie Gansungsspannung etc. beachten. Gut ist es 
garantiert auch nicht....

Autor: Lukas (Gast)
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Es sind nicht 10C sondern (nach Wikipedia) max. 1/3 C!!
Also 40A wird zu viel sein!

Autor: Edwin (Gast)
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Hy Leute

Der Lader ist geeignet für Kapazitäten von 20-700Ah und das sind ja bei 
1/3C und einer Batterie von 120Ah 40A.
Was mich viel mehr verwundert, sind die Unterschiede zwischen eff und 
arith, da ich bei einem sin gerade mal auf 60 und 54A, und bei einem 
dreieck auf 60 und 52A, wie kommt man aber auf 60 und 40A? Oder hab ich 
einen Denkfehler?

mfg

Autor: Lukas (Gast)
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Okay...
Das wusste ich natürlich nicht, das bis zu 700Ah Batterien geladen 
werden sollen...

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Edwin schrieb:
> Was mich viel mehr verwundert, sind die Unterschiede zwischen eff und
>
> arith, da ich bei einem sin gerade mal auf 60 und 54A, und bei einem
>
> dreieck auf 60 und 52A, wie kommt man aber auf 60 und 40A?

Der Stromflußwinkel bei "simplen" Ladern ist eher noch kleiner. Daher 
der Faktor ca. 1,5 zwischen arithmetisch und effektiv.

> Oder hab ich   einen Denkfehler?

ja, s.o.

Autor: Edwin (Gast)
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Hy

Das bedeutet also, dass diese Lader mit Trafo und Thyristoren aufgebaut 
sind? Oder wie ergibt sich sonst der Strom?
Ist es nun besser, mit konst. Gleichstrom zu laden oder mit einer 
anderen Kurvenform?

mfg Edwin

Autor: Marko B. (Gast)
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Lukas schrieb:
> Es sind nicht 10C sondern (nach Wikipedia) max. 1/3 C!!
> Also 40A wird zu viel sein!

Eine Autobatterie sollte das abkönnen, schließlich liefert eine LiMa 
>80A.

Autor: Edwin (Gast)
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Hy

Bei der Lima wird aber auch davon ausgegangen, dass die Batterie nicht 
leer ist, sondern nur Teilentleert und dann nimmt diese automatisch 
keine größeren Ströme auf. Ich habe aber auch schon die Theorie gehört, 
dass große Ströme der Batterie nicht schaden.

Welche Stromform soll ich nun zum laden verwenden und ist es besser 
einen Trafo oder ein Schaltnetzteil zu verwenden?

mfg

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