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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Relais schaltet nicht


Autor: Martin (Gast)
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Hallo,

ich versuche gerade zum ersten mal ein Relais zu verbaun. Ich hatte den 
Verdacht, dass dieses nicht schaltet und habe es daher in einem kleinen 
Aufbau "getestet". Und es scheint wirklich nicht zu schalten.

Es handelt sich um ein Guenther 3563 1231.

http://www.datasheetarchive.com/Indexer/Datasheet-...

Als Test habe ich einfach Pin2 an +12V, Pin6 an die entsprechende Masse 
gepackt. Pin9 ist ebenfalls an dieser Masse.

Um zu sehen ob das Relais schaltet hab ich einfach eine weitere 
Spannungsversorgung mit ca. 1,5V an Pin14 und dessen Masse an Pin8 
getan. An dieser Spannungsversorgung ist eine niedrige Strombegrenzung 
eingestellt, welche beim Schalten ja eigentlich angehen müsste. Tut sie 
aber nicht und es fliest kein Strom von der 1,5V Versorgung.

Ist das Relais einfach kaputt, oder benutze ich es falsch?

Ich möchte letztendlich mit Hilfe einer 12V Spannung ein Teil einer 
Schaltung "entkoppeln", solange diese Spannung anliegt.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Martin schrieb:

> Um zu sehen ob das Relais schaltet hab ich einfach eine weitere
> Spannungsversorgung mit ca. 1,5V an Pin14 und dessen Masse an Pin8
> getan. An dieser Spannungsversorgung ist eine niedrige Strombegrenzung
> eingestellt, welche beim Schalten ja eigentlich angehen müsste.

Aha.
Nachweis durch Kurzschluss :-)


> Tut sie
> aber nicht und es fliest kein Strom von der 1,5V Versorgung.

Und was ist, wenn du die 12V losmachst, so dass das Relais wieder in den 
Grundzustand zurückfällt?

Autor: Michael (Gast)
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Misst du einen Spulenwiderstand von etwa 500Ohm?

Autor: Martin (Gast)
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Karl heinz Buchegger schrieb:
> Aha.
> Nachweis durch Kurzschluss :-)

Hauptsache schnell und einfach ;)

Karl heinz Buchegger schrieb:
> Und was ist, wenn du die 12V losmachst, so dass das Relais wieder in den
> Grundzustand zurückfällt?

Sehr komische Sachen. Im Ruhezustand schaltet das Relais von Pin1 durch 
und die 1,5V sind ja an Pin14. Ich habe gerade das Netzteil wieder 
angemacht. Erst kein Strom. Dann hab ich die 12V abgezogen und beim 
Abziehen war kurz die Strombegrenzung der 1,5V drin. Als ich danach die 
12V wieder reingesteckt habe, war die Strombegrenzung dauerhaft drin. 
Wenn ich sie abziehe, fliest kein Strom mehr.

Also scheint es jetzt (seit dem ersten Rausziehen der 12V) zu 
funktionieren, aber ich weiß nicht warum es vorher nicht ging.

Elektronik verwirrt mich, ich glaub ich sollte zusehen, dass ich wieder 
Software Projekte bekomme :p

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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> Martin schrieb:
>
>> Um zu sehen ob das Relais schaltet hab ich einfach eine weitere
>> Spannungsversorgung mit ca. 1,5V an Pin14 und dessen Masse an Pin8
>> getan. An dieser Spannungsversorgung ist eine niedrige Strombegrenzung
>> eingestellt, welche beim Schalten ja eigentlich angehen müsste.
>
> Aha.
> Nachweis durch Kurzschluss :-)

Und wenn man jetzt Pech hat sind die Kontakte verschweisst.
Aufpassen! Netzteile haben am Ausgang einen Kondensator drin der kann 
hohe Impulsstroeme im ersten Moment fliessen lassenn bis Stromregelung 
greift.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Martin schrieb:
> Karl heinz Buchegger schrieb:
>> Aha.
>> Nachweis durch Kurzschluss :-)
>
> Hauptsache schnell und einfach ;)

Gewöhn es dir ab.
Schnell und einfach ist es, eine LED parat zu haben, die man mit ca 330 
Ohm als Vorwiderstand an 5V ein/ausschalten lässt.
Dann ist man auf keine Strombegrenzung angewiesen und muss sich nicht 
mit einem Netzteil rumschlagen, wie das in die Strombegrenzung geht und 
wie man es da dann aus der Begrenzung wieder rausholt.

Autor: Martin (Gast)
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Helmut Lenzen schrieb:
> Und wenn man jetzt Pech hat sind die Kontakte verschweisst.
> Aufpassen! Netzteile haben am Ausgang einen Kondensator drin der kann
> hohe Impulsstroeme im ersten Moment fliessen lassenn bis Stromregelung
> greift.

Gut zu wissen. Also trotz Strombegrenzung können starke Stromspitzen 
entstehen, welche die angeschlossene Elektronik zerstören können?

Dann werd ich in Zukunft lieber noch ein Lastwiderstand nehmen, anstatt 
mich nur auf die Strombegrenzung zu verlassen.

Autor: Martin (Gast)
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Karl heinz Buchegger schrieb:
> und muss sich nicht
> mit einem Netzteil rumschlagen, wie das in die Strombegrenzung geht und
> wie man es da dann aus der Begrenzung wieder rausholt.

Naja, an einem Rätchen drehen würd ich jetzt nicht alks "rumschlagen" 
bezeichnen. Aber ich sollte mir hier wirklich mal ein paar LEDs bereit 
halten.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Martin schrieb:
> Also trotz Strombegrenzung können starke Stromspitzen
> entstehen, welche die angeschlossene Elektronik zerstören können?

Ja so isses.  Da ist meistens im Ausgang noch ein Kondensator verbaut. 
Auch wenn der nur wenige uF hat und zur HF-Siebung da ist koennen im 
ersten Moment sehr hohe Stromspitzen entstehen. Bei sowas wie Karl Heinz 
schon schrieb ist es besser einen Widerstand in Reihe zu schalten.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Martin schrieb:

> Dann werd ich in Zukunft lieber noch ein Lastwiderstand nehmen, anstatt
> mich nur auf die Strombegrenzung zu verlassen.

Eine Strombegrenzung soll das ärgste verhindern.

Für Nachweissachen hab ich immer eine fix mit 300 Ohm verlötete LED auf 
dem Basteltisch. Die brauch ich nur mit einem Ende an Masse klemmen 
(Krokoklemme bzw. fix im Steckbrett verkabelt) und dmit dem anderen Ende 
Geh ich dann Pins durch.

Oder eben in deinem Fall: Die LED geht fix an Vcc (also 5V zu schaltende 
Spannung), das andere Ende an das Relais und vom Relais nach Masse. 
Schaltet das Relais, dann leuchtet die LED.

Einfach, geschmacklos und trotzdem wirkungsvoll.
Man soll gar nicht glauben, wie wirkungsvoll und hilfreich so eine 
einfache optische Anzeige in vielen Fällen sein kann.

Autor: oszi40 (Gast)
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Seit der Erfindung des Vielfachnessers sollte man schnell die 
Relaiswicklung finden und messen können. Nach dem Anlegen der richtigen 
Spannung sollte man auch ein ganz leises KLICK hören. Wenn jedoch die 
mickrigen Kontakte im Reed-Relais evtl. schon abgebrannt sind ??

Autor: Aufpasser (Gast)
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Also nee, oszi40
das Bild seh ich bestimmt schon das 4te mal von dir...

Autor: oszi40 (Gast)
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Was gut ist, setzt sich eben durch. :-)
Nur bei klarem Gehäuse sieht man das Elend.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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oszi40 schrieb:
> Was gut ist, setzt sich eben durch. :-)
> Nur bei klarem Gehäuse sieht man das Elend.

Drum nehme ich immer schwarze Gehauese.
(da sieht man das Elend nicht)

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