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Forum: PC-Programmierung Bauteilverwaltung - Java als Sprache noch Zukunftsfähig?


Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Hallo,
ich entwickle schon seit längerem an einer Bauteile-Verwaltung, die ich 
auch euch mal zur Verfügung stellen will (kann aber noch etwas dauern).
Zuerst habe ich in C# programmiert, in der Hoffnung, mit Mono würde es 
auch unter Linux und Co. laufen. Es klappte zwar, aber man musste teils 
über viele "Umwege" programmieren, was das ganze recht unübersichtlich 
macht. Auch in Sachen Performance ist Mono manchmal nicht ganz so 
optimal.

Dann stieg ich auf JAVA um, doch die Zukunft von Java ist ja auch sehr 
verwirrend. Ich habe die Sache jetzt nicht ganz genau verfolgt, aber 
seit der Übernahme scheint es ja nur noch Ärger zu geben.

Von daher wollte ich mal Fragen, welche Programmiersprache ihr momentan 
zur Entwicklung plattformunabhängiger Software empfehlen würdet.
Ich weiß, C mit entsprechenden Frameworks geht auch, aber momentan traue 
ich mir noch keine C-Programme für Windows zu, von daher würde ich das 
gerne mal außen vor lassen.

Über was ich noch nachgedacht habe, wäre die Software als Web-Interface 
zu programmieren. Als Interface würde ich dann qooxdoo nutzen, darin bin 
ich recht fit und sieht ja auch fast wie ein Desktop aus.

Würde gerne mal eure Meinung dazu hören :)

Viele Grüße
Julian

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Julian W. schrieb:
> Dann stieg ich auf JAVA um, doch die Zukunft von Java ist ja auch sehr
> verwirrend. Ich habe die Sache jetzt nicht ganz genau verfolgt, aber
> seit der Übernahme scheint es ja nur noch Ärger zu geben.

Wieso sollte das die "Sprache" Java nicht "zukunftsfähig" machen? Wenn 
du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du natürlich gegen die OpenJDK 
programmieren, aber das "Sun"-Java wird auch in Zukunft bestehen.

Julian W. schrieb:
> Über was ich noch nachgedacht habe, wäre die Software als
> Web-Interface zu programmieren
Hat natürlich auch Vorteile, würde dann aber auf irgendwas wie PHP+MySQL 
gehen das ist recht verbreitet und du bist nicht auf JS angewiesen.

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Läubi .. schrieb:
> Julian W. schrieb:
>> Dann stieg ich auf JAVA um, doch die Zukunft von Java ist ja auch sehr
>> verwirrend. Ich habe die Sache jetzt nicht ganz genau verfolgt, aber
>> seit der Übernahme scheint es ja nur noch Ärger zu geben.
>
> Wieso sollte das die "Sprache" Java nicht "zukunftsfähig" machen? Wenn
> du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du natürlich gegen die OpenJDK
> programmieren, aber das "Sun"-Java wird auch in Zukunft bestehen.

Also du würdest JAVA noch als zukunftsfähig ansehen? Ich bin da halt 
momentan etwas verunsichert, da JAVA bei heise momentan ein Dauerbrenner 
ist, meist jedoch negativ...


Läubi .. schrieb:
> Julian W. schrieb:
>> Über was ich noch nachgedacht habe, wäre die Software als
>> Web-Interface zu programmieren
> Hat natürlich auch Vorteile, würde dann aber auf irgendwas wie PHP+MySQL
> gehen das ist recht verbreitet und du bist nicht auf JS angewiesen.

Nunja, so etwas in der Art gibt es ja schon. Dann würde ich mich eher 
dem Projekt anschließen. Meine Absicht war es eher, dass ganze etwas 
benutzerfreundlicher zu Gestalten, was halt mit JS und qooxdoo wunderbar 
geht.

Autor: Di Pi (drpepper) Benutzerseite
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Ich bin in letzter Zeit Fan von Qt. Das ist C++ in einem (für mich) 
Java-ähnlichen Framework.
Ich war von Anfang an begeistert, weil es so praktische Klassen für die 
allermeisten Zwecke gibt. Bei Hardware (Sound, serielle Schnittstelle, 
...) wirds allerdings etwas dünn. Ich brauche diese Elemente aber 
überhaupt nicht...

Autor: Enno (Gast)
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Java ist, genauso wie C und dessen Derivate, keine ernstzunehmende 
Programmiersprache, sondern nur ein Treppenwitz der Informatik. Sowas 
benutzen nur merkbefreite BVWLer oder Möchtegern-Nerds auf 
copy-and-paste-progammierniveau.

Die einzig brauchbare Programmiersprache  ist noch immer der 
Assemblercode des jeweiligen Zielsystems!

Autor: Nico22 (Gast)
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Enno schrieb:
> Die einzig brauchbare Programmiersprache  ist noch immer der
> Assemblercode des jeweiligen Zielsystems!

Einzig übertroffen von Brainf*ck.

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Di Pi schrieb:
> Ich bin in letzter Zeit Fan von Qt. Das ist C++ in einem (für mich)
> Java-ähnlichen Framework.
> Ich war von Anfang an begeistert, weil es so praktische Klassen für die
> allermeisten Zwecke gibt. Bei Hardware (Sound, serielle Schnittstelle,
> ...) wirds allerdings etwas dünn. Ich brauche diese Elemente aber
> überhaupt nicht...

Nunja, mit C++ habe ich mich halt noch nie auseinandergesetzt, und QT 
erst recht nicht. Müsste mich dann halt erst mal einarbeiten.
Was mich halt etwas stört ist die Lizenzpolitik von QT, von daher würde 
ich, wenn überhaupt, GTK+ einsetzten, dass ist zu 100% "freie Software" 
unter der LGPL.

Autor: Di Pi (drpepper) Benutzerseite
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Enno schrieb:
> Die einzig brauchbare Programmiersprache  ist noch immer der
> Assemblercode des jeweiligen Zielsystems!

Aber nur bei Programmen die in ihrer Komplexität so beschränkt sind, wie 
dein Posting ;)

Autor: Di Pi (drpepper) Benutzerseite
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Julian W. schrieb:
> Was mich halt etwas stört ist die Lizenzpolitik von QT

Was stört dich denn daran? Solange du im Qt-Quelltext nichts änderst 
musst du nichts zahlen...

Autor: Frank K. (fchk)
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GTK war, zumindest als ich es mal ausprobiert hatte, auf Windows noch 
eine einzige Baustelle.

wxWidgets fällt mir auch noch ein, das wird auch öfters verwendet.

fchk

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Di Pi schrieb:
> Julian W. schrieb:
>> Was mich halt etwas stört ist die Lizenzpolitik von QT
>
> Was stört dich denn daran? Solange du im Qt-Quelltext nichts änderst
> musst du nichts zahlen...

Auch wenn ich das ganze kommerziell nutze? Wohl kaum, oder liege ich da 
falsch? Wobei ich mir nichtmal sicher bin, ob das als kommerziell gilt, 
was ich evtl. mal vorhabe: Ich wollte halt anbieten, gegen geringe 
Gebühr (1€ im Jahr?) die Daten auf meinen Server zu speichern, und somit 
überall Zugriff darauf zu haben. Hintergrund wäre halt, die 
Server-Kosten etwas zu decken. Evtl. gibt es auch noch ein kleines 
Web-Interface.
Nur dumm wäre, wenn ich dann für QT tausende Euro Lizenzgebühren zu 
zahlen...

Autor: Di Pi (drpepper) Benutzerseite
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Julian W. schrieb:
> Auch wenn ich das ganze kommerziell nutze? Wohl kaum, oder liege ich da
> falsch?

Auf http://qt.nokia.com/products/licensing/licensing findest du alle 
Infos. LGPL ist auch kostenlos dabei, die vorraussetzung ist aber, dass 
du alle Änderungen an Qt offenlegst. Meistens muss man Qt slebst aber 
nicht verändern. Man kann deren Klassen ja einfach per Vererbung 
erweitern ;)

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Di Pi schrieb:
> Julian W. schrieb:
>> Auch wenn ich das ganze kommerziell nutze? Wohl kaum, oder liege ich da
>> falsch?
>
> Auf http://qt.nokia.com/products/licensing/licensing findest du alle
> Infos. LGPL ist auch kostenlos dabei, die vorraussetzung ist aber, dass
> du alle Änderungen an Qt offenlegst. Meistens muss man Qt slebst aber
> nicht verändern. Man kann deren Klassen ja einfach per Vererbung
> erweitern ;)

Stimmt, hab mal etwas in Wikipedia recherchiert: Scheinbar kann man QT 
nun auch kostenlos in kommerziellen Programmen nutzen :)
Als ich das letzt mal danach geschaut habe, war das noch nicht möglich.

Auf jeden Fall werde ich mir jetzt mal QT näher ansehen. Könnt ihr mit 
evtl. eine gute IDE empfehlen?

Autor: Di Pi (drpepper) Benutzerseite
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Der Qt-Creator ist ganz brauchbar, vor allem, weil die Installation der 
Toolchain total einfach ist.
Es gibt aber auch ein nettes Qt für Eclipse.

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Di Pi schrieb:
> Der Qt-Creator ist ganz brauchbar, vor allem, weil die Installation der
> Toolchain total einfach ist.
> Es gibt aber auch ein nettes Qt für Eclipse.

OK, dann werde ich mir die zwei Dinge gleich mal ansehen.
Auch google mal nach ein paar Tutorials quälen :)

Autor: Enno (Gast)
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Di Pi schrieb:
> Enno schrieb:
>> Die einzig brauchbare Programmiersprache  ist noch immer der
>> Assemblercode des jeweiligen Zielsystems!
>
> Aber nur bei Programmen die in ihrer Komplexität so beschränkt sind, wie
> dein Posting ;)

Nein, eben nicht. Bei Leuten, welche sich mit der Programmierung über 
das beschriebene "copy and paste" hinaus beschäftigen, entsteht im Laufe 
der Zeit bei richtiger Herangehensweise eine Bibliothek an nützlichen 
Funktionen, welche in weiteren Projekten Verwendung finden kann.

Der Vorteil liegt m.E. darin, das man GENAU weiss, was die jeweiligen 
Funktionen so treiben - im Gegensatz zu den Unzulänglichkeiten der z.B. 
verschiedenen C-Compiler und der absoluten Unbrauchbarkeit von 
Terrabytegroßen Java-Gedöns für Zielsysteme mit "eingeschränkten" 
Ressourcen oder kritischen Zeitverhalten. Das C bereits durch den 
Sprachkonstrukt inhärent fehlerträchtig ist, bedarf wohl keiner weiteren 
Erläuterung.

Daher nochmal: Für Hobbyisten mag' C und JAVA für Lösungen "Marke 
Bastlerglück" vollkommen ausreichend sein, wenn sowohl Funktion als auch 
Haltbarkeit keine Rolle spielen.

Sofern man mit seiner Software, bzw. seinem Produkt aus Hard- und 
Software Geld verdienen will (oder muss) und für die Funktion 
Gewährleistung bzw. Haftung übernimmt, beim Einsatz in 
sicherheitskritischen Umgebungen (wo z.B. das Leben von Menschen 
'dranhängt) oder wenn reproduzierbare Ergebnisse gefragt sind, würde 
kein vernunftbegabter Mensch ernsthaft einen Gedanken an z.B. JAVA 
verschwenden!

Autor: Di Pi (drpepper) Benutzerseite
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Wenn du das Framework installierst ist da ein tolles Programm mit -zig 
Beispielen aller Größenordnungen dabei. Die kann man auch alle im 
QT-Creator öffnen und modifizieren.

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Di Pi schrieb:
> Wenn du das Framework installierst ist da ein tolles Programm mit -zig
> Beispielen aller Größenordnungen dabei. Die kann man auch alle im
> QT-Creator öffnen und modifizieren.

Jop, die hab ich auch schon gefunden. Einfach genial :)
Aber das "kleine" Tutorial schau ich mir auch noch an, sieht ganz 
brauchbar aus, ist aber 'en bisschen alt:
http://mrunix.de/forums/showthread.php?t=31182

Autor: Di Pi (drpepper) Benutzerseite
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Julian W. schrieb:
> Aber das "kleine" Tutorial schau ich mir auch noch an, sieht ganz
> brauchbar aus, ist aber 'en bisschen alt:
> http://mrunix.de/forums/showthread.php?t=31182

Sieht ganz brauchbar aus... Ich empfehle aber auch immer eng mit 
http://doc.qt.nokia.com/4.7/classes.html zusammen zu arbeiten. Da 
bekommt man 'schleichend' einen Überblick, was es sonst so alles gibt. 
Und die Doku der Klassen ist meistens ausgezeichnet.

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Mensch, das is ja fast so schlimm wie youtube, da klickt man auf eins 
drauf und kann dann nicht mehr aufhören, sich "durchzuklicken" ;)
Aber das Framework ist schon überwältigend, es gibt da ja wirklich fast 
alles, was man braucht :)

Nur wie das mit PlugIn's funktioniert, muss ich noch schauen. Wäre 
nämlich schön, wenn ich meine Teile-Verwaltung mit PlugIn's erweitern 
kann, z.B. für zusätzliche Speicher-Interfaces (MySQL-DB, SQLite, 
Server, XML, ...)

Autor: Di Pi (drpepper) Benutzerseite
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Julian W. schrieb:
> Nur wie das mit PlugIn's funktioniert, muss ich noch schauen. Wäre
> nämlich schön, wenn ich meine Teile-Verwaltung mit PlugIn's erweitern
> kann, z.B. für zusätzliche Speicher-Interfaces (MySQL-DB, SQLite,
> Server, XML, ...)

Hab ich auch noch nicht gemacht. Ich kann dir nur empfehlen (aber du 
scheinst dich schon ein wenig auszukennen), nicht mit den allergrößten 
Zielen anzufangen...
Das Speicherinterface anzupassen dürfte nicht allzugroßen Aufand 
bedeuten, weil die Rückgabedatentypen sehr wahrscheinlich ähnlich oder 
gleich sind.

Eine feste Entscheidung für SQL (mit wählbarer Quelle) wird dich aber 
wahrscheinlich nicht allzusehr einschränken.

Autor: Rolf Magnus (rmagnus)
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Di Pi schrieb:
> Sieht ganz brauchbar aus... Ich empfehle aber auch immer eng mit
> http://doc.qt.nokia.com/4.7/classes.html zusammen zu arbeiten. Da
> bekommt man 'schleichend' einen Überblick, was es sonst so alles gibt.
> Und die Doku der Klassen ist meistens ausgezeichnet.

Ich würde modulweise vorgehen;
http://doc.qt.nokia.com/4.7/modules.html

Aber besser ist noch, gleich den Qt Assistant zu öffnen. Da ist die 
komplette Doku auch noch mal drin, aber besser navigierbar und mit 
Index.

Julian W. schrieb:
> Nur wie das mit PlugIn's funktioniert, muss ich noch schauen.

Da gibt's ein Beispiel, wie man das machen kann:
http://doc.qt.nokia.com/4.7/tools-plugandpaint.html

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Julian W. schrieb:
> da JAVA bei heise momentan ein Dauerbrenner
> ist, meist jedoch negativ...
Da kann ich dir nix zu sagen, da ich kein Heise Leser bin...

Aber wieso sollte Java keine Zukunft haben weil ein paar Leute auf heise 
negatives (was überhaupt?) berichten?

Di Pi schrieb:
> an kann deren Klassen ja einfach per
> Vererbung erweitern
Bis LGPL 2.0 galt dies aber schon als "zu veröffentliche Änderung"

Enno schrieb:
> wenn reproduzierbare Ergebnisse gefragt sind, würde
> kein vernunftbegabter Mensch ernsthaft einen Gedanken an z.B. JAVA
> verschwenden!
So ein Quatsch! Hast du dir das selbst ausgedacht oder kannst du das 
auch belegen?
Wieso sollten "Ergebnisse" in Java nicht reproduzierbar sein? Gerade 
unter Java hast du ein definiertes Laufzeitsystem was man idR so 
nirgends hat.

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Di Pi schrieb:
> Hab ich auch noch nicht gemacht. Ich kann dir nur empfehlen (aber du
> scheinst dich schon ein wenig auszukennen), nicht mit den allergrößten
> Zielen anzufangen...
> Das Speicherinterface anzupassen dürfte nicht allzugroßen Aufand
> bedeuten, weil die Rückgabedatentypen sehr wahrscheinlich ähnlich oder
> gleich sind.
>
> Eine feste Entscheidung für SQL (mit wählbarer Quelle) wird dich aber
> wahrscheinlich nicht allzusehr einschränken.

Also bisher hab ich halt geplant, alle "Speicheraufrufe" in einer 
"Datei" auszulagern, diese also nicht quer über alle Klasse und 
Funktionen zu verstreuen. Und diese eine "Datei" wollte ich dann später 
halt als PlugIn auslagern.
SQL ist ein guter Ansatz, jedoch wenn ich über's Internet auf eine 
MySQL-DB zugreife, würde ich dies lieber z.B. über ein php-Interface 
machen.
Eine von außen erreichbare MySQL-DB erzeugt in mir ein unruhiges Gefühl, 
zudem ist die Übertragung noch unverschlüsselt und die meisten Hoster 
bieten sowieso keine von außen errreichbe MySQL-DB an.

Aber gut, das ist ja alles noch Zukunftsmusik, aber ich wollte halt als 
schonmal die "Grundlagen" für eine evtl. Zukunft der Software legen.

Autor: Enno (Gast)
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Läubi .. schrieb:
> Enno schrieb:
>> wenn reproduzierbare Ergebnisse gefragt sind, würde
>> kein vernunftbegabter Mensch ernsthaft einen Gedanken an z.B. JAVA
>> verschwenden!
> So ein Quatsch! Hast du dir das selbst ausgedacht oder kannst du das
> auch belegen?
> Wieso sollten "Ergebnisse" in Java nicht reproduzierbar sein? Gerade
> unter Java hast du ein definiertes Laufzeitsystem was man idR so
> nirgends hat.

JAVA-Fanboy, hm?

Weil z.B. das Typecasting in Java - wie auch in C - wohl eher dem 
"Prinzip Zufall" angelehnt ist, als das dort ein nachvollziehbares 
System hinterstehen würde!

Darüber hinaus herrscht babylonische Vielfalt und Verwirrung, was die 
verschiedenen Compiler- und Interpreter anbelangt - ich darf mit an 
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, das ein Stück 
10-15 Jahre alter Quellcode, welcher den Rahmen der bei den Javaisten so 
beliebten "Hallo-Welt"-Trivialitäten in Richtung "mehr Komplexität" 
durchbricht, bei den derzeitgen Compilern und Interpretern (und letzlich 
auch beim Programmierer) für akute Ratlosigkeit sorgt.

Insofern ist meine Aussage vollkommen zutreffend; Ein 
Java-"Programm"-Kompilat wird, von zwei verschiedenen Compilern 
übersetzt (so es sich denn überhaupt mit einer anderen als der 
Compilervariante, für welche es erstellt wurde, compilieren lässt) - in 
der Hauptsache in mindestens einer Variante durch totale 
Funktionsverweigerung auffallen.

Fazit: Der Java-Hobbymurks ist fast unmöglich zu portieren, die Sprache 
als solche unnötig ausladend und vom Konstrukt her wenig eindeutig, 
Terrabytegroße Funktionslibraries mit Nonkonformer- und somit 
Anwenderfeindlicher GUI und letzendlich Ablaufgeschwindigkeiten, welche 
einen in die "guten alten Zeiten" zurückkatapultieren, als Z80s mit 4 
MHz Großrechnertechnik waren - das sind die bezeichnenden Merkmale von 
JAVA, die jedem ernsthaftem Programmierer die Zornesröte ins Gesicht 
treiben!

Etwas sinnvolles mit Java zu programmieren, erscheint mir wie der 
Versuch, mit Hunde- oder Katzensch...e etwas leckeres zu kochen. Wohl 
bekommts!

Autor: Andreas Fischer (andi00f)
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Seit wann ist den QT eine Programmiersprache?

Ich verwende seit Jahren nur noch Python. Meine Programme laufen bisher 
auf Windows, Linus und Mac ohne Probleme und bisher habe ich noch nie 
eine Programmieraufgabe gefunden wo ich nicht die passende Python 
Library (Modul) irgendwo gefunden habe. Man kann von einfachen 
Serverscripten bis zu ausgewachsenen Anwendungsprogrammen alles 
programmieren. Als Gui nehme ich meist wxWidget.

Für meine mit Software auf Kriegsfuss stehend Kollegen packe ich das 
ganze mit py2exe noch in ein ausführbares Programm und sie sind zu 
frieden.

Autor: Di Pi (drpepper) Benutzerseite
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Enno schrieb:
> JAVA-Fanboy, hm?

Merkst du nicht, dass deine Beiträge einfach nicht das sind, was sich 
der OT erhofft?

Ich schlag vor, nicht weiter auf Enno und sein ASM einzugehen.

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Andreas Fischer schrieb:
> Seit wann ist den QT eine Programmiersprache?

QT ist zwar keine Programmiersprache, aber soweit ich das momentan 
abschätzen kann, "verändert" QT durch Erweiterungen und Makros C so 
stark, dass man schon fast von einer "neuen Programmiersprache" reden 
kann.

Autor: Di Pi (drpepper) Benutzerseite
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Julian W. schrieb:
> Andreas Fischer schrieb:
>> Seit wann ist den QT eine Programmiersprache?
>
> QT ist zwar keine Programmiersprache, aber soweit ich das momentan
> abschätzen kann, "verändert" QT durch Erweiterungen und Makros C so
> stark, dass man schon fast von einer "neuen Programmiersprache" reden
> kann.

Qt ist C++. Die Makros erweitern den Funktionsbereich und machen 
Konstrukte wie SIGNALs und SLOTs möglich. Die mitgegebenen Klassen sind 
einfach eine Sammlung sinnvoller vorgefertigter Funktionen.
Ich würde es als "Aufsatz" und eben als Framework bezeichnen ;)

Autor: Nico22 (Gast)
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Enno, dann fände ich es aber interessant, mit welcher Sprache du deine 
PC-Anwendungen schreibst. Du möchstes mir doch nicht ernsthaft erzählen, 
dass du deine grafischen Oberflächen mit Assembler-Aufrufen der Win-API 
machst!

Nico

Autor: jason (Gast)
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>Sofern man mit seiner Software, bzw. seinem Produkt aus Hard- und
>Software Geld verdienen will (oder muss) und für die Funktion
>Gewährleistung bzw. Haftung übernimmt, beim Einsatz in
>sicherheitskritischen Umgebungen (wo z.B. das Leben von Menschen
>'dranhängt) oder wenn reproduzierbare Ergebnisse gefragt sind, würde
>kein vernunftbegabter Mensch ernsthaft einen Gedanken an z.B. JAVA
>verschwenden!

Mir fällt mindestens eine Firma (eine nicht gerade kleine Firma!) ein, 
die Java (zumindest im Frontend) verwendet.

MfG

Autor: Rolf Magnus (rmagnus)
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Läubi .. schrieb:
> Wieso sollten "Ergebnisse" in Java nicht reproduzierbar sein?

Ganz offensichtlich eine Verwechslung mit:
http://p-nand-q.com/humor/programming_languages/java2k.html

Julian W. schrieb:
> QT ist zwar keine Programmiersprache, aber soweit ich das momentan
> abschätzen kann, "verändert" QT durch Erweiterungen und Makros C

C++, nicht C.

> so stark, dass man schon fast von einer "neuen Programmiersprache" reden
> kann.

Das ist etwas übertrieben. Es gibt ein paar Makros, die für die 
Erzeugung zusätzlichen Codes verwendet werden, der mit ans Programm 
gelinkt wird.

Autor: Nico22 (Gast)
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> so stark, dass man schon fast von einer "neuen Programmiersprache" reden
> kann.

Namens C++.

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Ja, muss sagen, ich hab doch etwas übertrieben, muss aber auch einfach 
eingestehen, dass ich von QT schwer beeindruckt bin, vor allem da man es 
in kommerziellen Anwendungen "umsonst" nutzen darf, ohne den Quellcode 
zu veröffentlichen, dank LGPL :)

Aber noch eine Frage hab ich:
QT ist ja plattformunabhängig, läuft also ohne Anpassung z.B. auf Win, 
Linux und Mac. Doch wie sieht das mit dem kompilieren aus? Ich habe hier 
leider nur Windows und Linux zur Verfügung, könnte ich damit quasi auch 
den Compiler dazu bewegen, eine Mac-Version zu kompilieren oder geht das 
nur unter Mac?

Autor: Nico22 (Gast)
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Du kannst dir ne Cross-Toolchain vom GCC installieren. Geht wie jedes 
andere Crosscompilieren auch.

Autor: Sam .. (sam1994)
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Andreas Fischer schrieb:
> Ich verwende seit Jahren nur noch Python. Meine Programme laufen bisher
> auf Windows, Linus und Mac ohne Probleme und bisher habe ich noch nie
> eine Programmieraufgabe gefunden wo ich nicht die passende Python
> Library (Modul) irgendwo gefunden habe. Man kann von einfachen
> Serverscripten bis zu ausgewachsenen Anwendungsprogrammen alles
> programmieren. Als Gui nehme ich meist wxWidget.

Python ist aber extrem langsam.

Autor: sepp (Gast)
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Samuel K. schrieb:
> Python ist aber extrem langsam.

Für ein Programm zur Verwaltung von Bauteilen sollte es langen! 
Ansonsten kann man immer noch Teile in C++ schreiben und in Python 
einbetten. Ich denke für diese Aufgabe ist Python bestens geeignet. Ich 
würde Python und Qt empfehlen.

Autor: Bob (Gast)
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Um die Verwirrung komplett zu machen, werf ich mal Jambi ins Rennen.

Endlich ein Toolkit das die Nachteile von Java mit den Nachteilen der Qt 
kombiniert!

http://doc.qt.nokia.com/qtjambi-4.4/html/com/troll...

Autor: Gelegenheitsprogrammierer (Gast)
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> Endlich ein Toolkit das die Nachteile von Java mit den Nachteilen der Qt
> kombiniert!

Nachteil * Nachteil = 2 * Nachteil

:-)

Oder meintest du das etwas anderes? ;)

Autor: MaWin (Gast)
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> Würde gerne mal eure Meinung dazu hören :)

Nimm die Sprache die du am Besten beherrschst.
Eine lauffähige Umgebung hältst du bereit, wenn du willst jahrelang 
durch Erhal des alten Rechners.

> ich entwickle schon seit längerem an einer Bauteile-Verwaltung

Seit längerem ?
Was bitteschön dauert daran länger als 1 Tag ?


Vollautomatische Teileanzahl und Wert-Erkennung per WebCam ?
Nachbestellungautomatik durch robot-Zugriff auf WebSeiten der bekannten 
Händler ?


Doch nicht ne Liste mit Typennummer und Anzahl und noch ein paar 
Daten...

Autor: Troll (Gast)
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Gelegenheitsprogrammierer schrieb:
> Nachteil * Nachteil = 2 * Nachteil

nöö wenn dann: Nachteil²

wer rechnen kann....

Autor: Jörg Hermann (dr_coolgood)
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Julian,

ich arbeite auch an einem Projekt mit Qt und bin ebenso wie Du 
beeindruckt und begeistert wie Du - insofern alles fein.
In Deinem OP erwähnst Du die Option einer Web Applikation. Das würde ich 
- trotz aller Begeisterung - nochmal näher ins Auge fassen.
Wir bewegen uns immer mehr in Richtung einer mobilen, browsergestützten 
always on Welt. Wenn Deine Applikation von vielen Menschen genutzt 
werden soll, würde ich auf eine Web Lösung gehen. Dann ist (fast) egal 
ob Sie Brauser wie FF, Opera, Safari oder ihre mobilen Pendants von 
Android, Blackberry, iOS, MeGoo, Symbian... nutzen.
Du müsstest Dich zwar möglicherweise mit Kompatibilitätsproblemen der 
Brauser herumschlagen, jedoch Deine Programmlogik bleibt konstant.
Nur so als Gedankenanstoss

Schöne Feiertage,
Jörg

Autor: Bob (Gast)
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Wenn Webapplikation, dann würd ich mir mal qooxdoo anschauen.
Ist ein recht umfangreiches Web/Javascript-Toolkit, das sehr stark von 
der Qt inspiriert wurde.

http://demo.qooxdoo.org/current/showcase/#
http://demo.qooxdoo.org/current/demobrowser/#

Autor: Gelegenheitsprogrammierer (Gast)
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Troll (Gast) schrieb:

> wer rechnen kann....

Unter einer Verdopplung eines Nachteils kann sich jeder noch was 
vorstellen und nur darum gings. Das Ganze stellt man sich eher als eine 
Vereinigung einer Menge vor.

Julian W. (julian-w) schrieb:

Erster Akt

> Zuerst habe ich in C# programmiert ..

Zweiter Akt

> Dann stieg ich auf JAVA um ..

Dritter Akt

> Ich weiß, C mit entsprechenden Frameworks geht auch, aber momentan traue
> ich mir noch keine C-Programme für Windows zu

Höhepunkt Tataaa!!

> Ja, muss sagen, ich hab doch etwas übertrieben, muss aber auch einfach
> eingestehen, dass ich von QT schwer beeindruckt bin,

Irgendwie verstehe ich da was nicht. C++ mit Qt soll einfacher sein als 
C#, Java?

Nicht Objekt-orientierter C-Code mit der guten, alten nativen Win32-API 
ist doch nach meiner Einschätzung deutlich weniger Lernaufwand als 
echtes C++ Gedöns und selbst C# mit seiner Objektorientiertheit 
erscheint von der Syntax her eingängiger, zumal das .NET Framework 
äußerst mächtig ist.

Fragt ihr euch eigentlich auch mal, ob ihr überhaupt den 
Plattformübergriff braucht? Mir kommt das inzwischen vor wie eine 
Modeerscheinung:

"Was?? Das ist nicht Plattformübergreifend? Dann ist das ja gar nicht 
hipp!"

Oder bald "Die Cloud muss her! Es muss alles in die Cloud! Sonst taugt 
es nichts mehr, ist igitt unmodern .."

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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So, ich melde mich dann auch mal wieder zu Wort ;)

Jap, ich habe schon einige Schritte hinter mir. Einige würden sagen, der 
laufende Wechsel hat "nur" unnötige Arbeit gemacht. Ich aber sage, es 
hat mich in meinen Fähigkeiten sehr viel weiter gebracht, z.B. hab ich 
die schwächen und stärken der Programmiersprachen erkannt, gemerkt, wie 
lange man für was braucht, was evtl. umständlich ist, ...
Nicht umsonst hatte ich beim BwInf 2009/10 in der 1. Runde eine perfekte 
Einsendung ;)
http://bwinf.de/index.php?id=454

Das Problem, dass ich einfach habe, ist das ich quasi einen 
Windows/Linux Mischbetrieb habe. Ich selbst benutzte mittlerweile fast 
ausschließlich Linux, aber der "ganze Rest" (Freunde, Bekannte, Helfer) 
benutzen Windows.
Zuerst hatte ich auch meine komplette "PC-Flotte" auch mit Windows 
laufen, daher C# als erste Programmiersprache. Vor allem gab und gibt es 
zu C# viel "kostenloser" Code für alle möglichen Dinge, wie 
GUI-Elemente, zippen, SQL-DB, ...
Als sich dann halt mehr und mehr die Notwendigkeit der 
Platzformunabhängigkeit (zumindest auf Windows und Linux musst die 
Software laufen) herausstellte, stieg ich halt auf JAVA um. Doch 
irgendwie konnte ich mich nie wirklich mit JAVA anfreunden.
Daher wollte ich jetzt halt einfach mal C++ mit QT testen, ob das evtl. 
das ideale für mich ist. Immerhin ist ein Großteil der Software in C++ 
geschrieben, was wohl nicht ohne Grund so sein wird. Klar, das erste 
Programm wird kein Meisterstück sein, aber ich werde natürlich nicht 
gleich mit der Teile-Verwaltung anfangen ;)
Im Grunde ist es ja egal, ob es ein Erfolg oder Misserfolg wird, auf 
jeden Fall werde ich Erfahrungen sammeln. Und ich denke, schon nur durch 
die Erfahrungen, die ich bis jetzt gewonnen haben, auch wenn quasi "nur" 
unfertige Alpha-Versionen entstanden sind, ist für mich das Projekt 
schon ein voller Erfolg.

Die vielen Wechsel der Programmiersprache haben mir aber auch 
weitergeholfen, mein "Konzept" quasi reifen zu lassen, und somit 
wichtiges und unwichtiges zu filtern. Wenn ich nur daran denke, was ich 
für "Pläne" am Anfang hätte und was daraus geworden ist... schon 
beängstigend, was für Phantasien ich am Anfang hatte^^

Eine Web-Applikation ist auch eine gute Idee, aber da stellt sich wieder 
die Frage mit der Programmiersprache. php oder doch eher was in die 
Richtung phyton? Und wenn php, dann schon 5.3 oder doch bei 5.2 bleiben.
php ist halt "Massentauglich", phyton und co. halt nicht :(

qooxdoo ist auch recht nett und ich selbst setzt ist für mein WebCMS 
ein. Ist auch ein wirklich brauchbares Framework für JS, nur leider 
lässt hier auch die Performance etwas zu wünschen übrig, was aber evtl. 
auch eher an dem Browser liegt, Firefox ist ja momentan leider nicht 
mehr der schnellste, was sich aber ja mit v4 ändern soll...
Hier ein paar Screenshots, wo ich qooxdoo einsetzte, falls es jemand 
interessiert:
http://projects-tutorials.de/index.php?nav_page=3&...
Auf meinem Netbook z.B. laufen die Beispiele von qooxdoo unter Firefox 
nicht wirklich "flüssig", also es gibt immer wieder ruckler, was halt 
nicht so schön ist. Aber gut, hier kann man ja wie gesagt auf die 
nächste Version des FF warten.

Auf jeden Fall ist es mal eine interessante, aber auch anstrengende 
Erfahrung, eine Software wirklich Plattformunabhängig zu programmieren.

Autor: Daniel -------- (root)
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Samuel K. schrieb:
> Python ist aber extrem langsam.

mit haargenau derselben Argumentation könnte man behaupten,
dass auch Matlab, R ebenfalls extrem langsam sind.

Skripte sind "glue logic", alles rechenintensive soll und wird
ausgelagert sein.

Tipp: Für eine Schrittweite Python Optimierung bietet sich cython an.

Autor: Daniel -------- (root)
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Julian W. schrieb:
> Eine Web-Applikation ist auch eine gute Idee, aber da stellt sich wieder
> die Frage mit der Programmiersprache. php oder doch eher was in die
> Richtung phyton? Und wenn php, dann schon 5.3 oder doch bei 5.2 bleiben.
> php ist halt "Massentauglich", phyton und co. halt nicht :(

hust .. Python heisst es

Autor: Clown (Gast)
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Solche Fragen tauchen gerne in Projekten auf, in welchen überhaupt noch 
eine Entscheidungsmöglichkeit bezüglich Sprache und Frameworks besteht.

Interessant ist immer wieder die Aussage, daß Java plattformunabhängig 
sei. Tatsächliche Plattformunabhängigkeit würde vermutlich erst 
bestehen, wenn die Software als reine Energie ihre Funktion ohne 
jegliche Notwendigkeit einer Hardware- und Software-Umgebung erfüllen 
würde. Dem ist natürlich nicht so.

Es bestehen also sehr wohl Anhängigkeiten zu bestimmten Versionen der 
Laufzeitumgebung. Im einfachen Fall. Interessant werden die Projekte, 
welche auf native, externe Bibliotheken angewiesen sind. Oder wenn Teile 
aus Sicherheits- bzw. Performanzanforderungen in anderen Sprachen 
implementiert sind.

Die Plattformunabhängigkeit war dann aber tragendes Argument im 
Entscheidungsprozess, kann aber in der Praxis dann nicht umgesetzt 
werden, ohne weiteren Aufwand in Entwicklung und Test zu investieren. 
Die Schuld wird dann, nicht ganz zu unrecht, in den externen Komponenten 
gefunden. Dann wird beschlossen, in Zukunft vollständig auf externe 
Komponenten zu verzichten. Dann steht der nächste Entscheidungsprozess 
an und es wiederholt sich genau dieselbe Geschichte.

Da ist es manchmal nicht so einfach, immer die unbedingt nötige Ruhe und 
Gelassenheit an den Tag zu legen.

Wenn ich die Entscheidungsmöglichkeit hatte, habe ich in der Tendenz 
eher unabhängige Systeme gewählt. Eher GTK als QT. Eher PostgreSQL als 
MySql. Eher durch GCC unterstützte Sprachen, als die Beschränkung auf 
Sprachen mit ausschließlich kommerziellen Compilern. Das erfordert zwar 
manchmal etwas mehr Aufwand, bietet mir jedoch weitgehende 
Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Entscheidungen Anderer.

Ich stelle mir also die Frage, wieviel Vertrauen Oracle (oder jede 
Firma, welche Oracle übernehmen könnte) sich erarbeitet hat. Wie groß 
ist die Loyalität der Firma gegenüber der Gemeinschaft aller betroffenen 
Entwickler und Firmen? Die Antwort muß wohl jeder Entwickler für sich 
selber geben.

Die Programmiersprache betreffend - mich beruhigt die sehr langsame 
Fortentwicklung von C/C++. Es gibt kein Feature, ohne welches ich heute 
nicht leben kann. Aber wenn es wirklich gewünscht ist und Sinn ergibt, 
wird es auf eine Art und Weise eingeführt, welche die wenigsten 
Nebenwirkungen mit sich bringt und so viel Kontinuität wie möglich 
bietet. Und mit etwas Erfahrung und Sorgfalt ist auf Quelltext-Ebene 
eine hohe bis vollständige... Plattformkompatibilität... möglich.

Abschließend vielleicht noch einen Hinweis. Ich empfehle gerne die 
Verwendung von GPL bzw. LGPL Komponenten für die Entwicklung. Ich 
programmiere zwar gerne, schließe aber auch Projekte gerne ab. 
Verwendung von Bestehendem beschleunigt dies natürlich. Und auch für 
kommerzielle Projekte sind LGPL Bibliotheken ganz klar zu empfehlen.

Nur bitte immer im Kopf behalten: Hinweis auf die GPL/LGPL irgendwo in 
der Dokumentation und dann gleich für die LGPL Komponenten deren 
Quelltext und die eigentliche Lizenz mit dazulegen. Der Kunde muß sich 
damit nicht auseinandersetzen. Er muß es nur können. Das reicht.

Wird dies nicht berücksichtigt, kann es zu Problemen kommen, die 
natürlich auch ausgeräumt werden können, aber nicht sein müssen. Und 
damit verbunden würde die Verwendung von LGPL Komponenten im 
kommerziellen Umfeld in Verruf geraten, was nicht sein muß.

My unsorted pile of 2-cent pieces.
(A Clown)

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Hallo "Clown",
erst mal viele Dank für deinen sehr ausführlichen (und grammatikalisch 
sowie orthographisch nahezu vollkommen korrekten) Beitrag. RESPEKT
Sieht man hier leider immer seltener.

Ein paar Fragen hab ich aber noch:

Clown schrieb:
> Wenn ich die Entscheidungsmöglichkeit hatte, habe ich in der Tendenz
> eher unabhängige Systeme gewählt. Eher GTK als QT.

Warum würdest du GTK eher nehmen wie QT? QT steht ja mittlerweile auch 
unter einer sehr "freien" Lizenz (GPL/LGPL), zudem steht das KDE-Projekt 
dahinter, von daher würde ich die Zukunft von QT als gesichert ansehen 
und QT auch als "unabhängiges" Projekt betrachten, da ich nicht denke, 
dass Nokia in der Lage ist, "von heute auf morgen" der 
openSource-Gemeinde den Zutritt zu dem Projekt zu verwehren. Zudem 
bietet QT wesentlich mehr Möglichkeiten wie GTK.
Von daher wäre es nett, wenn du mir ein paar Gründe nennen könntest, wo 
GTK Vorteile gegenüber QT hat, würde mich sehr interessieren, da ich 
selber eigentlich keine finden kann :/

Clown schrieb:
> Nur bitte immer im Kopf behalten: Hinweis auf die GPL/LGPL irgendwo in
> der Dokumentation und dann gleich für die LGPL Komponenten deren
> Quelltext und die eigentliche Lizenz mit dazulegen. Der Kunde muß sich
> damit nicht auseinandersetzen. Er muß es nur können. Das reicht.

Das ist natürlich selbstverständlich.
Normalerweise spende ich auch immer gerne ein paar Euro für diese 
Projekte, falls noch etwas Geld (2 bis 3€) auf dem PayPal-Konto 
"rumliegen", was öfters nach eBay-Einkäufen der Fall ist. Gut, bei QT 
bräuchte ich wohl nicht zu spenden ;)

Autor: Gelegenheitsprogrammierer (Gast)
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Julian W. (julian-w) schrieb:

> Hallo "Clown",
> erst mal viele Dank für deinen sehr ausführlichen (und grammatikalisch
> sowie orthographisch nahezu vollkommen korrekten) Beitrag. RESPEKT
> Sieht man hier leider immer seltener.

Ähem Julian :-), ich möchte ja nicht meckern, aber diese Stilblüten hier 
sind nun wirklich kein korrektes Deutsch. Das sind schlicht 
unvollständige Sätze, die man so nicht schreiben sollte.

". Im einfachen Fall."
". Eher GTK als QT."
". Eher PostgreSQL als MySql."

Ansonsten ist nix dagegen einzuwenden (so wie du das hier schilderst), 
sich mal an verschiedenen Programmiersprachen bzw. Plattformen zu 
versuchen. Du hast dir mit deinem Umstieg auf Linux die Notwendigkeit 
sowohl für Linux als auch für Windows (wegen deinem Bekanntenkreis) zu 
programmieren quasi (ohne Not) ins Haus geholt. Ohne diesen Umstieg wäre 
die (Programmier-) Welt für dich einfacher, weil überschaubarer. Zumal 
es mit den MS-Produkten (Visual ..) hervorragende Tools gibt, für die 
man unter Linux so schnell keinen angemessenen Ersatz findet (das ist 
meine Meinung, das darf jeder gerne anders sehen). Immerhin dürfen wir 
alle froh sein, welche vielfältigen Möglichkeiten es inzwischen gibt 
Programmcode mit aufwendigen Tools zu erstellen, die z.T. (nach meinem 
Gefühl) leider einiges an Einarbeitungszeit erfordern. Man verliert sich 
schnell im Dschungel der Dialekte/Frameworks/Libs und wenn man mal eine 
Schneise ins Gestrüpp geschlagen hat, gibt es bereits wieder neues zu 
beachten oder man ist selber geneigt sich wieder neu zu orientieren. 
Alles nicht so einfach ;).

Autor: Arc Net (arc)
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Clown schrieb:
> Die Programmiersprache betreffend - mich beruhigt die sehr langsame
> Fortentwicklung von C/C++. Es gibt kein Feature, ohne welches ich heute
> nicht leben kann.

Dann können die Ansprüche nicht hoch sein (scnr).

> Abschließend vielleicht noch einen Hinweis. Ich empfehle gerne die
> Verwendung von GPL bzw. LGPL Komponenten für die Entwicklung. Ich
> programmiere zwar gerne, schließe aber auch Projekte gerne ab.
> Verwendung von Bestehendem beschleunigt dies natürlich. Und auch für
> kommerzielle Projekte sind LGPL Bibliotheken ganz klar zu empfehlen.

Wenn man sich in rechtliche Grauzonen begeben will, gerne.
Gerade wenn C++ verwendet wird, ist eine GPL/LGPL V2.1. definitiv nicht 
verwendbar, falls man rechtlich keine Probleme bekommen will (Qt bzw. 
Nokia tragen dem in der Nokia Qt LGPL Exception Version 1.0 Rechnung).
Ähnlich unklar ist bspw. wie dynamisch generierter Quellcode zu 
behandeln ist bzw. ob dort auch entsprechende Ausnahmen vorgesehen sind. 
Code unter der AGPL kann ebenso zur Falle werden.etc. pp.

> Nur bitte immer im Kopf behalten: Hinweis auf die GPL/LGPL irgendwo in
> der Dokumentation und dann gleich für die LGPL Komponenten deren
> Quelltext und die eigentliche Lizenz mit dazulegen. Der Kunde muß sich
> damit nicht auseinandersetzen. Er muß es nur können. Das reicht.

Der Kunde muß sich u.a. aufgrund der oben genannten Problematik mit der 
Lizenz auseinandersetzen (ebenso muss er sich um mögliche Urheberrechts- 
und Patentverstöße kümmern).

> Wird dies nicht berücksichtigt, kann es zu Problemen kommen, die
> natürlich auch ausgeräumt werden können, aber nicht sein müssen. Und
> damit verbunden würde die Verwendung von LGPL Komponenten im
> kommerziellen Umfeld in Verruf geraten, was nicht sein muß.

Es gibt vernünftige Lizenzen (BSD, Apache etc.).
"A less publicized and unintended use of the GPL is that it is very 
favorable to large companies that want to undercut software companies. 
In other words, the GPL is well suited for use as a marketing weapon, 
potentially reducing overall economic benefit and contributing to 
monopolistic behavior."
http://www.freebsd.org/doc/en_US.ISO8859-1/article...

> My unsorted pile of 2-cent pieces.
> (A Clown)

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Gelegenheitsprogrammierer schrieb:
> Zumal
> es mit den MS-Produkten (Visual ..) hervorragende Tools gibt, für die
> man unter Linux so schnell keinen angemessenen Ersatz findet (das ist
> meine Meinung, das darf jeder gerne anders sehen).

Nunja, daher habe ich auch vor, hauptsächlich unter Windows zu 
entwickeln, denn dann stehen mit all diese "tollen Tool's" zur Verfügung 
;)

Da ich momentan eh noch einen "Mitsch-Matsch-Betrieb" zwischen Windows 
und Linux fahre, ist es eigentlich recht egal, unter welchem OS ich das 
ganze entwickle.

Wobei ich sagen muss, dass nicht alle Linux-Tools zum Entwickeln 
"schlecht" sind, so finde ich persönlich Code::Blocks ideal zum 
programmieren von AVRs in C und würde es momentan gegen nichts 
(NetBeans, Visual Studios, Eclipse, ...) eintauschen ;)

Autor: Clown (Gast)
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Julian W. schrieb:
> Clown schrieb:
>> Wenn ich die Entscheidungsmöglichkeit hatte, habe ich in der Tendenz
>> eher unabhängige Systeme gewählt. Eher GTK als QT.
>
> Warum würdest du GTK eher nehmen wie QT? QT steht ja mittlerweile auch
> unter einer sehr "freien" Lizenz (GPL/LGPL), zudem steht das KDE-Projekt
> dahinter, von daher würde ich die Zukunft von QT als gesichert ansehen
> und QT auch als "unabhängiges" Projekt betrachten, da ich nicht denke,
> dass Nokia in der Lage ist, "von heute auf morgen" der
> openSource-Gemeinde den Zutritt zu dem Projekt zu verwehren. Zudem
> bietet QT wesentlich mehr Möglichkeiten wie GTK.
> Von daher wäre es nett, wenn du mir ein paar Gründe nennen könntest, wo
> GTK Vorteile gegenüber QT hat, würde mich sehr interessieren, da ich
> selber eigentlich keine finden kann :/

Richtige Frage bzw. richtiger Einwand. Meine Präferenz war in diesem 
Fall durch zwei weitere Faktoren bestimmt.

Zuerst die Lizenzfrage. Mit der LGPL würde ich nun auch QT wieder 
stärker bei einer Entscheidung berücksichtigen. Das war früher ein 
Problem, da die GPL in dieser Form der Verwendung bei kommerziellem 
Einsatz die Veröffentlichung aller beteiligten Quelltexte erforderte. 
Wirtschaftlich betrachtet ein sehr gewagtes Vorgehen. Und die 
kommerzielle Trolltech Lizenz war schlicht ein zu berücksichtigender 
Kostenfaktor.

Und dann, die Abhängigkeit von der Firma Nokia wird durch die Verwendung 
durch das KDE Projekt und deren starke Entwicklergemeinschaft ganz klar 
relativiert. Hier muß ich jedoch eine persönliche Befangenheit 
eingestehen. Nach der Einmischung von Nokia in die finnische 
Gesetzgebung (Lex Nokia), sind mir die ein Dorn im Auge.

Kurzum, ich würde aber auch QT in der Evaluierung berücksichtigen.

Es ist mehr als 6 Jahre her, daß ich QT und GTK verglichen habe. Da hat 
sich inzwischen auf beiden Seiten mit Sicherheit sehr viel verändert. 
Nachdem Java als Sprache und .NET als Framework an Ausschlußkriterien 
gescheitert waren, blieben im wesentlichen nur noch QT und GTK. Ein 
verhältnismäßig oberflächlicher Vergleich hatte ergeben, daß beide 
Systeme die Anforderungen erfüllen. Damit war die Lizenz ausschlaggebend 
und die LGPL brachte somit den entscheidenden Vorteil.

Technisch hat QT sicher einiges zu bieten und ist in manchen Bereichen 
vermutlich GTK überlegen. Kann in Bereichen natürlich auch umgekehrt der 
Fall sein. Ich habe die letzten Jahre sowohl GTK- als auch 
QT-Programmierer über ihr Framework fluchen hören.

Interessant habe ich an GTK gefunden, daß es sich eigentlich um eine C 
Bibliothek handelt und die C++ API nur eine Erweiterung ist. Ich denke, 
daß die Anbindung von nicht-objektorientierten Sprachen dadurch 
vereinfacht wird. Das hat natürlich den Nachteil, daß die C++ 
Schnittstelle geringfügig höhere Ressourcen verwendet.

Was mich an QT irritiert hat, war die Verwendung des MOC 
(meta-object-compiler). Da mag ich etwas puristisch denken, aber es gibt 
genau eine Instanz, welche einen Quelltext modifiziert. Das ist entweder 
ein Entwickler oder ein Programm. Einen Text-Editor sehe ich hier als 
Erweiterung des Entwicklers an. Aber bereits wenn der Editor Änderungen 
am Quelltext vornimmt, ohne daß es explizit von mir initiiert wurde, 
sehe ich das als Problem.

Das wäre vermutlich ein Punkt, welchen ich genau untersuchen würde, wenn 
die Entscheidung für oder gegen QT ansteht. Kann ich auf die Verwendung 
des MOC verzichten, ohne ebenfalls auf wesentliche Aspekte von QT 
verzichten zu müssen? Wie kompliziert ist die Integration in meine 
üblicherweise verwendeten Werkzeuge (Visual Studio, autotools, 
CodeBlocks)? Und in diesem Zusammenhang wäre dann auch qmake zu 
untersuchen. Ich sehe es nicht gerne, wenn Werkzeuge einzelner 
Komponenten den Einsatz für das Gesamtprojekt erforderlich machen oder 
nur mit Aufwand zu vermeiden sind. Nicht weil qmake an sich schlecht 
wäre, sondern weil ich die Zahl der verpflichtenden Abhängigkeiten gerne 
in Grenzen halte.

Letztlich noch, ich bin vor Jahren von KDE auf Gnome umgestiegen, bin 
deswegen vermutlich auch etwas voreingenommen. Ich habe aber gerade im 
Vergleich auf diesen beiden Plattformen oft den Eindruck gewonnen, daß 
GTK deutlich schonender mit den Ressourcen umgeht. Das kann natürlich 
verschiedene Ursachen haben, sei es meine Voreingenommmenheit, Lasten 
aus der Verwendung in der jeweiligen DE (desktop environment) oder 
Fehler in der Implementierung des jeweiligen Programms.

Ich kann also leider/glücklicherweise keine ausschlaggebenden Vorteile 
von GTK über QT nennen. Aber der theoretische sowie dann aber auch 
alltagsrelevante Vergleich beider Systeme würde mich sehr interessieren. 
Vermutlich ein wenig von meiner Hoffnung getrieben, ein paar Vorteile 
von GTK zu finden... :-)

Autor: Rolf Magnus (rmagnus)
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Clown schrieb:

> Zuerst die Lizenzfrage. Mit der LGPL würde ich nun auch QT wieder
> stärker bei einer Entscheidung berücksichtigen. Das war früher ein
> Problem, da die GPL in dieser Form der Verwendung bei kommerziellem
> Einsatz die Veröffentlichung aller beteiligten Quelltexte erforderte.

Wenn man denn das Programm selbst überhaupt veröffentlichen will. Wenn 
man es nur intern nutzen will, muß man gar nichts veröffentlichen.

> Was mich an QT irritiert hat, war die Verwendung des MOC
> (meta-object-compiler). Da mag ich etwas puristisch denken, aber es gibt
> genau eine Instanz, welche einen Quelltext modifiziert. Das ist entweder
> ein Entwickler oder ein Programm.

Das Gerücht hält sich auch hardnäckig. Der MOC modifiziert am von dir 
geschriebenen Code genau gar nichts. Der wird so, wie du ihn geschrieben 
hast, an den Compiler weitergegeben. Was MOC tut, ist lediglich eine 
zusätzliche Datei erzeugen, die mit ans Programm gelinkt werden muß. 
Aber Autocode-Generatoren sind nun nichts außergewöhnliches und kommen 
häufig vor. Warum da gerade auf dem MOC immer rumgeritten wird, verstehe 
ich nicht.

> Das wäre vermutlich ein Punkt, welchen ich genau untersuchen würde, wenn
> die Entscheidung für oder gegen QT ansteht. Kann ich auf die Verwendung
> des MOC verzichten, ohne ebenfalls auf wesentliche Aspekte von QT
> verzichten zu müssen?

Nein. Ohne MOC kannst du z.B. keine Signale oder Slots definieren, und 
das ist ein wesentlicher Aspekt von Qt.

> Wie kompliziert ist die Integration in meine üblicherweise verwendeten
> Werkzeuge (Visual Studio, autotools, CodeBlocks)?

Um Visual Studio hat sich Trolltech/Nokia schon gekümmert. autotools 
werden von vielen Qt-Projekten verwendet, sollten also auch kein Problem 
darstellen. Zu CodeBlocks kann ich nichts sagen.

> Und in diesem Zusammenhang wäre dann auch qmake zu untersuchen.

Wenn du qmake benutzt, mußt du nur die verwendeten Header-Dateien im 
Projekt-File angeben, dann kümmert es sich selbst um moc.

> Ich sehe es nicht gerne, wenn Werkzeuge einzelner Komponenten den Einsatz
> für das Gesamtprojekt erforderlich machen oder nur mit Aufwand zu
> vermeiden sind. Nicht weil qmake an sich schlecht wäre, sondern weil ich
> die Zahl der verpflichtenden Abhängigkeiten gerne in Grenzen halte.

qmake ist sicher nicht zwingend. Was die Abhängigkeiten betrifft, sehe 
ich aber kein Problem, wenn du eh schon von Qt abhängst. Da hast du ja 
eher weniger Abhängigkeiten als z.B. mit Autotools.

Autor: Clown (Gast)
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Rolf Magnus schrieb:
> Das Gerücht hält sich auch hardnäckig. Der MOC modifiziert am von dir
> geschriebenen Code genau gar nichts. Der wird so, wie du ihn geschrieben
> hast, an den Compiler weitergegeben. Was MOC tut, ist lediglich eine
> zusätzliche Datei erzeugen, die mit ans Programm gelinkt werden muß.
> Aber Autocode-Generatoren sind nun nichts außergewöhnliches und kommen
> häufig vor. Warum da gerade auf dem MOC immer rumgeritten wird, verstehe
> ich nicht.

Mein Fehler, das hätte ich genauer ausdrücken sollen. Prinzipiell ist 
ein ein vergleichsweise sauberes Vorgehen. Wenn ich da an meine letzten 
.NET oder Java/NetBeans Erfahrungen denke, sträuben sich mir immer noch 
die Nackenhaare.

Ich möchte klar getrennte Zuständigkeiten bis zum Compiler. Und solange 
es meine Sprachdomäne ist, bevorzuge ich das letzte Wort vor dem 
Compiler. Nun läßt sich argumentieren, daß MOC auch nicht viel mehr ist 
als ein Compiler. Technisch gesehen vermutlich eher ein Präprozessor, 
aber der Unterschied scheint im Bezug zur Sache jetzt nicht wichtig.

Meine Skepsis mag zum Teil in der Anfangsphase begründet liegen, als es 
noch Probleme mit dem Parser bzw. Quelltext Generator gab. Ich gehe aber 
davon aus, daß diese inzwischen im Wesentlichen behoben sind.

Vom Standpunkt der Entwicklungswerkzeuge ist es jedoch so, daß jetzt MOC 
und C++ Compiler denselben Parser (bzw. jeweils Parser für dieselbe 
Syntax) benötigen. Es wird dadurch zwei Instanzen, welche den vollen 
Sprachumfang unterstützen müssen. Meine Sorge ist die, daß durch MOC 
hier Einschränkungen einführt werden, welche nicht nicht im C++ Compiler 
begründet liegen.

Das mag jetzt weder ein großes, noch zwingendermaßen ein Problem sein. 
Wenn es aber eine elegantere Lösung geben sollte, bevorzuge ich die 
natürlich.

Ein Ansatz, der mir sehr gefallen hatte, war die Generierung 
spezifischer Basisklassen bei GTK. Ein Ansatz, welcher derzeit leider 
nicht weiter verfolgt wird.

Aus der XML-Beschreibung der zu erzeugenden Benutzungsoberfläche werden 
dabei für alle wesentlichen Objekte Basisklassen erzeugt. Welches die 
wesentlichen Objekte sind, kann durch den Entwickler festgelegt werden. 
Das kann nur ein Hauptfenster sein, welches sämtliche weiteren Objekte 
enthält. Es können aber auch für bestimmte Unterobjekte, beispielsweise 
ein Zeichenbereich, eigene Basisklassen generiert werden.

Die Basisklassen enthalten alle Implementierungen, welche aufgrund der 
Oberflächenspezifikation automatisch generiert werden können.

Von den generierten Basisklassen werden jetzt die Applikationsklassen 
abgeleitet und dort die Implementierung der Anwendung vorgenommen. Für 
Signal-Handler werden in der Basisklasse abstrakte Methoden generiert, 
in welchen in der abgeleiteten Klasse dann die eigentliche 
Funktionalität implementiert wird. Auf Instanzen aller enthaltenen 
Objekte kann über generierte Objektvariablen der jeweiligen Basisklasse 
direkt zugegriffen werden.

>> Das wäre vermutlich ein Punkt, welchen ich genau untersuchen würde, wenn
>> die Entscheidung für oder gegen QT ansteht. Kann ich auf die Verwendung
>> des MOC verzichten, ohne ebenfalls auf wesentliche Aspekte von QT
>> verzichten zu müssen?
>
> Nein. Ohne MOC kannst du z.B. keine Signale oder Slots definieren, und
> das ist ein wesentlicher Aspekt von Qt.

Rein theoretisch noch etwas - ob das in der Praxis nun Sinn ergeben 
würde, möchte ich vorerst dahingestellt lassen. Fügt der MOC nur 
Quelltext hinzu, oder wird bestehender Quelltext modifiziert? Wenn keine 
Modifikation erfolgt, wäre es technisch umsetzbar, auch hier das System 
der generierten Basisklassen und manuell geschriebenen 
Applikationsklassen umzusetzen?

> qmake ist sicher nicht zwingend. Was die Abhängigkeiten betrifft, sehe
> ich aber kein Problem, wenn du eh schon von Qt abhängst. Da hast du ja
> eher weniger Abhängigkeiten als z.B. mit Autotools.

Für kleine Projekte, die primär auf eine QT Anwendung ausgerichtet sind, 
ist dies sicher die richtige Überlegung. Autotools sehe ich aber in 
nächster Zukunft weder durch qmake, noch durch ein anderes System derart 
verdrängt, daß ich vollständig darauf verzichten werde.

Ich bin dann eher in der Situation, daß ich Autotools sowieso und qmake, 
eventuell sogar zusammen mit make, einsetzen würde. Das war nur die 
Situation, welche ich bei der Erwähnung von qmake im Kopf hatte.

Autor: Schorsch (Gast)
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Clown schrieb:
> Rein theoretisch noch etwas - ob das in der Praxis nun Sinn ergeben
> würde, möchte ich vorerst dahingestellt lassen. Fügt der MOC nur
> Quelltext hinzu, oder wird bestehender Quelltext modifiziert?

Weder noch. Er erzeugt ein zusätzliches File, welches halt auch noch 
durch den Compiler+Linker muss.

> Wenn keine
> Modifikation erfolgt, wäre es technisch umsetzbar, auch hier das System
> der generierten Basisklassen und manuell geschriebenen
> Applikationsklassen umzusetzen?

Macht die QT doch schon so.
Was meinst du woher die GTK+-Entwickler die Idee dazu hatten  ;)

Autor: Clown (Gast)
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Schorsch schrieb:
> Clown schrieb:
>> Rein theoretisch noch etwas - ob das in der Praxis nun Sinn ergeben
>> würde, möchte ich vorerst dahingestellt lassen. Fügt der MOC nur
>> Quelltext hinzu, oder wird bestehender Quelltext modifiziert?
>
> Weder noch. Er erzeugt ein zusätzliches File, welches halt auch noch
> durch den Compiler+Linker muss.

Das ist soweit klar. Meine Frage bezieht sich auf den Inhalt der von MOC 
erzeugten Datei. Wird mein Quelltext durch MOC erweitert oder verändert, 
bevor das Ergebnis in die neue Datei geschrieben wird?

>> Wenn keine
>> Modifikation erfolgt, wäre es technisch umsetzbar, auch hier das System
>> der generierten Basisklassen und manuell geschriebenen
>> Applikationsklassen umzusetzen?
>
> Macht die QT doch schon so.
> Was meinst du woher die GTK+-Entwickler die Idee dazu hatten  ;)

Na, dann sind die Unterschiede schon wieder etwas kleiner geworden. Die 
Diskussion, wer von wem inspiriert wurde, können wir vielleicht eines 
Tages in einem anderen Thread führen... :-)

Autor: Schorsch (Gast)
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Clown schrieb:
> Das ist soweit klar. Meine Frage bezieht sich auf den Inhalt der von MOC
> erzeugten Datei. Wird mein Quelltext durch MOC erweitert oder verändert,
> bevor das Ergebnis in die neue Datei geschrieben wird?

Es werden BEIDE Dateien Compiliert. Deine. Unverändert.
Und die vom MOC generierte, dort ist halt das "Meta-Object" definiert, 
String-Constanten für die SLOT-Namen usw.

d.H. in der MOC-Datei ist nur Zusätzlicher Code, keine Kopie deines 
Codes.

Autor: Schorsch (Gast)
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"Unverändert" in dem Sinne, das der MOC da nichts daran herumwurschtelt.
Die QT-Header, die du includieren musst, definieren einige Macros, und 
der normale C-Präprozessor wurschtelt dann in deinem Code rum.

Autor: Jürgen (Gast)
Datum:

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Du bist mir vielleicht ein Spaßvogel. Assembler in einer kommerziellen 
Software mit GUI? Da kann ich nur lachen. Oder mal eben einen kleinen 
TcpIp- Netzwerkstack in Assembler programmieren? Das möchte ich mal 
sehen. Und wenn, dann mußt du da massenweise Betriebssystemfunktionen 
ansprechen die auch meistens in c oder c++ geschrieben wurden. Aber 
vielleicht bist du ja in der Raumfahrt, da gelten sicher andere 
Verhältnisse. Aber auf einem normalen PC? Assembler nur wenns wirklich 
um die Wurst geht.

Autor: Jürgen (Gast)
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Das war eben für den Beitrag von Enno gedacht.

Autor: Nico22 (Gast)
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Ja, das meinte ich eingangs zu Enno auch. Gemeldet hat er sich seitdem 
nicht mehr hier im Thread.

Autor: chris (Gast)
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Was ist von LISP im Vergleich von Java zu halten?
Youtube-Video "Land of Lisp- The Music Video!"

Kann mir jemand kurz die Vorteile erklären?

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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chris schrieb:
> Was ist von LISP im Vergleich von Java zu halten?
> Youtube-Video "Land of Lisp- The Music Video!"
>
> Kann mir jemand kurz die Vorteile erklären?

Auch wenn deine Frage nicht ganz zum Thread-Thema passt: Hier ist ganz
kurz der Hauptvorteil erklärt:

                  Lisp ist flexibler als Java.

Im Video findest du ein paar weitere Vorteile, in dem im Video
beworbenen Buch sicher noch einige mehr :)

Hier sind noch ein paar Zitate, die das Wesen von Lisp kurz beschreiben:

Aus "Lisp is a Chameleon" (CACM, September 1991) von John Foderaro:

  "Lisp is a programmable programming language."
  einen Auszug aus dem Artikel gibt es hier:
  http://www.paulgraham.com/chameleon.html

Aus "What Made Lisp Different" von Paul Graham:

  "The whole language always available. There is no real distinction
  between read-time, compile-time, and runtime. You can compile or run
  code while reading, read or run code while compiling, and read or
  compile code at runtime."
  http://www.paulgraham.com/diff.html

Aus "XKCD: Lisp" von Randall Munroe:

  "Truly, this was the language from which the Gods wrought the
  universe!"
  http://xkcd.com/224/
  ... ok, Perl ist also auch nicht schlecht :)

Falls du an einer weitergehenden Diskussion zu diesem Thema interessiert
bist, startest du dafür am besten einen neuen Thread, damit dieser hier
nicht zu sehr entzweit wird.

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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So, ich hab mich dann für QT entschieden. Jedoch weiß ich noch nicht, 
welche IDE ich einsetzten werde.

Am besten scheint wohl "Visual Studios" zu sein, jedoch hab ich nur die 
kostenlose Express-Version, in der ja leider das QT-PlugIn nicht läuft. 
Und Geld für die Professionell-Version hab ich leider nicht so wirklich.

Eclipse hab ich mir schon angeschaut, sieht aber alles sehr kompliziert 
aus... :/

Von daher wollte ich mal Fragen, ob einer Erfahrung mit dem QT Creator 
hat. Ist ja mittlerweile Version 2.0 und sieht recht nett aus.
Evtl. könnte da ja einer mal seine Erfahrungen postet, ob der auch z.B. 
für größere Projekte was taugt.

Autor: Axel Jäger (axeljaeger)
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QtCreator ist die Wahrheit.

Autor: Gelegenheitsprogrammierer (Gast)
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> QtCreator ist die Wahrheit.

Steht das auf der Verpackung?

:-)

Autor: Axel Jäger (axeljaeger)
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den gibts nicht in Schachteln zu kaufen.

Autor: Gelegenheitsprogrammierer (Gast)
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> den gibts nicht in Schachteln zu kaufen.

Seit wann ist denn Werbung an Verkauf gebunden, ebenso wie Marketing 
Sprüchlein wie deines?

Autor: Axel Jäger (axeljaeger)
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Verpackung ist für mich ein materieller Gegenstand, den man in die Hand 
nehmen kann.

Autor: Gelegenheitsprogrammierer (Gast)
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> Verpackung ist für mich ein materieller Gegenstand, den man in die Hand
> nehmen kann.

Und das macht dein Sprüchlein "QtCreator ist die Wahrheit" jetzt besser?

Autor: Axel Jäger (axeljaeger)
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Damit habe ich die Frage beantwortet, warum es nicht auf der Schachtel 
steht. Meine Aussage hat den gleichen Wahrheitswert wie "Am besten 
scheint wohl "Visual Studios" zu sein"

Autor: Gelegenheitsprogrammierer (Gast)
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Ach Axel komm .. hättest du mal etwas sinnvolles zu diesem Thread 
beigetragen, anstatt dich an Julian's Vorliebe hochzuziehen. Was sollen 
denn solche Eskapaden? Neidkomplexe weil einer mal Visual Studio gut 
findet? Minderwertigkeitskomplex weil nicht gleich wieder die OSS in den 
Himmel gelobt wird?

Autor: Axel Jäger (axeljaeger)
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Ich hab mal einige Jahre Geld mit Qt programmieren verdient und da 
einige IDEs ausprobiert und Einigkeit ist erst eingekehrt, als der 
Creator auf dem Markt war. Ich hindere niemand da drann, VS einzusetzen, 
nur würde ich das niemand empfehlen, der neu einsteigt und Visual Studio 
bisher nicht eingesetzt hat, weil wie Julian schon sehr richtig 
festgestellt hat, dort die Integration nicht funktioniert. Nun könnte 
man entweder Geld auf den Tisch legen, eine Version von der Uni 
organisieren oder basteln, nur würde ich das niemand empfehlen, der eben 
gerne Qt programmieren will und nicht ins Plugins-Schreiben für VS 
einsteigen will.

Vielleicht kannst du mir aber noch auf die Sprünge helfen und mir 
zeigen, wo du hier was sinnvolles geschrieben hast?

Autor: Gelegenheitsprogrammierer (Gast)
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Und warum sagst du das nicht gleich, anstatt hier erst mal mit 
Sprüchlein wie "QtCreator ist die Wahrheit" herumzuprollen?

> Vielleicht kannst du mir aber noch auf die Sprünge helfen und mir
> zeigen, wo du hier was sinnvolles geschrieben hast?

Aber gerne, ich würde mir an Julian's Stelle erst gar nicht antun 
unbedingt plattformunabhängigkeit durchzudrücken, zumal wenn man bereits 
mit den MS Visual Tools ganz gut zurecht kommt. Warum sollte ich es mir 
unnötig schwer machen? Auf den einen Seite wollt ihr mit der Brechstange 
und ohne Not (eher aus ideologischen Gründen heraus) weg von Windows und 
dann merkt man plötzlich, dass man sich damit erst recht neue Probleme 
einhandelt und sich selber ins Knie schießt. Mir ist das völlig 
unbegreiflich, aber jeder wie er will (und wie er kann).

Autor: Axel Jäger (axeljaeger)
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Du möchtest also den Kunden gerne belehren, dass du seine Anforderungen 
nicht für sinnvoll hälst?

Aber um dir mal ein paar Argumente zu geben, warum plattformunabhängige 
Programmierung sinnvoll ist:

Ich bastel seit einiger Zeit an einer Lichtsteuerungssoftware. Die ist 
mit Qt implementiert. Ich entwickle sie auf nem Mac, ein Kumpel steuert 
eine Komponente bei, die er auf Linux entwickelt und der Masterplan ist, 
dass der immer-an-Teil auf einer Fritzbox laufen wird. Auf der läuft ein 
Linux. Also geh ich her, kompilier mir ein subset von Qt für die 
Fritzbox zusammen und schon läuft die Lichtsteuerung da. Ohne GUI 
natürlich, weil ich keinen Monitor da dran habe, aber eben der Core-Teil 
und ein Webinterface.

Es gibt außerdem auch zahlende Kunden, die eben gerne eine Software für 
mehrere Plattformen anbieten möchten, ohne große Teile davon neu zu 
schreiben. Um ein Beispiel zu nennen: Eagle ist mit Qt implementiert und 
läuft hier auf dem Mac und bei uns in der Uni auf Windows hervorrragend. 
Ich gehe davon aus, auf Linux auch, aber das hab ich selber noch nicht 
ausprobiert.

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Gelegenheitsprogrammierer schrieb:
> Aber gerne, ich würde mir an Julian's Stelle erst gar nicht antun
> unbedingt plattformunabhängigkeit durchzudrücken, zumal wenn man bereits
> mit den MS Visual Tools ganz gut zurecht kommt

Ja, aber nur, weil ich in C# programmiert habe. Gut, für QT scheint es 
auch PlugIn's zu geben, dafür muss man sich aber für viel Geld die 
Professionell-Version kaufen. Bisher habe ich halt auch noch mit der 
Express-Version Erfahrung gesammelt, die halt eben ein paar 
Einschränkungen hat.
Und Plattformunabhängigkeit ist eben für mich ein wichtiges Kriterium, 
zum ersten mache ich viele Erfahrungen (positiv sowohl bestimmt auch 
negativ) und zweitens kann ich, wenn ich schon in C++ programmiere, auch 
gleich durch den Einsatz geeigneter Frameworks plattformunabhängig 
programmieren. Ob ich jetzt mit MFC oder QT anfange, ist doch im Grunde 
egal, nur QT bietet mir eben viel mehr Möglichkeiten.

Ich wollte nur wissen, ob der QT Creator was taugt, da man im Netz 
leider nicht so viel findet, wenn nur von "älteren" Versionen (v1 und 
nicht v2). Meist wird immer auf eclipse geschworen, wobei ich kein so 
Freund von eclipse bin...

Autor: Gelegenheitsprogrammierer (Gast)
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> Du möchtest also den Kunden gerne belehren, dass du seine Anforderungen
> nicht für sinnvoll hälst?

Komm mal runter vondeinem "Kunden .." Geschwafel. Die meisten die solche 
hier Anfragen stellen, wollen in erster Linie mal etwas programmieren 
und nicht gleich ein "auf kundenwunsch verkaufsfähiges Produkt" 
erstellen. Ihr blast immer solche Dinge auf das einem schlecht werden 
kann. Mal ganz abgesehen davon, ginge es wirklich um kommerzielle 
Auftragserfüllung und würde mir dann einer erzählen, er hätte nicht das 
Geld für ein popliges Microsoft Visual Studio, dann würde ich ihm raten 
doch lieber mit anderen Dingen Geld zu verdienen.

Autor: Gelegenheitsprogrammierer (Gast)
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Julian W. (julian-w) schrieb:

> Ob ich jetzt mit MFC oder QT anfange, ist doch im Grunde
> egal, nur QT bietet mir eben viel mehr Möglichkeiten.

Mit MFC würde ich sowieso nicht anfangen.

> Ich wollte nur wissen, ob der QT Creator was taugt, da man im Netz
> leider nicht so viel findet, wenn nur von "älteren" Versionen (v1 und
> nicht v2). Meist wird immer auf eclipse geschworen, wobei ich kein so
> Freund von eclipse bin...

Von etwas was im Netz nicht sonderlich verbreitet ist würde ich eher die 
Finger lassen. Denn es hat immer einen Grund, warum Dinge lings liegen 
gelassen werden und die Mehrheit sich lieber anders orientiert. Ob das 
beim Creator so ist vermag ich nicht zu beurteilen, da ich ihn nicht 
benutze.

Im übrigen halte ich solche Anfragen wie die deine eher für schwierig 
und die Antworten werden dir letztlich auch nicht viel bringen. Da 
spielen zu viele eigene Vorlieben mit ein. Du wirst also nicht umhin 
kommen und es selbst rausfinden müssen und das kann einiges an Zeit 
verschlingen ..

Autor: Arc Net (arc)
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An den TO: Falls es doch VS werden soll, die Pro-Version gibt es für 
Schüler und Studenten kostenlos (www.dreamspark.com/)

Autor: Julian W. (julian-w) Benutzerseite
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Arc Net schrieb:
> An den TO: Falls es doch VS werden soll, die Pro-Version gibt es für
> Schüler und Studenten kostenlos (www.dreamspark.com/)

Nunja, aber leider nur als Student. Ich besuche momentan noch das 
Gymnasium, da scheint es leider nichts zu geben, zumindest kann ich mich 
über keine der genannten Möglichkeiten verifizieren (hab keinen 
"Activation Code" von einem MS-Vertreter bekommen, habe auch keine "ISIC 
Card" und meine Schule ist online auch nicht aufgeführt).

Autor: Gelegenheitsprogrammierer (Gast)
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Es gibt auch 60-Tage Versionen von VS ..

Alternativ mal im Bekanntenkreis umhören, ob nicht irgend ein 
Student(in) dir weiterhelfen kann (kleine Gegenleistung motiviert 
meistens ;)).

Autor: Clown (Gast)
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Die VisualStudio Express Versionen sind/waren kostenlos und ohne 
zeitliche Limitierung von Microsoft per Download erhältlich. Wer kein 
Microsoft Passport Login anlegen möchte, kann auch die DVD als ISO 
herunterladen.

Für Anwendungen im Studium oder Hobby durchaus zu gebrauchen. Qt, GTK, 
OpenGL oder einfache Konsolenanwendungen sollten kein Problem sein. Die 
Verzeichnispfade zu den entsprechenden Bibliotheken müssen 
gegebenenfalls von Hand eingetragen werden.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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So ziemlich die einzige Einschränkung der Visual C++-Express-Version ist 
das Fehlen der MFC-Unterstützung. Solange man aber keine MFC-Programme 
erstellen möchte, sondern andere GUI-Klassenbibliotheken wie Qt oder 
auch wxWidgets damit nutzen will, ist das gut benutzbar.

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