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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Arduino Plattform


Autor: Matic (Gast)
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Hallo.
Ich bin durch Zufall auf die Arduino Mikroprozessor Plattform aufmerksam 
geworden. Arduino basiert auf atmega Prozessoren.

Die bieten ein komplettes Starterpaket mit
Mikrocontrollerboard und einer kompletten, plattformunabhängigen 
Entwicklungsumgebung.
Und das zu einem günstigen Preis.

Nun, ich nehme mal an, die Arduino Prozessoren werden AVRs mit 
speziellem Bootloader sein. Außerdem sind die Prozessoren fest auf den 
Boards aufgelötet.

Daher stellt sich folgende Frage:


Ist Arduino nur eine "Lernplattform", Sozusagen ein Eval-Board und 
Einsteigerfreundliche Software, um Leuten den Einstieg in die 
Mikrocontrollerwelt zu vereinfachen?
Oder könnte man die Arduino Plattform auch als Entwicklungsplattform für 
komplett eigene Projekte verwenden? Also mit "Nackten" Prozessoren von 
Reichelt und selbst erstellten Schaltungen? Oder muss man dann das 
Arduino Zeug kaufen?
Sind die mit arduino erstellen Programme mit dem "normalen" AVR-GCC / 
AVR Studio kompatibel und umgekehrt? Oder ist Arduino etwas "eigenes"?

Autor: Sebastian (Gast)
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http://www.back-space.at/w/images/9/96/Uc.pdf

google => da werden sie geholfen

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Arduino ist als eine Plattform für Nicht-Hardcore-µC-User entstanden. 
Als Tool z.B. für Kunststudenten zum Aufbau eigener µC gesteuerter 
Kunstinstallationen.

> Also mit "Nackten" Prozessoren von
> Reichelt und selbst erstellten Schaltungen? Oder muss man dann das
> Arduino Zeug kaufen?

Selbstbau ist von der Pike auf möglich. Fertiges Arduino Zeug kann 
Vorteile haben: Es ist DAU getestet :)

> Sind die mit arduino erstellen Programme mit dem "normalen" AVR-GCC /
> AVR Studio kompatibel und umgekehrt? Oder ist Arduino etwas "eigenes"?

Das Eigene der Arduino Entwicklungsumgebung ist die Arduino IDE und die 
Anbindung an die Arduino Softwarebibliothek mit vorgefertigten 
Funktionen und sog. Sketches für die Processing Programmiersprache (C 
ähnlich).

Letztlich endet dein Sourcecode und die Arduino Softwarebibliothek aber 
im WinAVR C Compiler, wie bei einer klassischen AVR C 
Entwicklungsumgebung mit dem AVR Studio auch.

Man kann die Arduinoboards auch ausschliesslich mit AVR Studio und 
WinAVR (bzw. neu: AVR Toolchain) programmieren.

Autor: Matic (Gast)
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Kurz gesagt: Ist Arduino ein ernstzunehmendes Entwicklungswerkzeug,
oder ist es ein properitäres (wenn auch quelloffenes) System, was auf 
Vereinfachung getrimmt ist, um auch nicht ganz so technikaffinen Leuten 
Zugang in die Mikrocontrollerwelt zu gewähren (Ähnlich wie C-Control)

Autor: Matic (Gast)
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Stefan B. schrieb:
> Arduino ist als eine Plattform für Nicht-Hardcore-µC-User entstanden.
> Als Tool z.B. für Kunststudenten zum Aufbau eigener µC gesteuerter
> Kunstinstallationen.
>
>> Also mit "Nackten" Prozessoren von
>> Reichelt und selbst erstellten Schaltungen? Oder muss man dann das
>> Arduino Zeug kaufen?
>
> Selbstbau ist von der Pike auf möglich. Fertiges Arduino Zeug kann
> Vorteile haben: Es ist DAU getestet :)
>
>> Sind die mit arduino erstellen Programme mit dem "normalen" AVR-GCC /
>> AVR Studio kompatibel und umgekehrt? Oder ist Arduino etwas "eigenes"?
>
> Das Eigene der Arduino Entwicklungsumgebung ist die Arduino IDE und die
> Anbindung an die Arduino Softwarebibliothek mit vorgefertigten
> Funktionen und sog. Sketches für die Processing Programmiersprache (C
> ähnlich).
>
> Letztlich endet dein Sourcecode und die Arduino Softwarebibliothek aber
> im WinAVR C Compiler, wie bei einer klassischen AVR C
> Entwicklungsumgebung mit dem AVR Studio auch.
>
> Man kann die Arduinoboards auch ausschliesslich mit AVR Studio und
> WinAVR (bzw. neu: AVR Toolchain) programmieren.


D.H. ich kann bedenkenlos mit Arduino anfangen, ohne dass ich in eine 
properitäre Sackgasse gehe?
Also dass ich nachher auf das "richtige" System (AVR-Studio+STK500) 
umsteigen kann, ohne mich zu sehr nochmal umgewöhnen muss.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Definiere proprietäre Sackgasse und richtiges System. Wenn du 
Umgewöhnung auf der Softwareseite gering halten willst, solltest du dich 
nicht zu sehr den Arduino IDE Teil und die Softwarebibliotheken 
verlieben.

Autor: Sebastian (Gast)
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Definitiv ein guter Einstieg. Du kannst alles, was man mit anderen µCs 
auch verwenden kann (timer, interrupts, ADC, PWM etc) erlernen, und das 
einfacher als mit anderen Controllern. Danach musst du nur noch die 
Sprache umlernen und dich mehr mit Bitmanipulationen auseinandersetzen, 
dann kannst du direkt auf andere µCs umsteigen. Such mal in Youtube, was 
Leute so mit Arduinos machen (z.b. CNC Fräse), also man kann auch ein 
bisschen mehr als "nur" Basics mit diesen Boards machen.

Ich hab mit Arduinos angefangen und würds definitiv wieder so machen.

Autor: Michael G. (let)
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Es ist ein mehr oder weniger gleitender Umstieg von Arduino
zur "normalen" Programmierung z.B. mit AVR Studio möglich.
Z.b. können anstelle der Arduino-eigenen Funktionen für die
Portkonfiguration die Register auch direkt angesprochen werden.
Auch die avrlibc steht zur Verfügung (z.B. _delay_ms()).
Man kann also Schritt für Schritt die Arduino Funktionen durch
eigene Implementierungen ersetzen die dann auch außerhalb von
Arduino laufen.

Einen Sprung gibt es aber beim Wechsel von der Arduino-IDE
nach AVR-Studio: Die setup() und loop() Funktionen sind
eine Besonderheit von Arduino. "Normale" Programme beginnen
in der main() Funktion, die Arduino wiederum nicht kennt bzw.
versteckt.

Anfangs war ich recht skeptisch, doch mittlerweile halte ich
die Arduino Plattform für eine sinnvolle Alternative zu
Steckbrett und Co. für den Einstieg.
Auch später lassen sich solche Boards gut verwenden wenn es
darum geht ohne viel Ballast ein Problem zu lösen.
Dank ISP Sketch lassen sich die Boards als Programmiergerät
verwenden um z.B. den Bootloader auf einen µC in einer eigenen
Schaltung zu flashen. Oder als allgemeines Programmiergerät
zusammen mit avrdude.

Autor: Matic (Gast)
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Danke für die Infos.
Dann werde ich mir mal das Arduino Starter Kit bestellen.

Autor: holger (Gast)
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>Dann werde ich mir mal das Arduino Starter Kit bestellen.

>Also dass ich nachher auf das "richtige" System (AVR-Studio+STK500)
>umsteigen kann, ohne mich zu sehr nochmal umgewöhnen muss.

Wozu der Umweg? Zieh dir doch gleich das STK500.

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