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Forum: HF, Funk und Felder Antenne als 'WLAN Spiegel'


Autor: Dussel (Gast)
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Moin,
wir haben uns jetzt auch endlich mal WLAN zugelegt (ich sitze in meinem 
Zimmer, während ich das schreibe und nicht mit dem Kabel neben dem 
Router :-)
Das Problem ist, dass ich in meinem Zimmer direkt über dem Router guten 
Empfang habe (-59dBm zeigt mein Laptop an) aber meiner Schwester fünf 
Meter weiter nichts mehr empfängt (teilweise unter -90dBm mit dem 
gleichen Laptop gemessen). Kanalwechsel und Router drehen habe ich 
ausprobiert, bringt aber (fast) nichts.

Bevor ich jetzt den Router umtausche, kam mir die Idee, 'WLAN Spiegel' 
auszuprobieren. Dazu muss ich sagen, dass ich von zeitvarianten Feldern 
nur laienhaftes Wissen habe. Meine Idee war, einen 12,5cm (eine 
Wellenlänge bei 2,4GHz) langen Metallstab mit Sicht zum Router und zum 
Laptop ins Treppenhaus und vielleicht noch einen zweiten in den Flur zu 
hängen. Dazu habe ich mal ein Experiment gesehen, dass das grundsätzlich 
funktionieren kann, dass so eine einfache Antenne den Funk 'spiegelt'.
Kann das mit WLAN funktionieren ohne alles mit Mess- und Analysegeräten 
genau einzustellen? Ist es besser, die 'Antenne' zum Router oder zum 
Laptop auszurichten oder sogar ein verdrehtes H zu bauen, wovon eine 
Seite zum Router und die andere zum Laptop zeigt?

Vielen Dank

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
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Dussel schrieb:
> Meine Idee war, einen 12,5cm (eine
> Wellenlänge bei 2,4GHz) langen Metallstab mit Sicht zum Router und zum
> Laptop ins Treppenhaus und vielleicht noch einen zweiten in den Flur zu
> hängen. Dazu habe ich mal ein Experiment gesehen, dass das grundsätzlich
> funktionieren kann, dass so eine einfache Antenne den Funk 'spiegelt'.

Hi, Dussel,

Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja. Aber: Die Dämpfung der 
Richtfunkstrecke mit Umlenkspiegel ist außerordentlich hoch.
Empfehlung: Stell einen Netzknoten an die Stelle des Spiegels. Einen, 
der Datenpakete empfängt und wieder aussendet.

Zur Veranschaulichung: Richtfunkstrecke mit Umlenkspiegel hat zwei 
Distanzen D1 und D2.
D1 ist die Distanz Tx zu Spiegel, D2 ist die Distanz Spiegel zu Rx.

Die Energie, die Dein Sender Tx abstrahlt, die strahlt er in alle 
Raumrichtungen aus. Stell Dir eine Kugel um Tx vor mit dem Radius D1. 
Berechne die F1 Fläche dieser Kugel. Der Spiegel nimmt nur soviel davon 
aus, wie der Quotient aus der (Wirkfläche des Spiegels) / F1.

Nur diese geringe Energie strahlt der Spiegel wieder ab - und nun 
berechne dasselbe noch mal mit der Distanz D2.

Ich habe nur von wenigen Richtfunkstrecken mit Umlenkspiegel gelesen. 
Eine war die mit dem ältesten Kommunikationssatelliten Echo. Der war ein 
Ballon mit spiegelnder Hülle. Spätere Satelliten hatten Transponder an 
Bord.

Es gab wohl auch mal Richtfunktürme mit dem Parabol am Boden und einem 
Umlenkspiegel an der Mastspitze.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: Peter (Gast)
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sollte dafür nicht eine einfach Richtantenne ausreichen?

Autor: df1as (Gast)
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Ich verstehe nicht, warum man bei diesen Entfernungen und mehr oder 
weniger STATIONÄR kein Kabel nehmen will.

HF geht nun mal seltsame Wege, gerade wenn man durch Decken und Wände 
hindurch muss. Beim Nachbarn gegenüber (durchs Fenster) ist vielleicht 
sehr guter Empfang möglich.

Also: Für diese Situation gibt es niemals ein Patentrezept. Natürlich 
kann man es mit allem versuchen, Blechtafeln oder Alufolie abwickeln, 
Resonatoren, Direktoren, Reflektoren. Allen ist gemein, dass sie das 
Feld irgendwie verformen. Aber wenn sooo viele dB fehlen, wird es wohl 
schwierig werden.

Einfacher wär ein Kabel.

Autor: Dussel (Gast)
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Dann ist die Antwort auf die Frage, ob es sinnvoll machbar ist wohl 
'Nein'…

Kabel bringt nichts, weil das vom DSL Modem an der Wand entlang durch 
den Flur und durchs Treppenhaus geführt werden müsste. Ich will ja meine 
Laptop nicht als WLAN-LAN Bridge für meine Schwester brauchen.
Richtantenne fällt raus, weil die Antenne eingebaut ist und außerdem dem 
Empfang im restlichen Haus nicht schwächer werden soll. Der 'Spiegel' 
würde ja nur einen Teil dessen, was nach außen abgestrahlt wird, nach 
innen zurückwerfen.
Ein Repeater würde mehr kosten als der Aufpreis für einen stärkeren 
Router und außerdem bräuchte er irgendwoher Strom und müsste irgendwo 
stehen.

Danke für die Antworten.

Autor: Michael Buesch (mb_)
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Dussel schrieb:
> Ein Repeater würde mehr kosten als der Aufpreis für einen stärkeren
> Router

Es gibt keine stärkeren Router.
Praktisch alle Router können mit der maximal erlaubten Leistung senden 
und tun dies auch (wenn sie nicht reduziert ist in den Einstellungen).

Autor: df1as (Gast)
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Es gibt doch auch diese Power-line-Adapter. Wäre das nicht eine 
Alternative für WLAN? HF benutzen die auch, nur sind die Wege etwas 
besser vorgezeichnet. Oder wären diese Teile auch zu teuer? Wie ich 
herauslese, darf alles ja nichts kosten.

Autor: Dussel (Gast)
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Ein Router mit mehren Antennen soll weiter reichen. Ich weiß ja von 
anderen, dass es Router gibt, die weiter reichen. An unseren Haus wird 
es nicht liegen, weil das ein ganz normales Haus ist. Power Line ist 
über die Steckdose, oder? Damit ist man wieder kabelgebunden. Ich sage 
ja nicht, dass es nichts kosten darf. Ich wollte nur nicht zum 
vorhandenen Router neue Geräte aufstellen.

Autor: raketenfred (Gast)
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Hast du mal ausgemessen, ob du vll in dem Umkreis besseren Empfang 
bekommen kannst? Dann könnte man über Gitter-Spiele die Mikrowelle 
umleiten

Autor: Tomas Raute (Gast)
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Dussel schrieb:
> Ich weiß ja von
> anderen, dass es Router gibt, die weiter reichen.

"Ich kenne einen, der kennt einen, der einen kennt, bei dem es 
funktioniert."
Merkst du was?

Autor: Dussel (Gast)
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Ich war schon in anderen Häusern, in denen die Router weiter reichten, 
das meinte ich. In mein Studentenzimmer, zum Beispiel, reichte der 
Router, der zwei Stockwerke tiefer auf der anderen Seite des Hauses 
stand.

>Hast du mal ausgemessen, ob du vll in dem Umkreis besseren Empfang
>bekommen kannst? Dann könnte man über Gitter-Spiele die Mikrowelle
>umleiten
In die Richtung geht ja meine Frage, aber das Gitter muss ja erst mal 
irgendwo hängen und ausgerichtet sein. Ein kleiner Metallstab lässt sich 
unauffällig hinhängen. Und ich möchte auch nicht hundert Euro ausgeben, 
um zehn zu sparen ;-) Jetzt muss ich einfach mal sehen, ob ich es 
irgendwie noch hinkriege.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Dussel schrieb:
> Ich war schon in anderen Häusern, in denen die Router weiter reichten,
> das meinte ich. In mein Studentenzimmer, zum Beispiel, reichte der
> Router, der zwei Stockwerke tiefer auf der anderen Seite des Hauses
> stand.

Kommt aufs Gebäude an. In Plattenbau gehts natürlich nicht so weit wie 
in Trockenbau ;)

Autor: oszi40 (Gast)
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Bevor Du große Klimmzüge machst:

1.Kanalbelegung prüfen/zum Test ändern
2.Standort nochmals optimieren
3.Dann erst basteln oder Geld ausgeben.

Autor: HildeK (Gast)
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Autor: Thomas O. (kosmos)
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welchen Router verwendest du? Vielleicht lässt er sich ja mit einer 
größeren Antenne umbauen den das Problem ist ja nicht nur das Senden zum 
Laptop sondern auch der Empfang der Signale vom Laptop.

Es gibt Router da gehts Plug & Play da auf der Platine schon eine Büchse 
drauf ist und welche wo gelötet werden muss. Als Beispiel Speedport 
W701V (AVM) und Speedport W700V. Oben mal ein Beispielbild des W700V, 
die Sendeantenne ist bei diesen als kleine Zusatzplatine ausgeführt und 
wurde durch eine Antennenbuchse ausgetauscht so das man die Antenne 
leicht tauschen kann. Die Empfangsantenne wurde inzwischen auch entfernt 
und mit einer Buchse ausgewechselt was auch hier einiges bringt. Der 
W701V hat nur eine Antenne Senden/Empfangen und die ist mittels Kabel 
und Stecker auf die Platine geklipst ein Austausch geht hier also ohne 
löten vonstatten.

Decken sind immer ein Problem da hier meist viel Stahl drinnen ist, 
durch Wände gehts viel leichter. Und wenn es dann auch noch schräg statt 
senkrecht durch die Decke geht ist es noch viel schwieriger.

Was kostet so ein Universal Repeater bei eBay noch, denke für 20€ 
bekommst da schon etwas.

Ich würde aber empfehlen etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen ca. 50€ 
und einen Airlive/Ovislink WL-5470AP anzuschaffen, dieses Teil ist sehr 
universell nutzbar und auch ein Antennwechsel ist dank Buchse ein 
leichtes.

Autor: Dussel (Gast)
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Wie gesagt, der Router hat eingebaute Antenne(n), deshalb ist nichts mit 
Antenne wechseln oder sowas. Und da die Möglichkeit besteht, den noch 
umzutauschen, möchte ich den auch nicht aufmachen. Ich kann ihn aber 
sowieso erst am Montag umtauschen, deshalb habe ich noch Zeit für ein 
paar (nichtinvasive) Experimente. Der Router ist ein Netgear WNR2000v2.
Außerdem wird er nur für's Internet mit DSL2000 benutzt. Es muss also 
kein perfekter Empfang sein.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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nur weil dein Internetanschluß nur 2 MBit macht heißt das noch lange 
nicht das man keinen guten Empfang braucht ist das kein Argument gegen 
gute Sende/Empfangswerte des Routers, man möchte ja meist nicht nur im 
Nachbarzimmer diese 2 MBit nutzen oder mit Verbindungsabbrüchen kämpfen 
müssen.

Ja wenn du ihn umtauschen kannst mach das und hol dir einen mit einer 
schraubbaren Antenne, damit ist schon viel gewonnen.

Autor: Dussel (Gast)
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Das soll heißen, dass ich nicht unbedingt die vollen 300MBit brauche, 
die er theoretisch schaffen soll. Außerdem liegt das Zimmer schon im 
äußersten gewünschten Empfangsbereich. Im Rest des Hauses ist der 
Empfang besser, also ist es kein Problem mit Nachbarzimmer.
Wenn sich bis Montag nichts ergeben hat, werde ich ihn wohl umtauschen. 
Schade, weil ich sonst sehr zufrieden mit dem Router bin. Aber die 
Hauptaufgabe ist ja schließlich das Funken…

Autor: Dussel (Gast)
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Mir fällt übrigens gerade auf: Wikipedia sagt, dass 'gängige WLAN Geräte 
für 2,4GHz' 13-16dBm haben. Einen halben Meter neben dem Router empfange 
ich aber etwa -30dBm. Ist das normal? Am Laptop wird es nicht liegen, 
weil zwei unterschiedliche Laptops etwa die gleiche Empfangsstärke 
zeigen.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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wenn du nicht einzelnen Computer miteinander vernetzen willst um z.B. 
vom Rechner 1 auf ein Laufwerk von Rechner 2 zuzugreifen, bringt dir ein 
Router mit 300MBit nichts, zur Reichweite kann ich allerdings nichts 
sagen, keine Ahnung ob die 3 Antennen hier Vorteile bringen oder ob Sie 
nur bei der höheren Datenrate helfen.

Zu überlegen wäre halt auch ein Netzwerkkabel runter zulegen und dort 
den 2ten WLAN-Router anzuschließen damit ihr in diesem Stockwerk eine 
gute Abdeckung habt.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Dussel schrieb:
> Einen halben Meter neben dem Router empfange
> ich aber etwa -30dBm. Ist das normal?

Ja.  Wenn du mehr haben willst, musst du die Energie über ein Kabel
einkoppeln. ;-)  Die Sendeantenne strahlt halt überall hin, und
dein Empfänger empfängt nur einen ganz kleinen Teil davon.

Außerdem ist noch nicht klar, wie viel von den 13 ... 16 dBm denn
überhaupt abgestrahlt werden.

Autor: Dussel (Gast)
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Ok, gerade wollte ich nochmal nachfragen :-)
Mich hat das Verhältnis 1:10.000 gewundert (wenn ich mich mit dB nicht 
total vertue). Ich habe jetzt die ganze Anlage nochmal umgebaut und 
jetzt geht es ausreichend gut. Sieht nicht schön aus, aber individuell.
Danke nochmal für die Hilfe.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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zeig uns mal ein paar Bilder deines Umbaus oder meintest du nur die 
Ausrichtung geändert.

Autor: Dussel (Gast)
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Bilder?
Das ganze Geraffel steht jetzt auf einem Schrank, dafür habe ich zwei 
Steckdosenleisten am Schrank hochgelegt, das Telephonkabel hängt in der 
Luft von der Wand zum Schrank.
Nicht schön, aber es funktioniert. Und ich muss den schönen Router nicht 
umtauschen :-)

Autor: Dussel (Gast)
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Die Bilder für die, die es interessiert. Die schlechte Qualität kommt 
von der Kamera, nicht von der Kompression. Aber man erkennt, was ich 
meine.

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