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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ATtiny 13 Eingang wird zu langsam erkannt


Autor: Enrico Buss (enricob)
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Werte AVR-Experten,

in dem im Anhang gezeigten Programmausschnitt soll der Int0 erst wieder 
freigegeben werden, wenn H-Pegel am Eingang PB3 anliegt. Dies dauert 
jedoch erstaunlich lange ca. 2 (zwei) Sekunden bzw. besser formuliert, 
muss der H-Pegel 2 Sekunden lang anliegen. Weiß jemand, warum dem so 
ist? Zu erwähnen ist noch, dass der Eingang doppelt belegt ist, die 
beiden Signale sind jedoch über Dioden entkoppelt. Es liegt immer nur 
das eine oder das andere Signal an. Rein elektrisch sind die Signale 
auch sauber und erreichen die normalen L- bzw. H-Pegel. Bin für jede 
Hilfe dankbar.

Enrico

Autor: Martin Vogel (oldmax)
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Hi
also, ich kann mit deinem Programmausschnitt nicht besonders viel 
anfangen... Ich sehe keine geschlossene ISR, keine Stackdeklarierung, 
habe keinen Hinweis, welcher µC. Also, so wird's nix mit der Hilfe...
Um trotzdem vielleicht eine kleine Hilfe zu geben, versuche es mal mit 
folgender Vorgehensweise:
Wenn nicht unbedingt notwendig, keine Eingänge in Interrupt erwarten. 
Polling reicht in den meisten Fällen völlig aus. Die Routine dazu in 
deiner Programmschleife am Anfang aufrufen. Dann die Bearbeitung. Zum 
Schluß die Ausgabe.
Möglichst kleine Routinen schreiben und gut dokumentieren.
Ach ja, wenn du in Assembler programmierst und eine RS 232 zur Verfügung 
hast, benutze mehr Variablen. Dann kannst du mit OpenEye auf die Werte 
zugreifen und nachvolziehen, was da falsch läuft. OpenEye ist ein PC 
Programm, welches dir die Möglichkeit gibt, auf den Variablenbereich zu 
schauen. Kostet nix, weil ich es mal für mich geschrieben und es dann 
hier irgendwo zur Verfügung gestellt hab.
Gruß oldmax

Autor: Enrico Buss (enricob)
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Hallo oldmax,

zuerst danke für den Kommentar. Die eine oder andere Sache werde ich in 
Zukunft berücksichtigen. Der µC-Typ steht im Betreff. Vielleicht war der 
Programmausschnitt noch zu groß. Natürlich gibt es eine ISR. Das 
eigentlich für mich wichtige passiert um das Sprungziel Abfrage3 herum. 
Meine Frage zielte allein darauf ab, warum der Interupt Int0 erst nach 
ca. 2 Sekunden anliegen von H-Pegel an Eingang PB3 wieder freigegeben 
wird. Der µC hat einen Takt von 2,4Mhz. Da sollte das Erkennen das 
H-Pegels doch wesentlich schneller erfolgen. Es ist garantiert auch 
nicht so, dass er da mit einem anderen Interupt beschäftigt ist. Die 
sind nämlich alle abgeschaltet.

Gruß

Enrico

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Enrico Buss schrieb:
> Hallo oldmax,
>
> zuerst danke für den Kommentar. Die eine oder andere Sache werde ich in
> Zukunft berücksichtigen. Der µC-Typ steht im Betreff. Vielleicht war der
> Programmausschnitt noch zu groß.

Eher zu klein.

Denn dein Programmausschnitt kann keine 2 Sekunden Verzögerung erklären.
Da es diese Verzögerung aber gibt, muss daher das Problem woanders sein.


Zb. ist PB3 auf Eingang geschaltet mit einem Pullup? Wird der Pullup 
irgendwo irrtümlich ausgeschaltet/eingeschaltet?

Wie sieht deine Aussenbeschaltung exakt und konkret aus?
Deine Fehlerbeschreibung klingt für mich nämlich nach einem Kondensator 
der irgendwo geladen wird und das Signal verzögert. Aber ich kann diese 
Hypothese weder beweisen noch widerlegen, weil du mir nichts gibst, 
womit ich arbeiten könnte.

> H-Pegels doch wesentlich schneller erfolgen. Es ist garantiert

'garantiert' glaub ich erst, wenn ich es selber gesehen habe.
Wenn du wüsstest, wie viele 'garantiert richtigen Inputs und trotzdem 
falsche Ergebnisse, also muss die Berechnung fehlerhaft sein' sich im 
Nachhinein als 'trotz Garantie doch falsche Inputs' herausgestellt 
haben.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Wenn der Programmablauf in deinem Codeschnippsel linear ist, hängt die 
Schleife Abfrage3 vom Eingabepin PB3 und der Schleife um Abfrage2 
mit Eingabepin PB4 ab. Hast du das Signal an PB4 berücksichtigt? Kannst 
du an PB2 erkennen ob Abfrage2 überwunden wurde?

Der INT0-Interrupt wird erst nach der erfolgreichen Kontrolle des PB3 
(und PB4) eingeschaltet und hängt selbst wieder vom Pin INT0 (PB1) ab. 
Hast du das Signal an PB1 berücksichtigt?.

Mittlerweise wären bereits die Timings für drei externe Signale (PB1, 
PB3, PB4) und ein internes Signal (PB2) fürs Debuggen nützlich... hast 
du einen Logikanalysator?

Aus dem Codeschnippsel geht auch nicht die Schaltung hervor. Bist du 
sicher, dass du die Pullup-Situation im Griff hast?

Autor: Thomas Eckmann (Firma: Thomas Eckmann Informationst.) (thomase)
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Abfrage3:
  sbis PinB,PB3  ;überspringe naechsten Befehl, wenn Ausgang PB3 gesetzt
  rjmp Abfrage3
  ldi rmp,(1<<ISC01) ; Interrupt INT0 bei fallender Flanke
  out MCUCR,rmp
  ldi rmp,(1<<INT0)   ; externen INT0 einschalten
  out GIMSK,rmp

Du sperrst den Interrupt solange du den Taster gedrückt hältst, damit 
der Interrupt erst dann wieder ausgeführt wird, wenn die Taste 
losgelassen und erneut gedrückt wird. Richtig?

Das Problem ist, daß nach dem Loslassen der Taste, diese wie verrückt 
prellt und erneut einen Interrupt während des Loslassens ausführt.

Du musst den Taster entprellen. dann geht das auch.

mfg.

Autor: Enrico Buss (enricob)
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Also, ein wenig zur Erläuterung. An den Eingängen PB3 und PB4 sind 
Initiatoren und an PB3 zusätzlich eine Lichtschranke verschaltet, die 
bestimmte Positionen einer Mechanik abfragen. Die Pull-Ups sind extern 
verbaut, da ursprünglich eine diekrete Schaltung verwendet wurde. Ein 
weiterer Taster an int0 gibt den Programmablauf frei, indem die ISR ein 
bestimmtes Bit in einem Register setzt und damit das Hauptprogramm nicht 
mehr übersprungen wird. Der Int0 soll wirklich erst dann wieder 
freigegeben werden, wenn die Mechanik in Ruhestellung ist (siehe oben). 
Es sind außer den Siebkondensatoren keine weiteren verbaut. Der Taster 
ist über ein Monoflop entprellt. Vielleicht fällt ja noch jemandem was 
ein. Der Programmablauf funktioniert, sowohl in der Simulation als auch 
praktisch. Nur die 2s stören. Das der Ablauf korrekt ist, kann man sehr 
schön an der Mechanik erkennen.

Grüße

Enrico

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Poste das komplette Programm. Ansonsten kannst Du keine Hilfe erwarten.

Autor: Thomas Eckmann (Firma: Thomas Eckmann Informationst.) (thomase)
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Knut Ballhause schrieb:
> Poste das komplette Programm. Ansonsten kannst Du keine Hilfe erwarten.

Und die Schaltung.

mfg.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Das Programm läuft in der Simulation mit vorgegebenen Signalen (Stimuli) 
korrekt?

Ansonsten: Messen, messen, messen.

Entweder trödelt das Programm nicht dort wo du vermutest oder deine 
Signale sind anders als du vermutest. Vielleicht auch beides.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Die Schaltung ist bei dem erwähnten Problem höchstwahrscheinlich nicht 
schuld, da die Pulse am Controller sauber ankommen, laut OP.

Autor: oldmax (Gast)
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Hi
Nun, wenn du Inis dran hängen hast, werden diese wohl kaum prellen, 
trotzdem kann auch ein Ini Schaltwechsl haben. Egal, wenn du dieses 
Signal für eine Reaktion nur einmal brauchst und dann erst beim nächsten 
Wechsel der Signallage, dann bietet sich eine Flankenauswertung an.
In der Initialisierung lädst du dir die Eingänge in eine Variable, 
nennen wir sie mal old_In.
In der ISR liest du ja die Eingänge erneut und nun machst du mit der 
alten Signallage eine XOr-Verknüpfung. Im Ergebnis stehen nur die 
geänderten Bits zwischen alter und neuer Signallage. Eine folgende 
Und-Verknüpfung mit dem aktuell gelesenen Status ergibt ein Flankenbit 
für den Wechsel von 0 nach 1, eine Und mit dem alten Status einen 
Wechsel von 1 nach 0
. Danach legst du den aktuellen Status in die Ablage für die nächste 
Abfrage. Im Hauptprogramm fragst du dann die Flankenbits ab, leitest 
deine Bearbeitung abhängig davon ein  und setzt dieses nach Bearbeitung 
zurück.
So  mach ich es jedenfalls und das funktioniert bestens.
Gruß oldmax

Autor: Enrico Buss (enricob)
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Ich habe mal aus Spaß an der Freude die Doppelbelegung des PB3 entfernt. 
Nun funktioniert der Programmablauf tadellos. Scheinbar habe ich mir mit 
der Doppelbelegung selber einen gemacht. Jetzt muss ich mir nur was 
einfallen lassen, wie ich den einen Eingang wieder unterbringe. Werde 
wahrscheinlich einen AVR mit ein paar mehr Eingängen nehmen. Verstehen 
kann ich die Sache trotzdem nicht, da die Pegel sauber waren, keine 
Störimpulse drauf waren und die Impulse auch zeitlich weit gnung 
auseinander sind. Was soll's. Trotzdem was gelernt. Vielen Dank nochmal 
für die Tipps.

Enrico

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Enrico Buss schrieb:
> Scheinbar habe ich mir mit
> der Doppelbelegung selber einen gemacht.

Enrico Buss schrieb:
> Zu erwähnen ist noch, dass der Eingang doppelt belegt ist, die
> beiden Signale sind jedoch über Dioden entkoppelt.

Meine Glaskugel sagt, Du hast den Pullup vergessen.
Sperren beide Dioden, floatet der Pin lustig vor sich hin.


Peter

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