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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Analoge Ports sterben bei Telefonanlage Eumex 312


Autor: Marco Bauer (bauermar)
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Hallo,

ich wollte mal in die Runde fragen, ob außer mir auch
schon andere folgende Beobachtung mit Telefonanlagen des
Typs Eumex 312 / Agfeo AS32 (baugleich) gemacht haben:

An diese Anlage kann man 8 analoge Endgeräte anschließen.
Die Bedienungsanleitung der Eumex 312 meint dazu:
"An die analogen Teilnehmeranschlüsse der Eumex 312 dürfen Sie
alle analogen Endgeräte anschließen, die Sie auch am analogen
Telekommunikationsnetz betreiben dürfen."

Infos zu der Anlage findet man hier:

http://hilfe.telekom.de/hsp/cms/content/HSP/de/338...

Diese Anlage ist zwar schon ein etwas älteres Modell und
wird auch nicht mehr neu verkauft, aber sie bietet genau
die Features, die ich bisher an diversen Anschlüssen benötigt
habe.

Ich habe in den letzten Jahren mehrere Eumex 312 an verschiedenen
ISDN-Anschlüssen installiert. An die analogen Ports wurden
dabei verschiedene analoge Telefone angeschlossen und zwar
sowohl solche jüngeren Baujahrs, bei denen der Klingelton
elektronisch erzeugt wird, als auch solche älteren Baujahrs,
welche noch einen richtigen Wechselspannungswecker eingebaut
haben. Falls es eine Rolle spielen sollte: der Anschluß für
die Betriebserde (BE) der Telefonanlage wurde dabei immer mit
dem Potentialausgleich des Gebäudes verbunden.

Zunächst funktionierten alle Anlagen immer für eine gewisse
Zeit fehlerfrei. Nach einer gewissen Zeit starben aber an
auffällig vielen Anlagen einer oder mehrere der Analogports,
an denen Telefone mit richtigem Wecker angeschlossen waren.
Teilweise dauerte es nur ein paar Wochen, bis sich der erste
Port verabschiedete, teilweise funktionierte es auch mehrere
Monate oder gar ein ganzes Jahr lang, bis der Defekt auftrat.

Wenn ein Port defekt geworden ist, dann ist auf dem daran
angeschlossenen Telefon zwar ein Dauerton zu hören, jedoch
reagiert die Anlage nicht auf einen Wählversuch. Wenn der
defekte Port angerufen wird, dann klingelt auch das daran
angeschlossene Telefon nicht mehr, obwohl es das laut der
aufgespielten Anlagenkonfiguration sollte.
Ein Resetten und/oder Neueinspielen der Anlagenkonfiguaration
bringt jeweils keine Abhilfe.

Ich vermute, daß analoge Telefone mit mechanischer Klingel
die Ports der Eumex zu sehr belasten bzw. daß ev. die Klingel
Spannungsspitzen in den Port induziert, die diesem auf Dauer
nicht gut tun.

Ich habe mir bisher damit beholfen, daß ich das betreffende
Telefon nach dem Auftreten eines Portdefekts einfach an einen
anderen, bisher unbenutzten Port angeschlossen habe und den
defekten Port damit stillgelegt habe. An dem neuen Port
funktionierte das Telefon dann jeweils sofort wieder.
Dies ist für mich aber keine befriedigende Lösung, sondern nur
eine Verschiebung des Problems.

Es könnte natürlich sein, daß ich bei der Anschaltung der
Telefone jeweils immer grundsätzlich etwas verkehrt mache,
deshalb meine Frage, ob dieses Verhalten anderen auch bekannt
vorkommt oder nur bei meinen Anlagen dauernd die Ports sterben...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Marco Bauer schrieb:
> Es könnte natürlich sein, daß ich bei der Anschaltung der
> Telefone jeweils immer grundsätzlich etwas verkehrt mache,

Hmm. Zwei Drähte anklemmen, bei denen die Polarität egal ist? Was soll 
man da verkehrt machen?

Autor: me (Gast)
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Falls du denn noch "Reserve"-Ports übrig hast, warum versuchts du dort 
nicht eine geeignete Suppressor-Diode mitanzuklemmen?

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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schau mal beim Harald Hufenbecher, ob der einen Tip für dich hat 
www.hufenbecher.de

der macht)(e) zwar viel Euracom und baugleich, aber die Eumex war doch 
auch so eine ähnliche wie die Euracom 180 afaik.

Vielleicht gibts ja gemeinsame Sterbe-Gründe.

Autor: Marco Bauer (bauermar)
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
>Hmm. Zwei Drähte anklemmen, bei denen die Polarität egal ist? Was soll
>man da verkehrt machen?

Eben, davon bin ich ja eigentlich auch ausgegangen...
Ich dachte ev. an so Faktoren wie Leitungslängen (> 20m),
Leitungsart (ich benutze immer J-2Y(ST)Y), Beidraht auf BE
gelegt oder nicht usw.
Vielleicht ist es ja auch allgemein bekannt (bloß mir halt nicht...),
daß man solche robusteren analogen Endgeräte nicht an Telefonanlagen
hängt, weil "geeignet für alle analoge Endgeräte" sich auf die 98%
der Fälle bezieht, in denen ein moderneres Telefon mit elektronischem
Klingelton angeschlossen wird und die Anlagen nicht für richtige,
mechanische Läutwerke ausgelegt wurden (die ja eh kaum jemand noch
benutzt).
Ev. ist es ja auch nur ein spezifisches Problem für Anlagen dieses
Typs und bei anderen Anlagentypen funktioniert es immer wunderbar.
Deshalb die Frage bezogen auf die Eumex 312. Mit anderen Anlagen-
typen habe ich nicht genügend Langzeiterfahrung, als daß mir dort
eine Häufung dieser Defekte aufgefallen wäre.

Sollten Surpressordioden o. ä. zur Begrenzung von Spannungs-
spitzen nicht defaultmäßig an den Portausgängen sitzen ?
Ich werd heute Abend mal eine Anlage aufmachen und nachschauen,
ob ich da so etwas finden kann.

Autor: neanderthaler (Gast)
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Ich hab hier seit ca. 8 Jahren eine EURACOM 180, davor ein paar Jahre 
lang eine Bosch (???), beide IIRC hardwareidentisch mit der Eumex 312. 
Die Viecher sterben gerne einen laaangsamen Netzteiltod, was eigenartige 
Macken zur Folge hat: Mal streikt der eine Analogport, dann wieder ein 
anderer, dann spinnt der S0 undundund. Beim ersten Mal bin ich fast 
verzweifelt und hab tagelang meine Verdrahtung beackert...
Vielleicht lohnt sich auch bei Deiner Anlage ein intensiverer Blick auf 
die Netzteilelkos?

--
Jörn

Autor: neanderthaler (Gast)
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Hier noch der Link zum Netzteiltod:
http://www.reinhardweiss.de/german/euracom.htm
HTH!

--
Jörn

Autor: Wozniak (Gast)
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Ja netzteilprobleme sind bekannt.

Alle Elkos raus , Achtung die hochtemperaturteile verwenden, nicht 
messen, einfach austauschen.

Ist eigentlich immer das gleiche Problem und für ein paar € tust die 
Anlage dann wieder.

Autor: Marco Bauer (bauermar)
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Na das sind doch mal wirklich Antworten mit Inhalt -
dafür liebe ich dieses Forum.

Ich werde mir das Netzteil am Wochenende einmal näher
anschauen. Daß die Anlagen im Bereich Netzteil recht
warm werden ist mir in der Vergangenheit schon einmal
aufgefallen gewesen, ich hab das jetzt aber nicht
aktuell mit dem Portproblem in Verbindung gebracht, da
ja der Rest von der Anlage jeweils noch funktioniert.
Mal schauen, ob es tatsächlich daran liegt.

Vielen Dank an alle, die geantwortet haben.

Autor: Klaus (Gast)
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Ich denke, das ist ein Überspannungsproblem. Die Induktivität einer 
mechanischen Klingel ist ganz schön groß, beim Abschalten zu einem 
ungünstigen Zeitpunkt erzeugt sie eine kräftige Spannung. Ich könnte mir 
folgendes vorstellen: wenn die Klingelspannung im normalen 
Klingelrythmus ausgeschaltet wird, geht alles gut. Wenn aber der Höhrer 
während des Klingelns abgehoben wird, schaltet die Anlage das Klingeln 
sofort ab, damit einem nicht das Trommelfell platzt. Der Mensch handelt 
aber leider nicht synchron zur Klingelfrequenz.

Ich würde die Klingelspannung mal messen, ohne das Telefon abzuheben, 
und danach eine passende Supressordiode aussuchen. Einach über die a/b 
Leitungen schalten. Wenn an Angst um die Diode hat, noch 100 Ohm in eine 
der Leitungen zwischen Diode und Telefon.

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