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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Auskoppelkondensator bei Endstufen


Autor: Alfons Geigenberger (alibaba55)
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Hallo,

bei Verstärkerendstufen findet man häufig Auskoppelkondensatoren zu den 
Lautsprechern hin, um den Gleichspannungsanteil, der an die Lautsprecher 
gelangen könnte, 'loszuwerden'.

Ist meine Theorie richtig, dass gerade bei diskret aufgebauten Endstufen 
so ein Auskoppelkondensator eigentlich ein "Muß" sein sollte, um die 
Lautsprecher vor Gleichspannung (oder defekten Endstufentransistoren) zu 
schützen?

Diese Auskoppelkondensatoren finden sich aber nicht bei allen 
Schaltplänen; ist das vor allem Mut und Selbstbewußtsein?

Und wie beeinträchtigt so ein Auskoppelkondensator den Klang (z.B. hohe 
Frequenzen), wenn er nur 'groß genug' gewählt wird, um die Bässe nicht 
'abzuschneiden'?

Welche Kapaziäten bei welcher Verstärkerleistung wird empfohlen?

Ersetzt so ein Auskoppelkondensator in hohem Maße eine aufwändige 
Schutzschaltung?

A. Geig

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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wird nur benutzt, um mit einer Betriebsspannung auszukommen. Versorgt 
man die Endstufe symmetrisch mit +/-Versorgund oder benutzt man einen 
Brückenverstärker, ist er nicht nötig. Nur in Billigkram zu finden.

Autor: Alfons Geigenberger (alibaba55)
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Danke für die schnelle Antwort!
Aber auch bei symmetrischer Spannungsversorgung könnte doch so ein 
Auskoppelkondensator bei Ausfall eines Enstufentransistors (und damit 
Kurzschluß) den Gleichstrom verhindern, der die Lautsprecher zerstören 
könnte?

A. Geig

Autor: Ingo W. (Gast)
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Albert Geig schrieb:
> Ist meine Theorie richtig, dass gerade bei diskret aufgebauten Endstufen
> so ein Auskoppelkondensator eigentlich ein "Muß" sein sollte, um die
> Lautsprecher vor Gleichspannung (oder defekten Endstufentransistoren) zu
> schützen?

Das hat nichts mit diskret oder integriert zu tun, sondern, ob der 
Versärker mit einfacher, oder symmetrischer Betriebsspannung versorgt 
wird.
Bei einfacher Betriebsspannung liegt am Ausgang die halbe 
Betriebsspannung, die darf nicht zum Lautsprecher.

> Diese Auskoppelkondensatoren finden sich aber nicht bei allen
> Schaltplänen; ist das vor allem Mut und Selbstbewußtsein?

Siehe symmetrische Betriebsspannung, auch bei diskretem Aufbau, ist es 
kein Problem, die Restspannung deutlich unter 100mV zu halten.
Vorteil ist ein besserer Dämpfungsfaktor des Verstärkers gegenüber den 
Lautsprecherresonanzen.

> Und wie beeinträchtigt so ein Auskoppelkondensator den Klang (z.B. hohe
> Frequenzen), wenn er nur 'groß genug' gewählt wird, um die Bässe nicht
> 'abzuschneiden'?
>
> Welche Kapaziäten bei welcher Verstärkerleistung wird empfohlen?

Wie Du schon erkannt hast, hängt das weniger von der Leistung, als von 
der tiefsten, noch zu übertragenden Frequenz, (sowie von der 
Lautsprecherimpedanz) ab.

> Ersetzt so ein Auskoppelkondensator in hohem Maße eine aufwändige
> Schutzschaltung?

Wenn der Aukoppelkondensator nicht nur für die halbe, sondern für die 
volle Betriebsspannung bemessen ist, kann dem Lautsprecher bei einem 
Endstufendefekt eigentlich nichts mehr passieren.

mfG ingo

Autor: Ingo W. (Gast)
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Albert Geig schrieb:

> Aber auch bei symmetrischer Spannungsversorgung könnte doch so ein
> Auskoppelkondensator bei Ausfall eines Enstufentransistors (und damit
> Kurzschluß) den Gleichstrom verhindern, der die Lautsprecher zerstören
> könnte?

Damit würde man die Vorteile des symmetrischen Konzepts verschenken, 
dann lieber, für den bei sorgfältigem Konzept unwahrscheinlichen 
Notfall, eine Schutzschaltung mit einem Relais.
mfG ingo

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