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Forum: HF, Funk und Felder E-Antennen vs. Störfestigkeit


Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich spiele nun seit einigen Tagen mit einer E-Antenne rum, also einer 
Antenne die aus einem vertikalen (zu-) kurzen Draht und einer 
hochohmigen Eingangsstufe besteht.

Soweit sogut. Die Empfangsqualität ist bis in den Langwellenbereich sehr 
gut.

Was mich sehr verwundert (Man macht ja gerne Tests):
Die Antenne läßt sich ÜBERHAUPT nicht von einem Handy stören! Im 
Allgemeinen kriegt man jeden mittelmäßigen Empfänger auf jeden Fall 
damit in die Knie. Also Handy an die Antenne halten und senden lassen.


Kann es auch sein, das so eine Antenne unempfindlicher gegen 
Interferenzen der Boden- und Raumwelle ist? DHO38 ist über die 24h bei 
mir viel stabiler, als bei einer Station in Frankreich empfangen wird. 
Allerdings bin ich auch nur halb so weit weg vom Sender.


Hm. Jetzt bitte die Kommentare der Experten.


Gruß -
Abdul

Autor: sven (Gast)
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Nun ich zähle mich nicht zu den Experten antworte aber trotzdem, weil 
ich folgende Behauptung nicht nachvollziehen kann:

Abdul K. schrieb:
> Was mich sehr verwundert (Man macht ja gerne Tests):
> Die Antenne läßt sich ÜBERHAUPT nicht von einem Handy stören! Im
> Allgemeinen kriegt man jeden mittelmäßigen Empfänger auf jeden Fall
> damit in die Knie. Also Handy an die Antenne halten und senden lassen.

Was ist für Dich ein mittelmäßiger Empfänger der sich von einem Handy 
stören läßt? PC Aktivboxen, eine Stereoanlage, ein Kasettenrecorder?
Ich hatte hier schon mehrere KW Empfänger stehen von denen sich auch mit 
z.B. 5m Drahtantenne, die im Zimmer aufgehängt war, keiner von einem 
Handy hat beeindrucken lassen. Auch nicht der Sony ICF SW7600G im 
Plastegehäuse.
Wieso sollten sie auch?

An meinem vorherigen Standort hatte ich eine Antenne wie Du sie nun 
nutzt auf dem Balkon und 100m entfernt auf dem Dach war eine 
Mobilfunkbasisstation, so what? Handyladegeräte sind weit schlimmer!

Sven

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Vielleicht schlagen sie bei Empfängern durch die ZF-Strecke. Die 
gängigen PC-Lautsprecher haben diesen Effekt eigentlich alle.

100 Meter ist ne Menge. Im Nahfeld ist das Feld eh chaotisch - neigt 
aber dazu, mit r^3 abzunehmen. Weiter draußen wirds dann ja nur noch 
r^2. Wenn wir mal die Dämpfung durch Materie vernachlässigen.
Ne Mobilfunkantenne hat ca. 50W Sendeleistung. Die Antennen sind meist 
in Dreiwinkel-Anordnung.


Aber laßt uns diskutieren.


Hier mein Livestream. Gerade ist Sonnenaufgang bei mir, daher mäßiger 
Störabstand. Das wird später besser.
DHO38 ist meist zwischen 08 und 09 Uhr deutsche Zeit abgeschaltet - aber 
sonst scheint mir, immer an.

http://ehydra.dyndns.info/en/live/

Autor: Martin (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Ne Mobilfunkantenne hat ca. 50W Sendeleistung.
Eine Basisstation sendet mit max. 10 Watt. Ein Repeater hat max. 2 Watt. 
Desweiteren können sich Basisstationen runterregeln wie Handys auch.
Wie groß war denn überhaupt die Ausgangsleistung des Handys?

Martin

Autor: oszi40 (Gast)
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@Martin: Handy bis 2W nach meiner Kenntnis. Je näher der Mast ist, desto 
weniger Leistung muß rausgeblasen werden. Daher ist ein geregeltes Handy 
nicht unbedingt eine konstante Vergleichsgröße für alle Versuche.

>Die Antenne läßt sich ÜBERHAUPT nicht von einem Handy stören!

1.Der Handy-Sägeeffekt stört wahrscheinlich auf LW nicht, da evtl. Deine 
E-Antenne einen relativ linearen Eingang hat und keine 
Gleichrichtereffekte am einem Einganstransistor auftreten?
Was sagt die Gegenprobe an einer Röhren-Eingangsstufe.

2.Oder wird kurz leisegetastet wie beim Autoradio ?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Bei dem Mobilfunkinfrastruktur-Hersteller bei dem ich mal Consulting 
war, wurde mir 50W genannt. Das ist natürlich die Spitzenleistung. Dabei 
gibts dann wie erwähnt, oftmals 3x eine 120° Antenne. Also drei 
Verstärker. Es gibt aber noch viele andere Varianten. Mikrostationen 
usw.

Ich rede von GSM. Wieviel Leistung das Handy aktuell abgab, weiß ich 
nicht. Im D-Netz sind es maximal 2W, im E-Netz maximal 1W. Hat Telekom 
überhaupt E-Netz Frequenzen?


Mittlerweile habe ich mal einen UKW-Sender rangehangen. Sicherlich 10uW 
direkt in die Antenne. Auch keine Störung. Fein.


Eigentlich müßte man ja die bekannte Intermodulation an der 
nichtlinearen Eingangsstufe erwarten.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Es ist ein Breadboard-Prototyp. Gibt keine Austastung, aber darum ging 
es mir eigentlich! Leider sind aktuell keine Gewitter zu erwarten. Ich 
befürchte, die Sache muß erstmal in den Schuhkarton ;-)

Ich mache mir schon seit Wochen Gedanken über Noise-Blanker oder ob es 
ohne AGC geht. LTspice-Simulationen lassen hoffen, bringen aber keine 
wesentlichen Fortschritte. Daher bin ich vom Praxistest voll überrascht.

Natürlich geht der Empfang des eigentlichen Nutzsignal problemlos 
weiter. Sonst wäre es ja Quatsch.

Autor: oszi40 (Gast)
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>Leider sind aktuell keine Gewitter

So wenig Erfindergeist? Piezo-Feuerzeug/Gasanzünder sollten für einen 
kleinen Knack-Test schon reichen? Bei richtigem Blitz (wenn der 
Blitzableiter glüht) wird nur noch Asche übrig sein.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ja, gute Idee. Gerade ist mir das Feuerzeug auseinandergefallen. Die 
sind hier Mangelware, da Nichtraucherhaushalt.

Aber jetzt gehts. Auf dem DSO ist es sehr gut und interessant zu sehen. 
SpectrumLab macht aber damit Probleme. Vielleicht liegts an der 
Bandbreite. Ne Soundkarte ist halt langsam.


Blitze Blitze, kommt schneller her. Der Zauberlehrling wills ganz 
schwer.



Aber so Sachen kann ich wohl nur machen, wenn Frauchen nicht da ist :-)

Autor: Martin (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Bei dem Mobilfunkinfrastruktur-Hersteller bei dem ich mal Consulting
> war, wurde mir 50W genannt.

5 oder 10 Watt sind realistisch. Das gibt bei einer angenommenen 
Empfindlich keit von -120 dbm einen Zellradius von ca. 8 Km bei 5 Watt( 
Theoretisch )

Bei 50 Watt wären das ca.80 Km.

Abdul K. schrieb:
> Mittlerweile habe ich mal einen UKW-Sender rangehangen. Sicherlich 10uW
> direkt in die Antenne. Auch keine Störung. Fein.
>
>
> Eigentlich müßte man ja die bekannte Intermodulation an der
> nichtlinearen Eingangsstufe erwarten.

Mit einer Frequenz in einen Empfänger reinblasen, dürfte Kreuzmodulation 
hervorrufen. Aber keine Intermodulation

Abdul K. schrieb:
> Blitze Blitze, kommt schneller her. Der Zauberlehrling wills ganz
> schwer.

Probiers doch mal mit der altbekannten Schütz-Klapperschaltung. das gibt 
ein Störnebel vom feinsten.

Martin

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Martin schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Bei dem Mobilfunkinfrastruktur-Hersteller bei dem ich mal Consulting
>> war, wurde mir 50W genannt.
>
> 5 oder 10 Watt sind realistisch. Das gibt bei einer angenommenen
> Empfindlich keit von -120 dbm einen Zellradius von ca. 8 Km bei 5 Watt(
> Theoretisch )
>
> Bei 50 Watt wären das ca.80 Km.

Dann paßt es ja mit 50W, denn die maximale GSM-Zelle ist 35km im Radius. 
An der Küste vereinzelt auch 70km für die offene See zu erreichen.


> Mit einer Frequenz in einen Empfänger reinblasen, dürfte Kreuzmodulation
> hervorrufen. Aber keine Intermodulation

Klär mich auf. Bislang war das für mich immer das Gleiche. hm.

Vielleicht Kreuzmodulation am Empfängereingang, während Intermodulation 
in der ZF??
Es ist ein Geradeausempfänger. Dann wäre es in diesem Fall wirklich das 
Gleiche.


>
> Abdul K. schrieb:
>> Blitze Blitze, kommt schneller her. Der Zauberlehrling wills ganz
>> schwer.
>
> Probiers doch mal mit der altbekannten Schütz-Klapperschaltung. das gibt
> ein Störnebel vom feinsten.
>

Das Feuerzeug ist schon gut. Reicht völlig.

Ich möchte mir die Antwort auf Einzelimpulse ansehen. Ist auf dem DSO 
einfach besser als ein Störnebel.

Autor: oszi40 (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Dann paßt es ja mit 50W, denn die maximale GSM-Zelle ist 35km im Radius.
> An der Küste vereinzelt auch 70km für die offene See zu erreichen.

IMHO sinnlos 50W rauszublasen wenn der Empfänger dann zu taub ist, um 
das Handy vom Schiff zu empfangen. Besser wäre eine gute Antenne in 
ausreichender Höhe (wg. Erdkrümmung).

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Die Basisstation sind empfindlicher als die Handies. Außerdem gibts ja 
noch 8W Tragestationen. Vermute mal, die werden auf Schiffen gerne 
verwendet.
In diesem Geschäft wird garantiert nichts in unnötige Features gesetzt! 
Gnadenloser Konkurrenzkampf! Aber damals konnte man auch Geld wie Heu 
machen. Allerdings wars auch sehr streßig.

Autor: Blinder mit Krückstock (Gast)
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Problem beim Empfang auf dem Schiff ist eher die Abschirmung. Auf der 
Seeseite kommt weniger an als auf der dem Land zugewandten Seite

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ja ja. Laß mal gut sein. Du meinst, ich hatte das Geld damals umsonst 
bekommen. Mag sein.


Mich interessieren jetzt aber mehr Kommentare zur E-Antenne.

Also, Schottky-Dioden gegen Pulse haben nichts gebracht. Die machen die 
Sache nur schlimmer, durch nun Nachklingeln der Filter und 
Intermodulationen. Kann man deutlich im Spektrum sehen. Hatte mal BAT54S 
eingebaut.
Es scheint kurios, aber gar keine Begrenzung scheint besser. Gegen 
zerstörerische Impulse kann man ja noch was einbauen, was im normalen 
Betrieb nicht aktiv wird.

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