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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Vorsicht: Datensammler


Autor: Fritz Jaeger (fritzjaeger)
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Hallo,

nach Hinweis einiger Freunde:

Derzeit ist die Firma ODIGOS (selbsterklärter Human ressource partner)
sehr Aktiv im Sammeln von CV und Telefonnummer. Vorgeblich wg. Besetzung
einer Stelle Projektleitung Automotive in der Mitte Deutschlands. Auch 
auf Nachfrage konnte ODIGOS die Stelle nicht genauer beschreiben, 
besteht aber auf die Herausgabe einer privaten Telefonnummer und 
Zusendung eines Lebenslaufs. Ein solches Vorgehen ist dubios, es bestand 
die Gefahr das mit der Zusendung eines cv ohne Bezug auf eine konkrete 
Stelle eine Art mündlicher Vertrag zur Stellenvermittlung abgeschlossen 
wird.

Mein persönlicher Ratschlag:
Kontakt zu Stellenvermittlern nur bei Bezug auf eine konkrete Stelle, 
bei der
der Vermittler ein volles Anforderungsprofil und mindestens das 
Bundesland
(besser Landkreis/Regierungsbezirk) nennen kann, in der sich der 
Einsatzort
befindet.

MfG,

Autor: Ich (Gast)
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Das macht aber nicht nur die Firma ODIGOS.
Selbst bekannte DL können einem kaum genaue Stellenprofile angeben, da 
nicht alle Anfragen auf der Homepage veröffentlicht worden sind.
Das mag man glauben, kann es aber lassen.

Die Firma ODIGOS hat doch einigen Stellenangebote, zB:

Abteilungsleiter Automotive (Software) (m/w)
Ort: München oder Wolfsburg
Art: Festanstellung

hört sich eigentlich klasse an, eigentlich.

Autor: Ex-dSPACELer (Gast)
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> Die Firma ODIGOS hat doch einigen Stellenangebote, zB:
>
> Abteilungsleiter Automotive (Software) (m/w)
> Ort: München oder Wolfsburg
> Art: Festanstellung
>
> hört sich eigentlich klasse an, eigentlich.


dann lieber direkt bewerben, ist von Firma Berner&Mattner, die neulich 
von einem DL aus Frankreich übernommen wurde.

Autor: Michael S. (technicans)
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Wurde auch Zeit, das mal einer das Problem anspricht.
Wenn man sich die Stellen von Dienstleistern in der Jobbörse
anschaut, liest man als Einsatzort die Postleitzahl, wo der
Dienstleister ansässig ist. Äußerst fragwürdig, ob die Stellen
überhaupt existieren. Auch fehlt jedes Anforderungsprofil und die 
Berufsbezeichnung reicht ja nun gar nicht, weil die oft missbraucht
wird, z.B. weil die Tätigkeit rein gar nichts mit Elektronik
zu tun hat, z.B. weiße Ware aufstellen und anschließen. Manchmal
werden sogar noch die alten Berufsbezeichnungen benutzt die
schon längst nicht mehr üblich sind, z.B. Radio und Fernsehtechniker.
Einer war sogar ganz dreist und hat unter einer Berufsbezeichnung zehn 
grundverschiedene Einsatzbereiche beigeschrieben bei nur vier
offenen Stellen. Da passt nichts zueinander und dann ist das
doch Bauernfängerei pur.
Bei Brunel hab ich kürzlich mal ein paar Fragen gestellt und gerade
die interessanten Dinge wurden nicht beantwortet. Da können die
mich mal. Scheinbar finden die immer noch Opfer genug für ihre
Machenschaften. Daher bin ich dazu übergegangen erst mal bei
einer interessanten Stelle Fragen zu stellen und Bewerbungsmappen
zu verweigern wenn wesentliche Sachverhalte, die mir wichtig sind,
erst mal geklärt werden müssen. Auf Bevormundung stehe ich nämlich
nicht. Ich bin dafür, diesen Sumpf trocken zu legen und das liegt
an uns dafür zu sorgen.

Autor: Outsider (Gast)
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Bei dem Ingenieurmangel müsste der Dienstleistersumpf mit Täuschungen 
und Wirrungen doch automatisch trocken gelegt sein? Die 
Mitarbeiterzahlen sind bei denen konstant niedrig wie nach dem 
Kriseneinschlag. Entweder stellen die kaum ein oder viele Zeitarbeiter 
werden nach kurzer Zeit von den Firmen fest aufgesaugt. Wie ist die 
aktuelle Lage?

Autor: Fritz Jaeger (fritzjaeger)
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Michael S. schrieb:
> Wurde auch Zeit, das mal einer das Problem anspricht.
> Wenn man sich die Stellen von Dienstleistern in der Jobbörse

> Daher bin ich dazu übergegangen erst mal bei
> einer interessanten Stelle Fragen zu stellen und Bewerbungsmappen
> zu verweigern wenn wesentliche Sachverhalte, die mir wichtig sind,
> erst mal geklärt werden müssen. Auf Bevormundung stehe ich nämlich
> nicht.

Auch wenn ich das nicht gleich als Sumpf bezeichnen würde, stimme ich 
mit Michael S. überein. Erst mit dem Vermittler klären ob die Stelle 
überhaupt in Frage kommt (der Bewerber kennt seine Berufserfahrung immer 
noch am Besten), dann CV zuschicken oder Telefon-interview geben. Ein 
Freund schlägt vor dazu bei Xing eine Gruppe zu Gründen. Wer Mitglied 
ist, macht sich eine solche Vorgehensweise zu eigen.
Meinungen zur Xing-Gruppenbildung?

MfG,

Autor: Ähnliche (Gast)
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Masche läuft auch bei den Immobilien- Vermittler: "Wir suchen für 
vorgemerkte, solvente Kunden....- bitte alles anbieten, auch Ihre 
Hundehütte !"

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Also, ich schicke meine Bewerbungsunterlagen nach wie vor komplett 
überall hin. Habe da keine Hemmungen. Ich mache nicht jedem eine 
Extra-Wurst, und gestalte die eben nicht jedesmal komplett um. 
Besonders, wenn ich rechtsverbindlich unter Androhung aller 
Unannehmlichkeiten von der Arbeitsagentur zur Bewerbung aufgefordert 
werde. Und das passiert nach wie vor mehrmals im Monat. Da frage ich 
auch gar nicht erst nach, sicher ist sicher. Ich muß ja in meinem 
Account bei der Agentur angeben, was ich konkret gemacht habe. Da muß 
dann mindestens bei jedem rechtsverbindlichen Angebot stehen: 
Beworben. Man braucht da nur einen überfleißigen Beamten, der nach 
Krümeln sucht, um mir die Suppe zu versalzen, da sieht es schlecht aus. 
Dann droht irgendeine ALG-Sperre wegen nicht kooperativer Mitarbeit. Und 
genau dieser Berater weiß, wo ich auf Bewerbungskursen war, und wie 
meine ausgefeilte Bewerbung aussieht. Wie krank das alles, ich suche 
doch einfach nur einen passenden Job.

Xing, geht so. Bekomme da eher seriöse Anfragen als sonstwo. Zumindest 
bekam ich über solche Kontakte ausnahmslos meine Reisespesen immer 
anständig erstattet, auch wenn es am Ende für mich bisher nichts 
brachte. Die richtigen Hungerleider wie z.B. bei Ungeheuer.de sind dort 
seltener. Ich kontaktiere aber da auch nur Firmen, wo ich meine, daß es 
passen könnte.

Aber da Gruppen beitreten und pflegen, das wird ein Faß ohne Boden...

Ich bekam ja da bei Xing auch schon Anfragen von Sammlern alter Geräte, 
für Gruppenbeitritte, weil ich nur das Interesse an alter Technik als 
Hobby da drin stehen habe.

Nun ja, wenn es einem über den Kopf zu wachsen droht, kann man immer 
noch die Notbremse ziehen, und alles ignorieren, oder den Account 
löschen.

Autor: Ulrich (Gast)
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Ist alles ein großer Dreck geworden.

Autor: Ich (Gast)
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In einem offenen Gespräch mit meiner ehemaligen 
Arbeitsamt(agentur)-Beraterin habe ich auch klar gestellt, dass es 
schwachsinnig ist sich auf alles zu bewerben.
Ich fahre auch nicht hunderte Kilometer zu einem Vorstellungsgespräch 
durch Deutschland, wenn der potentielle Arbeitgeber die Reisekosten 
nicht übernimmt.

Falls mir aber ein Personalvermittler mein Profil bei ungeheuer.de oder 
ZING.de  etc. interessant findet, bekommt dieser meine Bewerbung per 
Mail, falls nicht der Vermittler eine Vermittlungsgebühr von mir 
verlangt.

Ansonsten mache ich wegen Fahrtkosten bei Vorstellungsgesprächen im 
Umkreis von 30km keine Aufstand, hindüsen, fertig.

Bevor jemand eine Gruppe bei XING gründe, ist so ein anoymes Forum hier 
doch interessanter, wenn sachlich (!) über Personalvermittler 
geschrieben wird.

Personalvermittlung Quildies: Bietet Stellenangebote bei der AfA an, 1:1 
kopiert aus Online-Stellenenzeigen.
Bewerben bitte mit Bewerbungsgutschein der Agentur. Googlen hilft da 
weiter.

Personalvermittlung Bofinger & Schmidt GmbH hat bei der AfA hunderte 
Stellenanzeigen (Ingenieure), man bekam aber keine Rückmeldung.

JobOkay GmbH & Co. KG aus Hamburg: Über XING angeschrieben worden, 
Vorstellungsgespräch bei einem großen Unternehmen, Fahrtkosten wurden 
übernommen (leider nicht genommen worden). Jederzeit wieder !

Autor: Michael S. (technicans)
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>Ansonsten mache ich wegen Fahrtkosten bei Vorstellungsgesprächen im
>Umkreis von 30km keine Aufstand, hindüsen, fertig.
Im Nahbereich zahlt ja die Behörde Reisekosten auch ohne Abklärung.
Keine Ahnung wo da die Grenze liegt.
Bei größeren Entfernungen muss man allerdings ne Zusicherung einholen.
Den Aufwand halte ich allerdings für Quatsch wenn das Anforderungsprofil
gar nicht trifft. Wenn man mal richtig in der Jobbörse filtert, dann
bleibt fast nichts übrig. Also ein Jobwunder sieht anders aus.

Autor: Outsider (Gast)
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Michael S. schrieb:
> Also ein Jobwunder sieht anders aus.

Die meisten Jobs werden wohl intern oder unter der Hand ohne 
Ausschreibung vergeben. Je kleiner die Unternehmen, desto häufiger.
Jemand andere Erfahrungen gemacht?

Autor: Ulrich (Gast)
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Ja. Abteilungsleiter einer Division bei Siemens: Kam direkt von BenQ auf 
Aufforderung druch Bereichsleiter. "Den will ich haben". (Eine Hand 
wäscht die andere).

Autor: Ich (Gast)
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Für kleine Unternehmen ist es besser, die stellen jemanden über 
Empfehlung ein, anstatt über einen Bewerbungsprozess.
Ist doch nichts gegen zu sagen, es müssen nicht alle offenen Stellen der 
AfA mitgeteilt werden.

Bei großen Unternehmen kann sowas natürlich auch passieren, die können 
sich einen großen Bewerbungsprozess eher leisten.

Autor: fälscher (Gast)
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Outsider schrieb:
> Michael S. schrieb:
>> Also ein Jobwunder sieht anders aus.
>
> Die meisten Jobs werden wohl intern oder unter der Hand ohne
> Ausschreibung vergeben. Je kleiner die Unternehmen, desto häufiger.
> Jemand andere Erfahrungen gemacht?

Ich würde eher sagen das ist andersrum. Gerade bei den Konzernen mit 
>2*10^4 Mitarbeitern ! Ich meine da müssten doch alleine schon wegen der 
bedingten Alterung jedes jahr 50 Leute neueingestellt werden, oftmals 
sind bei solchen Firmen nichtmal 10 Stellen ausgeschrieben !

Autor: Fritz Jaeger (fritzjaeger)
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Wie schaut das eigentlich mit der Speicherung von Personengebunden Daten 
bei einer Bewerbungsmappe aus? Bei Bewerbung auf eine konkrete Position 
wird die Mappe nach Besetzung zurückgeschickt bzw die Daten gelöscht. 
Aber nach Zusendung der Mappe an einen Recruiter ohne Bezug auf eine 
konkrete Position kann er diese behalten bis er was vermitteln konnte? 
Ggf für immer?

MfG,

Autor: Gästchen (Gast)
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Es ist schon lange kein Geheimnis mehr dass die Zeitarbeitsfirmen den 
illegalen Datenhandel betreiben was einen wichtigen Teil ihrer Geschäfte 
ausmacht. Ohne Erlaubnis der Arbeitnehmer dürfen sie im Normalfall 
nichts weitergeben, aber sie agieren in so einer Art Datennetzwerk wo 
sie die Daten der Bewerber verscherbeln bzw. austauschen.
Wenn man schon dabei ist so einem Datenparasit seine Daten rauszugeben, 
kann man ihm ein Schnippchen schlagen: schreibt einen Vermerk in der 
E-Mail dass die Weitergabe der Daten nur mit euerer Erlaubnis möglich 
sei. Das bringt den Datenparasit in eine unbequeme Situation.

Autor: Michael S. (technicans)
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>Bei großen Unternehmen kann sowas natürlich auch passieren, die können
>sich einen großen Bewerbungsprozess eher leisten.

Das die Regierung keine Meldepflicht eingeführt hat kann man nur
als groben Fehler ansehen. Der Arbeitsmarkt ist schon so nicht
transparent, aber so wird doch Vetternwirtschaft und Willkür nur
noch begünstigt. Ich finde, das das mit der Menschenwürde überhaupt
nicht vereinbar ist, wenn man sich bewirbt, sich outet und dann
doch nur enttäuscht wird, OHNE zu erfahren was der Grund war.
Das sollte man mal ändern.
Selbst die öffentliche Gerichtsbarkeit gibt zu seinen Urteilen
bei Streitigkeiten immer eine Begründung ab.

>schreibt einen Vermerk in der E-Mail dass die Weitergabe der
>Daten nur mit euerer Erlaubnis möglich sei. Das bringt den
>Datenparasit in eine unbequeme Situation.
Also ich drucke auf alle Dokumente meiner Bewerbungsmappe
noch zusätzlich einen Vermerk, das das Copyright, die Eigentums-,
Nutzungs- und Sperrrechte ausschließlich bei mir liegen.
Wenn es denen nicht passt, mir egal.

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