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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Industrielle Platinen - Serienwiderstände in Signalleitungen?


Autor: Hansi (Gast)
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Hallo Leute!

Ich habe mal eine Frage: Werden in industriellen Platinen 
Serienwiderstände in die Datenleitungen zwischen uC und angeschlossener 
Peripherie geschaltet? Oft sehe ich sowas, aber wozu genau? Unterdrückt 
es die steilen Flanken der Schaltsignale? Ist es vielleicht sogar 
Pflicht?

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Beitrag #2086383 wurde von einem Moderator gelöscht.
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Autor: Joachim K. (minifloat)
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Die Peripherie arbeitet vllt. mit anderen Spannungen als der µC.
Durch die Widerstände kann man sich ein teures Pegelwandler-IC sparen. 
Geht aber nur für Signale mit Bandbreite schätzungsweise kleiner 20MHz.
Zudem als billige Bastlerlösung auch in professionellen Schaltungen gern 
eingesetzt.

Oder auch gern gemacht wenn es sich um Anschlüsse zu externer Peripherie 
handelt. Dann sind es vermutlich die berühmten "Angstwiderstände" gegen 
brachiale Kurzschlüsse. So z.B. bei div. Eval-Boards gesehen.
mfg mf

Autor: Nachtaktiver (Gast)
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Autor: Hansi (Gast)
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Ok - das hab ich mir doch gleich mal durchgelesen!

Also da steht ja schon drin, dass in Datenleitungen Rs nicht stören. 
Wird das dann nur bei CLK-Leitungen empfohlen, oder auch in MOSI usw.?

Ich mein streng genommen müsste das doch dann an jede Leitung, die des 
öfteren mal getogglet wird, oder nicht?

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Hansi schrieb:

> Ich mein streng genommen müsste das doch dann an jede Leitung, die des
> öfteren mal getogglet wird, oder nicht?

Hallo,

im Prinzip hast du recht, denn entscheidend sind die 
Anstiegs/Abfallzeiten der Signale und nicht die Schaltfrequenz. Bei 
schnellen Ausgängen und niedrigem Ausgangswiderstand (tritt i.d.R. 
zusammen auf, weil man nur mit einem niederohmigen Ausgang überhaupt 
kurze Schaltzeiten erzielen kann)besteht eine grosse Fehlanpassung zur 
Impedanz von Leiterbahnen, die zu Reflektionen führt und in der Folge zu 
starkem Überschwingen. Das lässt sich mit einem Widerstand am Ausgang 
weitgehend reduzieren, der den Ausgangswiderstand an die 
Leitungsimpedanz anpasst - dieser liegt üblicherweise in der 
Grössenordnung 50 .. 100 Ohm.

Früher, in der IC-Steinzeit, waren die ICs nicht so schnell, dass das 
eine Rolle gespielt hätte, und bei kurzen Leiterbahnen 
(Orientierungsmarke 10 .. 20 cm) kann man das auch vernachlässigen. 
Heute sind ICs viel schneller, FPGAs arbeiten z.B. im GHz-Bereich und 
haben demgemäss Schaltzeiten unter 1 ns. Es kann daher auch einen 
grossen Unterschied ausmachen, ob man 74LS oder 74HC Bauteile verwendet.

Gruss Reinhard

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