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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Liebherr sucht auch verzeifelt Ingenieure


Autor: Marktbeobachter (Gast)
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Auf meinem Xingprofil trudeln derzeit täglich Anfragen von 
Personaldientleistern und Recruitern ein, die für einen grossen 
Hersteller am Bodensee Ingenieure, Teamleiter und Abteilungsleiter für 
Leistungselektronik suchen. Problem: Über wen geht man da?

Manche wollen so eine Art von exklusivem Vermittlungsvertrag von mir 
unterschrieben haben, dass man sich nicht an die Firma direkt wendet. 
Finde ich aber unklug.

Autor: Andre. S. (andrej_s)
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ich kenne ZF Friedrichshafen AG, machen Getriebe. Ich war auch mal da, 
noch vor der Krise. Die Firma hat einen guten Eindruck bei mir 
hinterlassen.

Autor: Michael S. (technicans)
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Marktbeobachter schrieb:
> Auf meinem Xingprofil trudeln derzeit täglich Anfragen von
> Personaldientleistern und Recruitern ein, die für einen grossen
> Hersteller am Bodensee Ingenieure, Teamleiter und Abteilungsleiter für
> Leistungselektronik suchen. Problem: Über wen geht man da?
Stell doch erst mal Bedingungen
> Manche wollen so eine Art von exklusivem Vermittlungsvertrag von mir
> unterschrieben haben, dass man sich nicht an die Firma direkt wendet.
> Finde ich aber unklug.
Ich auch, da würde ich erst mal eine Entgeltforderung stellen, dann
dürfen die auch was dafür verlangen.

Autor: Panzer H. (panzer1)
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Marktbeobachter schrieb:
> Auf meinem Xingprofil trudeln derzeit täglich Anfragen von
> Personaldientleistern und Recruitern ein, die für einen grossen
> Hersteller am Bodensee Ingenieure, Teamleiter und Abteilungsleiter für
> Leistungselektronik suchen. Problem: Über wen geht man da?
>
> Manche wollen so eine Art von exklusivem Vermittlungsvertrag von mir
> unterschrieben haben, dass man sich nicht an die Firma direkt wendet.
> Finde ich aber unklug.

Nix Vermittlungsvertrag.
Seriös ist derjenige, der ohne derartigen Quatsch daherkommt.
Man erkennt diesen daran, dass er offen Informationen herausrückt und 
mit Kenntnissen zur Stelle /Abteilung aufwarten kann.
Positiv ist es, wenn er Dir Informationen geben kann, die man im 
direkten V-gespräch nicht erfährt bzw. lieber nicht fragt. Er kann Dir 
auch vorab schon mal die Gehaltskategorie nennen...

Autor: Michael S. (technicans)
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Leider machen viele ein Geschäftsgeheimnis draus, obwohl es dafür
eigentlich keinen Grund gibt, denn erstens wollen die Firmen ja
Leute von Dienstleistern und dann kann der Dienstleister sich ja
vertraglich an den Kunden binden, ähnlich wie bei Eigentümern von
Immobilien und Maklern.

Autor: Gerd (Gast)
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Die wollen sich alle gegenseitig das Geschäft wegnehmen :-)

Die Firma heisst richtig geschrieben im Übrigen "LIEBHERR" und sind in 
Lindau.

Autor: Busfahrer (Gast)
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Kann mir gut vorstellen das dies die ZF-Friedrichshafen AG ist.
Machen viel mit Hybrid-Systemen für PKW und NKW.

Autor: Bahnfahrer (Gast)
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Die LIEBen HERRen vom Bodensee machen z.B. Leistungselektronik für 
Bahnen.

Autor: Zamir Tadic (Gast)
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Flugzeugelektronik bauen sie auch.

Autor: Tom (Gast)
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Moin,

das könnte auch Astrium Friedrichshafen sein. Die Satellitenbauer such 
zufällig auch grad intern E-Techniker zur Stellenbesetzung im Bereich 
Leistungselekronik. Erst gestern noch die Anzeige gesehen.

Cheers

Autor: Tobi (Gast)
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Wenn du schon weisst für welche Firma die Herrschaften Vermittler 
jemanden suchen. dann geh da doch einfach direkt hin.
Ausserdem Elektronik für Bagger, Kranen und so ziemlich alles sonst was 
Liebherr herstellt. Und sie suchen ganz sicher.

Autor: Durchblicker (Gast)
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Ich blicke nicht durch. :-)

Autor: Zamir Tadic (Gast)
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Die suchen sicher, weil es keiner machen will. Also für mich z.B. wäre 
das auch nicht das Richtige. Ich habe nicht 4 Jahre in die Promotion 
gesteckt, um dann Baggersoftware zu prgrammieren oder Grobelektrik zu 
löten.

Autor: Zamir Tadic (Gast)
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@Durchblicker: D hat es wohl einen Schreibfehler gegeben. Die Firma 
heisst Liebherr mit "e". Habe es jetzt wieder korrigiert.

Was ich von denen mal gesehen habe, war eine bundesweit gross angelegte 
Suche nach Analogexperten vor fast 5 Jahren, die 
600MHz-Kommunikationsmodule für einen Flugzeugbus bauen sollten. Bei mir 
hiess es dann im Bewerbungsgespäch am Telefon gleich wieder "wie sieht 
es mit Ihren Deutschkenntnissen aus?". Gefragt hat irgend so ein Schwabe 
mit extrem Dialekt, "der wo nicht so gut hochdeutsch sprechen tut".

Hätte ihm fast was drauf geantwortet. :-)

Autor: Arne (Gast)
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Tobi schrieb:
> Ausserdem Elektronik für Bagger, Kranen und so ziemlich alles sonst was
> Liebherr herstellt.

Mein früherer Arbeitgeber hat Steuerungselektronik für Kräne für 
Liebherr entwickelt und dann auch geliefert - und liefert sicher immer 
noch. Der hiess nicht Liebherr!

Beitrag #2096730 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Generalunternehmer Zuckerfrei (Gast)
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Zuckerle schrieb im Beitrag #2096730:
> Mensch Mayer.
>
> Habt ihr sonst nichts zu tun als euch darüber zu streiten
> wie " Liepheer " geschrieben wird?
>
> Traurig, traurig, traurig!

Du bist nicht zuckerle, FAKE!

Autor: Oliver Stellebaum (phetty)
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Haier.

Autor: derg (Gast)
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In Lindau sind Bayern, trotzdem ist Liebherr ein "Oberschwäbisches" 
Unternehmen. Oberschwaben sollte man nicht mit Schwaben vergleichen.


Liebherr hat mehrere Maschinen mit dieselelektrischem statt 
dieselhydraulischen Antrieb im Portfolio.

Bei Liebherr hängt es stark von der Abteilung ab, wie schlecht oder wie 
glänzend es ist. Auch darf man Liebherr noch zu den besseren Betrieben 
zählen.

Ansonsten sind die Marktführer bei Baukränen, Mobilkränen.
Sehr gute Kühlschränke im Hochpreissegment (ein Teil bezieht Miele auch 
von dort).
Desweiteren werden Bagger, Raupen und Betonmischanlagen hergestellt.
Die Firma ist aus steuerlichen Gründen in der Schweiz.
Der Ursprung lag im oberschwäbischen Kirchdorf (an der Iller). Dort 
produzierte der Firmengründer Hans Liebherr in den Nachriegsjahren Kräne 
(heute nur Bagger).

Die Bodenseeregion ist zum Leben natürlich sehr attraktiv. Allerdings 
ist alles mehr viel viel ländlicher und nicht mit München, Heidelberg, 
Hamburg, Köln etc. zu vergleichen. Das Preisniveau ist am Bodensee 
jedoch alles andere als niedrig.

Beitrag #2098213 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Arne (Gast)
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derg schrieb:
> Die Bodenseeregion ist zum Leben natürlich sehr attraktiv.
Stimmt.
> Allerdings> ist alles mehr viel viel ländlicher und nicht mit München,
> Heidelberg, Hamburg, Köln etc. zu vergleichen.
Stimmt auch. Wobei ich froh bin, dass es nicht mit K oder HH 
vergleichbar ist.
> Das Preisniveau ist am Bodensee jedoch alles andere als niedrig.
Jein. Schöne 75qm Wohnung mit Garage (1,8km zur Arbeit) 695,- warm.
Hab allerdings auch lange suchen müssen. Klar, Plattenbau 
Mecklenburg-Vorpolen ist günstiger.

Autor: "Gast / Bodensee" (Gast)
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Bei meinem Bewerbungsgespräch bei Liebherr in Lindau wurde mir gesagt: 
"Alle wollen zu Liebherr - Warum sollten wir gerade Sie nehmen"?
(Alle wollen zu Liebherr??? Ist das wirklich so, ich glaube nicht...)
Dann habe ich Ihm das gesagt was er hören wollte (ich bin der richtige 
für die Position weil...). Dann weiter: "Sie sagen mir nur das was ich 
hören möchte, und nun sagen Sie mir wieso wir sie nehmen sollen?"

So ist das bei mir die ganze Zeit gelaufen. Die Fragen waren nicht vom 
Personaler, der war ganz ok (hat die 0815-Fragen gestellt aber nicht so 
rumgeschissen wie der Hauptabteilungsleiter Hr. B.).

Hr. B. ist ein Besserwisser, er hat mir fachliche Fragen gestellt und 
immer gesagt: "das kenne ich, das ist nichts neues für mich" "das ist 
mir bekannt" "dann gibt es noch die..." usw. Als ich dann was zu meiner 
Diplomarbeit sagte was er nicht gekannt hat ist er auf einmal 
abgegangen..."waaaaaas, das verstehe ich nicht" "wozu braucht man das" 
"das ist sinnlos" "was ist das, das kenne ich auch nicht" usw. Eine 
halbe Stunde hab ich ihm versucht den Sinn meiner DA zu erklären. Er hat 
es leider nicht verstanden, die Absage war einige Tage später da, und 
das obwohl der Personaler mir einen zweiten Termin geben wollte.

In anderen Unternehmen hat mir meine DA Pluspunkte verschafft und die 
Hauptabteilungsleiter waren sehr begeistert.

Ich bin nun froh keinen Besserwisser als Chef zu haben. Mein jetziger 
Chef sagt zu mir sogar "Ah, gut das ich auch noch was dazulernen kann". 
/Großkonzern

Fazit: Wer zu Liebherr in Lindau gehen will, sollte dem 
Hauptabteilungsleiter immer recht geben und sagen, dass Hr. B. alles 
besser kann und immer recht hat.

Autor: Michael S. (technicans)
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>Fazit: Wer zu Liebherr in Lindau gehen will, sollte dem
>Hauptabteilungsleiter immer recht geben und sagen, dass Hr. B. alles
>besser kann und immer recht hat.

Klar, nur Hunde folgen ihrem Herrn.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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"Gast / Bodensee" schrieb:

> Alle wollen zu Liebherr - Warum sollten wir gerade Sie nehmen

Wieso "wollen" da alle hin? Das ist mir jetzt nicht so ganz schlüssig. 
Ich bekomme täglich aus 10 Richtungen Spam, in mehr als 500km 
Entfernung, daß man dort händeringend sucht.

Malt man sich da alles schön bunt, indem man sagt, wir haben ja genug 
Bewerber? Die vom Amt rechtsverbindlich dazu gezwungen wurden?

Heheeeee.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich denke schon, das die meisten großen Firmen so ticken. Nicht ganz zu 
Unrecht. Allerdings gibts für so ne Markteinschätzung natürlich dann 
auch nur die mittelmäßigen Bewerber zu sehen.
Alles rächt sich eben.
Bei so einem Abteilungsleiter hätte er sofort die richtige Antwort 
bekommen. Entweder er oder ich! Da fahr ich dann lieber nach Hause.

Autor: ali (Gast)
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In der Region gibt es neben ziemlich freundlichen, zuvorkommenden leider 
auch übermäßig viele Leute, welche kein Benehmen haben. Unmöglich das 
geschilderte Verhalten.

Allerdings ist die Region (nicht direkt am Bodensee, aber nur ein wenig 
daneben) mit Sonnenstunden gesegnet.

Autor: Panzer H. (panzer1)
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ali schrieb:
> In der Region gibt es neben ziemlich freundlichen, zuvorkommenden leider
> auch übermäßig viele Leute, welche kein Benehmen haben. Unmöglich das
> geschilderte Verhalten.

Was hat das mit der Region zu tun??!
Gibt es in Hamburg den Hamburgischen Anstand bzw. drückt sich das in der 
Steifheit aus?

Autor: Marx W. (Gast)
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ali schrieb:
> In der Region gibt es neben ziemlich freundlichen, zuvorkommenden leider
>
> auch übermäßig viele Leute, welche kein Benehmen haben. Unmöglich das
>
> geschilderte Verhalten.

Na ja, ist halt BW, da glauben sie halt noch wenn man beruflich in die 
Region zieht, das man sonst nirgends was bekommen hat.
Für mich ein Grund in BW mich beruflich so heimatlich zu fühlen wie auf 
einer schmelzenden Eisscholle.

Autor: Marx W. (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Bei so einem Abteilungsleiter hätte er sofort die richtige Antwort
>
> bekommen. Entweder er oder ich! Da fahr ich dann lieber nach Hause.

Ach, du kannst den Dummbeutel doch auch ganz einfach zusagen, und dann 
ihm ne Nase drehen.
Die haben es dann  auch nicht anders verdient!

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Leider ist das ein Schema, was man sehr oft findet. So ne Art 
Duldungsstarre von Vorgesetzten gegenüber der Geschäftsleitung.

Jaja, ich weiß. Nach den Ansagen meinereiner wird mich eh keiner mehr 
einstellen.

Autor: Berater (Gast)
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> Na ja, ist halt BW, da glauben sie halt noch wenn man beruflich in die
> Region zieht, das man sonst nirgends was bekommen hat.
Von der Seite habe ich das noch gar nicht gesehen!
Könnte aber was dran sein...

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ist definitiv so! Die Menschheit spaltet sich in die Leute die damit 
zurecht kommen, und die anderen eben. In BW wird morgens die zweite 
Garnitur Bettwäsche rausgehangen! Damit muß man klar kommen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Seit dem Wochenende, bekomme ich von Monster Sondermails zu Stellen im 
Bodenseeraum. Und EADS. Also nicht nur die üblichen Tagesangebote. 
Immerhin besser als die rechtsverbindlichen bei der A-Agentur. Aber 
immer noch Sklavenhändler. Man kann ja mal schauen, ob sie was bieten 
wollen. Mehr als ein Maurergehalt bieten die Saftsäcke ja nie.

So lange ist es bei mir einfach nur Spam.

Ansonsten sollen sie sich mit dem Volk vor Ort begnügen, es gibt ja 
angeblich keinen echten Mangel. Aus der Eifel hier, 500km entfernt, 
bekommen sie auch keinen spottbilligst. Dafür garantiere ich selbst 
höchstpersönlich. Eine Direktanstellung ohne Sklaventreiber wäre ja noch 
angesagt, um für mich etwas Zukunft und Lebensperspektive zu bieten.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Geh als Maurer. Die 15 Jahre hälste schon durch. Nebenbei noch a bisserl 
Schwarze Arbeit. Fertig ist die Laube.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Abdul K. schrieb:

> Geh als Maurer. Die 15 Jahre hälste schon durch. Nebenbei noch a bisserl
> Schwarze Arbeit. Fertig ist die Laube.

Abdul, hast Recht. Ein mir bekannter Dachdecker hier am Ort macht es 
genau so. Der war mal Informatiker.

Habe gerade ein Angebot eines Bekannten, hier in der Gegend Autos zu 
polieren. Es gibt natürlich weniger Geld als beim Ing.. Da kommt am Ende 
aber mehr Lebensqualität bei raus, als die Woche mit dem Reisekoffer in 
einer tristen Herberge zu verbringen, mit Reisekosten und 
Zweitwohnsitzkosten.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Kann dir nur zustimmen. Nach 5 Jahren könntest du allerdings Rente 
einreichen.

Autor: Heiner (Gast)
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@Wilhelm : was zahlen den diese Dienstleister ?

zum Maurervergleich : wenn ich mir Stundensätze von einigen Ings hier 
anschaue, dann ist der Vergleich nicht mal weit her geholt ! selbst 
Dachdecker, Fließenleger oder Maurer verlangen 40 - 60 Euro pro Stunde.
Heizungsbauer und Elektriker mindestens 50 Euro, eher mehr.
Vertragswerkstätten von den großen Marken verlangen auch gut und gerne 
mal 100 Euro, wobei da nicht unbedingt genau abgerechnet wird, sondern 
einfach oft eine Stundenpauschale z.B. für gewisse Dienstleistungen 
abgerechnet wird. Meist sind diese Pauschalen auch noch zu hoch, so dass 
die Werkstatt effektiv teils 150 - 200 Euro pro tatsächlich geleisteter 
Stunde verlangt.

Hier im Forum geben sich erfahrene Entwickler als Freiberufler teils für 
40 - 50 Euro die Stunde her. Ich kenne freiberufliche Java oder C++ 
Entwickler, die arbeiten für 30 - 40 Euro pro h und das in 
Mitteldeutschland !

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Mir schwand gerade, das mein Rat für die meisten als Verarsche gemeint 
war?! Mitnichten! Es ist wirklich einfach so, daß sich dieses Berufsbild 
rund um Elektronik für die meisten schlicht nicht auszahlt! Ihr müßt ja 
auch die Ausfallzeit für zumindest die Zeit des Studiums hinzurechnen! 
Es ist einfach viel leichter einen Job in einem weitverbreiteten 
Berufsbild zu finden, als Spezialist zu sein! Meine Oma wollte, das ich 
Bäcker oder Busfahrer werde. Und sie hatte Recht!!
In China wiederum würde ich zur Elektronik oder besser Biotechnik raten!

Autor: Paul (Gast)
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>Jein. Schöne 75qm Wohnung mit Garage (1,8km zur Arbeit) 695,- warm.
>Hab allerdings auch lange suchen müssen. Klar, Plattenbau
>Mecklenburg-Vorpolen ist günstiger.

Plattenbau Leipig: 68 qm warm: 498 € (wären 549 € für 75 qm), Stellplatz 
fürs Auto 50 €, 20 km bis zur Arbeit. Klar im Osten ist alles viel 
billiger. LOL.  Der Durchschnittshaushalt (teils mit mehreren 
Verdienern) hat hier 1400 € netto mtl.

Autor: Gelbmond (Gast)
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Und ein Mittagessen kostet am Bodensee (Lindau, Friedrichshafen) mehr 
als in München. Am Bodensee und in der Region Bodensee, Ravensburg ist 
das Leben ziemlich teuer. Die können schon was das Preisniveau betrifft 
annähernd mit München mithalten.

Auf dem Land ist es dort noch relativ günstig. In den Städten jedoch 
nicht. Speziell Ravensburg hat mehr als übertriebene Preise. Am Bodensee 
herrscht bis auf eine kleine Pause im Winter fast ganzjährig Tourismus. 
Ja manche arbeiten dort wo andere Urlaub machen. Mit allen Vor- und 
Nachteilen.

Liebherr hat aber was ich weiß immer eine Kantine.

Autor: liebernicht (Gast)
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taugt die Firma was, ich weiß nich in weit man daas hier glauben darf:
http://www.kununu.com/de/by/lindau-bodensee/el/lie...

ein Bekannter meint immer, dass sind alles Schwarzmaler und das sich im 
Internet nur die Leute melden denen es schlecht ergangen ist.
Naja, habe auch von einer Statisik gehört, dass man negative Dinge mehr 
Leuten erzählt was weiß ich z.b. schlechte Erfahrung mit Handwerker xy, 
aber positive höchstens 3 Leuten.

Ich bin schon seit längerem auf der Suche nach nem neuen Job.
Habe mich leider zu sehr auf Hardware konzentriert, weil ich mit Zeilen 
hacken a la C nicht viel anfangen konnte.

Aber die Bewerbungen gehen raus und meist kommt es postwendend wieder 
zurück.
Ab und zu gibts mal ein Gespräch, aber was konkretes war noch nicht 
dabei.
Quote 2010 muss ich mal ausrechnen, 2011 ist es ca. 4:1 (also auf vier 
Bewerbungen kommt ein Gespräch).

Das beste finde ich sind Firmen, die groß in der Presse rumtönen und 
Stellen ausschreiben, wenn man sich aber bewirbt hört man ewig nichts.
Manche Kandidaten, halten es nicht einmal für nötig einem eine 
Eingangsbestätigung zu schicken bzw. sich nach dem ersten Standart Bla 
bla wieder zu melden.

Ich geh jetzt demnächst als was anderes, die Elektronik Sache 
funktioniert nicht mehr.
Schade dass ich darauf jetzt 12 Jahre meines Lebens incl. Studium 
vergeudet habe.

Beitrag #2132522 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Sepp (Gast)
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Sieh mal:

http://www.kathrein.de/de/jobs/index.htm

Tarif, allerdings 42h Woche. Und Rosenheim ist auch ganz nett.

Autor: Berater (Gast)
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Wer macht denn eine offizielle 42h-Woche?? gibt es nur in der Schweiz 
(wo es sich allerdings auch lohnt).

> Ihr müßt ja auch die Ausfallzeit für zumindest die Zeit des
> Studiums hinzurechnen!
Abdul hat Recht. Nur: Wenn man das Studium schon investiert hat, ist man 
halt der dumme. Ich könnte mich auch in den Hintern beissen, dass ich 
nicht einfach einen lockeren Verkäuferjob mache und nebenher Elektronik 
und IT-Beratung als Nebngewerbe. Ein Bekannter kommt das besser hin. Der 
macht ein bischen Datenbankpflege, Oracle und SAP auf unterem Niveau und 
erzielt trotzdem 50,- die Stunde. Weil er davon all sein Computerzeug 
abzieht und Reisekosten verrechnet, kommt er mit wenigen Steuern davon 
und hat ein hübsches Zusatzgehalt.

Ich wiederhole mich, aber ich sage es nochmal: Ich würde heute nicht 
mehr Elektrotechnik studieren.

> Lindau ist teuer
Ja, kann ich bestätigen. Vor allem das Wohnen ist dort ein Problem. Die 
Region ist total überladen und vor allem arbeiten dort inzwischen immer 
mehr gutbezahlte Fachkräfte, die die Wohnungspreise zahlen können und in 
die Höhe treiben. In der Bodenseeregion muss man bald mindestens soviel 
verdienen, wie in München, wenn es sich lohnen soll.

Autor: Panzer H. (panzer1)
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Berater schrieb:
> Wer macht denn eine offizielle 42h-Woche?? gibt es nur in der Schweiz
> (wo es sich allerdings auch lohnt).

Das wird gern als Standortsicherung verkauft: Firma freut sich, 
Betriebsrat freut sich; natürlich jeweils aus verschiedenen Gründen.

Autor: Bewerber (Gast)
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Liebherr sucht dringen Ingenieure??? Wundert mich nicht!

Ich habe mir die Kommentare über Liebherr Elektronik auf Kununu auch 
durchgelesen und mir gedacht, naja, da schreiben bloß die rein, die 
Liebherr ärgern wollen.

Naja, ich hatte dann auch ein Vorstellungsgespräch und da wurde ich dann 
geärgert. Das lief im großen und ganzen so ab, wie "Gast / Bodensee" 
geschrieben hat. Während des Gesprächs habe ich eigentlich die ganze 
Zeit gedacht, dass die mich bloß testen wollen (war mein erstes 
Vorstellungsgespräch für ne Festanstellung).
Dazu kam, dass der Abteilungsleiter zu spät kam, eher abhaute, nebenbei 
telefonierte und sein übrig gebliebenes Frühstücksbrötchen aß, während 
er mir Fragen gestellt hat. Er hat mir dann auch ganz unverblümt das 
wiedergegeben, was auf Kununu steht "bei Problemen rollen Köpfe" (O-Ton) 
und der Mitarbeiter ist nix wert.

Als der Abteilungsleiter weg war, hat der Personaler gemeint, dass das 
eigentlich noch gar nix war. Hätte ich es mit einem der drei(!) 
Geschäftsführer zu tun gehabt, wärs richtig abgegangen.

Nur so nebenbei, eine Bekannte von mir arbeitet in einem anderen 
Liebherr Standort und fühlt sich dort ganz wohl.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Zuckerle schrieb im Beitrag #2132522:

> Bei uns hatte jemand die Idee ; wenn Eisverkäufer ihr Produkt zu den
> Kunden ans Haus fahren könnte man dies auch mit Bratwürstchen machen .
> Tat es ,
> hatte sich eine fahrende Würstchenbude bauen lassen , führ zu den Leuten
> ,
> hat heute 15 Mitarbeiter und ist mehrfacher Millionär.

> Es sind also nicht immer akademische Titel und Grade dafür notwendig um
> ordentlich Geld zu verdienen. Eine gute Idee tut es auch.

Der akademische Grad ist im Augenblick sowieso wertlos. Eine 
Personalerin einer Zeitarbeit sagte es mir mal direkt ins Gesicht: Sie 
sind im Augenblick NICHTS.

Hätte sie mir gegenüber gestanden, wäre trotz Anzeige und Schmerzensgeld 
ein blaues Auge sicher gewesen, und Zahnersatz. Aber es war leider nur 
am Telefon.

Ich sollte mal einen guten Metzger suchen, der wirklich ausgezeichnet 
gute Würste herstellt. Denn ich liebe gute Bratwürste.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Du bist ja ein ganz schlimmer Finger. Dabei hat sie dir 
erstaunlicherweise ihre Wahrheit gesagt: Sie kann an dir momentan 
nichts verdienen.

Hier im Osten werden die Metzger auch immer schlechter. Einer nach dem 
anderen kippt ab in westliche vorgefertigte Würzmischungen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Abdul K. schrieb:

> Du bist ja ein ganz schlimmer Finger. Dabei hat sie dir
> erstaunlicherweise ihre Wahrheit gesagt: Sie kann an dir momentan
> nichts verdienen.

Dann sollen sie die Schnauze halten, und mich GAR NICHT erst behelligen.

Autor: Michael Lieter (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Dann sollen sie die Schnauze halten, und mich GAR NICHT erst behelligen.

Ist doch besser so, als wenn man dir das übliche Gesülze sagen 
würde...wir haben uns für Jemand anderes entschieden und bitten Sie das 
nicht als Abwertung ihrer Person zu betrachten.
(Als was soll ich es denn sonst betrachten, denkt man da so...)

Aber sowas kann auch Methode sein um dich generell (oder Leute wie dich) 
im Preis klein zu machen - das würde ich vermuten, steckt dahinter.

Beitrag #2251914 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Michael Lieter schrieb:

> Aber sowas kann auch Methode sein um dich generell (oder Leute wie dich)
> im Preis klein zu machen - das würde ich vermuten, steckt dahinter.

Du hast keine Ahnung, was in der Zeitarbeitsbranche so läuft. Die hatten 
da norddeutsche Arbeiter, die in Süddeutschland in der Jungendherberge 
hausen.

Ich glaube, das ist nicht das Ende der Fahnenstange: Manche hausen 
sicher auch in Baucontainern auf einem Hinterhof.

Und die Dame am Telefon, der ich eigentlich ein Blauaugensyndrom hauen 
wollte, sprach locker davon, daß man das mal so machen müsse.

Autor: Michael Lieter (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Du hast keine Ahnung, was in der Zeitarbeitsbranche so läuft. Die hatten
> da norddeutsche Arbeiter, die in Süddeutschland in der Jungendherberge
> hausen.

Als ich noch Elektriker war musste ich mal in einer Art 
Wohnwagensiedlung leben (überleben)- das war eine Großbaustelle im 
Norden von Berlin. 12h arbeiten am Tag, Handys gab es noch nicht, wir 
wurden mit Bussen dahin gekarrt, man konnte nicht flüchten. Das war im 
Winter und im Dunkeln fand man da auch keine Telefonzelle für einen 
Wutanruf. Das einzige Mobiltelefon hatte der Bauherr, der sich mit dem 
Projekt übernommen hatte und als Wurst konnte man da kaum hingehen und 
sagen: Chef, ich brauch mal dein Telefon.
Bier und Essen wurde organisiert, man schlief zu dritt in Miniwohnwagen.
Heizung über Strom mit Radiatoren - unserer war kaputt. Ein Mann bekam 
Lungenentzündung. Ich hatte zum Glück einen arktischen Schlafsack mit.
Aber lustig war das nicht. Später wurden dann die Stunden nicht bezahlt, 
weil wir ja faule Säcke wären und nur rumgegammelt hätten.
Dabei war es an der Tagesordnung das der Estrich schon drin lag, die 
Zeit aber um die Kabel zu legen blieb die gleiche.
2 Jahre Leiharbeit und das ist nur eine dieser krassen Geschichten - 
allerdings eine super Motivation um zu studieren.

Soviel keine Ahnung hab ich davon.

:-)

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Michael Lieter schrieb:

> Soviel keine Ahnung hab ich davon.

Aach, das kann man in jungen Jahren mit 18 ja auch mal machen. Zeitlich 
begrenzt. Aber kein Dauerzustand, und für einen 50-Jährigen sicher auch 
nichts.

Autor: Michael Lieter (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)
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Aber es gab auch total lustige Jobs - wo man vor lachen nicht in den 
Schlaf gekommen ist - sogesehen möchte ich diese Zeit nicht missen - man 
könnte ein Buch darüber schreiben.

Aber auch sowas: Der Mann der im Wohnwagen in Berlin Wochenlang mit mir 
da wohnte, Elektriker 42, keine Chance mehr auf Festanstellung, also 
Leiharbeit bei einer Firma die man übersetzen würde: Männerkraft - ihr 
wisst was ich meine...

Die lebende Lullerpuppe:

Kommt in eine Firma wo man ihm sagt: Wir müssen die Silos reinigen.
OK. Er wird an einem Seil festgebunden und mit einer Art Hacke in dem 
Silo herabgelassen, Schicht für Schicht und muss die Kruste von der 
Wandung abhacken. Dabei wurde er von zwei Männern hin und her gependelt 
um die Wandung mit der Hacke erreichen zu können. Nach ein paar Metern 
fragt er nach einer Pause. Nee, du Schwein machst hier solange wie wir 
wollen und wir holen dich erst wieder raus, wenn alles fertig ist - du 
bist jetzt unser Sklave, wir haben dich gekauft. Er quälte sich durch 
und rief dann in der Firma den Niederlassungsleiter an und bot seine 
Kündigung an, wenn er nicht sofort von dem Einsatz freigestellt würde. 
Er wurde freigestellt - nahm aber doch etwas Schaden.

Ich sah 190 große Männer vor dem Leiter weinend stehen von oben bis 
unten mit schwarzem Fett beschmiert (im Büro). Ich fragte: Was ist mit 
dir passiert?
"Ich gehe nicht zurück in die Schraubenfabrik!"

Autor: Michael Lieter (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Aach, das kann man in jungen Jahren mit 18 ja auch mal machen. Zeitlich
> begrenzt. Aber kein Dauerzustand, und für einen 50-Jährigen sicher auch
> nichts.

Der Punkt ist ja das du Ingenieur bist - da geht sowas eigentlich gar 
nicht.
Aber ich traf auch Ingenieure die mir dann sagten ich soll das mal für 
mich behalten. Wenn es denn heutzutage die Alternative zu H4 ist und man 
in endlicher Zeit nichts findet, werden die Optionen knapp.

Wobei ich mich vermutlich auch eher mit HIV einrichten würde als völlig 
unwürdige Arbeit zu erledigen - zur Zeit schwimme ich ja oben auf der 
Welle aber ich kenne auch andere Zeiten und weiß auch wie schnell man in 
einer Zwangslage sein kann - auch als Unternehmer - eben noch mit 
Millionen gespielt und plötzlich Privatinsolvenz und HIV.

Und ich kaufe nur Leuten ihren Schneid ab, die das zumindest 
nachvollziehen können.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Michael Lieter schrieb:

> Aber ich traf auch Ingenieure die mir dann sagten ich soll das mal für
> mich behalten.

Du hast Recht. Vielleicht muß ich auf die alten Tage auch noch Dreck 
fressen gehen, wer weiß, AKW innen reinigen, oder Straße fegen, 
Bauhelfer. Sogar die Arbeitsagentur setzte vor 3 Wochen mein 
Stellenprofil auf "Hilfsarbeiter" um.

Autor: Michael Lieter (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)
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Ich hab noch was lustiges für dich - dauert noch 5 min

Autor: Michael Lieter (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)
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Sabotage in der Plastikfabrik

Also mal Beschreibung eines lustigen Einsatzes:

Wochenlang Nachtschicht in einer Plastikfabrik am Fließband irgendwo in 
der Nähe von Berlin.
Es wurde alles mögliche von Gartenmöbeln über Spielzeug bis hin zu 
Autoteilen hergestellt.
Man durchlief verschiedene Maschinen, aber das Grundprinzip war immer 
gleich. Granulat wird verflüssigt und in einer Form gepresst. Das Stück 
fällt (heiß) aus der Maschine und muss händisch gefangen werden um sich 
nicht zu verformen. Dann muss man es entgraten und auf einer Palette 
stapeln. Das passiert etwa im Minutentakt. Man rennt also von der 
Palette zur Maschine um das nächste Stück zu bearbeiten 8 h pro Schicht 
mit 15 min Pause. Der Mann an der Maschine hinter mir war Ingenieur 60 
Jahre alt und meinte froh zu sein diese Arbeit zu haben.
Lustig war es 8 h lang Armlehnen von Gartenstühlen mit Folien zu 
überziehen, so als würde man sich ein Kondom überziehen und ich 
arbeitete genau Angesicht zu Angesicht mit einer Frau und wir grinsten 
uns 8 h nur an – ich fuhr dann mit zu ihr usw. völlig klar.
Ich stand an einer Maschine die eine Störung hatte. Techniker kam um die 
Maschine wieder in Betrieb zu bringen. Gab seinen 4stelligen Code ein 
und configurierte die Maschine und die lief wieder an. Ich hatte  mir 
den Code gemerkt. Ich rief das Menü auf und setzte die Zykluszeit von 59 
s auf 179 s hoch. Am Ende der Schicht kam der Abteilungsleiter zu mir 
und sagte: Sie haben nur 450 K4 hergestellt, es müssten aber 3 x so viel 
sein – was ist los? Nun ja, ich hab gemacht was die Maschine 
wollte...der Techniker war auch da und überprüfte die Einstellungen der 
Maschine.
Da es völlig abwegig erschien das ich eine 1,5 Mio teure SPS gesteuerte 
Maschine umprogrammieren könnte, sagte er: Sie bekommen keinen 
Leistungsabzug, ein Fehler in der Programmierung. Ein paar Schichten 
später überlegte ich mir, wie ich die Maschine lahm legen könnte, ohne 
das das auf mich zurück zu führen wäre. Ich rief die Steuerung auf – die 
hatten echt die codes nicht geändert und änderte die Vorlauftemperatur 
von 240°C auf 50°C. Etwa 10 min und die Maschine stand still. Ich wieder 
das Menü aufgerufen und die Vorlauftemperatur wieder auf 250 gesetzt. 
Die Maschine schlug Alarm. 5 min später waren Techniker und 
Abteilungsleiter vor Ort und konnten keinen Fehler feststellen. Sie 
können jetzt Pause machen, bis die Maschine wieder läuft.
Ist nicht Ihr Fehler, wahrscheinlich ein Problem mit dem Granulat.

Und dann kam etwas was ich nicht erwartet hätte:

Der geschlossene Kreislauf:

Ich hab mir also angesehen was die alle so machen. Die Produkte fielen 
auf ein Fließband oder wurden auf Paletten gestapelt und von 
Gabelstaplern abgeholt. Alle arbeiteten Schweißgebadet in dieser Fabrik. 
Dann kam alles in eine Verpackungsabteilung, wurde in Folien eingehüllt 
und Beschriftet. Dann wurde das alles auf Paletten abtransportiert in 
eine abgetrennte Abteilung, dort wieder ausgepackt, in einen riesigen 
Schredder geworfen und wieder zu Granulat verarbeitet.
Es kam wieder in die Maschinen und wurde wieder zu Produkten 
verarbeitet. Ich bin den Kreislauf 3 x abgelaufen, weil ich es nicht 
gleich verstanden habe. An meiner defekten Maschine treffe ich den Mann 
der immer fast einen Herzinfarkt bekam als die Maschine das nächste 
Produkt ausspie und sagte zu Ihm: mach mal langsam, das ist ein 
geschlossener Kreislauf. Der Abteilungsleiter stand dabei und wir 
sprachen darüber 10 m weg von den Maschinen. Ich verstehe das nicht, 
sagte ich – hier wird produziert und dann wird alles wieder 
eingeschreddert und kommt wieder in den Kreislauf – das erscheint völlig 
sinnlos. Es ist so: Wir warten seit 24 h auf eine Schiffsladung Granulat 
und das Schiff ist in einer Schleuse hängen geblieben. Wir können aber 
die Maschinen nicht abschalten, wie Sie ja an Ihrer Maschine gesehen 
haben ist es ein großer Aufwand die Maschinen wieder in Betrieb zu 
nehmen wenn das Granulat kalt geworden ist. Aber wieso schalten Sie dann 
nicht den Takt auf 1/3 runter, das ging doch auch an meiner Maschine vor 
3 Tagen? Da haben die Leute nicht diesen höllischen Stress. Das könnten 
wir machen, das würden die Leute aber nicht verstehen.
Achs so. Da stehen zwei superkisten die ja auch nur geschreddert werden 
sollen, kann ich die mitnehmen? Nehmen Sie den Hinterausgang und nehmen 
Sie die Kisten mit – aber reden Sie nie ein Wort darüber, über das was 
Sie heute hier gesehen und verstanden haben.

Ich musste nie wieder in die Plastikfabrik.

Autor: Trolljäger (Gast)
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Michael Lieter schrieb:
> Märchenstunde in der Plastikfabrik

Nich übel, aber die mitm Panzer war besser.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Michael Lieter schrieb:

> Wir warten seit 24 h auf eine Schiffsladung Granulat
> und das Schiff ist in einer Schleuse hängen geblieben.

Heilige Schei*e. Wie sehen denn die Endprodukte aus, wenn das Granulat 5 
mal umgelaufen ist?

Aber: Nette Story.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Fast wie beim Arbeitsamt. Da gibts doch wirklich Leute, die Puzzles 
zusammensetzen... damit der Kindergarten alle komplett hat.

Autor: Spargelpippi (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Michael Lieter schrieb:
>
>> Aber ich traf auch Ingenieure die mir dann sagten ich soll das mal für
>> mich behalten.
>
> Du hast Recht. Vielleicht muß ich auf die alten Tage auch noch Dreck
> fressen gehen, wer weiß, AKW innen reinigen, oder Straße fegen,
> Bauhelfer. Sogar die Arbeitsagentur setzte vor 3 Wochen mein
> Stellenprofil auf "Hilfsarbeiter" um.

hätte da noch ein paar verschimmelte küchenreste - kann'ze haben, füa 
umsonst! ordentlich maggiwürfel dran, auskochen, stirbt der schimmel unn 
ma kann noch watt draus mache. aus den wurstresten kann'ze küchenschaben 
züchten, die haust'de dann in de pfanne, bisschen zwiebeln dran, und du 
hast auch dein täglich proteine.

mahlzeit.

Autor: flyer (Gast)
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@Michael Lieter

Der letzte Teil erinnert mich an die Thermodynamikvorlesung 
(Mischungsentropie) und an mein Praktikum während meines Studiums.

Offensichtlich glauben die Vorgesetzen immer noch Physik sei irrelevant.

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