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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Erneuerbare Energien - ETH oder FH?


Autor: Greenhorn (Gast)
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Hallo zusammen,

stehe vor der Entscheidung wo ich mein ET Studium absolvieren will.
Über die groben Unterschiede bin ich informiert. Ein FH Studium ist mir 
aus heutiger Sicht sympathischer was Standort, Ablauf und meinen 
bisherigen Bildungsgang angeht.

Was mich nun interessiert ist das Leben nach dem Studium.
Ich würde gerne im Bereich erneuerbarer Energien (Sonne, Wind, Wasser) 
und Energieeffizienz/ Elektromobilität arbeiten/ forschen. Projekte wie 
PlanetSolar, den Zerotracer oder die neue Monte Rosa Hütte finde ich 
faszinierend. Dieser Praxisbezug und die Hoffnung von Zeit zu Zeit vom 
Schreibtisch wegzukommen sind mir wichtig. Ich bin relativ mobil und 
könnte mir auch vorstellen im Ausland zu arbeiten.
Ich möchte durch meine Arbeitskraft zum Schutz der Umwelt und dem 
nachhaltigen Umgang mit Ressourcen beitragen. Deshalb ist es mir wichtig 
hierdurch einen Sinn in der Arbeit zu sehen und Freude am Job zu haben - 
das Salär ist zweitrangig.

Das ganze mag sich etwas gar idealistisch lesen. Was ich einfach nicht 
will ist den ganzen Tag im Büro hocken und irgendwelche Produkte 
entwickeln zu denen ich keinen Bezug habe und für die es m.E. keinen 
Bedarf gibt (Crapgadgets ala Thanko/ Pearl).

Komme ich mit einem FH Abschluss dieser "Traumvorstellung" näher oder 
ist ETH im Cleantech Bereich Pflicht?

Autor: Citroën-Fan (Gast)
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ETH Zürich mit einer FH zu vergleichen, ist, als ob man zwei Autos 
vergleicht. Was willst: Sicher und schnell von A nach B kommen? 
Möglicherweise hast du auch viel Gepäck zu transportieren. Dann solltest 
du dich für ein modernes, leistungsfähiges Vehikel entscheiden und nicht 
für die Ente, deren Charme unübertroffen ist.

Charme und Leistungsfähigkeit schließen sich auch nicht aus, siehe 
Citroën DS. Das gleiche gilt bei den Hochschulen.

Die ETH Zürich ist sozusagen die DS für Ingenieure.

Autor: yannik (Gast)
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Naja, der Abschluss von ETH und FH ist aber am ende der selbe.
Wobei der ruf der ETH Zürich recht gut ist.

Ich würde die ETH wählen und wenn es nicht kappt an die FH wechseln und 
jene Fächer in denen die Note OK ist anrechnen lassen.
(Die andere Richtung dürfte nicht gehen!)

Autor: ethler, wen wunderts (Gast)
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yannik schrieb:
> Naja, der Abschluss von ETH und FH ist aber am ende der selbe.

Nein, das ist er definitiv nicht. Die ETH verlangt beispielsweise für 
angehende Masterstudenten, die an der FH ihren Bachelor gemacht haben, 
dass rund 60 Kreditpunkte, also ein ganzes Jahr, nachgearbeitet werden 
muss. Weiter schilessen viele Studenten, die an der ETH das Studium 
nicht schaffen und an die FH wechseln, mit Bestnoten ab.

Häufig kommt dann das Argument, das Studium an der FH sei dafür viel 
praktischer. Naja, sowohl ETH- als auch FH-Studenten sitzen 3 Jahre in 
der Schule für ihren Bachelor, haben also keinen echten Bezug zur Praxis 
in dieser Zeit.

> Wobei der ruf der ETH Zürich recht gut ist.

Unirankings führen die ETH normalerweise in den Top 30 und als beste 
Hochschule auf dem europäischen Festland. Und dies, obwohl die ETH eher 
klein ist und ihr gewisse Fachbereiche ganz fehlen. In Fach-Rankings 
schafft sie es deshalb sogar in die Top-Ten, inmitten der amerikanischen 
Elite-Unis.

(Ok, ich bin voreingenommen. Fakt ist aber ganz klar, dass man mit einem 
ETH-Abschluss deutlich aus der Masse heraussticht - ein wichtiges 
Argument, um an besonderes attraktive Jobs zu kommen.)

Autor: yannik (Gast)
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Es ist der selbe Abschluss!
Es ist ein Bachslor-Abschluss im Bereich der Elektrotechnik!
Die ETH darf nicht verlangen das pauschal 60ECTS nachgeholt werden!

Sie kann verlangen das bestimmte inhalte die nicht oder nur unzureichent 
in einen Bachelor behandelt worden sind erbracht werden müssen! (das 
darf aber nicht pauschal passen!dh wenn du an der fh jeweils mathe1-4 
hast mit je 10 ECTS und dann noch nummerik mit 5 ECTS dürfte es der ETH 
schwerfallen ernsthaft zuverlangen Mathe noch mal neu zubelegen de facto 
dürfte keine FH soviel Mathe haben (selbst TUs hätten das idr nicht(die 
eth selber wohl auch nicht)) )

dh die Abschlüsse sind formal gleich!

Autor: FHler (Gast)
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Formal ja, das ist ja der Witz am Bachelor/Mastersystem. Aber es besteht 
doch ein himmelweiter Unterschied. Das ist wertend gemeint.

Autor: Mikrofun R. (mikrofun)
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Hallo Greenhorn,

ich kann in deinem Betrag eine gewisse Liebe zur Sache erkennen. Bleibe 
dabei! Soetwas ist zu selten.

Wenn Du es schaffst, würde ich in jedem Fall den höherwertigen 
Abschluss, d. h. den der ETH anstreben. Ich habe einige 
Abschlussarbeiten betreut - sowohl von Universitätsstudenten als auch 
von Fachhochschülern. Aufgefallen ist mir, dass die 
Universitätsstudenten viel selbstständiger waren.

Als ETH-Absolvent hast Du später im Beruf mehr Freiheiten und das kommt 
Dir bestimmt entgegen. Letztlich kann es auch die Chance sein, eine 
Arbeitsstelle wählen zu können, die Deinem Idealismus (den ich sehr 
unterstütze) näher kommt.

Autor: yannik (Gast)
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Mikrofun R.:
kannst du bitte belegen das das einer der beiden Abschlüsse höher wertig 
sein soll?
wenn nein wäre das doch wieder nur ein Bär der einen neuen User hier 
aufgebunden wird!Und bitte jetzt keine Einzelfallberichte von vielleicht 
5-10Studenten die mal betreut worden sind.
Bitte ein offizielles Schreiben/Richtlinie die von einer Behörde od. 
anderen staatlichen Stelle im Bereich des Bildungsministeriums 
ausgegeben worden ist

Autor: Thomas B. (yahp) Benutzerseite
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yannik schrieb:
> kannst du bitte belegen das das einer der beiden Abschlüsse höher wertig
> sein soll?

Ohne FH-Bashing, aber wenn es sich bei der ETH von der hier immer die 
Rede ist, um die ETH Zürich handelt, dann ist es eben kein 
Fachhochschulabschluss, weil die ETH eine TU ist.

> wenn nein wäre das doch wieder nur ein Bär der einen neuen User hier
> aufgebunden wird!Und bitte jetzt keine Einzelfallberichte von vielleicht
> 5-10Studenten die mal betreut worden sind.

Aber er hat doch geschrieben, dass es seine Beobachtungen sind und die 
werden natürlich auf Einzelfälle begrenzt sein.

Zur originalen Frage, ein Abschluss von der ETH Zürich klingt natürlich 
schon fetziger, als von der FH Pusemuckel. Du schreibst, im Beruf 
flexibel sein zu können, warum dann nicht auch schon beim Standort der 
Hochschule. Ob du den jeweiligen Ansprüchen gewachsen bist, wird dir 
hier sowieso keiner beantworten können.

Autor: blablubb (Gast)
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Die ewig währende Diskussion.
Formal,auf dem Papier, sind die Abschlüsse gleich. Bachelor of ....
Von der Methodik und dem Ablauf des Studiums werden sich die beiden 
Institutionen stark unterscheiden. Das fängt bei der Immatrikulation an, 
geht über den Vorlesungsbetrieb, Prüfungsordnung bis zur 
Abschlussarbeit.
z.b. FH:
Vorlesungen nach "Schulstundenplan", wirkliche Semesterferien, 
Abschlussarbeit in einem Unternehmen

Uni:
Vorlesungen teilweise recht chaotisch verteilt, keine wirlichen 
Semesterferien bzw. Klausuren in der Zeit, Abschlussarbeit am lokalen 
Forschungsinstitut.

Waren nur Beispiele, keine Pauschalen Allgemeingültigkeiten

Autor: ethler (Gast)
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yannik schrieb:
> Es ist der selbe Abschluss!
> Es ist ein Bachslor-Abschluss im Bereich der Elektrotechnik!
> Die ETH darf nicht verlangen das pauschal 60ECTS nachgeholt werden!

Das stimmt einfach nicht. Hier die Fakten: 
http://www.ee.ethz.ch/en/our-range/education/maste...

Zwei Auszüge:

- Voraussetzung ist eine Durchschnittsnote von mindestens 5.0 an der FH. 
"für einen erfolgreichen Abschluss an der ETH sollten Sie aber zu den 
Besten an der FH gehören."

- Es müssen in der Regel die folgenden Auflagen erfüllt werden: 
Prüfungsblock 1 und 3 (je rund 20 Kreditpunkte) des 
Elektrotechnik-Studiengangs und 3 Fächer aus den Kernfächern des 3. 
Studienjahres (je rund 6 Kreditpunkte). Macht also total fast 60 
Kreditpunkte, also ein Jahr.


Also bitte hör endlich mal auf, den FH-Abschluss dem ETH-Abschluss 
gleichzureden.

Autor: ethler (Gast)
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Nebst der Gleichwertigkeitsdiskussion noch ein wichtiger Tipp an den 
Thread Opener:

Du bist jetzt vermutlich knapp 20. Du hast am Gymnasium oder in der 
Berufslehre zwar einiges gesehen, kennst dein zukünftiges Fachgebiet 
aber eigentlich noch sehr schlecht. Du wirst noch sehr viele 
interessante Dinge in verschiedensten (Teil-)Fachbereichen sehen, 
weshalb du jetzt kaum vorhersehen kannst, welcher Bereich dich später am 
meisten packt.

Die ETH legt Wert auf eine solide, breite Grundausbildung während an der 
FH eher ein konzentriertes, sofort anwendbares Berufswissen gelehrt 
wird. Als FH-Student wirst du damit früher mit Entwicklungsarbeit in 
Berührung kommen und nach dem Studienabschluss sofort voll produktiv 
arbeiten können. An der ETH bist du dafür deutlich breiter aufgestellt 
und kannst dadurch besser auf neue Fachgebiete (wegen wechselnder 
Interessen oder veränderter beruflicher Anforderung) reagieren.

Autor: Greenhorn (Gast)
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Ich komme aus einer Elektroniker Lehre mit BMS2 - müsste daher für die 
ETH erst einen einjährigen Passerelle Lehrgang besuchen. Dies erschwert 
die Entscheidung zusätzlich. Das eine Jahr zu investieren um dann zu 
merken das die ETH nicht meinen Erwartungen entspricht - oder umgekehrt 
;-) - wäre zwar nicht verloren aber doch nicht so toll.

Durch Militärdienst und Passerelle wäre ich bei Studienantritt bereits 
23 was sicher überdurchschnittlich ist. Seht ihr darin ein Problem?

Was sagt ihr zur Aussage eines FH Profs. auf meine Frage bez. 
Unterschied ETH / FH:

"Der ETH Bachelor sei nur bedingt berufsbefähigend da die Ausbildung auf 
5 Jahre (Master) ausgelegt sei"?

Kann dem nicht so recht Glauben schenken.

Autor: ethler (Gast)
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Greenhorn schrieb:
> "Der ETH Bachelor sei nur bedingt berufsbefähigend da die Ausbildung auf
> 5 Jahre (Master) ausgelegt sei"?

Ja und nein. Die ETH hält ganz klar an den 5 Jahren aus dem alten 
Diplom-System fest. Nur mit dem Master hast du also einen aus ihrer 
Sicht kompletten Abschluss. Auch ein ETH-Professor würde dir sagen, der 
Bachelor sei nur bedingt berufsbefähigend.

Aber bedingt ist er es eben: Ich kenne Leute, die nach dem Bachelor ins 
Berufsleben gewechselt haben. Es gibt auch Firmen, die einem direkt nach 
dem Bachelor wollen und dann intern weiterbilden. Wenn man die ganze 
Recruiting-Szene hier in Zürich beobachtet, dann gehe ich mal davon aus, 
dass man mit einem Bachelor spätestens nach einem halbjährigen Praktikum 
mindestens so gut aufgestellt ist wie mit einem FH-Abschluss.

Autor: yannik (Gast)
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ethle: 1. was dort steht ist nicht offiziell, interessant ist die PO.
       2.kann die PO nicht gültig sein (in Deutschland ist es ja auch 
schon  Studenten gelungen sich in Studiengänge einzuklagen! )
       3.steht da " in der Regel", und das ist wie ich gesagt habe! idR 
haben Fh-Studenten diese Module nicht so ausführlich gehabt!(Mathe1/2/3 
zB mit je 10ECTS ist untypisch für eine FH! Sollte es aber eine FH gaben 
die das so anbiete würde diese Auflage Mathe3 nahzu holen zB nicht 
greifen! (das wäre aber nicht die Regel!), wie gesagt das habe ich doch 
auch geschrieben!)


"(das
darf aber nicht pauschal passen!dh wenn du an der fh jeweils mathe1-4
hast mit je 10 ECTS und dann noch nummerik mit 5 ECTS dürfte es der ETH
schwerfallen ernsthaft zuverlangen Mathe noch mal neu zubelegen"
-> es wird keine pauschale aussage gemacht! es wird gesagt, dass das die 
regel ist!

Autor: ethler (Gast)
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yannik schrieb:
> 1. was dort steht ist nicht offiziell, interessant ist die PO.

Was genau ist die PO?

Autor: yannik (Gast)
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Die Schweizer halten sich bei der Bezeichnung nicht ganz an die 
Hochscprache.
(wie auch beim ausformulieren des Dokuments)

http://www.rechtssammlung.ethz.ch/pdf/324.1.0350.1...

"Bachelor-Diplome bzw. Diplome einer Fachhochschule in der
[...]
Erbringen zusätzlicher Studienleistungen im Umfang von in der Regel 60 
KP
auszugleichen. Damit wird sichergestellt, dass auch Kandidaten und 
Kandidatinnen mit einer FH-Vorbildung über die erforderlichen fachlichen 
Voraussetzungen für das Master-Studium gemäss Ziffer 2.3 dieses Anhangs 
verfügen. "

(anscheint rechnet die ETHZ intern noch nicht mal mit ECTS sondern mit 
KP)

Autor: ethler (Gast)
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yannik schrieb:
> (anscheint rechnet die ETHZ intern noch nicht mal mit ECTS sondern mit
> KP)

ECTS: European Credit Transfer System
KP: Kreditpunkt (des ECTS)

Autor: yannik (Gast)
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Man spricht dann idR aber trotzdem von 1 ECTS ! Ein KP kann alles sein 
zB viele britische Hochschulen verwenden CP und meinen damit häufig ihr 
veraltes System von Zeitaufwandspunkten das man in ECTS umrechnen muss!
(dh ein KP kann alles sein müste in der PO definiert sein, zB hat man 
früher in der BRD in SWS gerechnet!Ich finde es besser (so machen es 
viele Hochschulen) das sie ihre Punkte in ECTS angeben und diesen 
Indikator dann natürlich ECTS nennen!)

Autor: ethler (Gast)
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Bei dieser Korinthenkackerei über die genaue Bezeichnung halte ich mich 
ganz gerne raus, denn es bringt weder dem Thread Opener etwas noch 
untermauert es irgendwie deine Behauptung, die Abschlüsse von ETH und FH 
seien gleichwertig.

Autor: joggel (Gast)
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Greenhorn schrieb:
> Ich komme aus einer Elektroniker Lehre mit BMS2 - müsste daher für die
> ETH erst einen einjährigen Passerelle Lehrgang besuchen. Dies erschwert
> die Entscheidung zusätzlich. Das eine Jahr zu investieren um dann zu
> merken das die ETH nicht meinen Erwartungen entspricht - oder umgekehrt
> ;-) - wäre zwar nicht verloren aber doch nicht so toll.
>
> Durch Militärdienst und Passerelle wäre ich bei Studienantritt bereits
> 23 was sicher überdurchschnittlich ist. Seht ihr darin ein Problem?

Ich bin auch an der ETH, studiere zwar nicht ET, kenne aber auch ein 
paar Lehrabgänger mit Passerelle und FH-Übertrittler.

Ich kann folgendes berichten:
Zu den mit Passarellen: Es gibt hier 2 Typen, die einen schaffen's auch 
mit Passerelle (locker), die anderen fallen im Basisjahr durch, weil die 
mathematischen Grundlagen fehlen. Wenn du dich aber von der Mathe nicht 
abschrecken lässt, ist es möglich, auch mit der Passerelle-Ausbildung 
das Basisjahr gut zu überstehen.

Zu den FH-Übertrittlern: Die müssen meistens ein halbes bis ganzes Jahr 
"opfern". Möglich ist es aber trotz allem.

Zum Thema Alter: Natürlich gibt es auch solche, die mit knapp 18 Jahren 
das Studium beginnen, doch ein höheres Alter schadet meiner Meinung nach 
nicht.

Autor: Daniel R. (daniel_r)
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joggel schrieb:
> Natürlich gibt es auch solche, die mit knapp 18 Jahren
> das Studium beginnen, doch ein höheres Alter schadet meiner Meinung nach
> nicht.

Dazu gibt es eine Studie, die das anders sieht:
http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/090115...

Auszug aus S. 3:
"Ebenfalls besteht zwischen dem Alter bei Eintritt in die ETH und den 
Leistungen bei der Basisprüfung ein signifikanter Zusammenhang: Je 
jünger die Studierenden bei Eintritt in die ETH sind, desto höher sind 
die Erfolgschancen bei der Basisprüfung."

@TO:
Wenn Du erst ein Jahr für die Passerelle investieren und diese erst 
einmal bestehn musst (ich meine, die Bestehens-Quote liegt bei unter 
25%, was erst mal noch nicht viel heisst, da dort jeder mitschreiben 
darf, der das will, wobei es viele "einfach mal versuchen". Die 
scheitern natürlich gnadenlos), bist Du erst einmal vor der 
Basisprüfung, an der jährlich ~50% wieder nach Hause gehen dürfen.

Überleg Dir genau, ob das Sinn macht.

Die Traumvorstellung, dass man an der ETH viel Praxis sieht und bei 
allen möglichen Projekten mitarbeiten kann, muss ich Dir leider nehmen. 
In den ersten 2 Jahren wirst Du nichts praktisches machen (ausser PPS, 
wobei ich diese nicht als "Praxis" ansehe).

Autor: Mikrofun R. (mikrofun)
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Greenhorn schrieb:
> Durch Militärdienst und Passerelle wäre ich bei Studienantritt bereits
> 23 was sicher überdurchschnittlich ist. Seht ihr darin ein Problem?

Das sehe ich als kein Problem. Im Bereich regenerative Energien gibt es 
einen Mangel an guten Leuten. Bei dem starken Wachstum der Branche ist 
das auch kein Wunder. Es gibt Leute, die noch mit ca. 60 Jahren ihren 
Arbeitgeber wechseln.

Autor: Marx W. (Gast)
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ethler schrieb:
> Was genau ist die PO?

PO=Prüfungsordung des betreffenden Studiengangs bzw der Hochsschule!

Autor: fhler (Gast)
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yannik schrieb:
> Es ist der selbe Abschluss!
> Es ist ein Bachslor-Abschluss im Bereich der Elektrotechnik!
> Die ETH darf nicht verlangen das pauschal 60ECTS nachgeholt werden!
>
> Sie kann verlangen das bestimmte inhalte die nicht oder nur unzureichent
> in einen Bachelor behandelt worden sind erbracht werden müssen! (das
> darf aber nicht pauschal passen!dh wenn du an der fh jeweils mathe1-4
> hast mit je 10 ECTS und dann noch nummerik mit 5 ECTS dürfte es der ETH
> schwerfallen ernsthaft zuverlangen Mathe noch mal neu zubelegen de facto
> dürfte keine FH soviel Mathe haben (selbst TUs hätten das idr nicht(die
> eth selber wohl auch nicht)) )
>
> dh die Abschlüsse sind formal gleich!

http://www.ee.ethz.ch/en/our-range/education/maste...

Autor: jauch (Gast)
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Daniel R. schrieb:
> Auszug aus S. 3:
> "Ebenfalls besteht zwischen dem Alter bei Eintritt in die ETH und den
> Leistungen bei der Basisprüfung ein signifikanter Zusammenhang: Je
> jünger die Studierenden bei Eintritt in die ETH sind, desto höher sind
> die Erfolgschancen bei der Basisprüfung."

Das hat vermutlich drei Gründe:
- Viele Studenten, die älter sind als der Durchschnitt, haben eine nicht 
ganz optimale Vorgeschichte: Matura wiederholt, anderes Studium 
abgebrochen usw. Natürlich sind diese Personen meist nicht 
überdurchschnittlich talentiert.
- Die besonders jungen Studenten hingegen kommen direkt von der Matura 
und haben kein Jahr mit Militär oder arbeiten verloren. Da hat man die 
Mathematik vom Gymnasium noch voll präsent, was einem in den ersten 6-10 
Wochen sehr hilft.
- Einige besonders talentierte Gymnasiasten überspringen sogar eine 
Klasse. Die sind dann bei Studieneintritt natürlich besonders jung und 
bestehen die Basisprüfung mit grösster Wahrscheinlichkeit.

Das hat aber alles nichts mit dem Alter an sich zu tun.

Ein wichtigerer Indikator sind die Maturanoten: Die ETH sagt (genaue 
Quelle weiss ich gerade nicht), dass ab einer 5.0 die Erfolgsquote 
deutlich zu steigen beginnt. Wobei ich eine problemlos erreichte 5.5 in 
Mathematik und Physik als Voraussetzung für ein erträgtliches und 
erfolgreiches ETH-Studium sehe.

Autor: ITET (Gast)
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jauch schrieb:
> Da hat man die
> Mathematik vom Gymnasium noch voll präsent, was einem in den ersten 6-10
> Wochen sehr hilft.

Der Gymnasiums Mathestoff half mir so gut wie nichts. Da wird nicht 
wiederholt. Es ist eher die Tatsache, dass man das Lernen noch gewohnt 
ist. Viele, die nach der Matura erst einmal nach Australien gehen, haben 
das nicht mehr drin, weswegen ihnen das Studium dann schwerer faellt.

Autor: ethler (Gast)
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ITET schrieb:
> Der Gymnasiums Mathestoff half mir so gut wie nichts.

Es geht mehr darum, dass man das Handwerk noch beherrscht. Algebra, 
Ableiten, Integrieren. Nach einem Jahr geht da viel vergessen. Studenten 
mit einer mathematischen Matura haben aber sicher einen Vorteil, da sie 
noch viel mehr mathematisches Denken geübt haben. Ich würde den Einfluss 
der Mathe-Ausbildung am Gymnasium nicht unterschätzen.

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