www.mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik IC Ultrahochvakuum


Autor: Stefan K. (munich)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi Leute,
ich benötige für ein Experiment einen Chip-Halter für einen etwa 1cm auf 
1cm großen Mikrochip, den ich dann kontaktieren möchte. Der Plan ist den 
Chip fest auf den Halter zu verschrauben oder vllt mit Spezialkleber zu 
verkleben und dann mit Drähten auf die einzelnen Pins des Halters zu 
kontaktieren. Nun das Problem bei der ganzen Sache: Es soll im 
Ultrahochvakuum eingesetzt werden, wobei das Plastik normaler 
Chip-Halter problematisch ist, das es ausgast.
Ich habe einmal eine IC-Fassung aus Keramik gesehen, so etwas wäre 
ideal, leider stand kein Hersteller drauf und ich bin im Internet auch 
nach langer Suche nicht fündig geworden.
Hat irgendwer von euch eine Idee, wo ich einen solchen Halter finden 
könnte? Ein Shop für UHV Elektronik oder ähnliches?
Vielen Dank im Voraus!
munich

Autor: Peter (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ist das mit du ausgasen wirklich ein Problem? Ist doch nur 1 Bar 
druckunterschied. Wird dabei der halter beschädigt oder geht es mur um 
das gas was entweicht und dann stört?

Autor: J.-u. G. (juwe)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter schrieb:
> Ist doch nur 1 Bar druckunterschied.

Wie kommst Du auf 1 Bar?

Peter schrieb:
> Wird dabei der halter beschädigt oder geht es mur um
> das gas was entweicht und dann stört?

Aufgrund des Ausgasens ist es schlicht nicht möglich in UHV-Bereiche zu 
gelangen.

Autor: Stefan K. (munich)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Im Ultrahochvakuum sind die meisten normalen Plastiksorten nicht 
verwendbar, weil sie ausgasen. Bei optischen Aufbauten schlägt sich das 
auf den Optikkomponenten nieder und führt so zu Problemen. Natürlich 
verdampft nicht gleich der ganze Halter, aber es kann ausreichen. Ich 
hatte auch mit einem Hersteller von IC-Fassungen geschrieben, der 
meinte, dass kleine Lufteinschlüsse im Plastik den Halter aufplatzen 
lassen könnten.
Bräuchte also idealerweise ein anderes Material. Normalerweise nimmt man 
hier eben Keramik oder Teflon. Wie gesagt hatte ich so einen Halter auch 
schon gesehen, aber leider stand kein Hersteller drauf.
Hat jemand eine Idee?
Danke!

Autor: Peter (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
J.-u. G. schrieb:
> Wie kommst Du auf 1 Bar?
ist der normaldruck nicht 1Bar und das UHV 0Bar?

> Aufgrund des Ausgasens ist es schlicht nicht möglich in UHV-Bereiche zu
> gelangen.
muss doch irgendwann auch mal alle sein

Autor: Stefan K. (munich)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Du bekommst nie ein absolut perfektes Vakuum, es ist immer noch ein 
gewisses Restgas drin.
http://en.wikipedia.org/wiki/Ultra-high_vacuum
Jemand eine Idee zum Chiphalter?
Danke!

Autor: Hans Mayer (hansilein)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
der chip selbst gast nicht aus?

Autor: Stefan K. (munich)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das sieht schon ganz gut aus, allerdings gibt es kein Datenblatt 
dazu...? Wie groß ist so ein Ding denn ungefähr? Die sehen aber nicht so 
aus, als könnte ich sie in einander stecken, oder? Das wäre mir wichtig, 
damit ich die Chips leicht wechseln kann.
Ideal wäre ein IC-Sockel aus Keramik. Hat da noch jemand eine Idee?
Danke!

Autor: Serieller (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Frage ist IMHO zu unspezifisch.

Mit Mikrochip meinst du einen Die oder doch einen IC?
Wieviele Kontakte müssen am Halter vorhanden sein in welcher Anordnung?
Wie willst/kannst du die Verbindung von "Chip" zu den Halterkontakten 
machen? Spezielle Anforderungen an die Kontakte? HF?

Ansonsten... Selberbauen! Teflon? Ceramic IC Package? Al/Al-Oxid 
Platine? Glasplatte? Alles in UHV-taugliche Masse eingießen?

Autor: Stefan K. (munich)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich will in den Halter keinen IC einsetzen, sondern einen 
Halbleiter-Chip darauf klemmen und diesen dann mit Drähten mit den Pins 
der Halterung verbinden (wire bonding). Es geht also NICHT um einen IC 
oder Mikrokontroller, sondern um einen Halbleiterchip ohne Hülle.
Danke!

Autor: ??? (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Keramiksubstrat mit Cu und nur die Pins eine  Standard-Sockels ohne 
Plastik drumherum auflöten. Teflon-Materialmit Cu gibts bei vielen 
Platinenfertigern. Manche machen auch Keramik.

Autor: Stefan K. (munich)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Genau, es geht um einen Die. Größe etwa 1cm auf 1cm, so etwa 8 bis 16 
Kontakte. Selbst bauen kommt natürlich in Frage, muss ich auch machen, 
falls ich nichts anderes finde. Aber einen fertigen Halter zu nehmen und 
den Chip nur draufzuklemmen ist natürlich einfacher und spart viel Zeit 
und da ich so einen Halter eben schon gesehen habe würde ich diese 
Variante gerne wählen.
Danke!

Autor: Info (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Na du lässt dir den die in ein Keramikgehäuse bonden und lässt den 
Deckel weg (Lot fliegt dir aber wahrscheinlich auch durch die Gegend).

Autor: Info (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> IC Ultrahochvakuum
> Es geht also NICHT um einen IC ..
doesn't compute :-)

Autor: Stefan K. (munich)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Info schrieb:
>> IC Ultrahochvakuum
>> Es geht also NICHT um einen IC ..
> doesn't compute :-)

Ja, ich wollte ja eigentlich nur nen Hersteller für Keramik IC-Sockel, 
daher der Name...

Autor: Johannes (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Schau mal hier, meinst Du etwas so etwas?

http://german.alibaba.com/manufacturers/dbc-substr...

Autor: Hans Mayer (hansilein)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich hab keine lust nochmal zu suchen.
Schreib nächstes mal alles wichtige in den 1. Post

Autor: Serieller (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
vielleicht www.ventec.de anfragen

Autor: Olaf (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Ja, ich wollte ja eigentlich nur nen Hersteller für Keramik IC-Sockel,
> daher der Name...

Kannst du nicht bei Polling oder sonstwo einen alten 2708 oder 
aehnliches in Keramik kaufen, den Deckel entfernen und dann den alten 
Inhalt entfernen?
Oder vielleicht nur die vorhandenen Bonddraehte mit einem gut gefuellten 
Kondensator wegbrennen?

Olaf

Autor: Stefan K. (munich)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich suche konkret sowas: 
http://www.alliedelec.com/search/productdetail.asp...
Aber aus diesem Material: 
http://www.alliedelec.com/search/productdetail.asp...

Jemand meinte er hat das mal gesehen und gehört es gäbe das von Tyco 
Electronics. In deren Katalog ist aber nichts zu finden. Auch auf 
Anfrage per Chat konnten sie mir nicht weiterhelfen.

Das dumme ist, dass ich mehrere dieser Halter brauche, daher sind 
Altkomponenten schwierig und selbstbau aufwendig. Natürlich mache ich 
sowas, wenn ich das gesuchte wirklich nicht finde, da ich aber weiß, 
dass es existiert sollte es eigentlich einfacher sein danach zu suchen.

Hat sonst noch jemand mal so ein Ding gesehen oder weiß noch etwas zum 
Thema?
Danke!

Autor: Andreas K. (derandi)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Teflon-Basismaterial und darauf eine Reihe Pins einlöten?

Autor: Reinhard Kern (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

warum wendest du dich nicht an einen Hersteller von Hybrid-Schaltungen 
auf Keramik-Substrat? Eine fertige, serienmässige Fassung wirst du kaum 
finden.

Gruss Reinhard

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
normal-luftdruck der atmosphäre sind 1013 millibar oder so. absolutes 
vakuum wären 0 mbar. folglich stimmt es, daß es sich nur um 1 bar 
druckunterschied handelt...

Autor: nachdenklicher (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Suche mal bei pollin.de unter "nostalgie-eprom".

Das bekommst du mit einem schleifstein oder besser einem simplen 
nass-schleifgerät mit feiner Körnung garantiert heruntergeschliffen.

Joe

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> ist das mit du ausgasen wirklich ein Problem?

Ja, kaum gast was aus, hast du Teilchen di in deinem Vakuum rumfliegen.

Man braucht schon Teflon oder Keramik.

Einen DIL Präzisions-IC-Sockel aus Teflon hab ich auch schon mal gehabt, 
gibt es also, aber als Substrat um darauf einen nackten Chip zu bonden 
ist so was grober Unsinn und vollkommen fehl am Platze.

Daher mach ich mir nun nicht die Mühe einen Link zu finden, Stefan K. 
hat hier schon zu viele Leute zu viel Mühe gemacht wegen mangelhafter 
Fragestellung.

Autor: Karel Marsalek (marsalek)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn das Ausgasen ein Problem sein sollte, würde ich mich bei den ESA 
(European Space Agency) preferred parts umschauen:
https://escies.org/eppl/
Sei aber vorher gewarnt, es gibt nur wenige Bauteile, die drin sind. Die 
meisten ICs sind auf Keramikträgern oder im hermetischen Metallgehäuse.

Karel

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.