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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Frage zu open drain


Autor: Chris (Gast)
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Hallo Zusammen,

ich habe grad das Datenblatt eines HEX Buffers vorliegen und verstehe 
etwas nicht.
Hier heisst es
"The outputs of the SN74LVC07A device are open drain...."

Eine Seite weiter ist die Function Table wie folgt definiert

Input H   --> output H
Input L   --> output L

Ich bin jetzt etwas verwirrt. Wie kann ein open drain Ausgang jemals H 
Zustand annehmen? Alles was er können sollte ist 'L' bzw. hochohmig 
sein.

Oder ist das etwas schlampig formuliert und tatsächlich beinhaltet das 
Ding interne pull up Widerstände?

Hier das Datenblatt:

http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/sn74lvc07a.pdf

Autor: Niemand (Gast)
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Na dann eher schlammpig formuliert.
Hochohmig ist auch nicht korrekt. Allerdings ist eine Darstellung in der 
Tabelle für Eingang="H" sehr schwierig, wenn man nicht "H" oder "Z" 
nehmen kann/soll. Deshalb ist die Beschreibung letztendlich richtig.

Gruß

Autor: Chris (Gast)
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Warum ist "hochohmig" nicht korrekt?

Autor: Peter R. (pnu)
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Korrekt wäre wohl folgende Beschreibung:

Input H : Ausgang hochohmig
Input L : Ausgang niederohmig und L

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Genau. Oder eben:

H -> Z
L -> L

Autor: Chris (Gast)
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ok, danke für die Antworten. Was mir aber immer noch nicht klar ist: 
muss jetzt externe pull ups dranhängen oder ist das intern geregelt?

Autor: A. K. (prx)
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Du kannst den Pullup auch weglassen. Dann ist H allerdings nicht 
unbedingt H, sondern u.U. eben hochohmig. Soll heissen: Kommt drauf an 
was du damit machen willst.

Autor: Chris (Gast)
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Ich möchte darüber Speicher adressieren. Problem ist, dass mein 
Controller mit 5V Logik arbeitet während der Speicher nur 3.3V bekommt 
und auch nicht 5V tolerant ist. Für die Datenleitungen habe ich relativ 
teure Pegelumsetzer aber für die Adressleitungen genügt ja eine 
unidirektionale Pegelanpassung. Dafür wollte ich den Eingangs erwähnten 
SN74LVC07A nehmen, aber ich werde aus dem Datenblatt nicht so recht 
schlau was die Notwendigkeit von externen pull up Widerständen (um 
eindeutige Hi-Pegel zu erhalten) angeht.

Autor: A. K. (prx)
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Chris schrieb:

> Ich möchte darüber Speicher adressieren.

Kann man damit zwar machen, wenn man genug Zeit einplant. Passive 
Pullups sind langsamer als aktive, und solche Pullups sollten daher eher 
niederohmig sein (Strom). Sinnvoll ist es also nicht.

> schlau was die Notwendigkeit von externen pull up Widerständen (um
> eindeutige Hi-Pegel zu erhalten) angeht.

Ohne externem Pullup entsteht kein High-Pegel. Intern ist nichts, wie 
der Begriff "open" bereits signalisiert. Andernfalls wär das Drain nicht 
offen.

Autor: philipp (Gast)
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du brauchst noch pullups nach 3.3 v, je nach auslegung zwischen 2 und 
470kohm
für höhere frequenzen eher klein halten, aber schauen, dass die ausgänge 
nicht überlastet sind und noch ordentliche pegel bringen

Autor: Chris (Gast)
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Danke für die Antworten.

>Ohne externem Pullup entsteht kein High-Pegel. Intern ist nichts, wie
>der Begriff "open" bereits signalisiert.

Ist ja korrekt, mich hatte nur die Function Table im Datenblatt 
irritiert, weil dort suggeriert wird, dass am Ausgang High Pegel 
anliegt, wenn der Eingang High ist. Aber das ist ja mittlerweile 
geklärt.

Was ist ein aktiver pull-up? Sowas wie der obere Transisotor bei einer 
CMOS Ausgangsstufe?

Beitrag #2100763 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: A. K. (prx)
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philipp schrieb:

> du brauchst noch pullups nach 3.3 v, je nach auslegung zwischen 2 und
> 470kohm

Daumenpeilung: 470kOhm bei angenommenen 20pF ergibt ein Tau von 10µs.

Autor: A. K. (prx)
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Chris schrieb:

> Was ist ein aktiver pull-up? Sowas wie der obere Transisotor bei einer
> CMOS Ausgangsstufe?

Ja.

Autor: Chris (Gast)
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ok, danke nochmals

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