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Forum: PC Hard- und Software Neuer DDR3-RAM, natürlich kaputt


Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Hallo,

ich hatte vor kurzem zwei Module DDR3-RAM (2x4GB) für das Notebook 
(Lenovo W500) gekauft. Die Lieferung war innerhalb von 2 Tagen da. Wie 
sollte es auch anders sein, die Module sind kaputt:
http://img576.imageshack.us/img576/3534/8gbddr3fehler1.jpg
http://img23.imageshack.us/img23/1059/8gbddr3fehler2.jpg

Ich habe natürlich sofort reklamiert und hoffe, dass der Händler 
(Komputerbay) nicht morgen insolvent ist.

Es handelt sich um Hynix-Module.

Vmtl. sind die Chips nicht richtig drauf. (BGA-Lötproblem) Der Händler 
kann nichts dafür, aber der Hersteller. Wie kann das sein, dass nur noch 
Schrott produziert wird? Das muss der Hersteller doch im 
Warenausgangstest feststellen?

Nun hatte ich einmal Windows 7 professional gestart, mit den neuen 
Modulen. Das Ergebnis war, dass die kaputten Speicher einfach eine 
Softwareinstallation ausgelöst hatten (u. a. PS/2-Maustreiber, vmtl. 
noch weitere Software), dann war der PC aus.

Wie kann ich vorher sicher sein, dass ich keinen Müll geliefert bekomme?
Ich habe keine Lust auf dieses Ping-Pong: Wieder Schrott, wieder 
zurückschicken, wieder Schrott, wieder zurückschicken, keine 
Rücksendekostenerstattung, Verlust der Ware bei der Post (auch schon 
mehrmals passiert)!

Autor: dave (Gast)
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>Wie kann das sein, dass nur noch
>Schrott produziert wird?

Das ist das Ergebnis von 'billig will ich' und 'Geiz ist geil', denn 
:'you get what you pay for'.

Die Ram-Hersteller sind doch schon seit Jahren unter massivem 
Preisdruck, was ja auch Mehreren zum Verhängnis wurde.

Wenn Kunden wieder bereit sind, angemessene Preise für Produkte zu 
bezahlen, wird irgendwann evtl. auch wieder brauchbares Zeug produziert.
(Ich weiss, das Problem ist etwas vielschichtiger als dagestellt, aber 
in der Essenz läuft es darauf hinaus.)

Autor: Peter II (Gast)
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es kann auch sein das der speiche auf einem anderen rechner ohne Problem 
läuft. Bei SDRam gab es das öffters das sie nicht mit jeden Board 
liefen. Viele Hersteller geben sogar kompatibilitätslisten aus, dort 
steht drin was laufen müsste und was nicht.

Autor: dave (Gast)
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>Bei SDRam gab es das öffters das sie nicht mit jeden Board
>liefen.

Das ist immernoch so, wenn auch lange nicht mehr so schlimm wie früher.
Ich frage mich allerdings wie das angehen kann. Halten die sich nicht an 
die Spezifikationen, oder sind letztere zu ungenau?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Stefan Helmert schrieb:
> ich hatte vor kurzem zwei Module DDR3-RAM (2x4GB) für das Notebook
> (Lenovo W500) gekauft. Die Lieferung war innerhalb von 2 Tagen da. Wie
> sollte es auch anders sein, die Module sind kaputt:

Ist Hynix der Hersteller der Module oder ist Hynix nur der Hersteller 
der auf den Modulen verlöteten Speicherchips?

In ersterem Falle halte ich einen Defekt für unwahrscheinlich, denn 
Hynix ist ein echter Speicherhersteller. Die liefern erfahrungsgemäß 
Qualität und wissen auch, wie man BGAs richtig bestückt.

Im letzteren Falle ist es "Hynix on 3rd", also von einem 
"Third-Party-Assemblierer" zusammengelötet. Bei denen kann oft 
irgendwelcher RAMsch herauskommen, wenn das Platinenlayout nichts taugt, 
wenn das SPD-EEPROM mit Unfug programmiert wird oder wenn minderwertige 
Speicherchips verwendet werden. Wobei die in diesem Fall oft nicht mit 
Herstellerbezeichnungen, sondern irgendwelchen Phantasiebezeichnungen 
beschriftet sind, was dann ein Indiz für noch schlimmeres sein kann.

Wenn es tatsächlich "echte" Speichermodule sind, dann liegt wohl eine 
Inkompatibilität zum Speichercontroller Deines Notebooks vor.

Welcher Chipsatz genau ist in Deinem "W500" verbaut? Unterstützt der 
überhaupt 8 GiB RAM? (Wenn es der PM45 ist, der solls tun).

Autor: klausr (Gast)
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Waren die Module von einem Markenhersteller (z.B. Kingston/Corsair)? 
Hynix dürfte nur der Chip Fabrikant sein. Seit ich mal bei einem Celeron 
300A(@450) (gefühlt) fast ewig nach dem Grund für Abstürze meines 
Rechners gesucht habe, kaufe ich nur noch Markenmodule - wobei der 
Modulhersteller relevant ist und nicht unbedingt die Chips, die drauf 
verbaut wurden.
Die paar Euro Aufpreis (mehr sind es ja nicht mehr)zahle ich dann 
gerne...

-Klaus

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Anbei die Module, Vorder- und Rückseite. Die Chips sind Hynix, auf dem 
PCB steht nichts drauf. Das Board unterstützt 8 GB (GM45). Es lief auch 
ganz am Anfang normal, Windows 7 startete und der Prozess-Explorer zeigt 
den Speicher an. Das Memtest gab anfangs nach ca. 15 min. Fehler. Danach 
wollte Windows nicht mehr richtig funktionieren.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Hast du überhaupt die richtigen Module gekauft? Bei DDR3 ist die Auswahl 
nicht mehr ganz so einfach, da wesentlich mehr Parameter stimmen müssen, 
als noch bei DDR2, besonders hinsichtlich der Speicherorganisation. Du 
kannst entweder in den Kompatibilitätslisten bei Lenovo oder bei 
Kingston recherchieren. Kingston würde ich dir auch schwer als 
Hersteller der Module ans Herz legen, da diese Firma auch in geizigen 
Zeiten noch beständig gute Qualität liefert. Als zuverlässigen Händler 
kann ich Alternate empfehlen.

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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>kaufe ich nur noch Markenmodule
Woran soll ich die erkennen? Kann doch jeder draufdrucken was er will! 
(Plagiat)

Autor: Sebastian (Gast)
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Das sind mit Sicherheit keine Originalmodule, sondern billiges No-Name 
Zeug. Daß die Chips von Hynix sind, heißt nichts. Markenspeicher hat ein 
Etikett, meist in Farbe auf Folie gedruckt, teils (z.B. Kingston) mit 
hologrammähnlichem Effekt oder spezieller Druckfarbe, gerade wegen der 
Plagiate. Wenn der Name des Modulherstellers nicht auf dem Eitkett 
steht, ist es keine Markenware und kann sonstwoher stammen.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Stefan Helmert schrieb:
> Anbei die Module, Vorder- und Rückseite. Die Chips sind Hynix, auf dem
> PCB steht nichts drauf.

Dann sind das keine Module von Hynix, sondern Module von irgendwem, 
mit Hynix-Chips drauf. Also "Hynix on 3rd".

Wenn Dir der Händler diese Module als Module von Hynix verkauft hat, 
dann kann man das wohlwollend als "Irrtum" seinerseits bezeichnen.

Schick die Dinger zurück.

Autor: Tobi (Gast)
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Tach,

> Vmtl. sind die Chips nicht richtig drauf. (BGA-Lötproblem)

Aha

>Das Ergebnis war, dass die kaputten Speicher einfach eine
>Softwareinstallation ausgelöst hatten (u. a. PS/2-Maustreiber, vmtl.
>noch weitere Software), dann war der PC aus.

Bemerkenswert

Warum bringst du das Gerät nicht zum nächsten Lenovo Händler und läßt 
die das RAM bestellen und einbauen. Wenn danach nicht klappt, bringst du 
es wieder dort hin.

Tobi

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Ist zwar "Well Tested", aber der Händler schreibt halt nicht, ob der 
Test positiv ausfiel.
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=...

Autor: klausr (Gast)
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Stefan Helmert schrieb:
>[Markenmodule]
> Woran soll ich die erkennen? Kann doch jeder draufdrucken was er will!
> (Plagiat)

Indem man halt nicht vom 0-8-15 Händler kauft. Kingston Module kommen 
halt schon verpackt in Anti-Statischer Box mit Aufkleber auf der Box und 
Aufkleber/Label auf dem Modul. Um die Box zu öffnen muss man den 
Aufkleber zerstören. 100% sicher ist das natürlich nicht, wie halt alles 
im Leben. Zusammen mit einem, als halbwegs seriös bekannten Händler, hat 
man schon eine hohe Wahrscheinlichkeit, keinen Ramsch angedreht zu 
bekommen. Seriöse Hänlder haben ja auch oft Noname Module im Angebot, 
aber halt auch welche vom Markenherstellern.

Beispiel:
Ein SD-RAM Modul  DDR3 PC10666 / 1333MHz, 2GB kostet bei Reichelt:
No Name:  16,95
Kingston: 19,95

Nun ist zwar Reichelt auch nicht der Premium Lieferant, aber ich konnte 
dort bisher alles ohne Probleme umtauschen (sogar schon benutze 
Tintenpatronen, die bei meinem Drucker nicht wollten!).

-Klaus

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Im Rücksendeformular steht ja, dass die die Rücksendekosten nicht 
erstatten. Dürfen die das Ausschließen? Ist ja kein deutscher Händler?

Autor: Troll (Gast)
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Irgendwas stimmt hier nicht. Laut deinem Text hast du DDR3 Speicher 
gekauft. Die Daten im ersten Screen zeigen aber deutlich einen DDR2 
Speicher. Auch die Taktraten stimmen zu DDR2 und nicht zu DDR3.

Autor: Otto (Gast)
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Glaube nicht, daß man einen DDR2 Speicher in einen DDR3 Slot einbauen 
kann.
Bei nicht Notebook Speicher braucht man da schon einen schweren Hammer 
um die Einkerbungen zu umgehen. Bei Notebook Speicher sollte es ähnlich 
sein. Wird wohl nur ein Softwarefehler des Test Tools sein.

Otto

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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>Wird wohl nur ein Softwarefehler des Test Tools sein.
Ja ist es.

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