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Forum: HF, Funk und Felder 750W Senderöhre RS1064C - braucht man sowas?


Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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Ich habe nur über das Ding rausgefunden, daß es eine 
750W-UHF-Sendetetrode mit aktiver Luftkühlung ist.

Ist das Ding nur was für die Vitrine oder kann ein Funkamateur noch was 
damit anfangen? Vielleicht für 2m oder 70cm? Was ist so eine Röhre wert?

Autor: Hanna P. (hanna_p)
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Früher eine richtig gute Geldanlage, heut' unter
100 EUR wert, vielleicht noch als Ersatzteilspender
für eine 70 cm - PA

War eine millitärische Röhre (für Radar-Abstandsmesser?)
also ein Spezialisten-Teil.

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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Unter Umständen kann ich einen ganzen Haufen davon kriegen, lohnt es 
sich die Dinger zu nehmen und zu verkaufen?

Autor: Pertinax (Gast)
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Ebay-Artikel Nr. 310239897855

Autor: Alex W. (a20q90)
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Funkamateure würden sich sicherlich freuen, so eine zu bekommen!

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Pertinax schrieb:
> 
Ebay-Artikel Nr. 310239897855

Der Preis ist heiß. ;-)  Ob der davon auch nur eine verkaufen wird?

Alex W. schrieb:
> Funkamateure würden sich sicherlich freuen, so eine zu bekommen!

Naja.  Es wird nicht so viele geben, die ambitioniert genug sind,
sich sowas als Komplettbau anzutun.  Wer nur funken will, kauft sich
eine fertige Endstufe.  Wer selbst bauen will, wird das nur dann
machen, wenn man den Krempel billig genug bekommt, denn man steckt
sowieso danach noch endlos Freizeit rein.  Also für 10 oder 20 Euro
kann man die vielleicht loswerden, für 100 Euro wird woanders schon
jemand eine komplette Endstufenbaugruppe mit Röhre nicht mehr los.
So viel zu den USD 1600 ...

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Pertinax schrieb:
>>
> 
Ebay-Artikel Nr. 310239897855
>
> Der Preis ist heiß. ;-)  Ob der davon auch nur eine verkaufen wird?

Definitv nicht zu diesem Preis. Dafür gibt es genügend günstigere 
Angebote, und das wissen nicht nur die Amis.

>
> Alex W. schrieb:
>> Funkamateure würden sich sicherlich freuen, so eine zu bekommen!
>
> Naja.  Es wird nicht so viele geben, die ambitioniert genug sind,
> sich sowas als Komplettbau anzutun.  Wer nur funken will, kauft sich
> eine fertige Endstufe.  Wer selbst bauen will, wird das nur dann
> machen, wenn man den Krempel billig genug bekommt, denn man steckt
> sowieso danach noch endlos Freizeit rein.  Also für 10 oder 20 Euro
> kann man die vielleicht loswerden, für 100 Euro wird woanders schon
> jemand eine komplette Endstufenbaugruppe mit Röhre nicht mehr los.

Yepp. Funkamateure haben zudem eine bemerkenswert ausgeprägte Tendenz 
Dinge günstig anzukaufen. Beim Verkauf ist deren Tendenz so das geanu 
dies Teil sehr wertvoll sei und sie es deswegen nur teuer verkaufen 
können mögen wollen ;,)

> So viel zu den USD 1600 ...

genau.

Autor: Hanna_p (Gast)
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Es lohnt sich nicht, zumal die 750 Watt Impulsleistung
sein dürften, Dauerstrich aber eher weniger.
Ausserdem ist die Röhre pressluftgekühlt,
wer will denn schon son Krachmacher im Shack.

Für 2500 EUR erhält man eine fertige Endstufe,
da sind die 1000 Dollar Wucher ;-)

hanna.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Hanna_p schrieb:
> Ausserdem ist die Röhre pressluftgekühlt

Bei der Suche nach dem Röhrentyp findet man im Netz einen Beitrag,
in dem DJ9YW eine Kühlvorrichtung für derartige Röhren in der CQ-DL
mal vorgestellt hat.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Die elektrischen Stühle sind bei den Funkamateuren etwas aus der Mode 
gekommen.
Mit heutigen modernen Transistoren aufgebaute Endstufen sind in der 
Regel linearer und unemfindlicher gegen Fehlanpassungen als Röhren.

Sie haben auch den Vorteil, das man sie bei Frequenzwechsel nicht mehr 
nachstimmen muß. Das ist gerade im Kontestbetrieb sicher von Vorteil.

Auch braucht ein Funkamateuer weniger Sorgen zu haben, plötzlich ablebig 
zu werden, weil er ausversehen an die 2500V Anodenspannung gekommen ist.

Auser der Röhre selbst ist ja noch eine erhebliche Investition an 
weitere Spezialteile von Nöten um eine Endstufe zu bauen. Z.B. 
Hochspannungstrafo nebst Gleichrichter  und Ladeelkos. Die ganzen 
hochspannungsfesten Abstimm und Koppelkondensatoren nicht zu vergessen. 
Und der Gehäuseaufwand nebst Lüftung.

Das ist bei Transistoren schon sehr viel weniger aufwendig und auch 
ungefährlicher. Zumindest fällt man nicht gleich tod vom Hocker.

Eine Röhrenendstufe zu bauen wollte ich mir heute nicht mehr antun.
Aber es mögen noch genügend Nostalgiker unter den Funkamateuren geben, 
die immer noch auf Röhren schwören. Aber auch diese Funkamateure können 
meist rechnen.

Ralph Berres

Autor: hf freund (Gast)
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naja so  einfach und  vor  allem billiger  als Röhre ist  es  leider 
nicht  die  legal zulässigen 750 W  auf 70cm  oder  auch 2 m  zu 
erzeugen
erst  recht  nicht   die  erfoderlichen 750 W  für  Contestbetrieb ...

selbst im KW  bereich  sind die  Transistor Enstufen  noch  eher  selten

und  zur Robustheit, gegenüber Fehlanpassungen, kurzen Überlastungen 
u.ä.  sind  viele  Röhren  deutlich  toleranter  als Transistoren

Autor: Ralph Berres (rberres)
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hf freund schrieb:
> naja so  einfach und  vor  allem billiger  als Röhre ist  es  leider
> nicht  die  legal zulässigen 750 W  auf 70cm  oder  auch 2 m  zu
> erzeugen
> erst  recht  nicht   die  erfoderlichen 750 W  für  Contestbetrieb ...
>
> selbst im KW  bereich  sind die  Transistor Enstufen  noch  eher  selten
>
> und  zur Robustheit, gegenüber Fehlanpassungen, kurzen Überlastungen
> u.ä.  sind  viele  Röhren  deutlich  toleranter  als Transistoren

Hast du mal gesehen wie schön es in einer Röhre ( und an den 
Kondensatoren knallt, wenn die Antenne fehlt? Meist ist die Röhre dann 
hinterher Schrott.

Moderne Transistoren sind oft bis zu einer Fehlanpassung von 10:1 
spezifiziert.

Ralph Berres

Autor: edadad@lkflk (Gast)
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Ralph Berres schrieb:
> Mit heutigen modernen Transistoren aufgebaute Endstufen sind in der
> Regel linearer und unemfindlicher gegen Fehlanpassungen als Röhren.

Die Röhre ist bei Fehlanpassungen jedem Transistor überlegen. Die kriegt
"rote Backen" der Transistor ist hin. Gleiches gilt für elektrostatische
Entladungen. Deswegen werden auch heute noch Industriegeneratoren gerne
mit Röhren gebaut.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Ich sage nur: HP214B Röhrenendstufe.

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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Wow, welche Resonanz so eine Frage nach sich ziehen kann... **g**

Naja die Dinger im großen Stil verkaufen wollte ich jetzt auch nicht, 
zumal im Moment noch nicht mal sicher ist, daß ich welche kriege. Ich 
fand sie nur zu schade zum Wegschmeißen und hätte welche gerettet wenn 
es sich für mich in geringen Rahmen lohnen würde. 1600 Dollar sind 
natürlich ein Wunschtraum dafür, aber wenn die noch 100-250 Euro das 
Stück wert gewesen wären hätte ich mich da hintergeklemmt und sie ggf. 
zur Hälfte dessen verkauft.

Ich hab gelesen daß manche Leute damit 750W PAs bauen. Die 
Impulsleistung dürfte also höher liegen, Datenblätter hab ich aber keine 
gefunden.
  Und ob nun Röhre oder Transistor als PA ist sicherlich 
Geschmackssache. Audio-Freaks schwören auch nach wie vor auf ihre Röhren 
weil die angeblich irgendwelche für mich nicht nachvollziehbaren 
Vorteile beim Klang hätten. Transistoren sind dafür verschleißfrei und 
kommen ohne Heizung aus... bei krasser Fehlanpassung bzw. fehlender 
Antenne macht bei 750W wohl jede PA ohne Schutzschaltung QRTango...

Man könnte die ja auch für andere Dinge wie Induktionsöfen oder sowas 
einsetzen. Zwei Stück davon im Gegentaktoszillator macht bestimmt Spaß.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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edadad@lkflk schrieb:
> Die Röhre ist bei Fehlanpassungen jedem Transistor überlegen. Die kriegt
>
> "rote Backen" der Transistor ist hin. Gleiches gilt für elektrostatische
>
> Entladungen. Deswegen werden auch heute noch Industriegeneratoren gerne
>
> mit Röhren gebaut.

Es kommt immer darauf an wie der Ausgangskreis dimensioniert ist.

Bei Röhren hat man zwangsläufig einen Ausgangskreis mit hoher Güte, 
welches im Leerlauf Spannungen erzeugen die die Röhre ganz sicher durch 
einen internen Funkensprühregen ablebig werden läßt. Rote Backen kommen 
eher dadurch, das Funkamateure vor 20 Jahren glaubten die Röhre 
vergewaltigen zu müssen. Sprich aus einer QQE06-40 mit aller Gewalt 200 
Watt rausquetschen zu müssen.

So manche Hersteller neigen dazu bei Transistorendstufen ebenfalls einen 
LC Kreis mit zu hoher Güte einzusetzen.

Wenn man aber die Güte im Ausgangskreis klein hält ( Q von 1,2 z.B. ), 
dann ist die Spannungsüberhöhung im Leerlauf auch nur noch sehr gering.
Für die Spannungsverdopplung am Ausgang durch eine voll zurücklaufende 
Welle sind moderne Transistoren ausgelegt. Auch für den mehr als 
doppelten Strom bei Kurzschluß. Sonst würde jede Handfunke direkt 
sterben, wenn man vergisst die Antenne aufzustecken.

Vorrausgesetzt ist natürlich , das man nicht das letzte Quäntchen an 
Leistung aus dem Transistor rausquetscht, nur um ein paar Prozent an 
Leistung mehr zu erhalten, als im Datenblatt des Transistorherstellers 
angegeben ist. Praktisch alle kommerziellen Endstufen, ob KW oder UKW 
oder UHF arbeiten heute mit Transistoren. Selbst 500KW 
Mittelwellenendstufen baut man heute nicht mehr mit Röhren.

Ralph Berres

Autor: Bastelboy (Gast)
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Ralph Berres schrieb:
> Wenn man aber die Güte im Ausgangskreis klein hält ( Q von 1,2 z.B. )

Ich würde gerne wissen, wie kann ich die Güte im Ausgangskreis klein 
halten?

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Bastelboy schrieb:
> Ich würde gerne wissen, wie kann ich die Güte im Ausgangskreis klein
>
> halten?

In dem man bei der Dimensionierung des Ausgangskreises das L/C 
Verhältnis so klein wie möglich hält, womit die Bandbreite allerdings 
zunimmt.
Also kleine Induktivitäten große Kapazitäten.

Ralph Berres

Autor: Harald Wilhelms (Gast)
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Ralph Berres schrieb:

> Auser der Röhre selbst ist ja noch eine erhebliche Investition an
> weitere Spezialteile von Nöten um eine Endstufe zu bauen. Z.B.
> Hochspannungstrafo nebst Gleichrichter  und Ladeelkos.

Das kauft man sich heutzutage in Form einer Mikrowelle für 50 EUR.
:-)
Gruss
Harald

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Harald Wilhelms schrieb:
> Ralph Berres schrieb:
>
>> Auser der Röhre selbst ist ja noch eine erhebliche Investition an
>> weitere Spezialteile von Nöten um eine Endstufe zu bauen. Z.B.
>> Hochspannungstrafo nebst Gleichrichter  und Ladeelkos.
>
> Das kauft man sich heutzutage in Form einer Mikrowelle für 50 EUR.


Wem auch das noch zu teuer ist, der läuft einfach beim nächsten 
Sperrmülltag durchs Wohngebiet und sammelt dort 2-5 "Teileräger für 
Bastelzwecke" ein.

0,00 Euro, und die sportliche Kraftanstrengung ist auch gegeben.

 :-)

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