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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Siemens Gehalt (ERA Firmen)


Autor: Inder (Gast)
Datum:

Hi,

ich habe eine Frage über ERA-Tarrifgebunden Firmen wie Siemens. Ich habe
einen Angebot bekommen mit Gruppe 9 (Bayern).

Wenn ich das richtig gelesen habe, ERA 9 heisst €3340.

-Wie rechne ich mein Einstiegsgehalt ? Ist das einfach nur 13 x ERA9  ?

- Und nach 6 Monte Betriebsgehörigkeit komme ich auf 13.25 x ERA9 ?

- Wann kommt die Leistungzulage in Frage und wieviel ?


Danke
Beitrag #2449478 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: 45455 (Gast)
Datum:

@ Inder

Du steigst mit ERA 9a ein, das sind die 3340 € pro Monat Grundgehalt
(GG). Glückwunsch schonmal dazu, ein IGM-Gehalt ist nämlich topp!

Je nach Firma, Abteilung und Chef, erhälst du nach 6 Monaten eine
Leistungszulage (LZ), z. B. 5 %. Die Höhe dieser LZ steigert sich nach
mehreren Jahre Betriebszugehörigkeit (BZ) auf ca. 14 % vom GG.

Die 13,25 Gehälter erhälst du nicht von Beginn an. Auch die Anzahl der
Gehälter steigern sich mit zunehmender BZ. Nach ein paar Jahren
erreichst du dann die 13,25 Gehälter.


Nach 18 Monaten kommst du von EG 9a in 9b.
Autor: Elektroniker (Gast)
Datum:

@ Zuckerle , leg dir mal ein wenig richtiges Deutsch zu, nicht daß man
dich auch noch für einen Fremdländer hält.
Bitte !
Oder verlernt man das im Ausland auf IBS?
Autor: Inder (Gast)
Datum:

Mein Qualifikation:
- Master (MSc) Energietechnik
- 2 Jahre Berufserfahrung (Während Studium)

Ok so hab verstanden. Leistungszulage ich Chef abhängig. Und
weihnachstgeld ist Dauert je nach Berufserfahrung.

So das heisst 13x ERA9a = 13 x 3340 = €43420

Dauert es wirklich 18 Monate bis ich auf ERA 9b komme ??? ich hab
gedacht geht ja schneller ?
Beitrag #2449998 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Michael H. (mueckerich)
Datum:

Inder schrieb:
> ERA 9 heisst €3340

Laut der IGM Entgelttabelle ist ab 1.4.2011 die EG9 in der Gruppe A mit
3340,00€ und die Gruppe B mit 3504,00€ im Monat bei 35h angegeben.
Normalerweise ist Gruppe A die Einstiegsgruppe, nach 18 Monaten wirst Du
dann automatisch in Gruppe B umgruppiert.
Zum Entgelt wird dann die jeweils gültige Leistungszulage hinzu
gerechnet. Bei einer Leistungsbeurteilung von 100 Punkten (maximum)
ergibt sich daraus eine Zulage von 28%. Entsprechend bei 50 Punkten eine
Zulage von 14%.
Es gibt keine Richtlinie wie hoch die Leistungszulage bei Einstellung
sein muss oder darf. Hier ist das Verhandlungsgeschick eines jeden
Einzelnen gefragt. Laut $7 des ERA-Tarifvertrag (ERA-TV) hat eine
Leistungsbeurteilung jedoch spätestens zum Ablauf des 3. Monats nach der
Einstellung zu erfolgen. Allerdings kann diese Frist in den
Entgeltgruppen 6 bis 12 durch eine Betriebsvereinbarung bis zum Ablauf
des 6. Monats verlängert werden. Hier empfiehlt es sich, dass du dich
nach einer evtl bestehenden BV erkundigst.
Weiterhin ist festgelegt, dass eine Leistungsbeurteilung einmal im
Kalendermonat zu erfolgen hat. Dabei liegt der Zeitpunkt im Ermessen des
Arbeitgebers, es ist also kein Datum festgelegt zu der die LB zu
erfolgen hat.

45455 schrieb:
>Je nach Firma, Abteilung und Chef, erhälst du nach 6 Monaten eine
>Leistungszulage (LZ), z. B. 5 %. Die Höhe dieser LZ steigert sich nach
>mehreren Jahre Betriebszugehörigkeit (BZ) auf ca. 14 % vom GG.

Es stimmt nicht dass die Leistungszulage automatisch steigt, dass ist
Quatsch. Es ist im ERA-Tarifvertrag (ERA-TV) so nicht vorgesehen und hat
rein gar nichts mit der Betriebszugehörigkeit zu tun. Vieleicht gibt es
Firmen die das so machen, einen Anspruch darauf gibt es aber nicht.
Autor: sick (Gast)
Datum:

hahah Siemens... wenn du nicht total bescheuert bist, lehnst du das
Angebot natürlich ab!!!!! Ansonsten viel Spaß bei einem Haufen voller
planloser Chaoten!!
Autor: niedrige Tarifgruppe (Gast)
Datum:

45455 schrieb:
> Du steigst mit ERA 9a ein, das sind die 3340 € pro Monat Grundgehalt
> (GG). Glückwunsch schonmal dazu, ein IGM-Gehalt ist nämlich topp!

Was ist daran topp?

Sind gerade mal so 42k im ersten Jahr und ~50k nach 2 Jahren. Da zahlen
andere nach IGM Tarif aber deutlich mehr.

Tarif ist nicht unbedingt gleich topp, man muss auch kucken in welcher
Gruppe man landet.

Ich würde mir die 11 oder wenigstens 10 schon zusichern lassen (1 nach
oben alle 2 Jahre), ansonsten sieht es später schlecht aus.

Ist aber nicht unbedingt leicht, Siemens gilt ja als heilige Kuh, auch
wenn das Einstiegsgehalt dort (für ein Tarifunternehmen!) niedrig ist.
Autor: WT (Gast)
Datum:

niedrige Tarifgruppe schrieb:
> Ich würde mir die 11 oder wenigstens 10 schon zusichern lassen (1 nach
> oben alle 2 Jahre), ansonsten sieht es später schlecht aus.

Warum nicht gleich AT einsteigen, alles andere ist ja sowieso zu wenig.
;-)
Man, man, man...
Beitrag #2450081 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: jenny (Gast)
Datum:

Es ist schwer einen Gehalt bzw. ein Einkommen von einer bestimmten Firma
herauszufinden. Viele Angestellten dürfen sich "vertraglich festgelegt"
nicht über deren Einkommen mit anderen austauschen. Viele die ich kenne
und das ist die Realität wissen auch nicht was die Kollegen verdienen.
Aus diesem Grund finde ich die Idee von www.gehalt.de ganz gut. Man kann
dort diverse Berufe durch die Datenbank jagen und erfährt somit was
andere in der gleichen Branche im gleichen Beruf verdienen.

Dabei wird nach dem Alter, Gehalt, Berufsbezeichnung / Branche,
Gehaltshöhe und der Stundenanzahl sortiert.


Hoffe ich konnte helfen!
Autor: niedrige Tarifgruppe (Gast)
Datum:

WT schrieb:
> niedrige Tarifgruppe schrieb:
>> Ich würde mir die 11 oder wenigstens 10 schon zusichern lassen (1 nach
>> oben alle 2 Jahre), ansonsten sieht es später schlecht aus.
>
> Warum nicht gleich AT einsteigen, alles andere ist ja sowieso zu wenig.
> ;-)
> Man, man, man...

wer sprach von einsteigen?

Es geht um die Zielvereinbarung für die Stelle nach JAHREN.

Ohne Stellenwechsel wirds sonst nämlich schwer, auch wenn man richtig
gut ist.

Mal davon abgesehen das die 9 schon eine niedrige Gruppe ist für Bayern,
aber das scheint bei Siemens normal.

In NRW siehts bei Siemens noch schlimmer aus, da gibts nur 11 (3081€ und
kein B und weniger Leistungszulage). Auf Nachfrage war aber 12 nach 2
Jahren möglich.
Ist aber immer noch nicht viel, andere bieten auch 13 zum Einstieg an,
entspricht dann etwa 10 in Bayern.

Warum sich also breitschlagen lassen?
Beitrag #2450560 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Wilhelm Ferkes (ferkes-willem)
Datum:

Zuckerle schrieb im Beitrag #2450560:

> Der Erfolg diser planlosen Chaoten kann sich aber sehen lassen.

Sie hatten mal gute TK-Anlagen. Da hätten sie noch etwas dran arbeiten
müssen. Telenorma & Co. war da viel besser, die Anlagen bei uns
Monteuren und beim Kunden beliebter, auch wenn es die heute so nicht
mehr gibt. Liegt aber eher an Unternehmensgröße und Überlebenskampf, als
an Qualität.
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum:

jenny schrieb:
> Es ist schwer einen Gehalt bzw. ein Einkommen von einer bestimmten Firma
> herauszufinden. Viele Angestellten dürfen sich "vertraglich festgelegt"
> nicht über deren Einkommen mit anderen austauschen.

Eine solche Klausel im Arbeitsvertrag ist unwirksam!
Dies hat das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern 2009
entschieden.

Quelle:
http://www.landesrecht-mv.de/jportal/portal/page/b...
Beitrag #2450780 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: 45455 (Gast)
Datum:

Mark Brandis schrieb:
> Eine solche Klausel im Arbeitsvertrag ist unwirksam!

Das stimmt. Doch leider ist das Thema Gehalt in Deutschland noch immer
ein absolutes Tabu, was sich auch negativ auf die Bezahlung von
Arbeitnehmern insgesamt auswirkt.

Bei den jüngeren Leuten scheint sich da was zu tun, es wird wohl besser.
Das hat bestimmt was mit der neuen Entblößungskultur (Facebook, etc.) zu
tun. Im Bereich Gehalt ist jedenfalls mehr Transparenz dringend nötig.

@ niedrige Tarifgruppe

Ein Gehalt nach IGM-Tarif ist immer topp! Das gilt selbst dann, wenn der
Arbeitgeber den Tarif maximal zu Ungunsten des Arbeitnehmers auslegt.

Bei EG 9a kommt ja nach 6 Monaten schon die LZ dazu, die aus dem Stand
locker 5 % erreichen kann.

In jedem Fall ist der IGM-Tarif selbst bei "konservativer" Auslegung so
ziemlich das Beste, was man kriegen kann, selbst international
betrachtet.

Man muss das Gesamtpaket betrachten, also 30 T. Urlaub, Gleitzeit,
diverse Sozialleistungen (Betriebsrente, Altersteilzeit, etc.) und vor
allem die 35-h-Woche.
Autor: niedrige Tarifgruppe (Gast)
Datum:

Wie aus dem Nachbarthread hervorgeht ist die Stelle eigentlich mit Era
10 bewertet, soll aber nun mit jemandem besetzt werden der mit 9
zufrieden ist und zwar dauerhaft!

Normalzustand ist durchaus das man mit 9 einsteigt, aber wenigstens eine
Zielvereinbarung auf 10 oder 11 hat die nach mehreren Jahren erreicht
ist.

Da hat man eine Perspektive!
So muss man sich warscheinlich nach 2-3 jahren neu umschauen, weil einem
mit der 9er Position dann schon eine 10er Stelle als non-plus-Ultra
verkauft wird.

Es mag kein schlechtes Gehalt sein (~42k im ersten, ~53k nach 3 Jahren),
gerade auf die 35h bezogen.

Die Welt ist es aber auch nicht und definitiv am unteren Limit der
Tariftabelle für Ing. und ohne feste(!) Aussicht auf wenigstens 10 für
eine Firma wie Siemens doch recht erbärmlich.

Die Konkurenz(auch Tarif) zahlt im Schnitt 20% mehr.


Wenn man natürlich kein besseres Angebot hat nimmt man es an. Wechseln
kann man immer noch.
Autor: Fabian (Gast)
Datum:

45455 schrieb:
> In jedem Fall ist der IGM-Tarif selbst bei "konservativer" Auslegung so
> ziemlich das Beste, was man kriegen kann, selbst international
> betrachtet.


EU weit ja - international ist das absoluter Unsinn. In den USA
beispielsweise ist das Startgehalt fuer Ings bei 110k$, wovon man etwa
75k$ netto hat. Das Leben in den USA ist etwa genauso teuer wie in
Deutschland.

Zweites Beispiel Schweiz: auch hier Einstieg bei etwa 100k CHF macht
5000 EURO netto, bei etwa 30% mehr Lebenshaltungskosten...

Aus meiner Sicht ist der IGM gerade fuer Ings, ehr ein Nachteil...
Autor: Dirk (Gast)
Datum:

Fabian schrieb:
> EU weit ja - international ist das absoluter Unsinn. In den USA
> beispielsweise ist das Startgehalt fuer Ings bei 110k$, wovon man etwa
> 75k$ netto hat. Das Leben in den USA ist etwa genauso teuer wie in
> Deutschland.

Ist das dein Ernst? In San Fransisco kosten normale Wohnungen z.B.
2000-3000$!Weiß ich von einem Expat.

In den USA gibt es keine Rente, d.h. du mußt Dir dort auch was ansparen.

Außerdem halte ich die 110k$ für völlig überzogen, kannst Du dazu einen
Link angeben?
Autor: Dipl.-Gott (Gast)
Datum:

Fabian schrieb:

> international ist das absoluter Unsinn. In den USA
> beispielsweise ist das Startgehalt fuer Ings bei 110k$, wovon man etwa
> 75k$ netto hat. Das Leben in den USA ist etwa genauso teuer wie in
> Deutschland.
>
> Zweites Beispiel Schweiz: auch hier Einstieg bei etwa 100k CHF macht
> 5000 EURO netto, bei etwa 30% mehr Lebenshaltungskosten...
>
> Aus meiner Sicht ist der IGM gerade fuer Ings, ehr ein Nachteil...


Das ist natürlich vollkommener Unsinn.



Ich bin mit 66,000$ eingestiegen (plus fünfstelliger sign-on bonus) und
Ende des 1. Jahres auf reichlich 72,000$ geklettert, da meine hohe
Qualifikation (Univ.-Dipl.-Ing.) und die perfekt passende
Vertiefungsrichtung (Energietechnik) mit einiger Verzögerung einbezogen
wurde. Mit dem Gehalt liege ich hier statistisch schon ein Stück über
dem Mittelwert und über dem Zentralwert. Meine Abzüge belaufen sich auf
21%. Gesundheitsversicherung trägt zu 100% der Betrieb.

Mit 110,000$ steigst Du nirgends ein; selbst die utility companies
(power engineering) zahlen keine 110k zum Einstieg. Typischer Einstieg
im Nordosten der USA in einem soliden mittelständischen Unternehmen sind
60,000$, so daß Netto 48k-50k herauskommen. 120,000-140,000$ gibt es für
gute Leistungen und 15-20J BE.



Ahoi
Autor: Fabian (Gast)
Datum:

Dipl.-Gott schrieb:
> Ich bin mit 66,000$ eingestiegen


Dann muss ich die leider sagen, dass du offenbar sehr, sehr, sehr
schlecht verhandelt hast.
Ich sitz grad an der UCLA und habe als POSTDOC $72k. Ein Scientist (also
WiMi in D) hat hier $105k Einstiegsgehalt. Unsere Bachelors verlassen
die Uni im Schnitt mit $90k, Masterabgänger erhalten $110k. Meine
Freundin arbeitet hier in einem Krankenhaus als Laborassistentin und hat
$85k.

Siehe auch:

http://www.jobsearchintelligence.com/ucla/salary-c...
Autor: Dirk (Gast)
Datum:

Fabian schrieb:
> Dann muss ich die leider sagen, dass du offenbar sehr, sehr, sehr
> schlecht verhandelt hast.
> Ich sitz grad an der UCLA und habe als POSTDOC $72k. Ein Scientist (also
> WiMi in D) hat hier $105k Einstiegsgehalt. Unsere Bachelors verlassen
> die Uni im Schnitt mit $90k, Masterabgänger erhalten $110k. Meine
> Freundin arbeitet hier in einem Krankenhaus als Laborassistentin und hat
> $85k.
>
> Siehe auch:
>
> http://www.jobsearchintelligence.com/ucla/salary-c...

Ein Akademiker sollte in der Lage sein, Informationen auf ihren
Wahrheitsgehalt abzuprüfen. Wenn eine Uni Gehälter veröffentlicht,
sollte man immer vorsichtig sein. Damit sich Studenten einschreiben,
gehören hohe Gehaltsangaben bestimmt zum Marketing.. ;-)
Autor: Dirk (Gast)
Datum:

Autor: Fabian (Gast)
Datum:

Du kannst auch gerne die Gehaltstabellen der UCLA einsehen. Goverment
salaries sind hier auf der Hompage öffentlich einsehbar, hab jetzt aber
keine Lust zu suchen.

Und wie gesagt, ich hab hier $72k als Postdoc im öffentl. Dienst. Keine
Ahnung, warum die dich mit $66k Einstieg abgespeisst haben.....

Was ich dazu sagen muss: Klifornien ist natürlich teuerer....
Autor: Fabian (Gast)
Datum:

Noch ein kleiner Zusatz:

Eine PHD Student (Doktorand), der nebenbei ein bissel Lehre macht hat
hier $45k.
Autor: Dirk (Gast)
Datum:

Fabian schrieb:
> Und wie gesagt, ich hab hier $72k als Postdoc im öffentl. Dienst. Keine
> Ahnung, warum die dich mit $66k Einstieg abgespeisst haben.....

In den USA werden die Postdocs aber deutlich besser bezahlt als in D.
Man kann das Verhältnis öffentlicher Dienst zu Privatwirtschaft nicht
von D auf die USA übertragen.
Außerdem: Warum sollen jetzt gerade hohe Gehälter in den USA gezahlt
werden? Bei der hohen Arbeitslosigkeit?
Autor: Fabian (Gast)
Datum:

Dirk schrieb:
> In den USA werden die Postdocs aber deutlich besser bezahlt als in D.
> Man kann das Verhältnis öffentlicher Dienst zu Privatwirtschaft nicht
> von D auf die USA übertragen.
> Außerdem: Warum sollen jetzt gerade hohe Gehälter in den USA gezahlt
> werden? Bei der hohen Arbeitslosigkeit?

Was soll ich dazu sagen ? Ich bin seit einem Jahr hier und ausser den
Postdocs und Studenten kenne ich keinen Ing. hier, der nicht 6 Stellig
verdient.
Und ich kann dir auch sagen, dass unsere Industiekontakte, genau wie in
D mehr verdienen als wir. Auch wenn der Abstand nicht so gross ist wie
in D.

Die Glassdoor Webseite erschreckt mich ehrlich gesagt. Ich hab beine
Ahnung, wie es an der Ostküste aussieht, aber für Kalifornien ist das
ein Witz. Niemand hier verdient so wenig.
Beitrag #2452422 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: bla (Gast)
Datum:

>> Eine PHD Student (Doktorand), der nebenbei ein bissel Lehre macht hat
>> hier $45k.

In D sinds 38k bei ner vollen Stelle im ersten Jahr und danach 42 bzw
45k. Euro wohlbemerkt und nicht Dollar.

Weiß nicht was daran so toll sein soll.

75k$ sind nüchtern betrachtet auch nicht so viel. Klar, Abzüge sind
niedriger, dafür aber auch die Vorteile des Sozialsystems dahin.

Was ist z.b. mit Frau und Kinder mitversichern?
Arbeitslosenversicherung? Rente?

Die hohen Zahlen locken, genau wie bei den Schweizern, aber wer drauf
steht sollte vielleicht eher nach Japan, da sind sie noch größer...
Autor: Fabian (Gast)
Datum:

bla schrieb:
> Was ist z.b. mit Frau und Kinder mitversichern?
> Arbeitslosenversicherung? Rente?

Das ist ein Zweischneidiges Schwert und hängt sehr stark vom Arbeitgeber
ab.

Mein AG zahlt Krankenversicherung (nach deutschem Standart eine
privatversicherung), Kinder und nicht arbeitende Frau wären mit
abgedeckt. Von der Rentenversicherung bin ich befreit, weil deutscher
Postdoc, ist aber wie in dt. 50/50. Arbeistlosenversicherung hab ich
hier noch nie was von gehoert. Allerdings gibts all die coolen dt.
Benefits als kostenlose Versicherungsleistung: Lohnforzahlung im
Krankheitsfall, Berufsunfähigkeit

Ein echter Nachteil sind die 15 Tage Urlaub ;(, wer mehr will, wird
dafür nicht bezahlt...

Insgesammt sind die Arbeitsbedingungen als Akademiker in den USA
deutlich besser, als viele das in Deutschland glauben.
Autor: 45455 (Gast)
Datum:

Fabian schrieb:
> EU weit ja - international ist das absoluter Unsinn. In den USA
> beispielsweise ist das Startgehalt fuer Ings bei 110k$,

Das glaub ich zwar nicht, da die aktuelle Arbeitsmarktsituation in den
USA die Gehälter wohl deutlich drückt. Ich kann die Zahl aber auch nicht
wiederlegen.

In den USA kommen jedoch mehrere gravierende Unterschiede hinzu, die
selbst ein Einstiegsgehalt von 110k $ in einem anderen Licht erscheinen
lassen:

1. Die Schulden aus dem Studium erreichen selbst bei Standardunis ohne
exorbitante Gebühren schnell 40k $ und mehr, außer Papi zahlt

2. Der aktuelle Umrechnungskurs zum Euro macht aus den 110k $ gleich mal
ca. 80k €

3. Eine 40-h-Woche (in den USA wohl üblich) bedeutet im Vgl. zur
35-h-Woche rund 14 % mehr Arbeitszeit. Macht aus den 80k € also ca. 70k
€, wenn man es auf die Stunde runterrechnet

4. In den USA gibts quasi keinen Kündigungsschutz -> finanziell kaum
bewertbar, aber trotzdem Gold wert

5. In den USA gibts oft keinen bezahlten Urlaub und falls doch, sinds
kaum 20 Tage (4 Wochen)

6. Beim Stellenwechsel (s. auch Punkt 4) muss man schnell mal tausende
Kilometer umziehen und sein ganzes sozial Umfeld zurück lassen

7. Man muss in den USA gewaltige Rückstellungen bilden, um bei
Jobverlust und/oder Firmenpleite nicht seine ganze Altervorsorge und den
Krankenversicherungsanspruch zu verlieren (Stichwort: Enron)

Das dürfte das Wesentliche seien. Ich schrieb ja: Das Gesamtpaket beim
IGM-Tarif machts.

Für die USA spricht natürlich, dass dort Immobilien sehr günstig sind
und man daher mit sechsstelligem Einkommen luxuriös leben kann. Die 110k
halt ich trotzdem für übertrieben. Die sind wohl nur unter perfekten
Bedingungen bei Großkonzernen erreichbar.
Autor: Tom (Gast)
Datum:

Na zu den US-Gehältern: http://www.careerbliss.com/

Schaut mal auf die CIA oder FBI Jobsearches und was Urlaub etc.
betrifft. Sicherlich sollten mal die Jahres-Gehälter pro Stunde hier
verglichen werden.

Cheers
Autor: Fabian (Gast)
Datum:

45455 schrieb:
> 2. Der aktuelle Umrechnungskurs zum Euro macht aus den 110k $ gleich mal
> ca. 80k €

Wobei NETTO von 80k Euro in den USA 55k Euro bleiben in Deutschland wohl
ehr 40k Euro. UND: Die Altersvorsorge in den USA ist kapitalgebunden
(also keine Sozialversicherung), d.h. im Gegensatz zu D, bekommst du am
Ende wirklich eine angemessene Pension.

Was Ausbildungskosten angeht, hast du voll und ganz recht. Sobald Kinder
anstehen, ist es sehr verführerisch, wieder nach D zu ziehen....
Autor: Dirk (Gast)
Datum:

Fabian schrieb:
> Wobei NETTO von 80k Euro in den USA 55k Euro bleiben in Deutschland wohl
> ehr 40k Euro. UND: Die Altersvorsorge in den USA ist kapitalgebunden
> (also keine Sozialversicherung), d.h. im Gegensatz zu D, bekommst du am
> Ende wirklich eine angemessene Pension.

Ha ha, selten so gelacht. War da nicht vor kurzem eine Finanzkrise, in
der hundertausende Amerikaner ihre Rente verloren haben?
Autor: Dipl.-Gott (Gast)
Datum:

Fabian schrieb:

>> In den USA werden die Postdocs aber deutlich besser bezahlt als in D.
>> Man kann das Verhältnis öffentlicher Dienst zu Privatwirtschaft nicht
>> von D auf die USA übertragen.
>> Außerdem: Warum sollen jetzt gerade hohe Gehälter in den USA gezahlt
>> werden? Bei der hohen Arbeitslosigkeit?
>
> Was soll ich dazu sagen ? Ich bin seit einem Jahr hier und ausser den
> Postdocs und Studenten kenne ich keinen Ing. hier, der nicht 6 Stellig
> verdient.
> Und ich kann dir auch sagen, dass unsere Industiekontakte, genau wie in
> D mehr verdienen als wir. Auch wenn der Abstand nicht so gross ist wie
> in D.
>
> Die Glassdoor Webseite erschreckt mich ehrlich gesagt. Ich hab keine
> Ahnung, wie es an der Ostküste aussieht, aber für Kalifornien ist das
> ein Witz. Niemand hier verdient so wenig.

Akademiker sollten des Lesens mächtig sein. Ich halte mich fern von den
Konzernen und bin in einem mittelständischen Hochtechnologiebetrieb
bescheidener Größe Energietechnik-Prüfingenieur. Ich kenne die
Mittelwerte für die Region und die Branchen sehr gut und weiß, daß ich
gut bezahlt werde. Die Heranziehung verläßlicher Quellen, z.B. die
offizielle IEEE-Statistik, Jobangebote der Konkurrenz oder von Kunden
oder auch Information aus den career service centers der guten
Technischen Universitäten, bestätigen meine Zahlen. Um ein konkretes
Beispiel zu nennen: Die IEEE gibt national an 60,000$ Einstiegsgehalt
für Absolventen mit BSEE (Bachelor of Electrical Engineering/
FH-Diplom).

Ich habe folglich ziemlich gut verhandelt (10% mehr + die große
Erhöhung, wenn mein Abschluß anerkannt wird + hoher sign-on bonus +
individuelle Leistungsprämie)

Die benefits (Zusatzleistungen) variieren von Unternehmen zu Unternehmen
ebenfalls stark und müssen dem Gehalt gegenübergestellt werden. Mir
hilft es mehr, mein relativ hohes doch steigerungsfähiges Gehalt zu
bekommen und dazu eine hervorragende Gesundheitsversicherung,
Altersvorsorge etc. zu haben, statt 20k mehr und mich selber kümmern zu
müssen.

Die Angestelltenbindung, -pflege und der Managementstil ist in den
kleinen Unternehmen ebenfalls wesentlich besser.


Postdoc heißt Doktorgrad und Du solltest über Dein Gehalt mehr als
glücklich sein, da der PhD in den Staaten ein empfindliches
Einstellungshindernis ist. In der Privatwirtschaft hättest Du Probleme
damit. Öffentlicher Dienst und Kalifornien ist des weiteren nichts, was
ich mir in Kombination freiwillig antun würde in Anbetracht der
finanziellen Lage dieses Bundesstaates. Da kannst Du auch recht schnell
auf der Straße sein, so wie es da zugeht.


Wie gesagt, weder die im Geld schwimmenden utilities noch GE, Siemens
und Konsorten gestehen einem Berufseinsteiger 110k, auch nicht für
exotische Jobs, wo sie dich Heiligabend in der mittlersten Nacht aus dem
Bett telephonieren und in einen Flieger in ein 3000 Meilen entferntes
Kraftwerk stecken können.



.
Autor: Dipl.-Gott (Gast)
Datum:

45455 schrieb :

> In den USA kommen jedoch mehrere gravierende Unterschiede hinzu, die
> selbst ein Einstiegsgehalt von 110k $ in einem anderen Licht erscheinen
> lassen:
>
> 1. Die Schulden aus dem Studium erreichen selbst bei Standardunis ohne
> exorbitante Gebühren schnell 40k $ und mehr, außer Papi zahlt

Einige Korrekturen:

> 2. Der aktuelle Umrechnungskurs zum Euro macht aus den 110k $ gleich mal
> ca. 80k €

Vollkommener Stumpfsinn. Ich werde hier in $ bezahlt und die Währung ist
$; in Deutschland wird ein Ing im € bezahlt und das Leben wird in €
bestritten. Eine Gegenüberstellung von Gehältern muß (!) die Kaufkraft
berücksichtigen. Manche Sachen hier in den USA sind teurer, manche
Sachen billiger. Wenn überhaupt, würde ich statistisch höchstens 10-15%
Differenz ansetzen, eher Kaufkraftgleichheit.

Teurer ist für mich z.B. die Miete, da ich in Ostdeutschland gewohnt und
studiert habe. In Dresden bekäme ich ein gleich gutes Apartment für die
Hälfte. In bezug auf die Miete in Westdeutschland zeigt sich aber ein
anderes Bild.

Lebensmittelkosten sind ungefähr gleich oder höchstens 30% teurer für
qualitativ hochwertiges Obst, Gemüse usw.; Einkaufen im nahegelegenen
Aldi schafft da Abhilfe. (In den USA gibt es Aldi und die Amerikaner
mögen es...)



> 3. Eine 40-h-Woche (in den USA wohl üblich) bedeutet im Vgl. zur
> 35-h-Woche rund 14 % mehr Arbeitszeit. Macht aus den 80k € also ca. 70k
> €, wenn man es auf die Stunde runterrechnet

Die Wessis mögen 35 h arbeiten, die Ossis arbeiten mehr. Und wieviele
Ingenieure kommen denn in den Genuß eines südwestdeutschen Tariflohnes?

Zur Berechnung dieses lokale Sonderarrangement heranzuziehen, ist
schlicht Beschönigung der Zahlen.



> 4. In den USA gibts quasi keinen Kündigungsschutz

Es kommt darauf an. Mittelständische Unternehmen pflegen eine
hervorragende Beziehung zu ihren Beschäftigten, suchen sich ihre
Fachkräfte gut aus und wollen mir diesen langfristig arbeiten. Daraus
resultieren hohe Stabilität und Kontinuität für beide Seiten. Wer keinen
groben Blödsinn macht, wird nicht rausgeschmissen.

Es zählen Leistung und drive (Motivation und Begeisterung). Der
sadomasochistische, deutsche Urkunden- und Zeugnisfetischismus ist
unbekannt. Rückmeldungen und Einschätzungen erfolgen in klarer,
ehrlicher Sprache. Eine regelrecht ins Abgrundtiefhäßliche entartete
Geheimsprache wie in der BRD ist unbekannt.



> 5. In den USA gibts oft keinen bezahlten Urlaub und falls doch, sind es
> kaum 20 Tage (4 Wochen)

Im Gegenzug ist der Urlaub gestaffelt und ein Ausdruck für Leistung und
Loyalität.

Ich bekomme 10 Tage im Jahr. Nach 5 Jahren werde ich 15 Tage haben und
nach 15 Jahren 20 Tage.



> 7. Man muss in den USA gewaltige Rückstellungen bilden, um bei
> Jobverlust und/oder Firmenpleite nicht seine ganze Altervorsorge und den
> Krankenversicherungsanspruch zu verlieren (Stichwort: Enron)

Demgegenüber steht jedoch der hochflexible Arbeitsmarkt, der es
prinzipiell (d.h. keineswegs automatisch) ermöglicht, schnell und
unkompliziert einen neuen Job zu finden. Ein abwechslungsreicher
Lebenslauf ist ein Ausdruck für große Erfahrung, gute Leistungen und
Qualifikation.

Da ich aus der Arbeiterklasse komme, sehe ich durchaus die Probleme,
doch ich kenne auch die Bedingungen in Deutschland (Hartz-IV,
geldintensives Studium, hochproblematisches Bildungssystem, besonders in
Ostdeutschland seit der ideologisch motivierten Zerschlagung der
Einheitsschule).


Nach einer sachlichen Gegenüberstellung USA-BRD lautet unter dem Strich
die Empfehlung für qualifizierte, motivierte Jungingenieure, die
arbeiten wollen, die was leisten wollen und ernstgenommen werden wollen:
Raus aus der BRD und bloß ins Ausland!



.
Autor: Dirk (Gast)
Datum:

@Dipl. Gott:
Du widersprichst Dich ein paar Mal in deinem Beitrag. Zum einen sagst
Du, dass der Arbeitsmarkt in den USA hochflexibel sei und zum anderen,
dass die Firmen mit ihren Mitarbeitern langfristig arbeiten wollen.
Wenn man 15 Jahren mal 20 Tage Urlaub bekommt, dann liegt das immer noch
unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub in D.

Die USA sind ziemlich pleite und dem Durchschnitt der Bevölkerung geht
es in den USA schlechter als in D.
Autor: Fabian (Gast)
Datum:

Dipl.-Gott schrieb:
> Ich habe folglich ziemlich gut verhandelt

Tut mir wirklich leid Dipl-Gott, ich wollte dir nich zu nahe treten.
Wenn du mit deinem Gehalt glücklich bist und dir dein Job spass macht,
dann ist das doch super.

Aber absolut betrachtet ist das Gehalt für einen Ing ein absoluter Witz
für die USA.
Autor: Fabian (Gast)
Datum:

Dirk schrieb:
> Ist das dein Ernst? In San Fransisco kosten normale Wohnungen z.B.
> 2000-3000$!Weiß ich von einem Expat.

Das stimmt. Ist wie München in D. Aber drum herum wirds schnell
billiger....


> In den USA gibt es keine Rente, d.h. du mußt Dir dort auch was ansparen.

Das ist deutsche Propaganda. WENN du einen guten Job hast, ist die Rente
hier (da Kapitalgebunden) viel besser als in D. Im Übrigen beträgt die
Maximalrente in D etwa 1250 Euro.


> Außerdem halte ich die 110k$ für völlig überzogen, kannst Du dazu einen
> Link angeben?

siehe oberer POST.
Autor: Dipl.-Gott (Gast)
Datum:

Dirk schrieb:

> Du widersprichst Dich ein paar Mal in deinem Beitrag.

Nicht wirklich, ich beschreibe die Situation.


> Zum einen sagst Du, dass der Arbeitsmarkt in den USA hochflexibel sei
> und zum anderen, dass die Firmen mit ihren Mitarbeitern langfristig
> arbeiten wollen.

Korrekt.

Der Betrieb kann Vieles wollen. Aber wenn ich nun gehe??

Menschen und Ingenieure ;-) wollen sich möglicherweise weiterentwickeln.



> Wenn man 15 Jahren mal 20 Tage Urlaub bekommt, dann liegt das immer noch
> unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub in D.

Und? Ich persönlich brauche nicht viel Urlaub. Meine Mutter hatte zu
DDR-Zeiten auch nicht viel. Die ganze Familie ist in ihrer
Grundeinstellung traditionell zu viel und harter Arbeit geneigt.
Solange mir ein paar Tage zur Verfügung stehen, reicht das zu.

Im Studium konnte selbst mit straffem Studierziel genug herumgelungert
werden...

Die Bewertung solcher Sachen ist von der individuellen Perspektive
abhängig und die eine wahre Sichtweise gibt es nicht. Daher widerspreche
ich auch vehement, wenn einer seinen Ausschnitt der Wirklichkeit
generalisiert und meint, so und nicht anders ist es. Wenn ich z.B. 24
oder 30 Tage Urlaub hätte, wüßte ich nicht, wohin mit dem vielen
unnützen Urlaub. (Das ist ernstgemeint.)

Was interessiert mich demzufolge der gesetzliche Mindesturlaub in der
BRD?
Ist das ein Argument? Nein.



> Die USA sind ziemlich pleite

Und die BRD? Und die EU?

Immer diese Schwachsinnsaussagen. Wir sprechen hier vom Ingenieurwesen
und wie ein qualifizierter Ingenieur behandelt werden würde. Natürlich
sind die USA nicht perfekt. Wer behauptet das? Die Andersartigkeit macht
den Unterschied und wenn man eine Weile hier lebt und zurück in die BRD
kommt, erlebt man einen krassen Kulturschock. Da reicht bereits 1 Woche
Urlaub, um die Schnauze gleich wieder gestrichen voll zu haben von dem
Land...



> dem Durchschnitt der Bevölkerung geht
> es in den USA schlechter als in D.

Das ist eine reine Behauptung und da widerspreche ich, da ich auf Grund
meiner finanzschwachen gesellschaftlichen Herkunft live miterleben
mußte, wie es in der BRD so zugeht.
Der einzige, echte Pluspunkt, wo auf Seiten der USA kein Gegenargument
steht, ist die relativ günstige Bildung in der BRD, doch auch dort gibt
es Schattenseiten, gerade von der Perpektive eines Ostdeutschen.




Grüße
Autor: Dipl.-Gott (Gast)
Datum:

Fabian schrieb:

> Aber absolut betrachtet ist das Gehalt für einen Ing ein absoluter Witz
> für die USA.

Jetzt hör doch auf, dumm rumzuquatschen.

Es gibt sehr gute Statistiken und die IEEE-Zahlen, die Zahlen der
national surveys oder der career service centers sind eindeutig und gut
gesichert. Deine Aussage stimmt mit den statistischen Fakten nicht
überein und ist somit schlichtweg falsch. Die Unterschiede nach
Berufserfahrung und Abschluß scheinst Du auch nicht zu verstehen.

Schlimm genug, daß Du solche Märchen über die Staaten verbreitest,
obwohl die Bedingungen für Ingenieure auch ohne solchen Stuß von 110k$
Einstiegsgehalt in der Tat sehr gut aussehen.



.
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum:

Fabian schrieb:

> Ein echter Nachteil sind die 15 Tage Urlaub ;(, wer mehr will, wird
> dafür nicht bezahlt...

Das wäre für mich ein "deal breaker", Gehalt hin oder her.
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum:

45455 schrieb:
> Für die USA spricht natürlich, dass dort Immobilien sehr günstig sind

Ja, weil sie aus Holz und Pappe gebaut sind. ;-)
Autor: Fabian (Gast)
Datum:

Dipl.-Gott schrieb:
> Es gibt sehr gute Statistiken


Wie gesagt, ich bekomm $72k und ich befinde mich hier als Postdoc am
unteren Ende der Ing-Nahrungskette.



Und ehrlich gesagt macht das Auswandern in die USA aus D unter $100k
auch fast keinen Sinn. Bedenke, dass du kanppe $100k für die Schule und
das Studium deiner Kinder zurücklegen musst...falls du nicht willst,
dass deine Kinder "Guess and Check" in der örtlichen Highschool lernen.
Mit $66k praktisch unmöglich.
Autor: Dipl.-Gott (Gast)
Datum:

Fabian schrieb:

> Wie gesagt, ich bekomm $72k und ich befinde mich hier als Postdoc am
> unteren Ende der Ing-Nahrungskette.

Dem widerspricht übrigens sogar die von Dir angegebene Quelle. Ich habe
meine Informationen mehrfach über diesen Link gerammelt, und zwar für
mehrere Staaten. Und, man höre und staune, ich komme fast immer auf
geringere Einstiegsgehälter. (8-10k less compared to my initial salary!)


Die Zahlen, die Du in den Raum stellst, werden grundsätzlich von
Einsteigern rein gar nicht erreicht, nirgends, sondern höchstens von den
Quantilen der Topverdienern. Topverdiener sind einschlägig
berufserfahrene Ingenieure...




> Und ehrlich gesagt macht das Auswandern in die USA aus D unter $100k
> auch fast keinen Sinn.

Völliger Schwachsinn. Wovon träumst Du nachts?

Ich verdiene hier jetzt schon netto, was viele deutsche Ingenieure auf
ihrer Gehaltsabrechnung niemals sehen werden und manche, siehe hier im
Forum, bekommen meinen Nettoverdienst nichtmal brutto.


>  Bedenke, dass du kanppe $100k für die Schule und
> das Studium deiner Kinder zurücklegen musst...falls du nicht willst,
> dass deine Kinder "Guess and Check" in der örtlichen Highschool lernen.
> Mit $66k praktisch unmöglich.

Unter meinen Kollegen sind einige Ausländer aus anderen Staaten,
insbesondere aus der ehemaligen Sowjetunion. Hervorragende Ingenieure.
Die kamen spät in ihrem Leben und trotzdem erzählen die nicht solche
Räuberpistolen wie Du. Da geht es auch irgendwie mit der guten
Ausbildung. Entscheidend ist der Schulbezirk. Wenn die hiesige
Highschool gut ist, ergibt sich schon alles.

Wer gut ist, bekommt Stipendien und wer etwas Vernünftiges studiert
(Ingenieurwesen ist kürzlich nach gründlicher empirischer Studie US-weit
zum Studienbereich mit dem im Mittel besten Einstiegsverdienst gekürt
worden und eröffnet im allgemeinen gute Karrierechancen.), der bekommt
seine student loans zurückgezahlt.

Und was soll ich bitte sagen? Ich muß ebenso mein BaföG zurückzahlen und
einen Studienkredit, da ich in der Regelstudienzeit nicht fertig wurde.
Die Folge: positive Mitkopplung und abermalige Verlängerung der
Studienzeit, da mehr Geld nebenher eingenommen werden mußte und
Lehrveranstaltungen sowie schriftliche Arbeiten noch mehr litten. Soviel
zum Hochschulsystem der BRD. Kostenlos studieren ist nur mit betuchter
gesellschaftlicher Herkunft. Ergo: Ich bin so schuldenfrei aus dem
Studium gekommen wie ein Ami. Die Differenz der Schuldensummen ist
kleiner als ich dachte. In vielleicht 5 Jahren kann ich hoffen, meinen
ersten break-even seit dem Mauerfall zu erleben.



Die meisten meiner demokratischen wie republikanischen Amikollegen
stehen des weiteren auf dem Standpunkt, daß den Kindern der Zucker nicht
in den Arsch geblasen werden sollte, und da die Eltern sich ihr Studium
fast ausschließlich selbst finanzieren mußten, den Kindern die gleiche
Erfahrung nicht schaden wird.


Man muß sich glatt schämen, ausgewandert zu sein, wenn man Deine
Agitation hier liest.



.
Autor: Fabian (Gast)
Datum:

Dipl.-Gott schrieb:
> Dem widerspricht übrigens sogar die von Dir angegebene Quelle. Ich habe
> meine Informationen mehrfach über diesen Link gerammelt, und zwar für
> mehrere Staaten. Und, man höre und staune, ich komme fast immer auf
> geringere Einstiegsgehälter. (8-10k less compared to my initial salary!)


Vielleicht verdienst du deswegen so wenig, weil dich bereits das
gehaltsportal überfordert:

Your output values, seeking employment as a Physicists (MA) in San
Francisco-San Mateo-Redwood City, CA Metropolitan Divisi:
Salary Index
There are 420 persons employed as a Physicists in San Francisco-San
Mateo-Redwood City, CA Metropolitan Divisi.

Entry level range salaries (The 10th percentile) for this occupation are
$100540

The top earners for this occupation have an annualized salary of $174070

The median salary for this occupation is $122260.

Based upon the information that you have provided, the market will
likely offer you an annual salary of $113500.

The above figures represent monetary compensation only, and do not
include any other forms of compensation, such as: benefits, overtime or
bonus pay.
Autor: Inder (Gast)
Datum:

Why are we comparing US Salaries here ??? I started this thread to find
out about the salary structure of German ERA-Tarrif companies.

Bitte bleiben Sie beim Thema.
Autor: Fabian (Gast)
Datum:

Dipl.-Gott schrieb:
> Entscheidend ist der Schulbezirk. Wenn die hiesige
> Highschool gut ist, ergibt sich schon alles.

Ja, verschiedene Varianten von "Guess and Check". Was glaubst du, warum
so viele Deutsche die USA wieder verlassen, wenn ihre Kinder ins
schulfähige Alter kommen?


> Und was soll ich bitte sagen? Ich muß ebenso mein BaföG zurückzahlen

...Welches auf 10000 Euro limitiert ist. Wogegen die Sache in den USA
locker auf $100k sumieren kann.

> Ich verdiene hier jetzt schon netto, was viele deutsche Ingenieure auf
> ihrer Gehaltsabrechnung niemals sehen werden

Haha, ich lach mich tot. Bei $66k würd ich schätzen, dass du netto $3100
= 2300 Euro im Monat hast. Das kann man in Deutschland sehr gut netto
verdienen ans Ing.
Beitrag #2452765 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: 45455 (Gast)
Datum:

Fabian schrieb:
> Das ist deutsche Propaganda. WENN du einen guten Job hast, ist die Rente
> hier (da Kapitalgebunden) viel besser als in D. Im Übrigen beträgt die
> Maximalrente in D etwa 1250 Euro.

Wenn, wenn, wenn ...

Ich hab das Stichwort "Enron" gebracht. Bei der Enron-Pleite gingen
hunderte Mio. $ Altersrückstellungen der MA verloren.

Während der Finanzkrise haben etliche Pensionsfonds massive
Schwierigkeiten bekommen, weil z. B. die Immobilienpreise eingebrochen
sind.

Kapitalgebundene Renten können natürlich bessere Renditen bringen als
das Umlagesystem in D. Aber man kann auch ruckzuck alles verlieren,
wofür man 20 Jahre gearbeitet hat.

Dipl.-Gott schrieb:
> Es zählen Leistung und drive (Motivation und Begeisterung). Der
> sadomasochistische, deutsche Urkunden- und Zeugnisfetischismus ist
> unbekannt. Rückmeldungen und Einschätzungen erfolgen in klarer,
> ehrlicher Sprache. Eine regelrecht ins Abgrundtiefhäßliche entartete
> Geheimsprache wie in der BRD ist unbekannt.

Da ist sicher was dran. Während in den USA der Pragmatismus überwiegt,
ist die deutsche Unternehmenskultur von Standes- und Schubladendenken
geprägt. Und auch der allgegenwärtige Neid ist in D ein massives
Problem.
Autor: Dipl.-Gott (Gast)
Datum:

Fabian schrieb:

> Vielleicht verdienst du deswegen so wenig, weil dich bereits das
> gehaltsportal überfordert:
>
> Your output values, seeking employment as a Physicists (MA) in San
> Francisco-San Mateo-Redwood City, CA Metropolitan Divisi:
> Salary Index
> There are 420 persons employed as a Physicists in San Francisco-San
> Mateo-Redwood City, CA Metropolitan Divisi.
>
> Entry level range salaries (The 10th percentile) for this occupation are
> $100540
>
> The top earners for this occupation have an annualized salary of $174070
>
> The median salary for this occupation is $122260.
>
> Based upon the information that you have provided, the market will
> likely offer you an annual salary of $113500.
>
> The above figures represent monetary compensation only, and do not
> include any other forms of compensation, such as: benefits, overtime or
> bonus pay.


Wie ich bereits mehrfach erwähnte, Akademiker sollten das Lesen
beherrschen. Du beherrschst weder Lesen noch Quellenrecherche. Lerntest
Du überhaupt irgend etwas??

Hier der Beweis:


>> Your output values, seeking employment as a *Electrical Engineer*
>> in San Francisco-San Mateo-Redwood City, CA Metropolitan Divisi:
>>
>> Salary Index
>> There are 930 persons employed as a Electrical Engineers in San
>> Francisco-San Mateo-Redwood City, CA Metropolitan Divisi.
>>
>> Entry level range salaries (The 10th percentile) for this occupation >> are
$55340
>>
>> The top earners for this occupation have an annualized salary of $141210
>>
>> The median salary for this occupation is $91390.
>>
>> Based upon the information that you have provided, the market will
>> likely offer you an annual salary of $74800.

Dateneingabe:

occupation:  Electrical Engineer
experience:  less than 1 year
degree:      Master's Degree (umgerechneter Univ.-Dipl.-Ing.)
school:      foreign
major:       Engineering
relevance:   direct
GPA:         3.5-3.9 (Diplomnote umgerechnet 3.8)


Einstiegsgehalt 55k!

Top earners sind Ingenieure, die *langjährige bzw. einschlägige
Berufserfahrung* besitzen. In den USA sprechen wir von 15-20 J BE, um
120-140k für einen normalen Ingenieur zu rechtfertigen.

Daß bei Dir in der Gegend Physiker besser entlohnt werden, liegt am
Silicon Valley. Wie kann ein Mensch, seines Zeichens angeblicher
Postdoc, nur so bekloppt sein, erstens Physiker und Ingenieur
gleichzusetzen und zweitens außergewöhnliche Randbedingungen wie einen
besonderen Industriestandort zu unterschlagen. Jessis, Maria und Josef.


Zur Gegenüberstellung übrigens die statistischen Gehälter in meiner
Gegend, wenn es nach dieser UCLA-Quelle geht:

Einstiegsgehalt:     57.8k
Zentralwert:         91.1k
Top earners:         133.3k
Marktwert:           76.1k


Ahoi!
Autor: Dipl.-Gott (Gast)
Datum:

Fabian schrieb:

> Ja, verschiedene Varianten von "Guess and Check". Was glaubst du, warum
> so viele Deutsche die USA wieder verlassen, wenn ihre Kinder ins
> schulfähige Alter kommen?

Daran sieht man gut, daß Du - falls Du tatsächlich in den USA lebst -
keine Ahnung vom hiesigen System hast. Deine arroganten Klischees
solltest Du zügig abstellen. Selbstverständlich gibt es in den USA gute
Schulen und auch in den USA gibt es Highschools, die sinnvolle
Anforderungen stellen. Es kommt, wie erwähnt, auf den Schulbezirk an. Da
ich aus Ostdeutschland komme, rede ich dieses System keineswegs schön,
denn das gegliederte Schulsystem der BRD ist keinen Deut besser, doch
liegt die Problematik hier in den USA nicht in der Schulstruktur sondern
in der Finanzierung und in der republikanischen Ideologie verborgen. Von
Advanced Placement scheinst Du noch nie etwas gehört zu haben und von
Prep Schools auch nicht. Insgesamt mag das Niveau ein geringer sein
verglichen mit deutschen Gymnasien, doch das deutsche Schulsystem
besteht nicht nur aus Gymnasien. Und nicht alle Gymnasien liegen in
Sachsen (bestes Bundesland in den nationalen PISA- und TIMSS-Tests). Da
geht es schon los mit der rechtskonservativen Ideologie (Union, FDP).



> Haha, ich lach mich tot. Bei $66k würd ich schätzen, dass du netto $3100
> = 2300 Euro im Monat hast. Das kann man in Deutschland sehr gut netto
> verdienen ans Ing.

Wie gesagt, wer sich halbwegs auskennt, sieht sofort, daß Du keinen
Funken Ahnung hast.

Doch um Dir in Deiner großen Unbildung ein bißchen zu helfen:
Ich bekomme am 15. und am letzten Tag des Monats jeweils die Hälfte
meines Monatsgehaltes. Dies entsprach im 1. Berufsjahr rund 2x 2170$ =
*4340$*.

Gesundheitsversicherung trägt zu 100% der Betrieb, Altersvorsorge trägt
zu 100% der Betrieb und ich bin im Genuß einer günstigen
Überstundenregelung.


Und um es noch einmal zu erwähnen, Du mußt dringend lesen lernen, denn
die 66k sind mein Einstiegsgehalt gewesen. Seit einer Weile bekomme ich
mehr, auf Grund von Leistungsprämien und der Anerkennung meines
deutschen Diplomabschlusses. Die 66k erhielt ich mit der Einstufung
eines BSEE/FH-Diploms.

Und noch einmal: Wenn Du ein US-Gehalt mit einem BRD-Gehalt vergleichen
möchtest, kannst Du nicht einfach den Währungskurs ansetzen. Die
Kaufkraft ist entscheidend. In meiner (ziemlich teuren) Gegend sehe ich
am Ende des Monats bestenfalls 10-15% Differenz. Wer dieses Spielchen
spielen will, muß demzufolge rechnen 66k$ : 1,15 = 57.3k€. Und von
diesen 57.3k€ müßte ich in der BRD knapp 43% abgegeben = 57.3k€ * 0.57
= 32.6k€ netto.


.
Beitrag #2453360 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Dipl.-Gott (Gast)
Datum:

Zuckerle schrieb im Beitrag #2453360:

> Mensch Mayer.
>
> Was hat der ganze Scheiß mit Siemens Gehalt (ERA Firmen) zu tun?

Frag doch den Schwätzer Fabian. Der hat mit dem Thema "USA" angefangen.

Ich lasse es zumindest nicht unkommentiert stehen, wenn einer so einen
polemischen Dünnpfiff zum US-Arbeitsmarkt verbreitet. Am Ende liest das
noch einer, glaubt es und schon ist die nächste Falschinformation im
Internet.

Ahoi
Autor: Südler (Gast)
Datum:

@Zuckerle hat Recht. Hier sind ein paar Schlaumeier im falschen Film
unterwegs.
Autor: Wilhelm Ferkes (ferkes-willem)
Datum:

@Inder:

Ich weiß nicht, ob ich dich das zwischendurch mal fragen darf:

Aber, wir sind ja hier durch einige Leute beim Thema USA angelangt.

Was hat dich eigentlich bewogen, nach Deutschland zu gehen, und nicht in
die USA?
Autor: Ulli N. (Gast)
Datum:

Und wieder mal ein komplett entgleister Thread. Dieses Forum wird immer
mehr zum Kindergarten.
Beitrag #2453757 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Erwin (Gast)
Datum:

Hallo, ich hätte noch eine Frage zu dem Ursprünglichen Thema:
Tarifverträge bei Siemens.

Hängt die Höhe des Gehalts nur vom Bundesland ab, oder auch vom
Standort? Also macht es z.B. Unterschiede, ob man in München, oder
irgendwo anders in Bayern (auf dem Land) arbeitet?
Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Erwin schrieb:
> Hängt die Höhe des Gehalts nur vom Bundesland ab, oder auch vom
>
> Standort?
Der Einstellungsort ist Entscheidend, nicht der Arbeitsort (Ausnahme die
Bausbranche!)

Also macht es z.B. Unterschiede, ob man in München, oder
>
> irgendwo anders in Bayern (auf dem Land) arbeitet?

Ja, aber das ist auch klar. Eben viel "Angebot = niedrige Einstufung"
ERA hat auch bei der Einstufung da schon Spielraum.
Ist hat nicht wie bei der "Beamtenbesoldung".
Autor: KT (Gast)
Datum:

Marx W. schrieb:
> Ist hat nicht wie bei der "Beamtenbesoldung".

Naja, ein wenig schon. Bei den Beamten gibt es auch keine
München-Zulage, d.h. die sind ebenso wie Ingenieure besser beraten, im
günstigen ländlicheren Bayern zu arbeiten (und damit meine ich jetzt
nicht unbedingt ein Kuhdorf mit 100 Einwohnern).

Die ERA-Leistungszulage hat normalerweise ihren Namen nicht verdient und
wird bei vielen Firmen wie eine Alterszulage zugeteilt, also auch wieder
ähnlich der Beamtenbesoldung. Nach Tarif bekommt man außerdem jedes Jahr
automatisch ein Lohnplus zugeteilt, ohne etwas dafür tun zu müssen.
Nicht zu vergessen: Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Erfolgsbeteiligung,
Sonderprämie, Altersvorsorge, Mitarbeiteraktien...

Das Arbeiten in großen Konzernen ist sehr prozessorientiert und damit
auch wieder angenehm beamtenähnlich. Dank 35h-Woche ist es auch kein
Problem, wie ein guter Beamter am Freitag um 12 Uhr Feierabend zu
machen, um sich vom "stressigen" ;-) Job zu erholen. Unkündbar ist man
in ERA-Unternehmen zwar nicht, aber der Job ist schon relativ sicher,
wenn man nicht gerade negativ auffällt.

Alles in Allem: Top! So macht Arbeit Spaß!
Autor: Honkihonkohonkahu (Gast)
Datum:

KT schrieb:
> Erfolgsbeteiligung,
> Sonderprämie, Mitarbeiteraktien...

1. 2. gabs es bei S. in letzter zeit nicht, soweit ich weiß. Aktien kann
man sich auch als nicht-Mitarbeiter kaufen, Geschenkt kriegt man die
auch nicht.

> Dank 35h-Woche...

In Bayern vielleicht, man hat aber nicht in allen Bundesländern mit ERA
auch Automatisch 35h/W
Autor: Erwin (Gast)
Datum:

Tut mir leid, wenn ich nochmal nachfragen muss, aber so ganz werde ich
aus euren Antworten noch nicht schlau.

Marx W. schrieb:
>> Also macht es z.B. Unterschiede, ob man in München, oder
>> irgendwo anders in Bayern (auf dem Land) arbeitet?
>
> Ja, aber das ist auch klar. Eben viel "Angebot = niedrige Einstufung"

Ich würde denken, dass in der Stadt mehr Angebot ist, dann müsste man
auf dem Land mehr verdienen. Da verstehe ich wohl was falsch, oder?

> ERA hat auch bei der Einstufung da schon Spielraum.
> Ist hat nicht wie bei der "Beamtenbesoldung".

KT schrieb:
> Naja, ein wenig schon. Bei den Beamten gibt es auch keine
> München-Zulage, d.h. die sind ebenso wie Ingenieure besser beraten, im
> günstigen ländlicheren Bayern zu arbeiten (und damit meine ich jetzt
> nicht unbedingt ein Kuhdorf mit 100 Einwohnern).

Ist das Ingenieure auch auf S. bezogen? Dann würden sich eure beiden
Aussagen IMO wiedersprechen.
Autor: KT (Gast)
Datum:

Erwin schrieb:
> Tut mir leid, wenn ich nochmal nachfragen muss, aber so ganz werde ich
> aus euren Antworten noch nicht schlau.

Es ist ganz einfach: Wenn die tarifgebundene Firma in Bayern ansässig
ist, zahlt sie bei gleicher Einstufung auch das gleiche Gehalt nach IG
Metall Tarifvertrag, egal, ob sie in München oder im ländlichen Gebiet
steht.

Da die Lebenshaltungskosten - vor allem das Wohnen - auf dem Land
günstiger sind, ist es für den Arbeitnehmer natürlich günstiger, wenn
die Firma nicht in München ansässig ist. Allerdings ist das Angebot an
tarifgebundenen Firmen in der Landeshauptstadt natürlich höher als auf
dem Land.
Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Erwin schrieb:
> Tut mir leid, wenn ich nochmal nachfragen muss, aber so ganz werde ich
>
> aus euren Antworten noch nicht schlau.

Siemens hat
a) etliche Spinn-Off GmbH`s gegründet, da gibts ERA nur aus der Weite!
b) wenn der Standort der einzige nennenswerte AG ist, ist wohl auch klar
wie die Bezahlung ist, eben monopolmäßig!
c) Standort wie  Cham (Oberpf.)  sind ja wegen der Lohnkosten gegründet
worden. Da gibts zwar ERA, aber die Eingruppierung ist halt in der
Spanne 8-9, wo in München sie dagegen 10-11 geben!


Erg.:
Die Bezahlung bei Siemens ist in Bay. regional unterschiedlich, trotz
ERA!

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