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Forum: Platinen Conrad Handgalvanisierset


Autor: Gudrun Stender (Gast)
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Hallo Leute,

bei conrad gibt es doch dieses Handgalvanisiergerät für ein paar Euro.
Hat jemand erfahrung damit, d.h. lassen sich damit Leiterplattenpads
brauchbar und steckfest vergolden?

Das wäre noch das i-Tüpfelchen, nach dem Stopplack

Gruß
Gudrun

Autor: André K. (Gast)
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Hallo,
hab dieses DIng zwar gekauft (laenger her), halte es aber fuer
Geldverschwendung. Diese Tampommethode ist ein rumgematsche und
rumgesiffe, grauenvoll. Dann vielleich doch lieber richtig
galvanisieren, dh. die ganze Platine in Elektrolyt und + an die
betreffenden Leiterbahnen / Pads.

MfG

Autor: Gudrun Stender (Gast)
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Hatte ich mir schon gedacht, daß das nix taugt.

Lässt sich wenigstens die Brühe gebrauchen? dann kann man ja wie du es
beschrieben hast vergolden!?

Autor: André K. (Gast)
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Joah, die Suppe kann man nehmen :). Gibts ja auch enzeln. Nur eben auch
die geeignete Anode mit dazukaufen und nicht irgendwas da reinbammeln.

MfG

Autor: Gudrun Stender (Gast)
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gibt's da auch anoden? gar nicht gesehen...

und wie geht das dann alles?
die pcb in die soße die kathode reinhängen und mit der anode die
leiterbahn berühren oder wie? und welche spannung?

sorry, habs net so mit galvanik

Autor: MartinK (Gast)
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Also ich habe ein Handgalvanisiergerät.
So schlecht ist das Gerät gar nicht.

Das Vergolden funktioniert ganz gut, allerdings erfordert
der Umgang mit diesem Gerät ein wenig Übung. Wenn man
nämlich zu lange vergoldet, entstehen unansehnliche
dunkle Verfärbungen. (ich vermute amorphes Gold)
Ob man damit Leiterplattenpads steckfest machen kann, weiss ich
leider nicht, nach meinen Erfahrungen ist die Godlschicht aber
ziemlich abriebfest.
Sicherlich gibt es bessere Methoden, um Platinen zu vergolden.
Allerdings muss man dafür einen höheren Aufwand betreiben.
Beispielsweise muss man auf die Kupferschicht erst eine
Diffusionssperre aufbringen, damit Kupfer nicht in die
Goldschicht eindringen kann. Professionelle Chemikalien
sind meist sehr giftig (Cyanide).
Anoden braucht man für Gold und Silber nicht (elektrochemische
Spannungsreihe), sondern nur für Nickel.
Ein großer Nachteil des Conrad-Handgalvanisiergeräts ist die
starke Verdünnung des Goldelektrolyten. In dem Fläschchen sind
außerdem nur 30 ml drin. Darin kann man wohl kaum eine Platine
reinhängen.

Martin

Autor: André K. (Gast)
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"In dem Fläschchen sind
außerdem nur 30 ml drin. Darin kann man wohl kaum eine Platine
reinhängen. "

Conrad bietet als Zubehoer 100 und (weiss ich jetzt nicht 100%ig) 250ml
Flaschen an. Wenn man die Platine flach hinlegt, reicht das schon.

Zu den Anoden stand in meiner Anleitung folgendes:
Kupfer zum verkupfern
Edelstahl zum Vergolden und Versilbern
Zink zum Verzinken

Lieb wie ich bin, hab ich mich auch daran gehalten ;).

MfG

Autor: MartinK (Gast)
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Für Gold gibt es maxmimal eine 100 ml-Flasche.
Für eine Platine müßte man dann schon 2-3 Flaschen
zusammenschütten.
Der Preis liegt bei 22,95 Euro pro 100 ml,
also ein sehr teurer Spaß.
Conrad gibt einen Goldanteil 0.3 g pro 100 ml an.
Der Weltmarktpreis für 1 g Gold liegt bei etwa 12 Euro.
Also der reine Goldwert pro 100 ml-Flasche beträgt weniger
als 4 Euro. (kein schlechter Gewinn)

Martin

Autor: André K. (Gast)
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Für eine Platine müßte man dann schon 2-3 Flaschen
zusammenschütten.

Bitte? Es soll NACH dem Stopplack auftragen galvanisiert werden. Nimmt
man einen 20*20cm grossen "Napf" an, steht die Bruehe darin immer
noch 2,5mm hoch. Eine Platine ist ca. 1,5-1,6mm hoch. Man braucht die
zu vergoldenden Stellen ja nur mit einer Stecknadel oder aehnlichem
Kontaktieren, dafuer sollte diese Tiefe reichen.

Bedenklicher ist da schon der geringe Goldanteil. Hat einer Plan von
Chemie? Vielleicht kann man die Suppe selbst herstellen (dass man das
Gold hat setz ich mal voraus...). Mit 1g sollte man ja schon ein bissl
was machen koennen.

MfG

Autor: Gudrun Stender (Gast)
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Sorry Andre, aber 20x20x2,5cm ergibt 1,000liter, also mit 2,5mm wären
die 100ml ok- demnach brauch ich zehn Flaschen...

Weiß jemand was da drin ist? Also im Goldelektrolyt? Goldoxid oder was?
Beschaffung der Chemikalien ist kein Problem, selbst Kaliumcynid wäre
evtl. machbar.

Es muss doch einen Weg geben, ein beschissenes Stück Leiterplatte
brauchbar zu vergolden...


Gruß
GS

Autor: André K. (Gast)
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"Nimmt man einen 20*20cm grossen "Napf" an, steht die Bruehe darin
immer noch 2,5mm hoch"

?? Hab ich doch geschrieben.

Autor: Gudrun Stender (Gast)
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sorry, hab mich verlesen, ziehe alles zurück

Autor: Der Achim (Gast)
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"Goldoxid oder was?"

LOL
Gold oxidiert(umgangssprachlich:rostet) nicht!!!
Deshalb zählt man es zu den Edelmetallen!

Autor: Platinenbauer (Gast)
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Hi

Hier habt ihr ein vernünftiges Rezept zum stromlos vergolden:

Kaliuncyanoaurat 3g /L
Ammoniumcitrat   90g /L
Hydrazinhydrat  0,0002g /L

Lösemittel destilliertes (!) Wasser

die Lösung scheidet chemisch bei rund 70° abriebfeste Goldschichten
ab.

Kupfer muß vorher chemisch reduktiv venickelt werden
(diffusionssperre)

bei Bedarf reich ich das Nickelbad nach.

Autor: Branko Tokic (Gast)
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Hallo,

hat jemand ein Rezept um die Gold Eletrolyt-Lösung für den Heimgebrauch
(Handgalvaniesiergerät Conrad)zu mischen?

danke

Autor: Martin (Gast)
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@Platinenbauer

Könntest du uns auch verraten, wo wir die Chemikalien kaufen können.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Wie löst man Gold auf? Ich kenne den Begriff "Königswasser", das ist
eine Mischung aus Salpetersäure und Schwefelsäure wenn ich recht weiß
oder war das eine davon Salzsäure? Die Gold-Cyanit-Verbindung dürfte
genauso giftig sein wie Zyankali, aber in der Galvanotechnik sind
solche CN-Salze anscheinend üblich. Ich hatte in einem anderen Thread
schon mal auf die stromlose Anreibeversilberung von Drewanz /
www.andyquarz.de hingewiesen, das riecht auch typisch nach Mandeln
durch die Silber-CN-Verbindung.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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http://www.mikrocontroller.net/forum/read-6-250876.html
da ging es ums Verzinnen von Platinen

Autor: Platinenbauer (Gast)
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@ Martin

die Chemie kannst du bei Sigma aldrich oder bei Köhler kaufen,
vorausgesetzt du hast einen Gewerbeschein  oder kennst einen der den
hat.

@ Christoph
Königswasser -> 3 Teile Salzsäure konz und 1 Teil Salpetersäure,
konzentriert (53..58 %)
Sobald du aber Gold /Kupferlegierungen , zb vergoldete Steckestifte
drin auflöst, wird das Ganze nichts. Also nur reines AU auflösen,
(Münzen?)

Autor: Platinenbauer (Gast)
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@ Branko

Goldelektrolyt für handgalvanisierer,da sind cyanide drin, es dürfte
aussichtlos sein als Privatmensch an hochgiftige Cyanide ranzukommen.
Was da alles drin ist schreib ich mal zur Info rein:

Kaliumcyanid bis 22g pro Liter!
Kaliumdicyanoaurat
Kaliumcarbonat
Dikaliumhydrogenphosphat

hier dürfte klar sein, das diese Lösung ein erhebliches
gefahrenpotential in sich birgt.
Also ist Fertigkauf immer noch effektiver, was natürlich die Apotheke
"C" zum beispiel schamlos mit dem Preis ausnutzt.

Autor: Martin (Gast)
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Also bei Sigma Aldrich muss man statt Kaliumdicyanoaurat den englischen
Namen Potassium dicyanoaurate eingeben.
Nur leider kostet 1g (0.7g Gold) dieser Verbindung 125 Euro.
Scheisse, ist das teuer. Der Goldpreis für 0.7 g liegt bei unter
10 Euro.

Autor: Platinenbauer (Gast)
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also irgendwo 1 Gramm Gold kaufen (Bank, Juwelier) und es selbst
auflösen.
ist zwar dann nicht unbedingt CHemisch rein, geht aber.
Die AuCl -lösung muß dunkel aufbewahrt werden. UV-lichtempfindlich!

Autor: Martin (Gast)
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Kann ich nicht direkt KCN zum Goldauflösen nehmen (Cyanidlaugerei)?
Oder dauert das zu lange?

Autor: Platinenbauer (Gast)
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@ Martin
ja, du kannst KCN nehmen, falls du Zugang dazu hast und die
entsprechenden Sicherheits- und Entsorgungsvorschriften kennst.
KCN ist hochgiftig!

Autor: PlatinenNutzer (Gast)
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moin,

also ich verstehe nicht so recht warum es hier geht. Platinen mit
Goldauflage, oder was anders?

Meine Leiterplatten bestelle ich immer mit der Oberfläche NiAu. Ist der
selbe Preis wie PbSn.
Und keine Panschrei mit giftigen Sachen.

Autor: Jens (Gast)
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Ist ja schon etwas älter der Thread ...

Also das Galvanisieren mit Gold ist ziemlich einfach und die Ergebnisse 
(bei optimaler Vorbereitung sind nahezu 100% Oberflächen.

Die Frage ist eigentlich nur wo man Elektrolyt herbekommt, das einen 
Vernünftigen Goldanteil beinhaltet und auch einigermaßen finanzierbar 
ist!

Die 100ml Flaschen von Conrad, kann man nämlich vergessen ca24€ für 0,3g 
Gold ist nicht nur heftig, das Gold ist auch sehr schnell verbraucht und 
dann passiert da nichts mehr.


Es gibt solche Gold Elekrolyte übrigens mittlerweile auch ganz ohne 
Cyanid...

Dunkle Flecken entstehen übrigens nicht, weil man zuviel Gold 
aufgebracht hat oder zu lange. Flecken entstehen bei zu hohen Spannungen 
(Ich nehme Spannungen bis max. 2Volt), oder wegen nicht optimaler 
Vorbereitung des zu vergoldenen Gegenstandes.

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