Wie lange "lebt" ein Schieberegister?

Gast #3473055
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Hallo,

ich habe hier einen Lichtschalter mit 8 Tasten. Jede Taste hat eine LED. 
Ich möchte diese LEDs gerne zum Leuchten bringen, habe aber am MC nicht 
genug freie Pins. Was macht man also? Ich nehme einfach einen 
Schieberegister, 8 Bit seriell rein und parallel wieder raus.

Da ich unter anderem auch blinkende LEDs haben möchte, muss ich relativ 
oft shiften. Ich wollte deshalb nach nachfragen, ob es da irgendwelche 
"Grenzen" gibt, kA nur 1.000.000 Mal shiften und dann ist Ende, oder 
sowas.
#3473080
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"Unendlich" ist eine ziemlich gute Naeherung :=)

Soll heissen, solange du es unter Normalbedingungen betreibst (also 
nicht mit Ueberspannung > 5.5V, oder zuviel Strom - typischerweise > 
20mA - von den Ausgaengen ziehst), wird dich der Chip mit ziemlicher 
Sicherheit um Jahrzehnte oder Jahrhunderte ueberleben.
Gast #3473095
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Wolfgang M. schrieb:
> Soll heissen, solange du es unter Normalbedingungen betreibst (also
> nicht mit Ueberspannung > 5.5V, oder zuviel Strom - typischerweise >
> 20mA - von den Ausgaengen ziehst)

Alles klar, da ich alles eh mit 3,3V betreibe (Regler direkt an der 
Schaltung), dürfte eine Überspannung nicht passieren. Und da ich die 
LEDs eh nicht direkt beschalte, sondern über einen Mosfet, werde ich da 
auch nicht viel Strom ziehen.

Ich weiß nicht, aber irgendwie hatte ich bei einem Schieberegister ein 
schlechtes Gefühl, wenn ich da oft Bits durchschiebe.
#3473115
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Rainer S. schrieb:
> Ich weiß nicht, aber irgendwie hatte ich bei einem Schieberegister ein
> schlechtes Gefühl, wenn ich da oft Bits durchschiebe
Schieberegister sind im Prinzip ähnlich wie SRAM aufgebaut, und so ein 
SRAM hält seeehr viele Speicherzyklen aus, z.B. der SRAM in deinem µC.
Es ist nicht so wie bei den EEPROM, die meist nur 1.000.000 writecycles 
garantieren.
Gast #3473123
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CCD-Sensoren von (Video)-kameras sind (analoge) Schieberegister, da 
werden über Jahre mit mehrern MHz Billionen von Ladungspaketen 
durchgeschoben ohne das da schieberegister caputt geht. Bei 
Shalttransitoren ist nicht viel im Normalbetrieb kaputtbar, kritisch 
sind nur hochdicht (Multilevel-) und  minikleine Flashzellen (25 nm) mit 
ihren floating gates, wo jeder Löschvorgang die Oxidschicht "schädigt" 
(degeniert).

MfG
Gast #3473175
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Datenblatt lesen sollte helfen. (siehe Anhang)

Allerdings: auch wenn sich die Steckzyklen in Abhängigkeit der Anzahl 
der Pins drastisch verringert, die Anzahl der Schreibzyklen ist nicht zu 
unterschätzen!!

Sind solche Fragen 2014 tatsächlich an der Tagesordnung?
Ich hoffe nicht...

Axelr.
Angehängte Dateien:
#3518080
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Ich verstehe nicht, warum der Threadersteller so abqualifiziert wird.

Wahrscheinlich hat er davon gehört, daß manche Speicherarten eine 
begrenze Anzahl an Schreibzyklen vertragen. Und ein Schieberegister ist 
eine Art Speicher. Also fragt man sicherheitshalber nochmal nach.

Für die Elektronikfraktion klingt die Frage natürlich abstrus. Ein 
Schieberegister ist ein Logik-Schaltkreis und jeder Logikbaustein kann 
im Rahmen seines erlaubten Maximaltakts über seine ganze Lebensdauer 
beliebig durchgeschaltet werden.
Gast #3518101
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Axel R. schrieb:
> Sind solche Fragen 2014 tatsächlich an der Tagesordnung?
> Ich hoffe nicht...

Sind sie - leider!
Kein Baustein lebt ewig.
Im Falle des Schieberegisters ist das Schieben aber dem Baustein nicht 
abträglich und nutzt ihn nicht signifikant für die Lebensdaueraussage 
ab.

rgds
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