Kann man einen USB Stick hardwaretechnisch schreibschützen ? Gehen bei
D+ gezielt Daten raus und bei D- Daten rein ? Sodass man einfach D-
kappen könnte ?
Oder kann man die Leitung vom Controller so manipulieren dass er
schreibgeschützt wäre ?
Prinzipiell kann man einen USB Stick schreibschützen. Aber garantiert
nicht indem man eine der Datenleitungen kappt, denn D+ und D- bilden ein
sogenanntes differentielles Paar. Wenn du eine Leitung davon kappst geht
gar nichts mehr. Ohne das der Stick dafür ausgelegt ist wird das wohl
nichts.
USB schrieb:> Kann man einen USB Stick hardwaretechnisch schreibschützen ?
Nur, wenn man die Firmware des Controllers beeinflussen kann.
> Gehen bei D+ gezielt Daten raus und bei D- Daten rein ?
Nein. Und selbst wenn es so wäre, solltest Du von selbst darauf kommen
können, daß das nicht der Lösungsansatz ist (dem Controller muss
schließlich mitgeteilt werden können, welche Daten er auslesen muss ...)
> Oder kann man die Leitung vom Controller so manipulieren dass er> schreibgeschützt wäre ?
Nur, wenn der Controller einen Schreibschutz vorsieht, und da sind wir
wieder bei der ersten Antwort: Wenn man die Firmware des Controllers
beeinflussen kann.
Du plenkst.
Alex W. schrieb:> Den /WP pin auf low ziehen müsste den NAND schreibschützen!
na dann schau Dir doch mal den Aufbau heutiger USB-Sticks an und erklär,
wie man da ohne Auflösen des Epoxys und Bearbeiten mit einem Wirebonder
rankommen soll.
Gerd E. schrieb:> Du könntest einen SD-Card/USB-Adapter kaufen, eine SD-Card reinstecken> und dann den Schreibschutz der SD-Card verwenden.
Das ist nur ein Kontakt im Leser, billige Leser pfeifen da tlw. auch
einfach drauf....
Alex W. schrieb:> Den /WP pin auf low ziehen müsste den NAND schreibschützen!>> Hier ein Beispiel beim 8GB:> http://www.applistar.com/wp-content/uploads/apps/2_4_8gb_nand_m49a.pdf>> Seite 7 Pin 19
Cool danke
Gerd E. schrieb:> na dann schau Dir doch mal den Aufbau heutiger USB-Sticks an und erklär,> wie man da ohne Auflösen des Epoxys und Bearbeiten mit einem Wirebonder> rankommen soll.
Naja, mein USB Stick ist nicht vergossen...
Allerdings, zu meinem Flash finde ich kein Datenblatt, wie
wahrscheinlich sind die alle gleich aufgebaut ?
Es ist ein sdtnmmbhsm-004g Flash von Sandisk mit 4Gbyte
USB schrieb:> Kann man einen USB Stick hardwaretechnisch schreibschützen ?
Es gibt doch USB-Adapter für SD-Karten, die sich wie USB-Sticks
verhalten. SD-Karten kann man bekanntlich per Schalter schreib-
schützen. Vielleicht wäre das ja eine pragmatische Lösung.
Ob das wirklich funktioniert, habe ich aber mangels Bedarf
noch nie ausprobiert.
Noch ne dumme Idee: Einen Reedschalter einbauen, der einen D Anschluss
unterbricht. Das heißt Lesen und Schreiben des Sticks mit einem Magneten
an richtiger Stelle.... LOL
Hubert M. schrieb:> Noch ne dumme Idee: Einen Reedschalter einbauen, der einen D> Anschluss> unterbricht. Das heißt Lesen und Schreiben des Sticks mit einem Magneten> an richtiger Stelle.... LOL
Die Karte ist immer im Lock-Modus,
Der Reed liegt parallel zum WP-Kontakt.(nichts wird aufgetrennt)
Das Schreiben wird dann mit Magneten (Reed-Zu) wieder freigegeben.
Der Plastik-Lock-Schieber wird durch häufige Updates nicht mechanisch
belastet und eine Gehäusebohrung ist nicht erforderlich.
Hast Du eine bessere Idee, um den Frickel-Schalter zu schonen und die WP
schnell umzuschalten?
Harald W. schrieb:> SD-Karten kann man bekanntlich per Schalter schreib-> schützen.
Dieser "Schreibschutz" ist nur ein Plastikschieber, der vom Kartenleser
auch ausgewertet werden muss. Die Karte selbst bekommt vom Schieber
nichts mit.
Rufus Τ. F. schrieb:> Dieser "Schreibschutz" ist nur ein Plastikschieber, der vom Kartenleser> auch ausgewertet werden muss. Die Karte selbst bekommt vom Schieber> nichts mit.
Das habe ich nicht gewusst. Ich war immer davon ausgegangen, das mit
dem Schalter gezielt eine "Schreibleitung" des Speichers beeinflusst
wird, was technisch ja durchaus möglich wäre. Irgendwie bekomme ich
mehr und mehr den Eindruck, das die Virenempfindlichkeit von Compu-
tersystemen gezielt von den Herstellern eingebaut wird, weil man mit
dem "Virenschutz" ja viel Geld verdienen kann. Eigentlich spricht
ja auch bei normalen Computern nichts dagegen, das man nach der
Installation der Anwenderprogramme gezielt einen Schalter umlegt,
der hardwaremäßig eine schreibende Veränderung der Programme nicht
zulässt. Für Updates müsste man dann diesen Schalter zurück auf
"Schreiben" stellen. Am besten sollte dieser Schalter dann mit einem
zweiten Kontakt hardwaremäßig die Verbindung zum Netz trennen.
Da mein Beitrag eine Art "Rundumschlag" ist, sollte man vielleicht
sogar einen neuen Thread draus machen.
Harald W. schrieb:> Eigentlich spricht> ja auch bei normalen Computern nichts dagegen, das man nach der> Installation der Anwenderprogramme gezielt einen Schalter umlegt,> der hardwaremäßig eine schreibende Veränderung der Programme nicht> zulässt.
Du hast leider keine Ahnung von modernen Rechnerarchitektur oder
Betriebssystemen. Aber du weißt natürlich alles besser. Erst
informieren, statt blamieren stünde dir gut.
> Für Updates müsste man dann diesen Schalter zurück auf> "Schreiben" stellen. Am besten sollte dieser Schalter dann mit einem> zweiten Kontakt hardwaremäßig die Verbindung zum Netz trennen.
Bau dir doch einen Schnurschalter in deinen Switch ein, dann bist du
auch vom Netz getrennt. Oder noch besser, nimm eine Schere, dann müssten
wir hier deine brillanten Ideen (gewürzt mit genialen
Verschwörungstheorien) nicht mehr lesen.
> Da mein Beitrag eine Art "Rundumschlag" ist, sollte man vielleicht> sogar einen neuen Thread draus machen.
Ja ein Rundumschlag gegen den gesunden Menschenverstand.
Besser einfach löschen.
@OnTopic:
Es gibt spezielle SD Karten die kann man nur beschreiben, aber nichts
mehr ändern oder löschen. Werden z.B. für Forensische Fotos eingesetzt.
Harald W. schrieb:> Eigentlich spricht> ja auch bei normalen Computern nichts dagegen, das man nach der> Installation der Anwenderprogramme gezielt einen Schalter umlegt,
Nimm ne Linux-Live-CD, die bietet das alles. Mit Windows wirst Du das
nicht hinbekommen.
Schaut mal hier im Forum bei: PC Hard- und Software
unter "Write blocker"
Möglicherweise ist etwas brauchbares dabei.
Harald W. schrieb:> Da mein Beitrag eine Art "Rundumschlag" ist, sollte man vielleicht> sogar einen neuen Thread draus machen.
An so etwas in dieser Richtung hatte ich auch schon gedacht.
@Moderator:
Was hällst Du von einem Forum zu Sicherheitsthemen und HW-Hacks?
Hier bei Mikrocontroller.net gibt es genug, die auch wieder einen
WP-Jumper am BIOS-FLASH anbringen können und mit HW experimentieren
möchten. In anderen Foren (bspw. C't Heise, LinuxMintusers.de etc.)
scheinen viel zu viele Angst vor der Hardware zu haben und nehmen diese
dann als unveränderlich hin.
Harald W. schrieb:> Eigentlich spricht> ja auch bei normalen Computern nichts dagegen, das man nach der> Installation der Anwenderprogramme gezielt einen Schalter umlegt,> der hardwaremäßig eine schreibende Veränderung der Programme nicht> zulässt.
Funktioniert bei mir prima mit WP-DOM-SSDs und LinuxMint als
Live-System.
Netzwerk muss ich aber nicht abschalten.
@Cyblord:
Keine Sachargumente?
Sorgst Du Dich um Deinen Job, gerade weil es wirksam ist?
vk_s schrieb:> Funktioniert bei mir prima mit WP-DOM-SSDs und LinuxMint als> Live-System.> Netzwerk muss ich aber nicht abschalten.
Ich meinte damit, das man das Schreiben im Bereich der
Programme nur dann zulassen würde, wenn während dieser
Zeit die Verbindung zum INet gekappt ist. Man müsste
also zuerst ein Update in den Datenbereich laden, könnte
diese Datei dann in Ruhe prüfen und würde dann bei ab-
geschaltetem INet das eigentliche Update machen. So könnte
man einen maximalen Schutz gegen Viren bauen. Aber es
ist wohl so, das die heutigen Recvhnersysteme inzwischen
so kompliziert sind, das ein solches Vorgehen nicht mehr
möglich ist.
Ich habe hier noch ein altes Werbegeschenk rumliegen, ist leider
zerbröselt.
Das sind 2GB und der Schalter geht zum µC und nicht Speicherchip.
Dumm ist nur das heutzutage ein Monopol der Controllerchips herrscht und
die via SCSI-Command umprogrammiert werden können.
D.h. das Dein USB-Stick im Fall der Fälle auch mit abgetrenntem Flash
selber intern neu geflasht und mit Viren verseucht werden kann.
Umgehen kann man das höchstens wenn man die Autoinstallation des
Treibers vom USB-Stick verhindert.
Datenleitung D+/D- kappen geht nicht da dann keine Verbindung
stattfinden kann.
Wenn es nur darum geht 100% sicher zu sein das der Flashchip nicht
beschrieben werden kann bau Dioden ein so der Chip denn die Adressierung
über ein extra Interface und nicht den Datenpins macht.
Oder programmiere einen µC selber und nimm das SPI Interface um via
SD-Karte zu arbeiten, gibt's z.B. für ATMEL klein und fein bei elm-chan
(FAT).
http://elm-chan.org/fsw/ff/00index_p.html
Es gibt auch eine Übersicht wenn Du mal gesucht hättest mit
Schreibschutz z.B.:
http://www.fencepost.net/2010/03/usb-flash-drives-with-hardware-write-protection/
Auf egay&Co. findet man auch noch gaaaaaaanz alte mit Schalter an der
Seite.
Stellt sich halt die Frage was Du eigentlich willst.
Wenn es darum geht Daten zu lesen bzw. weiterzugeben könntest Du auch
ein Paßwort vergeben und nur dem nennen der es haben darf usw. usf.
Harald Wilhelms schrieb:
>Ich meinte damit, das man das Schreiben im Bereich der>Programme nur dann zulassen würde, wenn während dieser>Zeit die Verbindung zum INet gekappt ist
Ah jetzt hab ichs verstanden.
Deine Idee würde ich nicht so schnell verwerfen.
Aufgrund des Aufwandes eher etwas für Hochsicherheitssysteme.
Die Daten werden auf einem möglichst Dummen(keien Firmware) Datenträger
(CD-RW) abgelegt und dieser dann zum Zielsystem gebracht.
Ohne Netzverbindung ist es auch egal, ob eine Firewall richtig
konfiguriert ist und etwas abwehren muss. Andere Prozesse können sich
dann nebenbei auch keine Daten aus dem Netz holen.
> ist wohl so, das die heutigen Rechnersysteme inzwischen> so kompliziert sind, das ein solches Vorgehen nicht mehr> möglich ist.
Das Verfahren kommt mir bekannt vor. Ich frag mal meinen Kollegen, der
mit einem Intranet für Medizintechnik arbeitet, wie die ein Update
fahren.
Es ist möglich und wird vermutlich auch praktiziert.