Hallo zusammen,
oft wird hier gefragt, welchen Mosfet man für ein Projekt verwenden
kann und wo man den herbekommt. Ich hab deshalb mal einen Anfang
gemacht und einen Artikel im Wiki eröffnet:
MOSFET-Übersicht
Wer Lust hat, kann ja seine Lieblings-Mosfets dort mal eintragen.
Gemeinsam bekommen wir das bestimmt recht schnell gefüllt.
Nabend,
Das ist eine TOLLE IDEE !!!!!!!!!
Eventuell könnte man diese Liste noch erweitern > welcher Fet wirklich
schon bei 5V voll durchsteuert also so richtig µc tauglich ist.
Ich hätte da auch noch einen zum aufnehmen den irlz34N / IRF530 /
IRL1004
Soweit ich weis sind es aber " nur " normale Fet´s
Gruß Haiko
Von mir gibts noch ein leckeres Exemplar: BSH205 im SOT23. P-Channel,
12V, 0.75A, 0.5 Ohm, UGS 0.9V. Preis < 30 Cent.
Dieses Exemplar ist bestens geeignet, um z.B. die Betriebsspannung bei
batteriebetriebenen Geräten zu schalten. Funktioniert ja vom UGS her
bereits bei 2 Zellen gut. Interessant ist auch der sehr niedrige Total
gate Charge Wert: 3.8nC. Damit kann man mit einem Portpin das Teil
recht schnell schalten, ohne Treiber. Viele Mosfets haben da Werte von
50-70nC, also Faktor 10-20 höher.
Ich werde heute abend mal einiges im Wiki nachtragen.
Mometan ist der IRL530 als p Kanal eingetragen. Ich glaub das is ein
n-Kanal, oder gibts den in verschiedenen Ausführungen?
Ein Diskusions-Seite wär im Wiki übrigens cool.
@Andre: BSH205 hab ich auf Anfrage schnell und problemlos bekommen (50
Stück). Wenn mehrere den anfragen werden, wird der bestimmt auch bald
im Standardprogramm sein. Bei CSD kann man wohl öfters Dinge auch auf
Anfrage bekommen. Die sind noch klein und flexibel.
Anfrage geht wohl grundsätzlich auch bei Reichelt und
Kessler-Elektronik.
@Winfried:
Das stimmt. Dachte der wäre regulär im Programm. Das mit der schnellen
Reaktion auf Kundenwünsche hab ich schon mehrmals positiv bemerkt. Sind
immerhin in meiner Heimatstadt ansässig. Da ist sowas verständlich ;-)
Wow! Gibt es so ne Liste eigentlich auch schon für Transistoren? Ich
ärger mich jedes mal wieder wenn ich keinen passenden weiss.
Nen Vorschlag noch: Vielleicht macht sich ja einer die Arbeit das ganze
in ein Script einzubetten, mit dem man dann nach den verschiedenen
Werten sortieren kann (z.B. Ugs absteigend). Müsste glaub ich in
Javascript gehn, und das läuft ja quasi in jedem Browser.
Hab grad nochmal bei selfHTML geguckt. Hier mal ein Link zu dem was ich
meinte:
http://de.selfhtml.org/dhtml/modelle/dom.htm#elementinhalte
Läuft ab:
Netscape 6.x
IE 5.5
Opera 7.0
Firefox 1.0
Konquerer 3.1
Safari 1.0
Würde halt das Raussuchen nochmal extrem vereinfachen. Zumindest wenn
die Liste mal etwas länger ist.
Vor ca. 2 Jahren hätt ich es auch selbst noch hingekrigt, so ein
script, aber nadem ich mich nicht mehr mit beschäftigt hab müsst ich
mich erst wieder einarbeiten, und dafür hab ich zu wenig zeit.
Sebastian
Vielleicht kennt ja jemand auch ein paar günstige MOSFET-Brücken, werden
hier ja auch öfter gesucht, z.B. auch von mir gerade.
Hab aber leider noch nicht das richtige gefunden.
Die würden ja auch dazun passen
Der BSH 205 ist nun aber nicht soo der Brüller, oder?
Gut, um eine LED anzusteuern, geht der ja allemale. Dann kann man aber
auch den ebenso alten 2N7002 nehmen. Den gibt es nun wirklich überall.
Bei den Eckdaten scheint mir das eher ein älterer Typ zu sein.
Wer in der Lage ist, SOT23 auf dem "Küchentisch" zu löten, sollte
sich mal nach dem FDC604N/FDC645N umsehen. Hatte ich schonmal wo anders
hier gepostet. Der deckt, ebenfalls im SOT23, so ziemlich alles ab, was
man braucht.
Ich stell nochmal das Datenblatt als Link rein:
als N-KANAL bis 30Volt 5Amps.
http://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/pdf/51282/FAIRCHILD/FDC645N.html
als P-KANAL bis -20V -5Amps.
http://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/pdf/51251/FAIRCHILD/FDC604.html
Die gäbe es zB. bei Farnell für ca 70Cent.
Die anderen interessanten Typen (jetzt mal nur die SOT23) von IRF gehen
zT nur bis (-)12V. Hier kann es unangenehm werden, wenn kurze Spikes auf
der Leitung sind (Motoransteuerung).
noch ein 20V P-Kanal als abschließendes Beispiel:
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/99055/IRF/IRLML6402.html
und zu guter Letzt ein N-Kanal nach gleichen Gesichtspunkten:
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/82450/IRF/IRLML2502.html
die große blaue Apotheke hat die Auswahl an IRF-Typen erheblich
erweitert (ich kauf da ja nichts mehr...)
Viele Grüße und viel Spaß beim Löten
AxelR.
Der BSH205 scheint aber laut Datenblatt eine bedeutend geringere Vgs zu
brauchen als der 2N7002. Genau das ist ja mein Knackpunkt. IIch hab
einen 3,3V Controller und find keinen LL-Fet, der bei 3,3 Volt (bzw.
3,0V) 'durchschaltet'.
Grüße, Freakazoid
Doch, geht.
Ich habe auffa Arbeit auch noch einige von den 2N7002 in 5V Umgebung im
Einsatz und habe mir hin und wieder einen "geborgt" (an 3Volt) ohne
daran zu denken, auf U_gs_min zu achten. für eine LED reichts
allemale.
Naja, nu nehm ich ja den FDC.
In der Übersicht wird "Logic Level - FET" erwähnt. Aber in der Liste
finde ich hier nichts dazu. Warum machen wir nicht noch eine Spalte
dazu, in der hier ja oder nein steht?
Oder gibt es da eine Regel, durch die man vom U[GS] auf LL geeignet
schließen kann?
Gruß Fred
Logic-Level: Das ist immer so eine Sache. Was ist Logic Level? Bei
2.4Volt volles durchsteuern? Oder bei 3.3Volt oder bei 5 Volt? Und dann
ist es doch oft so, dass die zwar bei 3 Volt schon gut durchschalten,
aber nicht für den maximalen Strom.
Man kann sich aber schon am angegeben UGS orientieren. Wenn man 5 Volt
hat, werden die 2.7 Volt Typen schon ganz gut nutzbar sein.
@Andreas: Irre, mit der sortierbaren Tabelle. Hätte nicht gedacht, dass
das so einfach geht. Ist ein Super Feature.
@Axel: FDC604/645 erscheint mir interessant. Wahrscheinlich kann man
den auch über CSD bekommen. Farnell ist ja nicht für Privat.
Interessant am BSH205 ist die geringe Total-Gate-Charge, weshalb man
das Teil gut direkt am Portpin eines Prozessors betreiben kann. Da hat
der FDC604/645 viel höhere Werte. Und der 2N7000 hat einen viel höheren
RDSOn.
Der "alte" 2N7002 ist bei rs als "neuer" Typ 2N7002ET1G erhältlich. Der
hat dann schon etwas bessere Werte. Das Datenblatt dort verweist auf
einen 2N7002E Typen.
Ich bin mal anders an die Sache rangegangen und habe mir die billigsten
N-MOS herausgesucht, in der Hoffnung, weit verbreitete und erprobte
Typen zu finden. Das Ergebnis zeigte, dass die billigen Typen oftmals
mit dem Label "new" versehen sind. Möglicherweise können durch dieses
Suchprinzip oft verwendete Transistoren und neue Technologien gefunden
werden. Ich hoffe nicht, dass es sich dabei nur um
Markteinführungspreise handelt.
Öhm... ich wollte mal aus interesse die Übersicht aufrufen, diese wurde
aber schon gelöscht, ist diese in einem anderen Artikel aufgegangen oder
für immer verschwunden?
LG
Ich suche einen P-Kanal MOSFET, gerne auch in SMD, im
'(ultra)-low-level'-Bereich, aber mit hohen Strömen.
Genauer: bei -2.5V sollten da noch 20A durchkommen, bei geringem
Spannungsabfall.
Hat da jemand eine Idee?
Frank schrieb:> Ich suche einen P-Kanal MOSFET, gerne auch in SMD> Genauer: bei -2.5V sollten da noch 20A durchkommen, bei geringem> Spannungsabfall.
Beschreib mal das gesamte Projekt und nicht nur einen kleinen
Teilaspekt.
Frank schrieb:> Ich suche einen P-Kanal MOSFET, gerne auch in SMD, im> '(ultra)-low-level'-Bereich, aber mit hohen Strömen.> Genauer: bei -2.5V sollten da noch 20A durchkommen, bei geringem> Spannungsabfall.> Hat da jemand eine Idee?
Warum musste ich für diese Frage jetzt den ganzen alten Thread
durchlesen?
> Ich suche einen P-Kanal MOSFET
Du solltest dich eher fragen, warum du etwas brauchst, was keiner
vermisst oder herstellen kann...
Und: welche Uds braucht der FET? Welche Bauform?
Eine LiMn-Zelle (3.7V Nennspannung) soll für kurze Zeitspannen einen
ganzen Stapel von LEDs parallel betreiben, zusammen knapp 20A. LED
forward voltage ist etwa 3.4V.
pMOS hätte den Vorteil, dass ich zwischen LED und GND noch komfortabel
einen kleinen Messwiderstand für den µC einbauen kann.
Bauform: vorzugsweise SMD halt, ist aber nicht so wichtig, ich bau den
Rest drumrum.
> Du solltest dich eher fragen, warum du etwas brauchst, was keiner> vermisst oder herstellen kann...
Ich bin recht zuversichtlich, dass so ein Transistor recht vielseitig
brauchbar wäre, wann immer man große Ströme bei kleinen Spannungen
schalten will...
Aber zugegebenermaßen weiß ich nicht, was es alles gibt, deshalb frag
ich ja.
Täuscht mich eigentlich der Eindruck, dass es in nMOS deutlich bessere
Transistoren (bezüglich Ids(Ugs), Rds) gibt als in pMOS?
Hallo,
nein, das täuscht nicht. p-Mos mit solchen Werten sind deutlich
schwieriger herzustellen, daher haben n-Mos generell gesehen die
besseren Eigenschaften.
Gruß
Hm, macht ja auch Sinn, die Ladungsträgerbeweglichkeit von
Defektelektronen (Löchern) ist ja ne Ecke schlechter.
Ich hoffe immer noch auf Vorschläge für pMOS-FETs mit möglichst hohem
Strom und kleinem Spannungsabfall bei Ugs=-2.5V. Was ist denn da so das
beste, was es gibt?
Vishay hat einige Low-Sperrspannung FETs.
Aber achtung auf die Gate-Charges, da sind ein paar echte Brummer dabei.
(300nC Gate-Charge ist weit weg enfernt von gut und böse... Ich verbau
sonst immer n-Mos mit max. 10nC)...
http://www.vishay.com/mosfets/v-ds-gteq-neg5-v-lteq-neg20-v/
Frank schrieb:> Eine LiMn-Zelle (3.7V Nennspannung) soll für kurze Zeitspannen einen> ganzen Stapel von LEDs parallel betreiben, zusammen knapp 20A. LED> forward voltage ist etwa 3.4V.> pMOS hätte den Vorteil, dass ich zwischen LED und GND noch komfortabel> einen kleinen Messwiderstand für den µC einbauen kann.
Ich würde eine kleine Ladungspumpe bauen, die einen 'normalen' Mosfet
einschaltet.
Das sollte deutlich billiger sein und außerdem betriebssicherer. Die
Spannung am Akku dürfte bei einer Belastung von 20A ganz schön
einbrechen.
Ah, nett... Danke!
Da ich nicht schnell schalten muss, scheint der Si7615DN recht brauchbar
(62nC bei 4.5V, ~6mohm bei Ugs=-3V, also ~0.1V drop bei 20A, ~2W
Verlust).
Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wo ich den am besten herbekomme :)
> Eine LiMn-Zelle (3.7V Nennspannung) soll für kurze Zeitspannen einen> ganzen Stapel von LEDs parallel betreiben, zusammen knapp 20A. LED> forward voltage ist etwa 3.4V.> pMOS hätte den Vorteil, dass ich zwischen LED und GND noch komfortabel> einen kleinen Messwiderstand für den µC einbauen kann.
Und warum kannst Du das nicht bei einem N-Kanal Mosfet? Also zwischen
Source und GND.
Oh... Bei nMOS war ich gedanklich wohl zu sehr auf einen
low-side-Schalter gegen ground fixiert... Da über dem Messwiderstand
natürlich nur eine geringe Spannung abfallen soll, spricht da eigentlich
nichts dagegen - danke für den Tipp.
Der PH2520U oder PH2925U sieht geeignet aus.
Danke für die tolle Liste, die hat mir schon paar mal geholfen einen
tollen mostet zu finden.
Hättet ihr einen Tip für einen guten n Kanal mosfet im sot89 Gehäuse?
Am besten hoher Strom bei kleiner Spannung und winzigem
Einschaltwiderstand...
Hi,
ich suche auch einen (P-FET) der bei meinem 3,3V Controller voll
durchschaltet.
Jetzt wollte ich einfach nach der "UGS/V" Spalte filtern - aber da
scheinen die Werte nicht zu stimmen.
ZB gleich beim ersten, BS250 steht "4V" , es sind aber laut Datenshit
3,5V.
Oder was?
@Winfried
Hut ab, tolle Arbeit.
In der ersten Zeile der Anmerkungen befindet sich auch eine Unklarheit.
Da ist zunächst von Spannung, auch mit dem geeigneten Kürzel die Rede
und später ein paar Stromangaben (100µ,1mA...) ohne Kürzel. IG oder IDS?
Wie soll man das zuordnen? Ist das noch keinem aufgefallen oder hat
das nur keinen gestört? Weiter hab ich dann nicht mehr gelesen, aber
sicher ist da noch mehr.
Nemesis schrieb:> @Winfried> Hut ab, tolle Arbeit.>> In der ersten Zeile der Anmerkungen befindet sich auch eine Unklarheit.> Da ist zunächst von Spannung, auch mit dem geeigneten Kürzel die Rede> und später ein paar Stromangaben (100µ,1mA...) ohne Kürzel. IG oder IDS?> Wie soll man das zuordnen? Ist das noch keinem aufgefallen oder hat> das nur keinen gestört? Weiter hab ich dann nicht mehr gelesen, aber> sicher ist da noch mehr.
das ist sicher der IDS. IG gibt es ja praktisch nicht ;)
Vielleicht trägt Folgendes etwas zur Klärung bei:
Die Spalte UGS/V in der Tabelle gibt die maximale Threshold-Spannung an.
Sie wird in den Datenblättern meist als
Die Threshold-Spannung ist diejenige Gate-Source-Spannung, aber der der
Mosfet gerade so zu leiten beginnt, d.h. ein Drain-Strom zu fließen
beginnt. Diese "gerade so" ist Definitionssache. Vishay definiert im
Datenblatt des BS250 diesen als leitend, wenn der Drain-Strom bei UDS =
UGS mindestens 1mA beträgt (s. Zeile "Gate-Threshold Voltage").
Als Maximalwert für UGSth gibt Vishay 3,5V an, was nicht mit den 4V in
der Tabelle übereinstimmt. Möglicherweise hat der Autor des
Tabelleneintrags die 4V dem Datenblatt eines anderen Herstellers
entnommen (da gibt es manchmal kleine Unterschiede).
Auf jeden Fall schaltet der BS250 bei 4V alles andere voll durch. Um
festzustellen, ob ein Mosfet 3,3V-tauglich ist, sollte man nachsehen, ob
im Datenblatt des Herstellers ein RDSon-Wert für UGS ≤ 3,3V angegeben
ist. Beim BS250 ist RDSon nur für UGS = 10V angegeben. Um ihn als
Schalttransistor einzusetzen, sollte man deswegen mit mindestens 10V
Steuerspannung arbeiten, da man sonst keinerlei Garantie für einen
kleinen RDSon hat.
Für diejenigen Mosfets, die für UGS ≤ 5V geeignet sind, ist dies in der
Tabelle teilweise in der Spalte "Bemerkungen" vermerkt. Die Angabe
"Logic-Level" bedeutet, dass der Mosfet für 5V tauglich ist, bei
kleineren möglichen UGS ist die Spannung direkt angegeben.
Ein kleines maximales UGSth (<= 2V) ist oft (aber nicht immer) ein Indiz
dafür, dass ein Mosfet für Steuerspannung ≤ 5V geeignet ist. Bei UGSth ≤
1,5V besteht die Chance, dass er auch für 3,3V taugt.
Ist das maximale UGSth > 3V, kann fast immer davon ausgegangen werden,
dass der Einschaltzustand des Mosfets nur für UGS = 10V spezifiziert
ist.