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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Lötstationen fürs bleifreies Löten


Autor: Mayer Stefan (Gast)
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Hallo,
ich wollte fragen ob man die Weller WECP20(50W) Lötstation auch auf das
bleifreies Löten umrüsten kann? Dann würde ich nämlich eine gebrauchte
bei ebay kaufen.
Oder ist die Leistung zu gering?
Oder soll ich mir gleich eine Ersa analog60 kaufen? Die Ersa analog60
hat aber auch nur 60W!

: Verschoben durch Admin
Autor: Sven Johannes (Gast)
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Moin...

Glaubenskrieg. Die Einen schwören auf Weller, Andere auf Ersa. Schlecht
sind die beide nicht, Ersa hat den Vorteil der Ersadur Spitzen. Sorry,
aber da kann kein anderer Hersteller mithalten.

Wichtig ist, dass du die Temperatur weit genug erstllen kannst und das
die Regler vernünftig arbeiten. Die Magnastaten dürften da im Nachteil
sein. Viel hilft viel ist nur bedingt richtig. Die 60A habe ich selbst
im Einsatz und bisher habe ich alle verarbeite können, auch bleifreie
Lote.

--
 SJ

Autor: Peter (Gast)
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Hallo, Weller Spitzen halten ewig :D ich habe in meiner Ausbildung viel
gelötet und keine ist mir kaputt geganngen.

Zum Thema Bleifrei sollte eine 50W Station ausreichen nur ist es sehr
ärgerlich, wenn du mal an Masseflächen kommst. Ein Bestücker meinte mal
zu mir.. Ich werde mir 2 neue 80W Stationen kaufen und die restlichen 15
bleiben, wo sie sind.

Ich habe mir vor 6 Monaten eine WS81 gekauft und kann diese nur weiter
empfehlen. (meine Meinung)

Aber es sollte auch eine ältere ausreichen.
Du kannst sogar die neuen Spitzen nutzen (Passende Adapter gibt es
schon laennger)

Autor: ich (Gast)
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Hallo!

Also ich arbeite regelmässig mit weller (80W) und ersa (60W),
beide einwandfrei.
Nur die standzeit der Lötspitzen: da kann weller nicht mithalten.
die ersa dauerlötspitzen halten 4-5 mal so lange wie die "neuen
speziell für bleifreies lot entwickleten spitzen" von weller.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Es heißt, der Schmelzpunkt des politsch korrekten Lötzinns liegt etwa 10
Grad höher. Ich stelle bisher normalerweise 370 Grad ein, die Skala geht
bis 450 , sollte also kein Problem sein. Der Hauptunterschied soll im
Flußmittel liegen, ob die verzinnten Lötspitzen bleifrei sind, ist
vermutlich für die Funktion unwichtig.

Autor: Mayer Stefan (Gast)
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Danke für eure Antworten!! Ich werd mir dann wohl die Ersa Analog60
kaufen. Die ist einiges günstiger als die Weller Lötstationen.

Autor: löter (Gast)
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@ christoph:
Schmelzpunkt :
bleihaltiges Lot 183 °C
bleifreies Lot 220 .. 240 °C  (je nach zusammensetzung)
also ca 50° unterschied !!!

Autor: Benedikt (Gast)
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Also ich löte auch mit der WS81. Sowohl auf der Arbeit (bleifrei) als
auch privat (verbleit).
Löttemperatur: ca. 300° bei bleihaltigem und 350° bei dem bleifreien.
Ich habe es auch mal höher versucht aber da war die Lötspitze in
wenigen Stunden total mit verbranntem Flussmittel verkrustet.
Das bleifreie Lötzinn mit dem ich gelötet habe, ist fast so gut
geflossen wie das normale. Nur das Flussmittel hat eine viel größere
Sauerei gemacht.
Kann jemand diese Erfahrung bestätigen ?

Autor: Mayer Stefan (Gast)
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Hallo noch mal,
was ist eigentlich der Unterschied zwischen der ersa analog60/60A? Bei
conrad kostet die 60A ca.70€ mehr!

Autor: Roland (Gast)
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Bei Conrad kostet alles mehr!

Autor: Ole M. (arthur_h)
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Ich würde die Lötstationen von Hakko empfehlen. Sie sind nach meiner
Erfahrung die besten auf dem Markt und es gibt die verschiedensten
Modelle. Einfach mal anschauen auf hakko.de

Autor: Stefan Meyer (Gast)
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Hi ich bin der Meinung das eine Metcal Lötstation am besten für
bleifreies Löten geeignet ist.

Autor: Ulli (Gast)
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Hallo, die Analog60A ist antistatisch, die Analog60 eben nicht. Das ist
der einzige Unterschied.

Autor: Dirk Schlage (Gast)
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Hi,
sorry, dass ich so spät dahertrolle,
mir hat ein Vertreter von Weller gesagt, wichtig ist, dass man bei
bleifrei unbedingt den feuchten Schwamm zum Abstreifen der Lötspitze
abschafft.
Er sagte, durch das Abstreifen am feuchten Schwamm, würden den Spitzen
die eingedrungenen Zinnatome entzogen, was die Spitzen schnell
zerstöre. Korrekt verwendet man so einen Stahlschwamm, um die Spitze
sauberzuhalten.

Dirk

Autor: Bernd Rüter (Firma: Promaxx.net) (bigwumpus)
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Wir haben hier 2 Weller TCP-S (Magnastaten) im Dauereinsatz mit
bleihaltigem Lot. Die Spitzen kann man eigentlich nach 2 Monaten
wegwerfen... Aber sie haben genügend Dampf bei großer Spitze !

Ich würde mir jetzt eine Weller WS81 o.ä. holen, wenn was neues
ansteht. Ohne Digital-Display aber mit Stellrad.

Autor: Fly (Gast)
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Nun mal meine Erfahrung:
Ich habe viel, sehr viel gelötet...
Bis vor kurzem mit irgendwelchen uralten Thermostat geregelten 40W
kölben. Die Bleilötstellen waren immer tip top.
Mit der Umstellung auf Bleifrei fing es an... hässliche Lötstellen,
floss nicht richtig, viel zu langes anheizen, völlig unbrauchbar!
Nun haben wir neue 80W ! geregelte Kölben von Weller, weiss das Modell
nicht... Normale Lötstellen mit max. 350 Grad, grössere Lötstellen mit
ca 370 Grad. Unbedingt Lot mit mind. 3% Flussmittel verwenden.
So kann man fast so gut wie früher löten, nur glänzts nicht mehr :(

Meine Erfahrung:
mind. 60W, besser 80W
Temperaturgeregelt!!!
Lot mit viel Flussmittel

ansonsten vergeht dir der Spass...

Autor: Bernd Rüter (Firma: Promaxx.net) (bigwumpus)
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...die Hakko-Jungs habe ich mal auf einer Messe gesehen, und ich könnte
schwören, daß deren SMD-Resolderings-Kram vom gleichen
Fernost-Hersteller wie der Kram von Wiltec ist, nur zu einem anderen
Preis.

Wir haben uns mal eine SMD-Reworking-Station (Hotair) für irgendwie
knapp über 100 Euros gekauft.

Autor: Winfried (Gast)
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Ich würde heute wg. bleifrei auch lieber mehr Leistung kaufen, wenn eine
Neuanschaffung anstehen würde. Derzeit löte ich noch mit 50 Watt, es
funktioniert prinzipiell gut, trotzdem, mehr ist besser.

Auch nutze ich für bleifrei jetzt kürzere Weller-Spitzen, die nicht so
viel Wärme verlieren.

Autor: Niko G. (nikflewlow)
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Moin!

Ich grabe mal kurz diesen Uralt-Thread wieder aus...
Im Prinzip habe ich die gleiche Frage wie der Threadersteller - möchte 
mir eine Lötstation zulegen und frage mich nun, ob das WECP-20 oder 
WTCP-S System noch genug Leistung bringt. Das Magnastat-System bringt es 
mit den 7er Spitzen ja z.B. auf 370°C. Das müsste doch selbst für 
bleifreies Lot ausreichend sein, oder? Oder habe ich hier irgendwo einen 
Denkfehler drin? (Gut, vllt. dauert es etwas länger bis der Kolben auf 
Betriebstemperatur ist...). Ich finde zu diesem Thema generell etwas 
widersprüchliche Aussagen...

Eine interessante Frage für mich wäre auch noch, wie lange bleihaltiges 
Lot noch im Handel erhältlich sein wird? Wenn es das die nächsten 10 
Jahre noch zu kaufen gibt, würde mir das schon vollkommen reichen.

Viele Grüße,

nik

Autor: D. V. (mazze69)
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Hi Nik,
worauf es wirklich ankommt, verraten dir die Hersteller nicht. Damit 
bist du auf Referenzen angewiesen. Um deine Sinne zu schärfen, wird in 
diesem Fred:

http://www.eevblog.com/2014/03/30/eevblog-596-worl...

eingegangen.
Es kommt also nur darauf an, wie schnell die Lötstation die benötigte 
Wärmemenge nachliefern kann.

Viele Glück für die richtige Entscheidung.

: Bearbeitet durch User
Autor: PittyJ (Gast)
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Wichtig sind die Watt. Ich hatte es letztens nicht geschafft, zuhause 
mit der 40-Watt Lötstation einen Kondensator von einer Platine 
(industriell gefertigt) auszulöten. Trotz Maximaleinstellung von 450 
Grad.
Auf der Arbeit mit der 80-Watt Station ging es unter 400 Grad.

Es muss genug Leistung da sein, die Spitze auch schnell nachzuheizen.
Lieber etwas mehr investieren. Sonst kauft man doppelt.

Autor: Niko G. (nikflewlow)
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Hallo!

Vielen Dank für eure Antworten. Also muss doch eine "größere" her. 
Schade, ich hätte mir gewünscht, es wäre auch mit 50W gegangen :(

Grüße,

nik

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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PittyJ schrieb:
> Wichtig sind die Watt.

Oder geeignete Lötspitzenformen. Dann klappt es auch mit den 50 Watt 
einer Magnastat. Heiß genug wird die auch -- es gibt auch 8er und 9er 
Lötspitzen.

Autor: Sni Ti (sniti)
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Naja, es kommt schon auf mehr als nur "die Watt" an. Mit dem 
Rohrlötkolben will ich keine Elektronik löten, auch wenn der "die Watt" 
hat.

Genauso wichtig sind: Regelung und Spitzenform. Oben drauf kann man sich 
dann noch überlegen, wie man die Spitze wechseln will, lange an der 
Spitze rumfummeln und sich die Finger verbrennen oder einhändig in 2s.

Danach kann man sich dann (abhängig vom Preissegment) für eine 
entsprechende Station entscheiden ;-)

Autor: Niko G. (nikflewlow)
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Hallo!

Hm - nach den beiden letzten Beiträgen bin ich wieder hin und 
hergerissen. Also reicht eine WTCP mit 50W für kleinere Arbeiten aus? 
Ich zitiere mal mein Gesuch im Markt:
"Ich möchte hauptsächlich kleinere Tätigkeiten an Audiogeräten damit
ausführen (Anlöten von Chinchkabeln, Aus/Einbau von Potentiometern, 
etc."

die Station wird wahrscheinlich (vorerst) nicht sooo häufig zum Einsatz 
kommen.
Evtl. ist bleifreies löten dann für mich sowieso nicht von großer 
Wichtigkeit?

Würde mich über eine Aufklärung freuen :)

Grüße,

nik

Autor: Sni Ti (sniti)
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Niko G. schrieb:
> Evtl. ist bleifreies löten dann für mich sowieso nicht von großer
> Wichtigkeit?

Das musst du entscheiden ;-) Wenn du auch an neueren Geräten löten 
möchtest, wäre es vorteilhaft, wenn du bleifrei löten kannst. Wobei man 
auch das durch Zugabe von bleihaltigem Lötzinn "umgehen" kann, schöner 
ist aber bleifrei. Persönlich löte ich seit etwa 8 Jahren auch privat 
nur noch bleifrei, aber das ist kein Muss für jeden ;-)

Niko G. schrieb:
> Hm - nach den beiden letzten Beiträgen bin ich wieder hin und
> hergerissen. Also reicht eine WTCP mit 50W für kleinere Arbeiten aus?

Falls es eine neue Station wird, würde ich statt der Weller und Ersa 
eher so etwas in Betracht ziehen: 
http://www.weidinger.eu/shop/loet-_und_entloettech...
(oder gebraucht bei eBay nach JBC suchen).

Die erfüllen eigentlich alle Kriterien*, die ich oben angesprochen habe 
bestens, ob man das braucht ist eine andere Sache.
Für einfache (auch bleifreie Sachen) sollte deine derzeitige Weller 
definitiv reichen, wenn du aber auch Leistungsbauteile an großen 
Kupferflächen löten willst (was gerade bei Verstärkern mal vorkommen 
kann), könnte ein Umstieg sinnvoll sein.

Hängt aber wirklich von den Platinen und deinen genauen Anforderungen 
ab, viele zweilagige Sachen bekommt man noch recht problemlos hin, bei 
neueren mehrlagigen Verstärkern kann einem eher die Puste ausgehen ;-)

Wenn du also denkst, dass du in nächster Zeit eher mehr (und 
komplizierteres) Löten möchtest, würde ich definitiv zur JBC greifen.
Wenn nicht, kannst du dir mal eine Rolle bleifrei kaufen (kann für den 
Anfang ruhig eine kleine sein) und das Ganze ausprobieren.

*) Einziger Nachteil bei den JBCs ist, dass man danach nichts anderes 
mehr möchte. Aber irgendwo muss ja ein Haken sein ;-)

Autor: Niko G. (nikflewlow)
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Danke für deine ausführliche Nachricht! :) Werde mir nochmal Gedanken 
machen und die Angebote durchstöbern…

Viele Grüße,

nik

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