Hallo,
ich habe an den Eingängen eines ADCs (MAX1027) je ein Poti mit
dahintergeschaltetem RC-Tiefpass. Die Werte, die ich auslese, sind
absolut zufriedenstellend, selbst ohne Mittelung.
Dennoch bin ich skeptisch, ob ich nicht irgendwas übersehen habe -
erstens, weil mir der Begriff der Impedanz nach wie vor nicht so ganz
eingeht und zweitens, weil es egal zu sein scheint, was ich für
Bauteilwerte für die Filter benutze. Ein Filter hat eine Grenzfrequenz
von 10Hz, das andere von 60kHz. Bei dem 10-Hz-Filter, hätte ich
erwartet, dass die Werte am ADC etwas "nachziehen", wenn ich das Poti
schnell genug aufreiße. Aber ich sehe keinen Unterschied.
Ist es irgendwie von Interesse, wie der Eingangswiderstand vom ADC und
die "Quellenimpedanz" (ich kenne das deutsche Wort dafür nicht) vor den
Eingängen beschaffen sind? Die einzige Information bezüglich
Eingangswiderstand kann ich aus dem Datenblatt nur erraten und zwar in
einer Formel zur acquisition time mit dem Hinweis "where R_IN is
1.5kOhm". Der Poti geht aber bis zu 10kOhm hoch und läge damit über dem
Eingangswiderstand des ADCs, was schlecht sein soll. Allerdings sollte
der Kondensator vom TP-Filter die "Quellenimpedanz" heruntersetzen,
sagen Datenblatt und Internet.
Sollte ich hier noch irgendetwas beachten? Hat ein TP-Filter hier
überhaupt einen Sinn oder gibt es hier Effekte, die den eigentlich
überflüssig machen?
Eigentlich möchte ich nur wissen, wie ich die Bauteilwerte für Poti,
Widerstand und Kondensator am geschicktesten wählen soll...
Grüße
Peter
Schaltplan mit Bauteilewerte statt Schaltungsprosa
Wenn du Datenblätter zitierst ist ein Link und die Kapitel/Seitenangabe
hilfreich.
Peder schrieb:> Sollte ich hier
Was ist "hier"
Peder schrieb:> Eigentlich möchte ich nur wissen, wie ich die Bauteilwerte für Poti,> Widerstand und Kondensator am geschicktesten wählen soll...
Nochmal Schaltplan!
Was willst du messen?
Was für Signale hast du?
Wo kommen die her?
Was hat die Quelle(n) für eine Impedanz?
...
Wie groß die Impedanz der Quellen ist, kann ich eben nicht sagen.
Deshalb bin ich hier.
Sinn des Ganzen ist es, im Millisekundentakt die Potis auszulesen und zu
überprüfen, ob sie verändert wurden, um dann darauf entsprechend zu
reagieren. Die Potis selbst hängen direkt an 3,3V und Masse.
Das Datenblatt wäre das hier
https://datasheets.maximintegrated.com/en/ds/MAX1027-MAX1031.pdf, die
genannte Formel steht auf Seite 11.
Peder schrieb:> Wie groß die Impedanz der Quellen ist, kann ich eben nicht sagen.Peder schrieb:> Sinn des Ganzen ist es, im Millisekundentakt die Potis auszulesen und zu> überprüfen, ob sie verändert wurden, um dann darauf entsprechend zu> reagieren. Die Potis selbst hängen direkt an 3,3V und Masse.
Willst du uns jetzt veralbern?
Die Impedanz ist maximal halb so groß wie die Potis.
Es gibt ja gar keine ander Quelle, die Potis hängen an der Versorgung,
und die Impedanz der Versorgung ist hoffentlich sehr klein.
Potis im Millisekundentakt auszulesen und völlig überflüssig, weil du so
schnell gar nicht reagieren und Potis stellen kannst. Da reichen 10 -
100ms
Zumindest wenn du eh einen Tiefpass dranhängst.
Was soll der Tiefpass eigentlich filtern?
Ein einfacher keramischer C mit 47-100nF zwischen Potischleifer und
Masse wären völlig ausreichend.
Die Potiwerte werden in MIDI-Daten umgerechnet. Und es ist oft
notwendig, einen "smoothen" Verlauf zu haben. Ich gebe dir Recht, ich
kann kein Poti zehnmal pro Sekunde auf und zu drehen, aber ich brauche
die Zwischenstufen, um beispielsweise Filterkurven so zu steuern, dass
man keine Sprünge hört. Ich habe das schon mal getestet und ja: Es muss
nicht 1ms sein, aber 3..4ms sind die Obergrenze, danach werden bei
schnellem Aufdrehen des Potis nicht mehr alle Zwischenstufen erfasst.
Den Tiefpass wollte ich haben, weil die Werte am ADC um ein LSB wackeln
und ich das etwas reduzieren möchte. Reiner Perfektionismus, klar. Und
Angst davor, dass es unter Umständen mehr LSBs werden können.
Ich werde mal versuchen, auf den zusätzlichen Widerstand zu verzichten.
Wenn sich nichts zur momentanen Situation ändert, spare ich zumindest
Platz.
Danke erstmal!
Prinzipiell ist eine hochohmige Quelle vorm ADC schlecht. Ich kenn den
MAX1027 zwar nicht, wird wohl aber ein üblicher sampling ADC mit
vorgeschaltetem Multiplexer sein.
KOhm sind da schon hochohmig. Es kommt aber natürlich auf deine
Genauigkeitsanforderungen an. Im Prinzip ist bei solchen ADCs das
Problem, dass der interne Kondensator innerhalb der Sampling Zeit
vollständig umgeladen werden muss auf den neuen Wert (neuer Eingang).
Worst Case ist, wenn ein Eingang auf 0V liegt und der nächste auf VREF.
Nun, du hast schon mal große Kondensatoren direkt am ADC Eingang was
hier sehr gut ist. Damit kann wohl schon der größte Teil der notwendigen
Ladung aus diesem genommen werden können. Welcher Restfehler sich
maximal ergibt bei Rq max. = 5k (Poti), könnte man berechnen wenn man
die Interna des ADCs kennt (Sampling C, Sampling-Zeit, interner
Widerstand (MUX!), ev. Leckströme...).
Wenn dir das alles zu kompliziert ist, dann überlege ob du nicht auch
mit einem 1k oder 470 Ohm Poti leben kannst. Größe Sampling Zeit (wenn
einstellbar) und geringe Sampling Rate helfen auch.
Testen kannst du einen Teil der Fehler z.B. durch Eingang 0 auf min.
Spannung und Eingang 1 auf nahezu max. Spannung. Werte auslesen und
vergleichen ob sich der Wert für Eingang 1 ändert, wenn nur Eingang 0
hochgedreht wird.