Das geht tatsächlich. Der IDE war ursprünglich zu DOS und ISA Zeiten
nicht wesentlich mehr als ein ausdekodierter ISA-Bus mit 16Bit, zwei
Adressbereichen, 8 Adressen pro Bereich. Seit damals hat sich am
IDE-Bus nichts geändert, auch wenn er später eigentlich am PCI-Bus
hing. Ich hatte damals mal damit experimentiert und konnte wesentlich
höhere Datenraten erreichen als über den ISA-Bus. Da gabs nur ein
Problem: Auf einem Computer konnte man im Bios UDMA2/PIO4 einstellen
und die Einstellungen wurden trotz Fehlen einer richtigen Festplatte
nicht zurückgesetzt. Andere Boards haben das aber gemacht. Ich hatte
das nie hingekriegt das es auf allen Boards geht. Man hätte den DMA
Handshake emulieren müssen, das konnte aber die Logik nicht (ohne µC,
sondern nur HDL (ist kein VHDL) in CPLDs) - ich hatte damals zuwenig
Wissen und konnte es nicht umsetzen. Zumindest PIO0 ging aber immer -
allerdings halt nicht schnell genug :-)
Unter Windows wird das vermutlich jetzt garnicht mehr gehen, weil dich
Windows auf keinen Fall an die IDE Schnittstelle ranlässt - auch nicht
über Tools wie "CrackNT", die direkte Portzugriffe wieder
freischalten.
Falls du es trotzdem versuchen willst: Neuere IDE Schnittstellen (mit
neuer meine ich ~10Jahre alt g) lassen wirklich nur die Bits per
Adresse durch, die wirklich von IDE-Laufwerken verwendet werden.
Schreiben auf andere Bits hat keinen Effekt.
Mfg
Thomas Pototschnig