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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schottky-Transistor gesucht


Autor: Schottky-Transistor (Gast)
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Gibt es sowas wie eine Schottky-Diode als Transistor im einzelnen
Gehäuse? Also einen Transistor, der nur 0.3 bis 0.4V BE-Spannung hat,
vorzugsweise PNP und SOT-89-Gehäuse?

Sven

Autor: Sven (Gast)
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Mist, hab ich den Betreff bei Name reingeschrieben. Sorry.

Sven

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Es gibt bipolare Germanium-Transistoren, aus GaAs nur FETs, beide
Materialien haben geringere Durchlaßspannungen.
Die 74S-TTL haben nur eine Schottkydiode parallel zum Transistor, wenn
ich recht weiß. Der Schottky-Übergang ist wohl nicht für Verstärker
geeignet, nur als Gleichrichter

Autor: Kai Riek (kairiek)
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Gute Frage, würde mich interessieren, ob das überhaupt geht.

Anbei ein anderer "Schottky-Transistor". Erklärung hier:
www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/pullr.htm

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Da steht es genau wie ich schon sagte:

Was ist ein Schottky-Transistor
Dies ist im Grunde nichts anderes als ein ganz normaler
schnellschaltender NPN-Transistor kombiniert mit einer Schottky-Diode
zwischen Basis und Kollektor.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Die Schottky-Sperrschicht ist ein Metall-Halbleiter-Übergang, während
ein normaler Transistor auf Übergängen zwischen n und p-dotierten
Halbleiterschichten besteht. Die ersten Detektorradios in den 1920ern
hatten "Schottky"-Dioden, nämlich eine Drahtspitze, mit der man auf
einem halbleitenden Kristall herumstocherte, bis sich zufällig eine Art
Schottky-Sperrschicht gebildet hatte.
Ich vermute, dass sich so ein Übergang prinzipiell nicht für
Transistoren eignet.

Autor: Yagan Ζ. Dongobar (yagan)
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Hallo,

die ersten Transistoren waren solche, bei denen mit zwei Metalldrähten
auf einem Halbleiterkristall "herumgestochert" wurde. Sie wurden
Spitzentransistoren genannt.

Ciao, Yagan

Autor: Stephan Henning (stephan-)
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alte germanium Typen nehmen. Aber lieder kaum SOT .

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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In Elektor war mal eine Bauanleitung von 1954 abgedruckt, wie man aus
einer Diode einen Transistor bastelt, irgedwie eine zweite Spitze, mit
einer Glimerscheibe von der anderen isoliert auf dem Chip
"anschweißt", indem man einen Elko darüber entlädt. Nach einigen
Versuchen sollen sogar Stromverstärkungen etwas größer als 1
herausgekommen sein.

Autor: Cerny (Gast)
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Verdammt, ich such ebenfalls einen "Schottky-Transistor", also einen, 
der schon bei einer Ube von 0,3-0,4V schaltet.

Ich habe nämlich das folgende Problem:
In einem bestimmten Zustand meiner Schaltung habe ich einen 
Spannungspegel von 0,7V zur Verfügung, mit dem ich etwas schalten 
möchte.

Kennt jemand einen FET, der solch eine geringe Ugs hat?

Bin für jede Hilfe dankbar.

Vielen Dank.

Autor: Tom (Gast)
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Die Schottky-Transistoren, die ich kenne, haben alle nur die CB-Diode in 
Schottky-Technologie und nicht die BE-Diode.

Kannst ja den Emitter auf eine kleine negative Spannung (z.B. -0,4V) 
legen, dann schaltet der Transistor schon bei weniger Spannung.

Oder die Spannung verstärken mit einem rail-to-rail Opamp.

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

dann spanne die Basis eben mit 0,4V vor, passenden Spannungsteiler 
zwischen Ub und GND, der die Basis auf ca. 0,3V legt. Den untere 
Widerstand dann nicht an GND sondern an Deine Spannung.

Deine Spannung 0V -> Basis 0,3V -> Transistor sperrt.
Deine Spannung 0,4V -> Basis 0,7V -> Transistor leitet.

Ist störempfindlich, hängt von der Stabilität der Betriebsspannung ab, 
kann aber gehen, wenn diese stabil genug ist und Dein Spannungshub nicht 
zu klein..

Einstellregler nehmen und testen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Tom (Gast)
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Wenn Du 0,7V hast, ist das schon gar nicht schlecht. Die meisten 
low-power bipolaren Si-Transistoren fangen schon bei 0,5V deutlich an, 
Basisstrom zu ziehen.

Ist allerdings ein bisschen vage, d.h. abhängig von Bauteiltoleranzen, 
Temperatur etc.

Autor: Cerny (Gast)
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Danke für die Antworten. Die Basis-Spannung vorzuspannen werde ich 
prüfen, habe gerade nach MOSFETs mit geringer Gate-Source Spannung 
recherchiert:
Vishay hat interessante Produkte:

z.B. Si1012R/X mit Ugs = 0.45 .. 0.9V

Auf Seite 1 steht: "1.8V rated". Ich vermute mal zum Schalten in solchen 
Systemen.

Autor: Gerhard (Gast)
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Hallo

Schlaubi
der Begriff Schottky-Tranmsistor hat nix damit zu tun, dass die 
Basis-Emitter-Spannung klein ist, sondern damit, dass beim Aufsteuern 
die Sättigung mit Elektronen verhindert wird. Normale Transistoren haben 
dann einen längere Zeit, bis sie wieder sperren, da zuerst dieser 
Sättigungszustand abgebaut werden muss. Dehalb ist die Schottky-Diode 
auch in der CB-Strecke und nicht in der BE-Strecke eingezeichnet.
/Schlaubi

Gerhard

Autor: KlaRa (Gast)
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Hallo Sven,
bist Du sicher, dass Du mittels Transistor schalten willst.
Wenn Deine Spannung im Bereich 0,3 ... 0,4V liegt, wie wäre es mit einem 
Operationsverstärker, einen Schmitt-Trigger zum Beispiel?
Man könnte die 0,3 ... 0,4V auch erst einmal mittels Transistor 
verstärken.

Gruss KLaus.

Autor: Cerny (Gast)
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Deine Idee ist gut, scheitert aber leider am Platz auf der Platine und 
am Preis.

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