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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Unterschiede zwischen einzelnen Kondensatorarten


Autor: Lupin (Gast)
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Hi,

was ist der Unterschied zwischen einen Elektrolyt- und einem
Keramik-Kondensator? Natürlich, der ist anders aufgebaut und besitzt
eine Polung die man beachten sollte, dass weiss ich auch. Aber wie
schaut es mit den restlichen elektrischen eigenschaften aus? Kann man
einen Kerko an stelle eines Elkos verwenden wenn ESR,
Spannungsfestigkeit und Kapazität übereinstimmen oder gibt es noch
andere Werte die eine Rolle spielen?

Worin besteht der Unterschied zwischen einen normalen Elko und einem
Tantal Elko? Manchmal würde ich lieber Tantale als normale Elkos
einsetzen, weil die eine kleinere Bauform haben und ich deren Bauform
auch schneller in Eagle finden kann (bei SMD Elkos ist die Bauform ja
nicht genormt oder? Ich finde beim Versand immer nur Angaben wie 5x5.5
mm - wie finde ich nun das passende Bauteil in Eagle?)

Worin besteht nun der unterschied zwischen Tantal und normalen Elko?
Die Tantale sind meistens nicht so spannungsfest glaube ich und haben
einen höheren ESR Wert - das ist aber typ abhängig, gibt ja auch low
ESR tantale. Also die gleiche Frage wie am Anfang: Kann man einen
Tantal Elko an stelle eines normalen Elkos verwenden wenn ESR,
Spannungsfestigkeit und Kapazität übereinstimmen oder gibt es noch
andere Werte die eine Rolle spielen?


mfg Marius

: Verschoben durch Moderator
Autor: Hannes Lux (hannes)
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Falls deine Fragen keine Provokation sind solltest du dich wirklich mal
mit den Grundlagen beschäftigen. Fundiertes Grundlagenwissen fragt man
sich nicht zusammen, das lernt man aus Lehrbüchern und durch den
täglichen Umgang mit den Dingen.

...

Autor: da_user (Gast)
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Elkos sind aus nem komplett andren Material hergestellt. (lass mal nen
Elko und nen Keramik platzen [verpolen], dann merkst es)

Tantal sollte man soweit wies geht vermeiden. Der Rohstoff Tantal ist
sehr selten und wegen ihm werden z.T. auch Kriege geführt.

Autor: Lupin (Gast)
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HanneS danke für deine Antwort, kannst du mir ein Lehrbuch empfehlen?

Ich glaube nicht das irgendjemand wegen meinen drei Tantalkondensatoren
Kriege führen wird :)

Autor: Wegstabenverbuchsler (Gast)
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@Lupin
naja, nicht wegen deiner 3 persönlichen Kondensatoren.

Aber wenn wegen dem Material Tantal der halbe Urwald gerodet wird, und
anschließend irgendwelche Buschmänner nix mehr zu essen haben und auf
dei Barrikaden gehen (und das Klima umkippt wegen dem fehlenden Urwald)
dann sollte man schon überlegen was man da macht.

Man muß auch nicht unbedingt Wal-Hamburger essen als Japaner .....

Autor: Wegstabenverbuchsler (Gast)
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Wegen deiner fachlichen Frage:

das Grundprinzip eines Kondensators (physik) ist imemr gleich: 2
"Platten" stehen in gewissen Abstand zueinander, und bewirken ein
elektrisches Feld.

Die Frage ist halt, wie man es schafft, daß d 2 Platten zueinander
stehen, zB:

:: indem man einen Metallschwamm nimmt (=Tantal aufschäumen), den in
Isolationsschicht tunkt (Isolation des Tantal) und dann nach dem
Trocknen da nochmals irgendwas leitendes dran macht

:: indem man 2 Aluminiumfolien nimmt, und ein Streifen Pappe dazwischen
klemmt, und das ganze zu einem Röllchen aufrollt

:: indem man anstelle des Papiers irgend eine Zahnpasta-Glibber-Creme
nimmt (Elektrolyt)

::: etc. (gibt verschiedene weitere Kondensator-Bau-Prinzipien.


Frag mal google oder die Wikipedia, die kennen sich damit aus.

Autor: mr.chip (Gast)
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> naja, nicht wegen deiner 3 persönlichen Kondensatoren.

Als Hobby-Bastler muss man sich wohl wirklich kein Gewissen machen -
die Verantwortung würde hier eher bei den (grösseren) Unternehmen
liegen, welche wirtschaftlichen und technischen Mittel haben, z.B. eben
weitgehend auf Tantal zu verzichten. Wenn nur 1 Handyhersteller auf
Tantal verzichtet würde das wohl sämtliche Hobbybastler weltweit locker
aufwiegen ;-)

Autor: da_user (Gast)
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Ich weiß schon. Hab in der Arbeit auch schon n paar Tantal-Targets fürs
Sputtern rumgeschleppt (durchmesser~50cm, Dicke~5cm)

Trotzdem versuch ich beim basteln Tantals so oft wie möglich zu
vermeiden....

Autor: Heinz Schenk (Gast)
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Zur Eingangsfrage Elko/Kerko.

Guck Dir doch mal die Größenordnungen an, ganz abgesehen von Polung
oder Nichtpolung.

guude


äppler

Autor: Lupin (Gast)
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Ja das ist mir schon klar, aber 1uF, 2,2uF und 4,7uF bekommst du zB als
elko und kerko überall...

Was hat im durschnitt eigentlich nen geringeren ESR kerko oder elko?
Ich nehme mal an kerko?

Autor: Hannes Lux (hannes)
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> HanneS danke für deine Antwort, kannst du mir ein Lehrbuch
> empfehlen?

Ein Lehrbuch, welches alle deine Wünsche erfüllt, gibt es vermutlich
nicht. Man muss sich also schon in mehreren Quellen informieren.

Ein Klassiker für elektronische Bauelemente und deren Grundschaltungen
ist z.B. das "blaue Buch": "Einführung in die Elektronik 1" vom
Stam-Verlag (ISBN 3-8237-0214-9). Ich habe noch die 9. Auflage von
1993, es dürfte aber sicher schon aktuellere Auflagen geben. Der
relativ neue Begriff "low ESR" wird darin nicht einmal erwähnt, der
Goldcap war damals noch unbekannt, auch die unterschiedlichen
Folien-Typen wurden nicht gegenübergestellt.

Ich denke mal, dass du auch in den Lehrbüchern vom Westermann-Verlag
nützliche Informationen finden wirst.

...

Autor: Vex (Gast)
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Hallo
schau mal unter : -
http://de.wikipedia.org/wiki/Kondensator_%28Elektr...
- .
Ach und zum Kerko .. in Mess und Audiosachen besser weglassen, weil die
z.T bei Bewegung/Anstossen kleine bis größere Spannungsspitzen
verursachen (Piezoeffekt)

Autor: jumping is not a crime (Gast)
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Tantalelektrolytkondensatoren sind anders aufgebaut. Dazu gibts noch zu 
sagen das sie sehr spannungsfest sind ABER eben nur bis zu einer 
gewissen spannung. Man sagt das sie bei so ca 35 volt den geist 
aufgeben.

im grunde genommen ist der aufbau der unterschied

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Möglicherweise ist jumping tatsächlich kein Verbrechen, aber es grenzt 
an ein Verbrechen, einen mehr als 1 Jahr alten Thread unsinnigerweise 
wieder rauszukramen...

Autor: jumping is not a crime (Gast)
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ich werd wohl meinen saft dazugeben dürfen

Autor: Undertaker (Gast)
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>ich werd wohl meinen saft dazugeben dürfen

Das heißt Senf, Du Leichenfledderer  ;-)

Beitrag #3543515 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #3543527 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Brainlard (Gast)
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Kondensatoren werden auch zur Glättung von Strom genutzt mit einem Elko 
lässt sich der Strom grob glätten und mit einem Kerko lässt er sich viel 
feiner glätten. Das lässt sich am Oszilloskop sichtbar machen...

Autor: Alexander S. (alesi)
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Lupin schrieb:
> kannst du mir ein Lehrbuch empfehlen?

Leider nicht kostenlos, aber 9,90 € geht vielleicht noch:

Abc der Kondensatoren
Grundlagen, Kenngrößen und Kondensatortypen

http://www.we-online.de/web/de/electronic_componen...

http://www.we-online.de/web/de/index.php/download/...

Autor: Dirk K. (dekoepi)
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Ich vermute, nach neun Jahren hat der TE seine Antworten gefunden oder 
interessiert sich nicht mehr dafür.

: Bearbeitet durch User
Autor: MaWin (Gast)
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Brainlard schrieb:
> Kondensatoren werden auch zur Glättung von Strom genutzt mit einem
> Elko lässt sich der Strom grob glätten und mit einem Kerko lässt er sich
> viel feiner glätten. Das lässt sich am Oszilloskop sichtbar machen...

Das ist jetzt aber ziemlicher Käse, und das nach so vielen Jahren.

Kondensatoren glätten Strom überhaupt nicht, sondern die Spannung.
Drosseln glätten den Strom.

Autor: Mac (Gast)
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Ihr labert einfach nur scheisse hier! ohne eine gescheit Antwort zu 
geben. Die Frage selbst wurde nicht beantwortet.

Tantal halten ziemlich mehr Strom als Normalen Elko und haben daher 
Lower ESR im Vergleich zum Elko. Sie sind praktisch bei hohen Ströme. Zb 
für Kopplung von Spule usw. Also es hängt davon ab was du dann mit dem 
Elko treiben willst....

lass uns doch gehen ...   Ich würde sagen keine von uns hat die genaue 
Antwort auf die gestellte Frage.

Autor: Tr (Gast)
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Mac schrieb:
> Tantal halten ziemlich mehr Strom als Normalen Elko

Ahja. Wieso brauchen die dann gerne mal einen kleinen extra 
Serienwiderstand damit sie beim Einschalten nicht platzen?
Low ESR ist ja ganz toll aber dann muss man die Ströme auch verkraften 
können. Bei manchen LDOs wird sogar ein ESR ab x Ohm gefordert sonst 
schwingts.

Ich machs so:
Tantal: Igitt
Kerko: bis 10uF, oder für Sonderfälle (Schaltregler)
Elko: alles andere

Das ist denke ich ne gute Daumenregel bei Digitalkram. Bei anderen 
Schaltungen (Audio, Hochstrom etc.) braucht man meistens spezielle 
Eigenschaften und muss dann anders wählen. Z.B Folien-C für Audio, 
Goldcap für RTC Backup, ...

Autor: ASM Superprofi (Gast)
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Ein Moderator möge der Welt einen Gefallen tun und dieses Thema endlich 
schliessen.

Autor: Mikrocon Troll-er (-42-)
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ASM Superprofi schrieb:
> dieses Thema endlich
> schliessen.

Warum? Es (das Thema) ist doch erst zehn. Lass es doch noch durch die 
Pubertät gehen und erwachsen werden. Dann haben wir noch acht Jahre 
unseren Spaß damit.

MfG

Autor: Alex S. (Gast)
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Also Tantals sind ja wohl die größten Mimöschen unter den Kondensatoren!

Empfindlich gegen Überspannung, empfindlich auf Überstrom, arme 
afrikanische Kinder müssen durch Minen kriechen, um Coltan für Warlords 
abzubauen, höherer Preis, schlechtere Beschaffbarkeit...

Tantals wurden Mitt der 90-er gehypet, als Mobiltelefone Massenware 
wurden.
Mittlerweile gibt es hochkapazitive keramische MLCCs mit etlichen Zehn 
µF und vertretbarem Spannungs-Derating. Dank immer höher taktender 
Schaltregler lassen sie sich dort hervorragend einsetzen.

In über 90 % der Applikationen lassen sich Tantals vermeiden, als 
Hobby-Bastler eh.

Autor: MaWin (Gast)
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Mac schrieb:
> Ihr labert einfach nur scheisse hier! ohne eine gescheit Antwort zu
> geben. Die Frage selbst wurde nicht beantwortet.

Weil die Antwort lang gewesen wäre, hat man Wikipedia, Lehrbücher und 
Datenblätter verlinkt. Das ist gut und ausrichend.

> Tantal halten ziemlich mehr Strom als Normalen Elko und haben daher
> Lower ESR im Vergleich zum Elko. Sie sind praktisch bei hohen Ströme. Zb
> für Kopplung von Spule usw. Also es hängt davon ab was du dann mit dem
> Elko treiben willst....
>

Wow, welches Kleinkind schreit denn hier rum ?

Inhaltlich weitgehend falsch

> lass uns doch gehen ...

Bitte geh.

> Ich würde sagen keine von uns hat die genaue Antwort auf die gestellte Frage.

Offenbar kein Mädel. Die Jungs schon.

Autor: Klaus Ra. (klara)
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Hannes L. schrieb:
> Falls deine Fragen keine Provokation sind solltest du dich wirklich mal
> mit den Grundlagen beschäftigen. Fundiertes Grundlagenwissen fragt man
> sich nicht zusammen, das lernt man aus Lehrbüchern und durch den
> täglichen Umgang mit den Dingen.

Hallo Marius,
Hannes hat vollkommen Recht.

Sehr gute Infos bietet WIMA, und das noch in deutscher Sprache.

Hier die Übersicht der Themen.
http://www.wima.de/DE/technicalinformation.htm

Vielleicht für den Einstieg und zur Orientierung: Applikationsleitfaden 
für WIMA Kondensatoren
http://www.wima.de/DE/applicguide.htm

mfg klaus

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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Klaus R. schrieb:
> Sehr gute Infos bietet WIMA, und das noch in deutscher Sprache.

Das wird den Threaderöffner nach über 10 Jahren bestimmt noch 
interessieren, falls er nicht inzwischen in Rente ist ;)

Autor: Klaus Ra. (klara)
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Dirk J. schrieb:
> Das wird den Threaderöffner nach über 10 Jahren bestimmt noch
> interessieren, falls er nicht inzwischen in Rente ist ;)

Wer weiß. Dieser Thread zeigt auch, die Unwissenden sterben nicht aus. 
Zumindest kommen solche Fragen regelmäßig hoch. Und die WINA-Seiten sind 
wirklich gut.
mfg klaus

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