Hallo Leute,
wollte gerade eine Platine unter Eagel zeichen und bin beim Board
Design jetzt auf ein kleines Problem gestoßen, und zwar will ich 2 SMD
Bauteile in den Bottom Layer bekommen weil ich kein 2 Layeriges Board
machen will, aber irgentwie bekomme ich das nicht hin, hab schon über
Change Layer probiert aber da tut sich nichts,
mach ich etwas falsch oder geht das in der Lite version vielleicht
garnet ??
danke für eure hife
Christoph
Von mir auch vielen Dank!
An dieser Aufgabe bin ich eben auch schon fast verzweifelt. Aber so
wirklich logisch ist das nicht, oder? Bei normalen Bauteilen spiegelt
Mirror das Bauteil. Dass man bei SMD-Teilen damit den Layer wechselt,
erscheint mir etwas unlogisch. Andererseits ist die Funktion Mirror im
Board-Editor ohnehin nicht sehr nützlich, denn alle Bauteile, die man
wenden kann, kann man stattdessen auch einfach drehen. Deshalb reicht
hier die Funktion "Rotate". Oder gibt es irgendwelche Gründe, einen
Transistor oder ein IC auf den Rücken zu wenden (= Mirror) und dann so
einzulöten?!? ;-)
Naja, gewusst wie...
Tschö, Volker
Volker schrieb:
> Von mir auch vielen Dank!>> An dieser Aufgabe bin ich eben auch schon fast verzweifelt. Aber so> wirklich logisch ist das nicht, oder? Bei normalen Bauteilen spiegelt> Mirror das Bauteil.
Jein, ein normales Bauteil wird durch MIRROR auch von der andren Seite
bestückt. Erkennst du recht einfach daran, dass der Bestückungsdruck nun
spiegelverkehrt ist.
> Dass man bei SMD-Teilen damit den Layer wechselt,> erscheint mir etwas unlogisch. Andererseits ist die Funktion Mirror im> Board-Editor ohnehin nicht sehr nützlich, denn alle Bauteile, die man> wenden kann, kann man stattdessen auch einfach drehen. Deshalb reicht> hier die Funktion "Rotate". Oder gibt es irgendwelche Gründe, einen> Transistor oder ein IC auf den Rücken zu wenden (= Mirror) und dann so> einzulöten?!? ;-)
Nein, das ist falsch.
ROTATE dreht ein Bauteil. MIRROR stellt es auf die gegenüberliegende
Seite. Auch bei bedrahteten Bauteilen, nur gehen die Bohrungen für
bedrahtete Bauteile meistens durch die ganze Platine.
Den Befehl "mirror" zu nennen, ist tatsächlich unlogisch. "Rotate" ist
da schon von der Logik her richtig. Das Package wird de facto nicht
gespiegelt, sondern entlang der "oben-unten"-Achse um pi gedreht. Zwar
würde dann das Bauteil im Gedanken "auf dem Rücken" wie ein toter Käfer
auf der Platine liegen, da dies aber in der Praxis keinen Sinn macht,
von extrem wenigen Ausnahmen abgesehen, verschiebt man das Bauteil noch
"nach unten" durch die Platine, sodass die Lötkontakte im Bottom-Layer
landen.
Kevin K. schrieb:
> Den Befehl "mirror" zu nennen, ist tatsächlich unlogisch.
Da wir mit EAGLE noch im zweidimensionalen Raum arbeiten, wird ein
Bauteil schlicht und ergreifend gespiegelt, wenn es auf die andere Seite
soll.
Footprints sind nunmal in EAGLE platt und zweidimensional. In EAGLE
existiert keine Höhe.
...was aber für denjenigen, der die Platine später lötet, oder sich beim
Layout vorstellt, wie das später in echt aussehen wird, keine Rolle
spielt. Für denjenigen ist der Gedankengang ersteinmal abwegiger, als
das Bauteil zu rotieren. Vom Standpunkt eines 2D-CAD-Systems aus hast du
natürlich recht.
>...was aber für denjenigen, der die Platine später lötet, oder sich beim>Layout vorstellt, wie das später in echt aussehen wird, keine Rolle
Das sieht man doch im Layout! Und löten muß man es notgedrungen auf der
anderen Seite.
Und SMD sind standardmäßig auf TOP.
Kevin K. schrieb:> Den Befehl "mirror" zu nennen, ist tatsächlich unlogisch. "Rotate" ist> da schon von der Logik her richtig.
Nein Mirror trifft es absolut richtig. Von TOP nach BOTTOM muss das
Bauteil nämlich gespiegelt werden! Stell dir vo du hältst einen Spiegel
hin - dann siehst was du auf der BOTTOM seite haben willst.
Nö, habe ich nach wie vor nicht. Bin noch immer davon überzeugt, dass
das Bauteil rotiert wird und es nur durch die Ansicht "von oben"
gespiegelt dargestellt wird. Wenn du im Schaltplan ein Bauteil spiegelst
(beispielsweise, um die Anschlüsse schöner verlegen zu können), dann ist
der Begriff spiegeln richtig. Ich gebe jedoch zu, dass die Bezeichnung
rotate für ein Verschieben auf die Unterseite doppeldeutig mit dem
Rotieren um die Hochachse wäre.
Die Befehle Rotieren und Spiegeln sind im 2D-CAD wohl definiert und
genau so richtig wie sie funktionieren.
Das Verhalten von Rotieren ist im Schaltplan-Editor wie im Board-Editor
völlig gleich umgesetzt.
Die Entwickler haben aber festgestellt, dass das Spiegeln von Footprints
im Board-Editor an sich keinen Sinn macht, weil man die Bauteile ja
nicht "kopfüber" bestücken kann. Aber es macht genau dann wieder Sinn,
wenn man die Bauteile beim Spiegeln gleichzeitig auf den jeweils anderen
Layer (Top/Bottom) verschiebt. Schließlich sieht man die Bauteile auch
gespiegelt, wenn man auf den Top-Layer schaut, und die Teile auf dem
Bottom-Layer bestückt werden.
Die Alternative wäre eine zusätzliche Funktion gewesen, die die Bauteile
vom Top- auf den Bottom-Layer oder umgekehrt versetzt, aber genau das
Gleiche macht (Spiegeln und Layer wechseln).
Also sieh es einfach pragmatisch, und versuch nicht so kompliziert zu
denken.
;-)
Kevin K. schrieb:> Nö, habe ich nach wie vor nicht. Bin noch immer davon überzeugt, dass> das Bauteil rotiert wird und es nur durch die Ansicht "von oben"> gespiegelt dargestellt wird.
Du kommst so ca. 20 Jahre zu spät. Die Befehle wurden damals festgelegt
und wie es bei der Bedienung von Programmen so ist muss man Sie lernen.
Egal wie semantisch gelungen man die Begriffsdefinition findet.
Wenn dir Mirror nicht passt so kannst du jederzeit move mit der
mittleren Maustaste nutzen.
Dann kommst du ganz und gar ohne Definition aus
Wenn dir das auch noch nicht passt so findet sich bei den vielseitigen
Konfigurationsmöglichkeiten von eagle sicher ein Weg das Programm z.B.
mit
LegeDasVerf____BauteilAufDieAndereLeiterplattenseite
entsprechend anzuweisen. Da kannst du dann wieder einen Shortcut draus
machen. ;-)
Um das klarzustellen: Ich sehe das durchaus pragmatisch und habe mich,
wie 99,x% aller Platinenentwickler, dran gewöhnt. Habe auch kein Problem
damit. Meine Aussage war, dass die Bezeichnung "mirror" nicht intuitiv,
weil wortwörtlich ist. Jedoch ist mir bewusst (und das habe ich
geschrieben), dass eine andere Bezeichnung, als "rotate" gefunden werden
musste und "swap to other side" ist halt zu lang.
@ Kevin K. (nemon) Benutzerseite
>damit. Meine Aussage war, dass die Bezeichnung "mirror" nicht intuitiv,>weil wortwörtlich ist.
Doch ist sie. Es wird nicht in der 2D Zeicheneben sondern 3D gespiegelt!
> Jedoch ist mir bewusst (und das habe ich>geschrieben), dass eine andere Bezeichnung, als "rotate" gefunden werden>musste und "swap to other side" ist halt zu lang.
Und rotieren und Spiegeln sien VERSCHIEDEN Operationen, sowohl im 2D als
auch 3D.
OK, Eagle hat in Vergangenheit einige Unlogik gehabt. z.B. der CUT
Befehl, das war real ein COPY. Ist mittlerweile aber behoben, es gibt
nur noch COPY.
Falk Brunner schrieb:> Es wird nicht in der 2D Zeicheneben sondern 3D gespiegelt!
Es wird nur 2D gespiegelt! Und dann im Layer der 'Gegenseite'
eingetragen.
3D wäre was anderes: Da gibt's nur ein virtuelles Bild. Denn wenn ich
den Transistor auf der Unterseite einlöten will, gibt es zwei
Möglichkeiten: Entweder ich drehe die Platine oder ich lege mich zum
Löten unter den Tisch. Das Bauteil wird ja nicht verändert.
'Rotate' -> drehen, gerne auch in beliebigen Winkeln. Das wäre um eine
Achse in der Platinenebene nicht sooo günstig ;)
'Mirror' -> in Wirklichkeit drehen um eine Platinenachse (immer 180°)
und dann verschieben. Und jetzt: Das sieht aus, wie gespiegelt (auf
der 'Zeichnung', also 2D).
Kevin K. schrieb:> dass die Bezeichnung "mirror" nicht intuitiv,> weil wortwörtlich ist.
Im Schaltplan stimmt die Bezeichnung fast wortwörtlich. Das Konzept von
eagle ist nun mal mit möglichst wenig Befehlen auszukommen also hat man
das in das Layout übernommen.
In der Umgangssprache wird es auch kein Wort geben das die Verlegung
eines Bauteiles von einer Seite auf die andere kurz und knapp
beschreibt.
Also muss eines entlehnt werden. Spiegeln passt da noch am besten und
hat sich in der CAD Szene auch durchgesetzt.
Hallo, wollte auch mal Leichenschändung betreiben ...
Mit Mirror bekomme ich das Bauteil auf die Lötseite. Funktioniert auch
einwandfreit und die erstellte Platine mit den SMD-Bauteilen arbeitet
korrekt. Ich bekomme aber nie die Umrisse der Bauteile zu Gesicht. Ich
sehe nur die PADs und auch das Kreuz (Center) zum verschieben oder so.
Wie bekomme ich auf der Bestückungsseite oder auf der Lötseite die
Bauteilumrisse zu Gesicht?
Ich verwendene die letzte 7er Version von Eagle.
Cheffe
Cheffe schrieb:> Hallo, wollte auch mal Leichenschändung betreiben ...
Is hoffentlich damit abgehakt!
Du musst doch nur die entsprechenden Layer einblenden!
t/bPlace, t/bDocu
Cheffe schrieb:> Hallo, die Layer sind natürlich eingeschaltet. Umrisse sehe ich aber> nicht mehr.
Dann stelle fest, in welchem Layer sie sind und aktiviere den
entsprechenden Layer.
Christoph Krikl schrieb:> und zwar will ich 2 SMD> Bauteile in den Bottom Layer bekommen weil ich kein 2 Layeriges Board> machen will, aber irgentwie bekomme ich das nicht hin,
MOve und mittlere Maustataste
Cheffe schrieb:> Hallo, die Layer sind natürlich eingeschaltet. Umrisse sehe ich aber> nicht mehr.
Dann lade deine Board-Datei und eine PNG-Graphik mit deinem Problem
hoch.
Kevin K. schrieb:> Bin noch immer davon überzeugt, dass> das Bauteil rotiert wird und es nur durch die Ansicht "von oben"> gespiegelt dargestellt wird.
Spiegeln ist hier, wie nun bereits dutzendfach erwähnt, der vollkommen
korrekte Begriff. Durch eine reine Rotation wirst du sonst nie im Leben
z.B. bei einem Spannungregler im SOT-Gehäuse von dieser Lage
5V 3V GND
|| || ||
+----------+
| LM1117 |
+----------+
|______|
3V
in diese
GND 3V 5V
|| || ||
+----------+
| LM1117 |
+----------+
|______|
3V
kommen.
Kevin K. schrieb:> Ich gebe jedoch zu, dass die Bezeichnung> rotate für ein Verschieben auf die Unterseite doppeldeutig mit dem> Rotieren um die Hochachse wäre.
Dass das Bauteil nun auch automatisch auf die Unterseite kommt, ist die
logische Konsequenz des Spiegelns. Was willst du denn sonst auch mit
einem gespiegelten Footprint auf deiner Platinenoberseite? Ich wäre auf
dein Gefluche gespannt, wenn du Platinen bekommst, auf denen du deine
Bauteile alle auf dem Rücken liegend anbringen müsstest :D
Bei symmetrischen Bauteilen, wie Widerständen, Dioden etc. fällt das
vielleicht nicht auf. Aber eine Platine besteht ja meist aus mehr
Teilen, als ein paar popeligen Widerständen.
A.. P. schrieb:> Was willst du denn sonst auch mit> einem gespiegelten Footprint auf deiner Platinenoberseite? Ich wäre auf> dein Gefluche gespannt, wenn du Platinen bekommst, auf denen du deine> Bauteile alle auf dem Rücken liegend anbringen müsstest :D
Kommt schon vor, das ich bei einer Mischbestückung auf Einseitigen, die
THTs auf der falschen Seite einsetze und verlöte.
Teo D. schrieb:> Kommt schon vor, das ich bei einer Mischbestückung auf Einseitigen, die> THTs auf der falschen Seite einsetze und verlöte.
Trotzdem musst du vorher spiegeln. Kann allerdings sein, dass dir das
bei deinen Widerständen und Kondensatoren noch nicht aufgefallen ist.
Teo D. schrieb:> Kommt schon vor, das ich bei einer Mischbestückung auf Einseitigen, die> THTs auf der falschen Seite einsetze und verlöte.
Was meinst du denn mit "falscher Seite"? Es gibt keine falsche Seite.
EAGLE geht vom Regelfall aus und in diesem packt man bei gespiegeltem
Bauteil dieses eben auch auf die Unterseite. Bei SMT macht dieses
selbstverständlich Sinn, ob man das auch bei THT-Pads automatisch machen
muss, darüber lässt sich streiten. Aber letztlich sind auch deine
Lötaugen für Eagle eben nur Kupferpads, aber EAGLE richtet sich eben
nicht nach der Kupferfläche, die du später ätzen willst (in deinem Fall
eben nur eine Seite), sondern nach der Ausrichtung des Bauteils. Und
dieses wird mit dem Mirror-Befehl eben immer auf die andere Seite
gepackt und sämtliche Pads gespiegelt.
Wenn nun hier und da das eine Bauteil doch auf die andere Seite soll,
wechselt man fix das Layer und fertig ist die Laube.
Ralf G. schrieb:> Trotzdem musst du vorher spiegeln.
Hab nie was andres behautet! 8-|
A.. P. schrieb:> Was meinst du denn mit "falscher Seite"?
Spiegeln und dann wieder auf den ursprünglichen Layer setzen.
Anders.
Ein THT-IC Spiegelverkehrt Routen u. ätzen, nur halt dann nicht die
Beine überkopfbiegen, sondern auf der Falscheinseite einsetzen und
verlöten. All Kupfer und Bauteile, SMD wie THT, auf zB. Top.
Teo D. schrieb:> Kommt schon vor, das ich bei einer Mischbestückung auf Einseitigen, die> THTs auf der falschen Seite einsetze und verlöte.
Spätestens bei den meisten Bauteilen mit mehr als zwei Beinen gibt das
ein Problem.
Wolfgang schrieb:> Spätestens bei den meisten Bauteilen mit mehr als zwei Beinen gibt das> ein Problem.
Du raffst es einfach nich! Ich sprach ausdrücklich von ICs.
Noch mal.
Du hast versehentlich einen 74HC14, auf einer einseitigen Platine,
gespiegelt Geroutet und geätzt!
Welche Möglichkeiten hast du den 74HC14 dennoch, so ein zu löten das er
funktioniert?
Teo D. schrieb:> Noch mal.> Du hast versehentlich einen 74HC14, auf einer einseitigen Platine,> gespiegelt Geroutet und geätzt!
Versehentlich geht das gar nicht. Mach es mal vor!
Man wird doch wohl an den roten und blauen Zuleitungen erkennen, auf
welcher Seite es ist.