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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 433Mhz übertragung von seriellen Daten


Autor: Dennis (Gast)
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Hi,

ich baue gerade ein Funksteckdose und deren Fernbedieung zu einer 
kleinen Funkstrecke um. Das funktioniert soweit auch ganz gut. Über eine 
Entfernung von 30cm bekomme ich serielle daten:

8bit
1start
1stop bit
parity off

mit einer geschwindigkeit von 2400baud, in diesem Falle also 2400 Bit/s 
fehlerfrei übertragen.

ich möchte später einen datenramen an 4 strahler schicken, die 
ihrerseits akkubetrieben und mit led-halogenleuchtmittel ausgestattet 
sind, also eine 1 zu n übertragung, nur TX(senden).

da diese funksteckdosen erstens: sehr günstig sind und

                        zweitens: immer 3 empfänger mitbringen, ist die 
funkstrecke recht günstig und einfach aufbaubar

1) hat sich schonmal jemand mit diesem thema beschäftigt!?
2) logischer weise nimmt die übertragungsrate mit zunehmender strecke, 
entfernung ab, wie kann ich die strecke auf maximal 10m bringen, welche 
verstärker, welche antennen...?
3)gibt noch andere mögliche und günstige lösungen für mein problem...
als ziel wäre eine Ü-Rate von 9600baud nicht schlecht..

die steuerung soll dann mit dem pc erfolgen, deswegen kommen auch blue 
tooth o.ä.in frage, nur dieempfänger müssten sich halt umbauen lassen..

an ir habe ich ach schon gedacht, doch es ist nicht garantiert das die 
strahler immer in sichtkontakt stehen....

ideal wäre eigentlich ein usb funk hub, also ein hub an dem die empfäner 
alle einzeln über funk an den usb sender angebunden sind, dann  könnte 
mal mit 4 fti232bl das ganze auch nutzbar machen.....

aber vielleicht hat ja jemand noch anregungen für mich...

dennis

Autor: JoachimB (Gast)
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Hallo Dennis,

zu 1)
nicht direkt mit deiner Anwendung, jedoch mit der Erzeugung des 
Funksteckdosencodes durch einen AVR.
zu 2)
das System arbeitet bei mir im Gebäude bis zu 20m Entfernung.
Wenn ich die Sendeantenne duch einen 25cm langen gestreckten Draht 
ersetze steigt die Reichweite.
zu 3)
der Sender arbeitet mit einem geschalteten SAW-Resonator. Die 
Einschwingdauer des Resonators verzerrt das Signal und begrenzt die 
Datenrate. Mit einem aufwendigeren Sender kann man sicher bessere 
Ergebnisse erzielen.
Der Pendelaudion-Empfänger für 433 MHz bietet sicher auch noch 
Verbesserungspotential.

Ich habe einen Funkgong für 4,95 EUR erworben. Dafür erhält man neben 
dem Sender noch einen mit 3V betreibbaren Empfänger.

Gruß
Joachim

Autor: Dennis (Gast)
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Hallo Joachim,

wie kommst du auf 25cm!? es scheint ja auch antennen speziell in diesem 
bereich zu geben... ich bin in dem thema nicht so bewandert...stichwort:
lamda halbe!?

ich schau jetzt erstmal nach was genau ein "Pendelaudion-Empfänger " 
ist...
das die "einschwingdauer" ein problem ist, habe ich auch schon bemerkt, 
jedoch sende ich fortwährend einen datenrahmen, d.h. er schwingt sich 
nur ein mal beim einschalten der anlage ein, dann läuft die übertragung 
ununterbrochen, ich würde sie nur gern auf 10-15 meter und einer ü rate 
von min. 9600baud bringen, dazu müsste ich etwas an dem empfänger 
drehen, damit dieser sich auch auf "höhere" frequenzen einschwingen 
kann, und natürlich an den antennen, sende wie empfangsseitig - schätze 
ich...

im bereich 433 mhz scheint es ja auch antennen zu geben, vielleicht 
finde ich da noch eine im preis passende...

dennis

ps.: den türgong habe ich auch noch hier rumfliegen...

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Ichhabe hier schon mal Antennenbilder gezeigt:
http://www.mikrocontroller.net/attachment/13841/Do...
sehr einfach zu bauen, der komplette Thread hier
Beitrag "Antennenanpassung"

Autor: Matthias (Gast)
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Hallo,

also ich hab schon mit sowas zu tun gehabt. Allerdings nicht
mit der "günstigen" Variante der Sender/Empfänger, sondern mit 
speziellen
Transmitterbausteinen und Empfängerbausteinen.

Ich empfehle mal www.rowalt.de . Der Fuchsjagtsender dort, hat glaub ich 
ne Reichweite von ca. 100m .

Die Sende und Empfangsbausteine sollten relativ einfach zu bekommen 
sein.
Die Teile kosten ca. 5-7 Euro pro Stk. Allerdings lassen sich i.d.R. 
größere Reichweiten erreichen (wenn man das ganze richtig unmsetzt).

HF - Technik ist ein klein wenig "Voodo-Zauber" für diejenigen, die 
nicht gerade sowas studiert haben (also wir Otto-Normal-Bastler) ;-)

Die Übertragungsrate kasste wahrscheinlich auf 1200 Baud festnageln, da
mit steigender Übertragungsrate die Störanfälligkeit stark zunimmt.
Und ich glaube nicht, dass Du dich mit fehlerkorrigierender Codierung
und Informationstheorie (max. mögliche Übetragungsrate auf einem Kanal) 
beschäftigen willst.

Tip:
In der Regel werden bei solchen Applikationen keine permanenten 
Datenströme gesendet, sondern nur kurze "Telegramme", die dafür mehrfach 
wiederholt werden. Vor dem eigentlichen Telegramm wird normalerweise 
immer eine
Präambel gesendet z.B. 01010101010101 mit definierter Länge, auf die 
sich der Empfänger (uC) einsynchronisiert und die auch für besseres 
Einschwingverhalten beim Empfänger sorgt (z.B. auch eine etwa vorhandene 
Rauschsperre öffnet). Das Theme Rauschsperre ist dabei nicht gerade
vernachlässigbar. Ich hatte schon den Fall, dass ein uC bereits vom
Grundrauschen auf dem Kanal so zugemüllt wurde, dass er seine 
eigentliche Aufgabe nichtmehr ausführen konnte.

Ich würde auch eine CRC Prüfsumme empfehlen.

Also kurz:

* Präambel
* Rausch-/Störungsunterdrückung
* Prüfsumme
* Entsprechenden Sender (siehe Vorschlag)
* Kein permaneter Datenstrom sondern Telegramme
* Mehrfache Telegrammaussendung

Falls noch Fragen sind, ich helfe gern.

Autor: Dennis (Gast)
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Hallo Christoph,

vielen Dank für den Link, ich werde mich da mal umsehen!

Hallo Matthias,

ich war gerade mal am rechnen:


300/433 = 0,69, also eine lambda antenne für den 433Mhz bereich müsste 
demnach ca 69cm lang sein... eine lambda/4 antenne demnach ca 17cm.. das 
ist ja auch in den von mir gelesenen threads so publiziert.

für mein projekt benötige ich wie gesagt eine 1 zu n übertragung, deren 
ü rate möglichst auf 9600baud kommen sollte, dabei ist die fehlerhafte 
übertragung eines datenrahmens vorerst völlig egal, da die daten ständig 
gesendet werden.eine einfache checksumme nach jedem rahmen wäre denkbar, 
um ihn anschließend zu verwerfen, jedoch absolut zweitrangig.

ich muss jetzt erstmal sehen das ich meine funkstrecke verlängere ohne 
das sich die datenrate vermindert, dazu wollte ich eigentlich lambda/4 
antennen für den 433Mhz bereich einsetzten. es gibt da ja ganz nette 
dinger mit bnc anschluss. bei ebay habe ich jetzt antennen für den 2,4 
ghz bereich für 2€ gefunden. leider liegt deren bereich in keinem 
vielfachen von 433mhz, d.h. würde ich diese einsetzten, hätte ich einen 
nicht so wirklich 100% empfangsverbesserungseffekt. aber bei dem preis 
kann man ja mal damit rumproieren...die lambda antenne müsste eine länge 
von ca 12,5cm haben... oder einem vielfachen weniger..(3/24)

die 433mhz antenne kostet bei c ca 10€, ist schon recht viel, für einen 
versuch...Artikel-Nr.: 190035 - 62 o. 190047 - 62


das ist auch nicht schlecht:
Ebay-Artikel Nr. 140072213606


ich lese bei ebay gerade folgende texte:

Zugewinn: 5 dBi
Frequenzbereich: 2400-2483 MHz
Passend zu 802.11b & 802.11g Netze
Anschluss: SMA-männlich Stecker direkt an der Antenne
VSWR: < 1.5
Impedanz: 50 Ohm
Stecker:SMA(männlich)
Polarisation: vertikal
Öffnungswinkel: 360°
Länge: ca. 21cm
Farbe: matt Schwarz


Zugewinn: 5 dBi
Frequenzbereich: 2400-2483 MHz
Passend zu 802.11b & 802.11g Netze
Anschluss: RP-SMA-weiblich Stecker direkt an der Antenne
VSWR: < 1.5
Impedanz: 50 Ohm
Stecker:RP-SMA
Polarisation: vertikal
Öffnungswinkel: 360°
Länge: ca. 18cm
Farbe: matt Schwarz

die antennenlängen wiedersprechen schon einander, aber auch einer 
berechnung, oder!? wie kann das gehen!?

also ich glaube gern das das ein bissl voodoo ist:-)

als zweites problem habe ich da noch die verbesserung des 
schwingverhaltens meines empfängers, aber dafür müsste ich von der 
kleinen schaltung warscheinlich erstmal einen schaltplan einstellen, den 
ich noch nicht habe... es muss doch möglich sein das er sich auch auf 
höhere frequenzen einschwingt... also z.b. 9600baud, das entspricht ca 
10khz aufmoduliert auf 433Mhz, oder liegt da das problem bereits beim 
sendemodul, das ist mir noch nicht ganz klar... aber das kann nur jemand 
beantworten der mit diesen billig steckdosen rumgebastelt hat, denke 
ich:-)
+
ahoi,
dennis




Autor: JoachimB (Gast)
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Hallo Dennis,

beim C.. gibt es eine technische Beschreibung für ein 
Sender-Empfängermodul-Set mit Schaltunterlagen. Der Sender ist dem hier 
verwendeten Fernsteuersender sehr ähnlich. (SAW-Resonator, ein 
Transistor und keine Antennenanpassung)
Da der Sender zu Beginn eines "1"-Signals eingeschaltet und am Ende 
wieder ausgeschaltet wird, muß der SAW-Resonator für jedes Bit erst 
einschwingen. Dadurch wird jedes "1"-Bit systematisch verkürzt und die 
Mindest-Bitlänge begrenzt.

Beim Empfänger habe ich keine Einschwingvorgänge beobachtet. Das ist 
durch das Empfangsprinzip, das offensichtlich ohne AGC auskommt, 
bedingt. Eine Präambel ist nur erforderlich, wenn die Daten als 
Synchronsignal gesendet werden sollen. Bei Asynchronsignalen reicht das 
Startbit aus.
Eine Verbesserung am "Schwingverhalten des Empfängers" macht m.E. keinen 
Sinn. Der Empfänger stellt nur fest ob gerade gesendet wird oder nicht.

Meine 25cm lange Antenne ist in keiner Weise abgestimmt. Sie dürfte nur 
besser abstrahlen als die Luftspule in der Fernsteuerung.
Da der Sender keine Anpassungsschaltung enthält ist die Ausgangsimpedanz 
nicht definiert. Es macht m.E. deshalb keinen besonderen Sinn hier durch 
eine Antenne mit 50 Ohm Fußpunktwiderstand Verbesserungen erreichen zu 
wollen.

Das oben beschriebene Prinzip der Oberwelleneregung funktioniert 
übrigens nur, wenn die Antennenlänge ein ganzzahliges Vielfaches der 
Länge bei Nennfrequenz beträgt. 433 MHz kann man deshalb auch mit einer 
Antenne für 216,5 MHz oder 144,33 Mhz abstrahlen. Mit einer 2,4 GHz 
Antenne wird man keinen besonderen Erfolg haben.

Gruß
Joachim

Autor: Dennis (Gast)
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Hallo Joachim,

danke erstmal für deine Antworten,

das mit dem ganzzahligen vielfachen ist völlig klar, ich wunderte mich 
nur über die "längenangabe" bei den w lan antennen. Laut meiner 
berechnung müsste sie 12,5cm haben, bei 2,4 Ghz, in den Anhgaben liegt 
sie bei 18 -21 cm...also die lambda/4 antenne... das wunderte mich 
nur...

deinen ausführungen nach, liegt das abnehmen der datenrate bei 
zunehmender entfernung also rein an der sendeleistung, die 
sendedatenrate ist also durch das einschwingverhalten des senders 
beschränkt!? ergo sollte es etwas bringen wenn ich dem sender eine 
antenne verpasse, wenn der empfänger keine agc besitzt, sollte man mit 
einer besseren "einkopplung" in die luft doch größere weiten erreichen. 
ich werde dies am wochenende mal überprüfen...

manche 433 mhz sender sind mit einer maximalen 
"datenübertragungsfrequenz" von 10khz angegeben, das scheint auch schon 
viel zu sein, mit diesem sender sollte doch eine datenrate von 9,6kbaud 
möglich sein, oder!?

ich habe festgestellt das ich unter besonderen umständen sogar 4,8kbaud 
fehlerfrei übertragen bekomme, allerdings kann man dann nicht mehr von 
einer "funkstrecke" im eigentlichen sinne sprechen...

dennis

Autor: Dennis (Gast)
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hier noch was:

68-161-91, bei elv..

dennis

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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2,4 GHz ist das 13cm-Band, Lamda/4 ist also nur 3,25cm. Das sind als 
vertikale Rundstrahler wahrscheinlich "gestockte" Lambda/2-Dipole. Das 
kann man aus Koaxkabelstücken selbst bauen, Lambda/2-Stücke übereinander 
gelötet, jeweils Innen- und Außenleiter überkreuzt. Streng genommen 
müssen es luftisolierte Koaxkabel sein, damit im inneren die Laufzeit 
gleich der äußeren ist.
Für 433 MHz wird das aber ziemlich hoch

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Wimo schreibt hier auch "mehrfach gestockter Halbwellendipol":
http://www.wimo.de/cgi-bin/verteiler.pl?url=antequ...

Autor: Dennis (Gast)
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hi christoph,

interessant, da ist demnach also nicht einfach "nur" ein stück draht der 
länge x enthalten...

wie gesagt, hf technik ist für mich ein buch mit sieben siegeln, und ich 
wollte eigentlich das zeug nur einsetzten, klar kommt man um ein bissl 
hintergrund nicht herum... :-)

wimo kannte ich noch garnicht, interessanter landen...

die 2m antennen ganz am anfang sehen interessant aus... aber 
frequenzbereiche fehlen dort, oder!?


...hmm ich dachte immer lambda=c/f

bei 2,4 Ghz entspricht dies 3/24=12,5 cm(13cm) wie oben beschrieben, 
mich wunderte nur die länge von 18 bzw 21 cm... aber wenn darin ein ganz 
anderer aufbau versteckt ist, wird klar....

bei 433 mhz, liegt die lambda/4 antenne bei 17 und ein paar zerquarkten 
cm..also lambda = +/- 70cm

dennis

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Auf der Suche nach einer Abbildung des Innenlebens einer gestockten 
Dipolantenne bin ich auf das hier gestoßen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schlitzantenne
ein nettes Stück Feinmechanik...
Die Schlitzantenne mit gestockten Dipol-Schlitzen ist das duale 
magnetische Gegenstück, ein horizontaler Rundstrahler, statt vertikal, 
hier ebenfalls für 2,4 GHz

Autor: Moritz Becker (moritz_becker)
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Hallo Dennis,

bitte denke noch einmal darüber nach, ob Du wirklich
permanent senden willst.
Es könnte sein, dass Du einen nicht unerheblichen Teil aller
433MHz Geräte in deiner näheren Nachbarschaft störst.
(Funk-Thermomenter, Fernbedienungen)
Wenn Du selber noch andere 433MHz Geräte benutzt schneidest
Du Dir wenigstens noch ins eigene Fleisch.
Außerdem sollte man den elektromagnetischen Müll in seinem
Umfeld nicht auch noch absichtlich steigern!

Gruß,

Moritz Becker

Autor: Dennis (Gast)
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:-) hallo moritz,

ja, das ist mir schon klar:-)

nun weiß ja jeder das die 433mhz freigegeben sind, und das dort schon 
mal störungen zu erwarten sind. deswegen muss man das ja nicht 
"mutwillig" machen, das stimmt schon, und wenns anders geht werde ich 
das auch nicht.

die schaltung kommt vielleicht mal einen abend zum einsatz, wenn eine 
party gefeiert wird, und das kommt recht selten vor. die ganze sache ist 
auch für den einsatz im freien gedacht, also auf dem lande oder im feld, 
bei einer zeltfete usw...aber vor allem steht bei dieser sache das 
bastelprojekt an sich im mittelpunkt. "der weg ist hier das ziel"

leider ergeben sich momentan die beseten ü raten wenn ständig gesendet 
wird, zudem wollte ich die steuerung zentral halten, d.h. die 
steuersoftware auf dem rechener, sollte einen farbverlauf am akku funk 
strahler steuern, indem sie ihm schnell nacheinander eine "rampe" in 
hexwerten sendet. somit ist man völlig "frei" in der erzeugung 
irgentwelcher lichteffekte...

dennis

Autor: Matthias (Gast)
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Hallo Dennis,

Ich würde Die empfehlen die Teile der Funksteckdose gegen eine 
Sender-/Empfangskombination einzutauschen, die wenigstens FSK (FM) 
beherrscht.
Die meisten "Billigteile" können nur AM (ASK/OOK). Bei AM wirkt sich das 
Hintergrundrauschen sehr stark aus. Auch das Schalten elektrischer 
Geräte
und Lampen kann den Funkkanal stören. (Ich denke ich muss hier nicht 
ganz in die Tiefe gehen, da ich davon ausgehe, dass Du den Unterschied 
zw. AM und FM kennst)

Wenn Du nicht gerade Sendermodule gekauft hast, sondern fertige Geräte 
zweckentfremdet bzw. umgebaut werden hast Du keine Möglichkeit 
herauszufinden, wie groß die Bandbreite von Sender und Empfänger ist. 
Bei den im Handel erhältlichen Modulen sollte das im Datenblatt stehen.

Wie Du schon richtig bemerkt hast benötigst Du eine Bandbreite von mind. 
10 kHz. Die meisten Billigteile dürften nur für Übertragungsraten bis 
ca. 1000-2000 Bits/sec ausgelegt sein. Höhere Raten erfordern meistens 
einen
teureren Schaltungsaufwand. Bei den Billigteilen muss das nur auf kurze 
Distanz irgendwie "funktionieren". Dort werden aber keine komplexen 
Datenraten verlangt !!!

Nicht umsonst gibt es bei den einschägigen Elektronikhändlern Module für 
ca. 10 Euro und welche ab 50 Euro aufwärts.
Die meisten Konsumerartikel sind sowieso aus Sich der "Profis" Schrott.

Wenn Du einen Funktionsgenerator und ein Oszilloskop hast, kannst Du mal 
die Bandbreite von deinem Sender und Empfänger bestimmen.
Als Funktionsgenerator/Oszi sollte theoretisch auch eine Soundkarte
am PC reichen. Damit durchläufst Du dann den Bereich von 1kHz bis 10Khz
und schaust mal was am anderen Ende noch ankommt. Auch ein uC Timer 
könnte dafür verwendet werden, ein Rechtecksignal (Sinus von Soundkarte 
bitte in Rechteck umbasteln - Du willst ja wisse was an Digitalsignalen 
drübergeht und nicht Radiosender spielen ;) ) zu erzeugen.
Dann weisst Du, was deine Geräte können.

Stell Dich aber drauf ein, dass die Teile die hohe Bandbreite nicht 
bringen!

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ich kenne das von Packet-Radio im Amateurfunk.
 Die früher üblichen 1200 Baud kann man mit Tonmodulation noch bequem in 
ein unverändertes Funkgerät einspeisen und wieder decodieren.
Für 9600 Baud nimmt man dagegen FSK-modulierte Quarzgeräte oder speziell 
umgebaute Funkgeräte. Auch die Bandbreite der eingebauten Keramik- oder 
Quarzfilter muß etwas größer als für Sprechfunk sein.
Oberhalb 9k6 wird es schwer, einen Quarz zu modulieren. Da die untere 
Grenzfrequenz sehr niedrig liegt, muß ein PLL-stabilisierter Sender eine 
entsprechend langsame Regelschleife haben, damit die PLL die tiefen 
Modulationsfrequenzen nicht ausregelt.

Zum vorigen Thema, "Stabantennen" für WLAN auf 2,4 GHz hier das 
Innenleben einer Antenne, die vor Jahren ein Kollege von mir als Versuch 
aufgebaut hat, ich weiß nicht, ob sie tatsächlich so in Serie ging, für 
FM-TV-Anwendung, leicht unterhalb der WLAN-Frequenzen. Versilberte 
Messingröhrchen ca. Lambda/2 lang wie gesagt, mit kurzen Teflonstopfen, 
damit das Innere des "Koaxkabels" weitgehend luftisoliert ist. Oben ein 
Kurzschlußschieber, der nach dem Abgleich verlötet wird, unten im 
Stecker dürfte noch irgendeine Anpassung stattfinden.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Hier eine Beschreibung dieser Antennenform aus der "HF-Bibel" von 
Meinke-Gundlach, 2. Auflage 1962 ( 1. Auflage war 1955) der wird immer 
wieder mal neu aufgelegt.
Die nebeneinander liegenden Dipolstücke werden durch die Verbindung über 
Kreuz, hier etwas undeutlich gezeichnet, in der gleichen Richtung 
angeregt, sonst würden sie sich gegenseitig in der Antennenwirkung 
aufheben.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Auch in der DARC-Clubzeitschrift CQ-DL stand mal eine Bauanleitung für 
das 23cm-Band 1296 MHz. Die Elemente bestehen hier aus halbstarrem( 
semi-rigid) Kabel mit Teflondielektrikum. Zum Ausgleich der Dielektrika 
außen/innen sind Scheiben aus Kupfer angebracht.

Autor: JoachimB (Gast)
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Die beschriebenen Antennen sind alle für 50 Ohm Fußpunktwiderstand 
ausgelegt. Bei einem Sender mit einer Ausgangsleistung im Watt-Bereich 
muß man soetwas haben um das Spannungsstehwellenverhältnis auf einen 
akzeptablen Wert zu bringen. Der Sender wäre andernfalls wegen der 
Fehlanpassung gefährdet.

In diesem Fall (mit der Billig-Fernbedienung) hat der Sender (im 
mW-Bereich) weder einen 50 Ohm-Ausgang noch eine Möglichkeit der 
Anpassung bzw. des Abgleichs. Das VSWR ist nicht mit vertretbarem 
Aufwand zu bestimmen.

Deshalb ist die professionelle Antenne genau so schlecht angepaßt, wie 
der 17 cm lange Draht. Beide Anpassungen sind undefiniert!

Wohin die vorgestellten vertikal gestockten Antennen bei Fehlanpassung 
strahlen, bleibt der Fantasie der Leser vorbehalten.

Das "Dauersenden" ist unbedingt zu vermeiden. Die 
Originalfernbedienungen senden nur gelegentlich, alles andere ist nicht 
zulassungsfähig und verbietet sich daher von selbst. Es ist jedoch 
denkbar z. B. der Lampe per Befehl mitzuteilen die Intensität in N 
Sekunden auf M% zu ändern.

Die Stabantenne am Empfänger ist m. E. tabu, weil lebensgefährlich!
Der Steckdosenempfänger hat keine Netztrennung!

Autor: Dennis (Gast)
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Hallo,

vielen Dank für eure sehr ausführlichen Antworten und Anregungen.

@Matthias

unterschied fm am ist klar.

in meinem testaufbau sezte ich die funkmodule und 
funkempfangseinheit(vom rest-möchte gern netzteil- abgetrennt)ein..

das module aus dem höheen preissegment mehr leisten ist klar, ich dachte 
nur das man diese "billig" teile doch gut dazu nutzen und evtl 
"frisieren" kann, aber natürlich bringt diese sache sehr viele dinge mit 
sich, die ich durch die vielen antworten hier immer besser "überschauen" 
kann.

einen bandbreitentest habe ich bereits durchgeführt, und ich musste 
festellen das ich mit den original antennen - wenn man das denn so 
nennen kann(in meinem fall ist am sendemodul ein ca 10 bis 12 cm 
gummi-isolierter roter draht, und nicht die "leiterbahnantenne" genutzt) 
- immer noch den "besten" empfang habe.
ich habe den test nochmal wiederholt, im keller, und dort war eine 
durchsatzrate von 4,8k möglich, auf 3 meter ohen irgentwelche 
veränderung an den modulen...

ich übertrage eine textdatei von ca 1K größe mit hterm  und sehe wieviel 
noch ankommt..
die idee mit dem osszi und dem funktionsgenerator ist eine gute sache um 
den durchsatz mal direkt zu tesen, habe ich noch garnicht dran 
gedacht...

Christoph Kessler

vielen dan k für die bilder, hmm ich musste auch schon feststellen das 
das mit den antennen nicht so einfach ist...
ich werde demnächst nochmal eine versuch mit 433mhz angepassten antennen 
machen... aber wenn ich

JoachimB

glauben kann, dann wird das auch nichts bringen. und so wie es scheint 
ist es so. mein sender scheint zu wenig leistung für die antenne zu 
haben, und die empfangsmodule haben ja nichtmal einen antennen eingang 
oder sowas, nur eine  uminöse luftspule, und selbst wenn, das thema 
anpassung bricht mir das rückrad bevor nur einen einzigen "buchstaben" 
übertragen habe...

bilder vom testaufbau folgen...

die lösung scheint dann doch ein etwas professionelleres funkt 
kommunikationsssytem zu sein...


dennis

Autor: Matthias (Gast)
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Hallo,


hier noch ein kleiner Nachtrag.
Ist zwar relativ kurz, dürfte aber interessant sein.


http://www.holger-klabunde.de/projects/funk.txt

Autor: Dennis (Gast)
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dank dir,
ein netter kleiner text!
dennis

Autor: Dennis (Gast)
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was haltet ihr denn davon:

http://www.shop.robotikhardware.de/shop/catalog/pr...


und von den modulen beim großen C:

190264 - 62

190312 - 62


dennis

Autor: Dennis (Gast)
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http://www.shop.robotikhardware.de/shop/catalog/pr...


das sieht auch noch interessant aus, aber schon sehr teuer...

Autor: Matthias (Gast)
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Hallo,

ACHTUNG: Bei den Modulen im 800 MHz bereich gelten spezielle 
Vorschriften !!!!

Soweit ich weiss darf man da bloss ganz kurz was senden. Dauersenden ist
verboten.

Zitat: "für kurzzeitige Signalübertragung neu freigegebenen 
Frequenzband"

Da darf man nicht wie bei 433 MHz viele Telegramme senden. Dafür hat man 
aber (wenn sich jeder an die Vorschriften hält) einen relativ 
Störungsfreien Kanal.

Also bevor man sich so ein Modul zulegt, erstmal die Vorschriften lesen.
Auch wenn es eine "allgemeine Zulassung" besitzt, heisst das noch lange 
nicht, dass man wild drauf los senden darf!

Nur als kleiner Hinweis. NIcht dass mal bei jemandem ein paar Leute von 
der Bundesnetzagentur a.k.a. RegTP vor der Tür stehen ;)


Autor: Dennis (Gast)
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Hallo Matthias,

davon habe ich auch schon gelesen, manchmal mit mehr nachdruck manchmal 
mit weniger. vielen dank für den konkreten hinweis, ich habe mich noch 
nicht genau über die 800mhz technik informiert, würde aber so ein modul 
eh nicht ohne infos kaufen.

seit gestern abend findet eine sammelbestellung im "MARKT" statt.
 die module erfüller mehr als nur einfaches senden o. empfangen, es sind 
transceivermodule.

hier der link:

http://www.wenshing.com.tw/english/prouducts_info....
Beitrag "Bestellung Funkmodul 2,4GHz"


der andrang scheint doch recht groß, der anbieter hat auch andere module 
im netz...



hier sind zwei bilder der funkstrecke und des modifizierten senders....
wie versprochen...

ich denke, mit den modulen und dem ansatz werde ich die datenraten nicht 
erreichen, also werde ich mich nach einer etwas "gehobeneren" lösung 
umsehen.

d.

Autor: Dennis (Gast)
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Hi,

hier ist übrigens mal eine geöffnete antenne aus dem 2,4 GHz bereich zu 
sehen...

der Kupferstab ist 11,5 cm lang, ich schätze mal das der fehlende cm in 
den windungen versteckt ist, wofür auch immer die sein mögen...

d.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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ein Sperrtöpfchen, putzig...
also links die ersten cm scheinen ein nicht strahlendes Koaxkabel zu 
sein, dann der Sperrtopf ( Lambda/4 lang ) und die Antenne darüber, 
vielleicht 5/8 Lambda ?
http://www.dj4uf.de/lehrg/e11/e11.html
Das PDF ist ein Ausschnitt aus dieser Seite.

Autor: Dennis (Gast)
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hmmm,

12,5 cm ist lambda, dann kann 11,5 ja nicht 5/8 sein, aber der zeichnung 
nach, ist es die bauart...

d.

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