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Forum: Mikrocontroller und Elektronik RESET am DS1820 tut nicht

Autor: Frank Se. (Gast)
Datum: 27.02.2007 10:23
Dateianhang: DS1820_RESET-Funktion.txt (615 Bytes, 252 Downloads)

Ich habe einen DS1820 an einem 90S8535 an dem PORTD Pin17 (PD3)
angeschlossen. Als Quarzfrequenz verwende ich 8Mhz.
Ich weiss nicht wo da der Fehler noch liegen könnte.

Wenn ich Daten in den Controller einlesen möchte, dann muss ich doch das
DDRD Register auf 0xFF setzen oder?
Autor: Frank Se. (Gast)
Datum: 27.02.2007 15:57

Ich brauche dringend Unterstützung. Ich komme einfach nicht weiter!
Autor: Fred (Gast)
Datum: 27.02.2007 16:44

Wenn du DDR auf high setzt ist das normal ein Ausgang den du setzen
kannst.
Autor: A.K. (Gast)
Datum: 27.02.2007 19:31

Was bei 1-Wire niemals vorkommen darf: Dass der Controller die Leitung
hoch- aber das 1-Wire-Device sie runterzieht. Der könnte leicht dabei
Schaden nehmen.

Prinzip: Beide Seiten ziehen immer nur die Leitung runter, nur der
Widerstand zieht sie hoch. Einzig wenn der Sensor 2-beinig ohne eigenen
VCC-Anschluss betrieben wird ("parasitär"), dann ist in der Messphase
mehr Strom nötig als der Widerstand liefern kann, und genau und nur dann
darf der Controller selber die Leitung aktiv nach oben ziehen.

In diesem Code kommt jedoch der Zustand PORT.x=1,DDR.x=1 vor, und genau
das sollte nicht sein.

Korrekt ist also: PORT.x bleibt permanent festgenagelt auf 0. Will der
Controller die Leitung runterziehen, setzt er DDR.x=0, will er sie
loslassen, dann DDR.x=1. Den Rest erledigt der zwingen notwendige
externe Pullup-Widerstand.
Autor: A.K. (Gast)
Datum: 27.02.2007 19:36

> ... runterziehen, setzt er DDR.x=0, will er sie loslassen, dann DDR.x=1.

Sorry, natürlich andersrum.
Autor: Frank Se. (Gast)
Datum: 27.02.2007 21:49

Vielen Dank A.K.
Ich habe die Funktion nochmal überarbeitet.

char ResetDS1820(void)
{
 DDRD.2=1;    // PORTD.2 --> OUTPUT
 PORTD.2 = 0;           // PORTD.2 den Wert 0 ausgeben
 delay_us(500);   // Zeitverzögerung von 500us
 PORTD.2 = 1;           // PORTD.2 den Wert 0 ausgeben
 delay_us(70);          // Zeitverzögerung von 70us
 DDRD.2=0;              // PORTD.2 --> INPUT
 presence = PIND.2;   // Signal mit PIND.2 einlesen und der Variable
                        // presence zuweisen
 delay_us(250);   // Zeitverzögerung von 250us
 DDRD.2=1;              // PORTD.2 --> OUTPUT
 return presence;       // Ausgabe von presence
}//--> 0=presence, 1=no part

Wenn ich presence ausgebe, dann erhalte ich auf meinem Display den Wert
0.
Somit musste doch die Funktion korrekt sein.
Das heisst doch auch, dass der DS1820 funktioniert oder?
Autor: Frank Se. (Gast)
Datum: 27.02.2007 21:57

Achso wenn ich dich richtig verstanden habe, dann setzt man permanent
PORTD.2 auf logisch NULL. Mit DDRD.2=1 und DDRD.2=0 kann man wählen
zwischen INPUT und OUTPUT.
Autor: A.K. (Gast)
Datum: 27.02.2007 22:30

Korrekt.

Die Beispiele von Dallas helfen dabei nicht sonderlich, weil die immer
von 8051-ern ausgehen, deren I/O-Ports gänzlich anders arbeiten.

Vielleicht hilfreich: Beitrag "DS1820, DS18B20 in C"
Autor: Frank Se. (Gast)
Datum: 27.02.2007 22:59

Was meinst du mit Korrekt.
Ist meine Funktion ok so, oder meinst du meinen letzten Beitrag?!
Autor: A.K. (Gast)
Datum: 27.02.2007 23:05

Den letzten Beitrag, nicht die Funktion. Nur halt andersrum, d.h. "Mit
DDRD.2=0 / DDRD.2=1 kann man wählen zwischen INPUT / OUTPUT."
Autor: Frank Se. (Gast)
Datum: 27.02.2007 23:13

Ich habe mir den 1wire Code dort heruntergeladen.
Die Funktion ResetDS1820 habe ich gleich mal bei mir ausprobiert.
Ich erhalte da immer den Wert 2.
Verstehe ich nicht.
Hast du einen C-Code zu dem DS1820 geschrieben?

#ifndef W1_PIN
#define W1_PIN  PORTD.2
#define W1_IN  PIND
#define W1_OUT  PORTD
#define W1_DDR  DDRD
#endif

unsigned char w1_reset(void)
{
  unsigned char err;
  err = 0x00;
  W1_OUT &= ~(1<<W1_PIN);
  W1_DDR |= 1<<W1_PIN;
  delay_us(480);      // 480 us
  W1_DDR &= ~(1<<W1_PIN);
  delay_us(66);
  err = W1_IN & (1<<W1_PIN);      // no presence detect
  delay_us(480-66);
  if( (W1_IN & (1<<W1_PIN)) == 0 )    // short circuit
    err = 1;
  return err;
}
Autor: A.K. (Gast)
Datum: 27.02.2007 23:19

Du mixt da vermutlich zwei verschiedene Compiler. Der Danegger'sche Code
ist für WinAVR, die Definition W1_PIN=PORTD.2 passt dazu jedoch nicht.
Folglich dürfte (1<<W2_PIN) Unfug sein.
Autor: Frank Se. (Gast)
Datum: 28.02.2007 10:34

Ich habe die Funktion nochmals auf den CodeVision_AVR abgestimmt.
An Pin PD2 ist die Datenleitung vom DS1820 angeschlossen.

#define W1_PIN  PORTD.2 // Ausgang
#define W1_IN  PIND.2  // Eingang
#define W1_OUT  PORTD.2 // Ausgang
#define W1_DDR  DDRD.2  // die Richtung kann hiermit bestimmt werden.

unsigned char w1_reset(void)
{
  unsigned char err;
  err = 0x00;
  W1_OUT &= ~(W1_PIN);
  W1_DDR |= W1_PIN;
  delay_us(480);       // 480 us
  W1_DDR &= ~(W1_PIN);
  delay_us(66);
  err = W1_IN & (W1_PIN);      // no presence detect
  delay_us(480-66);
  if( (W1_IN & (W1_PIN)) == 0 )// short circuit
    err = 1;
  return err;
}

Leider erscheint auf meinem Display eine "1".
Dies bedeutet DS1820 wurde nicht erkannt.
Warum eigentlich "W1_PIN" und "W1_IN"?
Es kann sein das ich bei der Definition noch einen Fehler habe.
ich weiss allerdings nicht wo.
Autor: Frank Se. (Gast)
Datum: 28.02.2007 10:35

Ja wie müsste ich es in CodeVision_AVR machen?
Autor: A.K. (Gast)
Datum: 28.02.2007 11:47

Mit
  #define W1_IN  2  // Eingang
  W1_OUT &= ~(1<<W1_PIN);
sollte es bei jedem Compiler funktionieren. Die Codevision-Technik ist
eine proprietäre Falle.
Autor: Frank Se. (Gast)
Datum: 28.02.2007 13:48

So ich habe mal das ganze ohne define erstellt.

unsigned char w1_reset(void)
{
  unsigned char err;
  err = 0x00;
  PORTD.2=0;
  DDRD.2=1;
  delay_us(480);
  DDRD.2=0;
  delay_us(66);
  err = PIND.2;
  delay_us(480-66);
  if( (PIND.2) == 0 )
    err = 1;
  return err;
}

Wenn ich diese Funktion ausführe, dann erhalte ich auch den Wert "0".
Also funktioniert doch das ganze oder?
Autor: Frank Se. (Gast)
Datum: 28.02.2007 13:52

W1_OUT &= ~(1<<W1_PIN); --> PORTD.2=0;
W1_DDR |= 1<<W1_PIN;    --> DDRD.2=1;
W1_DDR &= ~(1<<W1_PIN); --> DDRD.2=0;
W1_IN & (1<<W1_PIN);    --> PIND.2

Stimmt meine Interpetation so?
Autor: A.K. (Gast)
Datum: 28.02.2007 14:50

Vermutlich schon.
Autor: Frank Se. (Gast)
Datum: 28.02.2007 18:09

Vielen Dank A.k:!
Der DS1820 läuft bei mir jetzt. Bin jetzt voll happy.
Nur noch eine Sache hätte ich da, ich kann nur ganze Temperaturen
darstellen,
wie z.B. 21 C°. Was muss ich tun, damit ich z.B. so einen Wert 21.5 C°
auslesen kann?
Autor: A.K. (Gast)
Datum: 28.02.2007 18:32

Welcher genau, 18S20 oder 18B20? Der 18S20 liefert von Haus aus halbe
Grade im normalen Register und lässt sich auf Sechzehntel aufdröseln,
der 18B20 liefert von Haus aus schon Sechzehntel. Steht alles schön im
Datasheet.
Autor: Frank Se. (Gast)
Datum: 28.02.2007 19:31

Ich habe dan DS1820 ohne S bzw. B.
Autor: A.K. (Gast)
Datum: 28.02.2007 20:15

Laut Dallas ist der DS18S20 kompatibel mit dem DS1820, also ist das
Temperatur-Register in halben Graden gespeichert. Mehr Bits geht mit
Hilfe rines zweites Registers, aber ich habe keine Lust dir das ganze
Datasheet vorzulesen, da steht da nämlich haarklein drin.

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