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Forum: Platinen Basismaterial zur Platinenherstellung


Autor: Cri Gri (crigri)
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Hi
Ich studiere zur Zeit Elektronik und da dies auch mein Hobby ist, will 
ich mir nun ein Ätzgerät und ein Belichtungsgerät anschaffen. Adios 
Lochraster

Ich wollt euch mal um eure Meinung zu folgenden Geräten (von Reichlt) 
bitten:
Ätzgerät: 
http://www.reichelt.de/?SID=26MRbrHawQARoAAD5RrL03...
Belichtungsgerät:http:http://www.reichelt.de/?SID=26MRbrHawQARoAAD5RrL03...

Wie sieht es eigentlich bei den Ätzgeräten aus? Ist da ein 
Schaumätzgerät besser als das oben angeführte? Und kann ich mit den 
Chemikalien (Natriumpersulfat,Entwickler) im Keller rumhantieren oder 
lieber nicht ?

Ich bitte euch mir weiter zu helfen.

Mfg Cri
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Autor: jack (Gast)
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Mach Dich doch erst mal mit den Grundlagen vertraut:
Nur eines von vielen Beispielen falls man danach sucht:

http://www.sprut.de/electronic/platinen/index.htm

Autor: jack (Gast)
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P.S.
Sprüh- und Schaumätzen ist für den Hobbyelektroniker zu teuer.

Autor: Olaf (Gast)
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> Ich wollt euch mal um eure Meinung zu folgenden Geräten (von Reichlt)

Beide Geraete funktionieren. :-)
Allerdings ist die Pumpe relativ billig, und der Plastikschlauch im
Aetzbad muss auch relativ schnell ersetzt werden.

> Wie sieht es eigentlich bei den Ätzgeräten aus? Ist da ein
> Schaumätzgerät besser als das oben angeführte? Und kann ich mit den

Nein, da siehst du weniger und es ist aufwendiger. Ausserdem gibt Fe3Cl 
schneller flecken die Mutti nicht gut heissen kann. .-)

> Chemikalien (Natriumpersulfat,Entwickler) im Keller rumhantieren oder
> lieber nicht ?

Tsts, die heutige Jugend. :-)

Grundsaetzlich ist natuerlich eine gewisse Vorsicht angebracht. 
Insbesondere der Entwickler ist Natronlauge. Die Verwendung einer 
Schutzbrille koennte theoretisch nicht schaden. Anderseits ist 
Abflussfrei auch Natronlauge und das verwenden die Leute auch ziemlich 
hemmungslos.
Zum rumhantieren waere es mir wichtig das es in der Naehe eine 
Waschbeckens stattfindet damit du notfalls schnell saubermachen kannst.

Noch ein Tip. Wenn du dir Platinenmaterial kaufst so nimm das von 
Bungard. Das billige Zeug bei Reichelt ist sehr zweifelhaft. Ausserdem 
kaufe nur 100x160mm. Die keineren Zuschnitte liegen bei den wohl schon 
sehr lange im Regal und haben die unterschiedlichsten Belichtungszeiten.

Ich belichte mit obigen Geraet auf Platinen von Bungard 4min30s.

Die Platine die du auf meiner Homepage sehen kannst ist so entstanden:

http://www.criseis.ruhr.de/powerbox/powerbox.html

Die Vorlage war ein Laserdruck von 1200dpi mit der Folie von Reichelt 
und die SMD-ICs haben schon einen sehr keinen Pinabstand.

Fuer den Fall das du mal eine Platine vergurkst koenntest du dir auch 
eine Dose Positiv20 kaufen. Das Zeug ist ERHEBLICH lichtempfindlicher 
als die Platinen von Bungard. Belichtungszeit so 40-50s.
Allerdings trocknet es sehr lange (im dunkeln!) und es ist eigentlich 
unmoeglich das wirklich staubfrei hinzubekommen. Daher nur fuer grobe 
Platinen geeignet. Dafuer ist Positiv20 sehr kontraststark. Man muss 
sich schon sehr bloed anstellen um damit eine Platine zu versemmeln.

Falls du uebrigens Geld sparen willst, man kann notfalls auch eine 
Platine entwickeln indem man Natrium oder Amoniumpersulfat in einer 
alten Spuelschuessel verwendet und von hand etwas schuettelt. Allerdings 
sollte das Zeug moeglichst warm sein damit es funktioniert. Wenn man 
nicht gerade Feinstleiter macht, wo es wegen Unteraetzungen auf 
moeglichst geringe Aetzzeit ankommt, dann geht das auch so.

Nach meinen Erfahrungen ist der Entwickler von Reichelt der letzte 
Murks. Das ist Natriumhydroxid in Tueten die nicht 100% dicht sind. Wenn 
du Probleme hast dann wird es sehr wahrscheinlich daran liegen.

Olaf

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Olaf wrote:

> Nach meinen Erfahrungen ist der Entwickler von Reichelt der letzte
> Murks. Das ist Natriumhydroxid in Tueten die nicht 100% dicht sind. Wenn
> du Probleme hast dann wird es sehr wahrscheinlich daran liegen.


100% ACK! Vorallem wenn die Verpacker bei Angelika mal wieder eine 
Tackerorgie feiern... Das werde ich wohl nie verstehen warum die alles 
doppelt und dreifach zusammentackern.
Einmal haben Sie echt geschafft eine Messleitung sauber durchzutackern, 
ist dann aber wie eigentlich immer ohne Meckern kostenlos neu geliefert 
worden..

tackernde Grüße

Björn

Autor: Cri Gri (crigri)
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Hi

Danke für die detaillierten Auskünfte. Ich werd mir das mit Reichelt 
noch gut überlegen.

Lg cri

Autor: Uwe M. (lifthrasil)
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Hallo,

ich häng mich mal hier mit dran ich hoffe das geht in Ordnung =)! Ich 
will auch in nächster Zeit mal meine eigene Platine Ätzen allerdings 
lang nicht so professionell und mehr zum rumspielen und aus neugier =) 
(kleine Adapterplatinen von MLF/TQFP auf DIL, ne MAX232 Platine, ... so 
Kleinzeugs eben). Ich hab mir hier bzw. über guugl mal die 
Tonertransfermethode angekuckt 
(Platinenherstellung mit der Tonertransfermethode) und fand das 
recht interresant (sieht "relativ" einfach aus und ist mit hoffentlich 
einfachen Mitteln machbar). Wenn ich jetzt sämtliches Basismaterial dazu 
kaufen möchte was brauch ich dann und wo krieg ich es her? Drucker und 
Reicheltkatalog sind vorhanden =) mir fehlen quasi Platinen und was zum 
ätzen (was ist da am unkritischten? Hab da etwas Respekt davor?)! Würd 
mich über Tipps freuen bzw. sind die von mir erwähnten Paltinen für 
einen Anfänger damit machbar?

Gruß Uwe

Autor: Rahul Der trollige (rahul)
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Bevor du den Reichelt Katalog zulegst und als Druckmedium 
"missbrauchst", solltest du da einen Blick rein werfen: Angelika 
verhökert das Ätz- un Platinenmaterial.

Ausserdem solltest du einen Blick in den Toner-Transfer-Thread werfen:
Beitrag "Modifizierter Laminator - 1A Ergebnis"
http://www.mikrocontroller.net/search?query=transf...

Autor: Felix M. (Gast)
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Das ist zwar alles schön und gut.

Aber mich würde mal folgende Frage interessieren:

Zu lernen, wie ein Belichtungs- und Ätzprozess funktioniert, ist ja OK.
Aber lohnt es sich wirklich, bei dem ganzen Aufwand noch Paltinen selber 
zu
ätzen ???

Wieviele versch. Platinen werden innerhalb eines gewissen Zeitraumes 
erstellt?!?!?!
Mit was wird die Plarine erstellt? Hoffentlich nicht mehr mit kleben und 
wieder abreissen.

Was kostet mich das ganze in einem PCB Pool???
Proffesionalität !!???!!??

Ich zweifle daran

Sorry

Autor: He Ro (Gast)
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Moin moin Felix M.

...und wie lange dauert das, wenn du zwei Wochen Urlaub für dein 
Hobbyprojekt investieren magst, am ersten Tag Datenblätter wälzt und 
Teile bestellst, am zweiten Tag Schaltplan und Layout bastelst, dann die 
Platine bestellst, einmal bestückst, einen Layoutfehler findest und noch 
eine Platine bestellst? (bei meinem Nebenjob wurde dann fröhlich mit 
Drähten auf der Platine mit Leiterbahnbreiten von 6mil herumgepfuscht, 
weil eine Neubestellung zu lange gedauert hätte - und dabei spielte das 
Geld für schnellere Lieferung dabei keine Rolle...)

MfG, Heiko

...wenn Reichelt noch vor Beginn der Vorlesungszeit liefert, demnächst 
auch mit Versuchen zur Tonertransfermethode...

P.S: Vielleicht lernt man dabei dann auch, ohne Tippfehler zu schreiben 
(oder Geschriebenes vor dem Klick auf "Absenden" nochmal kurz auf 
Fehler durchzuschauen) und wie viele Satzzeichen man üblicherweise 
verwendet, wenn man an die Professionalität anderer appelliert. scnr

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