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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Erfahrungen mit Keil ULINK Clone von Eb*y ?


Autor: ARM-Fan (Gast)
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Hi zusammen!
Es ist zwar eh zu spät zu fragen, da ich mir das Teil schon
geschossen habe. Aber bei dem Preis im Vergleich zum "Original"
und dem aktuellen Dollarkurs konnte ich nicht widerstehen.
Spontankauf...

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=...

Aber trotzdem: Ist jemand vielleicht schon mit so einem ULINK Nachbau
in Berührung gekommen?

Wenn ja, wie siehts mit Stabilität und Geschwindikeit aus?
Bin auch mal auf die Lieferzeit gespannt...

Danke und Gruß, Frank

Autor: ARM-Fan (Gast)
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schubs

Autor: ARM-Fan (Gast)
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Dann geb ich mir mal eben selbst die Antwort ;-)

Das Teil ist gerade nach 10 Tagen aus Bangkok eingetroffen
und funktioniert auf Anhieb.

Qualität der Leiterplatte ist 1A.

[x] bekomme keine Provision oder sonstiges vom Hersteller
[x] dies ist kein Werbeposting

Vielleicht hilft die Info ja mal jemandem weiter, der nen günstigen
ULINK Ersatz sucht und nicht nur unzuverlässig "rumwiggeln" will.

Autor: bluebrother (Gast)
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Was mich da mal interessieren würde (und auch generell im Zusammenhang 
mit dem ulink): mit welcher Software kann ich das Ding benutzen? Läuft 
das mit freien Tools oder muss ich das uVision von Keil benutzen? Wenn 
es da was gibt damit es unter Linux läuft wäre das genial ...

Autor: ARM-Fan (Gast)
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Soweit ich weiß, läuft der ULINK nur mit der Keil Umgebung (µVision).

Aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren.

Autor: Katzeklo (Gast)
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> Eb*y

???

Autor: Martin Thomas (Gast)
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Habe vor einigen Montaten bei Keil mal angefragt, ob die ULINK API 
verfügbar ist. Antwort in der Art: es gibt eine API, aber diese ist nur 
für den internen Gebrauch und wird nicht rausgegeben. Man ist man also, 
wie von "ARM-Fan" bereits angemerkt, auf die Keil-Produkte angewiesen. 
Vielleicht kann man das Protokoll irgendwie nachvollziehen, lohnt aber 
kaum den Zeitaufwend und ist zumindest eine legale Grauzone.

Auf dem ULINK "1" ist ein EZ-USB IC, Firmware wird meines Wissens bei 
diesen ICs vom Win32-Treiber bei der Initialisierung in den Chip 
übertragen. Selbst wenn man die API hätte, müsste man unter Linux/BSD/OS 
X dafür sorgen, dass die Firmware auf den Chip kommt (gibt irgendwo auf 
sf.net ein Project, dass sich damit beschäftigt). Und dann fehlt noch 
ein gdb-Server dafür als Bindeglied ziwschen Debug-Software und der 
Hardware. Wenn man "zu viel" Zeit und das nötige know-how hat, lohnt es 
sich meiner Meinung im "Open-Source"-Bereich eher, an gbd, Insight-GDB, 
ddd, Eclipse gdb-Plugin etc. und OpenOCD mitzuarbeiten, um diese 
Software weiter zu verbessern. FT2232-basierte JTAG-interfaces sind so 
schlecht nicht und auch relativ billg oder einfach nachzubauen.

Autor: Random ... (thorstendb) Benutzerseite
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Hi Leutz,

gerade den Beitrag beim googeln nach den Preisen für die Keil Tools 
gefunden.


Ich muss ehrlich sagen, dass ich dieses Posting ein wenig unverschämt 
finde. Wenn man zu günstigen Preisen einen ULINK haben möchte, kauft man 
am besten ein DEV-Kit von Keil.

Am besten noch eine Raubkopie zu kaufen (bzw: Wenn es eindeutig ist, 
dass es sich beim ebay-Kauf um eine Raubkopie handelt oder aufgrund des 
preises handeln muss, macht man sich als Käufer ebenfalls strafbar!) und 
dann den original-Hersteller nach dem Protokoll zu fragen...
(So geschehen mal bei Mercedes: Da wurden mal Ings nach China geordert, 
weil von 15 Mercedes-Bullis nur drei funktionierten. Stelle sich schnell 
heraus, dass die drei funktionierenden die Originale waren...).

Ich arbeite selbst seit einem Jahr in der Firma und privat mit den 
Keil-Tools (kenne R. Keil seit dem persönlich) µVision, ULINK1 und 2, 
und muss sagen, dass diese Software die einzige im µC-Bereich ist, die 
wirklich plug&play ist! Alles andere, was ich ausprobiert habe, war mehr 
oder weniger kompliziert zu verwenden ond/oder zu installieren/in 
Betrieb zu nehmen.


Die DEV-Kits gibtz ja schon relativ günstig, und da hat man dann alles 
dabei!


VG,
/th.



"Das Keil Starter Kit ist mit der Keil RealView Microcontroller 
Development Kit Software ausgestattet. Diese umfasst die integrierte 
Entwicklungsumgebung µVision3 zum Programmieren und Debuggen von 
Applikationen und die ARM RealView C/C++ Compilation Tools für einen 
Codeumfang bis 16 KByte. Hinzu kommt ein komplett ausgestattetes, 
STM32F103B-basiertes Evaluation Board mit dem ULINK In-Circuit 
(USB/JTAG) Debugger/ Programmer. Der empfohlene Verkaufspreis des Kits 
beträgt 189 US-Dollar."

"MDKARM        KEIL MDK-ARM Microcontroller Development
              Kit, inkl. RealView C/C++ Compiler           3300,00 EUR
DBARM         KEIL DB-ARM Debugger Kit, nur µVision IDE
              und Debugger, ohne Compiler und RTX-Kernel   1700,00 EUR
ULINK2        ULINK2 JTAG-Adapter mit USB-Schnittstelle     299,00 EUR"

Autor: ARM-Fan (Gast)
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Na, nun bleib mal locker, bevor Du einen langjährigen (8051)
und treuen Keil-Kunden beleidigst oder verärgerst, der sich
in seiner Freizeit auch noch mit dem ganzen Schlamm befaßt
und dafür nicht ganz so viel Kohle zum "Evaluieren" hinlegen möchte.

Wenns dich beruhigt: Dein Arbeitsplatz ist gesichert! Denn mittlerweile
liegen hier in der Firma 2 MDKARM, RLARM + Sourcen sowie mehrere MCB2300
und mehrere ULINK2 vor meiner Nase...

Autor: Random ... (thorstendb) Benutzerseite
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Hi,

g ich arbeite nicht bei Keil :-)

Mich geht nur der Billig-Kopie-sch*** aus China tierisch auf den Sa*** 
:-)

BTW: Die MCBs von Keil sind prima, arbeite hier mit dem MCB2140, MCBSTM, 
MCBSTR9.
Haben aber auch noch welche von anderen Firmen :-)


Greetz,
/th.

Autor: Martin Thomas (mthomas) (Moderator) Benutzerseite
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Thorsten De buhr wrote:
> [...] Am besten noch eine Raubkopie zu kaufen [...] und
> dann den original-Hersteller nach dem Protokoll zu fragen[...]

Hineininterpretiert - Unterstellung wäre vielleicht passender. Zumindest 
meine Anfrage beim "original-Hersteller" nach der API hat nichts mit dem 
Nachbau zu tun und mein Beitrag oben bezog sich auf die Frage nach ULINK 
in Verbindung "nicht-MS"-Systeme.

Nur damit keine Missverständnisse entstehen, die Geschichte, warum ich 
Keil u.a. nach der API angefragt hatte: Ich hatte massive Probleme, den 
Treiber für das ULINK"1" (ja, das Original) unter Windows 2000 zu 
installieren (nix "plug and play"). Einige wenige telefonische und 
e-mail Anfragen beim Herstellersupport (jeweils mit neuen Informationen) 
brachten kein Ergebnis. Problem nicht bekannt..., keine Zeit..., keine 
Win2000 System vorhanden um Fehler nachzuvollziehen..., Entwickler nicht 
verfügbar... Zugegeben: Anspruch auf Support hatte ich ohnehin nicht, da 
ich nur die Eval-Version der Software zum Ausprobieren hatte. Ich wollte 
aber zumindest versuchen, das ULINK zum Laufen zu bringen, um das 
"JTAG-Debugging" und "Flashen" mit uVision auf meinem Bastelrechner mit 
dem betagtem OS ausprobieren zu können. Daher meine Anfrage nach der 
API, mit deren Hilfe man das Problem möglicherweise hätte eingrenzen 
können. Habe dann einiges an Zeit reingesteckt und herausgefunden, dass 
es nicht am Treiber selbst liegt, sondern an der seinerzeit aktuellen 
inf-Datei, die vom Hersteller wohl nur mit XP getestet wurde. Nach 
längerem Herumsuchen, Ausprobieren und MSDN-lesen fand ich heraus, dass 
für Windows2000 ein Eintrag fehlte. Ja, die API hätte nicht geholfen, um 
dieses Problem zu lokalisieren. Habe meine Erkenntnisse an der 
Hersteller weitergereicht. Der Hersteller bietet nun auch ein 
ULINK"1"-Treiberpaket mit einer unter Win2000 funktionierenden 
inf-Datei.

Nicht-technisch: nachdem ich ein paar kritische Worte über dem Support, 
inkl. der Information das ich nur die Eval.-Version hatte und keinen 
Support erwarten konnte, und ULINK-Treiber Fehler (inkl. Lösung) auf 
meiner Web-Seite geschrieben hatte kam prompt auch freundliche (nicht 
ironisch!) e-mail von "höchster Stelle". Vorher gab es trotz 
telefonischer Zusage nie einen Rückruf oder eine Antwort e-mail von 
Seiten des Herstellers. Nun denn, kritische Worte inzwischen entfernt 
(freiwillig!), Schnee von gestern.

Dass ein Linux-Nutzer nachfragt, wie er ein ULINK unter dem 
Betriebssystem seiner Wahl als JTAG-Probe nutzen kann, hat ebenfalls 
nichts (offensichtliches) mit dem Nachbau zu tun. Man kann das Gerät 
(Original) meines Wissens auch einzeln kaufen. Keil/ARM 
IDE-/Debugging-Software unterstützt meines Wissens lediglich MS-Systeme. 
Anfrage nach der API ist dann zumindest einen Versuch wert, denn 
unüblich ist es nicht, dass Treiber für Linux von Dritten mit 
Unterstützung/Informationen des Herstellers erstellt werden.

Den Vergleich mit einem Beispiel aus dem Automtive-Bereich halte ich für 
etwas weit hergeholt, also weiteres Off-topic: Die Geheimniskrämerei bei 
Automotive-Elektronik/-Protokollen wird sich meiner Meinung nach mit der 
Zeit rächen. Irgendwann wird auch ein Automobilhersteller und dessen 
Vertragswerkstätten bei Elektronikfehlern in alten Fahrzeugen Probleme 
haben weiterzuhelfen, da die ursprünglichen Entwickler im Ruhestand 
sind, die neuen Mitarbeiter mit der alten Hard- und Software nichts 
anfangen können, die Diagnosesysteme nicht mehr kompatibel sind, 
Zulieferer keinen Support oder Ersatzteile mit zudem noch "passender" 
Firmware mehr liefern können und man es versäumt hat, zumindest unter 
NDA ausreichend viel Informationen an andere weitergegeben zu haben. Ob 
der Besitzer eines Fahrzeuges der Marke X, das wegen solcher Probleme 
unbrauchbar wird nochmals ein Fahrzeug dieser Marke kaufen wird? (Hier 
die übliche Schwarzmalerei einsetzten in der Art: aktuelle Fahrzeuge 
werden wegen nicht behebbarer "Elektronikprobleme" keine (fahrtüchtigen) 
Oldtimer werden können). Natürlich besteht bei Preisgabe von Information 
die Gefahr, dass jemand ein evtl. minderwertiges Plagiat baut. Ob die 
"Verdongelung" eines Fahrzeugs durch Elektronik/Software/Geheimnisse das 
richtige Mittel dagegen ist, scheint zumindest mir fraglich. 
Offensichtlich wird ja dennoch versucht nachzubauen (in Fernost oder 
anderswo). Sicher nicht immer nur minderwertig. Möglicherweise wird der 
ein oder andere Auto-/Oldtimerbesitzer einmal drüber froh sein, dass 
Dritte (in Fernost oder anderswo) einspringen können, um Support und bei 
Bedarf auch funktionierende Ersatzteile zu liefern, wenn der Hersteller 
nicht mehr helfen kann/will.

Martin Thomas

Autor: Random ... (thorstendb) Benutzerseite
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Hi,

Vielleicht war ich doch etwas überspitzt. Hast aber meine Aussage oben 
"gut" zusammengebastelt :-)

Trotzdem wird China immer weiter zum Problem werden. Ich möchte mal 
(oder besser nicht?!?) wissen, wie es in 5Jahren sein wird.

(noch etwas OT, zu deiner Supportgeschichte :-)
Habe einen Amilo A 7600 (CY26), mittlerweile 4J alt.
Vor 1-1,5Jahren fragte ich mal nach einem neuen Brennerupdate, um 
Verbatim-Rohlinge beschreiben zu können (die hatten wohl ne neue Serie, 
und die alten gabs nicht mehr).
Pustekuchen, Pech gehabt. Gibtz nich. Antwort vom Support.

Jetzt kaufte ich mir eine neue HD (160GB). Nur PIO. Pustekuchen. Treiber 
gibtz nicht. Note zu alt, gab damals keine HD >100G. Konnten wir nicht 
testen, tschüss.
Wie dem auch sei. Ich habe inzwischen beim Chipsatzhersteller ALI nen 
Treiber gefunden, der setzt auf das IDE Gerät einen SCSI-Treiber drauf, 
und die HD rennt wied'sau in UDMA100 :-)
Aber: Reparatursupport Garantie (immerhin 3 mal) war sehr gut. IdR. 
innerhalb einer Woche.


VG,
/th.

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