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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Unterwasser-Kommunikation


Autor: opacer (Gast)
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Hallo,

ich will mir ein Unterwasserboot bauen und da eine Kamera rein machen. 
Das "U-Boot" will ich fernsteuern, also Ruder bewegen, Motor an/aus, 
Licht an/aus. Das wars eigentlich schon. Unidirektional reicht. 
Funkwellen verbreiten sich ja unter wasser nicht. Gibt es eine weitere 
"Nicht-Kabel" Kommunikation außer modulierten Schallwellen?

Gibt es solche Schallwellenempfänger für unter Wasser fertig zu kaufen?

Wäre um Tipps dankbar falls jemand schonmal was damit gemacht haben 
sollte.

Danke!

Autor: mbuchmann (Gast)
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bist du dir mit den funkwellen da sicher? - ich hab so was ähnliches vor 
wie du hier beschreibst, hatte allerdings sehr wohl "funkwellen" im 
sinn.

Autor: Jörg (Gast)
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Die echten nehmen glaube ich Langwelle, und relaiv hohe Sendeleistung.
Naturgemäß ist das schmalbandig, reicht nicht für Video.
Wie wäre es mit Video aufzeichnen, nicht senden?
Ansonsten fällt mir noch infrarot ein.

Autor: opacer (Gast)
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ja, bei allen recherchen im web bin ich darauf gestoßen, das nur sehr 
langwellige funksignale durch das wasser gehen, die jedoch große 
antennen brauchen. Am besten wäre natürlich wenn Funk ginge...

Autor: opacer (Gast)
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video soll nur aufgezeichnet werden, nicht gesendet. reicht nur 
unidirektional von fernbedienung zum boot. mehr nicht. reichweite sollte 
max. 100m sein wenn möglich

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Je niedriger die Frequenz, desto größer die Eindringtiefe für 
Funkwellen. Durch die Dielektrizitätskonstante des Wassers verkürzt sich 
die Antenne deutlich ( Wurzel aus Epsilon-r ) 
http://de.wikipedia.org/wiki/Dielektrizit%C3%A4tskonstante
Wasser =77...80

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Jörg

>Die echten nehmen glaube ich Langwelle, und relaiv hohe Sendeleistung.

Die nehmen Ultralangwelle, so bei ein paar kHz, Schleppantenen mit 
mehreren hundert Meter länge.

>Ansonsten fällt mir noch infrarot ein.

Vergiss es! Das ist für ne Fernbedienung gut, mehr aber nicht. Ersten 
wegen der imensen Dämpfung von Infrarot nter Wasser, zweitens wegen der 
ungerichteten Ausbreitung.

>video soll nur aufgezeichnet werden, nicht gesendet. reicht nur
>unidirektional von fernbedienung zum boot. mehr nicht. reichweite sollte
>max. 100m sein wenn möglich

Dann bleibt praktisch nur Ultraschall. Aber wie wilslt du das dann 
steuern? Blind?

MFG
Falk

Autor: opacer (Gast)
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Nein, selber im wasser und auf sicht ;) oder über ein licht das angeht 
und man von der oberfläche sieht. ist ja mehr ein fun-projekt..

Denke grade über eine Schwimmboje nach, wäre auch ne alternative. Nur 
dann hätte es wieder ein kabel leider.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ opacer

>Nein, selber im wasser und auf sicht ;) oder über ein licht das angeht

Und wozu brauchst du dann 100m Reichweite? Solche Sichtweiten gibts 
nichtmal im Roten Meer oder Baikalsee. ;-)

MfG
Falk

Autor: opacer (Gast)
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lieber etwas mehr als zu wenig :) 50m würden sicher auch reichen .. so 
kann man es auch vom strand steuern wenn das boot 1-2 m unter wasser 
ist.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ opacer

>lieber etwas mehr als zu wenig :) 50m würden sicher auch reichen .. so
>kann man es auch vom strand steuern wenn das boot 1-2 m unter wasser
>ist.

Das kannst du glaub ich komplett vergessen. Die Wasseroberfläche 
reflektiert deinen Ultraschall zu 99.99wasauchimmer Prozent. Sender und 
Empfänger müssen sich im gleichen Medium befinden, also bei über oder 
unter Wasser.

MFG
Falk


Autor: flo (Gast)
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hi,

das mit dem ultraschall würde ich direkt mal bleiben lassen wenn du im 
offen meer fahren willst. wirbeltieren gefällt das nämlich gar nicht.

Ansonsten schau mal hier:
Beitrag "CB-Modems legal? Antenne unter Wasser?"

gruß flo

Autor: opacer (Gast)
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Ja, werde wohl ein kabel ran machen. ist praktischer, einfacher und 
umweltverträglich. außerdem gibt es dann was zum "rausziehen" wenn das 
boot ausfällt ;)

Autor: ki (Gast)
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Ansonsten bleibt wohl nur eine Schleppboje mit dem Funkempfänger darauf.

Autor: Sab (Gast)
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Wasser hat minimale Absorption bei gruenem Licht. Welch ein Zufall. Wie 
weit man nun mit einer gruenen PowerLED kommt weiss ich nicht.

Rene

Autor: Frankl (Gast)
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Such mal hier im Forum, ich glaube mal hier gelesen zu haben, das 
Funkwellen bis zur einen bestimmten Tief auch gehen. Und warum nicht 
eine isolierte dünne Stabantenne rausschauen lassen.

Autor: Werner A. (homebrew)
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Es gibt für Taucher Peil- und Rückrufgeräte. Probier doch mal 
rauszubekommen wie die funktionieren...

Autor: Tom (Gast)
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Ultraschall würde ich nicht ausschliessen, dazu könnte man der 
Schallwandler ins Wasser hängen. Dann gibts auch keine 
Reflektionsverluate zwischen Luft und Wasser. Und die Fische können den 
Ultraschall wohl gut ab, jedenfalls laufen alle Echolots damit.

Funk könnte auch gehen, auch ins Wasser rein, wäre mal einen Versuch 
wert. Die extreme Dämpfung bezieht sich wohl auf größere Entfernungen.

Autor: Christian Amann (Gast)
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Die Idee mit den Ultraschallwellen ist eine gute Idee.
Das mit dem Kabel finde ich blöd sieht dann nix mehr aus.
Infarot ist nicht schnell genug für eine Blitz Datenübertragung also 
würde ich Ultraschallwellen nehmen.
Oder ein Boot ,dass an der Oberfläche fährt und die Signalwellen 
aufnimmt.
Aber denkt dran ,dass die Dämpfung im Salzwasser stärker ist als im 
Süßwasser.

Autor: morph1 (Gast)
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also ich würde eine boje nachziehen deren kabel auf einer aufrolltrommel 
ist, damit das teil halbwegs überm boot bleibt.

dann juckt die übertragung durchs wasser nicht sooviel :)

Autor: morph1 (Gast)
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außerdem hat man im falle eines falles etwas an dem man das boot bergen 
kann =)

Autor: Phil1985 (Gast)
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Moin.

Ich interessiere mich für das gleiche Thema, komme für diese Diskussion 
allerdings wohl zu spät.
Bei hohen Reichweiten für die Komm. unter Wasser kommst du um 
Ultraschall nicht herum. Es ist hier zu empfehlen, hohe Frequenzen im 
Bereich 80-200kHz zu nutzen. Diese werden auch von Echoloten zur 
Fischsuche genutzt. Möchtest du die Reichweite erhöhen, kannst du auch 
auf mehrere Sender in entsprechenden Abständen auf einer Art Antenne 
zurückgreifen, um ein Interferenzbild (siehe Interferenz und 
Mehrfachspalt) zu erzeugen. Dann müsstest du jedoch die Sender zum 
U-Boot hin ausrichten, wofür du sie auch gleichzeitig zur Triangulation 
deiner U-Boot-Position nutzen könntest. Natürlich wäre eine ähnliche 
Installation auch auf deinem U-Boot nötig.
Um dein U-Boot besser zu steuern kannst du Echolote in verschiedene 
Richtungen nutzen, um den Grund, die Seiten und die Vorderseite 
abzutasten. Die Orientierung fällt dadurch wohl deutlich leichter. Einen 
Schwimmer mit GPS-Sender zu installieren, welcher in regelmäßigen 
Abständen an die Wasseroberfläche kommt, sollte die absolute 
Positionsbestimmung zudem noch deutlich vereinfachen.

Das Alles beruht jedoch nur auf Überlegungen und Recherchen.

Ich würde mich daher sehr sehr doll für Beiträge mit technischen 
Lösungen freuen, sowohl, was wasserdichte Ultraschallempfänger/-sender, 
als auch Echolotsoftware zur reinen Umgebungsabtastung angeht, freuen.
Bitte postet noch ein Wenig und lasst dieses Diskussion nicht sterben ;)

Grüße, Phil.

Autor: Phil1985 (Gast)
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Hier ein sehr interessanter Link:

http://www.sander-electronic.de/be00072.html

Seine Frequenz ist ideal.

Autor: ich (Gast)
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Mit Kabel ist der Vorteil, dass man warscheinlich das Bild übertragen 
kann und somit per Bild steuern könnte. Ansonsten bei Unterwasserfunk 
könnte man evtl. sich für LW-Frequenzen Modulationen angucken, wie PSK 
oder eine Art DTMF, also mehrere Frequenzen gleichzeitig, um die 
Datenrate bei geringen Frequenzen zu erhöhen. Allerdings bin ich in der 
Materie nicht richtig fit. Wollte das nur mal in den Raum werfen.

Autor: Jens Martin (jens-martin)
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Phil1985 schrieb:
> Bei hohen Reichweiten für die Komm. unter Wasser kommst du um
> Ultraschall nicht herum.

Piezoschwinger haben eine Richtwirkung (6-45°) Es gibt es m. W. keine 
Rundstrahler zu kaufen (360° wir für ein U-boot nötig schon gar nicht).

Zum Boot hin zu pingen ist möglich solange deine Nautilus 
Sichtverbindung zum Schwinger hat. Für die Boot zu Land Strecke musst du 
die Hülle mit Schwingern pflastern.

Die Dinger brauchen auch ca. 600 Volt zum senden (das bei 200 Khz). Das 
ist als Peak ungefährlich aber als Dauerleistung ... Für ein Unterwasser 
Hobbyprojekt wohl "Out of Range".

Autor: Alexander Frey (Gast)
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zu der elektromagnetischen Funk-Variante empfehle ich folgenden Artikel 
aus der FAZ  http://www.ratzer.at/archive/2000/msg00130.html

Grüße
Alexander

Autor: peter.z@gmx.at (Gast)
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Autor: zu spät (Gast)
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Herje, 4 Jahre gebraucht um eine Antwort zu formulieren ?

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