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Forum: Platinen Bohrmaschine für Platinen?


Autor: Jochen (Gast)
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Ich forsche jetzt seid geraumer Zeit nach Möglichkeiten selber geätzte 
Platinen zu bohren.
Hier im Forum scheinen ja alle auf Proxxon zu schwören ;-)
Da ich allerdings nicht vorhabe große Mengen an Platinen zu fertigen, 
wollte ich nicht ganz so viel Geld investieren.
Daher meine Frage: was für Optionen hat man als "Gelegenheitsbohrer"?

Lohnt es sich überhaupt eine billig-Tischbohrmaschine (<50€) zu 
bestellen?
Die fällt wahrscheinlich nach der dritten Platine auseinander, oder ist 
so wackelig, dass die Bohrungen voll daneben sind...

Kann man auch eine herkömmlichen Akkuschrauber benutzen? Da werden einem 
nach ein paar Hundert Löchern sicher die Arme abfallen ^^

Irgendwie scheint es keine vernünftige Lösung zu geben.... HILFE!!!

Autor: nop(); (Gast)
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Es muss eine Staenderbohmaschine sein, die Bohrer sind dermassen fein 
und empfindlich, das geht nicht ohne Fuehrung. Eine 
Billigst-Bohrmaschine hat wahrscheinlich weder den geforderten Rundlauf, 
noch die hohe Drehzahl.

Autor: Max Mustermann (Gast)
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Hallo,

also es geht im Prinzip mit jeder Ständerbormaschine wo die 
entsprechenden Bohrer reinpassen. Dafür sind bei deinem Zweck vermutlich 
ein Dremel am besten geignet. Ich würde es nicht direckt mit der Hand 
Bohren sonst sind die  kosten der Bohrer bald höher als die kosten für 
eine ordentliche Maschine. Die Brechen meist bei der kleinzten Belastung 
in die Wagrechte ab. Für Prototypen benutze ich eine Proxon. Für 
Stückzahlen benutze ich eine CNC Fräse wie diese: 
http://www.beitz-online.de/product_info.php?cPath=...

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

Autor: Florian Demski (code-wiz)
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Ich benutze einen Dremel mit Bohrständer und bin eigentlich glücklich 
damit.

Autor: Torsten (Gast)
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Hi

Habe mir da selber einen Bohrständer für meinen Dremel-Klon gebaut.

Nette Grüße
Torsten

Autor: Jochen (Gast)
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Könntest du mir mal sagen, was genau das für ein Dremel ist? Wenn ich 
danach google finde ich alles mögliche, nur keine Bohrmaschine mit 
Ständer (Gaviermesser, Minischleifer etc.)...und was das so gekostet 
hat?

So ein CNC Gerät ist natürlich der Hammer. Aber das lohnt sich wohl kaum 
für mich ;-)


Noch eine Frage zu den Bohrern: ist das schlimm, wenn die abbrechen?
Ich muss ja eh nur ein paar Millimeter in die Platine reinbohren - wenn 
ich die Maschine also nah darüber fixiere, müsste das doch auch noch mit 
einem halben Bohrer ganz gut gehen? Der bricht dann bestimmt auch nicht 
mehr so schnell ^^

Autor: Torsten (Gast)
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>ist das schlimm, wenn die abbrechen?
Äähm - wasn das fürne Frage ?
Wenn der Bohrer abbricht, kannst Du halt nicht bohren - fertig.
Hss Bohrer sind elastischer und brechen nicht so schnell.
Allerdings nutzen sie sich auch recht schnell ab.
VHM Bohrer sind härter und spröder - ein schiefer Ansatz und zuviel
Druck und das Teil bricht. Hat aber auch eine höhere Standzeit.

Und - natürlich kannst Du den Bohrer soweit ins Futter schieben,
bis nur noch etwa 3 - 5 mm herausragen.

Nette Grüße
Torsten

Autor: Torsten (Gast)
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Kleiner Nachtrag: die Aussagen beziehen sich auf FR4 NICHT auf 
Hartpapierplatinen.

Autor: Florian (Gast)
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Das Problem ist, wenn der Bohrer abbricht hat er keine richtige Schneide 
mehr. Du kannst also das Bohrloch nicht mehr genau treffen und die 
Wahrscheinlichkeit, dass du die Platine versaust ist doch recht groß 
(Grat am Bohrloch - schlecht für das spätere Löten).
Für kleinere Platinen benutze ich so eine kleine Bohrmaschine ähnlich 
drehmel -nur billiger und einen einfachen, kleinen Ständer dazu. (Gibt´s 
für kleines Geld im Baumarkt - meiner Meinung nach besser als im Netz zu 
suchen, weil da kannst du das Ding erst mal in die Hand nehmen und 
beurteilen, ob´s was taugt. - sollte halt nicht allzu wackelig sein 
wegen den dünnen Bohrern) Für größere Projekte hab ich mir eine 
CNC-Fräse selbst gebaut.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Ich trau mirs fast nicht zu sagen:
Ich bohre mit dem Akkuschrauber und 1mm Bohrern.

Allerdings: Ich mach keine doppelseitigen Platinen und achte
drauf, dass ich im Eagle immer schön grosse Lötpads habe.
Wenn mal ein Loch nicht exakt mittig im Pad sitzt, so ist
das auch kein Beinbruch.
Und: Ich fertige im Jahr größenordnungsmäßig etwa 4 bis 6
Platinen an.
D.h. ich hab keine Elektronik-Werkstatt, in der das Zeugs
aufgebaut stehen bleiben kann.

Ab und zu reiss ich mal einen Bohrer ab, aber im Regelfall
wird der früher stumpf, bevor ich ihm beim Bohren das Licht
abdrehe.

Autor: Henk van Wegen (Gast)
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Ich hab auch einen Dremel-Klon {jeder Baumarkt ,10 €), einen Wolfcraft 
Mini-Bohrmaschinen-Ständer (Yippiejajayippieyippieyeah, 30 €) und 
VHM-Bohrer 0.8,1.0,1.2 (e-bucht). VHM Muss halt sein, weil ich keine so 
kleine Spannzange für das Ding bekomme (Dremel-Orig. passt nicht).
Bin ganz zufrieden damit, und weil mein Ausstoß so in etwa dem von 
KaHeBu gleich kommt, machts auch nichts, wenn mal ein Bohrer abbricht.
Vorher hab ich auch mit einem Akkuschrauber aus dem Handgelenk gebohrt. 
Bei den Preisen für HSS0.8 ist das auch okay, aber anstrengend.

Henk

Autor: breitfuss (Gast)
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Hallo!

Ich habe bei Westfalia eine MINI BOHRMASCHINE MIT STÄNDER bestellt (ca 
9€). Sieht zwar nicht professionell aus....aber für das Geld ok.Für die 
paar Bohrungen die ich mache, ist sie ok. Das meiste ist sowieso 
SMD...da erspart man sich das Bohren. Ich dachte für die paar Euro ist 
nichts verhaut. Es funkt auf jedenfall besser als mit einer 
Handbohrmaschine bzw Akkuschrauber (den ich vorher auch verwendete) ;)

mfg

Autor: ecslowhand (Gast)
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Ich benutze eine Proxxonbohrmaschine FBS240E zusammen mit dem 
Bohrständer MBS140/S. Die Maschine ansich ist soweit brauchbar, leider 
hat das Lager nach einigen Fräsarbeiten (ich habe mit Fräsern meine 
Platinen geschnitten) bereits einen hör- und fühlbaren Schaden.
Der Bohrständer hat in X-Richtung zuviel Spiel, d.h. beim Bohren von 
0,5mm bis 0,8mm bricht der Bohrer des öfteren ab.

Mein Fazit: Für den Preis ist die Kombination einfach zu teuer.

LG EC

Autor: Thorsten (Gast)
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>Die Maschine ansich ist soweit brauchbar, leider
>hat das Lager nach einigen Fräsarbeiten (ich habe mit Fräsern meine
>Platinen geschnitten) bereits einen hör- und fühlbaren Schaden.

Ist bei meiner jetzt auch so, wobei das aber auch erst nach 10 Jahren 
intensiver Nutzung aufgetreten ist. Vielleicht muß sie im Innern auch 
nur mal gereinigt werden?

>Der Bohrständer hat in X-Richtung zuviel Spiel, d.h. beim Bohren von
>0,5mm bis 0,8mm bricht der Bohrer des öfteren ab.

Auch das kann ich teilweise bestätigen. Das Spiel ist sehr hoch, 
Hartmetallbohrer brechen bei mir allerdings nicht ab, nur ein exaktes 
Bohren ist damit leider unmöglich. Hatte das vor 10 Jahren kurz nach dem 
Kauf auch mal beim Hersteller bemängelt, schließlich wurde der 
Bohrständer damals als "Präzisionsbohrständer mit plangefräster 
Arbeitsfläche" angepriesen. Dieser schickte mir dann auch umgehend einen 
neuen Ständer (welcher ein ähnlich starkes Spiel hatte) und wies darauf 
hin, dass ich, wenn ich genau bohren möchte, doch bitte die 
Tischbohrmaschine TBM 220 kaufen soll. Dummerweise kann die nur 8500 
Umdrehungen pro Minute, daher hatte sich das dann erledigt.

Naja ich hab gelernt, damit zu leben. Da ist so ein kleines Messingteil, 
durch welches eine Metallstange geht. Zwischen dieser Stange und dem 
Messingteil tritt das Spiel auf. Vermutlich wäre das Problem beseitigt, 
wenn man eines oder beide Teile tauscht. Nur woher nehmen wenn man 
keinen mit einer Drehmaschine kennt, um mal so eine Stange abzudrehen, 
damit sich eine gescheite Passung ergibt.

Thorsten

Autor: Geniesser (Gast)
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@Jochen

Schau mal hier, vielleicht ist das was für dich (falls es das Teil noch 
gibt)

Beitrag "0.8mm Bohrer in Standbohrmaschine einspannen??"

Autor: Platinenbauer (Gast)
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Hatte mal  mit einer 230V Industrieausführung von Proxxon Konturfräsen 
an FR4 machen wollen. Resultat; nach garnicht langer zeit war das winzig 
kleine Kugellager in der Proxxon im Eimer und Maschine somit Schrott. 
Wie kann ein Hersteller sowas als "Industrieausführung " bezeichnen und 
dann noch Eigenschaften zusichern, die nie erfüllt werden.
Ich nehme solche Proxxons  nur noch zum Mikrobohren mittels 43mm-Adapter 
auf meiner CNC, ansonsten fräst jetzt ein 850W Fräsmotor 
(Drehzahlgesteuert vom PC) die Konturen .

Kommt also lieber nie auf die Idee, mit diesen schwachbrüstigen 
Minibohrmaschinen irgendwas Fräsen oder schleifen zu wollen. Der 
seitliche Druck macht jede "Mini-Maschine" kurzfristig zu 
Elektroschrott.

Tischbohrmaschinen aus dem Baumarkt haben ein sehr schönes Spiel in der 
Spindelführung. Das killt jeden Mikrobohrer. testet es mal wie folgt; 
Bohrfutter bis zum Anschlag runterfahren und versuchen am Bohrfutter 
seitlich die Spindel zu bewegen. Klappert diese etwas, ist die Maschine 
nicht zum Bohren von Mikrolöchern geeignet. Auch sind Bohrfutter selbst 
extrem unrund bzw spannen exzentrisch.

Meine ersten Platinen habe ich vor jahren freihändig mit einer kleinen 
Minibohrmaschine gebohrt, ging auch. Nur bei 2seitigen Platinen wird das 
Mist, da das Loch genau senkrecht stehen muss, ansonsten passr das 
Leiterbild auf der Unterseite nichr mehr zu den Löchern.

Boher selbst sollten grundsätzlich vollhartmetall sein, HSS_Bohrer 
schaffen maximal 100 Löcher dann sind diese total stumpf, ein VHM 
dagegen bekommt noch einige tausend Bohrungen gebacken. Bezugsquelle 
3-2-1-Meins.

Niemals die von Proxxon auf den Baumärkten angeboteten VHM Bohere 
kaufen. die Dinger bohren uberhaupt nicht und kosten nur enorm viel 
Geld.

Platinenbauer

Autor: hackklotz (Gast)
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>Niemals die von Proxxon auf den Baumärkten angeboteten VHM Bohere
>kaufen. die Dinger bohren uberhaupt nicht und kosten nur enorm viel
>Geld.

FULL ACK!

Autor: Platinenbauer (Gast)
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@ Torsten

dein Zitat:
Naja ich hab gelernt, damit zu leben. Da ist so ein kleines Messingteil,
durch welches eine Metallstange geht. Zwischen dieser Stange und dem
Messingteil tritt das Spiel auf. Vermutlich wäre das Problem beseitigt,
wenn man eines oder beide Teile tauscht. Nur woher nehmen wenn man
keinen mit einer Drehmaschine kennt, um mal so eine Stange abzudrehen,
damit sich eine gescheite Passung ergibt.

Ich kenne diese Bohrständer nicht, aber Passungsprobleme lassen sich 
doch mit 2 kleinen Schrauben im Messingteil lösen. Diese etwa im Winkel 
von 120 Grad angebracht müssten eigentlich das Spiel "einstellbar" 
machen können.
Geht das bei dir?

Platinenbauer

Autor: Christian R. (supachris)
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Ich hab mir einen 10€-Dremel-Nachbau in den Proxxon-Bohrständer 
eingepannt. Eine Adapterhülse auf dem Gewinde vorn sorgt für die 
Durchmesser-Anpassung...bohrt super mit VHM Bohrern. Extrem geringes 
Spiel und sehr hohe Drehzahl, 0,3mm Löcher kein Problem.

Autor: Wolfgang (Gast)
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>Ich trau mirs fast nicht zu sagen
Ich auch nicht:
Ich bohre mit einer 12V Minibohrmaschine von Pollin (15,-DM) frei Hand 
und verwende 0,5mm bis 1mm Bohrer, ohne dass die Bohrer abbrechen. 
(Hartpapier-material und HSS-bohrer)
Allerdings habe ich auch 2 Maschinchen wegen ungenügendem Rundlauf 
reklamiert.
>Allerdings: Ich mach keine doppelseitigen Platinen und achte
>drauf, dass ich im Eagle immer schön grosse Lötpads habe.
>Wenn mal ein Loch nicht exakt mittig im Pad sitzt, so ist
>das auch kein Beinbruch.
Zur Zentrierung gebe ich für alle Bohrungen einen Bohrlochdurchmesser 
von 0,4mm vor.
Wolfgang

Autor: Bernd (Gast)
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Hallo,

bin auf der Suche nach einer Möglichkeit Platinen zu bohren. Die Idee 
ist folgende Dinge von Proxxon zu verwenden:

- Micromot 50 Bohrer mit Stahspannzangen
- Micromot NG2E Netzteil mit Drehzahlregelung
- Micromot MB140/S Bohrständer
- Micromot KT70 Koordinatentisch

Bei dem Koordinatentisch bin ich mir alles andere als sicher ob das das 
richtig ist.

Was meint Ihr, taugt das Equipment zum Platinen bohren ??

Vielen Dank,
Bernd

Autor: Platinenbauer (Gast)
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@ Bernd

eime Micromot -Bohrmaschine und ein passender Ständer reicht vollkommen 
aus um  Platinchen zu bohren. Ein Kreuztisch ist Blödsinn, oder willst 
du etwa mit diesen mickrigen Proxxon-Bohrmaschinen fräsen? Dann hast du 
diese nicht lange, weil das einzige Kugellager in der Maschine völlig 
unterdimensioniert ist. (Abmessung des Kugellagers = innen etwa 6mm , 
aussen etwa 10..12 mm , genau weiß ich es nicht mehr, das sagt 
eigentlich alles über die seitliche Belastbarkeit aus)

Ein Koordinatentisch ist beim Bohren eher hinderlich, einfach mit der 
linken Hand die Platine bewegen und rechterhands den Bohrständer 
bedienen, geht gut und schnell.

Ein Netzteil könntest du auch einsparen, wenn du etwa 12..18V 
Gleichspannung griffbereit hast, Originalstecker abschnippeln und 2 
verschiedenfarbige Bananenstecker dranbasteln, ferig ist unsere 
Hochtechnologisierte Bohranlage.

Platinenbauer

Autor: Bernd (Gast)
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Hallo,

ok vielen Dank, dann hat sich das mit dem Koordinatisch erledigt.
Nimmst du zum halten der Platine einen Maschinenschraubstock oder was 
gibt es dort für Möglichkeiten ??

Grüße,
Bernd

Autor: Christian R. (supachris)
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Dazu nimmt man die Finger.

Autor: Henk van Wegen (Gast)
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Und wenn das wegen der Größe zu kritisch wird, gibts da jetzt was von 
einem Klebstoffhersteller, der eine Nachtvogelnamen trägt. Das sind so 
ne art Knetpads, die man schön plattdrücken und wiederverwenden kann. 
Die gehen auch wieder Rückstandsfrei runter.

Autor: The_Ghost666 (Gast)
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Ich habe auch eine Zeit lang mit nem Dremel oder Akkubohrer gearbeitet, 
aber die Hardmetallbohrer haben sich schnell verabschiedet. Mit einer 
Tischbohrmaschine für 50€ ausm Baumarkt wurde bei 0,6mm auch nichtsmehr, 
weil die zu sehr vibriert hat.
Mein Tip an dich: Ich bohre immer in meiner Fachhochschule, die haben da 
eine Proxxon oder auch genug solide Tischbohrmaschinen, ewig alt, aber 
so massiv, dass da alles Rund läuft und nichts wackelt. Schau doch mal, 
ob sich da in deinem Bekanntenkreis nicht was auftut. Auch Schulen sind 
manchmal gut ausgestattet.

Autor: ich (Gast)
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habe mit dem Teil gute Erfahrung gemacht.
Ebay-Artikel Nr. 300125331602

passende Bohrer / Fräser auch einzeln gibt es hier.
http://myworld.ebay.de/stickschnecke

Autor: Winfried (Gast)
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Also ich nutze ein Proxxon Micromot 50/E für 30 Euro mit kleinem 
3-Backenbohrfutter, was man für etwa 5 Euro als Zubehör bekommt. 
Rundlaufgenauigkeit ist gut. Dazu ein Bohrständer Bohrständer MBS140/S 
für 45 Euro, auch recht brauchbar. Diese Kombination funktioniert 
bestens.

Wichtig sind vor allem ein stabiler und gut ausgerichteter Bohrständer, 
der bei Belastung sich nicht gleich verformt. Dann rutscht nämlich der 
Bohrer weg. Der Proxxon ist stabil genug. Hatte früher mal so ein 
Kunsstoffteil von Hobbydrill, der war einfach fürchterlich.

Proxxon ist zwar kein Highendwerkzeug, aber für den Hobbybereich ganz 
brauchbar.

Hartmetallbohrer: Hab ich ähnliche Erfahrung gemacht, da gibt es totalen 
Schrott, der entweder sofort abbricht oder nicht bohrt. Benutze seither 
welche von Bungard (gibt es bei Reichelt), die gut funktionieren. 
HSS-Bohrer sind völlig ungeeignet, weil schon nach wenigen Löchern 
stumpf. Aber in der Not geht auch das. Bei Hartmetall muss man höllisch 
aufpassen, nicht mal gegenzustoßen, die brechen ganz schnell ab.

Autor: Winfried (Gast)
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Fällt mir gerade noch ein: Ich beleuchte mit einer hellen LED von unten 
durch das Loch der Bohrständerauflageplatte. Das geht sehr gut.

Autor: Wilfried (Gast)
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Hallo,

ich habe einen Bohrständer von Proxxon im Keller. Dort bleibt er auch. 
Die erste Bohrung hat schon einen Bohrer gekostet. Als Bohrmaschine gibt 
es in Discount-Märkten (Aldi, Lidl u.s.w.) günstige Bohr und Fräsgeräte 
(ca. 19€), die mit Spannzange auch Bohrer mit 3,175 gut spannen. Die 
Geräte heißen FERMI oder WALTER, sehen teilweise Dremel ziemlich 
ähnlich. Sie haben (fast wie die Dremel) ein Gewinde mit 1/2 ". Ich 
setze diese Geräte in einer Portalfräse ein zum Bohren oder fräsen mit 
gutem Erfolg. Ab und zu geht eine übern Jordan, aber hält ziemlich lang. 
Ach ja, zum Bohren von Hand habe ich mir eine elektronisch gesteuerte 
Metabo - Ständerbohrmaschine mit XY-Tisch schenken lassen. Das ist für 
Bohrungen <1mm unumgänglich bei Vollhartmetall. (Natürlich kann man auch 
kaufen).
Wer nicht viel Geld ausgeben will, kann mit einer solchen Maschine im 
Handbetrieb mit HSS- Bohrern gut auskommen. Dazu muß nur das Gewinde 
etwas gekürzt werden, dann paßt ein Bohrfutter von Proxxon (8€ oder 
weniger) drauf und los gehts.
Übrigens: Weiter oben (Jochen) sollte mit einem abgebrochenen Bohrer 
gebohrt werden. Das geht natürlich überhaupt nicht, auch keine 
"ausgefransten Löcher" Es spricht ein gelernter Mechaniker!

Gruß.
Wilfried

Autor: Visitor (Gast)
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Ich verwende von Proxxon den Bohrständer MBS 140/S (ca. 44 Euro) mit dem 
Feinbohrschleifer FBS 240/E (ca. 55 Euro) und den Hartmetallbohrern z.B. 
von Conrad. Bohrer dabei auf höchste Drehzahl stellen. Die Löcher sind 
zumindest bei 0,6 und 1,0mm ohne Ausfransungen (andere Durchmesser habe 
ich noch nicht probiert). Bei ca. 300 Löchern habe ich bisher nur einen 
Bohrer abgebrochen und der ist mir hingefallen.

Autor: Andreas Jakob (antibyte)
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Ich hab dieses Teil, gabs mal bei Pollin für 8 Euro :

Ebay-Artikel Nr. 330149333116

wenn man nur selten Platinen bohrt, geht das damit recht gut.
Braucht wenig Platz und ist billig.

Autor: Platinenbauer (Gast)
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Also, so kompliziert ist das Bohren ja nun ooch nicht.
Für Einzelstücke und einseitige Platinen nehme ich da sonne kleine 
Proxxon in die Hand, Platine in Nasenhöhe auf den Tisch und dann wird 
FREIHÄNDIG gebohrt. Arme dabei links und rechts auf dem Tisch abstützen.
Ist auch mal ganz gut zu wissen, wie wir früher unsere selbstgemalten 
Röhren-Platinen mit angeschliffenen Nähnadeln gebohrt haben.

Bei einer Platine bin ich zu faul. den ganzen Schnulli wie Bohrprogramm, 
einrichten usw an meiner CNC zu  machen.

Wer natürlich an Zitterich leidet, der sollte doch lieber einen 
Metall-Bohrständer nehmen, die überlebenden Bohrer werden es danken. 
Finger weg von irgendwelchen dubiosen "Bohrmaschinenständerchen" aus 
Recyclingplaste, da ist spätestens nach jeden 2, Loch ein neuer Bohrer 
fällig. Und diese Hartmetallbohrer liegen ja leider nicht auf der Straße 
rum, sondern müssen unter Erstattung teilweiser irrsinnig hoher 
Versandkosten ersteigert werden.

Auch sollte ihr eure eventuell erworbene Metallbohrhilfe mal 
untersuchen. Es gibt da einige Modelle, die klappern, also die ein 
sagenhaftes Spiel in der Säulenführung naben. Das ist bei der 
"Qualitäts"-Ware aus Fernost eigentlich immer der Fall.


Weiter oben genannte Firmen kann ich voll zustimmen, Ferm ist brauchbar 
und günstig, mein 850 Watt-Fräsmotor auf meiner CNC ist von FERM...

Gruß
Platinenbauer

Autor: Andreas Jakob (antibyte)
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Also mir ist mit dem billigst Plastikbohrständer noch kein Bohrer 
abgebrochen.
Allerdings bohr ich damit auch nur Hartpapierplatinen und bin recht 
vorsichtig beim bohren.
Für den gelegentlichen Einsatz ist das Teil echt zu gebrauchen und immer 
noch besser als von Hand.
Hab allerdings auch eine etwas bessere Minibohrmaschine eingebaut als in 
dem
Ebay-Artikel oben.

Autor: Thilo M. (Gast)
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Auf Arbeit haben wir 'e ca. 25 Jahre alte RC - Ministänderbohrmaschine. 
Wird viel benutzt, läuft immer noch prima, Bohrerverschleiß kaum 
messbar.
Obwohl ich von dem Ostblock-Schrott RC normalerweise nix halte ist diese 
Maschine prima! ;)
Gut sind auch Maschinen von Quantum / Optimum (Bauhaus erhältlich).

Autor: Old-Papa (Gast)
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Hallo,

alle Jahre wieder diese Frage ;)
Hatten wir unter vielen anderen hier mal diskutiert:

Beitrag "Kaufberatung Platinenbohrmaschine"

Da wird auch eine Drehzahlreglung vorgestellt!

Old-Papa

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Hallo Jochen,

also mal so eine generelle Sache: Ich bin neu hier und kenne daher die 
Gesamtsituation noch nicht so gut -- und bin selber kein Profi in Sachen 
Elektronik. Allerdings ist eine solide Ausruestung der Grundstein zum 
Erfolg. Ich selber habe mir einen Proxxon geholt (ich glaub knapp 
60EUR), da ich das Geld fuer eine Standbohrmaschine (und den Platz) 
nicht wirklich hatte. Aber ich meine ein bisschen was muss man schon 
bereit sein, auszugeben, sonst wird das doch nichts. Mit dem Proxxon 
geht das Bohren sehr gut von der Hand und mit etwas Uebung auch ziemlich 
praezise. Meiner Meinung nach koennte das ein Bohrstaender nur noch 
unwesentlich verbessern, da man ja immer noch von Hand fuehren muss. Und 
der Eintrittswinkel ist bei einem Material von 1.5mm nun wirklich nicht 
so wesentlich. Ein Akkuschrauber duerfte nicht die Drehzahl herbekommen 
und waere auch zu unhandlich, wie ich meine (bohr damit mal 200 
Loecher). Also ich bin mit dem Proxxon happy ;)

Gruesse,
Michael

Autor: Tom (Gast)
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>Und der Eintrittswinkel ist bei einem Material von 1.5mm nun wirklich nicht
>so wesentlich.

Stimmt. Viel wesentlicher ist die Konstanz des Eintrittswinkels, denn 
wackelt der ein bisschen, bricht dir jeder Hartmetallbohrer ab.

Autor: Donald (Gast)
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Hi Torsten

> Hi
> Habe mir da selber einen Bohrständer für meinen Dremel-Klon gebaut.

Gefällt mir recht gut.
Kannst du noch was mehr Info über deine "PCB Drill Station" geben.

Gruß
Donald

Autor: Torsten (Gast)
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@Donald
Was möchtest Du denn gerne wissen ?

Nette Grüße
Torsten

Autor: Donald (Gast)
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Guten morgen Torsten,

hast du dafür z.B. eine Nachbauanleitung ?
Oder sonstige Infos die einen ungeübten beim Nachbau behilflich sind.

Oder aber wäre es Möglich so einen Nachbau von Dir zu bekommen ?

Gruß Donald

Autor: thomas (Gast)
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hallo leutz

also zum bohren der kleinen löcher, kann ich auch nur eine proxxon mit 
bohrständer empfehlen. das ist doch ne ganze ecke streßfreier als so aus 
der freien hand. inzwischen bin ich aber dabei mir eine kleine fräse zu 
bauen, weil ich sehr öft platinen für led-cluster bohren muss und da 
sind ja bekanntlich etwas mehr löcher drauf als auf "normale" 
platinen;-)
also mal so gesagt, wenn man 20 platinen a 160 löcher bzw. 260 hat, da 
kann der wunsch na einer automatisierung schon groß werden und deshalb 
jetz auch der fräsen selbstbau.
aber für jemanden, der im jahr 6-10 platinen fertigen muß ist das 
natürlich zu viel des guten, aber eine proxxon mit bohrständer würde ich 
immer empfehlen.
in diesem sinne

gruß und frohes bohren
thomas

Autor: thomas (Gast)
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ach ja
fast vergessen.....der kleine selbstbau ständer vom thorsten ist ja 
wirklich eine gelungene arbeit.....respekt.
schön gefertigt...minimalistisch..ohne schnörkel
und sehr funktionell. die lube und die absaugung sind noch das 
sahnehäubchen...und dann noch der integrierte bohrerhalter.......
läßt die liebe zum detail erkennen.......wirklich toll gemacht.

zum eingang des beitrages wurde bei proxxon die standzeiten des 
kopflagers beim fräsen bemängelt. der sicherste lagertod entsteht durch 
einen zu hohen spanndruck der aufnahme für die maschine. denn das 
lagergehäuse ist nicht sonderlich stabil und wenn man etwas zu sehr 
spannt, dann "quetscht" man das lager und das nimmt es sehr übel.
also lieber etwas sachte anziehen und dafür lieber runter mit dem 
vorschub beim fräsen, denn man muss ja nicht einen neuen 
geschwindigkeitsrekord aufstellen. im übrigen läßt sich das lager 
wechseln. ist jedenfals bei meinem proxxon Industrie-Bohrschleifer IB/E 
so.

bis denn
thomas

Autor: Torsten (Gast)
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@Thomas
Vielen Dank für das Lob !

@Donald
Ich habe gerade mal geschaut. Leider finde ich die Skizzen
zum Umbau nicht (der oben gezeigte ist die zweite Version,
weil die Erste nur für kleine Platinen ausgelegt war).
Ich suche aber nochmal.

Würden Dir auch Detailaufnahmen helfen ?
Also wenn ich das ganze Teil mal von allen Seiten
und -soweit möglich- auseinandergebaut fotografiere ?

Ich würde Dir sicherlich einen Bohrständer bauen, aber da wird
ein gekaufter billiger. Es steckt nun auch mal recht viel Zeit in
dem Projekt.

Wenn Du Dich noch etwas gedulden kannst, habe ich das Projekt
auf meiner Homepage hochgeladen (bis zum Ende der Woche).
Dort werden dann auch die Details und Detailbilder stehen.
www.wdk1.de/privat/index.html

Weitere Projekte sind:
- Stempelherstellung
- Sprühätzanlage
- Tischkreissäge
- Startbox
- Bestückungsdruck
- chemische Verzinnung
- ............................ und noch viel mehr ...

Nette Grüße
Torsten

Autor: Donald (Gast)
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Hi Torsten,

aber klar kann ich mich noch gedulden, ist ja nicht so das ich keine 
Bohrausstattung hätte. "Bastell" eigentlich auch recht viel, aber 
Metallbeareitung war bisher nie so mein Ding gewesen, eher Elektronik.

Gruß Donald

Autor: Torsten (Gast)
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Dann werde ich die nächsten Tage mal wieder einiges hochladen.

Nette Grüße
Torsten

Autor: Christian H. (chris07011985)
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Also ich habe mitlerweile auch eine Proxxon mit Bohrständer und bin mit 
der Maschine und dem Bohrständer völlig zufrieden, funktioniert 
wunderbar. Ich finde auch das man dem Koordinatentisch gerade gut zum 
Platinenbohren gebrauchen kann.
Fazit: Meine Erfahrung mit Proxxon ist sehr gut.


einen schönen tag wünscht,

christian

Autor: Kramny (Gast)
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Hier gibt aus ganz brauchbare u.U. auch preiswerte Tischbohrmaschinen:

http://www.quantum-maschinen.de/produkte/bohrmasch...

Die Anschaffung ist sicher nur dann sinnvoll, wenn man mehr als nur mal 
ein paar Löcher in eine Platine Bohren will. Für mich wäre die B20 der 
Favorit.

Während meiner Berufsausbildung zum Kommunikationselektroniker haben wir 
mit 2m hohen Säulenbohrmaschinen die Löcher in die Platinen gebohrt, im 
vergleich zu den hohen drehzahlen der "Boherzwerge" ist die Laufruhe 
(nicht nur von der Geräuschentwicklung) ein Traum. Ich meine die 
Drehzahl lag bei ca. 1000 U/Min für Epoxy-Platinen. Allein der Schwere 
Schraubstock in dem die Platine, auf einem Holsklotz aufliegend, 
gespannt war, lies eine präzise Positionierung zu. Von daher würde für 
mich ein o.g. Gerät eher in Frage kommen wie ein Proxxon oder Drehmel. 
Aber wie gesagt: Für ein paar Platinen lohnt es sich kaum.


Gruß
Kramny

Autor: Christian H. (chris07011985)
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Ja mit diesen Maschinen hab ich auch geliebäugelt. Aber mich hat da 
einfach die Größe und das Gewicht abgeschrekt. So ne maschine stellt man 
halt nich so einafch auf den tisch oder trägt sie mal schnell von A nach 
B. Ich denke diese maschinen sind dafür da an einem festen ort 
aufgestellt zu werden wo sie dann auch stehen bleiben sollen und können. 
Proxxon ist dann doch einafch handlicher...

christian

Autor: Thilo M. (Gast)
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Wir hatten auf 'ner Messe mal vier Tage den Quantum/Optimum-Stand direkt 
neben unserem. Habe die Teile getestet und genau angeguckt. Ich fand die 
spitzenklassen, saubere Verarbeitung und gutes 
Preis/Leistungsverhältnis. Außerdem kann man da Grundversionen kaufen 
und diese nachrüsten, z.B. mit Magnetmesseinrichtung, CNC 
(Schrittmotoren-Antrieb) mit Software und und.
Natürlich spielt sich das Ganze im Semiprofessionellen oder gehobenem 
Bastlerbereich ab. Für 'ne kleine Fräsmaschine mit zubehör sind da schon 
mal 2000 .. 3000€ drin.

Autor: Platinenbauer .. (platinenbauer)
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Quantum ist wirklich gut.
Habe 2 Maschinen von denen; eine horizontale Bandsäge S120 und eine 
Drehmaschine D210x320...

Platinenbauer

Autor: Jan Conrads (Gast)
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Hallo,

für "Handbohrungen" ist ein Bohrtisch etwas ganz feines. Ordentliche 
Optik mit Zielkreuz pneumatischer Klemmeinrichtung für die Platine und 
auch der Bohrer rückt auf Pedalkommando aus. Hab an so einem Teil mal im 
Praktikum arbeiten dürfen.

Sobald aber Hartmetall zum Einsatz kommt, ist ein Bohrständer oberstes 
Gebot, sonst sterben die Bohrer wie die Fliegen (ist auch nicht ganz 
ungefährlich). daher nutze ich zur Zeit einen normalen Bohrständer mit 
einstellbarem Spiel. Als Bohrmaschine kommt eine alte Black und Decker 
Bohrmaschine (3000U/min)mit einem kleinen Futter zum Einsatz.

Die Bohrer kaufe ich fast immer auf den größeren Amateurfunk Flohmärkten 
von einem niederländischen Händler (keine Ahnung, ob der auch in der 
Bucht anbietet). Der will 2,50€ für 10 Bohrer nach Wahl (hat so etwa 0,4 
bis 1,5mm), nur die 0,8er sind mit 3,50 ein wenig teurer. Gutes Werkzeug 
zu fairem Preis.

Gruß Jan

Autor: Michael (Gast)
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Hallo und entschuldigt, dass ich diesen alten Thread hier auskrame, aber 
über die Suchfunktion war das der "Relevanteste" von allen.

Ich wollte gelegentlich ein paar Löcher in Platinen und 
Kunststoffgehäuse bohren und möchte mir daher eher eine günstigere 
Bohrmaschine zulegen. Daher wollte ich fragen ob jemand mit dieser hier 
Erfahrungen hat: 
Ebay-Artikel Nr. 300380310596
Denkt ihr das das für Gelegenheitsbohrer ausreicht? Oder ist das totaler 
Schrott?

Autor: MaWin (Gast)
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Grober Schrott, vielleicht wäre die Bohrmaschine alleine vergleichbar 
mit Proxxons FBS Feinbohrschleifer 230, immerhin scheint sie einen 22mm 
Hals für Proxxon-Bohrständer zu haben, aber das ganze Zubehör ist 
unnützes Zeug (biegsame Welle).

Greif zu Proxxon 40/E und Netzteil (oder FBS 240E, spart Netzteil), das 
Spannzangenset (8€)damit du 3.2mm Bohrer spannen kannst, oder dem IB/E 
(82€ Spannzangensetz dabei), und Bohrständer MBS140, und hol dir einen 
Satz VHM Vollhartmetallbohrer 0.5-5mm bei eBay.

Nur mit Löchern über 5mm bekommst du da ein Problem, du hast noch eine 
richtige Bohrmaschine ?

Autor: wönolf grobalsky (woenolf)
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Hallo Superchris,
die Idee mit der Adapterhülse hatte ich auch,
aber leider keine Ahnung woher ich eine bekommen könnte!
Vielleicht hast Du einen Vorschlag.

Vielen Dank im Voraus!
wönolf

Autor: Herr Mueller (herrmueller)
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Glaubst Du wirklich, dass Dir Supachris nach 4 1/2 Jahren noch antwortet 
?

Autor: Hui (Gast)
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>für "Handbohrungen" ist ein Bohrtisch etwas ganz feines. Ordentliche
>Optik mit Zielkreuz pneumatischer Klemmeinrichtung für die Platine und
>auch der Bohrer rückt auf Pedalkommando aus. Hab an so einem Teil mal im
>Praktikum arbeiten dürfen.

Genau sowas, haben wir auch für's Handbohren...
Ich bohr normalerweise bei ca. 40'000RPM.


Ehrlich gesagt kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie man eine 
Platine mit Bohrständer bohrt: Wie trefft Ihr da exakt die Pads? Ist das 
nicht extrem mühsam? Braucht es da nicht einen extrem robusten 
Bohrständer, um nicht beim Runterfahren seitliches Spiel zu haben?

Ok, wenn man vielleicht nur ganz selten Mal eine Platine braucht...und 
ausdauernd ist...

Ev. könnte man sich überlegen, selbst so einen Bohrtisch zu bauen. Denn 
wenn man einige Platinen wirklich mit Bohrständer bohrt, holt man die 
Zeit für den Bau des Tisches da bald wieder raus:

Ich könnte mir, so rein aus'm Bauch raus folgendes vorstellen:
Eine Flache Stabile Platte mit Loch in der Mitte (ca 1cm dia). Die 
Platte muss nicht allzu gross sein, wenn Ihr nicht riesige Platinen 
habt...
Ein Billig-Dremel à la Proxxon. Diesen auf eine gute Linearführung 
montieren, sodass er schön in der Mitte des Lochs herunter kommt. Ev. 
auch einfach nur den Bohrkopf auf einer flexiblen Welle an der Führung 
montieren, um die Ansprüche an die Führung zu minimieren...
Ein Feder so montieren, dass der Bohrer oben gehalten wird. Einen 
Elektromagnet nehmen, und so montieren, dass der Bohrer nach unten 
gedrückt wird (Feder und Magnet, kann man gleich kombinieren). Mit dem 
Strom durch den Magneten, kann man den Bohrdruck einstellen (ist bei 
meiner Tischbohrmaschine auch so). Mit einem Pedal schaltet man nun, den 
Magneten ein und aus, und damit geht die Maschine rauf und runter.
Für's Zielen, entweder irgendwo eine Optik auftreiben...stell ich mir 
schwieriger vor. Oder einer der billigen Mikroskop-Kameras nehmen. Fest 
installieren, und dann einfach aufzeichnen, wo nach dem Bohren genau die 
Mitte des Lochs ist. Von da an sollten alle Bohrungen exakt sein.

Ist aber nur so eine Idee...

Autor: Peter K. (peterk)
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Hui schrieb:
> Ehrlich gesagt kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie man eine
> Platine mit Bohrständer bohrt: Wie trefft Ihr da exakt die Pads? Ist das
> nicht extrem mühsam?

Auch hier, Übung macht den Meister


> Braucht es da nicht einen extrem robusten
> Bohrständer, um nicht beim Runterfahren seitliches Spiel zu haben?


Du musst ja keinen Dremel oder Proxon kaufen.
Prüfe vor/beim Kauf auf seitliches Spiel.

> Ok, wenn man vielleicht nur ganz selten Mal eine Platine braucht...und
> ausdauernd ist...


Wer öfter eine Platine braucht hat/bekommt somit
die nötige Übung (beim bohren).


Peter

Autor: HF-Papst (Gast)
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Hui,

grundsätzlich sollte man bei der Platinenherstellung auf drill-aid 
achten. Des Weiteren ist ein gesundes "Spiel" zwischen Bohrmaschine und 
Bohrständer sehr hilfreich, denn der Bohrer zentriert sich somit quasi 
von alleine in das Bohloch. Zu viel Spiel ist natürlich auch wieder 
nicht gut, sonst sind rucki zucki deine Bohrer abgebrochen (ich verwende 
bei FR4 VHM-Bohrer).

Gruß
HF-Papst

Autor: Michael S. (technicans)
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Hui schrieb:
> Mit einem Pedal schaltet man nun, den
> Magneten ein und aus, und damit geht die Maschine rauf und runter.
Dann wirst du die feinen Bohrer auf die Art in Null komma nix zerhacken.
Der Vorschub muss sanft dosiert werden, sonst gibts Bruch.
 > Für's Zielen, entweder irgendwo eine Optik auftreiben...stell ich mir
> schwieriger vor.
Großes Loch (ca.5mm) in die Bodenplatte (z.B. eine MDF-Platte) bohren
und eine kleine Lampe unten montieren. Kann man prima mit zielen wenn
in der Mitte eines jeden Pads noch ein Auge freigeätzt wurde.
> Oder einer der billigen Mikroskop-Kameras nehmen. Fest
> installieren, und dann einfach aufzeichnen, wo nach dem Bohren genau die
> Mitte des Lochs ist. Von da an sollten alle Bohrungen exakt sein.
Ohne Fadenkreuz wird das Zielen Glückssache. Warum kompliziert und
teuer wenn es auch einfach und billig geht?

Autor: Hui (Gast)
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>> Mit einem Pedal schaltet man nun, den
>> Magneten ein und aus, und damit geht die Maschine rauf und runter.
>Dann wirst du die feinen Bohrer auf die Art in Null komma nix zerhacken.
>Der Vorschub muss sanft dosiert werden, sonst gibts Bruch.

Wie gesagt: Bei meiner Profi-Platinen-Tisch-Handbohrmaschine, welche ich 
benutze wird das genauso gelöst! Und das funktioniert hervorragend...

>> Oder einer der billigen Mikroskop-Kameras nehmen. Fest
>> installieren, und dann einfach aufzeichnen, wo nach dem Bohren genau die
>> Mitte des Lochs ist. Von da an sollten alle Bohrungen exakt sein.
>Ohne Fadenkreuz wird das Zielen Glückssache.

Hab ich wohl nicht klar genug erklärt!
Der Witz ist ja, dass man nach dem Bohren des 1. Loches, eben genau 
markiert wo die Mitte ist, von Da an hat man ein Fadenkreuz und gut is.

Klar kann man sich auch selbst ne Optik basteln. Wenn ich die Optik bei 
meiner Maschine jedoch ansehe, kommen mir Zweifel, ob man das einfach 
selbst so basteln kann, dass es so gut wird (dass genau die richtige 
Vergrösserung scharf auf'm Schirm dargestellt wird). Da wäre die billige 
Mikroskop-Kamera (kostet keine 30 EUR) IMHO die einfachere Lösung.

>Warum kompliziert und
>teuer wenn es auch einfach und billig geht?

Wie geht es denn einfach und billig? Mit der Tischständerbohrmaschine? 
Ich persönlich könnte mir echt nicht vorstellen so mehrere Platinen zu 
bohren. Ich bekom schon einen Koller, wenn ich wiedermal ein Dutzend 
Platinen mit meiner Tisch-Bohr-Maschine bohren muss...

Deshalb eben mein Vorschlag, wie man sich vielleicht rel. kostengünstig 
so eine Tisch-Bohrmaschine selbst bauen kann. Wenn man sich einen guten 
Tischbohr-Ständer kaufen muss, ist dessen Preis wohl auch nicht von 
Pappe...
Aber war wie gesagt nur eine Idee, von welcher ich denke, dass man Sie 
ohne grossen Aufwand und ohne grosse finanzielle Ausgaben realisieren 
könnte. Ich bin zufrieden mit unserer Tisch-Maschine.

Autor: MINT (Gast)
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>...man sich einen guten Tischbohr-Ständer kaufen muss, ist dessen
>Preis wohl auch nicht von Pappe...

Proxon MBS 140 dürfte mit ca. 50Euro deutlich günstiger seine als Dein 
Selbstbau-Bohrtisch un so vermue ich zuminest enmal auf so einigen 
Bastlertischen seinen guten Dient tun.
Bis dein Gefrickel überhaupt einigermaßen funktioniert, dürften so 
einige Euros und Arbeitsstunden über den Tisch gegangen sein


>Ich bin zufrieden mit unserer Tisch-Maschine.

Wieder ein typischer Fall, wo Leute, die Zugang zu professionellem Gerät 
haben, meinen dieses ganz einfach auf den normalen Hobbyisten übertragen 
zu können.

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