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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Verkauf von elektronischen Musikinstrumenten


Autor: Jan Krause (jeangonzales)
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Hallo zusammen,

ich denke gerade darüber nach, ein elektornisches Musikinstrument 
(Theremin) in kleinen Stückzahlen (erstmal 50-100) zu produzieren und 
(unter Anderem) in Deutschland zu verkaufen.

Dabei gibt es ja ne Menge Regeln und Gesetze zu beachten.

Bewusst ist mir:
-ElektroG
-EMV Prüfungen (CE Zeichen)

Kann mir mal jemand der sich damit auskennt, auf die Schnelle 
Stichpunkte nennen, die ich vergessen haben könnte? Und mit welchen 
Kosten ich ca. rechnen muss?

Das Gerät wird mit Netzspannung betrieben (eingebautes Netzteil) und ist 
komplett analog aufgebaut. Im Grunde besteht es nur aus zwei 
Schwingkreisen, die mit einigen hundert kHz schwingen und ein bisschen 
NF Schaltungstechnik (0-20kHz).

Die Platine ist auf einer Metallplatte geschraubt, der Oberteil der 
Gehäuses besteht aus Kunstoff.

Danke schon mal, Jan

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Vergiß es. Das lohnt sich nicht. Für´n Kumpel oder als Partygag oder 
meinetwegen auch im eigenen Zimmer zum Musizieren nutzen, aber nicht 
verkaufen.

Autor: Gerd Vg (gerald)
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@ Travel Rec.,

hm, wenn alle so denken wie Du, dann kommt ja bald aus D überhaupt 
nichts mehr?
Ich weiss, es ist nicht leicht hier noch was in kleinen Stückzahlen zu 
produzieren.

@ Jan Krause,

im Prinzip musst Dich in erster Linie um dieses saublöde EAR-Gesetz 
kümmern.
Hier wirst die grössten Kosten haben bei dem Abzockerverein.

Dann wendest Dich an ein EMV-Labor, Adressen findest im Net genügend.
Diese Labore beraten Dich eingehend und Erstellen Dir ein Angebot für 
den Prüfungsumfang.

CE-Zeichen kannst im Prinzip auf jedes Gerät draufkleben.
Du haftest dafür, wenn später sich heraus stellt, es wird nicht die 
entsprechende Vorschrift eingehalten, welche auch immer.
Dafür musst aber überhaupt nichts machen, liegt in Deinem Ermessen.
Was dabei wichtig ist, das Zeichen selber muss absolut den vorgegebenen 
Normen entsprechen ...so sind halt unsere Bürokraten!

Mit dem Netzteil auf der Platine würde ich mir nochmal überlegen.
Ein Steckernetzteil zu verwenden bringt eigentlich nur Vorteile.
Nämlich:
Du brauchst Dich nicht um die VDE bzw. deren europäischen Normen zu 
kümmern, das hat für Dich der Hersteller dieses Steckernetzteils 
übernommen. Also VDE-Prüfung entfällt ...die langen schon gewaltig dafür 
zu.
Auf der Niederspannungsseite kannst machen was Du willst.


Viel Erfolg bei Deinem Projekt.

Gerald

Autor: Jan Krause (jeangonzales)
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Danke für die Antwort, aber leider am Thema vorbei :)

Mir ist durchaus bewusst, dass dieses Vorhaben mit einer nicht 
unerheblichen Investition verbunden ist.

Das Instrument ist keine Spielerei sondern für  professionelle 
Therministen gebaut (ja, die gibt es wirklich) und daher auch eher 
hochpreisig.

Ich treffe mich nur nachher mit dem Entwickler, um über solche Dinge zu 
sprechen und alle Kosten/Risiken zu beurteilen.
Deswegen habe ich hier in der Hoffnung diese Frage gestellt, dass mir 
einer der Profis, die so was täglich beruflich machen, eine kurze Liste 
mit Punkte/Kosten schreibt, die bei so einem Vorhaben auf einen 
zukommen.

Autor: Aasgeier (Gast)
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Noch ein neuer Analogsynth- uff. Da gibt es doch inzwischen genug - 
sogar aus China! Ich habe einen Access Virus, eine XT und eine 
Microwave. Die können alles, was man braucht.

Mit sowas ist eh kaum noch Geld zu verdienen - denken wir an die Pleiten 
von Quasimidi oder Waldorf :-(

Autor: Jan Krause (jeangonzales)
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Ist ja schön, dass ihr alle so begeistert seid :)
Aber ich möchte hier eigentlich nicht über die Sinnhaftigkeit meines 
Vorhabens diskutieren...

Abgesehen davon ist ein Theremin kein Analogsynthi...

Autor: jack (Gast)
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>Ist ja schön, dass ihr alle so begeistert seid :)

Na ja, sind halt wenig richtige (ausübende) Musiker hier.
Außerdem ist das Theremin eigentlich ein "klassisches" Instrument.

Aber Gerald hat ja schon die wichtigsten Punkte genannt:

CE und Steckernetzteil.

Autor: Jan Krause (jeangonzales)
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Hallo Jack,

ups, die Antwort von Gerald ist mir eben durch die Lappen gegangen ...

Ok, das hilft mir doch schon mal ein bisschen. Das Problem ist, dass das 
Gerät schon fertig entwickelt ist und auch schon mal vor ein paar Jahren 
in ähnlicher Stückzahl vom Entwickler produziert wurde (damals noch in 
Russland). Deshalb ist es vermutlich noch teurer, das Design zu ändern, 
da z.B. die Gehäuseform schon existiert.

Danke noch mal an Gerald und Jack für die Antworten auf meine Frage!

Gibts denn neben der EMV Prüfung eine separate VDE Prüfung ? Oder würde 
das dann alles ein Labor "am Stück" machen?

Autor: JÜrgen Grieshofer (Firma: 4CKnowLedge) (psicom) Benutzerseite
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Jan Krause wrote:

> Gibts denn neben der EMV Prüfung eine separate VDE Prüfung ? Oder würde
> das dann alles ein Labor "am Stück" machen?

Kommt drauf an wo du es machen lässt!

Ich will dich nicht entmutigen... Aber eine EMV Prüfung ist für ein 
Theremin fast der Tod... bzw. wird es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit 
durchfallen!

Schon mal gefragt warum man Moog Theremins nur aus Staaten beziehen 
kann, dies mit der EMV nicht so haben, bzw. nur als Bausätze um die 
ganzen Bestimmungen zu umgehen?!

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Jan Krause wrote:
> Hallo zusammen,
>
> ich denke gerade darüber nach, ein elektornisches Musikinstrument
> (Theremin) in kleinen Stückzahlen (erstmal 50-100) zu produzieren und
> (unter Anderem) in Deutschland zu verkaufen.
>
> Dabei gibt es ja ne Menge Regeln und Gesetze zu beachten.

Stellst Du Bausatz + Plan zusammen und verkaufst die Einzelteile.
Verkaufst Du auf einer getrennten Rechnung die Dienstleistung des
zusammenbauens.

Achte darauf das die Stromversorgung über ein zugelassenes 
handelübliches Steckernetzteil funktioniert, das Du nicht am besten 
selbst verkaufst.

Dann alles OK weil Regeln und Gesetze eingehalten.


Wer ist hier Rechtsverdreher? Einwände??

Grüße
Björn

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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@ Jan Krause:

Alles in Allem läuft es darauf hinaus, was ich anfangs bemerkte: es 
bringt nichts! Es gibt gute Ideen und andere Dinge als ausgerechnet ein 
Theremin, die man in Deutschland entwickeln und vermarkten kann. Ich 
meine das durchaus ernst, bin selber in einer Entwicklungsfirma. Und ich 
bin außerdem auch Musiker. Und ich für meinen Teil finde im Netz so 
viele Bauanleitungen und auch professionelle, so daß ich mir so ein Teil 
lieber selber bauen, als kaufen würde. Noch einmal: ES BRINGT NICHTS. 
Womit Du Geld verdienen kannst: mit unkomplizierten Zusatzgeräten für 
Gitarristen, spezieller Computerperipherie (Anschlußgeräte zwischen 
(akustischen) Instrumenten und Computern), vielleicht noch mit 
MIDI-Steuergeräten und allem noch nicht Dagewesenem... Aber doch nicht 
mit einem Theremin. Sorry, daß ich Dich entmutige, aber ich möchte Dir 
Frust ersparen.

Autor: Jan Krause (jeangonzales)
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Moog hat sein Theremin gerad vom Markt genommen, und es hatte auch 
einige Macken, die es als professionelles Instrument wohl 
disqualifizierten. Defacto gibt es im Moment kein professionelles 
Theremin auf dem Markt. Der Markt ist sicherlich nicht groß, aber er ist 
da.

Ich habe mich gestern mit dem Entwickler getroffen. Ein Bausatz scheidet 
aus, weil

a) Professionelle Thereminspieler keinen Lötkolben haben geschweige denn 
überhaupt wissen wollen, was ein Lötkolben ist - Du kaufst dir ja auch 
kein Cello-Bausatz, wenn du Cello studierst, auch wenn das vielleicht 
günstiger wäre, oder?

b) Er diverse Bauteile von Hand durch ausmessen aussucht (FETs) und 
Spulen selber wickelt. Das fertige Theremin muss dann mti einem 
Thereministen manuell justiert werden.

Ich werde mich mal schlau machen, wie die Chancen stehen eine EMV 
Prüfung mit so einem Gerät zu bestehen.

Trotdem danke für alle Antworten!

Autor: Guido Körber (Gast)
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Also das EMV Problem lässt sich noch halbwegs umgehen, indem man das 
Gerät passend klassifiziert, z.B. als Laborgerät.

Viel ätzender ist die WEEE. Die Registrierung in Deutschland kostet mit 
allem drum und dran etwa 1500 Euro, da ist dann aber noch nicht 
abgedeckt was passiert wenn man einen Container "gewinnt" und nach 
aktuellen Erfahrungen bekommt man auch als ganz kleiner Anbieter 
Container an die Backe.

Damit ist dann aber nur Deutschland abgedeckt. In den anderen EU Staaten 
muss man sich dann entweder Händler suchen, die die lokale Registrierung 
übernehmen, oder wenn man Direktvertrieb machen will muss man sich in 
jedem einzelnen Land registrieren. Das geht aber in vielen Ländern nur 
mit einem lokalen Firmensitz.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Kannste das nicht irgendwie in einem nicht-EU-Staat verkaufen?  Dann
ist der Musiker selbst der ,,Importeur'' und damit zuständig für die
(Nicht-)Einhaltung der Bestimmungen.

Autor: edson (Gast)
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>was passiert wenn man einen Container "gewinnt" und nach
>aktuellen Erfahrungen bekommt man auch als ganz kleiner Anbieter
>Container an die Backe.

Dagegen kann man sich versichern. (Bei der EAR) Ein bisschen Schutzgeld, 
und der Laden läuft wie geschmiert :)

@aasgeier

Dein Virus und der Microwave sind in etwa so analog wie ein 
TI-Taschenrechner. Wen kratzen Deine Rackteile, hier geht es um ein 
Theremin!

@Jan Krause

Nicht entmutigen lassen, es gibt immer (Vertriebs-)Wege. Das ist genauso 
sicher wie die obligatorisch themenfremden Antworten zu Forum-Fragen.

Gruss,
Edson

Autor: Jan Krause (jeangonzales)
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Ich sage mal, 1500 EUR für die Registrierung würde das Projekt nicht 
scheitern lassen. Mir sind die ungefähren Preise auch schon bekannt.

Ist halt die Frage, ob man bei einem Vertrieb übers Internet aus einem 
nicht EU-Land von allen diesen Verpflichtungen befreit ist...

Die Möglichkeit das zu tun, bestünde.

Danke edson, ich lass mich nicht entmutigen, schon gar nicht von so 
unqualifizieren Virus-Freunden :)

Jan

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Jan Krause wrote:

> Ich habe mich gestern mit dem Entwickler getroffen. Ein Bausatz scheidet
> aus, weil
>
> a) Professionelle Thereminspieler keinen Lötkolben haben geschweige denn
> überhaupt wissen wollen, was ein Lötkolben ist - Du kaufst dir ja auch
> kein Cello-Bausatz, wenn du Cello studierst, auch wenn das vielleicht
> günstiger wäre, oder?
>
> b) Er diverse Bauteile von Hand durch ausmessen aussucht (FETs) und
> Spulen selber wickelt. Das fertige Theremin muss dann mti einem
> Thereministen manuell justiert werden.
>

Ich meinte ja auch nicht einen Bausatz zum selberlöten verkaufen sondern 
einen
"Bausatz" vekaufen und die "Dienstleitung" des zusammenbauens getrennt 
verkaufen...

Letztendlich wird dabei ein Gerät verkauft wobei aber die Klippen EMV, 
EAR WEEE umschifft werden.

Grüße
Björn

Autor: Jan Krause (jeangonzales)
Datum:

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Hallo Björn,

meinst du, dass so ein Vorgehen rechtlich auf sicheren Füssen steht? Das 
kann ich mir nicht wirklich vorstellen ...

Autor: lontano (Gast)
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schwarzistdiekunst unter kuenstlern

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Jan Krause wrote:
> Hallo Björn,
>
> meinst du, dass so ein Vorgehen rechtlich auf sicheren Füssen steht? Das
> kann ich mir nicht wirklich vorstellen ...

Ich denke schon. Wichtig ist nur das Du kein fertiges Gerät verkaufst.
Sonst würdest Du den Bestimmungen unterliegen.

Andere Bausatzversender machen es ja auch so.

Grüße
Björn

Autor: Guido Körber (Gast)
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Von solchen rechtlich wackeligen Dingen würde ich Abstand nehmen.

Die meisten Leute verstehen den Begriff des "Herstellers" im ElektroG 
nicht richtig. Was auch verständlich ist, da der Gesetzgeber den Begriff 
neu definiert.

Hersteller im Sinne des ElektroG ist derjenige, der das Produkt in 
Verkehr bringt und ggf. mit seiner "Marke" versieht. Wobei auch "Marke" 
locker umdefiniert wurde, es bezieht sich nicht auf eine eingetragene 
Marke, sondern nur auf die Anbringung eines Produkt- oder Firmennamens 
am Gerät. Der Baustoffhandel, der zu Weihnachten LED Taschenlampen mit 
seinem Firmenaufdruck verschenkt, ist im Sinne des ElektroG der 
Hersteller und als solcher verpflichtet sich bei der EAR zu 
registrieren. Die Nummer mit dem "ich bin nur Dienstleister, der den 
Bausatz montiert" wird auch voll nach hinten losgehen, der Dienstleister 
ist dann der Hersteller.

Bei Lieferungen von ausserhalb der EU direkt an den Endverbraucher ist 
prinzipiell dieser Lieferant verpflichtet sich im jeweiligen EU Staat zu 
registrieren. Praktisch ist es natürlich os, dass Sanktionen gegen 
diesen Lieferanten nicht durchsetzbar sein werden und daher die 
Registrierung unterbleibt.

Autor: gast (Gast)
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Tja, so wie es aussieht, ist es nahezu unmöglich, ein selbst gefertigtes 
Gerät, welches nicht im Hochpreissektor angesiedelt ist, in Deutschland 
zu verkaufen.

Ich selbst werde demnächst auch einen Bausatz für ein Musikinstrument 
anbieten, allerdings kein Teremin.
Mein Musikinstrumentenbausatz kann an einen Computer via USB 
angeschlossen werden.

Allerdings bin ich mir bezüglich der geseztlichen Bestimmungen nicht 
ganz sicher:

1. unterliegt ein Bausatz irgend einer EMV-Bestimmmung ( es befinden 
sich ein paar MC's drauf, die im MHz Bereich getaktet sind )
2. Wenn einer einen Kurzschluss am Bausatz macht und beim Anstecken der 
USB-Schnittstelle seinen Rechner abschiest, wer haftet?
3. Wird der Bausatz mit NiMH-Akkus betrieben und gibt es durch 
Kurzschluß einen Brand, wer haftet?

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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1. Ja.

2. Dafür sollte Dein Bausatz haften, will sagen: Schutzmaßnahmen 
treffen, daß kein Kurzschluß passieren kann.

3. Wie 2.

Autor: gast (Gast)
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> 1. Ja.

Glaube ich nicht. Meiner Meinung nach wird hier zuviel Angst verbreitet 
nach dem Motto: Alles was Ihr machen wollt ist sowieso verboten und kann 
nur zu einer Klagewelle führen.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß jeder Bausatz bei Conrad, Reichelt 
oder ELV einer EMV Prüfung unterzogen wurde.

Autor: Chris (Gast)
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Demnach, was ich bisher so gelesen habe, hatte ich eher den Eindruck, 
dass man zusammenfassend die Aussage treffen kann, dass derjenige, der 
ein Gerät aufbaut, als Hersteller gilt und somit verantwortlich für die 
Einhaltung der Richtlinien ist.
Somit dürfte die EMV-Geschichte für den Vertrieb von reinen Bausätzen 
völlig unrelevant sein.
Oder irre ich mich ?

Autor: Guido Körber (Gast)
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Bausätze, Baugruppen (ohne Gehäuse nicht selbständig funktionsfähig) und 
Bauteile sind keine Geräte und damit unterliegen sie auch nicht den EMV 
Richtlinien, nicht mal der RoHS und auch nicht dem ElektroG.

Alles was kein Gerät ist kann einer EMV Prüfung ja nicht mal unterzogen 
werden. Woher soll der Hersteller des Bauteiles/Bausatzes wissen wie der 
Verwender es montieren wird? Wenn da jemand eine schöne lange 
Drahtantenne an die Platine lötet ist die ganze EMV Prüfung am Muster 
für die Tonne. Oder wenn ein Metallgehäuse vorgesehen ist, aber ein 
Pappkarton genommen wird.

Bei der Zusammenstellung von Bausätzen ist natürlich eine gewisse 
Sorgfalt notwendig, wer da fahrlässig vorgeht kann u.U. mit 
Schadensersatzprozessen rechnen, wie die ausgehen dürfte eher ungewiss 
sein.

Autor: Norbert Xanten (noppes)
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Nicht rumlaabern! - Machen!

Autor: gast (Gast)
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Denke ich auch. Heuzutage traut sich kaum noch einer, etwas zu machen.

Autor: Chris (Gast)
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Sind das wirklich alles Fehler, die die Entwickler machen oder doch 
Fehler unseres bescheidenen Systems ?

Autor: Rico del Monte (Gast)
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Bei all den gesetzlichen Bestimmungen heute würde selbst ich mich nicht 
mehr trauen, eine Firma aufzumachen, die etwas produziert. Nach 
frühestens 10 Jahren bist Du in der Gewinnzone. Soviel habe ich nicht 
mehr.

Autor: Geniesser (Gast)
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Die Frage war

>1. unterliegt ein Bausatz irgend einer EMV-Bestimmmung ( es befinden
>sich ein paar MC's drauf, die im MHz Bereich getaktet sind )

Ein Poster antwortet prompt

>Ja

Das halte ich für nicht richtig!

Guido Körber hat es denke ich bereits richtig ausgedrückt
Beitrag "Re: Verkauf von elektronischen Musikinstrumenten"

Orientieren wir uns einfach am Conrad

Der Vertreibt sowohl "Bausätze" als auch fertig gelötete Bausätze. 
Letzteres nennt Conrad dann "Baustein".

Beispiel "Pegelschalter"
Bausatz: Conrad 115169 (Begriff "RoHS" taucht nicht auf)
Baustein: Conrad 114413 (RoHS Konform Kennzeichnung)

Schauen wir dazu ins Datenblatt
http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/1...

Dort finden wir zwei interessante Hinweise

1. "Hinweis (Bausatz)
Derjenige, der einen Bausatz fertigstellt oder eine Baugruppe
durch Erweiterung bzw. Gehäuseeinbau betriebsbereit macht,
gilt nach DIN VDE 0869 als Hersteller und ist verpflichtet, bei der
Weitergabe des Gerätes alle Begleitpapiere mitzuliefern und
auch seinen Namen und seine Anschrift anzugeben. Geräte, die
aus Bausätzen selbst zusammengestellt werden, sind sicherheitstechnisch
wie ein industrielles Produkt zu betrachten."

2. "Hinweis (Fertigbaustein)
Dieses Gerät hat das Werk in sicherheitstechnisch einwandfreiem
Zustand verlassen. Um diesen Zustand zu erhalten und einen
gefahrlosen Betrieb sicherzustellen, muß der Anwender die
Sicherheitshinweise und Warnvermerke, die in dieser Anleitung
enthalten sind, beachten!"

Den Pegelschalter scheint Conrad tatsächlich einer EMV-Prüfung 
unterzogen zu haben, wir lesen

"Dieser Artikel wurde nach dem EMVG (EG-Richtlinie 89/336/
Elektromagnetische Verträglichkeit) geprüft, und es wurde das
entsprechende CE-Prüfzeichen zugeteilt."

ferner lesen wir auch gleich einen Warnhinweis

"Eine jede Änderung der Schaltung bzw. Verwendung anderer,
als angegebener Bauteile, läßt diese Zulassung erlöschen!"

Conrad hat also den Fertig-Baustein einer EMV-Prüfung unterzogen und 
kann UNTER DER BEDINGUNG dass der Bausatz exakt so aufgebaut wird wie 
der fertig erhältliche Baustein Elektro-Magnetische-Verträglichkeit der 
Schaltung garantieren. Wenn der Käufer sich nicht an diese Bedingung 
hält ist die EMV nicht mehr gewährleistet. Der Verkäufer hat keinen 
Einfluss darauf, wenn der Käufer einen anderen Transistor, anderes IC 
oder sonst was in die Schaltung einbringt. -> EMV futsch!

Wäre EMV bei Bausätzen grundsätzlich Pflicht, so würde Conrad aber ALLE 
Bausätze grundsätzlich mit diesem Hinweis (EMV-Prüfung zugeteilt) 
versehen. Nehmen wir einen anderen Bausatz z.B.

LICHTEFFEKTGERÄT - BAUSATZ (Conrad 197327)
Schauen wir dazu ins Datenblatt
http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/1...

Keinerlei Hinweis auf EMV! (nur die ganze Palette von Sicherheits- 
Bestimmungen bzw. Warnungen)

ebenso hier

LASER-LICHTSCHRANKEN-EMPFÄNGER - BAUSATZ (Conrad 117420)
http://my.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?MyeBay&CurrentP...

nix EMV, RoHS

Aber es finden sich durchaus einige weitere Bausätze mit dem 
EMV-Hinweis, neben Bausätzen von Fremdherstellern wo oft jeglicher 
Hinweis auf EMV, RoHS usw. fehlt.

Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Conrad sich hier in 
die Nesseln setzt und etwas ungesetzliches macht. Für eine Tüte voll 
Bauteile braucht es demnach nach wie vor keine EMV, RoHS usw.

und im Zweifel könnte man dann immer noch einfach einen Schaltplan 
verkaufen (schließlich steckt dort das know-how drin und den Käufer 
einfach darauf hinweisen, wo es die Bauteile dafür gibt (vielleicht auch 
bei einem selber?`;)) Der Käufer hat dann zwar ein Gerät hergestellt, 
aber wenn er es nicht in Verkehr bringt, sprich weiterverkauft, 
unterliegt es auch nicht der RoHS.

Der Shop hier vom Forum vertreibt doch auch fertig aufgebaute Platinen
http://shop.mikrocontroller.net/csc_article_detail...
wie wird das denn mit EMV, RoHS, und durchgetrichener Mülltonne 
gehandhabt?

Autor: Geniesser (Gast)
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>es interessiert aber keinen, was du für richtig hältst. auch nicht, was
>du bei conrad gelesen hast, wenn du es sinnentstellend zitierst.

Warum sollte das nicht stimmen was Conrad macht? Wo liegt denn der 
Gesetzesbruch wenn Conrad nach wie vor Bausätze anbietet bei denen 
jeglicher Hinweis auf EMV fehlt?

Darum ging es doch unter anderem wie behauptet wurde, Bausätze seinen 
auch mit einer EMV-Prüfung zu unterlegen bzw. ohne könne man keine 
Bausätze mehr bei uns in D-Land vertreiben?

Autor: Geniesser (Gast)
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Es ist schon klar dass es dem Fragesteller eigentlich nicht um Bausätze 
ging

>Dabei gibt es ja ne Menge Regeln und Gesetze zu beachten.

>Bewusst ist mir:
>-ElektroG
>-EMV Prüfungen (CE Zeichen)

>Kann mir mal jemand der sich damit auskennt, auf die Schnelle
>Stichpunkte nennen, die ich vergessen haben könnte? Und mit welchen
>Kosten ich ca. rechnen muss?

und die Kosten für die Registrierung bei der EAR wurden ja auch bereits 
angegeben bzw. abgeschätzt mit ca. 1500 Euro, wobei dann noch die Frage 
ist wie sich das mit den Containern darstellt und ab man nicht auch bei 
geringem Volumen an eingebrachten Geräten bereits das Risiko eingeht, 
sich einen Container mit Elektroschrott vorzeitig einzufangen?

Es ist schon ziemlich traurig mitzubekommen, dass hier ein völlig 
intransparentes Verfahren auf den "Kunden" zukommt, der überhaupt nicht 
nachvollziehen kann, ob und wann es ihn persönlich beim Abholen eines 
Schrottcontainers erwischt.

Autor: Chris (Gast)
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> es gibt gewinner und verlierertypen.

Würde aus deinem Text etwas genauer hervorgehen, wie du das konkret 
meinst, hätte ich jetzt vielleicht Lust zum Diskutieren gehabt :)

Aber wie auch immer ...
Es ist einfach die Schuld unserer überkomplizierten Gesetzesregelungen, 
dass der "kleine Mann" kaum eine Chance hat, eine eventuell sogar gute 
Idee in kleinen Stückzahlen auf legalem Wege zu realisieren (es sein 
denn es steckt genug Geld dahinter, was er eventuell nie wieder 
reinholt).

Zweifelsohne hat beispielsweise das ElektroG seinen Sinn. Ein weiteres 
mal erwähnen, dass die Umsetzung einfach nur an eine Katastrophe grenzt, 
bräuchte ich wohl eigentlich nicht.

Aber nehmen wir doch auch noch mal ein nichttechnisches Beispiel, dass 
ebenfalls dazugehört: Erstellen von Allgemeinen Geschäftbedingungen, 
Impressum auf Internetseiten, den Pflichtinhalten von Geschäftsbriefen, 
E-Mails etc. Bis man sich durch die Regelungen durchgekämpft und alles 
erstellt hat, so dass ein nicht ganz so netter Mitbewerber dort keinen 
Angriffspunkt mehr finden kann, vergehen öfters schon ein paar Wochen. 
Notfalls hilft auch der nette spezialisierte Anwalt gegen ein 
entsprechendes Honorar. Die IHK und andere "Kammern" sind als 
Ansprechpartner für solche Dinge leider nur bedingt geeignet, denn so 
schnell, wie sich die Regelungen ändern, können die sich gar nicht auf 
den Neuesten Stand bringen. Ich spreche da übrigens aus Erfahrung ...

Da das ja nur einen Bruchteil der entstehenden Probleme und Kosten 
beschreibt  kann man schon verstehen, dass der Hobby-Entwickler und 
Produzent seine Kleinstserie lieber an allen Gesetzen vorbei über ebay 
verkauft als den offiziellen Weg zu gehen. Insbesondere dann, wenn er 
eigentlich nur eine tolle Idee unter die Zielgruppe bringen wollte.

Gut, das hier angesprochende Theremin-Projekt ist weder innovativ noch 
scheint es rein der gute Wille zu sein, das den Thread-Starter antreibt. 
Nachfrage wird es aber geben und wer soll dieser Nachfrage nachkommen, 
wenn nicht "die Kleinen". Ein großer Konzern wird sich mit solch 
popeligen Stückzahlen wohl eher nicht abgeben wollen ...

Autor: Geniesser (Gast)
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>ich kann dir nicht helfen, einen gesetzesbruch zu lokalisieren. dazu
>müßtest du mir erst erklären, worin er inhaltlich bestehen soll. wenn
>tatsächlich ein gesetzesbruch vorliegt, nehme ich aber an, dass es
>schlaueren köpfen vor dir aufgefallen wäre, und dass jemand dagegen
>vorgegangen wäre.

Der Gesetzesbruch wäre dann gegeben, wenn Conrad weiterhin Bausätze in 
seinem Katalog und auch in seinen Filialen anbieten würde die den 
aktuellen Richtlinien nicht mehr entsprechen würden. Vor allem geht es 
dabei darum, ob und wann neuerdings ein Bausatz eine EMV-Prüfung zu 
druchlaufen hat, um dann später in Verkehr gebracht zu werden.

>hast du in diesem satz einen algorithmus getestet, der die wortfolge
>möglichst zufällig neu gestalten soll?

Algorithmen sind dazu nicht notwendig, es genügt es genaues Nachdenken 
und ein wenig Recherche. "Zufälligkeiten" sind da übrigens eher 
Kontraproduktiv. Hier geht es um das genaue Hinschauen, gelle!

>es ist schon früh. du solltest nicht so lange aufbleiben. da kommt bei
>dir nichts sinnvolles mehr heraus. aber das ist tagsüber auch nicht
>anders, gelle?

Sehe ich ganz anders, aber meine Shift-Taste funktioniert jedenfalls 
noch gut bzw. ich weiß wo ich sie zu finden habe und verwende sie auch 
gerne und üppig. :-))

Autor: Piete (Gast)
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>Würde aus deinem Text etwas genauer hervorgehen, wie du das konkret
>meinst, hätte ich jetzt vielleicht Lust zum Diskutieren gehabt :)

er meint das nicht so, er kann halt nicht anders

>Aber wie auch immer ...
>Es ist einfach die Schuld unserer überkomplizierten Gesetzesregelungen,
>dass der "kleine Mann" kaum eine Chance hat, eine eventuell sogar gute
>Idee in kleinen Stückzahlen auf legalem Wege zu realisieren (es sein
>denn es steckt genug Geld dahinter, was er eventuell nie wieder
>reinholt).

Das haben sie so gewollt, sie wollten eine Marktbereinigung vornehmen 
und haben das letzten Endes auch geschafft. Die IHK (oder waren es 
andere ???) hatte in der jüngsten Vergangenheit auch bereits dazu 
Stellung bezogen und ins gleiche Horn gestoßen.

>Zweifelsohne hat beispielsweise das ElektroG seinen Sinn. Ein weiteres
>mal erwähnen, dass die Umsetzung einfach nur an eine Katastrophe grenzt,
>bräuchte ich wohl eigentlich nicht.

Hier wahrscheinlich nicht, aber die Herren aus dem Bundestag wissen das 
wahrscheinlich nocht nicht und denken nach wie vor wie toll doch deren 
Regelung geworden ist und wie sinnvoll das Container abholen durch die 
Privatwirtschaft ist. Braucht sich der Staat nicht mehr drum zu kümmern, 
so einfach ist das. Schwups und aus dem Schneider.

>Aber nehmen wir doch auch noch mal ein nichttechnisches Beispiel, dass
>ebenfalls dazugehört: Erstellen von Allgemeinen Geschäftbedingungen,
>Impressum auf Internetseiten, den Pflichtinhalten von Geschäftsbriefen,
>E-Mails etc. Bis man sich durch die Regelungen durchgekämpft und alles
>erstellt hat, so dass ein nicht ganz so netter Mitbewerber dort keinen
>Angriffspunkt mehr finden kann, vergehen öfters schon ein paar Wochen.
>Notfalls hilft auch der nette spezialisierte Anwalt gegen ein
>entsprechendes Honorar. Die IHK und andere "Kammern" sind als
>Ansprechpartner für solche Dinge leider nur bedingt geeignet, denn so
>schnell, wie sich die Regelungen ändern, können die sich gar nicht auf
>den Neuesten Stand bringen. Ich spreche da übrigens aus Erfahrung ...

Die AGBs waren sogar schon falsch von der Bundesregierung empfohlen 
worden. Diejenigen die sich daran gehalten haben wurden dann prompt 
abgemahnt.

>Gut, das hier angesprochende Theremin-Projekt ist weder innovativ noch
>scheint es rein der gute Wille zu sein, das den Thread-Starter antreibt.
>Nachfrage wird es aber geben und wer soll dieser Nachfrage nachkommen,
>wenn nicht "die Kleinen". Ein großer Konzern wird sich mit solch
>popeligen Stückzahlen wohl eher nicht abgeben wollen ...

Unterhalb einer gewissen Stückzahl wird man wohl nicht ernst genommen, 
die c't hat dazu bereits was in einem Interview gesagt, das mit einem 
Verantwortlichen geführt wurde. Dem war sogar ein Handelsvolumen von 100 
Euro pro Monat nicht hoch genug, um ernsthaft Unternehmer zu sein. Die 
leben alle auf wesentlich größeren Füßen und denken nicht, das 100 Euro 
durchaus Geld sein kann (und vor allem kann sich daraus was entwickeln 
und das Volumen sich doch steigern. Wer hat denn sofort mit Riesen 
Umsätzen angefangen? Das scheint aber heute nicht mehr zu zählen).

Autor: Piete (Gast)
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>jaja, keine argumente mehr, also mäkelst du ein meiner schreibweise.
>vollkommen typisch. und du meinst, jetzt fällt keinem mehr auf, dass du
>inhaltlichen sondermüll fabrizierst?

was ist denn das für nen Quark?

Autor: Mitleser (Gast)
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brisante Sachen die man da liest (oder nur Gerüchte?)

http://www.codemercs.com/phpBB2/viewtopic.php?t=11...

Autor: Mitleser (Gast)
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und noch brisanter wenn es um das Thema "Verkaufen von nicht 
registrierten Geräten" auf Fachmessen geht

http://www.codemercs.com/phpBB2/viewtopic.php?t=11...

eigentlich doch merkwürdig wie wenig man über Prozesse gegen Händler die 
sich nicht an das neue Gesetz halten hört? Oder hab ich da einfach was 
noch nicht nicht mitbekommen?

Irgendwie hat man das Gefühl keinen interessiert es so richtig ob das 
Gesetz überhaupt eingehalten wird?

Autor: Mitleser (Gast)
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da tritt der "Herr" vom letzten Post erst als jemand auf der andere 
anschwärzen möchte und siehe da er ist anscheinend selber Händler und 
somit Inverkehrbringer, meint aber hier als Zwsichenhändler aus dem 
Schneider zu sein

http://www.codemercs.com/phpBB2/viewtopic.php?t=11...

'Tolle' Verordnung, die Leute gehen sich gegenseitig an die Gurrgel um 
einen Wettbewerbsvorteil zu haben oder dem anderen nicht den Vorteil 
(welchen Vorteil eigentlich?) zu gönnen.

Weiter so, Deutschland!

Autor: Piete (Gast)
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Weiß eigentlich jemand wie es um die prinzipiell vorhandene Möglichkeit 
sich von den Gebühren zu befreien steht? Wie viele haben denn das in 
Anpruch genommen? Gibt es da überhaupt Zahlen zu? Gibt es da juristische 
Urteile drüber?

Autor: Mitleser (Gast)
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"Sammelmengen bei Elektroschrott in der EU sind enttäuschend"

http://www.heise.de/newsticker/meldung/99047/from/rss09

"Eine Studie der United Nations University (UNU), die im Auftrag der EU 
entstanden ist, soll diese bei der Evaluierung der 
EU-Elektroschrottrichtlinie WEEE (Waste Electrical and Electronic 
Equipment) unterstützen. Die jetzt vorgelegte Bilanz der Forscher: Es 
besteht noch enormer Handlungsbedarf, insbesondere bei Kleingeräten. 
"Für mich war die größte Überraschung die geringen Sammelmengen", 
moniert Hauptautor Jaco Huisman."

"Vor allem kleine und mittlere Hersteller wüssten noch zu wenig über 
ihre Pflichten."

Tja woran das nur liegt? ;)

Nachtigall ick hör dir trapsen

Autor: Golem (Gast)
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>"Vor allem kleine und mittlere Hersteller wüssten noch zu wenig über
>ihre Pflichten."

>Tja woran das nur liegt? ;)

liegt daran das viele sich einen feuchten Schmutz drum scheren ob so ein 
abgefu*#*#* gesetz besteht oda nicht!!!

Was wollen sie eigentlich tun wenn keiner sich dran hält?

alle verklagen?

alle pleite gehen lassen, noch mehr Hartz-4 Leude???

ne ne, sollen die mal sehen wie mit dem bescheuerten Drecksge.. 
umgegangen wird (nix gegen Umwelt und Altzeuigs sammeln, iz schon gut 
aber den kleinen Händlern an den Karren pissen wollen ist eine Sauerei!!

naja solang ich mein zeug krieg gehts, hehe

Autor: Mitleser (Gast)
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>Was wollen sie eigentlich tun wenn keiner sich dran hält?

>alle verklagen?

Alle sicher nicht aber einige könnten dran glauben müssen

>alle pleite gehen lassen, noch mehr Hartz-4 Leude???

So will das der Staat doch! Den kleinen die Beine wegschlagen und sie in 
Abhängigkeit bringen. Den grossen aus der Branche ist das doch nur 
rechtm die können den Kuchen dann unter sich aufteilen.

>ne ne, sollen die mal sehen wie mit dem bescheuerten Drecksge..
>umgegangen wird (nix gegen Umwelt und Altzeuigs sammeln, iz schon gut
>aber den kleinen Händlern an den Karren pissen wollen ist eine Sauerei!!

aber gewollt :-))

>naja solang ich mein zeug krieg gehts, hehe

fragt sich wie lange noch und danach?

Naja, die Geiz-is-Geil Märkte freuen sich dann über mehr Kundschaft!

Autor: Golem (Gast)
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und teua und wertvoll isses obendrein hehe

http://bremerhaven.kijiji.de/c-Kaufen-Verkaufen-Ge...

2,70 pro kilo  für mainbord und zeugs

juhu, ich werd reich

schickt mir eure Boards :-)))))

Autor: Jochen (Gast)
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Hallo,

hab jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, hoffe daher nicht doppelt zu 
posten:

>EMV Prüfungen (CE Zeichen)

nur als HInweis:
CE beinhaltet EMV-Konformität, ist aber nicht alles. Du musst die 
Konformität zu allen Richtlinien sicherstellen (und in einer 
Konformitätserklärung bestätigen), die auf Dein Produkt anwendbar sind. 
Da fällt mir in Deinem Fall auf jeden Fall neben der EMV-Richtlinie noch 
die Niederspannungsrichtlinie ein. Wenn bewegliche Teile dran sind, dann 
noch die Maschinenrichtlinie.
Und: CE bedeutet auch noch das vorhandensein diverser Dokumente mit 
bestimmten Inhalten.
Wenn also durch das Fehlen von vorgeschriebenen Dokumenten irgendwas 
passiert, dann hat das Produkt eine eventuell vorhandene 
CE-Kennzeichnung ebenfalls zu unrecht und es kommt zum Haftungsfall.
Und nie vergessen, dass derjenige der unterschreibt, persönlich haftbar 
ist, dies ist besonders wichtig wenn man die CE-Konformität von externen 
Dienstleistern prüfen lässt, denn unterschreiben muss immer der 
Hersteller eines Produktes.

Gruss,
jochen

Autor: Guido Körber (Gast)
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Das Anbringen des CE Zeichens auf einem Produkt bedeutet, dass der 
Hersteller die Konformität dieses Produktes mit dem für es zuständigen 
Vorschriften deklariert.

Herauszufinden welche Vorschriften (EU Richtlinien) für die jeweilige 
Produktart zutreffen ist dem Hersteller überlassen. Im Zweifelsfalle 
sollte der Hersteller immer eine Dokumentation anlegen, aus der 
hervorgeht, wie er zu der Überzeugung gelangt, dass sein Produkt konform 
ist und welche Richtlinien er wesshalb als zutreffend ansieht. Wenn es 
zu einen Streit kommt kann man dann zumindest den Vorwurf der 
Fahrlässigkeit entkräften und sich auf die Sachthemen beschränken.

Bei uns befindet sich in den QA Unterlagen eine Seite mit der Begründung 
warum wir zu der Überzeugung gelangt sind nicht registrierungspflichtig 
im Sinne des ElektroG zu sein (wir stellen nur Bauteile, Bausätze und 
Baugruppen, aber keine Geräte her).

Ansonsten ist hier im Forum leider mal wieder die übliche Mischung aus 
Ratlosigkeit, Ignoranz und leider auch Dummheit zu finden, die immer bei 
dieser Sorte Themen auftaucht.

Natürlich sind diese Gesetze Müll, aber sie sind nun mal leider 
geltendes Recht und man muss damit umgehen, oder man kriegt was auf die 
Mütze. Der nette Herr in meinem Forum, der so gerne seine Mitbewerber 
anschwärzen möchte wird das wohl auch lernen, bevor ich jemanden 
anschwärze sollte ich zusehen, dass ich selber meine Hausaufgaben 
gemacht habe.

Wenn Euch der ganze Kram mit diesen EU Richtlinien nicht passt, dann 
labert nicht hier im Forum rum, sondern informiert und enagiert Euch. 
Beispielsweise im ZVEI oder BITKOM, oder anderen passenden Verbänden. 
Das kostet zwar etwas Geld und Zeit, aber da hat man zumindest die 
Chance für eine Einflussnahme. Es gibt deutlich mehr kelien und 
mittelständische Unternehmen als große, nur leider meckern die kleinen 
nur und schicken kaum mal jemanden in die richtigen Gremien...

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