Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Neue Proxxon-Fräse abgeraucht


von Maxim (maxim) Benutzerseite


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Mir ist soeben meine neue Fräse MF70 abgeraucht, als ich eine Platine 
ausfräsen wollte. Die war nichtmal eine Stunde im Betrieb. Eigentlich 
kann ich nichts falsch gemacht haben, oder? Es kann doch nicht sein, 
dass die Fräse schon bei niedrigster Drehzahl und einer 
Epoxydharz-Platine kaputt geht?!

: Verschoben durch Admin
von Unbekannter (Gast)


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> Eigentlich kann ich nichts falsch gemacht haben, oder?

Auch wenn mich manche nun schlagen werden und Dir meine Antwort auch 
nicht weiterhilft:

Dein Fehler war, Proxxon zu kaufen.

Proxxon ist einfach nur Müll, meiner Meinung nach. Das habe ich aus 
eigenen Erfahrungen gelernt.

Die Berichte über popelige Kugellager, labrige Bohrständer, weiche 
Fräser etc. sind ja alles keine Einzellfälle.

von Jupp (Gast)


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Meine Proxxon habe ich seit 12 Jahren in Gebrauch und bisher gab es nie 
Probleme.

Allerdings beobachte ich in letzter Zeit, dass als hochwertig bekanntes 
Werkzeug qualitativ immer schlechter wird und die Toleranzgrenze 
zwischen A- und B-Ware sowie Ausschuß immer weiter runtergeschraubt 
wird. Ob Proxxon davon auch betroffen ist, kann ich nicht beurteilen.

von Thilo M. (Gast)


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Ich habe eien 400mm-Drehmaschine von P. sit 3 Jahren in Gebrauch, kann 
nur positives verzeichnen.

Hast du evtl. die Lagerspiele zu knapp (oder gar nicht) eingestellt?
Die Maschinen sind nicht 'plug and play', da bedarf's schon etwas 
Pflege.

von 1234 (Gast)


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>Es kann doch nicht sein, dass die Fräse schon bei niedrigster Drehzahl und > 
>einer Epoxydharz-Platine kaputt geht?!

Bei Epoxy-Glasfaser immer mit hohen Drehzahlen arbeiten. Naja. In die 
Verbrennung damit.

von Bobby (Gast)


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Garantiefall ?

von Simon K. (simon) Benutzerseite


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Thilo M. wrote:
> Hast du evtl. die Lagerspiele zu knapp (oder gar nicht) eingestellt?
> Die Maschinen sind nicht 'plug and play', da bedarf's schon etwas
> Pflege.

Und das steht auch so in der Bedienungsanleitung?

von Maxim (maxim) Benutzerseite


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Simon K. wrote:
> Thilo M. wrote:
>> Hast du evtl. die Lagerspiele zu knapp (oder gar nicht) eingestellt?
>> Die Maschinen sind nicht 'plug and play', da bedarf's schon etwas
>> Pflege.
>
> Und das steht auch so in der Bedienungsanleitung?

Natürlich nicht. In der Bedienungsanleitung steht sowieso nicht viel 
drin.

Die Fräse ist bei mir erst seit gestern und ist insgesamt ca. eine 
Stunde gelaufen. Es ist also ein Garantiefall. Vielleicht habe ich 
selber Mist gebaut. Der Vorschub war aber gering und ich habe immer 
wieder die Temperatur am Motorgehäuse gefühlt. Das Ding ist etwa zehn 
Minuten gelaufen und war kaum handwarm. Deshalb kann ich auch nicht 
sagen, dass ich sie übermäßig strapaziert habe. Aber eigentlich darf die 
Fräse bei der Beanspruchung nicht kaputt gehen. Das ist ja kein 
China-Werkzeug (obwohl viele da anderer Meinung sind).

von Warren S. (jcdenton)


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hi,

die bedienungsanleitungen für werkzeuge wie fräsmaschinen und 
drehmaschinen sind entweder absichtlich nicht so umfangreich, weil der 
der davor steht mind. 3,5 jahre ausbildung hatte, und weiß was er tut, 
oder dem hersteller is es scheißegal.

ich hatte letzt im baumarkt man nen proxxon karton aufgemacht, und mir 
einen dieser tollen kreuztische angeguggt.

rein optisch sah dieser aus, wie der, der auch an der MF70 dran hängt.

der tisch selbst ist aus aluminium stranggepresst, nicht gefräst oder 
geschliffen oder sonstwie bearbeitet.

die aufspannfläche ist somit krumm gewesen (nach lichtspalt und meinem 
augenmaß gut 2-3 zehntel)

und die führungen waren ebenfalls nicht bearbeitet !

die "spindeln" bestanden aus gewindestangen, vermutlich M6 wegen 1 mm 
steigung, sah aus wie edelstahl (weil die verzinkten sind ja denkbar 
ungünstig)

das lässt mich sehr an der qualität von proxxon zweifeln.

mein vater hat n ratschenkasten, schräubelt damit am auto, is ziemlich 
zufrieden (macht seit jahrzehnten alles am auto selbst)

von den IB/E schleifern hört man bei den ALU-CNC-KÄSEFRÄSERN öfters das 
die abrauchen und von innen grausig ausschauen was lagerung angeht.

okay, stationärbetrieb is was anderes wie handbetrieb, aber...

ich will die firma nich schlecht machen, manche sachen scheinen echt gut 
zu sein, aber manche sachen sind grundsätzlich meiner meinung nach schon 
untauglich gebaut, wie z.b. der kreuztisch.

mfg

von Fräsen-Crasher (Gast)


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Das ist ganz klar ein Garantiefall, einfach einschicken und an dem 
aktuell noch erstaunlich guten Service erfreuen.
Manche Anfänger kurbeln mit Wahnsinniger Geschwindigkeit einen stumpfen 
Bohrer als Fräser durch Aluplatten und der Motor brennt nicht ab, 
vermutlich hast du da einfach ein schlechtes Exemplar erwischt.

Zu der Qualität von deren Kreuztischen sage ich jetzt mal nichts... Mit 
KG-Spindeln und vernünftigen Lagern mag das alles hinhauen, aber was 
sollen so teure Spindeln in so einem Tisch?!
Aber ehrlich, wenigsten Kugellager hätten die Kollegen einbauen können. 
Auf der einen Seite den Plastik-Ring vom Handrad und auf der anderen 
Seite einen gedrehten Klemmring anzuschrauben finde ich nur peinlich.
Vor allem, wenn man sich das Ding näher anschaut und festellt, das eine 
10er Trapezgewinde-Spindel in einem 12er "Loch" im Alu-Druckguss 
läuft...
Wobei man niemals den Fehler machen sollte und auf beide Seiten 
Klemmringe montieren sollte, weil man dann feststellt das die 
Laufflächen der "Lager" nicht parallel sind und ohne das 
Schwabbelplastik die Spindel alle Viertelumdrehung verkantet.

Ich bekomme schon wieder schlechte Laune, deswegen lass ich das jetzt 
mal gut sein...

von Thilo M. (Gast)


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> Und das steht auch so in der Bedienungsanleitung?

In meiner ja!
Da ist auch kein Plastik verarbeitet, Röhm-Backenfutter und alles prima 
Qualität, kann nicht meckern!

von Golimar (Gast)


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@All

[ ] Ihr wisst, was eine prof. hochwertige Fräsmaschine kostet.

von die ??? (Gast)


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Habe auch drei Steckschlüsselsätze von Proxxon und bin sehr zufrieden. 
Sicher, die Qualität reicht nicht 100% an Hazet oder Gedore ran, aber 
dafür hats auch nur die Hälfte gekostet. Scheint ja so als gäbe es 
unterschiedliche 'Abteilungen' bei Proxxon - eine für E-Tools und eine 
für Handwerkzeug. Das Drehmel-Imitat hat ja auch seinen Ruf weg.

von Meierkurt (Gast)


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Meine Erfahrung:

wo X draufsteht, muss nicht X drin sein. Festgestellt habe ich das bei 
Lötstationen eines bekannten deutschen Herstellers sowie bei 
Digitalkameras eines ebenfalls deutschen Herstellers. Frei nach dem 
Motto: made in germany...

von Thilo M. (Gast)


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Proxxon baut zwei Klassen von Werkzeug: das ganz billige Bastlerzeugs 
(Handbohrmaschine mit billigen Lagern, Kunststoff) und die gehobene 
Qualität (gleiche Handbohrmaschine, Lager im Metallgehäuse, ordentliche 
Regelung, wenig Spiel). Das bezahlt man dann auch.

Einen Steckschlüsselsatz habe ich auch von P., bin ebenfalls sehr 
zufrieden damit.

von Maxim (maxim) Benutzerseite


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Thilo M. wrote:
> Proxxon baut zwei Klassen von Werkzeug: das ganz billige Bastlerzeugs
> (Handbohrmaschine mit billigen Lagern, Kunststoff) und die gehobene
> Qualität (gleiche Handbohrmaschine, Lager im Metallgehäuse, ordentliche
> Regelung, wenig Spiel). Das bezahlt man dann auch.
>
> Einen Steckschlüsselsatz habe ich auch von P., bin ebenfalls sehr
> zufrieden damit.

Nur sollte man die zwei Klassen dann deutlich trennen und nicht alle 
unter einer Marke im ähnlich designten Gehäuse verkaufen. Das schadet 
doch dem eigenen Image.

von Visitor (Gast)


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@Thilo M,

bist Du sicher, daß Proxxon zwei Qualitäten baut. Auf deren Homepage 
http://www.proxxon.com/ gibt es zwar eine Rubik "Industrial Handtools", 
hier werden aber nur Ratschen und Steckschlüssel angeboten. Das 
Elektrowerkzeug ist nur in einer Qualität beschreiben.

von Gudi (Gast)


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>bist Du sicher, daß Proxxon zwei Qualitäten baut.

Natürlich ist er sich nicht sicher, dass ist nur wieder mal eine 
Vermutung oder sogar eine falsche Tatsachenbehauptung.

von Thilo M. (Gast)


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Die qualität kann man am Aluschaft erkennen (Handgeführte Geräte), die 
Billigen (auch 12V) haben einen Kunststoffschaft.

@ Gudi:
Bist du sonst nicht als 'Gast' aufgetreten?
Surf' nicht so viel, geh lieber mal Pimp..., das entspannt! :D

von Gast (Gast)


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Ich hatte den Handbohrer und den Bohrständer dazu. Der Bohrständer war 
miserabel gearbeitet, klemmte nur. Beim Bohrer brach nach einer Weile 
der Stecker zum Netzteil an. Zudem eierte das Bohrfutter.

Vergleiche ich Proxxon mit Dremel, fällt die Wahl ganz klar auf Dremel.

von blob! (Gast)


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naja, ich hab nen Tellerschleifer von Proxxon und bin damit weitgehendst 
zufrieden!

Der Tellerschleifer hat auch schon 4 oder 5 Jahre auf dem Buckel in 
dennen ich nicht immer zaghaft war.

Ich schleif da so ziemlich alles drauf: Epoxydharz-Platten, Sperrholz 
(<5mm), Balsaholz, Glas- und Kohlefaser....
Was bei einem Modellbauer eben so anfällt!

Bei gewissen Materialien die dann zudem noch zu dick sind, packt's der 
Schleifer dann eben nicht mehr, aber das ist akzeptabel.

Zum nächsten Geburtstag beschenke ich mich selbst und kauf mir noch 
einen professionellen und industriellen Bandschleifer der nicht von 
Proxxon ist
Der kann dann mehr, kostet aber auch 5x so viel!

Bei solchen Sachen bestimmt eben doch noch der Preis über die Qualität 
der Ware!

von Jens Plappert (Gast)


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Ich hab bisher mit meiner MF-70CNC hauptsächlich isolationsfräsen 
betrieben, und bin damit ganz gut gefahren. man sollte halt wissen dass 
man den mikromot-teilen nicht unbedingt viel mehr als alu, kupfer, 
plastik zutrauen sollte. mit stahl is da nischd viel.

von Jupp (Gast)


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Hier belegt sich sehr deutlich meine Beobachtung: die Toleranzgrenzen 
zum Ausschuß werden mehr und mehr nach unten geschraubt. Anders lassen 
sich die doch extrem unterschiedlichen Erfahrungen hier nicht erklären.

von Gast (Gast)


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>Hier belegt sich sehr deutlich meine Beobachtung: die Toleranzgrenzen
>zum Ausschuß werden mehr und mehr nach unten geschraubt.

Oder sie passen sich der Kundschaft nur an bzw. gehen auf deren Wünsche 
ein. Wer billig haben will, bekommt billig.

von Jupp (Gast)


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Das denke ich nicht, denn nach wie vor wollen sehr viele 
Leute/Handwerker/Modellbauer Qualität nur leider bekommen sie es nicht 
mehr.

BTW: wer billig will, greift i. d. R. nicht zu Markenprodukten.

von Warren S. (jcdenton)


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Golimar wrote:
> @All
>
> [ ] Ihr wisst, was eine prof. hochwertige Fräsmaschine kostet.

[X] Ihr wisst, was eine prof. hochwertige Fräsmaschine kostet.
[X] Ihr arbeitet jeden Tag an prof. hochwertigen Fräsmaschinen.

Thilo M. wrote:
> Proxxon baut zwei Klassen von Werkzeug: das ganz billige Bastlerzeugs
> (Handbohrmaschine mit billigen Lagern, Kunststoff) und die gehobene
> Qualität (gleiche Handbohrmaschine, Lager im Metallgehäuse, ordentliche
> Regelung, wenig Spiel). Das bezahlt man dann auch.
>
> Einen Steckschlüsselsatz habe ich auch von P., bin ebenfalls sehr
> zufrieden damit.

das ist so nicht wahr.
der IB/E und die MF70 sind das beste in der klasse, das proxxon im 
programm hat. trotzdem gibt es über beides erhebliche mengenberichte.

n steckschlüsselsatz is wieder was anderes, da macht proxxon nichts 
anderes als stahlwille, gedore und co, und da kann auch nicht viel 
schiefgehen (alles gesenkgeschmiedeter chrom vanadium stahl, verchromt) 
und da haben sie meist auch nen guten ruf.

Jens Plappert wrote:
> Ich hab bisher mit meiner MF-70CNC hauptsächlich isolationsfräsen
> betrieben, und bin damit ganz gut gefahren. man sollte halt wissen dass
> man den mikromot-teilen nicht unbedingt viel mehr als alu, kupfer,
> plastik zutrauen sollte. mit stahl is da nischd viel.

selbst wenn du damit nur in der luft fräsen willst, würde ich dir was 
anderes empfehlen. die konstruktion ist einfach zu billig und technisch 
untauglich.

natürlich kann man mit der proxxon irgendwas machen, und eventuell 
gereicht das auch deinen ansprüchen. aber ich würde son ding nich 
kaufen...

Jupp wrote:
> Hier belegt sich sehr deutlich meine Beobachtung: die Toleranzgrenzen
> zum Ausschuß werden mehr und mehr nach unten geschraubt. Anders lassen
> sich die doch extrem unterschiedlichen Erfahrungen hier nicht erklären.

quatsch. das ist nen konstruktiver mangel. wenn ich kein kugellager 
einbaue sondern einfach n loch in das alu bohre, und keine führung in 
der zeichnung als "zu fräsende fläche" markiere sondern nur als 
extrudierte, und alu verwende statt stahl, dann sind das keine 
erweiterten toleranzen, sondern konstruktive mangel.

mfg

von Jens Plappert (Gast)


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Naja, ich benötige so ein Teil um:

-Mal kleine Frontplatten aus Alu zu gravieren/bearbeiten
-Isolationsfräsen (wobei ich nur bedrahtete und DIP-Bauteile verwende)

wenn ich nun die Maschine als CNC mit 320x105x86mm mit Software und 
einigem Zubehör für 1400 bekomme, und mir die Präzision für meine 
Verhltnisse ausreicht, wieso sollte ich dann 2500+ ausgeben?

Auf Arbeitsgeschwindigkeit kommts mir da genausowenig an.

Um dat kleine Maschinchen zu schonen wird bei metallen mit 1 und bei 
Platinen mit 4mm /s max gefahren. Reicht mir auch, da das ja zum reinen 
Hobbyzweck eh nicht so oft vorkommt.

von Maxim (maxim) Benutzerseite


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Wenn's um Service geht, hat mich Proxxon überzeugt. Habe am Donnerstag 
die Fräse versendet und schon am Dienstag bekommen. Nun läuft sie 
einwandfrei.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Maxim W. wrote:

> Wenn's um Service geht, hat mich Proxxon überzeugt.

Habe ich auch schon von anderen gehört.  Auf Nachfrage nach der
Bezugsmöglichkeit für ein Ersatzteil eines älteren Geräts wurde
statt einer Antwort das Ersatzteil kostenlos zugesandt...

von Peter R. (petrus_muc)


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Hallo ihr alle,

mir ist vor einiger Zeit dasselbe passiert (MF70 Fräsmotor abgeraucht), 
ich habe aber wohl zu heftig am Vorschub gekurbelt.
Da war guter Rat (im wahrsten Sinn des Wortes) teuer! Einen 
Original-Ersatzmotor einzubauen kam nicht in Frage, da der Originalmotor 
ohnehin keine gute Drehzahl-Charakteristik hatte (beim geringsten 
Vorschub starker Drehzahlabfall bis zum Stillstand)

Mehr durch Zufall bin ich auf die ideale (aber nicht ganz billige!) 
Lösung gestoßen:

Für den Modellbau gibt es bürstenlose Gleichstrommotoren (12 V) mit 
Regler.
Die Abmessungen passen (je nach Motortyp) genau, der (unbedingt nötige) 
Regler läßt sich im Motorgehäuse der Fräse unterbringen, ein passendes 
Ritzel ist auch verfügbar.
Die einzige Änderung an der Fräse war, daß ich in die Motorabdeckung ein 
Loch geschnitten habe um einen kleinen Ventilator einzubauen, dann 
bleiben die Motortemperaturen auf beherrschbarem Niveau.
Der Motor braucht bei 12 V je nach Last bis zu 25A!!!
Als kostengünstige Stromversorgung bietet sich ein (umgebautes) 
Computernetzteil entsprechender Leistung an.

Ich habe die Fräse auf CNC umgebaut, bei zu heftigen Vorschüben (falsche 
Einstellung) ist mir schon der (2 mm) Fräser abgebrochen, ohne daß die 
Fräsdrehzahl vorher erkennbar abgefallen wäre. Von der Leistung her 
könnte man also fräsen "bis sich die Balken biegen..."

Auch einen Nachteil möchte ich nicht verschweigen:

bedingt durch die Art der Ansteuerung ist die Einstellung besonders von 
niedrigen Drehzahlen schwierig bis unmöglich (das mag am verwendeten 
Regler liegen - gedacht für E-Helikopter - und mit einem anderen 
Reglertyp besser sein), dafür hat dieser Reglertyp eine 
Drehzahlkonstanthaltung eingebaut, die einer Verwendung als 
Frässteuerung entgegenkommt.

Bei Interesse an Details bitte eine Mail.

Viele Grüße

Peter

von Thilo M. (Gast)


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>Auch einen Nachteil möchte ich nicht verschweigen:

Ein weiterer Nachteil dürfte der Preis des Motors sein. Ich kenne die 
Heli-Brushless-Motoren im Bereich 120€ aufwärts (Markenteile, z.B. 
Hacker), ohne Regler.
Was hast du für Regler & Motor hingelegt?

von petrus_muc (Gast)


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Hallo power,

das ist gar nicht so schlimm! Den genauen Betrag hab ich vergessen 
(verdrängt? :) ), aber ich hab grad in eBay nachgesehen, da gibts Sets 
um ~40 €.
Soweit ich mich erinnern kann hab ich ~50,- für den Motor bezahlt, ~40.- 
für den Regler und ~20,- für den Rest an Bauteilen. Die 
PC-Stromversorgung gibts auch so um 25,- (braucht ja kein Spitzenteil zu 
sein, dem Motor ist es ziemlich wurscht ob ein paar mehr Oberwellen 
drauf sind oder nicht.)
Auf jeden Fall bei eBay zusammensuchen, im Geschäft kostet's das 3fache! 
(Helifliegen ist teuer!)

Gruß

Peter

von Wolfgang Barth (Gast)


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zum Thema MF 70, wir haben jetzt die zweite, auch wieder Hitzetod und 
das kommt Proxxon als Antwort:
Leider können wir den Reparaturauftrag von vor 2 Jahren nicht zuordnen.

Aber wir gehen davon aus, das damals, wie heute der Motor einen Hitzetod 
gestorben ist.  Es handelt sich bei der Fräse um eine Feinfräse, welche 
für kleine feine Arbeiten gedacht ist. Der größte Feind der Fräse ist 
der Überlast durch den Vorschub und der Überlast durch die Einsatzzeit.

Wenn ein „kochender Motor“ abgestellt wird, verdampft die Isolation und 
wenn man die Maschine ein paar Tage später wieder einschalten möchte, 
löst die Haussicherung aus.



Wir hoffen Ihnen den Defekt ausreichend erklärt zu haben.

oder dieser Nachtrag, wenn man UNIMAT oder Quantum dann lieber kauft:

Sie dürfen aber hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Wir haben auch 
größere und robustere Fräsen, da mir von den genannten Herstellern auch 
nur solche Größen bekannt sind.

Siehe unsere FF 230 No 24108 oder die FF 500 No 24320

von Georg A. (georga)


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Andere Geräte (zB. unser Staubsauger) haben dafür einen Thermoschalter 
oder mindestens eine Thermosicherung...

von Georg W. (gaestle)


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Was erwartet ihr? Die Robustheit einer Deckel gepaart mit der 
Geschwindigkeit einer Chiron zum Preis der grün/gelben Ware? Auch schon 
Quantum kostet ein Mehrfaches von Proxxon, das ist auch für einen ganz 
anderen Zweck bestimmt. Ich habe seit 20 Jahren Geräte von Proxxon und 
bin im großen und ganzen zufrieden, auch mit ihrem Service. Nur die 
Bohrer und Fräser sind nicht das Gelbe vom Ei.
2 Frässpindeln in 2 Jahren ist zu viel. Meistens sitzt aber der Fehler 
vor dem Gerät.

von Olaf (Gast)


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> Andere Geräte (zB. unser Staubsauger) haben dafür einen Thermoschalter
> oder mindestens eine Thermosicherung...

Das wuerde ja nicht viel bringen weil so ein schalter wieder den Strom 
abschaltet und damit auch die Kuehlung durch den Ventilator am Motor 
wegfaellt.

> Meistens sitzt aber der Fehler vor dem Gerät.

DAs denke ich auch. Ich verstehe garnicht wie man eine Fraese 
ueberlasten kann ohne das man das merkt wenn man davorsitzt. Man sollte 
doch mal ein Mindestmas an Gefuehl fuer Mechanik haben wenn man mit 
soetwas rumspielt.

Ich hab in >20Jahren verschiedenste Geraete von Proxon verwendet und nur 
einmal eine kleine 100W Bohrmaschine zerstoert. Aber da hab ich sie auch 
eindeutig ueberlastet. Es war im uebrigen kein Problem da einen anderen 
Motor einzubauen. .-)

Was ich mir aber einbilde: Frueher waren die kleinen Trennscheiben mal 
von einer besseren Qualitaet. Heutzutage brechen sie schneller wie 
frueher.

Olaf

von Thomas (Gast)


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Ich habe auch die Proxxon MF70 und sie ist auch auf diese Weise 
"abgeraucht". 1-2 Stunden gefräst (Plexiglas) ohne dass ich dabei das 
Gefühl hatte die Fräse zu überlasten. Beim nächsten Einschalten dann 
weißer Rauch. Das Gerät ist einfach unterdimensioniert und wenn es so 
kritisch ist sollen sie halt einen Temperatursensor und eine Warn-LED 
einbauen. Werde ich auf jeden Fall (+ extra Lüfter) nachrüsten wenn ich 
mal wieder etwas mehr Zeit habe.

Proxxon hat zwar gesagt es sei meine Schuld, die Reparatur aber 
problemlos übernommen (in der Garantiezeit).

von Tobi B. (civ)


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Thomas schrieb:
> Proxxon hat zwar gesagt es sei meine Schuld, die Reparatur aber
> problemlos übernommen (in der Garantiezeit).
Was hast du nun laut Proxxon falsch gemacht?

Ansonsten kann ich mich bisher nicht über Proxxon beschweren.
Selbst mir dem "labrigen" Bohrständer kann ich mich anfreunden. Nicht 
perfekt, aber tut was er soll.
Immerhin besser als den Plastikkrempel den Dremel "Bohrständer" nennt. 
(Der letzte den ich im Baumarkt angesehen habe, ist fast von selbst 
zusammengeklappt...)

von Thomas (Gast)


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Zu lange und auf zu niedriger Drehzahl laufen gelassen.

von Pic T. (pic)


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Vor dem Abschalten auf hohe Drehzahl 1-2 Minuten im Leerlauf lassen 
hilft,
wenn ausserhalb der Garantiezeit.

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Schade ist halt der einfach Drehzahlregler. Der 110 V Gleichstrommotor 
erhält ebenfalls eine AC-Anteil (50 Hz) von 110 V. Der Wirkungsgrad des 
Motors fällt auf höchstens 40 %. Bei niedrigen Drehzahlen wird der 
Wirkungsgrad richtig mies werden. Man sollte mal den Drehzahlregler 
ausbauen und was eigenes nehmen.

von MaWin (Gast)


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> Zu lange und auf zu niedriger Drehzahl laufen gelassen.

Stand davon was in der Bedienungsanleitung ?

ED xx % oder so ?

> Vor dem Abschalten auf hohe Drehzahl 1-2 Minuten im
> Leerlauf lassen hilft,

Stand DAVON was in der Bedinungsanleitung ?

Also wenn nicht, ist es ein Problem, welches Proxxon lösen muß.

Denn billig sind deren Maschinen wahrlich nicht,
sie sind ja auch winig und für kleine Kräfte ausgelegt,
da kann man nicht den Preis einer 10 mal so schweren Maschine
vergleichen.

Zudem ist ja nicht alles Proxxon wo Proxxon draufsteht,
die Drehmaschinen kamen von Unitech aus der DDR.

von Pic T. (pic)


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Innerhalb der Garantiezeit wird das auch kostenlos gelöst, danach aber
nicht mehr. Das Problem ist, daß der Motor ohne aktive Kühlung zu heiss 
wird,
und der Schutzlack dann abgeht. Beim nächsten Einschalten ist er dann 
hinüber. Ein 220V Ventilator gibt es nicht in der kleinen Größe günstig,
und der Ausfall der Geräte steigert auch den Absatz. Dasselbe Problem
tritt auf wenn auf niedriger Drehzahl länger gearbeitet wird, die 
Kühlleistung des Ventilators ist zu niedrig. Ab Seriennummer 22852
ist der Ventilator ein bisschen größer geworden.

von SmartBr454 (Gast)


Angehängte Dateien:

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Also was hier einige sagen von wegen Schrott kann ich nicht bestätigen. 
Ich habe 3 Stunden Dauerbetrieb gefräst. Aber härteres Material als 
EP-Platinen. Die auf dem Bild gezeigte Stoßstange im Maßstab 1:14 
(Tamiya LKW)aus ALU ist komplett auf der Proxxon MF70 gefertigt. Die 
Fräser haben auch durchgehalten. Es kann einfach sein das es irgendwas 
den Geist aufgab. Sowas passiert auch bei High Tech Machinen. In der 
Arbeit haben wir auch Maschinen die oberhalb der 100000€ liegen und eine 
davon ging nach 6Monaten kaputt. Materialermüdung.

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