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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 12V auf Resetleitung - Dragon kaputt?


Autor: N. K. (bennjo)
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Hallo,
mir ist grade was ziemlich dummes passiert. Beim Testen einer Schaltung 
sind mir 12V mit ordentlich Strom dahinter (träge 0,5A Sicherung ist 
durchgebrannt) an die Resetleitung gekommen, und das während der Dragon 
dranhing.

Wenn ich den Dragon jetzt ganz normal drannhänge zieht er 200mA und 
connecten kann ich nicht mehr, weder per Debugwire, noch per SPI. Kennt 
jemand die Beschaltung vom Resetpin?

Ich befürchte ich brauche einen neuen.

Gruß,
Nikias

Autor: N. K. (bennjo)
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Hat keiner eine Idee, wie ich den Dragon wieder hinbekommen kann? 
Beziehungsweise kann mir sagen, was da möglicherweise passiert ist?

Gruß,
Nikias

Autor: rayelec (Gast)
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Da gibt's nur eins: Aufschrauben und durchpiepsen wo die Resetleitung 
hingeht. Wenn du ein Riesenglück hast, ist zwischen Aussenwelt und 
Innenleben noch ein Puffer-IC, welches du mit den 12V natürlich 
geplättet hast...
Ist der uC hin hilft nur ein Neukauf!

Gruss
rayelec

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Könnte auch sein, dass du den TI-Schaltregler im Eingang gekillt hast,
die Dinger fliegen bei manchen Dragons (und bei ziemlich vielen STK503)
auch so gern mal auseinander.  Die kann man auslöten und überbrücken.

Autor: N. K. (bennjo)
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Woran würde ich erkennen, das der Schaltregler das Problem ist? Ich 
finde keinen TI-Chip auf dem Dragon.

Angehen, und über USB angesprochen werden kann er ja noch. Nur DW und 
SPI gehen nicht. Und wie gesagt der hohe Strom !? Der ist doch nicht 
normal oder?

Ich dachte ja, dass die da eine Schutzbeschaltung in Form 2er Dioden 
haben müssten. Wenn da nun eine Durch ist...Richtung +5V, könnte es ja 
reichen diese auszutauschen !?

Gruß,
Nikias

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Nikias Klohr wrote:

> Woran würde ich erkennen, das der Schaltregler das Problem ist?

U. a. an einer zu hohen Stromaufnahme.

> Ich
> finde keinen TI-Chip auf dem Dragon.

Wenn du die USB-Buchse nach oben hälst, ist er auf der linken
Seite im oberen Drittel, da wo all der Stromversorgungskram
ist.  Meiner ist beschriftet mit

    BDR
    68W
    ME8E

> Angehen, und über USB angesprochen werden kann er ja noch.

Das klingt aber fast so, als wäre der Regler dann noch OK.  Ich
bin mir gerade nicht sicher, welchen Teil der Schaltung er
versorgt.  Mir ist so, als sollte er aus den 4,5 V vom USB 5 V
für die gesamte Logik des Dragon machen.  (Daher kann man ihn
auch zur Not komplett entfernen und überbrücken, die Logik läuft
dann mit 4,5 V auch noch OK.)

> Ich dachte ja, dass die da eine Schutzbeschaltung in Form 2er Dioden
> haben müssten. Wenn da nun eine Durch ist...Richtung +5V, könnte es ja
> reichen diese auszutauschen !?

Die Pegelwandler sind mit dem ,,Hühnerfutter'' im unteren Teil der
Platine realisiert, gleich neben dem ISP-Stecker.  Die kleinen
6-Pinner sind BC847BS, npn-Doppeltransistoren.  Daher liegt der
Verdacht nahe, dass es sich schaltungstechnisch um die gleichen
Pegelwandler handelt, die auch auf dem STK500 bereits verbaut worden
sind.  Dessen Schaltplan gibt's als PDF, entweder als Bestandteil der
STK500-Doku im AVR Studio, oder auch separat bei avrfreaks.net
(irgendwo in den Dokumenten vergraben).

Hmm, mein Durchgangsprüfer findet nur eine direkte Verbindung von
Pin 5 des ISP-Verbinders zu Pin 5 der beiden 8-Pinner, die da mit
AHT bezeichnet sind.  Da musst du selbst mal rausfinden, was für
Teile das sind.

Autor: Norgan (Gast)
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Die AHT im Dragon gehen gerne kaput. Das sollen NLAS2066USG 
elektronische Schalter sein.

Autor: N. K. (bennjo)
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Also wenn ich die STK500 Beschaltung richtig lese, hat die Resetleitung 
eine Bipolarstufe auf Sheet 2 unten in der Mitte. Wenn ich da jetzt 12V 
drannlege, und der ist im Debugmodus, dann müsste es den Q203B (BC847BS) 
zerlegt haben!

Kann die Überlegung jemand hier nachvollziehen?

Bzw. kann mir jemand nen Tip geben, wie ich den auf dem Dragon finde? 
Und dann feststelle ob er noch geht?

Gruß,
Nikias

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> Und wie gesagt der hohe Strom !? Der ist doch nicht normal oder?

Wenn das in einem Baustein verheizt wird, sollte man das eigentlich 
erfühlen können, wer das ist. Wird irgendwas warm?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Nikias Klohr wrote:

> Also wenn ich die STK500 Beschaltung richtig lese, hat die Resetleitung
> eine Bipolarstufe auf Sheet 2 unten in der Mitte. Wenn ich da jetzt 12V
> drannlege, und der ist im Debugmodus, dann müsste es den Q203B (BC847BS)
> zerlegt haben!

Nein, siehe die Analyse des Durchgangsprüfers: /RESET wird offenbar
anders gehandhabt.  Konzentriere dich auf die beiden AH*-Teile, der
Typ war ja oben bereits genannt.  Ist nur die Frage, wo man die
her bekommt...

Autor: N. K. (bennjo)
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Hallo,
ich hab ein wenig weiter probiert.

Es könnten wirklich die AHT's (NLAS2066) sein. Bzw. der näher zum ISP. 
Ich habe mir pin 5('Ausgang'), pin 6 ('Eingang') und pin 3 
('Schaltersteuerung') während eines ISP-Zugriffes angeschaut. An pin 6 
und 3 tut sich was, auch wenn ich die Pegel ziemlich seltsam fand (kein 
0V low???) pin 5 ist die ganze Zeit auf 5V geblieben.

Komischerweise ist der hohe Strom weg! Ich könnt schwören, dass mein 
Netzteil gestern noch in die 200mA Begrenzung gegangen ist.

Ist halt die Frage, lohnt es sich auf Verdacht das Ding zu tauschen. Und 
wo bekommt man was vergleichbares her?

Gruß,
Nikias

Autor: N. K. (bennjo)
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Achso nochwas,
die Wahrscheinlichkeit, dass es den NLAS2066 zerstört hat, ist laut 
Datenblatt ja 100%. Max 7V ... und ich hatte 12V drann liegen.

Denkt ihr, dass sich der Schaden auf dieses Bauteil beschränkt, oder 
könnte da noch mehr gelitten haben?

Gruß,
Nikias

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Nikias Klohr wrote:

> Denkt ihr, dass sich der Schaden auf dieses Bauteil beschränkt, oder
> könnte da noch mehr gelitten haben?

Garantieren kann dir das keiner, aber das ist natürlich sehr
wahrscheinlich, dass es einen (oder beide) davon erwischt hat.

Bezüglich Beschaffung: vielleicht gelingt es dir ja, zwei Stück
davon bei OnSemi als Samples zu bekommen?

Autor: Norgan (Gast)
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> Und wo bekommt man was vergleichbares her?

http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.d...

Vielleicht möchtest du dich an die aktuelle / nächste Digikey 
Sammelbestellung dranhängen. Für die aktuelle musst du noch Glück haben:

Beitrag "Sammelbestellung Digikey Januar"

> könnte da noch mehr gelitten haben?

Können kann vieles. Aber diverse Dragon-Besitzer berichten, dass bei 
ihren Dragons "nur" ein NLAS2066 defekt war.

Autor: N. K. (bennjo)
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Vielen Dank soweit!
ONSemi will 15$ fürs Handling von den Samples ... Ich versuch mich mal 
noch an die Digikeybestellung ranzuhängen. Ich werde hier berichten wenn 
ich die Dinger getauscht habe.

Gruß,
Nikias

Autor: justus (Gast)
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Der NLAS2066 ist pinkompatibel zum TS5A23166. Diesen gibt es z.B. bei
Farnell.

Werde es auch mit einem Austausch probieren und berichten...

Mein Problem ist eine nicht funtionierende ISP Verbindung.
Beitrag "Re: ISP mit Dragon versagt, Parallelprogrammer geht."

Autor: Luky S. (luky)
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Gibts was neues zu diesem Thema?
Habe auch einen Dragon dessen Resetline sich nicht mehr bewegt...

Autor: justus (Gast)
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Mein Dragon geht wieder.
Näheres unter: Beitrag "Re: ISP mit Dragon versagt, Parallelprogrammer geht."

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