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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik USB-Stick Entwicklungstool eZ430-F2013 brauchbar?


Autor: merlin (Gast)
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hi
also ich wollte mal anfangen mit mikrocontrollern zu programmieren.
bin schon halbwegs fit mit pc programmiersprachen wie c/delphi/php.

nun bin ich auf das hier gestoßen:
USB-Stick Entwicklungstool eZ430-F2013
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=A31C;...

kann man soetwas für den einstieg gebrauchen?
wenn ich mir den usb programmer bestellen würde, bräuchte ich sonst noch 
etwas?
kann ich mit den chips auch leds einzeln ansprechen und dimmen?

bin für jeden tip dankbar.
villeicht gibts ja auch erfahrungsberichte.

danke schonmal

mfg

merlin

Autor: Stefan (Gast)
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>USB-Stick Entwicklungstool eZ430-F2013
>kann man soetwas für den einstieg gebrauchen?
Ja, für den Einstieg ist das Ding ideal!

>wenn ich mir den usb programmer bestellen würde, bräuchte ich sonst noch
>etwas?
Ein Headerboard mit 'nem MSP430F2013 ist bereits im Stick integriert. 
Kannst also direkt loslegen. Alle Pins des F2013 sind auf die Platine 
herausgeführt.
Ich würde mir allerdings gleich noch einen entsprechenden Stecker 
besorgen, der anstelle des Headerboards angeschlossen wird, 
Flachbandkabel dran und Du kannst dann auch externe µC's damit flashen 
und Debuggen. Daten über den Stecker (RM 1,27mm) stehen im Datenblatt 
zum ez430.
Einschränkung: Der Stick unterstützt nur Spy-By-Wire(SBW), kein JTAG.
Also ist die µC-Auswahl auf die 2xxx-er Reihe eingeschränkt.
Zuviel Komfort darf man allerdings auch nicht erwarten. Flashen geht 
recht langsam und der USB-Treiber hat sich auch schon einige Male 
aufgehängt.
Aber für den Einstieg reicht's. Wenn Du dann merkst, dass Dir die 
Materie liegt, gibt's noch genug "Aufstiegsmöglichkeiten" ;-)

>kann ich mit den chips auch leds einzeln ansprechen und dimmen?
???
Chips = µC?
Hängt von Dir und Deinem Programm ab!

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Das Entwicklungstool ist schon brauchbar, eine Einschränkung aber ist 
der mitgelieferte F2013. Den gibt es zwar sogar im sehr 
bastelfreundlichen DIP-Gehäuse* (mit 0.1" Beinchen-Abstand), aber 
aufgrund der nur 14 Pins ist nur wenig Peripherie anschließbar.
Auch hat der F2013 gerade mal 256 Bytes RAM und 2 kByte ROM - sehr große 
Applikationen sind damit nicht möglich.

LEDs kann man sicherlich damit ansprechen, auch die zum Dimmen 
erforderliche PWM ist möglich.

Der USB-Programmer kann auch für andere MSP430-Derivate eingesetzt 
werden, sofern diese das SpyByWire-Debuginterface unterstützen. Ein 
vollwertiges JTAG-Interface, wie es für ältere MSP430-Derivate 
erforderlich ist, bietet der USB-Programmer nämlich nicht.

Ein besseres Kosten-/Nutzen-Verhältnis bietet der "MSP430 JTAG Tiny" von 
Olimex, den man im Elektronikladen** für etwa den doppelten Preis wie 
das eZ430 bekommt. Das ist ein vollwertiger JTAG-Adapter, mit dem alle 
MSP430-Varianten programmiert (und debuggt) werden können.

Die mit dem eZ430 mitgelieferte Software, die codegrößenbeschränkte 
"Kickstart"-Version der Embedded Workbench von IAR kann man sich 
problemlos bei TI herunterladen, die funktioniert auch mit dem JTAG Tiny 
zusammen. Und der JTAG Tiny unterstützt auch das SpyByWire-Protokoll, 
kann also auch für die Programmierung des F2013 eingesetzt werden.

Auf jeden Fall solltest Du Dir die Datenblätter und 
Programmierhandbücher der MSP430-Varianten anschaffen (Downloads bei TI) 
und potentiell auch das Buch aus 
Beitrag "MSP430 Praxisbuch" ansehen.

Viel Erfolg!

*) http://www.reichelt.de/?;ARTICLE=68423
**) http://elmicro.com/de/msp430jtag.html

Autor: Christian R. (supachris)
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Kann mich da nur anschließen. Das SBW ist nicht das Wahre, bissl 
instabil und langsam. Der JTAG-Tiny ist auf jeden Fall empfehlenswert, 
superschnell und für alle MSP430 geeignet. Ein passendes Headerboard mit 
einem etwas größeren MSP430 dazu und du kannst sinnvolle Programme 
schreiben.

Autor: merlin (Gast)
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hm danke schonmal für die antworten.
werd mir das nochmal anschauen.
und es soll ja erst einmal für den einstieg sein.
ich habe schon ein steckboard hier auf dem ich die ucs dann hoffentlich 
ausprobieren kann.
gibt es denn viele programmer die usb unterstützen?
denn das war mit einer der gründe weshalb ich auf diesen programmer 
gekommen bin.
ich habe einen recht neuen rechner und der hat leider weder serial noch 
paralell anschluss.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Das eZ430 ist nicht nur ein "Programmer", sondern so eine Art 
JTAG-Interface.
Damit können Controller nicht nur programmiert, sondern Programme im 
Controller auch debuggt werden - dank des SpyByWire-Interfaces werden 
auch nur zwei beim F2013 sonst wenig verwendbare Pins dafür benötigt.

Das von mir bereits erwähnte USB JTAG Tiny von Olimex ist ein 
vollwertiges JTAG-Interface - darüber können Controller ebenso 
programmiert wie auch debuggt werden.

Dieses Debuggen ist dem gelegentlichen Ausgeben irgendwelcher Meldungen 
über eine serielle Schnittstelle gegenüber deutlich überlegen.

Autor: merlin (Gast)
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hmm ja werde mir das dann noch einmal überlegen.
wären halt 30€ mehr.
ärgerlich wenn µCs nicht meine welt sind.
andererseits ärgerlich wenn es doch so wäre und ich nicht sofort die 30€ 
mehr bezahlt hätte.

ein freund hat noch ein paar atmega8 oder so über die er mir schenken 
könnte wenn ich üben wollte.
diese könnte ihc aber nicht damit programmieren oder?

gibt es denn alternativen mit usb womit ich die atmega programmieren 
könnte?

Autor: Marc Meise (bytewood) Benutzerseite
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@Merlin

ich habe auch das ez430 und ganz zufrieden damit.
Allerdings habe ich mir eine kleine einseitige Platine als "Eval-Board" 
gebaut (2 Taster,8 LEDs, 3V und 5V, P1.x alle herausgeführt), da das 
mitgelieferte mir persönlich ein zu großes gefrickel ist, das nicht 
wirklich was kann.
Den Stick nehme ich nur als Programmer her.
Ich benutze folgende Software:
MSP-GCC mit Programmers-Notepad und die (kostenlosen) Software Lite 
FET-Pro430 von Elprotronic.
http://www.elprotronic.com/download.html

Für kleinere Projekte durchaus zu gebrauchen, wenn aber etwas größer 
wird sieht es schon schlecht aus.

Autor: Gerald (Gast)
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Hallo Marc,

Warum werden nur 4 pins des 6 pin headers zu MSP430x20x1 target 
verbunden?
sie schreiben da: additional pins (pin 1 and pin 6) that can perform 
UART communication...dh wenn ich die UART brauche und daten vom target 
zum pc senden will muss ich mir ne eigene platine bauen und pin 1 und 
pin 6 zu XIN, XOUT des MSP430x20x1 verbinden?

Wo liegt eigentlich der unterschied zwischen MSP430F20x3, MSP430F20x2, 
MSP430F20x1? Wie finde ich raus welchen ich verwende? :)

Kannst du mir dein Schematic vom Eval-Board senden?

Gerald

Autor: Marc Meise (bytewood) Benutzerseite
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Hallo Gerald,

Du hast also einen dreieinhalb Jahre alten Thread ausgegraben :-)
Um auf Deine Fragen einzugehen:
Unterschiede zwischen den MSP430F20x3, MSP430F20x2 und dem EZ-Kit:
Lade Dir die Datenblätter von TI herunter und vergleiche!

Ich würde Dir empfehlen, folgendes Eval-Board zu kaufen:

http://www.watterott.com/de/MSP430-LaunchPad-MSP-EXP430G2

Das kostet fast nichts und es sind zwei 16-polige MSP430 im Lieferumfang 
(Launchpad mimmt auch die neueren 20-poligen auf)!
Zwar sind das die neuer der G-Serie, aber kompatibel mit der F-Serie des 
EZ-Kits. Zusätz ist das Spy-Bi-Wire auf dem Launchpad ebenfalls auf Pins 
herausgeführt.
Prinzipiell ist das Launchpad nichts anderes als das EZ430, nur eben als 
Platine anstatt als Stick ausgeführt...
Mit Code Composer Studio von TI kannst Du jedenfalls beide "Arten" als 
Debugger verwenden...


Falls jetzt noch Interesse an meinerm alten Evalboard besteht:

http://meise-elec.gmxhome.de/EZ430/EZ430.htm

Gruß

Marc

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