Datum: 26.02.2008 15:53
Die lange erwarteten XMEGA-Controller von Atmel scheinen langsam Gestalt anzunehmen. Auf der Atmel-Webseite sind sie seit heute erstmals unter den Produkten aufgeführt.
Die XMEGA-Reihe basiert auf dem erfolgreichen 8 Bit AVR-Kern, enthält aber einige interessante Neuerungen:- DMA
- Crypto-Engine für AES und DES: einfach Key und Daten in Register schreiben, der Rest läuft automatisch
- Event-System: ähnlich Interrupts, aber für die Kommunikation zwischen Peripherieeinheiten ohne CPU-Beteiligung
Die Speicherausstattung ist mit bis zu 256 kB Flash und 16 kB RAM ähnlich wie bei den ATmegas, dazu kommen bis zu 8 UARTs, mehrere bis zu 2 MS/s schnelle 12 Bit AD- und DA-Wandler sowie 8 Timer. Für Bastler gibt es allerdings eine schlechte, wenn auch nicht überraschende Nachricht: es sind keine 5 V-kompatiblen Modelle angekündigt (die spezifizierte Betriebsspannung ist 1,6 bis 3,6 V), DIL-Gehäuse sucht man ebenfalls vergeblich.
Mehr Informationen gibt es auf der XMEGA-Webseite von Atmel und im ATxmega Manual.
Datum: 26.02.2008 16:13
Das mit den 5V ist natuerlich bloed... :( Gerade wenn man mit CMOS-Bausteinen arbeiten will, fuer die 5V eigentlich schon bald zu wenig ist. Aber ansonsten sind die Dinger echt heiss. Leider hab ich nen Foliensatz gesehen auf dem Stand dass mit Massenprodukltion fruehestens im Q1 2009 angefangen wird. Fuer Q1/Q2 2008 sind lediglich Samples beziehbar. Die ganz grossen Modelle mit mehr als 64 Pins sind uebrigens nur im BGA-Gehaeuse erhaeltlich. Michael
Datum: 26.02.2008 16:30
Michael G. wrote:
> Fuer Q1/Q2 2008 sind lediglich Samples beziehbar.
Theoretisch. Praktisch eher nicht, zumindest für Normalkunden. Zumindest
wurde mir das am Atmel Stand auf der Embedded World gesagt.
Preislich sollten die ein kleinwenig über den vergleichbaren ATmegas
liegen, die dann zunehmend auslaufen.
Erhältlich sollen die ab Mitte 2008 sein. Ich rechne aber eher mal mit
Ende 2008.
Nett finde ich auch die mit 128MHz laufende Peripherie.
Datum: 26.02.2008 16:47
Michael G. wrote: > Die ganz grossen Modelle mit mehr als 64 Pins sind uebrigens > nur im BGA-Gehaeuse erhaeltlich. Laut der Webseite gibt's neben CBGA100 immer noch TQFP100. Irgendwie muss man die Teile ja schließlich auch in den STK600 reinstecken können... TQFP100 ist zwar mit 0,5-mm-Raster nicht gerade das allerbastler- freundlichste auf der Welt, aber zumindest keine Änderung gegenüber den derzeit größten ATmegas (ATmegaXXX0) und hobbymäßig schon noch beherrschbar.
Datum: 26.02.2008 16:51
Ich hab gerade nen 144pinner Verlötet, alles im Rahmen des möglichen, die Platine war allerdings gefertigt. Ich freue mich auch schon sehr auf die Controller :D DMA und Eventsystem finde ich besonders Interessant, auch im Bezug auf den schnellen ADC. Von den vielen Timern brauch ich garnicht erst anfangen zu schwärmen :D
Datum: 26.02.2008 17:02
Gibt es von den AVR XMEGA wirklich kein einziges Exemplar mit USB? Wäre wirklich schade. Gruß Stefan Salewski
Datum: 26.02.2008 17:06
Es gibt wahrscheinlich auch noch kein einziges Exemplar ohne USB zu kaufen.
Datum: 26.02.2008 17:08
Und, dass es kein Ethernet gibt, stört mich auch noch ein wenig ;)
Datum: 26.02.2008 17:08
Andreas Kaiser wrote: > Es gibt wahrscheinlich auch noch kein einziges Exemplar ohne USB zu > kaufen. DIE aussage musst du mir erstmal erklären !
Datum: 26.02.2008 17:18
Marc Seiffert wrote:
> DIE aussage musst du mir erstmal erklären !
Siehe Benedikt. Bis die jetzt angekündigten Varianten verfügbar sein
werden, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Bis dahin gibt es also
weder welche mit USB noch welche ohne USB.
Datum: 26.02.2008 17:18
USB und Ethernet kommen warscheinlich noch (laut Atmel Stand auf der Embedded)
Datum: 26.02.2008 17:25
Andreas Kaiser (a-k) schrieb am 26.02.2008 um 17:06 Uhr: >Es gibt wahrscheinlich auch noch kein einziges Exemplar ohne USB zu >kaufen. Falls das gegen meine Frage geht: >Gibt es von den AVR XMEGA wirklich kein einziges Exemplar mit USB? Von "kaufen" habe ich nichts geschrieben. "Gibt" bezieht sich auf angekündigte Exemplare oder Samples -- die es dann hoffentlich irgendwann auch zu kaufen geben wird. Ich spalte ja manchmal auch gerne Haare, aber nicht in Nanopartikel.
Datum: 26.02.2008 17:29
Benedikt K. (benedikt) schrieb am 26.02.2008 um 17:18 Uhr: >USB und Ethernet kommen wahrscheinlich noch (laut Atmel Stand auf der >Embedded) Eine interessante, aber von Seiten Atmels leider sehr vage Aussage.
Datum: 26.02.2008 17:29
Mich amüsiert halt die Begeisterung etwas, mit der sich viele auf alles stürzen was neu ist, bloss weil es neu ist und alles was neu ist unbedingt immer zwangsläufig viel besser sein muss als alles bekannte. Der HABEN MUSS!!!!! Effekt ;-) PS: Bei Controllern ist man deutlich besser dran, wenn man nicht der Erstkunde ist, sondern anderen bei der Fehlersuche den Vortritt lässt.
Datum: 26.02.2008 17:36
Naja also der IS ja auch wirklich um einiges "besser" als die jetzigen Megas... ;) Und klar muss ich den haben hehe...
Datum: 26.02.2008 17:44
@ Benedikt:
>den vergleichbaren ATmegas liegen, die dann zunehmend auslaufen.
Vermute ich richtig, das das auch eine Aussage von der Embedded war?
Haben die irgendeinen Zeitpunkt genannt? Oder wann welche Modelle
auslaufen?
Ist ein bischen blöd, da ja dann alle Entwicklungen dafür irgendwann für
die Katz' sind.
Gruss
Oops
Datum: 26.02.2008 17:50
Benedikt K. wrote: > Preislich sollten die ein kleinwenig über den vergleichbaren ATmegas > liegen, die dann zunehmend auslaufen. Wenn Atmel tatsächlich signalisiert haben sollte, dass die bestehenden Linien in wenigen Jahren eingestampft werden, dann wünsche ich Atmel eine gute Nacht. Denn damit würden sie sie allen vom Volumen her signifikanten Kunden signalisieren, dass man besser heute als morgen eine andere zeitlich stabilere Plattform suchen sollte, also sowohl um die alten als auch die neuen AVRs einen Bogen machen sollte.
Datum: 26.02.2008 17:57
Oops wrote: >>den vergleichbaren ATmegas liegen, die dann zunehmend auslaufen. > > Vermute ich richtig, das das auch eine Aussage von der Embedded war? Ja. > Haben die irgendeinen Zeitpunkt genannt? Oder wann welche Modelle > auslaufen? Nein. Die haben nur gesagt, dass die XMEGAs dann die normalen ATmegas etwas verdrängen sollen, die dann langsam zurückgehen. So habe ich das zumindest verstanden. So wie Atmel aber bisher gefahren ist, wird es aber 1. lange dauern, und 2. irgendeinen Ersatz geben, der zumindest großteils kompatibel ist. So war es ja auch bisher bei den Classic AVRs. Ich denke also nicht, dass Atmel in nächster Zeit die alten AVRs komplett aufgeben wird, langfristig dagegen schon (wie bei allen Hersteller werden die 5V Bauteile irgendwann ausgemustert, notfalls über einen steigenden Preis.)
Datum: 26.02.2008 18:00
@ Benedikt Verstehe. Dankeschön. Werde vielleicht doch noch zur Embedded fahren und auch mal mit den Atmel-Leuten reden. Gruss Oops
Datum: 26.02.2008 18:01
Klar, ich hab auch den "Haben-Wollen-Effekt" bei mir festgestellt. Für was braucht man bitte die Krypto-Engine? Ich könnte mir kein Produkt vorstellen, bei dem man ein XMEGA benutzen würde und größere Datenmengen zu verschlüsseln hätte. MP3-Player: Der AVR wird wohl zu schwach sein MP3s alleine zu dekodieren. Kleinere Geräte mit wenig Speicher: die können auch grad noch in Software en/dekodieren. Festplatten-Controller mit AVR: trotzdem zu laaaangsam... Habt ihr da ne Idee?
Datum: 26.02.2008 18:06
Vieleich haben die sich das bei M$ abgeschaut und man kann dann nur noch zertifizierte Hardware mit DRM an die Ports anschliessen ;-) Gruß Jörg
Datum: 26.02.2008 18:21
Benedikt K. wrote: > wie bei allen Hersteller werden die 5V Bauteile irgendwann > ausgemustert, notfalls über einen steigenden Preis.) Die Originalfabrikation vom ab 1971 produzierten NE555 wurde erst 2003 eingestellt, und auch das nur weil die letzte zur Fertigung geeignete Fabrik abgebrannt war und beliebig viele Zweithersteller existierten.
Datum: 26.02.2008 18:53
Hi,
laut Atmel Webseite sollen die ATxmega128A1 und ATxmega64A1 ab sofort
verfügbar sein ("available now"). Preis: US$3.75/3.50 ("10k unit
price").
Die Krypto-Engine soll wohl bis 2Mbps schaffen, Atmel selbst gibt als
Anwendungen z.B. "toll road tags, wireless sensor nodes and ZigBee" an.
Außerdem wurden AVRs ja auch bisher schon auf Smart-/Chip-Karten
eingesetzt. Da ist eine Krypto-Engine sicher auch interessant.
CU
Datum: 26.02.2008 18:56
Hallo die Xmegas sind schon rictig gut bis 16mb externen ram. leider fehlt wieder mal die doku wie man auch nur 1Byte extern anschließen soll. kurzer auschnitt der aktuellen pdf des ATxmega256A1. 4.9 External Memory XMEGA has up to 4 ports dedicated to External Memory, supporting external SRAM, SDRAM, and memory mapped peripherals such as LCD displays or other memory mapped devices. For details refer to the External Bus interface (EBI) description. The External Memory address space will always start at the end of Internal SRAM. gruß jörg
Datum: 26.02.2008 18:56
Gab's denn auf der Embedded schon Muster von ATxmega128A1 und ATxmega64A1? Dieses AWEX-Modul mit einstellbarer Totzeit finde ich auch nützlich für Motorkontrolle usw. Gruss Oops
Datum: 26.02.2008 19:00
FBI wrote: > laut Atmel Webseite sollen die ATxmega128A1 und ATxmega64A1 ab sofort > verfügbar sein ("available now"). Preis: US$3.75/3.50 ("10k unit > price"). Ich war auch auf der Embedded World. Die Teile sind echt noch nicht erhältlich. Es sind nur erste Muster im TQFP100 für das STK600 existent.
Datum: 26.02.2008 19:06
Hab nur mal kurz gegoogelt, konnte aber kein STK600 zu kaufen sehen. Kennt jemand einen Laden in dem man das bekommt? Gruss Oops
Datum: 26.02.2008 19:08
Sorry, hätte vielleicht ein neuer Thread sein sollen.
Datum: 26.02.2008 19:10
Oops wrote: > Gab's denn auf der Embedded schon Muster von ATxmega128A1 und > ATxmega64A1? Ja. Ein STK600 war das glaube ich mit einem LCD drauf und ein paar Tastern und LEDs. Daneben ein zweites. Beide über TWI verbunden. Auf Tastendruck wurde eine codierte Message übertragen, dekodiert und die entsprechende LED angesteuert. Dann war noch ein kleines Board da, das von einer SD Karte glaube ich, Wave Files über den internen DAC abspielte.
Datum: 26.02.2008 23:29
Ich war heut auch auf der Embedded und da sagte man mir, bei den ATmegaXXX ist kein Auslaufen geplant, sondern die ATXmega werden ungefähr im selben Preissegment wie die jetzigen großen Megas sein und diese ein wenig im Preis nach unten drücken; Aussage war: Mehr Leistung zum gleichen Preis. Gute Nacht Wolfgang
Datum: 27.02.2008 00:21
cool. gerüchte gibt es ja schon lange. mit einer taktfrequenz von 32MHz wird die "rechnerische" leistung eigentlich in etwa verdoppelt. obwohl ich noch nie an der grenze eines avrs war finde ich das ziemlich interessant. weiss jemand etwas genaueres über die programmierung? über die C-Programmierung gibt es nun eine doku auf der atmel site. Aber wie sieht es aus mit Assembler??? ich habe im datenblatt auch keine assemblerbefehle gefunden?!?
Datum: 27.02.2008 00:27
ATmega2560: 135 Befehle. ATxmega A: 135 Befehle. Beantwortet das deine Frage?
Datum: 27.02.2008 09:06
135 = 135 also in etwa das selbe!?!
Datum: 27.02.2008 09:09
Ja. Bei dem Infomaterial das ich mitgenommen habe, steht: Pin und Softwarekompatibel zu den ATmegas.
Datum: 27.02.2008 10:20
Was mir noch gesagt wurde, ist: 1. angeblich ist die gnu-tool-chain schon fertig, soll demnächst veröffentlicht werden 2. AVR-Studio ist angeblich auch schon fertig, soll auch bald raus kommen 3. Atmel will einen eigenen Shop für die Entwicklungstools eingerichtet haben, nur da finde ich bisher nichts auf der Seite. Wäre stark, wenn's dort dann die Chips auch schon in kleinen Stückzahlen für ein paar Euro geben würde. MfG Wolfgang
Datum: 27.02.2008 10:42
> Mich amüsiert halt die Begeisterung etwas, mit der sich viele auf alles > stürzen was neu ist, bloss weil es neu ist und alles was neu ist > unbedingt immer zwangsläufig viel besser sein muss als alles bekannte. Wer rastet, der rostet!
Datum: 27.02.2008 11:27
Solange Atmel keine normalen DIL ICs anbietet werden die sich das Teil von meiner Seite aus in den A. schieben können.
Datum: 27.02.2008 11:33
> Solange Atmel keine normalen DIL ICs anbietet werden die sich das Teil > von meiner Seite aus in den A. schieben können. ..sprach der Dinosaurier - und starb aus :)
Datum: 27.02.2008 11:34
Anonymous wrote: > Solange Atmel keine normalen DIL ICs anbietet werden die sich das Teil > von meiner Seite aus in den A. schieben können. Meinst du, ein anonymer Hintern interessiert irgendeinen Halbleiter- Hersteller?
Datum: 27.02.2008 11:34
@Wolfgang: >1. angeblich ist die gnu-tool-chain schon fertig, soll demnächst >veröffentlicht werden Wenn der Befehlssatz gleich ist, dann ist die toolchain natürlich fertig. Hat sich ja nix geändert. Nur die Startup- und Header-Files müssen ergänzt werden.
Datum: 27.02.2008 11:38
@Jörg: Naja, wenn Atmel die Hobbyisten weglaufen haben die auch ein Problem.
Datum: 27.02.2008 11:43
@ anonymer Hintern meinst du ? das wir paar Hobbybastler für Atmel das große Geschäft darstellen ? Die Aabsatzquoten durch Hobbybastler bewegen sich doch HÖCHSTENS im einstelligen %-Bereich, da überlegt sich die Fa. Atmel sicher 2 mal ob sie wirklich speziell für uns angepasste Produkte rausbringt. Vor allem wenn man bedenkt, das unter den Hobbybastlern wiederrum auch ein großteil mit SMD-Bauteilen sehr zufrieden ist, bzw. diese sogar präferiert (ich baue nur noch ab und an THT um alte Bauteile loszuwerden ;) )
Datum: 27.02.2008 11:50
Eben. Wieviele Hobbyisten können denn mittlerweile nicht schon SMT löten? Doch nur eine Handvoll Stümper. SMT ist doch viel praktischer. Umso schöner, wenn der anonyme Hobbyarsch die Atmels dann drangibt ;)
Datum: 27.02.2008 11:51
Marc Seiffert wrote: > Vor allem wenn man bedenkt, das unter den Hobbybastlern > wiederrum auch ein großteil mit SMD-Bauteilen sehr zufrieden ist, bzw. > diese sogar präferiert (ich baue nur noch ab und an THT um alte Bauteile > loszuwerden ;) ) Eben... geht mir genauso. Solange die Pitches nicht so fein werden, dass man das Layout nicht mehr hinbekommt oder von grossen BGAs die Rede ist, die man nur mit Multilayer besiegen kann, ist es doch vollkommen OK. Ich komme mit QFP und sogar SSOP-Packages eigentlich wunderbar zurecht. Der Platzgewinn ist doch auch enorm.
Datum: 27.02.2008 11:52
die Bastler und Studenten von heute sind die Ingenieuere von morgen, ich glaube nicht das Atmel keinen Wert auf diese Gruppe legt. Aber an SMD Bauform soll es doch nun wirklich nicht liegen, per Adpater oder als fertiges CPU-Modul kann man solche Prozessoren immer noch einsetzen. Gerade die Module sind interessant weil man da ja z.B. heute schon ARM+viel Ram+viel Flash draufbekommt in Grösse etwa eines DIP40 Gehäuses. Interessanter finde ich die (hoffentlich noch bald kommenden) Megas mit integriertem USB, Ethernet oder CAN. Gerade wo heute alles vernetzt wird braucht man einfache und billige Lösungen. Geht natürlich schon mit Mega+Enc28J60, aber eine integrierte ein-Chip Lösung wäre da schon smarter.
Datum: 27.02.2008 11:52
Wer am Werkzeug und am Lernen spart, sollte nicht über kleine IC-Bauformen herziehen, die noch dazu viel praktischer sind. Solange da immer noch Pins dran sind, ist die Welt doch in Ordnung.
Datum: 27.02.2008 11:54
Mike wrote: > Hat sich ja nix geändert. > Nur die Startup- und Header-Files müssen ergänzt werden. Naja, der Compiler leider auch. Hat sich doch bisschen mehr geändert, bspw. sind jetzt die IO- und MMIO-Adressen gleich (nicht mehr mit Offset 0x20), weil man das Einblenden der CPU-Register in den RAM- Adressraum aufgegeben hat. Außerdem, wenn ich es recht gesehen habe, können einige der Xmegas mehr als 64 KiB RAM adressieren. Eric Weddington arbeitet da seit einiger Zeit dran, und Anatoly Sokolov ist ebenfalls involviert.
Datum: 27.02.2008 11:58
>Doch nur eine Handvoll Stümper.
Es heißt SMD. Das zum Stümper.
Auch Du wirst einmal Schwierigkeiten bekommen, mit den SMD-Bauelementen
umzugehen, wenn Du ein gewisses Alter überschritten hast.
Paul
Datum: 27.02.2008 12:00
Paul Baumann wrote: >>Doch nur eine Handvoll Stümper. > Es heißt SMD. Das zum Stümper. SMT ist der Oberbegriff (Surface Mount Technology), SMD bezeichnet die Bauteile an sich (Surface Mounted Device(s))...
Datum: 27.02.2008 12:01
> Der Platzgewinn ist doch auch enorm.
Ich sehe im privaten Umfeld eigentlich keinen so grossen
Platzgewinn. Dadurch das man nur schlecht zwischen zwei
Beinen routen kann verliert man auch wieder was.
Allerdings braucht man keine Loecher mehr in seine Platinen
zu bohren. Lustigerweise setze ich deshalb privat zu
100% SMD ein, und in der Firma bei kleinen Stueckzahlen noch
bedrahtet weil das von der Bestueckung besser ist.
Schoen ist es auch das mal schlichte Design auch komplett einseitig
hinbekommt, oder auf dem Bottom-Layer nur ein paar Leiterbahnen hat.
Da kann man die Platine auch schonmal einfach irgendwo dran kleben.
Im uebrigen, 32Mhz und externes Ram? Wir dringen da langsam in
Bereiche vor wo SMD wirklich dringenst empfohlen werden muss. .-)
Olaf
Datum: 27.02.2008 12:22
@ Olaf also bei z.B. nem DIL20 auf nen SO20 ist tatsächlich nur ein kleiner Platzgewinn vorhanden...der Unterschied zwischen DIL28 und TQFP32(Mega8) ist dagegen enorm. Ich kann dir gerne layouts schicken die das einwandfrei Belegen ;) Ausserdem ist es arg Vorteilhaft, wenn man auf der Rückseite SMD-Bauteile hat und auf der Vorderseite nur die stecker u.ä. ;) ansonnsten, manchmal wenns schnell gehen soll oder ich eh Platz ohne ende habe ist THT ja auch ganz praktisch, geht flott aufgebaut und ist weit leichter zu "debuggen"....auf nem THT-Board kann man praktisch alles nochmal neu verdrahten, auf nem SMT nicht...aber eigentlich sollte das layout ja eh Fehlerfrei sein wenn denn mal realisiert wird ;) Gruß, Marc
Datum: 27.02.2008 12:26
Und hier kommt der große Vorteil von THT zum Tragen --> Steckbretttauglich. Für den ganzen SMD-Kram braucht es dann doch wieder Adapterplatinen. Gruß Jadeclaw.
Datum: 27.02.2008 12:35
Jadeclaw wrote: > Und hier kommt der große Vorteil von THT zum Tragen --> > Steckbretttauglich. Gut gepaart mit dem großen Nachteil von Steckbrettern: ihrer enormen Kapazität. Wenn du mit den Xmegas basteln willst, wirst du kaum um sowas wie einen STK600 herum kommen (und selbst dort haben sie sicher schon Ärger mit Kapazitäten und Leitungslängen).
Datum: 27.02.2008 12:48
> Auch Du wirst einmal Schwierigkeiten bekommen, mit den SMD-Bauelementen > umzugehen, wenn Du ein gewisses Alter überschritten hast. Für die Augen gibt's Brillen und Lupen, in allen erdenklichen Formen. Die Feinmotorik ist reine Übungssache und Training.
Datum: 27.02.2008 13:10
Olaf wrote: >> Der Platzgewinn ist doch auch enorm. > > Ich sehe im privaten Umfeld eigentlich keinen so grossen > Platzgewinn. Dadurch das man nur schlecht zwischen zwei > Beinen routen kann verliert man auch wieder was. Willst Du mir sagen dass Du es mit einer professionell gefertigten Platine schaffen willst bei einem Pitch-Abstand eines SSOP oder TQFP eine Leiterbahn durchzurouten? Ich glaube es mal kaum ;)
Datum: 27.02.2008 13:20
Unbekannter (Gast) > Für die Augen gibt's Brillen und Lupen, in allen erdenklichen Formen. > Die Feinmotorik ist reine Übungssache und Training. Du kennst niemanden über 50. Mag sein dass manche das noch mit 60 hinbekommen, aber der Großteil hat in dem Alter mit dem nah-sehen Probleme. Die Hände sind dann auch nicht mehr so ruhig. Wie kommst du darauf dass das nur etwas mit "Übung" zu tun haben soll?
Datum: 27.02.2008 13:27
> Du kennst niemanden über 50. > Mag sein dass manche das noch mit 60 hinbekommen, aber der Großteil hat Du meinst also in zwanzig Jahren kann ich mich dann zuruecklehnen und Berufsunfaehigkeitsrente kassieren? Na, da bin ich aber mal gespannt. :-) Olaf
Datum: 27.02.2008 13:28
He Mike lass den Wein und das Bier und alles geht (wieder).
Datum: 27.02.2008 13:39
Ich habe auf der eingebetteten Welt gestern mitgehört, wie ein Atmeller zu den anderen meinte, dass er ja so glücklich wäre, weil die XMegas im Demoaufbau alle noch laufen... da darf sich jetzt jeder selber denken, ob nur allgemein die Software oder speziell die Xmega Chips gemeint waren. :-) Ansonsten habe ich sie bezüglich DebugWire Doku gelöchert und leider eher peinliche Ausreden gehört. Das DebugWire Protokoll soll nach wie vor nicht veröffentlicht werden, weil es 1. nicht gut dokumentiert ist (LOL) und 2. es schon genug Probleme für den Endkunden im Zusammenhang mit den offiziellen DebugWire Tools (AVR Dragon und JTAG ICE mkII) gäbe, wegen fuse Umstellung per ISP vor und nach dem Debuggen (naja...). Und ausserdem sei Atmel ja trotzdem nicht am reinen Toolverkauf als Kerngeschäft interssiert... (öööh, hä? Wie passt das zu 1. und 2.?) Ich hatte leider den Eindruck, dass den beiden Herren alles andere als bewusst war, dass die Bastler von Heute u.U. durchaus die 100k Bestellungen von Morgen mitbestimmen...
Datum: 27.02.2008 13:47
Oliver Keller wrote: > Ansonsten habe ich sie bezüglich DebugWire Doku gelöchert und leider > eher peinliche Ausreden gehört. Willst du denn ernsthaft einen AVR Dragon selbst nachbauen? Gerade der Bereich DebugWIRE ist doch damit erschöpfend und preiswert abgedeckt. > Und > ausserdem sei Atmel ja trotzdem nicht am reinen Toolverkauf als > Kerngeschäft interssiert... (öööh, hä? Wie passt das zu 1. und 2.?) Das passt schon. Sie wollen halt die Tools nur nicht völlig für lau pflegen und unterstützen. Gewissermaßen bezahlst du mit einem JTAG ICE mkII außer der Hardware einen kleinen Teil der Entwicklungskosten und eine oder zwei Stunden Support, die du damit im Laufe der Lebensdauer des ICE früher oder später ja doch generieren wirst. > Ich hatte leider den Eindruck, dass den beiden Herren alles andere als > bewusst war, dass die Bastler von Heute u.U. durchaus die 100k > Bestellungen von Morgen mitbestimmen... Ja, und? Bei den 100k-Bestellungen kauft dein Chef die 10 JTAG ICEs aus der Portokasse. Das Einzige, was ich sehe, das Sinn hat ist, dort (gerade im Zusammenhang mit den Xmegas) zu nerven, dass man die Teile künftig auch mit dem AVR Dragon debuggen kann. Die wesentlichen Industrieanwender werden ohnehin beim JTAG ICE bleiben. Erstens könnte man ganz offiziell den Endkundensupport für den Dragon auf ein Minimum reduzieren (während JTAG ICE Kunden welchen bekommen), zweitens macht der Dragon im rauhen Laborbetrieb keinen Spaß. Allein die Gefahr, dass er auf Grund des fehlenden Gehäuses irgendwo einen Kurzschluss verursacht, sollte gut die paar Hunderter für ein richtiges ICE ausmachen, nimm noch dazu die Zeit, die man mit dem Basteln der Kabel verbringen darf -- eine Ingenieursstunde kostet ab EUR 50 aufwärts.
Datum: 27.02.2008 13:50
Um allen Gerüchten vorzubeugen, ist es wohl das beste, die Teile zu testen. Bin mal auf die Samples gespannt. Wenn die Teile bestehen, werden wir sie auch zu Hunderten verbauen :-).
Datum: 27.02.2008 14:35
Jörg Wunsch wrote: > Willst du denn ernsthaft einen AVR Dragon selbst nachbauen? Ich finde die Vorstellung das schön simple DebugWire günstig zu nutzen, trotz AVR Dragon, immernoch reizvoll: Ein DIY Debugger, der wirklich zum günstigen Preis der kleinen Atmel und ATtinys passt, und damit auch zu wirklich günstigen uC Einsteiger-Projekten wie arduino.cc (ab 20 euro pro board). >> Ich hatte leider den Eindruck, dass den beiden Herren alles andere als >> bewusst war, dass die Bastler von Heute u.U. durchaus die 100k >> Bestellungen von Morgen mitbestimmen... > > Ja, und? Bei den 100k-Bestellungen kauft dein Chef die 10 JTAG ICEs > aus der Portokasse. Genau und ich zahl jetzt und auch in Zukunft eben nicht 10 JTAG ICEs aus der Portokasse für den privaten Einsatz. > Allein die Gefahr, dass er auf Grund des fehlenden Gehäuses irgendwo > einen Kurzschluss verursacht, sollte gut die paar Hunderter für ein > richtiges ICE ausmachen, nimm noch dazu die Zeit, die man mit dem Basteln > der Kabel verbringen darf -- eine Ingenieursstunde kostet ab EUR 50 > aufwärts. Klar, da stimme ich dir gern zu! Aber für die DIY Leute könnte man doch wenigstens sie Schnittstellen offenlegen. Gerade wenn man (Atmel) annsonsten doch so schön durch AVR-GCC etc. freie Tools unterstützt. Naja, wenn mir mal ganz arg langweilig ist, werde ich dem DebugWire im Oszi zuschauen.
Datum: 27.02.2008 15:05
Oliver Keller wrote: > Ich finde die Vorstellung das schön simple DebugWire günstig zu nutzen, > trotz AVR Dragon, ... > Ein DIY Debugger, der wirklich zum günstigen Preis der kleinen Atmel und > ATtinys passt, ... Ich zweifle, dass du das wirklich in irgendeiner Weise nennenswert günstiger als mit dem Dragon hinbekommst. Ich habe ungefähr eine Vorstellung, was debugWIRE intern macht, das ist weit mehr an Protokoll, als man je hätte in der simplen Mimik des alten JTAG ICEs hinbekommen hätte. > Klar, da stimme ich dir gern zu! Aber für die DIY Leute könnte man doch > wenigstens sie Schnittstellen offenlegen. Gerade wenn man (Atmel) > annsonsten doch so schön durch AVR-GCC etc. freie Tools unterstützt. Das war doch auch ein langer Weg, bis sie gemerkt haben, wie viel ihnen das an Reputation und damit letztlich auch Akzeptanz (und schließlich Umsatz) bringt.
Datum: 27.02.2008 15:53
@ Jörg: Darf ich mal etwas provokant fragen woher Deine Vorstellung bezüglich DebugWire stammt? Jens
Datum: 27.02.2008 16:03
Jörg Wunsch wrote:
> Ich habe ungefähr eine Vorstellung, was debugWIRE intern macht
Könntest du das mal grob beschreiben (falls du das darfst), bzw. weißt
du zufällig für was der Dragon den ganzen SRAM braucht ?
Datum: 27.02.2008 18:29
@Andreas Kaiser Also im Xmega256a1 Manual steht was von 139 Befehlen!
Datum: 27.02.2008 18:34
Stimmt. Also kann Atmel zwar bis 3 zählen, aber im Dreistelligen haben sie Schwierigkeiten. Denn das Family-Manual zu "A" Serie sagt 135, die Datasheets 139.