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Forum: Mikrocontroller und Elektronik Atmel kündigt AVR XMEGA-Mikrocontroller an

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite
Datum: 26.02.2008 15:53

Die lange erwarteten XMEGA-Controller von Atmel scheinen langsam Gestalt anzunehmen. Auf der Atmel-Webseite sind sie seit heute erstmals unter den Produkten aufgeführt.

Die XMEGA-Reihe basiert auf dem erfolgreichen 8 Bit AVR-Kern, enthält aber einige interessante Neuerungen:
  • DMA
  • Crypto-Engine für AES und DES: einfach Key und Daten in Register schreiben, der Rest läuft automatisch
  • Event-System: ähnlich Interrupts, aber für die Kommunikation zwischen Peripherieeinheiten ohne CPU-Beteiligung

Die Speicherausstattung ist mit bis zu 256 kB Flash und 16 kB RAM ähnlich wie bei den ATmegas, dazu kommen bis zu 8 UARTs, mehrere bis zu 2 MS/s schnelle 12 Bit AD- und DA-Wandler sowie 8 Timer. Für Bastler gibt es allerdings eine schlechte, wenn auch nicht überraschende Nachricht: es sind keine 5 V-kompatiblen Modelle angekündigt (die spezifizierte Betriebsspannung ist 1,6 bis 3,6 V), DIL-Gehäuse sucht man ebenfalls vergeblich.

Mehr Informationen gibt es auf der XMEGA-Webseite von Atmel und im ATxmega Manual.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum: 26.02.2008 16:13

Das mit den 5V ist natuerlich bloed... :( Gerade wenn man mit
CMOS-Bausteinen arbeiten will, fuer die 5V eigentlich schon bald zu
wenig ist. Aber ansonsten sind die Dinger echt heiss. Leider hab ich nen
Foliensatz gesehen auf dem Stand dass mit Massenprodukltion fruehestens
im Q1 2009 angefangen wird. Fuer Q1/Q2 2008 sind lediglich Samples
beziehbar. Die ganz grossen Modelle mit mehr als 64 Pins sind uebrigens
nur im BGA-Gehaeuse erhaeltlich.

Michael
Autor: Benedikt K. (benedikt)
Datum: 26.02.2008 16:30

Michael G. wrote:
> Fuer Q1/Q2 2008 sind lediglich Samples beziehbar.

Theoretisch. Praktisch eher nicht, zumindest für Normalkunden. Zumindest
wurde mir das am Atmel Stand auf der Embedded World gesagt.
Preislich sollten die ein kleinwenig über den vergleichbaren ATmegas
liegen, die dann zunehmend auslaufen.

Erhältlich sollen die ab Mitte 2008 sein. Ich rechne aber eher mal mit
Ende 2008.

Nett finde ich auch die mit 128MHz laufende Peripherie.
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum: 26.02.2008 16:47

Michael G. wrote:

> Die ganz grossen Modelle mit mehr als 64 Pins sind uebrigens
> nur im BGA-Gehaeuse erhaeltlich.

Laut der Webseite gibt's neben CBGA100 immer noch TQFP100.  Irgendwie
muss man die Teile ja schließlich auch in den STK600 reinstecken
können...

TQFP100 ist zwar mit 0,5-mm-Raster nicht gerade das allerbastler-
freundlichste auf der Welt, aber zumindest keine Änderung gegenüber
den derzeit größten ATmegas (ATmegaXXX0) und hobbymäßig schon noch
beherrschbar.
Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
Datum: 26.02.2008 16:51

Ich hab gerade nen 144pinner Verlötet, alles im Rahmen des möglichen,
die Platine war allerdings gefertigt.

Ich freue mich auch schon sehr auf die Controller :D

DMA und  Eventsystem finde ich besonders Interessant, auch im Bezug auf
den schnellen ADC. Von den vielen Timern brauch ich garnicht erst
anfangen zu schwärmen :D
Autor: Stefan Salewski (Gast)
Datum: 26.02.2008 17:02

Gibt es von den AVR XMEGA wirklich kein einziges Exemplar mit USB?

Wäre wirklich schade.

Gruß

Stefan Salewski
Autor: Andreas Kaiser (a-k)
Datum: 26.02.2008 17:06

Es gibt wahrscheinlich auch noch kein einziges Exemplar ohne USB zu
kaufen.
Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
Datum: 26.02.2008 17:08

Und, dass es kein Ethernet gibt, stört mich auch noch ein wenig ;)
Autor: Marc Seiffert (eurofighter) Benutzerseite
Datum: 26.02.2008 17:08

Andreas Kaiser wrote:
> Es gibt wahrscheinlich auch noch kein einziges Exemplar ohne USB zu
> kaufen.

DIE aussage musst du mir erstmal erklären !
Autor: Andreas Kaiser (a-k)
Datum: 26.02.2008 17:18

Marc Seiffert wrote:

> DIE aussage musst du mir erstmal erklären !

Siehe Benedikt. Bis die jetzt angekündigten Varianten verfügbar sein
werden, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Bis dahin gibt es also
weder welche mit USB noch welche ohne USB.
Autor: Benedikt K. (benedikt)
Datum: 26.02.2008 17:18

USB und Ethernet kommen warscheinlich noch (laut Atmel Stand auf der
Embedded)
Autor: Stefan Salewski (Gast)
Datum: 26.02.2008 17:25

Andreas Kaiser (a-k) schrieb am 26.02.2008 um 17:06 Uhr:

>Es gibt wahrscheinlich auch noch kein einziges Exemplar ohne USB zu
>kaufen.

Falls das gegen meine Frage geht:
>Gibt es von den AVR XMEGA wirklich kein einziges Exemplar mit USB?

Von "kaufen" habe ich nichts geschrieben. "Gibt" bezieht sich auf
angekündigte Exemplare oder Samples -- die es dann hoffentlich
irgendwann auch zu kaufen geben wird.

Ich spalte ja manchmal auch gerne Haare, aber nicht in Nanopartikel.
Autor: Stefan Salewski (Gast)
Datum: 26.02.2008 17:29

Benedikt K. (benedikt) schrieb am 26.02.2008 um 17:18 Uhr:

>USB und Ethernet kommen wahrscheinlich noch (laut Atmel Stand auf der
>Embedded)

Eine interessante, aber von Seiten Atmels leider sehr vage Aussage.
Autor: Andreas Kaiser (a-k)
Datum: 26.02.2008 17:29

Mich amüsiert halt die Begeisterung etwas, mit der sich viele auf alles
stürzen was neu ist, bloss weil es neu ist und alles was neu ist
unbedingt immer zwangsläufig viel besser sein muss als alles bekannte.
Der HABEN MUSS!!!!! Effekt ;-)

PS: Bei Controllern ist man deutlich besser dran, wenn man nicht der
Erstkunde ist, sondern anderen bei der Fehlersuche den Vortritt lässt.
Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum: 26.02.2008 17:36

Naja also der IS ja auch wirklich um einiges "besser" als die jetzigen
Megas... ;) Und klar muss ich den haben hehe...
Autor: Oops (Gast)
Datum: 26.02.2008 17:44

@ Benedikt:

>den vergleichbaren ATmegas liegen, die dann zunehmend auslaufen.

Vermute ich richtig, das das auch eine Aussage von der Embedded war?
Haben die irgendeinen Zeitpunkt genannt? Oder wann welche Modelle
auslaufen?

Ist ein bischen blöd, da ja dann alle Entwicklungen dafür irgendwann für
die Katz' sind.

Gruss
Oops
Autor: Andreas Kaiser (a-k)
Datum: 26.02.2008 17:50

Benedikt K. wrote:

> Preislich sollten die ein kleinwenig über den vergleichbaren ATmegas
> liegen, die dann zunehmend auslaufen.

Wenn Atmel tatsächlich signalisiert haben sollte, dass die bestehenden
Linien in wenigen Jahren eingestampft werden, dann wünsche ich Atmel
eine gute Nacht. Denn damit würden sie sie allen vom Volumen her
signifikanten Kunden signalisieren, dass man besser heute als morgen
eine andere zeitlich stabilere Plattform suchen sollte, also sowohl um
die alten als auch die neuen AVRs einen Bogen machen sollte.
Autor: Benedikt K. (benedikt)
Datum: 26.02.2008 17:57

Oops wrote:

>>den vergleichbaren ATmegas liegen, die dann zunehmend auslaufen.
>
> Vermute ich richtig, das das auch eine Aussage von der Embedded war?

Ja.

> Haben die irgendeinen Zeitpunkt genannt? Oder wann welche Modelle
> auslaufen?

Nein. Die haben nur gesagt, dass die XMEGAs dann die normalen ATmegas
etwas verdrängen sollen, die dann langsam zurückgehen. So habe ich das
zumindest verstanden.
So wie Atmel aber bisher gefahren ist, wird es aber 1. lange dauern, und
2.  irgendeinen Ersatz geben, der zumindest großteils kompatibel ist. So
war es ja auch bisher bei den Classic AVRs.
Ich denke also nicht, dass Atmel in nächster Zeit die alten AVRs
komplett aufgeben wird, langfristig dagegen schon (wie bei allen
Hersteller werden die 5V Bauteile irgendwann ausgemustert, notfalls über
einen steigenden Preis.)
Autor: Oops (Gast)
Datum: 26.02.2008 18:00

@ Benedikt

Verstehe. Dankeschön.
Werde vielleicht doch noch zur Embedded fahren und auch mal mit den
Atmel-Leuten reden.

Gruss
Oops
Autor: D. W. (dave) Benutzerseite
Datum: 26.02.2008 18:01

Klar, ich hab auch den "Haben-Wollen-Effekt" bei mir festgestellt.

Für was braucht man bitte die Krypto-Engine? Ich könnte mir kein Produkt
vorstellen, bei dem man ein XMEGA benutzen würde und größere Datenmengen
zu verschlüsseln hätte.
MP3-Player: Der AVR wird wohl zu schwach sein MP3s alleine zu
dekodieren.
Kleinere Geräte mit wenig Speicher: die können auch grad noch in
Software en/dekodieren.
Festplatten-Controller mit AVR: trotzdem zu laaaangsam...

Habt ihr da ne Idee?
Autor: Joerg Wolfram (joergwolfram)
Datum: 26.02.2008 18:06

Vieleich haben die sich das bei M$ abgeschaut und man kann dann nur noch
zertifizierte Hardware mit DRM an die Ports anschliessen ;-)

Gruß Jörg
Autor: Andreas Kaiser (a-k)
Datum: 26.02.2008 18:21

Benedikt K. wrote:

> wie bei allen Hersteller werden die 5V Bauteile irgendwann
> ausgemustert, notfalls über einen steigenden Preis.)

Die Originalfabrikation vom ab 1971 produzierten NE555 wurde erst 2003
eingestellt, und auch das nur weil die letzte zur Fertigung geeignete
Fabrik abgebrannt war und beliebig viele Zweithersteller existierten.
Autor: FBI (Gast)
Datum: 26.02.2008 18:53

Hi,

laut Atmel Webseite sollen die ATxmega128A1 und ATxmega64A1 ab sofort
verfügbar sein ("available now"). Preis: US$3.75/3.50 ("10k unit
price").

Die Krypto-Engine soll wohl bis 2Mbps schaffen, Atmel selbst gibt als
Anwendungen z.B. "toll road tags, wireless sensor nodes and ZigBee" an.
Außerdem wurden AVRs ja auch bisher schon auf Smart-/Chip-Karten
eingesetzt. Da ist eine Krypto-Engine sicher auch interessant.

CU
Autor: jörg (Gast)
Datum: 26.02.2008 18:56

Hallo

die Xmegas sind schon rictig gut bis 16mb externen ram.
leider fehlt wieder mal die doku wie man auch nur 1Byte extern
anschließen soll.


kurzer auschnitt der aktuellen pdf des ATxmega256A1.


4.9 External Memory
XMEGA has up to 4 ports dedicated to External Memory, supporting
external SRAM, SDRAM,
and memory mapped peripherals such as LCD displays or other memory
mapped devices. For
details refer to the External Bus interface (EBI) description. The
External Memory address space
will always start at the end of Internal SRAM.



gruß jörg
Autor: Oops (Gast)
Datum: 26.02.2008 18:56

Gab's denn auf der Embedded schon Muster von ATxmega128A1 und
ATxmega64A1?

Dieses AWEX-Modul mit einstellbarer Totzeit finde ich auch nützlich für
Motorkontrolle usw.

Gruss
Oops
Autor: Willivonbienemaya .. (willivonbienemaya)
Datum: 26.02.2008 19:00

FBI wrote:
> laut Atmel Webseite sollen die ATxmega128A1 und ATxmega64A1 ab sofort
> verfügbar sein ("available now"). Preis: US$3.75/3.50 ("10k unit
> price").

Ich war auch auf der Embedded World. Die Teile sind echt noch nicht
erhältlich. Es sind nur erste Muster im TQFP100 für das STK600 existent.
Autor: Oops (Gast)
Datum: 26.02.2008 19:06

Hab nur mal kurz gegoogelt, konnte aber kein STK600 zu kaufen sehen.
Kennt jemand einen Laden in dem man das bekommt?

Gruss
Oops
Autor: Oops (Gast)
Datum: 26.02.2008 19:08

Sorry, hätte vielleicht ein neuer Thread sein sollen.
Autor: Benedikt K. (benedikt)
Datum: 26.02.2008 19:10

Oops wrote:
> Gab's denn auf der Embedded schon Muster von ATxmega128A1 und
> ATxmega64A1?

Ja.
Ein STK600 war das glaube ich mit einem LCD drauf und ein paar Tastern
und LEDs. Daneben ein zweites. Beide über TWI verbunden. Auf Tastendruck
wurde eine codierte Message übertragen, dekodiert und die entsprechende
LED angesteuert.

Dann war noch ein kleines Board da, das von einer SD Karte glaube ich,
Wave Files über den internen DAC abspielte.
Autor: Wolfgang Birner (logox2)
Datum: 26.02.2008 23:29

Ich war heut auch auf der Embedded und da sagte man mir, bei den
ATmegaXXX ist kein Auslaufen geplant, sondern die ATXmega werden
ungefähr im selben Preissegment wie die jetzigen großen Megas sein und
diese ein wenig im Preis nach unten drücken; Aussage war: Mehr Leistung
zum gleichen Preis.

Gute Nacht
Wolfgang
Autor: Peter T... (peter_vals)
Datum: 27.02.2008 00:21

cool. gerüchte gibt es ja schon lange. mit einer taktfrequenz von 32MHz
wird die "rechnerische" leistung eigentlich in etwa verdoppelt. obwohl
ich noch nie an der grenze eines avrs war finde ich das ziemlich
interessant.

weiss jemand etwas genaueres über die programmierung? über die
C-Programmierung gibt es nun eine doku auf der atmel site. Aber wie
sieht es aus mit Assembler??? ich habe im datenblatt auch keine
assemblerbefehle gefunden?!?
Autor: Andreas Kaiser (a-k)
Datum: 27.02.2008 00:27

ATmega2560: 135 Befehle.
ATxmega A: 135 Befehle.
Beantwortet das deine Frage?
Autor: Peter T... (peter_vals)
Datum: 27.02.2008 09:06

135 = 135

also in etwa das selbe!?!
Autor: Benedikt K. (benedikt)
Datum: 27.02.2008 09:09

Ja. Bei dem Infomaterial das ich mitgenommen habe, steht: Pin und
Softwarekompatibel zu den ATmegas.
Autor: Wolfgang Birner (logox2)
Datum: 27.02.2008 10:20

Was mir noch gesagt wurde, ist:
1. angeblich ist die gnu-tool-chain schon fertig, soll demnächst
veröffentlicht werden
2. AVR-Studio ist angeblich auch schon fertig, soll auch bald raus
kommen
3. Atmel will einen eigenen Shop für die Entwicklungstools eingerichtet
haben, nur da finde ich bisher nichts auf der Seite. Wäre stark, wenn's
dort dann die Chips auch schon in kleinen Stückzahlen für ein paar Euro
geben würde.

MfG
Wolfgang
Autor: Unbekannter (Gast)
Datum: 27.02.2008 10:42

> Mich amüsiert halt die Begeisterung etwas, mit der sich viele auf alles
> stürzen was neu ist, bloss weil es neu ist und alles was neu ist
> unbedingt immer zwangsläufig viel besser sein muss als alles bekannte.

Wer rastet, der rostet!
Autor: Anonymous (Gast)
Datum: 27.02.2008 11:27

Solange Atmel keine normalen DIL ICs anbietet werden die sich das Teil
von meiner Seite aus in den A. schieben können.
Autor: Joachim (Gast)
Datum: 27.02.2008 11:33

> Solange Atmel keine normalen DIL ICs anbietet werden die sich das Teil
> von meiner Seite aus in den A. schieben können.

..sprach der Dinosaurier - und starb aus :)
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum: 27.02.2008 11:34

Anonymous wrote:

> Solange Atmel keine normalen DIL ICs anbietet werden die sich das Teil
> von meiner Seite aus in den A. schieben können.

Meinst du, ein anonymer Hintern interessiert irgendeinen Halbleiter-
Hersteller?
Autor: Mike (Gast)
Datum: 27.02.2008 11:34

@Wolfgang:
>1. angeblich ist die gnu-tool-chain schon fertig, soll demnächst
>veröffentlicht werden


Wenn der Befehlssatz gleich ist, dann ist die toolchain natürlich
fertig.
Hat sich ja nix geändert.
Nur die Startup- und Header-Files müssen ergänzt werden.
Autor: Anonymous (Gast)
Datum: 27.02.2008 11:38

@Jörg:
Naja, wenn Atmel die Hobbyisten weglaufen haben die auch ein Problem.
Autor: Marc Seiffert (eurofighter) Benutzerseite
Datum: 27.02.2008 11:43

@ anonymer Hintern

meinst du ? das wir paar Hobbybastler für Atmel das große Geschäft
darstellen ? Die Aabsatzquoten durch Hobbybastler bewegen sich doch
HÖCHSTENS im einstelligen %-Bereich, da überlegt sich die Fa. Atmel
sicher 2 mal ob sie wirklich speziell für uns angepasste Produkte
rausbringt. Vor allem wenn man bedenkt, das unter den Hobbybastlern
wiederrum auch ein großteil mit SMD-Bauteilen sehr zufrieden ist, bzw.
diese sogar präferiert (ich baue nur noch ab und an THT um alte Bauteile
loszuwerden ;) )
Autor: Mike (Gast)
Datum: 27.02.2008 11:50

Eben. Wieviele Hobbyisten können denn mittlerweile nicht schon SMT
löten?
Doch nur eine Handvoll Stümper.
SMT ist doch viel praktischer. Umso schöner, wenn der anonyme Hobbyarsch
die Atmels dann drangibt ;)
Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum: 27.02.2008 11:51

Marc Seiffert wrote:
> Vor allem wenn man bedenkt, das unter den Hobbybastlern
> wiederrum auch ein großteil mit SMD-Bauteilen sehr zufrieden ist, bzw.
> diese sogar präferiert (ich baue nur noch ab und an THT um alte Bauteile
> loszuwerden ;) )

Eben... geht mir genauso. Solange die Pitches nicht so fein werden, dass
man das Layout nicht mehr hinbekommt oder von grossen BGAs die Rede ist,
die man nur mit Multilayer besiegen kann, ist es doch vollkommen OK. Ich
komme mit QFP und sogar SSOP-Packages eigentlich wunderbar zurecht. Der
Platzgewinn ist doch auch enorm.
Autor: Johannes Stratmann (jojos)
Datum: 27.02.2008 11:52

die Bastler und Studenten von heute sind die Ingenieuere von morgen, ich
glaube nicht das Atmel keinen Wert auf diese Gruppe legt. Aber an SMD
Bauform soll es doch nun wirklich nicht liegen, per Adpater oder als
fertiges CPU-Modul kann man solche Prozessoren immer noch einsetzen.
Gerade die Module sind interessant weil man da ja z.B. heute schon
ARM+viel Ram+viel Flash draufbekommt in Grösse etwa eines DIP40
Gehäuses.
Interessanter finde ich die (hoffentlich noch bald kommenden) Megas mit
integriertem USB, Ethernet oder CAN. Gerade wo heute alles vernetzt wird
braucht man einfache und billige Lösungen. Geht natürlich schon mit
Mega+Enc28J60, aber eine integrierte ein-Chip Lösung wäre da schon
smarter.
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 27.02.2008 11:52

Wer am Werkzeug und am Lernen spart, sollte nicht über kleine
IC-Bauformen herziehen, die noch dazu viel praktischer sind. Solange da
immer noch Pins dran sind, ist die Welt doch in Ordnung.
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum: 27.02.2008 11:54

Mike wrote:

> Hat sich ja nix geändert.
> Nur die Startup- und Header-Files müssen ergänzt werden.

Naja, der Compiler leider auch.  Hat sich doch bisschen mehr geändert,
bspw. sind jetzt die IO- und MMIO-Adressen gleich (nicht mehr mit
Offset 0x20), weil man das Einblenden der CPU-Register in den RAM-
Adressraum aufgegeben hat.  Außerdem, wenn ich es recht gesehen habe,
können einige der Xmegas mehr als 64 KiB RAM adressieren.

Eric Weddington arbeitet da seit einiger Zeit dran, und Anatoly
Sokolov ist ebenfalls involviert.
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 27.02.2008 11:58

>Doch nur eine Handvoll Stümper.
Es heißt SMD. Das zum Stümper.

Auch Du wirst einmal Schwierigkeiten bekommen, mit den SMD-Bauelementen
umzugehen, wenn Du ein gewisses Alter überschritten hast.

Paul
Autor: Johannes M. (johnny-m)
Datum: 27.02.2008 12:00

Paul Baumann wrote:
>>Doch nur eine Handvoll Stümper.
> Es heißt SMD. Das zum Stümper.
SMT ist der Oberbegriff (Surface Mount Technology), SMD bezeichnet die
Bauteile an sich (Surface Mounted Device(s))...
Autor: Olaf (Gast)
Datum: 27.02.2008 12:01

> Der Platzgewinn ist doch auch enorm.

Ich sehe im privaten Umfeld eigentlich keinen so grossen
Platzgewinn. Dadurch das man nur schlecht zwischen zwei
Beinen routen kann verliert man auch wieder was.

Allerdings braucht man keine Loecher mehr in seine Platinen
zu bohren. Lustigerweise setze ich deshalb privat zu
100% SMD ein, und in der Firma bei kleinen Stueckzahlen noch
bedrahtet weil das von der Bestueckung besser ist.

Schoen ist es auch das mal schlichte Design auch komplett einseitig
hinbekommt, oder auf dem Bottom-Layer nur ein paar Leiterbahnen hat.
Da kann man die Platine auch schonmal einfach irgendwo dran kleben.

Im uebrigen, 32Mhz und externes Ram? Wir dringen da langsam in
Bereiche vor wo SMD wirklich dringenst empfohlen werden muss. .-)

Olaf
Autor: Marc Seiffert (eurofighter) Benutzerseite
Datum: 27.02.2008 12:22

@ Olaf

also bei z.B. nem DIL20 auf nen SO20 ist tatsächlich nur ein kleiner
Platzgewinn vorhanden...der Unterschied zwischen DIL28 und TQFP32(Mega8)
ist dagegen enorm. Ich kann dir gerne layouts schicken die das
einwandfrei Belegen ;) Ausserdem ist es arg Vorteilhaft, wenn man auf
der Rückseite SMD-Bauteile hat und auf der Vorderseite nur die stecker
u.ä. ;)

ansonnsten, manchmal wenns schnell gehen soll oder ich eh Platz ohne
ende habe ist THT ja auch ganz praktisch, geht flott aufgebaut und ist
weit leichter zu "debuggen"....auf nem THT-Board kann man praktisch
alles nochmal neu verdrahten, auf nem SMT nicht...aber eigentlich sollte
das layout ja eh Fehlerfrei sein wenn denn mal realisiert wird ;)

Gruß, Marc
Autor: Jadeclaw (Gast)
Datum: 27.02.2008 12:26

Und hier kommt der große Vorteil von THT zum Tragen -->
Steckbretttauglich. Für den ganzen SMD-Kram braucht es dann doch wieder
Adapterplatinen.

Gruß
Jadeclaw.
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum: 27.02.2008 12:35

Jadeclaw wrote:

> Und hier kommt der große Vorteil von THT zum Tragen -->
> Steckbretttauglich.

Gut gepaart mit dem großen Nachteil von Steckbrettern: ihrer
enormen Kapazität.

Wenn du mit den Xmegas basteln willst, wirst du kaum um sowas wie
einen STK600 herum kommen (und selbst dort haben sie sicher schon
Ärger mit Kapazitäten und Leitungslängen).
Autor: Unbekannter (Gast)
Datum: 27.02.2008 12:48

> Auch Du wirst einmal Schwierigkeiten bekommen, mit den SMD-Bauelementen
> umzugehen, wenn Du ein gewisses Alter überschritten hast.

Für die Augen gibt's Brillen und Lupen, in allen erdenklichen Formen.
Die Feinmotorik ist reine Übungssache und Training.
Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum: 27.02.2008 13:10

Olaf wrote:
>> Der Platzgewinn ist doch auch enorm.
>
> Ich sehe im privaten Umfeld eigentlich keinen so grossen
> Platzgewinn. Dadurch das man nur schlecht zwischen zwei
> Beinen routen kann verliert man auch wieder was.

Willst Du mir sagen dass Du es mit einer professionell gefertigten
Platine schaffen willst bei einem Pitch-Abstand eines SSOP oder TQFP
eine Leiterbahn durchzurouten? Ich glaube es mal kaum ;)
Autor: Mike J. (Gast)
Datum: 27.02.2008 13:20

Unbekannter (Gast)
> Für die Augen gibt's Brillen und Lupen, in allen erdenklichen Formen.
> Die Feinmotorik ist reine Übungssache und Training.

Du kennst niemanden über 50.

Mag sein dass manche das noch mit 60 hinbekommen, aber der Großteil hat
in dem Alter mit dem nah-sehen Probleme.
Die Hände sind dann auch nicht mehr so ruhig.

Wie kommst du darauf dass das nur etwas mit "Übung" zu tun haben soll?
Autor: Olaf (Gast)
Datum: 27.02.2008 13:27

> Du kennst niemanden über 50.
> Mag sein dass manche das noch mit 60 hinbekommen, aber der Großteil hat

Du meinst also in zwanzig Jahren kann ich mich dann zuruecklehnen und
Berufsunfaehigkeitsrente kassieren?
Na, da bin ich aber mal gespannt. :-)

Olaf
Autor: Jorge (Gast)
Datum: 27.02.2008 13:28

He Mike lass den Wein und das Bier und alles geht (wieder).
Autor: Oliver Keller (ozel-)
Datum: 27.02.2008 13:39

Ich habe auf der eingebetteten Welt gestern mitgehört, wie ein Atmeller
zu den anderen meinte, dass er ja so glücklich wäre, weil die XMegas im
Demoaufbau alle noch laufen... da darf sich jetzt jeder selber denken,
ob nur allgemein die Software oder speziell die Xmega Chips gemeint
waren. :-)

Ansonsten habe ich sie bezüglich DebugWire Doku gelöchert und leider
eher peinliche Ausreden gehört. Das DebugWire Protokoll soll nach wie
vor nicht veröffentlicht werden, weil es 1. nicht gut dokumentiert ist
(LOL) und 2. es schon genug Probleme für den Endkunden im Zusammenhang
mit den offiziellen DebugWire Tools (AVR Dragon und JTAG ICE mkII) gäbe,
wegen fuse Umstellung per ISP vor und nach dem Debuggen (naja...). Und
ausserdem sei Atmel ja trotzdem nicht am reinen Toolverkauf als
Kerngeschäft interssiert... (öööh, hä? Wie passt das zu 1. und 2.?)

Ich hatte leider den Eindruck, dass den beiden Herren alles andere als
bewusst war, dass die Bastler von Heute u.U. durchaus die 100k
Bestellungen von Morgen mitbestimmen...
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum: 27.02.2008 13:47

Oliver Keller wrote:

> Ansonsten habe ich sie bezüglich DebugWire Doku gelöchert und leider
> eher peinliche Ausreden gehört.

Willst du denn ernsthaft einen AVR Dragon selbst nachbauen?

Gerade der Bereich DebugWIRE ist doch damit erschöpfend und
preiswert abgedeckt.

> Und
> ausserdem sei Atmel ja trotzdem nicht am reinen Toolverkauf als
> Kerngeschäft interssiert... (öööh, hä? Wie passt das zu 1. und 2.?)

Das passt schon.  Sie wollen halt die Tools nur nicht völlig für
lau pflegen und unterstützen.  Gewissermaßen bezahlst du mit einem
JTAG ICE mkII außer der Hardware einen kleinen Teil der
Entwicklungskosten und eine oder zwei Stunden Support, die du
damit im Laufe der Lebensdauer des ICE früher oder später ja doch
generieren wirst.

> Ich hatte leider den Eindruck, dass den beiden Herren alles andere als
> bewusst war, dass die Bastler von Heute u.U. durchaus die 100k
> Bestellungen von Morgen mitbestimmen...

Ja, und?  Bei den 100k-Bestellungen kauft dein Chef die 10 JTAG ICEs
aus der Portokasse.  Das Einzige, was ich sehe, das Sinn hat ist,
dort (gerade im Zusammenhang mit den Xmegas) zu nerven, dass man die
Teile künftig auch mit dem AVR Dragon debuggen kann.  Die wesentlichen
Industrieanwender werden ohnehin beim JTAG ICE bleiben.  Erstens
könnte man ganz offiziell den Endkundensupport für den Dragon auf
ein Minimum reduzieren (während JTAG ICE Kunden welchen bekommen),
zweitens macht der Dragon im rauhen Laborbetrieb keinen Spaß.  Allein
die Gefahr, dass er auf Grund des fehlenden Gehäuses irgendwo einen
Kurzschluss verursacht, sollte gut die paar Hunderter für ein richtiges
ICE ausmachen, nimm noch dazu die Zeit, die man mit dem Basteln der
Kabel verbringen darf -- eine Ingenieursstunde kostet ab EUR 50
aufwärts.
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 27.02.2008 13:50

Um allen Gerüchten vorzubeugen, ist es wohl das beste, die Teile zu
testen. Bin mal auf die Samples gespannt. Wenn die Teile bestehen,
werden wir sie auch zu Hunderten verbauen :-).
Autor: Oliver Keller (ozel-)
Datum: 27.02.2008 14:35

Jörg Wunsch wrote:
> Willst du denn ernsthaft einen AVR Dragon selbst nachbauen?

Ich finde die Vorstellung das schön simple DebugWire günstig zu nutzen,
trotz AVR Dragon, immernoch reizvoll:
Ein DIY Debugger, der wirklich zum günstigen Preis der kleinen Atmel und
ATtinys passt, und damit auch zu wirklich günstigen uC
Einsteiger-Projekten wie arduino.cc (ab 20 euro pro board).

>> Ich hatte leider den Eindruck, dass den beiden Herren alles andere als
>> bewusst war, dass die Bastler von Heute u.U. durchaus die 100k
>> Bestellungen von Morgen mitbestimmen...
>
> Ja, und?  Bei den 100k-Bestellungen kauft dein Chef die 10 JTAG ICEs
> aus der Portokasse.

Genau und ich zahl jetzt und auch in Zukunft eben nicht 10 JTAG ICEs aus
der Portokasse für den privaten Einsatz.

> Allein die Gefahr, dass er auf Grund des fehlenden Gehäuses irgendwo
> einen Kurzschluss verursacht, sollte gut die paar Hunderter für ein
> richtiges ICE ausmachen, nimm noch dazu die Zeit, die man mit dem Basteln
> der Kabel verbringen darf -- eine Ingenieursstunde kostet ab EUR 50
> aufwärts.

Klar, da stimme ich dir gern zu! Aber für die DIY Leute könnte man doch
wenigstens sie Schnittstellen offenlegen. Gerade wenn man (Atmel)
annsonsten doch so schön durch AVR-GCC etc. freie Tools unterstützt.
Naja, wenn mir mal ganz arg langweilig ist, werde ich dem DebugWire im
Oszi zuschauen.
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum: 27.02.2008 15:05

Oliver Keller wrote:

> Ich finde die Vorstellung das schön simple DebugWire günstig zu nutzen,
> trotz AVR Dragon, ...

> Ein DIY Debugger, der wirklich zum günstigen Preis der kleinen Atmel und
> ATtinys passt, ...

Ich zweifle, dass du das wirklich in irgendeiner Weise nennenswert
günstiger als mit dem Dragon hinbekommst.  Ich habe ungefähr eine
Vorstellung, was debugWIRE intern macht, das ist weit mehr an
Protokoll, als man je hätte in der simplen Mimik des alten JTAG
ICEs hinbekommen hätte.

> Klar, da stimme ich dir gern zu! Aber für die DIY Leute könnte man doch
> wenigstens sie Schnittstellen offenlegen. Gerade wenn man (Atmel)
> annsonsten doch so schön durch AVR-GCC etc. freie Tools unterstützt.

Das war doch auch ein langer Weg, bis sie gemerkt haben, wie viel ihnen
das an Reputation und damit letztlich auch Akzeptanz (und schließlich
Umsatz) bringt.
Autor: Jens (Gast)
Datum: 27.02.2008 15:53

@ Jörg:

Darf ich mal etwas provokant fragen woher Deine Vorstellung
bezüglich DebugWire stammt?

Jens
Autor: Benedikt K. (benedikt)
Datum: 27.02.2008 16:03

Jörg Wunsch wrote:
> Ich habe ungefähr eine Vorstellung, was debugWIRE intern macht

Könntest du das mal grob beschreiben (falls du das darfst), bzw. weißt
du zufällig für was der Dragon den ganzen SRAM braucht ?
Autor: Egon (Gast)
Datum: 27.02.2008 18:29

@Andreas Kaiser Also im Xmega256a1 Manual steht was von 139 Befehlen!
Autor: Andreas Kaiser (a-k)
Datum: 27.02.2008 18:34

Stimmt. Also kann Atmel zwar bis 3 zählen, aber im Dreistelligen haben
sie Schwierigkeiten. Denn das Family-Manual zu "A" Serie sagt 135, die
Datasheets 139.
Autor: ATXMEGA (Gast)
Datum: 27.02.2008 18:55

Xmega
Xgiga
Xtera

:)
Autor: Malte __ (malte)
Datum: 27.02.2008 19:40

ATXMEGA wrote: