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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik QVGA Display an Windows CE System - Ausgabe drehen?


Autor: peterguy (Gast)
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Hallo,

ich würde gerne ein kleines 320x240 TFT-Display an mein Windows CE 
System hängen.
Nun gibt es leider in der Größe bis 2,4" nur Displays, die eine 
Auflösung von 240x320 bieten, also eher in die Höhe als in die Breite 
bauen. Das Problem ist jetzt, daß mir lediglich eine Bauhöhe von 46mm 
(mit biegen und brechen auch 49mm) zur Verfügung stehen, die 240x320 
Displays also um 90° gedreht eingebaut werden müssten.
Ist es möglich, dem Windows CE System mitzuteilen, daß es die 
Bildschirmausgabe um 90° drehen muss und gleichzeitig die Auflösung von 
240x320 auf 320x240 zu ändern? Oder gibt es vielleicht einen 
alternativen Displaytypen, der 320x240 bei einer max. Höhe von 49mm 
bietet?

Vielen Dank,
Peter

Autor: peterguy (Gast)
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Kann mir wirklich niemand bei meiner Frage weiterhelfen?
Ist doch nicht möglich, daß ich der Erste mit diesem Problem bin ;)

Autor: Arc Net (arc)
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Was sich auf die schnelle finden ließ...
http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/ms901864.aspx
wenn der Display-Treiber das unterstützt.

Autor: Matthias (Gast)
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Bei Windows Mobile ab Version 2003 SE ist die Fähigkeit hinzugekommen, 
den Bildschirminhalt um 90° gedreht auszugeben. Sollte dann wohl auch ab 
einer bestimmten CE Version möglich sein.

Autor: peterguy (Gast)
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Danke Jungs, das ist genau die Information die ich gesucht habe!

Autor: Marc I. (marci)
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Hi Peter,

ich bräuchte eine Lösung, wie ich bei einem Windows Mobile 6.1 Gerät die 
Displayauflösung von VGA (640x480) auf WVGA (800x480) umstellen kann. 
(Ist blöd immer den schwarzen Rand links und Rechts zu haben) Der 
Hersteller bietet das nicht an, obwohl das Display dafür konzipiert ist.

(Es handelt sich hier um einen HTC Shift)

siehe:

http://member.america.htc.com/download/web_materia...

Das ist ein Gerät das sowohl eine normale PC Achitektur und zusätzlich 
eine ARM Windows Mobile Achitektur beinhaltet.

Eigentlich ne gute Sache, nur auf der WinMo Seite etwas zu mager 
geraten.
Die ursprünglich abgespeckte Windows Mobile Version SnapVue haben wir 
schon auf Windows Mobile 6.1 portiert, aber wir wissen immer noch nicht, 
wie wir den Bildschirm unter der WinMo Seite die Auflösung richtig 
hinbekommen. Ich würde sogar anfangen zu lernen wie man WinMo von Anfang 
an designen muß, aber ohne 0 Plan ist der Anfang auch brutal schwer, ist 
halt nicht so einfach wie bei einem Laptop, weil dort kein "klassischer" 
MBR und Filesystem vorhanden ist.

Liebe Grüße

Marci

Autor: ARM-Fan (Gast)
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Was es nicht alles gibt...

>Die ursprünglich abgespeckte Windows Mobile Version SnapVue haben
>wir schon auf Windows Mobile 6.1 portiert

Was meinst du mit portiert?
Ich bezweifle, dass du für das Gerät ein Windows Mobile BSP hast.

Autor: Marc I. (marci)
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Na das ging aber schnell :-)

Oki, ich bin kein Experte in WinMo, vielleicht war Portierung der 
falsche Ausdruck.

Wir haben uns einfach von einem "ähnlichen" HTC Gerät das OS Image 
ausgeliehen und es über das alte (WM6.0 Snapvue) OS drüberinstalliert. 
Wußte bis gerade eben nicht mal was BSP heißt ;-) Bin leider auch nur 
ein PC Client Designer, und leider ist es nicht so einfach ein WinMo 
Windows zu installieren und Treiber anzupassen.

Kennst Du den HTC Shift?

Ich versuche nämlich krampfhaft, irgendwie Infos rauszukriegen wie man 
von Scratch ein WinMo System installiert. (Also wie man die 
verschiedenen Images zusammenbastelt, was es mit den Boot Loadern auf 
sich hat und und und.. Eigentlich nur aus Interesse und für die ganzen 
Shift User, die recht unzufrieden mit der WinMo Seite vom Shift sind. 
Auf der PC Seite bekomme ich ja alles hin, aber auf der WinMo Seite kann 
man nicht einfach den Gerätemanager aufmachen und gucken ob da noch 
"unbekannte Geräte" sind, die Vendor ID´s auslesen und irgendwo im Netz 
nach passenden Treibern zu suchen...

Eins der größten Probleme ist, das der SD Kartenleser auf der WinMo 
Seite nicht funktioniert, und das ist dann schon fast das k.o. 
Kriterium, weil mit dem eingebauten Flash von 64MB kann man natürlich 
nicht viel zaubern.
Aber wie bekommt man unter WinMo raus, ob es da noch irgendwelche Geräte 
gibt, (wie z.B. den SD Kartenleser) wofür einfach kein SD Kartentreiber 
geladen wurde?

Was den Betrieb ansich mit WinMo betrifft kenn ich mich schon recht gut 
aus, also halt Exchange, AS, Applikationen und customizing in der 
Registry, aber wie man sich sein eigenes System zusammenbastelt und auch 
einige SW Pakete (ROM Developing) weglässt.. nicht.

Naja, ist ja eigentlich nicht so wichtig, aber es interessiert mich halt 
wahnsinnig, im PC Client Design für große Firmennetzwerke bin ich ganz 
gut, da Tagesgeschäft, und als Hobby wollte ich halt mal mit embedded 
anfangen, das wär halt mal eine echte neue Herausforderung. Aber wo 
anfangen, wenn man nicht von seiner Firma einen Kurs für dummies 
bekommt?

Habe nur ein paar Links auf der MSDN gefunden, die mir aber nicht von 
Anfang an erzählen wie es eigentlich funktioniert.. Eigentlich hab ich 
seit CE 1.x mit Windows Handhelds zu tun, aber so richtig in die tiefe 
kenn ich mich nicht aus :-(

LG

Marci

Autor: ARM-Fan (Gast)
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Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll... ;-)

Aber grob sieht es so aus:

Um ein Windows CE, respektive Windows Mobile Image zu erstellen,
brauchst du ein Board Support Package (BSP), das einem normalerweise
vom Hardwarehersteller oder einem Systemhaus zur Verfügung gestellt
wird. Ich nehme an, das wirst du von HTC nicht bekommen ;-)

Um ein BSP selbst "from scratch" zu erstellen mußt du detaillierte
Kenntnisse der Hardware haben. Denn es heißt nichts anderes als,
dass du den verwendeten Prozessor von der allerersten Codezeile an
selbst programmieren mußt.

Das geht los mit Startup-Code (Prozessor, MMU, Peripherie, Timer,...
auf unterster Ebene initialisieren ). Das ist quasi das was bei
deinem PC im BIOS passiert, wenn du ihn einschaltest, nur dass du
es hier selbst programmieren mußt.

Dann programmierst du einen Bootloader, der es dir überhaupt ermöglicht,
eine neues Image herunterzuladen und zu starten.

Dann mußt du für deine Hardware Gerätetreiber schreiben, da Windows CE
da nicht viel mitbringt. Das beinhaltet zum Beispiel auch den Grafik-
treiber - womit wir bei deiner Ursprungsfrage sind - dem du dann bei-
bringen kannst, welche Auflösung er verwenden soll.

Wenn du das alles (das BSP) nun zusammen hast, kannst du erst beginnen,
dir Gedanken über die Zusammenstellung eines Windws CE Images zu machen.
(Sofern du jetzt nach 1 bis 1,5 Jahren noch Lust dazu hast).

Windows Mobile, das auf Windows CE basiert, ist jedoch für die
Allgemeinheit nicht zugänglich und wird nur von Microsoft erstellt.

Somit ist spätestens hier Schluß... ;-) sorry!

Autor: Sachich Nich (dude) Benutzerseite
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Die Loesung ist immer, Windows zu loeschen.

Autor: Marc I. (marci)
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Wau, seit Monaten such ich das Web ab, hier schreib ich kurz mal rein 
und schwups ist eine Antwort da. Kompliment. Das heißt also quasi, ich 
hab auf einem installierten Windows Mobile Gerät überhaupt nicht die 
Möglichkeit die Grafikkarteneinstellungen via Registry oder Treiber 
Patch zu modifizieren, auch den SD Kartentreiber nachzuinstallieren 
(wenn ich ein anderes HTC Gerät finden würde, was die selbe Hardware 
einsetzt). Dann sollte ich mich vielleicht nach einem Unix Derivat 
umschauen, das auf ARM Prozessortechnologie aufbaut, das hatte ich 
schonmal überflogen, das war mir auf jeden Fall verständlicher.

Der Ganze Vorteil vom HTC Shift geht auf der ARM Seite ja wieder 
verloren, wenn man dort nur eine abgespeckte WinMo Version am laufen 
hat, wo man nichtmal WLAN, Bluetooth, SD Kartenleser geschweige der 
nativen Auflösung des Displays nutzen kann. ich kann die Ressourcen zwar 
via Active Sync von der PC Seite aus sharen, aber wenn die PC Seite 
läuft und WinMo hab ich halt nur eine Akkulaufzeit von 2 Stunden.

Dann sollte ich von noch einen ROM Dump Vom WinMo machen, und dann 
versuchen ein Linux zu portieren, dachtge mal gesehen zu haben das 
Nokias N800 Serie auch eine ARM Achitektur hatte. Was kann man schon 
verlieren, als als eine zerschossene WinMo Seite die sowieso keiner 
brauchen kann?

Also ganz herzlichen Dank für die tolle und vorallem schnelle Antwort, 
kein wunder das die Jungs von XDA-developers.com auch keine Lösung 
gefunden haben. Aber der Shift ist halt auch nur ein Nischenprodukt, das 
haben nur ein paar Freaks wie ich, die an das gute im Gerät geglaubt 
haben ;-)

Liebe Grüße

Marci

Autor: Frank N. (arm-fan)
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Warum glaubst du, dass Linux das ganze einfacher machen würde?

Es ist und bleibt ein Rechnersystem, dessen Hardware man von A-Z
kennen und dementsprechend behandeln muß.

Da ändert sich unter (embedded) Linux auch nichts dran!
Der Entwicklungsaufwand ist ein ganzes Stück weit sehr ähnlich.

Schau dir doch erstmal den ARM, bzw. die ARMs an, die in deiner
Kiste werkeln.  Da ist ein Qualcomm MSM7200 drin. Ein ARM11 mit
einem ARM9 an seiner Seite...

Was ich dir sagen will... Selbst wenn man ALLE Unterlagen wie
Schaltpläne, ggfs. VHDL Code für programmierbare Bausteine auf
der Baugruppe, usw. hätte, ist es - egal ob Windows CE oder
Linux - ein Unterfangen, dass durch eine Person nicht zu stemmen ist.

Von den Entwicklungswerkzeugen, die fehlen mal ganz abgesehen.

Nimms nicht persönlich... aber vergiß das Thema! ;-)

Autor: Marc I. (marci)
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Hallo Frank,

Dank Dir für die tollen Antworten. Dachte Linux kann auch auf der ARM 
Seite wie bei der I386 Seite ein Autoprobe der Hardware machen und 
gewisse Standard Hardware erkennen. Der MSM7200 ist ja im Prinzip ein 
recht häufig verbauter DSP Prozessor und die Add-on Peripherie ist 
meines erachtens via USB Bridge angeschlossen.

Aber Du hast schon recht, ich habe schon viele Tage damit verbracht, auf 
dem Shift WXP bzw. WXP TPC sauber zum laufen zu bekommen, auf der WinMo
Seite dürfte es noch schlimmer sein. Besser das Teil wieder verscheppern 
und sich einen NetPC kaufen mit dicken Akku :-)

Das einzige warum die WinMo Seite eigentlich wirklich interessant ist:
Email Push Services und lange . sehr lange Laufzeiten..

:-)

Nochmals vielen Dank :-)

Autor: Frank N. (arm-fan)
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>Dachte Linux kann auch auf der ARM Seite wie bei der I386 Seite
>ein Autoprobe der Hardware machen und gewisse Standard Hardware erkennen.

DAS ist ja der Unterschied: Der Kernel LÄUFT zu diesem Zeitpunkt ja
schon. Wenn du soweit bist, hast du schon die halbe Miete. Aber bis
dahin ist es eben sehr mühsam.

Am PC wird dir dies durch standardisierte Schnittstellen und das BIOS
eben abgenommen.

Windows CE ist schon ne tolle Sache. Aber es ist halt ein Riesenaufwand
so etwas von ganz unten aufzubauen.

Wenn du dich mal umschaust gibt es in DE nur eine Hand voll Firmen, die
sich dort über Jahre das know-how aufgebaut haben und mit der Erzeugung
von BSPs Geld verdienen können.

>Dank Dir für die tollen Antworten.

Gern geschehen.

Autor: Marc I. (marci)
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ist ja Wahnsinn :-) Da hampel ich seit fast 10 Jahren mit WinCE Geräten 
rum und jetzt kommt auf die schnelle von Dir die Weisheit. Das war sehr 
hilfreich, mich fragen sehr häufig advanced User (Programmierer) über 
diese Details und jetzt kann ich sie auch erklären! :-) Im Prinzip sind 
also die BSP Firmen noch die letzte Bastion die noch "hacken" tut, wie 
wir das damals noch auf unseren RISC oder CP/M Kisten gemacht haben, so 
um ´78 rum. (Assembler) (Natürlich aber die BSP Leute in der 
Königsklasse)

Jetzt verstehe ich auch warum das alles immer so kompliziert ist. Als 
mehr oder weniger normaler User sieht man ja die Tiefe von dem Thema 
überhaupt nicht, und groß beschrieben ist sie ja auch nirgendswo.

Danke nochmals :-)

Liebe Grüße

marci

Autor: ARM-Fan (Gast)
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>Als mehr oder weniger normaler User sieht man ja die Tiefe von dem Thema
>überhaupt nicht, und groß beschrieben ist sie ja auch nirgendswo.

Ja leider. Auch die MSDN schweigt sich zu den tiefergehenden Themen
ziemlich aus. Ich glaube so richtig Chancen was zu reißen hat man nur
als offizieller Microsoft Silver oder Gold Partner. Oder als OEM mit
einer gut besetzten Entwicklungsmannschaft und einer Zielstückzahl
des Produkts von >100000.

Autor: Marc I. (marci)
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Na als User denkt man sich natürlich, Schweinerei - Warum ist das so... 
Aber wenn man das aus der Sicht der Hardware Hersteller und MS sieht, 
dann macht das ganze schon Sinn: So kann nicht jeder sein "Alt Gerät" 
vielleicht mit einem der ersten 400MHZ Xscale Prozessoren wieder neues 
Leben einhauchen. So wird ja dann auch immer schön ein neues Gerät 
verkauft. Wirtschaftlich gesehen ist das ja ganz ok, find ich - das hält 
auch eine menge Arbeitspätze um das Thema am Leben :-)

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Naja, in alte PDAs neues Leben einhauchen, wird ja trotzdem gemacht.

Es macht auch ziemlich viel Spass und man kann einiges dabei lernen. Ich 
habe derzeit einen Sharp Zaurus SL-5500G mit Linux am Wickel und einen 
Asus A620 mit Windows Mobile 2003 in Lauerstellung ;-)

Ganz aktueller Blogtext zur "Szene":

Reware - hack your old PDA
http://www.hackszine.com/blog/archive/2008/12/rewa...
http://dev.eyebeam.org/projects/reware/blog

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