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Forum: Platinen Eagle-Newbie-Frage: Erster Schaltplan und Board steht - und jetzt ?

Autor: Uboot- Stocki (uboot-stocki)
Datum: 13.04.2008 13:37
Dateianhang: uhr.zip (52,7 KB, 36 Downloads)

Hi,

ich bin gerade dabei mich in Eagle einzuarbeiten. Meine erste Platine
(LCD-Uhr) steht jetzt. Wie gehts jetzt weiter ? Wie komme ich an meinen
Ausdruck zum Ätzen ?

Bitte seht Euch das mal an und gebt mir Tipps wie es jetzt weiter geht ?

Gruß

Andreas
Autor: Michael H* (-holli-)
Datum: 13.04.2008 13:43

wg platine: ich hol mir ned extra das beta-eagle, mach doch bitte .png's
davon. Bildformate
wg ätzen: artikel, forensuche... also bitte
Autor: Uboot- Stocki (uboot-stocki)
Datum: 13.04.2008 13:47
Dateianhang: uhr.png (7,8 KB, 469 Downloads)
preview image for uhr.png

Hi,

dachte ich fang mit der neuesten Version an - mir war nicht klar, dass
da nix abwärtskompatibel ist ...

Meinst Du mit PNG das hier ?

Gruß

Andreas
Autor: phi (Gast)
Datum: 13.04.2008 14:05

Hi,
bin zwar auch nicht gerade ein Experte, aber das ist mir aufgefallen:
- keine 90° Knicks bei den Leiterbahnen verwenden, sondern 45°
- dreh den ATMega um 180°, dann kannst du dir die Durchführungen sparen
- breitere Leiterbahnen, siehe
http://www.mikrocontroller.net/articles/Eagle_im_H...
- versuch die Platzierung der Bauteile noch zu optimieren, da kann man
noch einiges vereinfachen

Gruß
phi
Autor: Michael H* (-holli-)
Datum: 13.04.2008 14:14

jup, das meinte ich mit png.
das ganze sieht mir sehr nach autorouter aus. der ist - gerade bei nicht
so guter platzierung - eher zu vermeiden. zumindest die
versorgungsleitungen solltest du selbst routen.
auch die leiterbahnen sind nicht sehr dick. machts bei ersten
ätz-versuchen bestimmt ned einfacher ^^
dann kannst du dir beim routen eine menge arbeit sparen, wenn du eine
massefläche anlegst. die zeichnest du erst mal mit dem polygon tool in
der ebene, in der du sonst auch routest - hier also bottom. dann gibst
du ihr noch mit dem name werkzeug den namen deines masse-netzes. wenn du
im schaltplan das symbol gnd aus der supply-bib nimmst, heißt das eh
GND. mit einem klick auf ratsnets wird das ganze dann neu errechnet und
gerendert.
aber vorher solltest du trotzdem noch ein bisschen über sinnvolle
platzierung nachdenken. gerade die quarzleitungen sollten so kurz und
gleich lang wie möglich sein. (*)
und wenn du stehende widerstände oder welche mit kleinerem raster
nimmst, kannst du die vllt auch noch anders (geschickter ^^) platzieren.
übrigens ist es (für mich zumindest sehr) hilreich, sich die menüleiste
"command texts" anzeigen zu lassen.

(*) außerdem sieht mir der oszillator ein bisschen falsch angeschlossen
aus. der hat ja verbindung zur versorgungsspannung und schwingt selbst
und muss daher nur an den CLK-P pin des atmels. steht auch so im
datenblatt unter system clock, oder so.

grüße, holli

p.s.: das nächste png darf ruhig auch ein bisschen größer sein ^^
Autor: Michael H* (-holli-)
Datum: 13.04.2008 14:19

ahja und es gibt übrigens einen pin-kompatiblen nachfolger zum atmega8.
das ist die mega48/88/168-serie, die sich jeweils nur in der flash-größe
unterscheiden.
Autor: Uboot- Stocki (uboot-stocki)
Datum: 13.04.2008 14:21

Hi,

ok - erstmal danke für die Tipps - wie gesagt, ich "spiele" erst seit
ein paar Stunden mit Eagle.

Das das Layout nicht optimal, die Leiterbahnen zu dünn und die Pads auf
der falschen Seite sind habe ich verstanden.

Mein Problem ist aber eher, wie gehts jetzt weiter? Ich müsste doch
jetzt als nächstes einen Ausdruck produzieren, der nur die Leiterbahnen
enthält und den dann belichten oder aufbügeln unm dann die Platine zu
ätzen ?

Nur wie geht das ??? Ich suche mir einen Wolf und komme nicht weiter
....

Hat jemand einen Tipp ?

Gruß

Andeas
Autor: Michael H* (-holli-)
Datum: 13.04.2008 14:30

das geht auf verschiedene weisen:
du kannst dir entweder ein .ps (postscript) file erzeugen lassen mit dem
cam-prozessor. da einfach als gerät "PS" auswählen und die ebenen, die
du haben willst, auswählen. bei dir sind das bottom und pads. wenn du
dann auf process job klickst, wird dir ein 1:1 postscript file aus den
ausgewählen layern erzeugt. das postscript file kannst du z.b. mit dem
acrobat distiller, der bei acrobat professional dabei ist, in ein .pdf
umwandeln, oder mit einem anderen viwer oder editor deines vertrauen
ausdrucken.
methode zwei: du lässt dir mit display nur die ebenen anzeigen, die du
auf deiner platine haben willst (bottom, pads) und druckst das ganze
direkt aus eagle heraus. dabei das attribut black setzen und fill pads
ausmachen. dann solltest du auch gleich drauf achten, dass du so
spiegelst, dass bei der folie später die bedruckte seite auf der platine
aufliegt und nicht die andere.
Autor: Michael H* (-holli-)
Datum: 13.04.2008 14:34

Uboot- Stocki wrote:
> Das das Layout nicht optimal, die Leiterbahnen zu dünn und die Pads auf
> der falschen Seite sind habe ich verstanden.

hmm, da hast du was falsch verstanden. die pads bei bedrahteten
bauteilen sind durchkontaktierungen, die auf jeder kupfer-ebene (also
top UND bottom) liegen.
Autor: Michael H* (-holli-)
Datum: 13.04.2008 14:45

so, und einen hab ich noch ^^
als herstellungsmethode empfehle ich persönlich die belichtungsmethode.
ich hab früher auch den toner gebügelt und wurde nie so richtig
glücklich. ordentliche und v.a. reproduzierbare ergebnisse hab ich erst
mit der belichtungsmethode hinbekommen. als belichter benutz ich dabei
einen alten scanner, in den ich 5 UV LAMPE 1 von reichelt eingebaut hab
mit startern aus E27 energiesparlampen für 1,50 ausm hornbach.
funktioniert wunderbar. wichtig ist, dass die folien-vorlage ordentlich
dicht bedruckt ist, sodass nur wenig licht durch die schwarz bedruckten
bereiche durchkommt.
beim beleichten muss die bedruckte folienseite auf der platine aufliegen
und zwar wirklich eben plan - da kann ein staubkorn dein layout versaun.
ansonsten entwickler kalt ansetzen, der entwickelt beim lösen genug
wärme, wenn man sauber dosiert. beim ätzen schön heitzen und umwälzen.

mehr und besser stehts z.b. hier:
http://de.wikibooks.org/wiki/Platinen_selber_herstellen
Autor: Werner A. (homebrew)
Datum: 13.04.2008 17:39

Gibts in deiner Eagle Version kein Druck menü?
Wenn du den Bottomlayer drucken willst musst du den per Option spiegeln.
Wahrscheinlich solltest du auch noch schwarz/weiss Druck einschalten.
Und wenn du eine große Massefläche um alles legst (polygon GND) dann
brauchst du anschließend nur noch einen Bruchteil wegätzen.
Autor: Christian Erker (Gast)
Datum: 14.04.2008 17:47

>enn du den Bottomlayer drucken willst musst du den per Option spiegeln.

NEIN! Muss er nicht, das ist nur nötig bei Platinenlayouts die bereits
von unten gesehen sind. Eagle macht jedoch generell eine Ansicht von
oben, wenn die Druckseite auf der Kupferseite aufliegen soll darf
NICHT(!!!) gespiegelt werden.

Gruß,
christian
Autor: G-mod (Gast)
Datum: 18.04.2008 23:54

hallo

Also mal in Eagle auf Print klicken und die Option Schwarz markieren da
mir atomatisch das layout in S/w ausgedruckt. Dann suchst du dir im
Druckermenü die Einstellungen für den genausten Ausdruck --> und
drucken.
meine Lieblingsmethode ist mit einem normalen HP Deskjet
(Tintenstrahldrucker) in höchster Auflösung (4800*1200dpi) auf
Transparentpapier zu drucken. Das Papier dann öeigenlassen damit es
trocknet weil da sehr sehr viel Tinte schwimmt.
Wenn es trocken ist belichte ich das mit einen 30 Jahre alten
Bräungsgerät mit 600W die Platine ist dann in ca 4-5min fertig
Belichtet. Mal in den Entwickler reinschmeisen und ein bisschen
schwenken bis der belichtete Lack unten ist.Platine rausnehmen und unter
klaren Wasser spülen. Ich mache immer ein Positiv ausdruckt (die
Leiterbahnen sind Schwarz) das belichtets du auf eine Platine die einen
Positiv-Lack hat in einen Posistiv Entwickler, wenn dir das nicht klar
ist.
Wenn das mal fertig ist Ätze ich das mit Salssäure und
Wasserstoffperoxid (Mischverhältnis solltest du im google finden) ist
etwas gefärlicher und stinkt desto mehr aber mann hat den Vorteil, dass
die Platine in max. 5min feriggätz ist und die Reaktion von den beiden
Chemikalen produziert selber wärme und mann braucht keine Heizung nur
lauwarmes Wasser. Nach diesen Vorgang wieder mit Wasser spülen und
fertig ist die Platine.

NICHT VERGESSEN DIE GANZEN CHEMIKALIEN ORDNUNGSGEMÄß ZU ENTSORGEN UND
ALLES AUF EIGENE GEFAHR!!!!!!

mfg g-mod
Autor: Steffen O. (derelektroniker)
Datum: 19.04.2008 15:04

Hallo,
du könntest auch einfach die Toner-Transfer- Methode verwenden.
Ich habe ca. 5 Platinen benötigt, um das richtige Papier und die
richtigen Parameter zu finden, aber jetzt bin ich echt zufrieden. Diese
Testplatinen benötigst du auch mit der Belichtungsmethode. Wenn es
ordentlich klappt, solltest du eigneltich Leiterbahnen mit 0,3 mm
schaffen. Ich weiß, das ist nicht besonders viel, aber ich bin damit bis
jetzt immer gut ausgekommen.
Der entscheidente Vorteil von der Toner- Transfer Methode ist meiner
Meinung nach der günstige Preis pro Leiterplatte. Genaue Anleitungen zur
Methode findest du im Web.
Gruß, Steffen
Autor: Christian (Gast)
Datum: 29.05.2008 01:18

Ich kann noch nen Vorteil der Tonermethode anführen - Sie ist wirklich
einfach... Ich habe heute die erste Platine damit erstellt. Mehrere
Papiere und Aufbügeltechniken Probiert - Vorteil 1: Ist das ergebniss
des Transfers nicht so wie du dir das vorstellst wischt du die Platine
ein paar mal mit Sauberen ACETON Lappen ab, und schon ist die für den
nächsten Test bereit.

Dann habe ich bisher für die Transfermethode KEINE Ausgaben gehabt - Es
hat sich herausgestellt das ich mein Laminiergerät nur ein bisschen ...
Naja, sagen wir - UNSICHER - modifizieren muss, die Platine 10 mal durch
Schiebe und nen nahezu perfektes Ergebniss auf einem Imbissprospekt habe
;)

Geätzt habe ich dann in einer Frischhaltedose, welche in der Spüle
stand, in welche Langsam warmes Wasser eingeflossen ist - Dadurch war
das offenbar auf gescheiter Temperatur, denn nach 20 Minuten hatte ich
eine fast fertige Platine in der Hand ;) Mit ACETON den Rest des Toner
weg und gut wars ;)
Autor: Michael H* (-holli-)
Datum: 29.05.2008 01:31

Christian wrote:
> Ist das ergebniss
> des Transfers nicht so wie du dir das vorstellst wischt du die Platine
> ein paar mal mit Sauberen ACETON Lappen ab, und schon ist die für den
> nächsten Test bereit.
genau das ist es. der nächste test...
ich hab früher auch toner gebügelt und so richtig reproduzierbar war das
ganze nie. mehr ein zufallsprozess, obs grad so taugt oder richtig gut
wird. ging auch oft genug in die hose.
wenn man mal einen belichter hat und sein basismaterial kennt, werden
die platinen immer gleich (gut) ^^
außerdem sind schlechte ergebnisse in fast allen fällen schon an hand
der folie absehbar.

> Dann habe ich bisher für die Transfermethode KEINE Ausgaben gehabt
nicht jeder hat aceton, einen laminator und nen laserdrucker daheim.

soll jetzt kein persönlicher angriff oder dergleichen sein, sondern
einfach nur das pro zum belichten/ätzen.

grüße, holli
Autor: Steffen O. (derelektroniker)
Datum: 29.05.2008 14:24

Hallo,
ich musste mir erst einen Laserdrucker kaufen (allerdings nur ca. 40Euro
vom Gesamtpreis zahlen ;-), dann musste ich noch Aceton und jetzt auch
noch den Laminator kaufen. Also alles in allem habe ich bis jetzt
Ausgaben von ca.70 Euro.
Ich hab angefangen mit der Belichtungsmethode, bin allerdings so auf die
Fre*** geflogen, weil bei mir sich einfach nichts getan hat, und ich
hatte eine Belichtungslampe von Conrad, Original Bungard Basismaterial,
original Entwickler und eine beheizte Ätzküvette mit Natriumpersulfat.
Ich habe ca. 10  Belichtungstestplatinen gemacht, verschiedene Lampen
ausprobiert (1000W Halogen und die Belichtungslampe con Conrad), und die
Platinen unterschiedlich lang im Entwicklerbad gelassen, aber bei mir
hats einfach nicht geklappt. Man konnte zwar die Leiterbahnen und so
sehen, aber es gab immer irgendwo Unterbrechungen, und ausgefranste
Leiterbahnen.
Da habe ich es aufgegeben, und mal zum Spaß eine Leiterplatte mit der
Tonertransfermethode gemacht, und siehe da, es hat auf Anhieb gut
geklappt.
Nun hab ich mir nen eigenen Drucker und so gekauft, und hab konstant
gute Ergebnisse. Ich schaff Leiterbahnen bis 0,05mm, was für mich auch
völlig ausreicht. Ich bin sehr zufrieden mit der Methode, es geht sehr
schnell, und wenn es mit dem Tonerauftrag mal nicht so gut klappt, lässt
man die Platine eben ein zweites Mal durch den Lami ;-).
Gruß, Steffen
Autor: M. M. (miszou)
Datum: 30.05.2008 21:00

Hi

@Steffen O. bist du dir sicher mit den 0.05mm, oder ist da eine Null
nach dem Komma zu viel drinnen?

Gruß MISZOU
Autor: Steffen O. (derelektroniker)
Datum: 30.05.2008 21:46

Hallo,
nein, da ist keine Null zu viel. Allerdings muss man dazusagen, dass
wenn ich eine 2 cm lange 0,05mm Leiterbahn ziehe, dass es dann
Unterbrechungen gibt.
Ich zieh immer bis kurz vor die zu durchfahrenen Pads, oder Beinchen mit
normaler Leiterbahndicke, und dann nur bei der eigentlichen
Durchführungen verwende ich 0,05mm. D.h. die 0,05mm Leiterbahnen sind
immer nur ca. 2-3mm lang, und da klappt es eigwentlich auch ganz gut.
Klar kommt es auch manchmal zu Unterbrechungen, also ich kann nicht zu
100% sagen, dass solche Leiterbahnen immer klappen. Und da ich so selten
so kleinste Stärken benötige, reicht mir das auch völlig aus.
Gruß, Steffen
Autor: Michael H* (-holli-)
Datum: 30.05.2008 23:53

frage ist auch, was der laserdrucker aus 0,05mm macht.
meiner macht da draus nach augenmaß auf der schieblehre ca 0,12mm. das
krieg ich mit der folie auch hin ^^

im endeffekt muss es wohl jeder selber probieren. man kann pro und
contra aufzählen und abwägen, aber die voraussetzungen sind bei jedem
anders.
vllt is es sogar n fall für die kirche ^^
Autor: Steffen O. (derelektroniker)
Datum: 31.05.2008 00:08

Ich hab noch nie ausgemessen, ob die 0,05mm, die in meinem
Layoutprogramm angegeben sind auch wirklich ausgedruckt und geätzt
werden. Allerdings sind die Leiterbahnen schon sehr schmal.
0,05mm kann ich ja eh nicht messen, ich wüsste auf Anhieb nicht mit
was.....

Also das ist echt bei jedem anders. Bei dem einen Drucker klappts, beim
anderen wiede nicht, dann hat der eine besseres Transferpapier, der
andere wieder ne besser Aufrauh- Methode. Also manchmal ist des echt nur
Glück, ob der Drucker den man hat geeignet ist, usw.

Gruß, Steffen

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