Datum: 21.04.2008 16:16
Bild meldet: Auf über 20 Milliarden Euro jährlich wird der Verlust geschätzt, den schon jetzt der Mangel an Ingenieuren und offene Facharbeiterstellen verursachen. Allein im Maschinenbau und in der Elektroindustrie sind zurzeit 42 000 Stellen frei. Wenn das keine guten Nachrichten sind.
Datum: 21.04.2008 16:21
Wenn es in der Bild stand, muß es ja wohl wahr sein.
Datum: 21.04.2008 16:32
Ja, Einbildung ist auch eine Bildung...
Datum: 21.04.2008 16:51
20 Mrd entsprechen also 42.000 Stellen, d. h. jede dieser Stellen ist fast 500.000 € Wert. Da sollte man doch annehmen, dass die Firmen Ingenieuren demnächst Gehälter in dieser Grössenordung bezahlen. Also bei solchen Gehältern sehe ich gar kein Problem 42.000 Ings zu bekommen. Gruss Axel
Datum: 21.04.2008 16:56
>20 Mrd entsprechen also 42.000 Stellen, d. h. jede dieser Stellen ist >fast 500.000 € Wert. räusper "im Maschinenbau und in der Elektroindustrie" sind nicht alle offenen Stellen... Das macht die Sache aber auch nicht glaubwürdiger.
Datum: 21.04.2008 17:33
Tja, wenn keine unerfahrenen Ingenieure eingestellt werden, wird es in Zukunft immer weniger erfahrene Fachkräfte geben. Das Problem ist nicht ein Ingenieurmangel. Das Problem ist, dass es sich die Industrie nicht leisten will, Anfänger einzuarbeiten. Es wird nur gejammert, die Politik möge erfahrene Spezialisten aus dem Nichts erschaffen und bei der Auslagerung von Entwicklung und Produktion in Billiglohnländer behilflich sein.
Datum: 21.04.2008 17:51
>Das Problem ist, dass es sich die Industrie nicht >leisten will, Anfänger einzuarbeiten. Die Aktivierungsenergie sollte aber von dem Bewerber kommen. E sit wohl Quatsch, dass ein Unternehmen, dass einen Layouter sucht, diesen erst mal zeigt, wie man layoutet. Das geht genauso im Selbststudium, wie z.B. µC-Programmierung. Nur heute stellen sich einige Abgänger hin und meinen "So Unternehmen, mach mal was aus mir." Ich konnte als Absolvent µC programmieren, Platinen layouten und HW entwickeln. Und das rein aus Interesse. Ich hatte keine Probleme mit einer Anstellung. Das folgende Know-How kam dann durch Seminare in der Firma.
Datum: 21.04.2008 17:52
"Insgesamt sank die Zahl der arbeitslosen Ingenieure in den letzten zwölf Monaten stark, und zwar von ca. 53.000 auf 29.000 Personen, das ist ein Rückgang um 46%." http://www.dvt-net.de/statistik.html Die Zahl der Studienanfänger im Ingenieurbereich ist übrigens ebenfalls nach wie vor rückläufig ... Nice week, Zardoz
Datum: 21.04.2008 18:14
Jawoll! Es geht steil bergauf. ;-(( http://www.jjahnke.net/arbeitsep07.html Hochachtungsvoll Herbert von Caravan
Datum: 21.04.2008 18:33
@ Gast (Gast) 21.04.2008 17:51 Dummfug! Wer glaubt dir deine Eigeninitiative? Ohne Zertifikate oder Empfehlungen von vorherigen Arbeitgebern läuft doch gar nichts. Klar muß vom Bewerber "Aktivierungsenergie" selber kommen. Aber wenn die Anforderungen für einen Einsteiger so hoch sind, dass ein normales Hochschulstudium für den Einstieg nicht reicht, so muss man wirklich von einer massiven Ingenieursschwemme reden!!! Das Maß voll! Die Arroganz der Unternehmen steigt ins Unermessliche. Kein Wunder, dass langfristig die Absolventenzahlen bei den Ingenieuren sinken. So blöde sind die jungen Leute nämlich nicht, wie es die Industrie gerne hätte. Verarschen können diese sich nämlich selber. > E sit wohl > Quatsch, dass ein Unternehmen, dass einen Layouter sucht, diesen erst > mal zeigt, wie man layoutet. > Das ist kein Quatsch. Wer einen Fachmann sucht, muss sich einen ausbilden! Diese Arroganz der Unternehmen zeigt nur, dass es noch keinen Fachkräftemangel gibt.
Datum: 21.04.2008 18:38
@ haha Bravo! Klatsch!
Datum: 21.04.2008 18:45
>>Das Problem ist, dass es sich die Industrie nicht >>leisten will, Anfänger einzuarbeiten. >Die Aktivierungsenergie sollte aber von dem Bewerber kommen. E sit wohl >Quatsch, dass ein Unternehmen, dass einen Layouter sucht, diesen erst >mal zeigt, wie man layoutet. Das geht genauso im Selbststudium, wie z.B. >µC-Programmierung. Nur heute stellen sich einige Abgänger hin und meinen >"So Unternehmen, mach mal was aus mir." Ich sehe das ähnlich wie Tim. Zwar hat auch Gast recht das ein bestimmtes potential vorhanden sein muß aber gerade Mikrocontroller sind eine billige, günstige Sache. Wenn Du an Automatisierung interesse hast wird es schon etwas teurer an eine S7 und Hardware ran zukommen. Ganz zu schweigen von irgendwelchen Robotern. Das ist für einen 'normalen' Studenten unbezahlbar. Ich denke das Firmen wirklich mehr Ausbilden sollten und ich persönlich bewerbe mich auch nur bei solchen Firmen die ausdrücklich auf Seminare und Fortbildungen hinweisen. Außerdem auch nur bei Firmen dessen Stellenanzeige man versteht und die keinen Junior Engeneer of klimm Bimm underwriting keyaccount jedöns suchen. @Zardoz Unter deiner Quelle steht: "In Deutschland hat sich die Zahl der gemeldeten Stellen für Ingenieure nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit in den letzten zwölf Monaten um 23% erhöht..." Jetzt guck mal auf Arbeitsamt.de in der Jobbörse nach. Das sind zu 80%-90% nur Zeitarbeitsfirmen. Außerdem wird ein großteil dieser Stellenanzeigen auch in jeder anderen Jobbörse gepostet. Vermutlich addieren die einfach alle jobbörsen zusammen und kommen so auf 1 mrd. offene Ingenieursstellen und das allein im Saarland <ffGg>
Datum: 21.04.2008 20:20
@ haha Glaub was du willst. Dann bleibt wenigstens etwas für die Fleißigen übrig. Dass ist auch eine Art von Darwinismus. Jeder macht halt das, was er am besten kann. Manche machen nichts.
Datum: 21.04.2008 20:25
>Das ist kein Quatsch. Wer einen Fachmann sucht, muss sich einen >ausbilden! Wo ist das Quatsch? Welches Unternehmen zeigt denn, wie man in C programmiert? Wie man layoutet? Die Seminare beschränken sich einzig auf die Bedienung der Programme. Wer hier nicht selbständig arbeiten kann, hat zurecht verloren. Alles vor den Arsch getragen zu bekommen, war zu DDR-Zeiten mal der Hit. Die Grundlagen muss der Bewerber selber mitbringen.
Datum: 21.04.2008 20:42
die Ingenieure sind entweder mittlererweile ausgewandert oder haben sich kurz vor HIV halt irgendwie selbstständig gemacht Ihr glaubt doch nicht ernsthaft ,daß die Firmen die alle eingestellt haben. Ich kenne ne Weltfirma um die Ecke die findet seit Jahren keine, sucht aber 20 jährige und die ,die es wirklich können , auf die reagiert man garnicht... Es geht hier einigen noch viel zu gut - nach wie vor muß abgeraten werden, sowas wie Ing zu studieren und anbetracht gewisser statistischer Momente sogar dringend abzuraten !!
Datum: 21.04.2008 21:01
>Ich kenne ne Weltfirma um die Ecke die findet seit Jahren keine, >sucht aber 20 jährige und die ,die es wirklich können , auf die >reagiert man garnicht... Suchen tut sie bestimmt öffentlich und nicht heimlich bei dir, so kannst du ja einen Link auf die Stellenanzeige posten, um deine Aussage etwas Wahrheitsgehalt zu verpassen.
Datum: 21.04.2008 21:40
Immer diese Verallgemeinerungen. Das eine Firma einen Programmierer nicht die Grundlagen der Programmierung beibringt ist klar. Das sollte man schon mitbringen. Aber im laufe der Arbeit erwirbt man sich die wichtigsten Kenntnisse, wie man mit den Tools umgeht und die Besonderheiten der Entwicklungsumgebung. Wenn man als Spezialisierung Grundkenntnisse der geforderten Sprache (Ada, UML, SAP) mitbringt ist das ein Plus, aber man muss es doch nicht 100% können. Das gleiche gilt für einen Hardwareentwickler oder Layouter. Ein Grundgefühl für die Elektronik und Bauteile mitbringen und mit der Arbeit immer effektiver werden. Die wichtigsten Eigenschaft, die als Ingenieur vorhanden sein müssen, sind flexibilität im Aufgabengebiet, über den Tellerrand schauen, sehen und mitteilen wo Weiterbildungspotenzial nötig oder sinnvoll ist. Wichtig ist zu vermitteln wie man sich eine Problemlösung vorstellt und wie man sie (auch im Team!) lösen kann. Es muss nicht jeder alles überdurchschnittlich machen können. Das geht sogar so weit, das man sich nicht zu fein sein sollte um (langweilige) Tests selbst durchzuführen. Es geht auch um das "sich selbst vermarkten". Ich kann es auch nicht richtig (sonst wäre ich längst als Schleimer im Management und würde markante Sprüche klopfen :-)) aber das gewisse Selbstwertgefühl muss man zeigen. Dann klappt es auch. Wenn eine grosse Firma einen Job ausschreibt den sie braucht, dann wird er auch besetzt. Es wartet keine Firma auf das Wunder aus dem Ausland für eine Problemlösung. Dafür ist die verfallene Entwicklungszeit viel zu kostbar. JL
Datum: 21.04.2008 22:09
>Wenn es in der Bild stand, muß es ja wohl wahr sein.
Warum sollte es nicht war sein?
Und immer daran denken, die Verbreitung falscher Tatsachenbehauptung ist
-auch in Foren- höchst problematisch.
Datum: 21.04.2008 22:36
>>Autor: Axel (Gast) >>Datum: 21.04.2008 16:51 >>20 Mrd entsprechen also 42.000 Stellen, d. h. jede dieser Stellen ist >>fast 500.000 € Wert. >>Da sollte man doch annehmen, dass die Firmen Ingenieuren demnächst >>Gehälter in dieser Grössenordung bezahlen. naja wenn einer nicht mal den untschied zwischen umsatz und gewinn kennt, dann wundert mich einiges gar nicht mehr... aber eben, umsatz = gewinn und kosten eines MA = Lohnkosten und fertig...
Datum: 21.04.2008 22:54
> E sit wohl Quatsch, dass ein Unternehmen, dass einen Layouter sucht, diesen > erst mal zeigt, wie man layoutet. Wieso? Bei BWLern geht das auch. Die nennt man dann "High Potentials", rollt den Roten Teppich aus und bezahlt sie anständig, obwohl diese "High Potentials" nichts drauf haben.
Datum: 22.04.2008 09:47
20 Milliarden,das ich nicht lache. Na,wo diese Zahlen herkommen dürfte klar sein, von den Lobbisten der deutschen Wirtschaft. Einen Artikel aus der Örtlichen Tagespressenteil Beruf und Bildung möchte ich hier zu diesem Thread beitragen: Probleme bei der Personalsuche Jedes sechste Unternehmen hat Probleme bei der Besetzung von Stellen.16 Prozent der 14000 befragten Unternehmen hätten in den vergangenen zwölf Monaten von Schwierigkeiten bei der Personalsuche berichtet,teilte die Bundesagentur mit. So klagte in der Metallindustrie jede dritte Firma über Probleme,geeignete Mitarbeiter zu finden.Im Gastgewerbe lag der Anteil bei 26%,im Maschinen-und Fahrzeugbau bei 22%."Der Fachkräftebedarf bleibt in einzelnen Bereichen ein Problem",sagte Anja Kettner vom Institut für Arbeits- markt-und Berufsforschung der BA.Bei der Betriebsbefragung ermittelten die Forscher auch einen leichten Rückgang der offenen Stellen.Die Zahl sei im vieretn Quartal 2007 um rund 31000 auf 1,22 Millionen gesunken.Während sie in Westdeutschland um 6000 stieg,gab es im Osten einen Rückgang um 37000. Ich würde sagen,das diese Problem Hausgemacht sind und auf dem Unvermögen deutscher Personaler und Unternehmer beruht,die der Auffassung sind mit dem Zahlen eines Gehalts sind damit alle Unternehmensbemühungen abgegolten. Was eben fehlt,ist die Verantwortung dem Bewerber gegenüber. Ich beobachte schon über ein halbes Jahr eine Firma die jetzt in der oben erwähnten Ausgabe wieder einen Techniker als Layouter (Altium),mit einem Anspruchsdenken der an Größenwahn erinnert,suchen. Die Leute die sich da bewerben tut mit echt leid. Ansonsten ist in der heimischen Region nur tote Hose im Bereich Elektronikentwicklung o.ä. Lötkünstler <Mit der Lizenz zum löten>
Datum: 22.04.2008 09:52
Hallo Jupp, > Warum sollte es nicht war sein? > Und immer daran denken, die Verbreitung falscher Tatsachenbehauptung ist > -auch in Foren- höchst problematisch. Du siehst aber wieder mal alles so verbissen, entspann dich dochmal ein wenig. Du bist ja gestern wieder humorlos wie ein Parteisekretär gewesen. :-) Zitat aus Bild: "Mama, du kannst nicht kochen" - zum Thema "Einer muß ja die Wahrheit sagen" Obwohl ich die "Bild" nicht lese (ich lese gar keine Tageszeitung), würde ich nie behaupten, daß deren Inhalte generell falsch sind. Ganz im Gegenteil, über manche Schlagzeile mußte ich schon sehr lachen. Im übrigen ist meine Aussage ein geklautes Zitat über die längst verblichene "Superillu"
Datum: 22.04.2008 10:05
>20 Mrd entsprechen also 42.000 Stellen, d. h. jede dieser Stellen >ist fast 500.000 € Wert. >Da sollte man doch annehmen, dass die Firmen Ingenieuren demnächst >Gehälter in dieser Grössenordung bezahlen. Sehr gutes Argument! Ein Ingenieur kostet komplett etwa 100.000 - 200.000 Euro im Jahr, je nach Ausstattung, Arbeitsplatz und Gehalt. Das ist Pipi gegen die anderen Investitionen bei Prototypenbauten , Maschineninbetriebnahmen oder klinischen Studien in der MEd oder gar FDA-Zulassungen. Die Firmen haben keinen Grund, zum Jammern! Würden sie besser bezahlen, hätten sie auch Leute! Es ist aber nach wie vor so, daß der Ingenieur irgendwo auf der untersten Stufe gesehen wird. Richtig gut bezahlt sind Ingenieure nur, wenn sie Projektleitung machen oder im Verkauf weit oben sitzen. >die Ingenieure sind entweder mittlererweile ausgewandert oder >haben sich kurz vor HIV halt irgendwie selbstständig gemacht So ist es. Die Zahl der selbständigen Ingenieure und Freelancer nimmt ständig zu. Die Firmen greifen immer mehr auf solche Leute zurück, weil sie Angst vor einem Kippen der Wirtschaftslage haben.
Datum: 22.04.2008 10:11
> So ist es. Die Zahl der selbständigen Ingenieure und Freelancer nimmt > ständig zu. Die Firmen greifen immer mehr auf solche Leute zurück, weil > sie Angst vor einem Kippen der Wirtschaftslage haben. Wobei die Bezahlung seitens der Firmen auch hier nur das Prädikat "lausig" verdient.
Datum: 22.04.2008 11:25
>obwohl diese "High Potentials" nichts drauf haben. Wenn ein E-Techniker mehr über Unternehmensführung wüsste, als ein BWLer, würde dieser dort sitzen und alle BWLer wären arbeitslos. Aber der Irre sagt ja auch, alle anderen sind doof, nur ich nicht. Und somit stellt der Techniker fest, dass nur er etwas auf dem kasten hat und alle BWLer nichts können. >Was eben fehlt,ist die Verantwortung dem Bewerber gegenüber. Von welcher Verantwortung redest du= In erster Linie beWIRBT sich der Bewerber, stellt also sich und sein Können vor. Wer ankommt "Suchter noch Leute", hat doch automatisch verloren. Wie soll der Personlaer die besonderen Fähigkeiten bewerten, wenn diese nicht vorgestellt werden? Durch Hellsehen? Der Bewerber möchte etwas verkaufen, nämlich seine Arbeitskraft, der Personaler etwas kaufen, eine geeignete Arbeitskraft. Wenn du in den Laden gehst und etwas kaufen möchtest, welche Verantwortung hast du gegenüber dem Verkäufer?
Datum: 22.04.2008 11:27
>Die Firmen haben keinen Grund, zum Jammern! Würden sie besser bezahlen, >hätten sie auch Leute! Und wo sollen diese herkommen? Deine Aussage impliziert, dass viele Ingenieure die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Gehalt in einer Firma vorziehen.
Datum: 22.04.2008 11:51
> Die Aktivierungsenergie sollte aber von dem Bewerber kommen. E sit wohl > Quatsch, dass ein Unternehmen, dass einen Layouter sucht, diesen erst > mal zeigt, wie man layoutet. Natürlich muss vom Bewerber Eigeninitiative kommen und er muss auch lernfähig sein und selbstständig arbeiten können. Aber das, was sich die Industrie einbildet, geht eindeutig zu weit. Wer keine Leute einarbeiten will, der verdient auch keine guten Leute! Es muss möglich sein mit einem Hochschulstudium die Chance zu bekommen, sich einarbeiten zu dürfen. Spezialisten fallen weder vom Himmel noch aus den Hochschulen, sondern die muss sich die Industrie heranbilden > Ich konnte als Absolvent µC programmieren, Platinen layouten und HW > entwickeln. Und das rein aus Interesse. Ich hatte keine Probleme mit > einer Anstellung. Wenn ich das alles könnte, würde ich mich selbständig machen und mich nicht von geizigen Unternehmern ausbeuten lassen. Bei über 100 bundesweiten Bewerbungen wurde ich bisher einmal zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Es war ein Automobilzulieferer im Rhein-Main Gebiet. Ich forderte 30000Euro Brutto. Man sagte mir dann, 20000-25000 wären üblich. Da ich unbedingt einen Job brauchte, sagte ich zu. Die Absage kam eine Woche später. Jetzt mache ich etwas vollkommen fachfremdes, wofür ich kein Studium gebraucht hätte. Bewerben werde ich mich als Ingenieur nicht mehr! Ich genieße eine 40 Stundenwoche und habe genügend Zeit, um mich in die Elektronik einzuarbeiten. Elektronik als Hobby bringt mir Freude, als Sklave werde ich das nicht machen.
Datum: 22.04.2008 12:16
Das ist doch logisch. Wenn keiner ausbildet gibs auch keine fachkräfte, die suchen nichtnur ingenieure sondern auch "einfache" elektroniker oder mechaniker. Wo sollen die herkommen? In Deutschland wurde vor einiger Zeit noch in firmeneigenen Ausbildungsstätten unterrichtet. Ich kenne noch persönlich nurnoch 2 Betriebe die sich sowas leisten. Die anderen bilden nurnoch bürokräfte aus, ist natürlich clever wenn man selbst Produziert. Ähnlich sieht die Sache auch bei Ingenieuren aus. Kein Hochschulabgänger kann garnicht ein guter Layouter sein oder Programmierer oder sonstwas. Wo soll die Erfahrung herkommen? Dazu ist das Studium garnicht da. Kein Mensch auch nicht Gast ist ein perfekter Programmierer der alles kann. Jeder der programmiert weiß das er nicht alles kann. Dafür ist das Feld einfach viel zu groß. Wir können aber Lernen. Firmen planen heute bloß nichtmehr für die Zukunft das kostet alles heute Geld und das sparen sie sich. Die Bluten die Länder aus und beschweren sich auch noch darüber.
Datum: 22.04.2008 12:43
>ein Hochschulabgänger >kann garnicht ein guter Layouter sein oder Programmierer oder sonstwas. >Wo soll die Erfahrung herkommen? Ähm, meinst du, sowas lernt man auf Seminaren? Programmieren IST Selbststudium, was auf Seminaren nur vermittelt wird, ist allenfalls eine saubere Struktur. Sowas siond einfach Grundlagen heute. Ebenso könnte man verlangen, dass die Firmen zeigen, wie man Lötet. Das lernt man auch nicht in der Hochschule. Die Erfahrung kommt von selbst. Wer vor dem Studium total desinteressiert war und meint, z.B. E-Technik zu studieren, weil es der markt wünscht, was soll man mit so einem anfangen? Die meisten Kollegen haben im Alter von 9-15 Jahren angefangen, sich für Elektronik zu interessieren und auch hier im Forum scheint es, sind sehr viele Schüler unterwegs. Bis die fertig mit dem Studium sind, haben die 10 Jahre Erfahrung angehäuft. Hier, so scheint es mir, fehlt der Wille.
Datum: 22.04.2008 12:49
>Firmen planen heute bloß nichtmehr für die Zukunft das kostet alles >heute Geld und das sparen sie sich. Natürlich planen Firmen für die Zukunft und natürlich möchten sie sich das Geld sparen. Aus ihrer Sicht ist das auch sinnvoll, denn so kann man leicht das motivierten AN für sich gewinnen. >Die Bluten die Länder aus und >beschweren sich auch noch darüber. Klappern gehört zum Handwerk
Datum: 22.04.2008 12:50
Bei den noch vorhandenen 29000 arbeitslosen Ingenieuren muß man auch erst mal genau hinschauen. Ingenieur ist nicht Ingenieur. Daß es im Bereich Bau nicht so läuft, ist bekannt. Außerdem sollte man die Qualifikationen nicht übersehen. Unter dem Begriff Diplom-Ingenieur (FH) tummeln sich heute auch etliche, die im Rahmen der Wiedervereinigung vom Fachschulingenieur über Nacht zum Dipl.-Ing. (FH) auf dem Papier gemacht wurden. Dabei "vergaß" man allerdings den Wissenstand auf das Niveau eines FH-Ing.s anzuheben. Der Fachschulingenieur hatte in der DDR eher den Wissensstand als auch die Aufgaben eines heutigen staatl. geprüften Technikers. Trotz dieses Papiers wissen die Firmen genau, ob sie einen umetikettierten (3 Jahre Fachschule) oder ein Original von der FH (Abi+ 4 Jahre Hochschule) einstellen. Diese Fachschulingenieure, eigentlich Techniker, bilden doch einen gehörigen Pool der arbeitslosen "Ingenieure".
Datum: 22.04.2008 13:03
Hallo Paul, gibt es genaue Zahlen und Quellen? Gruß Karlheinz
Datum: 22.04.2008 13:08
>Ähm, meinst du, sowas lernt man auf Seminaren? Programmieren IST >Selbststudium, was auf Seminaren nur vermittelt wird, ist allenfalls >eine saubere Struktur. Sowas siond einfach Grundlagen heute. Ebenso >könnte man verlangen, dass die Firmen zeigen, wie man Lötet. Das lernt >man auch nicht in der Hochschule. > >Die Erfahrung kommt von selbst. Wer vor dem Studium total >desinteressiert war und meint, z.B. E-Technik zu studieren, weil es der >markt wünscht, was soll man mit so einem anfangen? Die meisten Kollegen >haben im Alter von 9-15 Jahren angefangen, sich für Elektronik zu >interessieren und auch hier im Forum scheint es, sind sehr viele Schüler >unterwegs. Bis die fertig mit dem Studium sind, haben die 10 Jahre >Erfahrung angehäuft. Naja, die Hobbyerfahrung ist sicher ganz hilfreich. Programmierte man z.B. vorher schon etwas in der Schul-AG oder in der Freizeit, kann man sich im Grundstudium schwierigen Themen wie Mathe, Physik mehr widmen weil man in den Programmierlaboren nicht mehr die Grundlagen durchgehen muss. Aber bei der Bewerbung selbst zählt sowas doch kaum, die Firmen wollen Papier sehn, Zeugnisse, Urkunden, Nachweise... Außerdem passt das, was man hobbymäßig gemacht hat, kaum auf die späteren Aufgaben im Beruf, da diese je nach Branche und Aufgabengebiet doch sehr speziell sind. Selbst das Studium macht niemanden zum Experten in einem bestimmten Gebiet, sondern gibt einem allenfalls einen Überblick der verschiedensten Bereiche und das Rüstzeug mit, sich in neue Themengebiete einzuarbeiten. Grade im Mikrocontroller-Bereich ist das je nach verwendeter Hardware und Branche sehr unterschiedlich. Man programmiert auch privat längst nicht so, wie vom jeweiligen Arbeitgeber gefordert, was z.B. ordentliches Design und Programmierstil angeht. Zu Hause programmiert man auch "direkter", während man in größeren Firmen meist Module für ein Softwaresystem beisteuert, und sich dabei an Schnittstellenvereinbarungen halten muss bzw. das Systemverhalten kennen muss. Alles das fällt unter das Stichwort "Professionalität". Die Unternehmen können also selbst bei ausgeprägten Hobby-Bastlern und -Programmierern keine (für die betreffende Stelle) "ausgelernten" Spezialisten erwarten. Sie müssen sie natürlich nicht zu einem C-Grundkurs schicken, aber sie sollten zumindest eine großzügige Einarbeitungszeit einkalkulieren, in denen sie nunmal nichts oder nicht viel an dem Ing verdienen. Und diese Mentalität fehlt durchaus zur Zeit. Oft geben nur kleinere Firmen Berufseinsteigern eine realistische Chance.
Datum: 22.04.2008 13:11
@Gast klar kann man sich interesieren und sonst was machen. aber schon ein 200MHz ARM system mit 32MB Ram überschreitet schon die möglichkeiten eines 16 jährigen interesenten. Layouten kann der das auch nicht. Sowas kann man erst mit genügend unterstützung in firmen lernen. Vieleicht soll es ja auch mal ein wenig Analog sein. Das Layout eines kleinen 1000W Schaltnetzteils ist Zuhause schon zu machen. Ohne Erfahrung von Papi/Mami ist das für den 16 Jähigen auch nicht zu schaffen. Es ist auch keine Frage das man ein gewisses Interesse mitbringen sollte. Das wird aber nicht gefördert. Sowas entsteht nicht von heut auf morgen. und Firmen planen nicht für die Zukunft, heute wird das Geld rausgezogen wo es geht. Das einzige was noch "planen" sein könnte ist. Das die Versuchen marksegmente abzustecken. Reines Wirtschaftsplanen. kein volkswirtschaftliches Interesse mehr. Es gab schon andere Zeiten. Wo die sich die Leute selbst herrangezogen haben, auch fähige Ingenieure.
Datum: 22.04.2008 13:24
Hallo, der "Mangel" der bejammert wird ist der an Leuten die den heutigen Zeitgeist erfüllen. Möglichst "jung, viel Berufserfahrung und nichts kosten, und vor allem keine eigene Meinung haben". Gehe nu auch schon auf die 40 zu, und erfahre am eigenen Leib wie schwer es ist in diesen Alter, im Technikbereich einen festen Job zu finde --> Kein wirklicher Mangel. Wenn ich persönlich tagtäglich im Job sehe was von "Jungingenieuren" geliefert wird, dann dreht sich mir der Magen um. Habe meinen Beruf noch aus "Interesse an der Sache, ausgewählt" und mich dann selber weitergebildet, heute macht man meiner Meinung nach das was am meisten Kohle bringt und möglichst wenig "anstrengend" ist. Die Firmen brauchen nicht jammern, den wenn man sich Leute mit Potential sucht und in diese investiert gibt es genügend Qualifizierte, aber die meisten meinen der Personalmarkt ist ein "Supermarkt" und warten lieber auf das entsprechende Schnäppchen. M.f.G. Martin
Datum: 22.04.2008 15:50
>Aber bei der Bewerbung selbst zählt sowas doch kaum, die Firmen >wollen Papier sehn, Zeugnisse, Urkunden, Nachweise... Das gehört doch in den Bereich Urban Legend. Wichtigste Dokumente bei der Bewerbung sind Lebenslauf und Anschreiben. Dann kommen die Zeugnisse und erst ganz hinten irgendwelche Urkunden/Diplome, die meistens gar keinen interessieren. Bei der Bewerbung muss man den Personaler nur überzeugen können, dass man der beste ist. Zertifikate gibt es an allen Ecken zu kaufen. >Außerdem passt das, was man hobbymäßig gemacht hat, kaum auf die >späteren Aufgaben im Beruf, da diese je nach Branche und Aufgabengebiet >doch sehr speziell sind. Kommt doch auf die Aufgabe an. Wer hobbymäßig sich stark für Layouten interessiert, der kann doch auch im Beruf professioneller Layouter werden. Dasselbe gilt bei HW-Entwickler. >Man programmiert auch privat längst >nicht so, wie vom jeweiligen Arbeitgeber gefordert, was z.B. >ordentliches Design und Programmierstil angeht. Deshalb sagte ich ja, dass man höchstens die Struktur lernt. Der Arbeitgeber wird dich aber nicht auf Seminare schicken, wo man dir beibringt, was Schleifen sind. >aber sie sollten zumindest eine großzügige >Einarbeitungszeit einkalkulieren Das wird auch getan. Die Einarbeitungszeit beträgt in der Regel 100 Tage. Was aber ständig gefordert wird, ist eine Ausbildung und das ist bei einem Ingenieur schlichtweg undenkbar. >Oft geben nur kleinere Firmen Berufseinsteigern eine realistische >Chance. Das stimmt doch nicht. Die großen, verhassten Konzerne haben doch stark eingestellt, besonders im Bereich Automobiltechnik. >klar kann man sich interesieren und sonst was machen. aber schon ein >200MHz ARM system mit 32MB Ram überschreitet schon die möglichkeiten >eines 16 jährigen interesenten. Layouten kann der das auch nicht. Sowas >kann man erst mit genügend unterstützung in firmen lernen. Was soll man da lernen? Layouten kann er schon, zumindest doppelseitig. Die paar Lagen mehr, erfordern nur bei Bedarf Grundkenntnisse der EMV. Und die kann und wird der Arbeitgeber durch Seminare vermitteln lassen, da sie meist Bestandteile des Supportvertrages sind. >Reines Wirtschaftsplanen. kein volkswirtschaftliches Interesse mehr. Das ist ein Widerspruch in sich. Du meinst sicherlich soziales Interesse. >Die Firmen brauchen >nicht jammern, den wenn man sich Leute mit Potential sucht und in diese >investiert gibt es genügend Qualifizierte, Das wäre ein tritt in den Arsch derjenigen, die sich selbst darum bemühen. Dein Vorschlag würde dazu führen, dass sich niemand mehr weiterbildet, weil man dieses Paket den Firmen aufbindet. "Alles vor den Arsch tragen" sollte schon lange vorbei sein. Die Entwicklung jetzt sollte man positiv betrachten. Sie öffnet die Augen, dass man sich auch selber mal bemühen muss, selber in die eigene Ausbildung zu investieren. Oder hat man kein Interesse an der eigenen Zukunft? Dieses kritisierte soziale Verhalten, fängt doch schon beim Bewerber an. Sozial bedeutet gemeinschaftlich und nicht "nur du".
Datum: 22.04.2008 16:19
Das Thema CAD-Layout ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Zeiten ändern können. Vor ziemlich genau 35 Jahren arbeitete ich das erste Mal kurze Zeit als Layouter. Damals wurde noch mit Bleistift und Tusche im Maßstab 3:1 auf dicker Transparentfolie gezeichnet, anschließend das Gezeichnete von vorwiegend jungen Damen mit unterschiedlich breiten schwarzen Klebebändern "nachgezogen", mit einer riesigen Kamera abfotografiert und in eine Ätzvorlage umgewandelt. Vor 25 Jahren landete ich erneut in derselben Layout-Abteilung und durfte aktiv an der Umstellung auf CAD-Systeme mitarbeiten. In relativ kurzer Zeit verfielfachte sich die Zahl der Layouter während die nachgelagerten Prozesse und natürlich die Arbeitsplätze dort abgebaut wurden. Vor 15 Jahren war die Umstellung komplett abgeschlossen, die Schaltungen wurden mit CAE-Systemen entwickelt und simuliert, die Produktion über CAM-Systeme angeschlossen und die Qualifikation der verbliebenen Mitarbeiter durch permanente Weiterbildung auf das inzwischen notwendige Niveau angehoben worden. Die ganze Zeit gab es niemals den "Layouter" als Ausbildungsberuf. Die Firmen haben sich Mitarbeiter mit einigermaßen passender Qualifikation gesucht und anschließend "On the Job" trainiert. Das Wichtigste aber war immer die Motivation, das Engagement und die Fähigkeit, gemeinsam mit Hardware-Entwicklern, Produktions- und Test-Experten technisch und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu finden und umzusetzen. Und DAS ist es auch, was die deutsche Industrie letztlich wirtschaftlich derart leistungsfähig macht. Nice week, Zardoz
Datum: 22.04.2008 17:07
> Sie öffnet die Augen, dass man sich auch > selber mal bemühen muss, selber in die eigene Ausbildung zu investieren. Das Studium war teuer genug. Vom Verdienstausfall gar nicht zu reden. Was glaubst du, wieviel 10000 Euro ich noch zusätzlich investieren soll? Ich bin sicher nicht faul. Habe mich während der Schule und während des Studiums auch privat mit Elektronik befasst. Aber das reicht den hochnäsigen Firmen ja nicht, wie 200 erfolglose Bewerbungen beweisen. Dabei gebe ich zu, dass ich am Anfang des Studiums in Elektronik fitter war als am Ende, da das Studium kaum Zeit für Hobbys bot. Nachweise/Zertifikate für Elektronikkenntnisse habe ich freilich nicht. Also bleibe mal auf dem Teppich. Mit dieser Einstellung ist der "Industriestandort" Deutschland in 15 Jahren Geschichte. Unter diesen Bedingungen sind immer weniger Leute bereit, ein Studium aufzunehmen oder in Deutschland zu arbeiten. Ein Studium ist kein Honigschlecken, deshalb erwartet man schon eine gewisse Gegenleistung. Seit dem 18ten Lebensjahr täglich über 8-12 Stunden ackern und dann keinen Job kriegen oder sich mit unter 30000€/Jahr abspeisen zu lassen? So nicht, meine lieben Herren Unternehmer.
Datum: 22.04.2008 18:17
>Das Studium war teuer genug. Vom Verdienstausfall gar nicht zu reden.
Jeder leistet eben seinen eigenen Beitrag, sich entbehrlich zu machen.
Datum: 22.04.2008 18:54
> Aber das reicht den hochnäsigen Firmen ja nicht, wie 200 erfolglose > Bewerbungen beweisen. Sorry, aber ich glaube da machst du was falsch.
Datum: 22.04.2008 19:12
20 Milliarden Verlust wegen angeblichen Ing Mangel Dazu habe ich zu sagen..... Ich habe 2.000.000 Verlust im Jahr nur weil ich zu doff bin und nix in der Schule gelernt habe. Hätten die mir mehr beigebracht tät ich jetzt bestimmt das verdienen im Jahr. Ich könnt da ausrasten. Gibt es da irgendwo eine Stelle wo ich das publik machen kann ??? Ausserdem täten mehr Chinesen für mich arbeiten, tät ich ebenso mehr Kohle machen. Frag mich bloß wieso da keiner bei mir an der Tür klingelt und bei mich nich um Arbeit bettelt. Hab mir extra ne vergoldete Klingel anschrauben lassen. Das sind Kosten die wollen erstmal reinkommen. Verfluchte Hunde.... ich könnt Multimilliadär sein. Täten die nur mehr in der Schule lernen und bei mir klingeln. Vielleicht habe ich auch zu hohe Ansprüche. Da möcht ich mal hier im Forum fragen ob nicht der eine oder andere mit langjähriger Berufserfahrung für mich arbeiten will. Geforderte Kenntnisse: C, C#, C++, VHDL, Erfahrung im digitalen und analogen Schaltungsdesign und verhandlungssicheres Englisch runden Euer Profil geschmeidig ab. Langjährige Berufserfahrung ebenso wünschenswert wie ein gepflegtes äusseres. Schnelle Auffassungsgabe und flexibelität ist selbstverständlich mit eingetütet. 40h Woche Überstunden sind erwünscht werden aber nix bezahlt. 40.000Euro im Jahr wenn gut dann 42.000Euro aber das entscheide dann ich. Nix Urlaubsgeld Nix Weihnachtsgeld. Wenn sich bis morgen hier nix getan hat muß ich zu meinem Leidwesen eingestehen, das es in diesem Land einen Ingenieursmangel gibt. Ligt aber wohl daran, dass Deutschland eines der bevölkerungsärmsten Länder der Welt ist un zweitens die Weltbevölkerung auch schwer am schrumpfen ist. So da will ich mal gespannt sein ob ich in einem Jahr nich doch meine 2Millo aufm Konto habe. Leut, geht studieren am besten alle und dann meldet euch wieder alle bei mir. (Die Pfeifen natürlich nicht)
Datum: 22.04.2008 19:26
Das Studium finanziert ihr Das Risiko nich zu bestehen tagt ihr Meinen Porsche erwirtschaftet ihr Meine Anweisungen befolgt ihr Die Pfeifen tragt ihr auch. De wolle schließlich Arbeitslosengeld Dafür trag ich die Verantwortung und sage wos lang geht. Mehr fällt mir momentan nicht ein. Dazu ist meine Schulbildung nicht hoch genug. So tät ich mir aber meine Berufliche Zukunft vorstellen.
Datum: 22.04.2008 22:50
>>Die Firmen haben keinen Grund, zum Jammern! Würden sie besser bezahlen, >>hätten sie auch Leute! >Und wo sollen diese herkommen? Deine Aussage impliziert, dass viele >Ingenieure die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Gehalt in einer Firma >vorziehen. Nah woher wohl, aus dem Ausland. Da sind die doch alle hingegangen. Oder aus dem Saarland( siehe oben ) >Wenn ich persönlich tagtäglich im Job sehe was von "Jungingenieuren" >geliefert wird, dann dreht sich mir der Magen um. Ich glaube das es Ingenieure auch schwerer haben als Ingenieure vor 20-30-40 Jahren. Der Stoff wird immer mehr und immer komplexer und lange Studienzeiten kann man sich überhaupt nich mehr leisten. Da meckert dann auch die Industrie. Durch den Bachelor wird das alles nicht besser. Die Industrie steht heute einfach in einer besonderen Verantwortung. Die Tage fahre ich übrigends zur Hannover Messe. Ich werde dann mal die Vereine, die permanent den Ingeneieurmangel propagieren darauf ansprechen. Bin mal auf die Reaktion gespannt.
Datum: 23.04.2008 00:14
@ ??? sollte man das Angebot wirklich ernst nehmen???????????????????? ...oder sich lieber aus Mitleid die Kugel geben? Lötkünstler <Mitder Lizenz zum löten>
Datum: 23.04.2008 07:41
>Die Industrie steht heute einfach in einer besonderen Verantwortung.
In welcher Verantwortung steht heute die Industrie? Das wurde schon
weiter oben aufgeworfen und ist genauso so eine leere Aussage, wie
soziale Gerechtigkeit.
Was kommt eigentlich nach der Industrie, nachdem man schon den Staat
dafür verantwortlich gemacht hat, dass dieser keine Jobs schafft und
Arbeit vorbei bringt? Schafft man dann endlich festzustellen, dass man
selber die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen muss, anstatt
diese auf Industrie und Staat zu schieben?
Datum: 23.04.2008 09:48
>Was kommt eigentlich nach der Industrie, nachdem man schon den Staat >dafür verantwortlich gemacht hat, dass dieser keine Jobs schafft und >Arbeit vorbei bringt? Schafft man dann endlich festzustellen, dass man >selber die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen muss, anstatt >diese auf Industrie und Staat zu schieben? Wenn jemand 200 Bewerbungen schreibt und keinen Job findet, ist es nachvollziehbar dass man auf Industrie und Staat schimpft. Die Frage ist, ob es wirklich an zu großen Erwartungen der Unternehmen gescheitert ist oder an anderen Gründen (bei 200 Absagen sind es sicher die verschiedensten Gründe). Aus den Schreiben der Firmen ist das ja leider nicht herauszulesen ("wir sehen derzeit keine Möglichkeit für eine Zusammenarbeit, blablubb"). Ich kann nur sagen: Habe im August mein Diplom gemacht, und micht danach beworben. Natürlich habe ich auch Absagen bekommen. Mich haben aber auch Firmen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, die in der Stellenausschreibung viel mehr verlangt haben als ich als blutiger Berufseinsteiger zu bieten hatte. Mit den überzogenen Angaben in den Stellenausschreibungen wird der Markt sondiert, könnte ja sein man bekommt wirklich mal ein Multitalent ab. Aber in der Realität müssen die Firmen immer Abstriche bei den Qualifikationen der Bewerber machen, wenn sie unbedingt jemand suchen. Deshalb sollte man sich von diesen Jung-kann alles-kostet nichts-Formulierungen nicht abschrecken lassen. Ich konnte jedenfalls nicht viel mehr Vorweisen als mein Studium, das Praxissemester und die Diplomarbeit. Auch sind (als Technischer Informatiker) meine Elektronik-Kenntnisse eher begrenzt und deshalb bin ich sehr auf Software-Entwicklung fixiert. Dennoch bekomme ich auch jetzt noch Anfragen von Firmen, ob ich nicht trotz meiner bereits angetretenen festen Stelle nicht mal auf ein Gespräch bei Ihnen vorbei kommen möchte. Andere haben meine Bewerbungsdaten für zukünftige Anfragen gespeichert, "falls es Ihnen nicht mehr gefällt in ihrem derzeitigen Job". Verallgemeinern kann man das sicher nicht, aber so schlecht scheint es zur Zeit auch nicht auszusehen. Ich bin jedenfalls froh, in diesen Zeiten mit dem Studium fertig geworden zu sein.
Datum: 23.04.2008 10:32
Wer 200 Bewerbungen mit "Ich bin jetzt Ingenieur, nehmt mir!" schreibt, wird wohl keine großen Chancen haben. Eine Bewerbung mit größeren formalen Mängeln an einen Groß-Konzern kann einen schon für die nächsten Jahre die Chance nehmen, dort anzufangen. weil auch alle weiteren Bewerbungen (auch an andere Konzernteile) direkt abgelehnt werden. Deshalb mal ein paar Bewerbungsratgeber lesen und sich ggf. Hilfe von Dienstleistern in Sachen Berwerbertraining holen.
Datum: 23.04.2008 14:53
@ Nixwisser darf man fragen wieviel du etwa in deinem Job verdienst und in welchem Raum du arbeitest?
Datum: 23.04.2008 15:02
>Was kommt eigentlich nach der Industrie, nachdem man schon den Staat >dafür verantwortlich gemacht hat, dass dieser keine Jobs schafft und >Arbeit vorbei bringt? Schafft man dann endlich festzustellen, dass man >selber die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen muss, anstatt >diese auf Industrie und Staat zu schieben? Der Staat trägt ganz sicher dazu bei das sich viele Firmen hier nicht ansiedeln bzw. besonders Neugründungen sind meiner meinung nach nicht besonders einfach. Nicht nur der komplexe rechtliche Rahmen ( siehe Forum ) sondern alles was damit zusammenhängt Krankenkasse, Rente. und und man blickt ohne Steuerberater und Fachanwalt eigentlich alleine nicht mehr durch und die wollen doch auch bezahlt werden. Im Fernseh war mal ein beispiel, da hat wer Jahre auf eine Baugenehmigng für seine Firma(Fabrik) gewartet die am expandieren war. Irgendwann ist der dann rüber nach Österreich und alles war in wenigen Monaten gegessen. Das ist sicher kein allgemeingültiges Beispiel aber das wir in einem sehr Bürokratischen Land leben dürfte kein Geheimnis sein. >Wer 200 Bewerbungen mit "Ich bin jetzt Ingenieur, nehmt mir!" schreibt, >wird wohl keine großen Chancen haben. Ich finde 200 Bewerbungen auch sehr viel. Auch ich habe zwei bekannte Ingenieure die >100 Bewerbungen geschrieben haben und nur Absagen bekommen haben. Bei einem sind die Noten zwar nicht besten(3.X) aber bei beiden liegen besondere Qualifikationen vor. Auch ich habe mich bei einer Firma beworben und im Anschreiben ein Wort vergessen. Das sieht relativ blöd aus aber irgendwie ist es halt passiert. Die Firma hat mich übrigends trotzdem eingeladen und das zeugt von vom Geist dieser Firma. Für Firmen die darauf achten ob das Papier 100g ist oder die Briefmarke gerade aufgeklebt ist bin ich mir wirklich zu schade. Ich denke das es nichts über einen bewerber aussagt welches Bewerbungsprogramm er benutzt. Das, das wichtig ist glauben wahrscheinlich nur noch personaler.
Datum: 23.04.2008 15:51
>@ Nixwisser >darf man fragen wieviel du etwa in deinem Job verdienst und in welchem >Raum du arbeitest? 39.000 nach der Probezeit, Hessen.
Datum: 23.04.2008 20:04
>Der Staat trägt ganz sicher dazu bei das sich viele Firmen hier nicht >ansiedeln bzw. besonders Neugründungen sind meiner meinung nach nicht >besonders einfach. Da hast du auf jeden Fall recht. Der Staat hat sich um die Rahmenbedingungen zu kümmern, nicht um die Jobs. Und wer 200 Absagen erhält, der sollte mal den Fehler bei sich suchen. Man kann erst auf angeblich zu hohe Anforderungen der Firma meckern, wenn niemand einen Job erhält.
Datum: 23.04.2008 20:08
>Ich denke das es nichts über einen bewerber aussagt welches >Bewerbungsprogramm er benutzt. Das, das wichtig ist glauben >wahrscheinlich nur noch personaler. Nach Gesundheit und Familie ist eine sinnvolle Beschäftigung das Wichtigste im Leben eines Menschen. Wer da bei der Bewerbung nicht exakt aufpasst, scheint es damit nicht genau zu nehmen. Er zeigt, dass ihm diese Arbeit nicht so wichtig ist und eine Bewerbung Zeitverschwendung ist, sonst hätte er sich die Zeit genommen, das entweder selbst noch einmal durchzulesen bzw. von jemand anders kontrollieren zu lassen.
Datum: 23.04.2008 20:22
So dumm schwätzt nur eine Arbeitgeber Als erstes kommt mal die Freiheit sein Leben nach eigenen Vorstellungen zu leben und nicht nach Vorstellung verquerter omipotenter Fantasten die die Welt beherrschen wollen. Solange es auf diesem Gebiet keine Waffengleichheit gibt wird es auch keine gerechte Verteilung des Bruttosozialprodukts geben. Irgendwann wird diese Schieflage dann auch bei uns wieder zu Konflikten führen,spätestens wenn die fossilen Rohstoffe erschöpft sind oder das Klima vollends umkippt. Lötkünstler <Mit der Lizenz zum löten>
Datum: 24.04.2008 13:27
Lötkünstler wrote: > So dumm schwätzt nur eine Arbeitgeber > Als erstes kommt mal die Freiheit sein Leben nach eigenen Vorstellungen > zu leben und nicht nach Vorstellung verquerter omipotenter Fantasten > die die Welt beherrschen wollen. ACK, das ist wirklich aus dem A... gesprochen. Das Problem koennte man wohl mit "Inkompetenz auf der Fuehrungsebene" recht gut beschreiben. Eine echt um sich greifende Krankheit. Als Inkompetenz kann man auch die schlichte Unfaehigkeit beschreiben, das Wesentliche einer Sache zu erkennen. Techniker koennen das (und muessen das koennen). Das ist der Grund, warum bei uns immer mind. 1-2 Ings im Vorstellungsgespraech sitzen. Da zaehlt fachliche Kompetenz bzw. auch das Interesse des Bewerbers. Wir hatten neulich einen, der musste 1A piekfeine Bewerbungsunterlagen gehabt haben. Leider hat er im Gespraech nix ruebergebracht und ist allen wesentlichen (technischen) Fragen ausgewichen, den haben wir natuerlich nicht genommen. Ich hab ne Mail als Bewerbung geschrieben (OK, als Student, aber trotzdem), die nicht so lang wie dieser Beitrag war. Darin hab ich aber das Wesentliche meiner Faehigkeiten und Erfahrungen genannt. Insg. hab ich nach dem Verlust meines letzten Jobs eine solche Mail schreiben muessen, um etwas zu finden. Michael
Datum: 24.04.2008 14:18
@ Michael G. >Wir hatten neulich einen, der musste 1A piekfeine Bewerbungsunterlagen >gehabt haben. Leider hat er im Gespraech nix ruebergebracht und ist >allen wesentlichen (technischen) Fragen ausgewichen, den haben wir >natuerlich nicht genommen. Na,der wird wohl Lampenfieber gehabt haben. Das passiert auch Profis von Zeit zu Zeit.Da habt Ihr euch keinen Gefallen getan nur weil der Kandidat mal nicht so gut drauf war.Ist eben ja auch nicht seine vertraute Umgebung,schämt euch. Lötkünstler <Mit der Lizenz zum löten>
Datum: 24.04.2008 14:36
@Michael G. Stimmt. Habe auch 2 meiner Stellen per mail bekommen. Das waren allerdings nicht die besten :-( Heute geht ja alles per mail.
Datum: 24.04.2008 14:48
Lötkünstler wrote: > @ Michael G. > >>Wir hatten neulich einen, der musste 1A piekfeine Bewerbungsunterlagen >>gehabt haben. Leider hat er im Gespraech nix ruebergebracht und ist >>allen wesentlichen (technischen) Fragen ausgewichen, den haben wir >>natuerlich nicht genommen. > > Na,der wird wohl Lampenfieber gehabt haben. Das passiert auch > Profis von Zeit zu Zeit.Da habt Ihr euch keinen Gefallen getan > nur weil der Kandidat mal nicht so gut drauf war.Ist eben ja auch > nicht seine vertraute Umgebung,schämt euch. Naja ich war ja nich dabei hab's mir nur schildern lassen. Waere nen Quereinsteiger mit knapp 50 gewesen, der vor 10 Jahren zur Informatik gestossen ist. Wenn er den technischen Teil ueberzeugender ruebergebracht haette, haetten wir ihn bestimmt genommen. Von nem 50-Jaehrigen kann man denk ich aber zu Recht eine gewisse Erfahrung verlangen denk ich mal ;)


