Transistoren - Die-Bilder

#6971419
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Die Russen hatten schon immer etwas übrig für Sterne und Flugzeuge und 
so für Namen und Logos.
Das S statt der 3 ergibt auch keine Treffer, außerdem kenne ich nichts 
russisches mit einem S voran.
Das in dem russischen Forum ist wohl meiner Anfrage danach geschuldet.

Viele Grüße
Bernd
Gast #6973815
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Franzose :)

 jdf. wenns ne drei und das gleiche wie in Richards Exemlar drin ist ;)

schätze auf SF.T 391 nnn wird der lauten,
irgendwann '67-69.

ist nur etwas verworren u. kaum/schlecht dokumentiert,
sogar franz. wikipedia verdreht ein paar Dinge
SESCO war ein joint-venture zw. Thomson u. GE
COSEM war CSF Alsacienne u. Radio Belver
SESCOSEM war später dann mehr oder weniger
(Auch wenn noch andere Bedeutung hat)
Markenname von zunächst Thomson-Brandt später Thomson-CSF

U. "Thomson" hiess eigentlich CFTH Compagnie Française Thomson Houston 
Die Kooperation mit der General Electric Company U.S.A. endete wohl 
~1969, zuvor ~'67 oder noch im Gange gab es die Vereiningung mit 
Hotchkiss-Brandt. und gleich hinterher die Vereinigung mit CSF

Die hiesen dann kurz (Compagnie Française) 
Thomson-Houston-Hotchkiss-Brandt daraus entstanden
grob Vereinfacht so:
-> Thomson-Brandt ~ Haushaltsgeräte
-> Hotchkiss ~ Waffentechnik
-> Thomson-CSF ~ elektronik für beide

Aber halt Konzern(e), halt keine Einzelfirma
dann war noch viel 70er und 80er übrig ....


---
von SESCO gibt es praktisch nichts im Netz:
Ob es Datenbücher gab, mir nicht bekannt.
So sähe das aus:
https://www.le-livre.fr/recherche-rapide.html?select_base=-1&RechercheRap=sesco

evtl. werden sich einige Dinge in GEs Transistor-Manuals wiederfinden.

COSEM (also urspr. CSF):
https://archives.doctsf.com/documents/index.php?num_serie=200
~ 1969, jetzt nicht mehr geguckt;
 COSEM - Diodes - datasheet
 COSEM - Transistors Ge - Datasheet
 COSEM - Transistors Si - Datasheet
 COSEM - Transistors SI - Diodes UHF - Circuits intégrés


SESCOSEM:
http://www.retronik.fr/Composants/SESCOSEM/


dig! oder lass es in friede ruhen;

http://aei.pitt.edu/36528/1/A2592.pdf
COMMISSION DES COMMUNAUTES EUROPEENNES
SERIE INDUSTRIE 1969
~ Forschung und Entwicklung in der Elektronik

S. 68-74 gibt einen groben Hinweis
OP #7025858
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Hm...

Die eckigen Kanten sprechen eher für ein B, richtig.
B würde für einen schnellen Thyristor stehen.

Auf der anderen Seite kann man heute noch T62-Thyristoren kaufen, zu 
TB2-Thyristoren habe ich auf die Schnelle nichts verlässliches gefunden.

Ich hätte gesagt, die 6 ist einfach  nicht schön geschrieben, bei der 93 
am Ende könnte es sich auch um ein Y3 handeln.
Aber es stimmt schon, vor allem im Vergleich zur zweiten 6 ist die erste 
6 wohl eher ein B.

Ich gehe der Sache nochmal nach und ergänze den Text auf jeden Fall mit 
einem Hinweis... ...oder ich übernehme vorerst das B...

Danke für den Hinweis!
#7026029
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Richard K. schrieb:
> Ich hätte gesagt, die 6 ist einfach  nicht schön geschrieben, bei der 93
> am Ende könnte es sich auch um ein Y3 handeln.

Das ist mit Sicherheit "У3" latinisiert "U3"

Die Mutter der Anschlußschraube dürfte im Vergleich ca. SW10 haben, die 
Schraube wäre dann M6? Auf jeden Fall ein ganz schönes Trumm. Als 
Briefbeschwerer fast schon zu groß. Aber als Türstopper noch zu klein :)
OP #7048100
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Zu "semiconductor pentode" weiß Wikipedia ein paar Dinge:

"  Early pentode transistors ii
One early pentode transistor was developed in the early 1950s as an 
improvement over the point-contact transistor.

A point-contact transistor having three emitters. It became obsolete in 
the middle 1950s.
Pentode field-effect transistors having 3 gates, similar to vacuum tube 
pentodes have also been described[1]"
OP #7068197
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Mir wurden die Transistoren zu unübersichtlich. Jetzt habe ich die 
Kategorien etwas überarbeitet:


- Transistoren (Germanium / Bipolar) => 
https://www.richis-lab.de/Transistoren_Ge.htm
- Transistoren (Silizium / Bipolar)
   - Kleinsignaltransistoren => 
https://www.richis-lab.de/Transistoren.htm
   - Leistungstransistoren => 
https://www.richis-lab.de/Transistoren_pwr.htm
   - Spezielle Varianten => 
https://www.richis-lab.de/Transistoren_div.htm
- Transistoren (Silizium / Feldeffekt)
   - Kleinsignaltransistoren => 
https://www.richis-lab.de/Transistoren_FET.htm
   - Leistungstransistoren => 
https://www.richis-lab.de/Transistoren_FET_pwr.htm
   - Smart-MOSFETs => https://www.richis-lab.de/Transistoren_FET_div.htm
- Transistoren (Wide-Bandgap) => 
https://www.richis-lab.de/Transistoren_wb.htm


Jetzt kann es weiter gehen...

Hm, die Formatierung ist nicht so glücklich hier... Naja, ihr wisst um 
was es geht und findet die Sortierung ja letztlich auch auf meiner 
Seite.
Gast #7071876
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Hoi Richard =D

Das ist ja absolut heftig was du hier machst! Danke echt für diese 
unglaublichen Bilder, vorallem die extra Durchbrucherscheinungen geben 
mir den Rest!! Das wusste ich echt nicht, dass Transistoren so leuchten 
können, und dann noch zerstörungsfrei (wenn man s nicht übertreibt^^)!

Wie kommst du dazu so etwas zu machen/anzufangen? Arbeitest du in der 
Halbleiterherstellung? Und von wo hast du dein ganzes Wissen?

Wahnsinnig brutal, danke dass du dieses Angebot bietest!

Ausserdem, ich habe gesehen, du hast CE Durchbrüche provoziert. Auch 
wenn es strombegrenzt war, ist nicht dann sofort der Transistor kaputt? 
Bei IBGTs mindestens soll das ja ganz schlimm sein, drum sollten ja 
jeweils TVS Dioden genommen werden über der CE Strecke. Was aber 
würde/könnte passieren wenn eine strombegrenzte (sagen wir, 5 µA) 
Spannungsquelle mit 2000 V an einen 1200 V IGBT angeschlossen wird (V_GE 
= 0 V)?
Oder noch schlimmer, Gate - Emitter: Was passiert wenn am Gate eine 
Quelle 50 V haben kann und strombegrenzt ist auf 100 nA? Ist immer nur 
die lokale Verlustleistung das Problem, oder kann alleine auch die 
Spannung ein Problem werden?

Btw, irgendwann, so im Alter von Zündspulen und den entsprechenden 
Ansteuerungen und so, habe ich mal irgendein wildes Gerücht gehört dass 
man spannungsmässig solche TO3 Transistoren "tunen" könne in dem man 
irgendwie Silikonpaste o.ä. auf den Die/die Dies schmiert.
Dann sollte man mit einem 2N3055 angeblich die Primärspannung an der 
Zündspule hochschiessen lassen können wie bei Verwendung von einem 
dedicated Horizontaltransistor (2SC3994 oder so), also auch so 800 V...
Aber meiner Meinung nach ist doch da der Siliziumkristall an sich schon 
das Problem..? Habt ihr auch schonmal irgendwie diese komische Anekdote 
gehört?
OP #7071989
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Freut mich, wenn dir meine Dokumentationen gefallen! :)

Mein Wissen habe ich zum Teil aus dem Studium, zum Teil von der Arbeit 
und zum Teil autodidaktisch erworben.
Den Großteil habe ich mir selber beigebracht. Das Studium hatte etwas 
andere Schwerpunkte und die Arbeit bringt mich den Halbleitern zwar 
immer wieder recht nahe, sie sind aber meistens nur Mittel zum Zweck.

=> Lesen bildet! Digital, analog, was man so findet. Je nach Thema IEEE, 
archive.org, gute Kontakte zu kompetenten Leuten helfen auch.

pn-Übergänge sind sehr robust solange man sie nicht überlastet. Das gilt 
auch für CE-Strecken. Bei 100V Durchbruchspannung darf der Strom halt 
nicht zu hoch sein.
Bei richtig hohen Spannungen (z.B. bei IGBTs) kann es aber sein, dass 
die Feldstärke am Rand des Dies dazu führt, dass es dort zu einem 
Überschlag kommt bevor die CE-Strecke durchbricht. Das is natürlich 
irreversibel.
Ebenso tödlich ist ein Durchbruch der Gate-Isolation eines MOSFETs oder 
IGBTs. Das ist eine "normale" Isolation und die geht sofort kaputt.

Also dieses Tunen von Transistoren halte ich für ein Gerücht. Bei hohen 
Spannungen ist die Feldstärke am Rand wirklich ein Problem und man 
könnte sich vorstellen, dass sich das vielleicht irgendwie minimal 
optimieren lässt, aber so wirklich glauben mag ich das nicht. Und einen 
2N3055 wird man so sicher nicht zum Hochspannungstransistor machen 
können. Da bricht die innere Sperrschicht vorher zusammen und die kann 
man von außen nicht relevant beeinflussen.

Achja, wie komme ich dazu das zu machen?
Die Webseite habe ich schon lange (~2000). (Damals hat man Bilder noch 
entwickeln lassen und danach eingescannt und man wusste nicht nicht so 
wirklich was man mit Suchmaschine wie Altavista und Fireball anfangen 
sollte :))
Eine Zeit lang habe ich da meine Projekte hochgeladen, einige 
"Altlasten" sind ja weiterhin vorhanden.

Fotografie war schon immer ein zweites Hobby und ungefähr 2017 habe ich 
damit angefangen erste IC-Bilder zu machen. Ich war positiv überrascht 
was ein Makro-Objektiv sichtbar machen kann und von da an sind meine 
Prozesse besser und besser geworden.

Zuerst habe ich meine eigenen Halbleiter untersucht und dann haben mit 
diverse nette Leute alles mögliche Interessante zukommen lassen. Die 
große Bandbreite der Spender führt zu der großen Bandbreite der Teile. 
Das möchte ich auch so beibehalten: alt/neu, groß/klein, 
einfach/komplex, bekannt/unbekannt...
OP #7072016
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So ganz ist das Warum damit aber eigentlich noch gar nicht beantwortet.

Ich habe mich selbst schon immer gerne auf ähnlichen Seiten 
herumgetrieben. Mit meiner Seite kann ich "dem Internet" ein bisschen 
was zurückgeben.

Dazu kommt, dass ich festgestellt habe, dass man sich viel intensiver 
mit der Materie beschäftigt, wenn man sie so aufbereitet, dass man die 
Zusammenhänge anderen präsentieren kann.

Außerdem macht es mehr Spaß und man bekommt mehr interessante Kontakte 
(und Bauteile) wenn man seine Erkenntnisse veröffentlicht.
Gast #7072053
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Richard K. schrieb:
> pn-Übergänge sind sehr robust solange man sie nicht überlastet. Das gilt
> auch für CE-Strecken. Bei 100V Durchbruchspannung darf der Strom halt
> nicht zu hoch sein.
> Bei richtig hohen Spannungen (z.B. bei IGBTs) kann es aber sein, dass
> die Feldstärke am Rand des Dies dazu führt, dass es dort zu einem
> Überschlag kommt bevor die CE-Strecke durchbricht. Das is natürlich
> irreversibel.
> Ebenso tödlich ist ein Durchbruch der Gate-Isolation eines MOSFETs oder
> IGBTs. Das ist eine "normale" Isolation und die geht sofort kaputt.

Ja, macht Sinn, jetzt wo du es sagst.
Mindestens in einer realen Schaltung (keine sinnvolle Strombegrenzung) 
könnte ich mir also das folgende vorstellen:
CE Durchbruch ==> mehr oder weniger konstante Spannung solange keine 
lokale Leistungsüberschreitung, also solange die Spannung nicht noch 
mehr ansteigt wird es nicht schlimmer.
(CE) Überschlag = Lichtbogenentladung, d.h. negativer differentieller 
Widerstand ==> Spannung wird klein und der Strom riesig. Da kann die 
Spannung schon wieder ungefährlich sein, das ist es gewesen :(

Wobei in der Theorie könnte man philosophieren ob 1 µA reicht für einen 
irreversiblen Durchschlag. Vorher müsste man noch definieren, was macht 
einen Durchschlag irreversibel? Welche Energie muss umgesetzt werden im 
Dielektrikum? Da könnte ich mir sogar vorstellen dass alleine die 
interne Kapazität vom Transistor schon genug Energie speichert für einen 
zerstörenden Durchschlag.

Hast du schonmal den Versuch gemacht V_GS zu überschreiten an einem 
billigen MOSFET, welcher gefilmt wird? Begrenzt auf eben 100 nA oder so.

Hast du schonmal die Steilheit gemessen von einem reversiblen CE 
Durchbruch, z.B. beim 2N3055?
Bei 100 V hast du 1 µA, und bei 100.1 V hast du 1 A oder so etwa? ... :/

Btw, "https://www.richis-lab.de/images/transistoren/36x07.jpg"; blaues 
Leuchten bei einem SiC FET, jetzt eskalierst du aber eindeutig =)
HAMMER!!

Grüsse - Microwave
OP #7072115
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Microwave schrieb:
> Mindestens in einer realen Schaltung (keine sinnvolle Strombegrenzung)
> könnte ich mir also das folgende vorstellen:
> CE Durchbruch ==> mehr oder weniger konstante Spannung solange keine
> lokale Leistungsüberschreitung, also solange die Spannung nicht noch
> mehr ansteigt wird es nicht schlimmer.
> (CE) Überschlag = Lichtbogenentladung, d.h. negativer differentieller
> Widerstand ==> Spannung wird klein und der Strom riesig. Da kann die
> Spannung schon wieder ungefährlich sein, das ist es gewesen :(
>
> Wobei in der Theorie könnte man philosophieren ob 1 µA reicht für einen
> irreversiblen Durchschlag. Vorher müsste man noch definieren, was macht
> einen Durchschlag irreversibel? Welche Energie muss umgesetzt werden im
> Dielektrikum? Da könnte ich mir sogar vorstellen dass alleine die
> interne Kapazität vom Transistor schon genug Energie speichert für einen
> zerstörenden Durchschlag.

Was macht einen Durchlag irreversibel? Das ist die richtige Frage.

Legt man an einen pn-Übergang eine ausreichend negative Spannung, die 
zum Durchbruch führt, so arbeitet der Bereich im Lawinendurchbruch. Das 
ist wie bei einer Z-Diode ein ganz normaler Betriebszustand. Solange man 
die Verlustleistung abführen kann, ist das überhaupt kein Problem. Der 
Strom muss eben passend begrenzt werden.
In einer realen Schaltung wird sich eher selten eine ausreichende 
Strombegrenzung finden.

Der Überschlag "über den Rand des Dies" ist dagegen, wie du schon 
schreibst, eine klassische Entladung. Eine solche Entladung führt sofort 
zu einer Degeneration der Strukturen. Da kommt es zu 
Materialwanderungen, Strukturen schmelzen auf, Materialien zersetzen 
sich,... Das erzeugt entweder sofort einen Kurzschluss oder reduziert 
die Spannungsfestigkeit enorm.


> Hast du schonmal den Versuch gemacht V_GS zu überschreiten an einem
> billigen MOSFET, welcher gefilmt wird? Begrenzt auf eben 100 nA oder so.

Das ist die "normale" Gate-Isolation, die ist sofort durch, da wird man 
bei 100nA nicht viel sehen. Erst wenn der Strom hoch genug ist, wird man 
den Schaden auch sehen (Krater,...).


> Hast du schonmal die Steilheit gemessen von einem reversiblen CE
> Durchbruch, z.B. beim 2N3055?
> Bei 100 V hast du 1 µA, und bei 100.1 V hast du 1 A oder so etwa? ... :/

Nö, das habe ich noch nicht. Mir fehlt noch eine ordentliche SMU in 
meinem Messtechnikbestand, die wäre da hilfreich. Die Steilheit dürfte 
recht hoch sein.


> Btw, "https://www.richis-lab.de/images/transistoren/36x07.jpg"; blaues
> Leuchten bei einem SiC FET, jetzt eskalierst du aber eindeutig =)
> HAMMER!!

Ja, das hat mir auch sehr gut gefallen! :)
In die Richtung habe ich noch mehr vor...


Grüße,

Richard
Gast #7072132
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Hoi Richard

Danke für deine raschen Antworten.
Eine Frage bzgl. dem Spannungsthema stellt mir sich noch: Warum wird 
immer gesagt, abgeschaltete MOSFETs seien weniger empfindlich gegenüber 
Überspannung über der DS Strecke verglichen zu abgeschalteten BJTs (dort 
halt CE) also auch IGBTs?
Ist das weil sich bei MOSFETs eher alles flächig abspielt und keine 
gefährlichen Leistungskonzentrationen kommen können, und bei BJTs ist 
immer alles auf die schmale Sperr**schicht** konzentriert?

Dann noch andere Fragen, und nochmal danke für deine Zeit!!

- Würde man bei einer 1N400x (vielleicht nicht grad 7) bei einem 
Durchbruch auch ein Leuchten sehen wie bei der BE Strecke vom 
Transistor? Hast du das schonmal probiert?

- Wie kommt die Farbe zustande in den Bildern welche du nicht extra 
markiert hast? Ist das wirklich so türkis und rötlich, oder hast du 
jeweils alles nachbearbeitet zum es besser erklär/unterscheidbar machen?

- Besonders bei den Darlingtontransistoren, wo du immer die Metalllagen 
weggeätzt hast am Schluss, würde irgendwie noch ein BE Durchbruch 
möglich sein, zum auch dort die Lage von der Sperrschicht anzeigen vom 
Haupttransistor? Ich finde das absolut genial dass du bei den einfachen 
Transistoren immer mit dem Durchbruchleuchten "gratis" die genaue Lage 
von der Sperrschicht markiert hast =D

- Würde mit den Transistoren mit perforated Emitter auch ein Leuchten 
sichtbar sein bei den ganzen Teiltransistoren? Schonmal probiert?

Grüsse - Microwave :)
OP #7072169
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Microwave schrieb:
> Eine Frage bzgl. dem Spannungsthema stellt mir sich noch: Warum wird
> immer gesagt, abgeschaltete MOSFETs seien weniger empfindlich gegenüber
> Überspannung über der DS Strecke verglichen zu abgeschalteten BJTs (dort
> halt CE) also auch IGBTs?

Das kann ich dir aus dem Stand so auch nicht sagen, sorry. :)


> - Würde man bei einer 1N400x (vielleicht nicht grad 7) bei einem
> Durchbruch auch ein Leuchten sehen wie bei der BE Strecke vom
> Transistor? Hast du das schonmal probiert?

Da würde sich auch ein Leuchten einstellen, ja.
Ausprobiert habe ich das noch nicht.
Sowas wie die 1N4007 hat keine "schön sichtbare" Sperrschicht da wird 
man auch vom Leuchten nicht viel sehen.


> - Wie kommt die Farbe zustande in den Bildern welche du nicht extra
> markiert hast? Ist das wirklich so türkis und rötlich, oder hast du
> jeweils alles nachbearbeitet zum es besser erklär/unterscheidbar machen?

Du meinst bei den IC-Bildern? Das sind Resonanzen in den dünnen 
Siliziumoxidschichten.
Die Herstellung der Chips erzeugt unterschiedlich dicke 
Siliziumoxidschichten auf den aktiven Bereichen. Die unterschiedlichen 
Dicken erzeugen entsprechend unterschiedliche Resonanzen die die eine 
oder die andere Farbe erzeugen.
Entfernt man die Siliziumoxidschichten ist alles grau:
https://www.richis-lab.de/Howto_Decap_HF.htm


> - Besonders bei den Darlingtontransistoren, wo du immer die Metalllagen
> weggeätzt hast am Schluss, würde irgendwie noch ein BE Durchbruch
> möglich sein, zum auch dort die Lage von der Sperrschicht anzeigen vom
> Haupttransistor? Ich finde das absolut genial dass du bei den einfachen
> Transistoren immer mit dem Durchbruchleuchten "gratis" die genaue Lage
> von der Sperrschicht markiert hast =D

Wenn die Metalllage fehlt müsste man das Ganze irgendwie noch effizient 
kontaktieren, das dürfte schwierig werden...


> - Würde mit den Transistoren mit perforated Emitter auch ein Leuchten
> sichtbar sein bei den ganzen Teiltransistoren? Schonmal probiert?

Ja das hatten wir schon mal:
https://www.richis-lab.de/Bipolar08.htm
Hat was... :)


Grüße,

Richard
Moderator Persönliche Seite #7072186
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Richard K. schrieb:

>> Btw, "https://www.richis-lab.de/images/transistoren/36x07.jpg"; blaues
>> Leuchten bei einem SiC FET, jetzt eskalierst du aber eindeutig =)
>> HAMMER!!
>
> Ja, das hat mir auch sehr gut gefallen! :)

Die ersten behaupteterweise serienreifen blauen LEDs, die ich Anfang der 
1980er Jahre auf einer Leipziger Messe sehen konnte (Hersteller habe ich 
allerdings vergessen) waren ebenfalls auf SiC-Basis. Blau war ja recht 
lange eine Fehlfarbe bei LEDs, und SiC galt als einer der 
aussichtsreichen Kandidaten. (Andere Materialien sind dann aber später 
besser geworden.)
#7072191
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Microwave schrieb:
> Btw, "https://www.richis-lab.de/images/transistoren/36x07.jpg"; blaues
> Leuchten bei einem SiC FET, jetzt eskalierst du aber eindeutig =)

Meines Wissens wird bei blauen LED deswegen Siliziumcarbid verwendet. 
Das ist denen erst spät gelungen, die roten gelben und grünen gibt es 
schon lange, die beinhalten stattdessen Galliumphosphid oder 
Galliumarsenid.
Im Handbuch zum Golf 2 steht: „die blaue Kontrollleuchte ist eine 
Miniaturglühlampe, weil blaue LED noch sehr teuer sind“ Die anderen 
waren dagegen schon LED.

Edit: jetzt war Jörg schneller..
OP #7072373
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Korax K. schrieb:
> Im Handbuch zum Golf 2 steht: „die blaue Kontrollleuchte ist eine
> Miniaturglühlampe, weil blaue LED noch sehr teuer sind“ Die anderen
> waren dagegen schon LED.

Das ist ja lustig! :)


Falls es oben bei der Erklärung der Farben auf den Chipbildern nicht 
klar genug war, hier noch eine Ergänzung:
An der Oberseite und an der Unterseite der dünnen 
Siliziumoxids-Schichten wird jeweils ein Teil des eintreffenden Lichts 
reflektiert. Das direkt reflektierte Licht und das tiefer reflektierte 
Licht mischen sich dann wieder. Je nach Dicke der Siliziumoxidschicht 
kommt es zur Auslöschung oder Verstärkung der einen oder anderen 
Wellenlänge und das Licht wird so bunt.
Gast #7072398
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Richard K. schrieb:
> Falls es oben bei der Erklärung der Farben auf den Chipbildern nicht
> klar genug war, hier noch eine Ergänzung:
Die war sehr wohl klar genug.
Beim überfliegen (15 s) ging schon das Licht auf:
"Achhhh jaaa, stimmt, macht Sinn" =)

So in der Makrowelt mit mm und m kennt man diese Effekte eben nicht 
wirklich grad^^ Und denkt natürlich auch dass diese ganzen Schichten 
doch sicher auch irgendwie 100 µm dick sind.

Richard K. schrieb:
> Ja das hatten wir schon mal:
> https://www.richis-lab.de/Bipolar08.htm
Sory, nicht gesehen :)

Korax K. schrieb:
> Meines Wissens wird bei blauen LED deswegen Siliziumcarbid verwendet.
Indiumgalliumnitrid (InGaN) ist scheinbar auch noch verwendet, laut 
Wikipedia.
Btw, lustig auch der Eintrag "Diamant" bei Ultraviolett in der 
Materialliste.
Eine Diamant LED =D

Grüsse - Microwave
OP #7072409
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Microwave schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Falls es oben bei der Erklärung der Farben auf den Chipbildern nicht
>> klar genug war, hier noch eine Ergänzung:
> Die war sehr wohl klar genug.
> Beim überfliegen (15 s) ging schon das Licht auf:
> "Achhhh jaaa, stimmt, macht Sinn" =)
>
> So in der Makrowelt mit mm und m kennt man diese Effekte eben nicht
> wirklich grad^^ Und denkt natürlich auch dass diese ganzen Schichten
> doch sicher auch irgendwie 100 µm dick sind.

Dann passt´s ja! :)

Die Natur kann das auch:
Das Schillern von dünnen Ölschichten auf Wasserpfützen basiert auf dem 
gleichen Effekt und soweit ich weiß entstehen die Farben auf den 
Schmetterlingsflügeln genauso.
Aber hast natürlich schon Recht, man denkt nicht sofort an solche 
Effekte. War mir auch nicht gleich so bewusst.

Die Kunst ist der richtige Einfallswinkel des Lichts. Bei 
10k€-Auflichtmikroskopen funktioniert das einfach, ich musste erst mal 
ein Gefühl dafür entwickeln.
Gast #7072591
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Korax K. schrieb:
> Meines Wissens wird bei blauen LED deswegen Siliziumcarbid verwendet

Dein Wissen ist halt veraltet. 
https://www.wissenschaft.de/technik-digitales/physik-nobelpreis-fuer-die-blaue-led/

SiC LEDs werden heute als Rarität gesucht und teuer gehandelt.

Korax K. schrieb:
> Im Handbuch zum Golf 2 steht

Damals gab es noch keine blauen LED.

Schlimmer war der Polo: Ausnahmegenehmigung für eine gelbe LED als 
Fernlichtindikator, weil eine blaue Gluhlampe fur den Polo zu teuer war.
OP #7073797
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Interessant! Danke für die Info!

Wie war das dann mit der Dotierung? Befindet die sich trotzdem, wie man 
es immer ließt, im Lot und diffundiert durch die Übergangsschicht oder 
beinhaltete die Übergangsschicht schon das Dotierungs-Material? ...wobei 
ich mich dann fragen würde warum darüber noch einmal zwei verschiedene 
Lote notwendig waren.

OT: Wenn man deine Beiträge hier so verfolgt hast du auch schon fast 
alles gesehen und gemacht? Faszinierend...
(Firma: S-C-I DATA GbR) #7074165
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[OT]
Richard K. schrieb:
> OT: Wenn man deine Beiträge hier so verfolgt hast du auch schon fast
> alles gesehen und gemacht?

Jep, deshalb haben die, die mich nicht persönlich kennen so ihre 
Probleme.
Es grenzt schon ein wenig ans Unglaubliche...

Deshalb nimm ich das niemandem übel....

Aber dir sende ich sowieso mal noch PNP "DIE" zu, die Das Logo der Firma 
haben ,

Dan kannst du die auch mal zum "Leuchten Bringen" ohne dass du zuerst 
ein Gehäuse öffnen musst.

Muss aber zuerst ein Halter machen, sonst kannst du sie nicht 
kontaktieren.

Zur Zeit habe ich aber 3 Leute zu wenig, weshalb ich nicht dazu komme 
:-(...

73 55
[/OT]
OP #7074256
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Nun, das Forum ist ja bekannt für seinen teilweise rauhen Ton.

Über besondere Teile freue ich mich immer! :)

Aber nochmal zum Ge-Transistor und der Beschichtung der 
Germaniumscheibe:
Weißt du ob die Beschichtung dann auch gleich die Dotierung mitgebracht 
hat oder ob das über das Lot kam?
(Firma: S-C-I DATA GbR) #7074458
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Richard K. schrieb:
> Weißt du ob die Beschichtung dann auch gleich die Dotierung mitgebracht
> hat oder ob das über das Lot kam

Wir haben es damals in die Beschichtung integriert (Musste zuerst 
nachschaun ist laaaange her) es ist Möglich,
das die da 2 verschiedene Lote verwendet haben,
um die Temperaturdehnung zu Kompensieren,
es handelt sich ja immerhin um ein Leistungsbauteil, das auch mal so 
richtig warm werden darf...
Und der Aufbau lässt nicht wirklich Dehnungsraum.  :-)
Gast #7091579
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Jörg R. schrieb:
> Du gehörst mit Deinem erstklassigen Projekt auf YouTube. Das würde den
> Kanal qualitativ zudem ein gutes nach oben katapultieren;-)

Bloß nicht, selbst total besoffen und mit einem Joint in der Hand wäre 
Richard noch 10 Etagen über den dort vertretenen Idioten.

Auf YT kann man sich F*ckFilme angucken, im technischen Bereich ist der 
Laden tiefer als jeder Kriegsbunker.
OP #7091736
Lesenswert?

Ich danke für die lobenden Worte! :) Aktuell gibt es die freie Zeit gar 
nicht her Videos zu erstellen. Ich bin oft selbst überrascht welche 
Taktrate ich halten kann.

@Jörg W.: Aber bei "meinen" Transistor-Bezeichnungen findest du auch 
keinen Anhaltspunkt was sich dahinter verbergen könnte?
(Firma: مهندس) #7091788
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Richard K. schrieb:
> Aktuell gibt es die freie Zeit gar nicht her Videos zu erstellen.

YT ist ja sehr 'modern', würde mehr Klicks bringen, reißerische 
Aufmachung womöglich noch, viele '!!!' und 'FAKE-MOSFET!' - aber ich 
finde Videos für Richards Projekte überhaupt nicht anstrebenswert.

Als Webseite lassen sich die schönen, ästhetischen Bilder und die Texte 
genau in dem Tempo verdauen, wie es jedem individuell gefällt. Weiter 
so, ich bin gern auf Deiner Seite!
OP #7091793
Lesenswert?

Danke! :)

Ja, die Aufmacher haben sich in den letzten Jahren ganz schön verändert.
Meine Titel müssten dann wohl lauten:
"Alles schlechte der Welt vereint in einem TO3-Gehäuse!!!"
"Astralwesen zeigen sich an Sperrschicht von Transistoren"
"China unterwandert westliche Welt mit diesem IC!"
und zur Zeit ganz weit oben:
"Mit diesem Trick können Sie ihre Stromrechnung um 90% reduzieren!" 
(passend zu jedem Bild/Video)
Moderator Persönliche Seite #7091886
Lesenswert?

Richard K. schrieb:
> @Jörg W.: Aber bei "meinen" Transistor-Bezeichnungen findest du auch
> keinen Anhaltspunkt was sich dahinter verbergen könnte?

Nein, die Bezeichnung fällt so völlig aus der Art.

Ich hatte diese КТ331В übrigens tatsächlich mal verbaut, in einem der 
damals so üblichen Logik-Prüfstifte. Eingebaut zusammen mit einer 
kleinen 7-Segment-Anzeige (ich denke, es war eine VQB37) in ein HC-6/U 
Quarzgehäuse. Das "Gerippe" der Schaltung bestand aus den Widerständen, 
die Golddrähte dieser Transistoren musste man dann in die heißen 
Lötzinnnperlen einlegieren. Etwas zu unachtsam lang gelötet, und der 
Draht war ratz-batz weg. :-O  Das Ganze am Ende mit Epoxidharz 
eingegossen.
OP #7092191
Lesenswert?

Dass diese Bonddrähtchen beim Löten ruckzuck wegschmelzen habe ich auch 
schon gehört. :)


Im EEVblog-Forum hatte noch jemand einen Hinweis:

The marking of the transistor is non-standard, which means an 
experimental sample. The first letter "А" (Cyrillic) denotes the plant - 
Pulsar. "А479А" (Cyrillic) is most likely a prototype of the transitor 
2Т319А (Cyrillic).

Here is information about it: http://www.155la3.ru/2tp319.htm

Wie er von A479A auf 2T319A kommt, ist mir aber noch nicht ganz klar.
OP #7238481
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Dabei muss man Whisker und Dendriten unterscheiden.

Bei den Whiskern hat man lange nicht verstanden wie sie eigentlich 
entstehen und welche Bedingungen dabei förderlich sind. Soweit ich weiß 
ist das heute noch nicht zu 100% geklärt.
Das Problem tritt (im Elektronikbereich) nur bei reinem Zinn auf. 
Problematischer wurde es daher wieder mit der Umstellung auf bleifrei. 
Aber als flächendeckendes, großes Problem würde ich den Effekt nicht 
einsortieren. Ich habe auch beruflich mit Elektronik in größeren 
Stückzahlen zu tun und abgesehen von "einzelnen Erzählungen anderer" ist 
mir bisher kein Problem mit Whiskern untergekommen.

Bei den Dendriten bin ich mir nicht ganz sicher, aber ich vermute, dass 
das ein grundsätzlich recht einfach erklärbarer, (elektro)chemischer 
Prozess ist.
Wie man beim GD608 und an den vielen Trocknungsmitteln sieht, hatte man 
damals noch ziemliche Probleme mit Sauberkeit und Dichtigkeit. Da kann 
sich schnell mal alles Mögliche bilden. Aber selbst damals war das nicht 
in jedem Bauteil so, wie man an den vielen "sauberen" Transistoren 
sieht.

Was heute öfter vorkommt ist CAF, Conductive anodic filament:
https://www.all-electronics.de/elektronik-fertigung/caf-fehlerbild-baugruppen-aus-fr4.html
Das ist ein elektrochemischer Prozess, den hat man aber verstanden und 
kann man beherrschen.
Gast #7278341
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Richard K. schrieb:
> Heute nur ein kleiner BC548C von Philips:
Ich vermute ja, das die Dies von BC546, BC547, BC548, BC549 und BC550 
alle identisch aussehen:
https://www.sparkfun.com/datasheets/Components/BC546.pdf

Bei Fairchild stehen die alle im selben Datenblatt und haben identische 
Kurven. Am Anfang wurde die verschiedenen Typen vermutlich noch 
ausgemessen und als man die Prozesse im Griff hatte, konnte man dann so 
labeln, wie es die Kunden bestellt und bezahlt haben.

Interessant ist, das der komplementäre PNP identisch aussieht. Da konnte 
man sicher nicht einfach das Dotierungsprofil 'invertieren'. Die 
Unterschiede in der Ladungsträgerbeweglichkeit müssen ja irgendwie 
kompensiert werden. Und über die Fläche ist das offensichtlich nicht 
geschehen...
OP #7298836
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Selbst bei den großen Transistoren sind die Hersteller mit Hersteller- 
und Typbezeichnungen immer sehr sparsam, leider...

Die Form ergibt sich wahrscheinlich aus der Notwendigkeit neben der 
Emitter-Bondfläche auch noch eine Basis-Bondfläche zu integrieren. Beide 
Bondflächen benötigen eine gewisse Mindestläche und das Die soll aber 
gleichzeitig möglichst klein bleiben.
Beitrag #7320990 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7404576
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Beim Aufräumen noch eine historische Persönlichkeit gefunden: IBM Typ022 von Delco. PNP mit 60V und 15A, 2N174 ist als Ersatztyp angegeben. Falls du ihn nicht haben möchtest, kann ihn auch gerne jemand anders für Sammlung, Museum o.ä. bekommen.

Arno

#7422970
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Richard K. schrieb:

HFO SF123:

https://www.richis-lab.de/BipolarA02.htm

Auch wenn dieser Beitrag schon ein Jahr her ist, kleiner Hinweis, oder vielleicht auch Frage. Dort schreibst Du "Die Zeichen DO stehen für eine Fertigung im April 1974.". Ich würde es eher als Oktober 1973 entziffern. Buchstabe A sollte ja 1970 (und auch 1990) sein, und die Monate Jan ... Sep bekamen 1 ... 9, und Okt, Nov, Dez wurden mit ihrem Anfangsbuchstaben abgekürzt, also O, N, D. Also sollte DO Okt 1973 sein ... Oder hast Du eine andere Liste für die DDR-Kodierung?

OP #7423184
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Ich habe hier tatsächlich eine Liste eines Enthusiasten, der es sich zur Aufgabe gemacht hat die Beschriftungen der verschiedenen DDR-Halbleiterhersteller den Produktionsjahren und -monaten zuzuordnen.

Bis 1977 hat das HFO noch nach eigenen Regeln beschriftet, danach hat man sich an "die Norm" gehalten.

Dresden und Erfurt hatten natürlich jeweils eigene Regeln.

Tesla hat sich übrigens auch erst ab 1983 an die Norm gehalten, davor hatte die ebenfalls ein eigenes System.

#7427905
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H. H. schrieb:

Jens G. schrieb:

DDR-Kodierung

Nix DDR, IEC!

http://bedienungsanleitung.elektronotdienst-nuernberg.de/din-en-60062.html

Ja gut, ist schon ok.

Und nach welcher Norm wurde der hier mit dem Datecode versehen?

https://www.richis-lab.de/Bipolar75.htm

LM paßt nicht so in die gängige Norm, bzw. die dort genannte Zeit - September 1972 ist mir nicht so ganz schlüssig, weder das Jahr noch Monat ...

OP #7427938
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Und ich zitiere mich selbst:

Richard K. schrieb:

Ich habe hier tatsächlich eine Liste eines Enthusiasten, der es sich zur Aufgabe gemacht hat die Beschriftungen der verschiedenen DDR-Halbleiterhersteller den Produktionsjahren und -monaten zuzuordnen. Bis 1977 hat das HFO noch nach eigenen Regeln beschriftet, danach hat man sich an "die Norm" gehalten. Dresden und Erfurt hatten natürlich jeweils eigene Regeln. Tesla hat sich übrigens auch erst ab 1983 an die Norm gehalten, davor hatte die ebenfalls ein eigenes System.

Das gilt auch für den SF137...

OP #7428675
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H. H. schrieb:

Richard K. schrieb:

MMBT3904, ein Kleinsignaltransistor mit einer ungewöhnlichen Geometrie:

https://www.richis-lab.de/BipolarA32.htm

https://www.lcsc.com/product-detail/Bipolar-Transistors-BJT_Comchip-MMBT3904-HF_C3200072.html

Auf dem Bild bei LSCS sieht der SMD-Code sehr passend aus, im Datenblatt von Comchip sieht die Formatierung aber anders aus: https://www.mouser.de/datasheet/2/80/MMBT3904_G_RevE-2506519.pdf Da ist der zusätzliche Buchstabe nicht tiefgestellt und es müssten Punkte/Striche unter den Zeichen abgebildet sein.

(Firma: ;-) gibt es auch) #7485324
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Richard K. schrieb:

Es war sicher nicht einfach die Bonddrähte robust und in Serie so zu verlegen.

Ich frage mich allerdings, warum der Hersteller die Dies nicht einfach um 90° gedreht auf den Träger gesetzt hat. Damit hätte er die Bonddrähte a verkürzt und b sie auf beiden Seiten des Pins verteilen können.

Und ja, sehr schöne Bilder mal wieder!

OP #7485325
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Ove M. schrieb:

Richard K. schrieb:

Es war sicher nicht einfach die Bonddrähte robust und in Serie so zu verlegen.

Ich frage mich allerdings, warum der Hersteller die Dies nicht einfach um 90° gedreht auf den Träger gesetzt hat. Damit hätte er die Bonddrähte a verkürzt und b sie auf beiden Seiten des Pins verteilen können.

Bei derartigen Bondverbindungen habe ich nicht viel Erfahrung. Ich vermute, dass es einfacher war die Drähte nur auf einer Seite zu verschweißen.

Persönliche Seite #7485327
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Ove M. schrieb:

Ich frage mich allerdings, warum der Hersteller die Dies nicht einfach um 90° gedreht auf den Träger gesetzt hat. Damit hätte er die Bonddrähte a verkürzt und b sie auf beiden Seiten des Pins verteilen können.

Fallen mir zwei mögliche Gründe ein, Mechanisch: mehr Elastizität, weniger mechanische Spannung, Elektrisch: durch den Innenwiderstand der Bonddrähte bessere Stromverteilung zwischen den Dies beziehungsweise den einzelnen Emitteranschlüssen.

OP #7533947
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Armin X. schrieb:

Einfach faszinierend. 0,4x0,39mm und dann auch noch die Bonddrähte im Zielbereich korrekt gesetzt. Lege da doch mal ab und an einen SMD-Widerstand als größenvergleich daneben. Ein 1206 dürfte dagegen wie ein Ziegelstein wirken. 😉

Kann ich machen, sieht sicher interessant aus! :)

Ich sage/schreibe es immer wieder: Man verliert schnell das Gefühl für die Größenverhältnisse, wenn man nur die Bilder betrachtet.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7593743
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Bernd M. schrieb:

Aber inzwischen sind hier villeicht neue Wissensträger.

Solche Transistoren mit doppelten Collektor oder Emitter oder Basis haben einige vom Mainstream abweichenden Eigenschaften. In einer Hochschulbücherei war ich darauf gestoßen.

Bei diesem Transistor wäre die Besonderheit, dass die Basis an beiden Enden einen Kontakt hat und der Strom durch den Widerstand durch die ganze Kontaktierung durchfließt. Der Einfluss des Magnetfeldes um diese Strompfade sollte irgendwas bewirken, woran ich mich nicht mehr erinnern kann. Nur noch eine triviale Anwendung, wie das heizen der Basis durch den Querstrom fällt mir noch ein. Vielleicht wollte man damit noch einen Effekt von Röhren nachahmen.

Was bei dem Typ zutreffen sollte, muss ich passen.

OP #7593840
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H. H. schrieb:

Ist gepackt und geht schon morgen nach Deutschland zur Post.

Top!

Dieter D. schrieb:

Es gab Verstärkerschaltung und Labornetzteilschaltungen, wenn ein späterproduzierter 2N3055 mit deutlich niedrigerer Emitter-Basis-Durchbruchspannung eingebaut wurde, ging das schief.

Auch die Grenzfrequenz, die über die Jahrzehnte immer höher geworden ist, kann in alten Schaltungen zu Problemen (Schwingungen) führen.

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