Experimente mit "Energiesammlung aus Radiowellen"

OP (Firma: EleLa - www.elela.de) #1646723
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Hallo,

Ich habe eine kleine Antenne entworfen, die aus Radiowellen energie 
empfängt. Das Prinzip ist eigentlich schon alt, mit einer Germaniumdiode 
und Kristallohrhörer konnte man schon vor langer Zeit so ein Mini-Radio 
nutzen.

Nur habe ich eine einfache Spule gewickelt, ohne Diode (siehe Bild). 
Innen 34 Windungen, aussen 2 Windungen.
Das innere Ende mit ca. 1,5m Draht versehen, das äußere Ende an die Erde 
angeschlossen.
An die äußere Spule ein Oszi angeschlossen.

Resultat:
Eine Spannung mit 20mV mit einer Frequenz von ca. 6-7MHz. Die Frequenz 
ist nicht konstant, sie ändert ständig, sobar bis zur doppelten 
Frequenz.

Wenn ich die Antenne weg mache, ist diese Spannung/Frequenz weg.

Wenn ich aus dem ein Schwinkreis herstellen könnte, dann müsste sich 
doch die Spannung vergrößern. Leider fehler mir jegliche Erfahrung bzgl. 
HF, Schwinkreis, Antennentechnik und deren Eigenschaften.

Hat jemand eine Idee, wie ich den Effekt der Spannungs/Stromgewinnung 
verstärken könnte?
Also ohne Zuführung von externer Energie.

Grüße mmvisual
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Gast #1647227
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Ich fütter mal nen bischen:

Also.... für Spannungserhöhung brauchste nen Schwingkreis, am eifachsten 
ein LC Kreis. (wikipedia, Schwingkreis)  Deine Antenne hat eine 
besitmmte Länge, die eine bestimmte Frequenz am besten empfängt (so 
lambda/halbe). Also kommst du von der länge deiner Antenne auf die 
Hauptfrequenz die du empfängst. Damit kannste dann einen LC Kreis 
entwickeln, und dort solltest du dann eine Spannungserhöhung sehen.
Gast #1647237
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naja, ich bin mal über die Homepage von nem Schweizer Physiker 
gestolpert der sowas gebaut hat. Das war ziemlich interesant, weil der 
die erzeugte Spannung langzeit geplottet hat...also so nach dem Motto, 
wenn Gewitter is hab ich hier höhere E-Felder. Leider hab ich den Link 
verlegt. (er hatte auch Bauanleitungen für (einfacherere) 
Radioastronomie)
#1647940
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Diese Spule ist bereits ein Schwingkreis. Schließlich haben wir 
parasitäre C's in der Spule, inclusive Beschichtung der CD darunter. 
Scheinbar ist sie schon resonant bei 6-7MHz, wo sie auf irgendwelche 
Störfelder reagiert, oder irgendwelche Sender.
Aber egal - auch wenn du die auf irgendeine Frequenz resonant bekommst, 
kannste noch lange keine hohe Energie ziehen, weil die dann bedämpft 
wir. Also Spannung bricht ein.
OP (Firma: EleLa - www.elela.de) #1647993
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Ich hab mich mal eingelesen wegen lambda/halbe und Antennentechnik.

Mein "Kabel" ist genau 1,70m lang.

Die Lambda-Formel ist: c / f = lambda

c = Lichtgeschwindigkeit in Luft: 299711000 m/sec
f = Frequenz in Hz

Bei mir wäre das

299711000 m/sec / (1,7m * 2) = 88150294 Hz (88MHz)

Wenn ich diese Zahl auch immer durch 2 Teile, so käme als Resonanz 
5,5MHz raus.

Meine Schlussfolgerung:
Die Spule hat mit 6-7MHz ihre eigenresonanz mit der CD/eigenkapazität 
der Spule.
Wenn ich jetzt die Antenne 23,05m lang mache (für 6,5MHz), dann müsste 
doch das ganze besser schwingen.

Sehe ich das richtig?
Persönliche Seite #1648010
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Lieber Markus. Du hast überhaupt keinen Plan! Brauchbare Energie kannst 
du so nicht saugen!
Wozu dieses Projekt? Vielleicht können wir dir bessere Vorschläge 
machen, denn so wie du es anfängst, wirst du noch Jahre beschäftigt 
sein.

Wenn du es nicht begreifen willst, dann lese über Antennengröße, 
Wirkungsgrad, Impedanz, Leistungsanpassung, Dipol usw. nach.
OP (Firma: EleLa - www.elela.de) #1648028
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Ist in Ordnung, wenn ich auch keine brauchbare Energie gewinnen kann. 
Ich habe das akzeptiert.

Ich möchte gerne mich mit dem Thema auseinander setzen und praktische 
Erfahrungen gewinnen (und auf die Nase fallen und blaue Flecken bekommen 
und Hohn und Spott kassieren ...)
Ich habe gaaanz viel Zeit. Ich kann mich Wochenlang damit beschäftigen. 
Geld ist auch genug da. Also die Grundvorraussetzungen sind gegeben.

Ich bastle bereits seit über 20 Jahren mit 
Elekronik/Mikrocontrollertecknik. Aber mit Analogtechnik geschweige den 
HF/Funk / Schwingkreis stand ich immer auf Kriegsfuß.
Ein Widerstand kann ich einfach messen. Aber die Kapazität einer Spule 
geht wohl nicht so einfach.

Ich habe mir ein Frequenzgenerator gebaut, der bis zu 1MHz raus lassen 
kann (PWM Ausgang eines Mikrocontrollers). Aber wie ich bis jetzt die 
sache sehe, reicht dieser Frequenzbereich nicht aus um mein eigenstudium 
schnell und effizient durchführen zu können. Ich denke ich baue den um 
mit einem STM32F103, der Timer kann mit bis zu 72MHz arbeiten und die 
IO-Ports des Prozessors bis zu 50 MHz.

Also das Ziel meines Studiums soll sein, dass ich Spulen/Schwingkreise 
usw. sehr gut kenne und verstehe. Das naheliegenste ist eine Antenne mit 
Schwingkreis, die von keiner anderen Energiequelle her beeinträchtigt 
wird.

Eine andere Frage ist z.B. die Spule mit 10 Windungen. Einmal gat diese 
1cm Durchmesser, ein andermal 10cm. Was ist der Unterschied? Für was 
braucht es große und für was kleine Spulen?

Über die anderen Stichwörter lese ich im Wiki nach.
Gast #1648108
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Die kleinen Spulen sind für Dein Taschenradio und die großen sind im 
Großsender Radio Eriwan (wo Leuchtstoffröhren keinen Ausschalter 
brauchen).

Nun aber los! Hol Dir einen Radiobastelsatz oder nimm Opas Radio 
auseinander!
Persönliche Seite #1648159
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Jörg Wunsch schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Lieber Markus. Du hast überhaupt keinen Plan!
>
> Ach, Abdul, hol dir doch lieber die Chips und die Cola wieder raus. ;-)

Na gut, er hat ja Spott ausdrücklich erwähnt. Los jetzt...


-
>Eine andere Frage ist z.B. die Spule mit 10 Windungen. Einmal gat diese
>1cm Durchmesser, ein andermal 10cm. Was ist der Unterschied? Für was
>braucht es große und für was kleine Spulen?

Du brauchst eigentlich nur den damit umbauten Raum. Der Draht ist nur 
Mittel zum Zweck wie ein Gartenzaun. Das Zauberwort heißt Induktivität.
Zweimal am Grundstück entlang, zählt viermal.


Aber vielleicht kaufste dir einfach ein AADE. Wenn die Finanzen stimmen, 
ist das kein großer Akt und der Gewinn gut.


>Über die anderen Stichwörter lese ich im Wiki nach.

Ordentliche Arbeitseinstellung!
OP (Firma: EleLa - www.elela.de) #1648241
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Heute war ein "Parxistag". Ich habe mal "auserkoren" dass es eine 
Antenne für 8MHz sein sollte, damit kam ich auf eine Länge /2 von 
jeweils 18,7m.

Also habe ich zwei Kabel, Litze 0,75 mm² mit 18,7m Länge zwischen die 
Obstbäume gespannt.

Anbei Bilder.

In der Mitte habe ich die Spule ran gemacht. Auf einem Bild sieht man, 
dass keine Antenne angeschlossen ist und der Ausschlag am Oszi gering 
ist.
Bei der Messung mit Antenne ist der deutlich größer.

Ein AADE, was ist das?
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Gast #1648309
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Die gesamte Idee ist hervorragend und brauchbar.

Da haben wir nach dem Krieg einen langen Draht in unserer Laubenkolonie 
aufgespannt und eine 25W-Lampe gegen Erde angeschlossen. Der Sender 
RIAS-Berlin hat uns mit Strom versorgt.

Ob rund 20mV oder 200mV diesen Effekt haben, das ist fraglich.

Die Blitzforscher lassen durch einen Ballon einige hundert Meter 
Cu-Draht aufsteigen. Die Blitzentladung erzeugt entlang des Cu-Drahtes 
einen Ionenkanal über den gezielt Energie gesammelt werden kann. Nur die 
Speicherung ist das Problem.


Joe
OP (Firma: EleLa - www.elela.de) #1648428
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Ich dachte schon AADE heißt "American Association of Diabetes Educators" 
oder "American Association of Drilling Engineers"

Dieses LC-Meter sieht nicht schlecht aus. Ich habe ein anderes, das:
PeakTech 5105N. Das hat jedoch nur als kleinsten Messbereich 200uH.

Das Oszi ist meins. Für Geld kriegt jeder eines. Das 4-Kanal Teil 
kostete nur 450 Euronen.

Also neben einer Radiostation wohne ich garantiert nicht, denn sonst 
könnte ich nicht sinvoll diese Versuche machen, bzw. mein Oszi wäre 
schon kaputt.
Über oder neben meiner Antenne geht auch kein Stromkabel entlang.

Solange das Teil von RCA nicht auf dem Markt ist wird es wohl ein 
"Wunschdenken" sein.

PS: Chips enthalten VIEL Vitamin E. Vor allem E150, das ist besonders 
Krebserregend.
OP (Firma: EleLa - www.elela.de) #1649855
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Gestern Abend hab ich mein Oszi für Akku-Betrieb umgebaut. War ganz 
einfach, denn das Welec Oszi hat nur ein 12V (Zukauf-) Netzteil drin, 
aus diesen werden die restlichen Spannungen gebildet. Also ein Draht 
abzwicken und zwei Dioden rein und ein paar Buchsen. (zweite Diode ist 
Verpolungsschutz bei Buchsen)
Jetzt kann mein Oszi auch mit einem 12V Bleigel-Akku laufen :)

Im Wiki hab ich gelesen, dass eine Dipolantenne 142,65 / MHz = Länge m 
ist. Also habe ich bei 8MHz nun zwei Kabel mit jeweils 8,9m länge 
zwischen die Bäume gespannt und gemessen.

Nun mit meinem umgebauten Oszi brauche ich ja keine Kabeltrommel mehr 
legen und bin voll mobil.
Dennoch das Ergebnis war enttäuschend, nur ca. 20-30mV Ampitude. Ich 
habe da doch mehr erwartet.

Liegt es am Akku? (wegen kein Netz)

Also zurück nach Hause und den ursprünglichen Versuch mit kurzer 
Antenne. Und tatsächlich. Wenn das Oszi am Netz läuft ist der Ausschlag 
etwa 3x größer als bei Akku Betrieb.

Aber dennoch. Wenn ich die Antenne weg mache gibt es keinen Ausschlag, 
mit Antenne habe ich bei Akku-Oszi immer noch 15-20mV Sinus.

Ideen, was ich ändern könnte sind willkommen...

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