Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wasserstand mit Kapazitiver Methode ermitteln


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von Fisch (Gast)


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Hallo,

ich habe mir jetzt sämtliche Beiträge diesbezüglich durchgelesen und bin 
etwas verwirrt.

Ich möchte den Wasserstand eines Bachlaufes laufend ermitteln.

Nun wollte ich ursprünglich zu einem Ultraschallsensor greifen, bin aber 
dann auf die interessante Möglichkeit gestoßen dies mit einem 
selbstgebastelten Kondensator zu bewerkstelligen. Das Ganze möchte ich 
mit einem ATMega328 machen(liegt hier noch rum).

Nun zu meiner Frage:
Wie muss ich das Ganze beschalten und wie funktioniert die 
Kapazitätsmessung dann:

Ich muss die eine Seite meines Kondensators mit Masse verbinden, die 
andere mit dem AIN0. Zwichen AIN0 und AIN1 einen Widerstand und von AIN1 
einen weiteren Widerstand auf +5V. Ist dies richtig?

Was muss ich dann Softwaremäßig machen?

Ich habe bereits Peters Software studiert:

...
SIGNAL( SIG_OVERFLOW1 )
{
  static u16 chargestart;

  if( KEYDDR & 1<<KEY0 ){      // discharge done
    TIFR = 1<<ICF1;        // clear cature flag
    KEYDDR &= ~(1<<KEY0);      // discharge off
    chargestart = TCNT1;      // charging start value
    KEYPORT |= 1<<KEY0;        // pull up on
  }else{
    if( TIFR & 1<<ICF1 )      // charging done
      capval = ICR1 - chargestart;    // get charging time
    KEYPORT &= ~(1<<KEY0);      // prepare discharge
    KEYDDR |= 1<<KEY0;        // discharge
  }
}
...

Ist dies hier nützlich bzw. in dieser Form zu verwenden?

Was muss genau gemacht werden?

Bitte um Hilfe!!

von Gebhard R. (geb)


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Das Problem liegt hier sicher nicht in der Auswertung des 
Sensorsignals,sondern im Sensor selbst. Wie soll denn dein kapazitiver 
Sensor aufgebaut sein?

Grüße

von Rudolf P. (pretzi)


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Schau mal nach bei

ELEKTOR Artikel 080707-I CC2- Füllstandsmessung

Grüsse

von Fisch (Gast)


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Als Sensor möchte ich zwei isolierte Kabel parallel zueinander anordnen 
und die Enden eines jeden Kabels verlöten. Das eine Kabel dann an Masse, 
das andere an AIN0.

von Fisch (Gast)


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so wie in der Grafik......

von holger (Gast)


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>so wie in der Grafik......

Mal noch ein paar Äste, Blätter, Algen, tote Fische
und ertrunkene Feldmäuse rein.
Könnte schwierig werden die in die Berechnung einzufügen;)

von Mike J. (linuxmint_user)


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wie wäre es mit zwei langen Edelstahlplatten?
Die eine ist isoliert (Folie oder Plastikfarbe), die andere nicht.

von Fisch (Gast)


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holger schrieb:
> Mal noch ein paar Äste, Blätter, Algen, tote Fische
> und ertrunkene Feldmäuse rein.
> Könnte schwierig werden die in die Berechnung einzufügen;)

Wasser ist gefiltert....

kannst du die ursprüngliche frage beantworten? ;)

von Sven (Gast)


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Gemeine Frage: Wenn kapazitiv so gut ginge, warum sind dann kommerzielle 
Pegelmesser elektromechanisch mit Schwimmer aufgebaut?

von Purzel H. (hacky)


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Nicht zwingend. Ich kenn auch Blubber-Bachstand-Messer. Ein Rohr wird 
unter Wasser gefuehrt und eine kleine Aquariumpumpe produziert etwas 
Druck. Das Rohr ist unten offen, blubbert, und der Druck ist 
proportional dem Wasserstand.

von Thilo M. (Gast)


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Die Kapazitiven Teile baut Endress & Hausser schon seit Anfang der 70er 
mit großem Erfolg.
Dabei ist die Masseelektrode ein Edelstahlrohr, koaxial im Inneren ist 
ein Stab, umhüllt (isoliert) von Teflon.

Ich habe mir sowas mal primitiv nachgebaut (siehe Bilder). Ein Alurohr 
und ein Kabel innen gespannt.

Als 'Umformer' zwei identisch aufgebaute Frequenzgeneratoren mit NE555, 
einer mit Festkapazität, der Andere mit der Sonde als Kapazität. Die 
Frequenzdifferenz ergibt den Füllstand. Der Aufwand mit den zwei kreisen 
war wegen Temperaturkompensation nötig.

Die Frequenzen lassen sich mit dem ICP am AVR prima auswerten.
Das Rohr ist auch sehr unempfindlich gegen Schmutz.

von Rudolf P. (pretzi)


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Genau so wie Tilo sagt gehts.
Mit einem Zylinderkondensator lassen sich sehr gut und linear Füllstände
vom Wasser messen (Epsilon = ca. 80)

Siehe Beilage

und mit ein bisserl Software ist es ganz einfach

Grüsse

von Fisch (Gast)


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Geht es auch wenn ich:

Rohr mit Kabel innen nehme:

Rohr mit Masse verbinde, Kabel mit AIN0 eines ATMEGA, zwischen AIN0 und 
AIN1 einen Widerstand und AIN1 über einen weiteren Widerstand mit 5V 
versorge?

von Fisch (Gast)


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Fisch schrieb:
> Nun zu meiner Frage:
> Wie muss ich das Ganze beschalten und wie funktioniert die
> Kapazitätsmessung dann:
>
> Ich muss die eine Seite meines Kondensators mit Masse verbinden, die
> andere mit dem AIN0. Zwichen AIN0 und AIN1 einen Widerstand und von AIN1
> einen weiteren Widerstand auf +5V. Ist dies richtig?
>
> Was muss ich dann Softwaremäßig machen?

darum gehts ;)

von Rudolf P. (pretzi)


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Wenn ich Dich richtig verstehe willst Du die Kapazität über die Ladezeit 
Deines selbstgebastelten Kondensators messen.

Es handelt sich hier wahrscheinlich um Werte im pF Bereich. Da brauchst 
Du ganz wenig Srom (Stromquelle oder Vorwiderstand(nicht liniear) um 
halbwegs messbare Ladezeiten zu erziehlen.

Besser wäre über die Frequenz eines Schwingkreises.

Aber wenn Du es so versuchen willst:

Einen R1 von +5V auf AIN1
Einen R2 von AIN1 auf AIN0
den Mittelleiter deines Kondensators auf AIN0 das Rohr auf GND.

AIN1 als Ausgang und auf GND - Kondensator wird über R2 entladen
AIN1 als Eingang - Kondensator wird über R1+R2 geladen.
AIN0 als Analogkomperatoreingang
(R1 nicht zu klein wählen )

Ich hoffe ich habe Dich richtig verstanden.

Wenn das geht
mußt Du dann nur noch wissen wie die Kapazität mit der Füllhöhe 
zusammenhängt.

Gruß

von Peter D. (peda)


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Rudolf Pretzenbacher schrieb:
> Besser wäre über die Frequenz eines Schwingkreises.

Dann ist aber die Auswertung schwieriger, weil die Frequenz nichtlinear 
ist.
Schau Dir mal nen alten AM-Dreko an, wie komisch da die Platten geformt 
sind, damit die Skala linear wird.

Der Schwingkreis hat allerdings den Vorteil, daß er störunempfindlicher 
ist, als die RC-Ladekurve.
Daher sollte man vielleicht die Qtouch-Methode nehmen, mit dem 
Analog-Komparator als Eingang. Die ist auch sehr störumempfindlich.


Peter

von Thilo M. (Gast)


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Peter Dannegger schrieb:
> Dann ist aber die Auswertung schwieriger, weil die Frequenz nichtlinear
> ist.

Das stimmt, da war was mit exponetiell oder quadratisch ...
Müsste meinen alten Code mal durchforsten.
Das Ganze lässt sich aber millimetergenau und sehr linear justieren.

von Rudolf P. (pretzi)


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Peter Dannegger schrieb :

> Dann ist aber die Auswertung schwieriger, weil die Frequenz nichtlinear
> ist.


f0=1/(2*Pi*wurzel(L*C)) ist doch in einem uP kein Auftrag zu rechnen.
Und der Füllstand ist dann zur Kapazität linear.

Mit der Schwingkreismethode lassen sich sogar Femto-Farad auflösen.
Einzig eine Induktivität mit geringem Temperaturgang ist nötig.

Wenn man die Kapazität bei vollem Steigrohr und bei leerem Steigrohr
mit der selben Messeinrichtung mißt,
kürzen sich alle Ungenauigkeiten der Messung (Induktivität, parasitäre 
Kapazitäten, Dielektrizitätskonstante des Elektrolyten, Genaugkeit der 
Frequenzmessung) raus, und man erhält einen 100% linieran Zusammenhng 
zwischen Kapazität und Wasserstand.

Gruß

von der don (Gast)


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holger schrieb:
> Mal noch ein paar Äste, Blätter, Algen, tote Fische
> und ertrunkene Feldmäuse rein.
> Könnte schwierig werden die in die Berechnung einzufügen;)

So in etwa?

von Fisch (Gast)


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Die Auflösung reicht auch auf 3 cm genau.....

Meint ihr komme ich mit einem Rohr wie es oben von Thilo M. beschrieben 
ist hin wenn ich lediglich die RC-Variante nehme?

von Fisch (Gast)


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ach ja.....
und wie weit darf der µC vom Kondensator bei dieser Methode entfernt 
sein?

Ich habe die µC-Schaltung in einem Schaltschrank....dieser befindet sich 
ca 2m vom Bachlauf entfernt. Der Kondensator würde also an einem 
mindestens 2m langem Kabel hängen, das in den Schaltschrank geht und 
dort über 2 Klemmen dem µC zugeführt wird.

von der don (Gast)


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Fisch schrieb:
> Ich habe die µC-Schaltung in einem Schaltschrank....dieser befindet sich
> ca 2m vom Bachlauf entfernt. Der Kondensator würde also an einem
> mindestens 2m langem Kabel hängen, das in den Schaltschrank geht und
> dort über 2 Klemmen dem µC zugeführt wird.

Das ist natürlich schlecht! Du solltest über geschirmtes Kabel 
nachdenken und das Signal am Messobjekt entsprechend aufbereiten, damit 
es störungsarm zu seinem Ziel kommt.

von Martin (Gast)


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>> Meint ihr komme ich mit einem Rohr wie es oben von Thilo M. beschrieben
>> ist hin wenn ich lediglich die RC-Variante nehme?

Ja, aber mit QTouch.

Beitrag "Re: qtouch - sekt oder selters"

von Anja (Gast)


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Fisch schrieb:
> Kabel mit AIN0 eines ATMEGA

Dir ist aber schon klar daß die Auswertung unmittelbar am Sensor sitzen 
sollte? Ein Meter Kabel bis zur Auswertung reduziert Dir die 
Empfindlichkeit des Sensors um ca Faktor 2.

Gruß Anja

von Peter D. (peda)


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Ich würde dann nen 2.MC (ATtiny25) direkt am Sensor montieren, der 
sendet dann die Meßwerte z.B. per UART weiter.


Peter

von Uwe F. (ufe)


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Ich habe den Sensor wie @Thilo M. mit Edelstahlrohr gebaut. Direkt 
darauf den Oszillator aus der Elektor (mit LM311) und daran ein 5m 
langes CAT5-Patchkabel. Den Oszillator habe ich eingegossen. Die 
Frequenz wird wie oben beschrieben mit einem AVR gemessen und als 
Analogwert vom AVR 0..5V zur weiterverarbeitung ausgegeben.

Läuft absolut Störungsfrei. Der eingegossene Oszillator war sogar schon 
mehrmal unter Wasser :-(

Uwe

von Anja (Gast)


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Peter Dannegger schrieb:
> Ich würde dann nen 2.MC (ATtiny25) direkt am Sensor montieren, der
> sendet dann die Meßwerte z.B. per UART weiter.

Ich habe mal einen TLC555 verwendet der dann auf die Versorgungsleitung 
einen Strom mit der Schwingfrequenz aufgeprägt hat. -> man kommt mit 
einem 2-adrigen Kabel aus.

Gruß Anja

von Jens (Gast)


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@Anja

Den Faktor kannst du so pauschal nicht angeben. Wenn der Sensor mit 
Koaxkabel angeschlossen wird, ist die Kabelkapazität um mehrere 
Größenordnungen größer als die Sensorkapazität. Die Auflösung geht so in 
den Keller, dass der Sensor wahrscheinlich nicht mehr zu gebrauchen ist.
Besser ist es die Kabelkapazität zu eliminieren, ähnlich wie es beim 
Oszi- Eingang gemacht wird. Dann bleibt am Eingang der Sensorelektronik 
nur noch die Sensorkapzität übrig und die Kabellänge ist fast egal.

Gruß, Jens

von Fisch (Gast)


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Wie könnte man denn die Kabelkapazität eliminieren?

Könnte ich nicht das Rohr mit Erde verbinden und so nur eine Leitung zum 
µC zurückführen um die Kabelkapazität gering zu halten?

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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> Wie könnte man denn die Kabelkapazität eliminieren?
So geht das in der Industrie:
Man könnte einen kleinen uC direkt an das Rohr anbauen und dann mit 
einer seriellen Verbindung die Daten zum "Leitrechner" übertragen...

> Wie könnte man denn die Kabelkapazität eliminieren?
>> ähnlich wie es beim Oszi- Eingang gemacht wird.
Stichwort "Guarding"...
Das ist allerdings nicht ganz trivial  :-/

von Fisch (Gast)


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Am besten hört sich die Methode mit dem 2ten µC an unbd dann per UART. 
Nur wird das Ganze dann schon etwas vielschichtig....ob ich da nicht 
einfach den Ultraschallabstandsmesser für 20€ nehmen soll?

http://www.mercateo.com/p/115-631000/GP_2Y0A710K0F_Distanzsensor_mit_Anschlusskabel.html

Wäre wohl die einfachere Methode....Auflösung dürfte ebenfalls recht gut 
sein.

Was meint ihr?

von Uwe F. (ufe)


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Ultraschallsensor hatte ich in Verwendung. Das Problem (insbesondere in 
geschlossenen Meßräumen wie Zisternen) ist die 100%-Luftfeuchtigkeit. 
Die Plastemembran vom US-Wandler war nach 1-2 Tagen so naß, dass alle 
Messungen grob daneben lagen. Also nicht tauglich...

Wie schon gesagt: kapazitive Messung und mindestens den Oszillator 
direkt am Messort. Damit gibt es keine schädlichen Kapazitäten, welche 
die Messung verfälschen könnte.

Optional den AVR gleich mit dran und per UART oder Analogspannung 0..5V 
den Messwert zum "Leitrechner" geben.

Aber auch die reine Ausgangsfrequenz vom Oszillator lässt sich gut 
übertragen.
Die liegt bei der Elektorvariante bei 250kHz (leer also nur Luft im 
Rohr) und 30kHz (2,5Meter Rohr, 12mm Durchmesser, voll mit wasser 
gefüllt).


Alles schön wasserdicht eingießen und fertig.

von Martin (Gast)


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@ Fisch

Wer viel fragt, erhält viele Antworten: fang endlich mit der Arbeit an - 
oder lass es einfach.

von Jens (Gast)


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Also das Gaurding ist nicht so schwer finde ich, aber man braucht 
geeignete Bauteile. Also schnelle OPs, die ein wenig Kapazität treiben 
können. Wenn es ganz billig sien soll, bietet sich die Lösung mit dem µC 
direkt am Sensor an. Das stimmt, dann braucht man keine Kapazität 
anpassen, da keine da.
Wenn ihr das doch mit dem Koaxkabel machen wollt kann ich mal einen 
Schaltplan hochladen. Das dauert aber bis heute abend!

Gruß, Jens

von Rudolf P. (pretzi)


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Ich habe mich schon sehr viel mit der Füllstandsmessung beschäftigt, 
nicht nur für Wasser sondern auch mit anderen Elektrolyten, die nicht so 
eine günstige Dielektrizitätskonstante besitzen.

Die einzig halbwegs vernünftige, stabile und bezahlbare Lösung ist der 
Vorschlag von  Uwe Felgentreu.

Grüsse

von Detlev T. (detlevt)


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Hallo Leute,

die Dielektritätszahl von Wasser ist temperaturabhängig (siehe Link) und 
ändert sich z.B. zwischen 30°C und 10°C um etwa 10%. Das führt zu 
merklichen Messfehlern bei der kapazitiven Methode. Zum Schätzen (voll - 
halbvoll -leer) reicht es natürlich trotzdem.

Gruß, DetlevT

http://www.wissenschaft-technik-ethik.de/wasser_eigenschaften.html#kap10

von Uwe F. (ufe)


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Mein Wasser in der Zisterne hat immer um die 8°C (+/- 4°). Da hält sich 
der Messfehler doch in Grenzen. Ich hatte genau deswegen in der Zisterne 
noch einen Temperatursensor verbaut um die Temperatur dann nachträglich 
im AVR zu kompensieren. Lohn aber nicht. Die 5mm Abweichung bei 2,3m 
Absoluthöhe waren mir egal.

von Rudolf P. (pretzi)


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Uwe Felgentreu schrieb:
> Mein Wasser in der Zisterne hat immer um die 8°C (+/- 4°). Da hält sich
> der Messfehler doch in Grenzen. Ich hatte genau deswegen in der Zisterne
> noch einen Temperatursensor verbaut um die Temperatur dann nachträglich
> im AVR zu kompensieren. Lohn aber nicht. Die 5mm Abweichung bei 2,3m
> Absoluthöhe waren mir egal.


Genau das habe ich auch festgestellt !

von Fisch (Gast)


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hmm...dass die Ultraschallmethode nicht gut funktioniert macht mich 
etwas stutzig....dann werd ich mal so ein Rohr bauen....:)

von Frankl (Gast)


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Thilo,
war Dein Rohr offen und in welchem Frequenzbereich arbeiteten die NE555?

von Thilo M. (Gast)


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Das Rohr ist oben und unten offen, sonst würde sich die Luft bei 
steigendem Pegel komprimieren. Entlüftungsbohrungen kann man so weit 
oben wie möglich seitlich anbringen.

Das Rohr hatte leer sowas um die 60pF (1m Länge), der NE555 hat (weiß 
nicht mehr genau) um die 15kHz gearbeitet. Den Frequenzbereich kannst du 
aber leicht auf deine Verhältnisse anpassen, siehe NE555 
Grundschaltungen.
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0310131.htm

von Uwe F. (ufe)


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Fisch schrieb:
> hmm...dass die Ultraschallmethode nicht gut funktioniert macht mich
> etwas stutzig....dann werd ich mal so ein Rohr bauen....:)

Die Ultraschallmessung funktioniert nur dann, wenn alles schön trocken 
bleibt. Da hier ein Bachlauf gemessen werden soll, könnte es bzgl. der 
Luftfeuchte funktionieren.

Ich sehe aber noch ein Problem was gelöste werden sollte. Für die 
Ultraschallmessung brauchst Du einen beruhigten Wasserstand und damit 
eine ruhige Wasseroberfläche. Das sollte mechanisch gelöst werden. 
Entweder ein großflächiges Paddel oder ein kleiner verbundner 
Meßschacht.

Wenn Du keine genau definierten Meßverhältnisse schaffst werden 
auftretende Ultraschallreflektionen die Auswertung u.U. sehr komplex 
machen.
Wellen an der Wasseroberfläche eines Bachlaufes sind z.B. das Gegenteil 
von definierten Meßverhältnissen, weil dort Höhen- und 
Refelektionsverhältnisse sich schnell ändern können.

Mein Fazit von damals: Prinzipiell machbar aber viel Fummelei...

Gruß
Uwe

von Günther N. (guenti)


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Die Industrie bietet für diese Aufgaben was geniales an,wird aber nicht 
ganz billig sein.   http://www.tecson.de/psonde.htm#pagetop

von Thilo M. (Gast)


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Günther N. schrieb:
> Die Industrie bietet für diese Aufgaben was geniales an,wird aber nicht
> ganz billig sein.   http://www.tecson.de/psonde.htm#pagetop

Solche Sonden haben wir auch im Einsatz, sind in der Tat nicht gerade 
billig.
Auch für die paar cm Füllstand sind sie viel zu empfindlich und schwer 
einzustellen, bei fließendem Medium sowieso.

Es geht natürlich auch mit Schwimmer und Drehwinkelsensor, oder einer 
popeligen Tanksonde vom Camper oder der Segelyacht.
http://www.gruendl.de/bootszubehoer/navigation-kommunikation/instrumente-ais/faria-universalgeber-350-mm-2.html

von Andi H. (andish)


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Fisch schrieb:
> so wie in der Grafik......


Hallo!

Variante für mehr Schmutz im Wasser...

Ich mag das für eine Zisterne machen, und da schwimmen immer so fiese 
Pollenteppiche mal drauf, dass auch Rohre mit 15cm Abstand noch 
"Brücken" von Schlamm bekommen, die man dann so ein mal im Jahr 
wegputzen darf.

Also müsste ich was finden, was eher so 1/2 m Abstand hat und trotzdem 
noch genau misst, aber keinesfalls Querstege hat. Also unten kleine 
flache Platten als Gewichte, parallele Drähte oder Koaxkabel senkrecht 
hängend und gut.

Dann kommt noch das Problem der wasserdichten Einhausung des 
Controllers. Werde ein etwas größeres Gehäuse nehmen und einen 
großzügigen Trockenbeutel dazu legen.

Zur Geometrie der Drähte:
Die Schlaufe macht bei Verschmutzung tatsächlich Probleme.
Ich habe sie auch gehabt.

Außerdem kann man eine Schlaufe nicht in Erde spießen, die Sensoren 
machen hervorragende Balkonkisten-Feuchtigkeitsmessungen.

Dann habe ich festgestellt, dass man PVC prima zuschweißen kann.

Also zieht man einfach die Isolierung auf dem Kabelende zurück, man kann 
das Ende abisolieren und mit zwei Zangen arbeiten, so dass der Kabelkern 
so 5-8mm weiter raus schaut. Dann zwickt man davor durch. Nun kann man 
den zurückgeschobenen Isolierungsanteil wieder vor ziehen, so dass die 
Isolierung über den Kern guckt. Jetzt heiß machen und zudrücken. 
Verschweißt.

Nun mag es sein, dass bei einem halben Meter Abstand die Kapazität 
zwischen den Drähten zu klein wird. Daher würde ich altes Koaxkabel 
nehmen, möglichst dickes ;) Oder Kunststoffumanteltes Rohr, da muss man 
dann halt wieder basteln wegen unten dicht machen und oben Kabel 
kontaktieren und abdichten.

Viele Touch-Sensoren-Hersteller haben gute Bibliotheken, um sogar Touch 
Buttons (per Software Library modular am Fließband;) herzustellen, die 
"wasserresistent" sind oder unter Wasser funktionieren.
 Im Umkehrschluss ermöglicht so eine "multispektrale" Analyse (ich würde 
es mit einer einfachen diskreten Wavelettrafo probieren) unter Umständen 
die Aussage, wie viel Wasser, wie viel Steine, etc., im Dielektrikum 
ist. Hat das jemand mal probiert? Jedenfalls könnte man damit die 
Langzeitstabilität und Präzision erhöhen.
Leitfähigkeitsmessungen und Temperaturmessungen würden das abrunden.

Eine weitere Idee wäre, dass man über ein Koaxkabel in der Seele 
geschützt (also mit konstanter Kapazität im Zuweg) für einen bestimmten 
Ausschnitt des Wasserstandsbereichs ein eigenes Elektrodenpaar 
realisieren könnte.
Das erkauft man wieder mit Dichtungsproblemen, man muss dann 
zwischendrin das Koaxkabel wieder zuschweißen.
Aber Schwimmbadbauer haben da sicher den richtigen Leim, für die 
PVC-Folie, wenn sie "Kaltschweißen" können.


Gruß!

Andi


p.s.:
(Zuschweißen von PVC: Entdeckt habe ich das mit Aquariumsschlauch aus 
dem Baumarkt.
Zweck war endlich mal billig einen guten Verschluss für Silikonspitzen 
angebrochener Kartuschen zu haben. Wenn man noch die Schraubstelle 
Spitze-Kartusche mit Heißleim oder ähnlich wasserdampfdichtem Kleber 
dichtet, hält es super lang. Alle x Wochen ein paar cm rausdrücken. Kalt 
und mit Trockenbeutel in wasserdichtem Zipbeutel lagern.

Ein 8cm Stück mit Heißluftpistole ca auf 250°C gestellt (die schöne 
Steinel mit LCD-Anzeige;) und wenn es "flüssig" ist mit Parallelzange 
zugedrückt, halten, bis kühl.)

von Andi H. (andish)


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Nachtrag:

Hier ein Link zu einem Anwendungshinweis von Cypress PSoC zum 
Flüssigkeitstand-Messen durch eine Isolierung hindurch:
http://www.cypress.com/documentation/application-notes/an202478-psoc-4-capacitive-liquid-level-sensing

Gerade mit meinem Freund mit der Zisterne unterhalten.
Er meinte, die Verschmutzung käme von oben, schwimmt also eher auf dem 
Wasser und legt sich auf Oberflächen mit dem schwankenden Füllstand.

Wir wollen daher ein Abwasserrohr mit Deckel nach unten in die Zisterne 
senken, unten ca. 5-8cm über Boden Löcher hineinbohren und mit 
Tiefbauerfließ-Manschette als Filter umwickeln, festkleben, mit 2 
Drahtmanschetten fixiert. So lange das einen Ausgleich der 
Flüssigkeitspegel im Bereich von Stunden zulässt, ist alles gut. Hört 
sich langzeitstabil an. Erst mal sauberes Wasser im Rohr.

Dann kann man in das Rohr zwei parallele Kabel, Rohre, Stäbe, oder auch 
ein gedichtetes Rohr mit der Elektronik samt Sensorflächen darin 
versenken.
Rohr in Rohr sozusagen.

Für Korrosionsschutz in diesem Rohr, für den Fall der Fälle, eignet sich 
Wachsspray, habe ich von Förch, für KFZ-Anwendung. Einsprühen, bis zum 
anderen Ende der Wachsnebel austritt.

Viel Erfolg.

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