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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Hameg 203-7 kein strahl


Autor: katodenfolger (Gast)
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Hi

Ich habe ein problem das aus meinem Oszi kein strahl mehr rauskommt.

VORGESCHICHTE:

Ich bin gerade dabei meiner erste SSTC zusammenzulöten.
Am ende Lege ich den aufbau auf das Oszilloskop(war leider noch an).

Dann ist da ein Lötzinnblob reingefallen und auf einmal ein dumpfes 
BRRRRF
und seitdem kommt kein strahl mehr.

VORGESCHICHTE ENDE

Ich habe schon an der Testleiste den Sägezahn gemessen(mit nem DMM).
VAC oder VDC, egal was, immer OV. Deswegen gehe ich davon aus dass der 
X-Amp, der sägezahn-generator oder die Zeitbasislogik im eimer ist.

Das was da drin war hat einen kurzschluss zwischen C315 und der Katode 
von D301 Verursacht. da der kondi AFAIK 3KV Spannungsfestigkeit hat muss 
es wohl die Diode gehimmelt haben, oder?

Handbuch ist vorhanden.
Röhrenheizung geht noch(glüht jedenfalls).

MdG X-Mind

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Oszi als Arbeitsunterlage. Sachen gibts...

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Defekte Bauteile ermitteln und Austauschen. Selber machen, Reparatur 
kostet 110 euro.

Servicemanual hast Du bereits?

sonst downloaden.

Autor: katodenfolger (Gast)
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Ja, manual habe ich.

Ich kenne mich aber damit nicht so richtig aus.
Aber die Spannungen sind alle OK(die Beschleunigungsspannung und die 
Focusspannung kann ich nicht messen(keine HV-Sonde)).

Autor: unbekannter (Gast)
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Zweites oszi kaufen und 1. reparieren

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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unbekannter schrieb:
> Zweites oszi kaufen und 1. reparieren

Zu günstiger Vorschlag, 2.Oszi kostet nur 99 euro.

Beitrag "[V] Tektronix 434 Oszilloskop"

> Ich kenne mich aber damit nicht so richtig aus.


Bleibt nur einschicken und 110 euro laatzen.

Autor: katodenfolger (Gast)
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2.Oszi geht nicht.

Dass muss ich doch irgendwie eieder flott bekommen, oder?
Ich miss jetzt mal die Diode, vieleicht hat die ja ein schuss.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

katodenfolger schrieb:
>
> Ich habe schon an der Testleiste den Sägezahn gemessen(mit nem DMM).
> VAC oder VDC, egal was, immer OV. Deswegen gehe ich davon aus dass der
> X-Amp, der sägezahn-generator oder die Zeitbasislogik im eimer ist.
>
> Das was da drin war hat einen kurzschluss zwischen C315 und der Katode
> von D301 Verursacht. da der kondi AFAIK 3KV Spannungsfestigkeit hat muss
> es wohl die Diode gehimmelt haben, oder?
>
> MdG X-Mind

Das einzige was an deiner Vermutung wohl richtig ist, ist das der 
Kondensaot das Bauteil mit der höchsten Überlebenswahrscheinlichkeit 
ist...
Aber sonst...

Die ganze X ablenkung würde ich erst einmal aussen vor lassen. Mag sein 
das die Kaputt ist, aber dann ist noch viel mehr im argen!

Wenn du tatsächlich keine Spannung an der X Ablenkung hast, dann würde 
der Strahl ja nicht abgelenkt werden und der Strahl würde in der 
Bildmitte sein... Also kannst du das erst einmal aussen vor lassen!
Wenn jetzt also nicht die Y-Ablenkung zufällig den Strahl komplett ins 
Nirvana zieht, dann ist die Signalaufbereitung dein kleinstes Problem.

Für die Frage was nun defekt sein kann müsste man nun genauer wissen auf 
welcher Seite des Cs du den Kurzschluss mit der Kathode von D301 
verbunden hast. Der C hat ja eine Hoch- und eine Niederspannungsseite. 
Hast du die Hochspannungsseite getroffen, so hast du auf jeden Fall an 
der Diode D301 einen Spannungsunterschied von ca. 50 V in flussrichtung 
anliegen. Das könnte Tödlich sein. Darüberhinaus halte ich es für 
möglich das nun die maximale Sperrspannung der Diode D302 überschritten 
wird und diese nun auch durchschlägt... Vorrausgesetzt die Spannung 
bricht nich eh schon sofort zusammen... So genau wollte ich das nun 
nicht analysieren.

Im Umfeld des Cs sehe ich auf anhieb einen Optokoppler, und so einige 
Dioden und Transistoren welche es je nach genauem Umstand auch gerissen 
hat. Je nachdem welche Spannungspegel sich tatsächlich eingestellt 
haben.
Trotz alle dem, währe der Treffer der HV seite des Cs wohl noch der für 
dich bessere Fall!

Hast du die Niederspannugnsseite getroffen, so sind im ungünstigsten 
fall 2KV in die Niederspannugnselektronik gelangt... Wie weit der 
Schaden müsste ich mir jetzt sehr genau den Gesamtschaltplan ansehen... 
Und selbst wenn durch Cs abgeblockt müsste man hoffen das die 
Spannugnsfest genug waren... Ich würde da schätzen das es da richtig 
böse wird!

Gruß
Carsten

P.S. ein fehlender HV Tastkopf ist doch eigendlich nicht das Problem 
wenn man etwas von Elektronik versteht. Soetwas hat man dann -auch 
halbwegs sicher- mit ein wenig erfindungsgabe- schnell Gebaut. Wenn man 
dann noch bei der Arbeit damit die notwendige Vorsicht walten lässt ist 
das OK.
Musste ich die Tage zur Rep. meines Tek465M auch bauen (1000:1).

Auf eine Baubeschreibung verzichte ich hier aber um nicht Personen ohne 
das nötige Fachwissen zu etwas zu verleiten. Fusch ist da schon sehr 
gefährlich. Ist aber sehr einfach wenn man den Querstrom beachtet...

Autor: katodenfolger (Gast)
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naja, dann lass ich es halt.

Ich kenne jemand an der Hochschule in Jena, der kennt sich damit 
auskennt; der soll sich das mal snschauen.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Yepp, mach das mal und poste dann hier was rausgekommen ist.
Wünsche Dir viel Erfolg.

Autor: ascii (Gast)
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Carsten Sch. schrieb:
> Der C hat ja eine Hoch- und eine Niederspannungsseite.
> Hast du die Hochspannungsseite getroffen, so hast du auf jeden Fall an
> der Diode D301 einen Spannungsunterschied von ca. 50 V in flussrichtung
> anliegen.

Wenn ich mir das Layout ansehe, hat er eher die Niederspannungsseite 
getroffen und die restliche Elektronik partiell mit -2kV gequält.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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katodenfolger schrieb:
> Ich kenne mich aber damit nicht so richtig aus.
>
> Aber die Spannungen sind alle OK(die Beschleunigungsspannung und die
>
> Focusspannung kann ich nicht messen(keine HV-Sonde)).

Dann sollte man es besser lassen. Jegliche Reparaurversuche ohne die 
nötigen Kenntnisse und Hilfsmittel können den Schaden nur vergrößern.

Suche dir jemanden der das Gerät repariert. Bzw. lasse dir besser erst 
mal einen Kostenvoranschlag machen, ( falls sich überhaupt jemand bereit 
erklärt bei der Vorgeschichte einen Kostenvoranschlag zu erstellen).

Ich tendiere dazu das du die Strahlaustastung im Hochspannungsteil 
geschossen hast.

Ralph Berres

Autor: katodenfolger (Gast)
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Ok, ich melde mich dann mal wieder:

da der typ der dass ding reparieren kann immernom im urlaub ist habe ich 
das mal ein bischen den schaltplan studiert und siehe da: die diode D311 
ist hochohmig(>20MΩ)in BEIDE richtungen.

Da die zum hochspannungsnetzteil gehört denke ich dass das Problem 
gefunden ist.

MfG X-Mind

PS:

C315 hat keine Niederspannungsseite sondern auf der einen Seite
-1913V und auf der anderen seite masse, die aber mit dem schutzleiter 
verbunden ist. daswegen KANN ich die NV elektronik garnicht zerschossen 
haben.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Wie hast Du das gemessen?
Hochspannungsdioden enthalten meist mehrere Chips, deren aufaddierte 
Flußspannungen überschreiten dann das, was Dein Multimeter für die 
Durchgangsprüfung an Spannung zur Verfügung stellen kann.

1. Grundsatz der Meßtechnik: Wer mißt, mißt Mist!

Gruß,

Holm

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Holm Tiffe schrieb:
> Wie hast Du das gemessen?
>
> Hochspannungsdioden enthalten meist mehrere Chips, deren aufaddierte
>
> Flußspannungen überschreiten dann das, was Dein Multimeter für die
>
> Durchgangsprüfung an Spannung zur Verfügung stellen kann.
>
>
>
> 1. Grundsatz der Meßtechnik: Wer mißt, mißt Mist!
>
>
>
> Gruß,
>
>
>
> Holm

D311 ist aber keine Hochspannungsdiode, wie du es meinst, sondern 
richten die 31 Volt gleich.
Diese Schaltung liegt zwar auf Hochspannungspotential von -2000V , ist 
aber trotzdem eine normale Siliziumdiode.

Die Gleichrichterdioden für die Hochspannung heißen D301-308. Es sind 
die gleichen Dioden wie die D311, aber 2 Stück in Serie geschaltet. Die 
Diode scheint ein 1300V Typ zu sein.

Die Dioden die du meinst kommen in älteren Röhrenfernseher vor und waren 
ganz viele in Serie geschaltete Selendiodenblättchen in einer 
Keramikröhre.
Späer wurden sie durch Siliziumblättchen ersetzt. Zuletzt hatte man 
Hochspannungskaskaden und später Diodensplitttrafos verwendet. Bei 
beiden waren die Dioden nicht von ausen zugänglich.

Also bitte erst mal im Schaltbild nachschauen, ehe man ander bezichtigt 
Mist zu messen.

Ralph Berres

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Ich habe mir den Schaltplan nicht angesehen und weiß deshalb nicht 
welche Diode da was macht. Ich löte ja auch nocht auf einem Oszi als 
Unterlage.

..und nein, die Dioden die ich meine sind keine Selenstäbe sondern 
beispielsweise auch in Mikrowellenöfen verbreitet. Die bestehen wirklich 
aus mehreren Diodenchips. Ich weiß das, weil ich sowas mal röntgen 
lassen habe.
Die Dioden sehen aus wie eine 1N4007 nur etwas länger. Tut mir leid, das 
Du sowas nicht kennst...
Die Dioden in Diodensplittrafos sind übrigens auch von dieser Bauart

Ich habe auch Niemanden bezichtigt, sondern den ersten Grundsatz der 
Meßtechnik zitiert.



Gruß,

Holm, der nicht auf der Wurschtsuppe daher geschwommen kommt.

PS: Plättchen, außen, richtet, Fernsehern, Andere.

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