Hi,
da ich im Moment ein paar Platinen herstelle, habe ich mal die Garage
aufgeräumt und hier noch ein bisschen HCL und H2O2 gefunden. Das Zeug
war aber schon uralt. Bestimmt 7 Jahre.
Damit habe ich mal probeweise eine Platine geätzt.
Verhältnis war Wasser:HCL:H2O2 1:1:1.
Das ging ja mal richtig super. Fing sofort an zu blubbern und nach 30
Sekunden war das ganze Kupfer weg.
Echt um einiges besser als das ganze Aufheizen und Rumgematsche mit
anderen Ätzmitteln.
Leider hatte ich von beidem nur ca. 100ml und am nächsten Tag
funktionierte das Ätzbad schon nicht mehr :( Lag das vielleicht am Alter
der Lösungen?
Wie dem auch sei, nun wollte ich mir Nachschub kaufen.
Aber wo bekomme ich denn H2O2?
Muss das 30% sein oder geht auch weniger? Habe gehört ab > 12% muss man
mittlerweile was unterschreiben und am Besten wäre auch ohne lästige
Fragereien, da ich auch eine gewisse Vorgeschichte mit Hausdurchsuchung
wegen jugendlicher pyrotechnischer "Experimente" habe.
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an Chemonline..
Bitte keine dummen Kommentare von wegen "dann nimm halt was anderes"
oder so.
Aus dem Alter, wo ich sowas wie oben beschrieben gemacht habe, bin ich
raus. Deshalb auch das Alter der Lösungen :D
Gruß
Mark
Hi,
hab meins aus der Apotheke, irgendwas >15Vol.%
Bei mir zerlegt sich die Mischung meistens schon beim Ätzen bis zur
unkenntlichkeit ;) Übergekocht ist sie auch schon einmal, lecker Cl in
der Luft
Gruß Simon
Zum Nichtfunktionieren am nächsten Tag:
Ich bin zwar kein Experte auf dem Gebiet, aber vermutlich zersetzt sich
das H2O2 zu H2O, d. h. die Mischung funktioniert nur reproduzierbar
innerhalb gewisser Zeit nach dem Ansetzen. Sollte das Ganze beim Mischen
warm geworden sein, würde auch das Erkalten die Reaktionsgeschwindigkeit
beeinflussen.
Mikrofun R. schrieb:> Sollte das Ganze beim Mischen>> warm geworden sein
Nee, ist es nicht, da es nur eine kleine Platine (2x2cm) mit großer
Massefläche war.
Probier erstmal aus, ob dir nicht die 12% Lösung reicht, lieber ein
bisschen länger warten. Immerhin ist das Zeug sau gefährlich, zunehmend
mit steigender Konzentration. eh klar.
Und überleg dir, wo du das Zeug hinbringen willst nach Gebrauch. Das
giftigste an der Suppe ist nämlich das Kupferchlorid.
Und immer schön für Lüftung sorgen und geeignete Brille / Handschuhe
tragen
Εrnst B✶ schrieb:> Schau mal im Baumarkt (Steht neben der Batteriesäure und dem Aceton)
Haha..
Εrnst B✶ schrieb:> oder in der Zoohandlung beim Aquarienbedarf.
Wie heißen denn die Produkte? Wird ja denke ich mal nicht
Wasserstoffperoxid draufstehen^^
Eben fand ich dazu diesen Hinweis:
> Im Baumärkten oder Zoobedarf gibt es 1 Liter Flaschen> H2O2 für ca 6. Nennt sich "Oxidator" und wird zur> Aquarien-regeneration benötigt. Ist zwar nur 19%ig, funktioniert aber> auch sehr gut.
Quelle:
Beitrag "HCl + H2O2"
pauli schrieb:> Probier erstmal aus, ob dir nicht die 12% Lösung reicht
Hat das schon wer versucht? Will nicht sinnlos Geld ausgeben :)
pauli schrieb:> Und überleg dir, wo du das Zeug hinbringen willst nach Gebrauch. Das>> giftigste an der Suppe ist nämlich das Kupferchlorid.>>>> Und immer schön für Lüftung sorgen und geeignete Brille / Handschuhe>> tragen
Jo Handschuhe und alles ist klar. Habe das eh im freien gemacht. Und zur
Entsorgung habe ich noch 3 Chemikalienflaschen.
Man sollte das ja eh erst ne zeitlang ausgasen lassen. Und dann halt zur
Entsorgung.
FeCL3 hält sich einige Tage, wenn nicht Monate, solange dus licht und
luftdicht(vorsicht überdruckventil brauchst du wegen der enstehenden
Gase) aufbewahrst.
h202 zersetzt sich recht schnell, da lässt sich nichts dran machen,
allerdings kannst du versuchen deine suppe mit erneuter zugabe von h202
wieder flott zu machen. kannst ja auch mal ph wert messen und solche
sachen
Mikrofun R. schrieb:> Ist zwar nur 19%ig, funktioniert aber>>> auch sehr gut.
Ok das hört sich gut an. Muss man denn da auch was unterschreiben? Nicht
dass die direkt wieder denken ich wäre rückfällig :(
Ich wusste das rächt sich noch... grml..
Beitrag "Platinen ätzen, was empfehlt ihr??"
Ich war neulich wieder in dem Dehner-Laden, das 10-prozentige H2O2 gibts
ohne Probleme, daneben steht, wegen dem 20-prozentigen muß man jetzt den
Verkäufer ansprechen.
Hi,
Christoph Kessler (db1uq) schrieb:> Beitrag "Platinen ätzen, was empfehlt ihr??"> Ich war neulich wieder in dem Dehner-Laden, das 10-prozentige H2O2 gibts> ohne Probleme, daneben steht, wegen dem 20-prozentigen muß man jetzt den> Verkäufer ansprechen.
Jepp,
Grund ist eine änderung des §3 Chemiekalienverbotsverordnung wonach nun
bei abgabe von allen Zubereitungen die mehr als 12% H2O2 enthalten:
1. Die Personalien festzustellen und festzuhalten sind !
2. Sich der Verkäufer bestätigen lassen muss das der Erwerber die Stoffe
in legaler Weise verwenden will und dem Verkäufer dabei keine Hinweise
auf eine unerlaubte Weitergabe oder illegalen Einsatz dieser Stoffe
vorliegen
3. Sicherzustellen ist das der Empfänger mindestens 18 Jahre alt ist.
Das wird jetzt überall so sein. Auch wenn einige Verkäufer kleinerer
Läden noch nicht darüber informiert sind, spätestens ab der nächsten
NAchbestellung sind sie es.
Diese Grenze lag vorher einiges höher und war wenn ich das richtig im
Kopf habe anders formuliert, ist aber aus wohl naheliegenden Gründen
runtergesetzt worden. Zumindest ein Fortschritt nachdem man jahrelang
Käufer von Kleinmengsten in Reinform irgendwelcher Konzentration im
Chemiehandel äußerst Kritisch überwacht hat, wobei im Baumärkten und
Drogerien großmengen wesentlich günstiger ohne irgendwelche NAchweise zu
bekommen waren...
NAch dem Motto: der Böse Terrorrist kauft sich ja sein Zeug teuer als
"pro Analysis" 500ml Weise im Versandhandel weil das billige Technische
Zeugs in 5l Kanister aus dem Baumarkt mit Barzahlung ja zu einfach
währe. Wenigstens der Schwachsinn wurde erkannt...
(Wobei ich das ganze aber trotzdem für Panikmache halte)
Gruß
Carsten
EDIT:
@TE Wenn du nicht unterschreiben möchtest, dann könntest du entweder ins
benachbarte Ausland ausweichen und da den Baumarkt aufsuchen, oder du
verwendest am 11%ig (mw. 10%) mit einer anderen Mischung.
Wenn du statt 1:1:1, Nun 1:2:0 (HCL-H2O2-H2O) mischt, dann müsste das
auch gehen. Es wäre dasselbe als wenn du 1:1:1: mit 20% H2O2 Arbeiten
würdest.
Als Ergebniss erhält man ja eine Lösung mit ca. 7% H2O2 anstelle 10% bei
der "30% H2O2, 1:1:1 Methode"... Musst vieleicht ein wenig öfter H2O2
nachkippen...
Also ich war gestern in der Apotheke und konnte ganz ohne Probleme neues
H2O2 kaufen. Die Verkäuferin fragte nur "sowas gefährliches??" Ich
darauf "Jahaa" und sie "hm, na gut aber Vorsicht ist die Mutter der
Porzellankiste" :-D
Ich musste nichtmal was unterschreiben. War übrigens 30%iges.
Hallo Schüppenhorst,
wieviel hast du denn für den Liter Bezahlt?
Im hiesigen Zoo-Laden gibt es einen Liter 30% für 10€. Allerdings nur
mit Ausweis und Unterschrift.
Mfg,
Kurt
Apotheke, 30%ig zum Geweih-bleichen.
bei 100ml 2,5Euro, wobei die Flasche schon 2 Euro kostet... also
Hühnerfutter.
Keinen Unterschrift etc, da "bekannt";)
Der Grund warum die Ätzlösung nach einem tage nicht mehr funktioniert
liegt darin das Schwermetallionen (wie Cu) H2O2 katalytisch zersetzen.
Google mal nach Walter Antrieb, dort hat man H2O2 als Gasentwickler für
den Turbinenantrieb von Torpedos benutzt indem man das h2O2 über
Mangandioxid geleitet hat.
Εrnst B✶ schrieb:> Schau mal im Baumarkt (Steht neben der Batteriesäure und dem Aceton)
Muhahaha
Interessant, wie sowas gelagert wird! Wenn die nur wüssten, was da
passieren könnte....
Chemiker schrieb:>> Schau mal im Baumarkt (Steht neben der Batteriesäure und dem Aceton)>>>> Muhahaha>> Interessant, wie sowas gelagert wird! Wenn die nur wüssten, was da>> passieren könnte....
Ich glaube eher mal das sollte Ironie sein :) Würden die das wirklich so
lagern, wäre das ja geradezu ne Einladung^^
Bezahlt habe ich übrigens 10,45€ für den Liter und 4€ für 1l HCL. Ich
denke für ne Apotheke ist das ganz ok.
Erstaunlich, dass die sowas überhaupt haben. Ich wollte mal bei einer
Apo in der Münchner Fussgängerzone kosmetischen Alkohol (d.h. mit
Kunst-Veilchen-Parfüm statt Ekel-Vergällungs-Spiritus) kaufen, der Laden
war bei Spinrad als Distri gelistet. "Nö, führen wir nicht mehr.
Kosmetischen Alkohol haben wir zwar schon, geben wir aber nicht raus,
nur für unsere eigenen Mischungen".
Schüppenhorst schrieb:> Verhältnis war Wasser:HCL:H2O2 1:1:1.
Der normale Ansatz pro Liter Ätzbrühe ist
770ml Wasser
200ml Salzsäure 33-35%
30ml H2O2 30%
(in genau dieser Reihenfolge nach dem Motto: erst das Wasser dann die
Säure...)
wobei das H202 bei nachlassender Ätzleistung nachzudosieren ist.
Den Ansatz 1:1:1 sollte man nur für 20% HCL und 3% H202 (zum Haare
bleichen) wählen. Wobei ein nachdosieren bei 3% H202 schwierig wird.
pauli schrieb:> h202 zersetzt sich recht schnell, da lässt sich nichts dran machen,
Stimmt so nicht ganz: reines H2O2 wird mit Phosphorsäure stabilisiert.
Gruß Anja
Heute war ich bei Hornbach in Kerkrade (NL). Obwohl die eine
Aquaristikabteilung haben gab es kein H2O2. Auch bei Bauchemie und
Farben/Lacke nicht. (Wohl aber Waschbenzin im 5L Kanister).
Dann war ich noch zufällig in einer anderen deutschen Zoohandlung. Auf
die Frage hin, ob man wirklich für die Oxydatorlösung einen Ausweis
vorzeigen und unterschreiben müsse hat mich der Verkäufer nur entsetzt
angesehen. Dann folgte der Kommentar:
"Dann muss man doch das Zeug jedesmal in der Apotheke holen wenn man mal
das Klo putzen will. Das hätte mir der Verkäufer gesagt wenn ich mir die
Personalien notieren müsste."
Daraufhin habe ich eine Flasche 20%iges für 7,50€ mitgenommen. 30%ige
Oxydatorlösung wird angeblich nicht mehr hergestellt.
Nachtrag:
In den beiden *.pdf auf
http://www.oxydator.de/deutsch/oxydator-loesung.html steht dass
Verkäufer den Verkauf von H2O2 über 12% nicht melden müssen. Bezieht
sich das nun auf den allgemeinen Verkauf oder auch auf die Erfassung der
Kundendaten?
1. wird H2O2 bis 70% hergestellt. Mag sein, daß der Hersteller der
Oxydatorkrams das nicht liefern will. Dürfte er auch nicht an einfach
Endkunden.
2. gibt es sogar eine stille Benachrichtigung der Behörden, wenn du in
der Apotheke auffällst. Irgendjemand hat das Paper hier wohl auch mal
reingesetzt.
3. ist es eigentlich auch wurscht, weil der einzige Vorteil höherer
Konzentration für normale Menschen schlicht der eventuelle Preisvorteil
beim Selbstverdünnen ist. Kein Mensch mit Verstand kippt 70% ins
Ätzbecken.
Kurt Bohnen (kurt) schrieb:
> Heute war ich bei Hornbach in Kerkrade (NL). Obwohl die eine> Aquaristikabteilung haben gab es kein H2O2. Auch bei Bauchemie und> Farben/Lacke nicht. (Wohl aber Waschbenzin im 5L Kanister).
Hornbach hatte das Zeug eigentlich immer. Als ich letztens extra mal
schaute war nichts mehr davon zu sehen. Das gleiche gilt für Dehner. Man
bekommt hier und da sehr schwaches H2O2 noch, so in 3 oder 6 %, meine
ich mich zu erinnern, aber eben keine 20 oder gar 30 Prozent mehr.
Hi
Kurt Bohnen schrieb:> Dann war ich noch zufällig in einer anderen deutschen Zoohandlung. Auf> die Frage hin, ob man wirklich für die Oxydatorlösung einen Ausweis> vorzeigen und unterschreiben müsse hat mich der Verkäufer nur entsetzt> angesehen. Dann folgte der Kommentar:> "Dann muss man doch das Zeug jedesmal in der Apotheke holen wenn man mal> das Klo putzen will. Das hätte mir der Verkäufer gesagt wenn ich mir die> Personalien notieren müsste.">
Also es ist DEFINITIV so, DAS man für Lösungen ab 12% jetzt sie
Personalien erfassen muss, sowie das der VK feststellen muss das ein
Mindestalter von 18J erreicht ist. Das muss jetzt nicht mit einen
Ausweis geschehen. Wenn der VK dich kennt oder eine glaubwürdige Person
(z.B. anderer Mitarbeiter) deine PErsonalien bestätigt kann das auch
reichen.
Das steht so ja auch eindeutig auf der Homepage der Herstellerfirma auf
die der unten angegebene Link führt. (Wobei der Direktlink auf die
"Lösung" Seite bei mir nicht Funktioniert, daher im Hauptmenüe manuell
"Wasserstoffperoxid Lösung" anwählen.)
Der Hersteller bietet oberhalb der unten von dir erwähnten PDFs ja auch
ein Abgabebuch zum Herunterladen an in dem die Verkäufer die Personalien
der Käufer von 19,x und 30%tigen Lösungen eintragen können. (Die Form
der Dokumentation ist nicht vorgeschrieben, wohl aber DAS Dokumentiert
wird, und wie lange dies auzubewahren ist...)
> Daraufhin habe ich eine Flasche 20%iges für 7,50€ mitgenommen. 30%ige> Oxydatorlösung wird angeblich nicht mehr hergestellt.>
Wenn du die bekommen hast ohne das der VK deine Personalien notiert hat,
so hat er eindeutig gegen geltendes REcht verstoßen. Es ist halt so,
dass diese Änderung noch nicht sehr lange gilt und daher noch nicht
allen bekannt ist!
>>>> Nachtrag:>> In den beiden *.pdf auf> http://www.oxydator.de/deutsch/oxydator-loesung.html steht dass> Verkäufer den Verkauf von H2O2 über 12% nicht melden müssen. Bezieht> sich das nun auf den allgemeinen Verkauf oder auch auf die Erfassung der> Kundendaten?
Es geht bei der "Meldung" allgemein um die Mitteilung an die
Überwachungsbehörde das der Laden H2O2 in Konzentrationen über 12%
verkauft. Nicht um die Kundendaten im Einzelnen. (Dient der Erfassung
und genaueren Überprüfung der Abgabestellen, um z.b. nachzuprüfen ob die
Vorraussetzungen vorliegen) Diese Mitteilung des Verkaufes ist aber bei
reinen H2O2 Lösungen nicht nötig. Diese ist nur bei Verkauf von T bzw T+
Substanzen (z.B. gewisse Biozide) notwendig.
Kundendaten müssen erst einmal nicht selbstständig an die Behörden
übermittelt werden. Diese werden vom Händler erfasst und Aufbewahrt.
Eine Übermittlung von Daten geschieht entweder wenn der Händler den
Verdacht bekommt das etwas nicht stimmen könnte (Dann nur die Daten des
betreffenden Kunden) oder wenn zum Beipiel die Behörden davon ausgehen
das ein für eine illegale Aktivität verwendete überwachungspflichtige
Substanz in der Region gekauft wurde. Dann werden alle Kundendaten aller
Verkaufstellen im in Frage kommenden Bereich darauf überprüft.
(Das muss nicht zwangsläufig im Zusammenhang mit Terrorrismus und Bomben
sein. Dies kann z.B. auch nach einem Giftmord mit einer dem
Ermittlungsbehörden bekannten T/T+ Substanz sein. In so einem Fall
würden dann die Kundendaten der Verkaufsstellen die diese Spezielle
Substanz verkaufen agefordert und geprüft ob in letzter Zeit jemand der
mit dem Opfer in Beziehung steht entsprechendes gekauft hat. Ist halt
ein Beispiel...)
Gruß
Carsten
> Kein Mensch mit Verstand kippt 70% ins Ätzbecken.
Kein Mensch mit Verstand verwendet überhaupt HCl+H2O2 zum Ätzen,
aber du siehst wie viele Leute ohne Verstand es gibt,
und manche bestehen sogar noch auf ihrem Unverstand.
Wer mit Eisen(III)chlorid oder NaPerSulfat keine Ätzzeiten unter
1 Minute hinbekommt, kann offensichtlich mit Chemikalien nicht
umgehen und ist demnach vollkommen ungeeignet für HCl+H2O2.
Würde vorschlagen, du deckst dich vorsichtshalber ein. Da gibts genug
Rechtsverdreher und Möchtegern-Menschhasser, die immer noch glauben, man
könne darin einfach so Leichen auflösen.
PS: bezog sich auf HCl
MaWin schrieb:>> Kein Mensch mit Verstand kippt 70% ins Ätzbecken.>> Kein Mensch mit Verstand verwendet überhaupt HCl+H2O2 zum Ätzen,> aber du siehst wie viele Leute ohne Verstand es gibt,> und manche bestehen sogar noch auf ihrem Unverstand.>> Wer mit Eisen(III)chlorid oder NaPerSulfat keine Ätzzeiten unter> 1 Minute hinbekommt, kann offensichtlich mit Chemikalien nicht> umgehen und ist demnach vollkommen ungeeignet für HCl+H2O2.
Normalerweise antworte ich ja nicht auf solche Postings.
Aber manchmal...
Auch wenn ich selber der Meinung bin das HCL+H2O2 im Heimbereich für das
gelegentliche Ätzen eher Suboptimal sind, so ist es doch jedem
Selbstüberlassen was er warum wie macht.
Wenn es jemanden zu Aufwendig ist bereits 20min vor geplantem
Arbeitsbeginn die NaPS Lösung in die Küvette o.ä. zu füllen und die eh
vorhandene aufgemotzte Auquarienheizung die einzuschalten, er deshalb
lieber bei Wind und Wetter nach draußen geht und den Gestank erträgt,
dann muss er das selbst beurteilen ob das für Ihn die Richtige
Entscheidung ist. Natürlich gibt es da wie überall einige
Glaubenskrieger die Ihre Erfahrung mit anderen Stoffen unter sehr
provisorischen Zuständen gmeacht haben.
Wenn jemand eh immer alles komplett auf - und abbauen muss, dazu die
Lösung unter höchster Vorsicht (Flecken) und penibler
Temperaturkontrolle auf dem guten Küchenherd erhitzen muss um dann 20min
zu Schwenken, bei mehreren Platinen evtl. zwischendurch nachzuheizen
hat, ja dann kann HCL und H2O2 sogar verlockend einfach klingen.
Wer -wie ich- eine fest installierte Chemie-Arbeitsumgebung mit
gefliester Tischplatte incl. Abfluss im Tisch im Keller hat (incl.
eingefärbtem Fenster für die Lichtempfindlichen Arbeiten) und die ganze
Ätzstraße incl. Gebläse und Heizstab fest installiert dauernd aufgebaut
hat, der denkt da sicher anders. Wobei ich aber die Lösung auch nicht in
der Küvette aufbewahre.
Wenn ein Abzug vorhanden und ein bestimmter Platinendurchsatz vorhanden
ist kann HCL + H2O2 durchaus auch unter objektiven Bedingungen
(Vergleich mit jeweils vernünftiger, der Lösung angepasster Ausrüstung)
das Mittel der Wahl sein.
Aber deine Aussage: Wer mit FeO3 oder NaPS nicht unter einer Minute
auskommt kann nichts, die ist definitiv Lächerlich. Ok, wenn die Lösung
ganz frisch ist, die Platine schön Lösungsschonend alle freien Flächen
als Groundplane bietet das nur die Isolierbahnen wirklich entfernt
werden müssen, ordentlich Luft eingeblasen wird und die Temperatur ideal
ist, dann bekommt man es mit NaPs auch mal in deutlich unter 5min hin.
Aber selbst dann ist eine Minute eine Illusion! Höchsten mit ganz dünnen
Schichtstärken vieleicht. Und sobald die Lösung ein wenig gebraucht ist
wird es eh über 5 min. Und mit FeO3 wollen wir erst gar nicht anfangen.
Aber eigendlich ist die Ätzzeit im Heimbereich doch soetwas von
Unwichtig. Wenn ich die Platine in die Brühe schmeisse ist es mir
gelinde gesagt egal ob die nun 3min oder 9 min vor sich hin blubbert! In
der zwischenzeit belichte und entwickel ich entweder bequem die nächste,
oder fange an sauberzumachen wenn es die letzte war...
Gruß
Carsten
MaWin schrieb:> Kein Mensch mit Verstand verwendet überhaupt HCl+H2O2 zum Ätzen,
Aha, dann sind also die meisten Leiterplattenhersteller kopflos.
Gut ich gebe zu daß für jemanden mit geringen Chemischen Kenntnissen und
ohne Schutzausrüstung Natriumpersulfat besser geeignet ist, da weit
weniger gefährlich.
Gruß Anja
Hallo Leute,
also dieser ganze Unfug wegen des H2O2 ist doch lediglich dem typisch
deutschen Aktionismus geschuldet! Die totale Schwachsinn, jetzt alle
Leute, die H2O2 kaufen wollen, unter Generalverdacht zu stellen, ist
doch abartig. Als gäbe es nur H2O2...
Es ist immer wieder erstaunlich, wie engstirnig und sinnfrei die
Behörden und der Gesetzgeber handeln. Hätte es den Zwischenfall wegen
mehrerer Kanister H2O2 nicht gegeben, würde heute kein Hahn danach
krähen.
Na gut, dann besorgen sich die Leute, die wirklich etwas Böses damit
vorhaben, das Zeug einfach illegal. Selbst die Angabe des Namens und
vorzeigen des Ausweises ist doch völlig hirnverbrannt, da das eigentlich
nur die Aufklärung nach einem Verbrechen beschleunigen kann.
Ich denke, man muss auch zwei Dinge unterscheiden:
1.) Paranoia vor Terroranschlägen: daraus resultiert dieser nicht enden
wollende Überwachungswahn der Behörden, Hausdurchsuchungen etc. Da
sollten sich die Bürger vehement dagegen wehren.
2.) Gefahr gefährlicher Stoffe: hier ist es zwar sinnvoll, vom
Vertreiber und Verwender gewisse Sachkenntnis zu fordern. Ist diese
erbracht, sollte auch hier nur wenig Reglementierung erfolgen. Wobei es
ja noch einzusehen ist, dass nicht Hinz und Kunz Flusssäure etc. kaufen
können soll, ohne glaubhaft zu machen, sich der Gefahren bewusst zu
sein. Andererseits gibt es massenhaft Haushaltsartikel, die schon
relativ giftig und/oder umweltgefährlich sind. Und doch sind diese
Artikel absolut problemlos überall in beliebigen Mengen zu erwerben.
Man schaue sich nur mal den Aufdruck auf Deos (hochentzündlich) an.
Und bei Produkten wie Backofenspray und Imprägnierspray staune ich immer
wieder, wenn ich den Aufdruck lese. Ich denke, mit solchen Dingen ist
nicht zu spaßen. Verboten ist hier aber (noch!) nichts.
Dieser aberwitzige Kontroll- und Verbotswahn, der die Menschen jetzt
bereits auf EU-Ebene zu Marionetten degradiert und die Menschen in einer
unsäglichen Wiese gängelt, muss unterbunden werden!
Platinenschwenker .. schrieb:> Das gleiche gilt für Dehner. Man> bekommt hier und da sehr schwaches H2O2 noch, so in 3 oder 6 %, meine> ich mich zu erinnern, aber eben keine 20 oder gar 30 Prozent mehr.
Bei Dehner gibts 19,9%iges. Allerdings muß man danach fragen. Wenn man
im Regal was findet, dann nur leere Flaschen als Atrappen.
Die Verkaufen den 19,9%-Oxidator nur gegen Unterschrift. Das ist
vorgeschrieben.
Habe mir gerade welches neu besorgen müssen. Natürlich 30% - verdünnen
kann man ja selber.
Wer keine eigene Quelle hat, dem kann ich gerne eine 1L Flasche zukommen
lassen. Der Händler hat noch einige Flaschen rumstehen. Kostet all inkl.
19 Euronen. Mailt einfach auf meinen Account hier.
Viel Spaß
19 EUR - das ist ein stolzer Preis 300 ml reines H2O2.
Im April habe ich bei Dehner 1 l 19,9% für 7,99 EUR gekauft - das
entspricht 199 ml reinem H2O2.
Uhu, da mußt du dann aber bei deiner Rechnerei auch die Fahrzeit und
Fahrkosten einkalkulieren. So, wie ich eben den Versand. Keiner muß -
wenn der Dehner um die Ecke ist, dann geht man natürlich da hin!
Dieses 19,9%-ige H2O2 gibts unter der Bezeichnung Oxydator im
Aquarienhandel - es muß also nicht unbedingt Dehner sein. (Der liegt bei
mir halt 5 Fahrradminuten weit entfernt.)
Abdul K. schrieb:> Ich dachte Eulen fliegen.
Ich wollte dich nicht mit der Angabe irritieren, daß der Dehener 30
Flugsekunden von hier entfernt ist ;-)