Forum: Ausbildung, Studium & Beruf private Rentenvorsorge


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von Steffen R. (steffen_rose)


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Versicherungen sind eigentlich dafür da, dass der teure Schadensfall 
abgesichert ist, der aber hoffentlich nie eintritt. Bei den kleinen 
Risiken halte ich mich dann doch eher zurück.

Rick M. schrieb:
> Bekannte hatten in ihrer Mietwohnung eine Glasbruchversicherung.
> Zu versichern war eine Glastür, alle 4-5 Jahre hätte die Tür kaputt
> gehen müssen.

Das meiste Glas in unserer ehemaligen Mietwohnung gehörte zur Wohnung 
und wird somit von der Haftpflicht bezahlt. Daher hatten wir damals 
darauf verzichtet.

von Schreiber (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Handyversicherung ist ja bereits der Gipfel der Abzocke.

Nicht für einen begeisterten Jollensegler!
Auch wenn es nicht geplant ist, dass der Kahn kentert (kann man mit viel 
Muskelkraft wieder aufrichten) oder man unfreiwillig baden geht kommt da 
gelegentlich vor.
Ist halt eine Rechenfrage, ob man ein teureres, dafür aber wasserdichtes 
Smartphone ohne Versicherung oder ein normales mit Versicherung 
verwendet.
Dummerweise wird man irgendwann zur persona non grata bei der 
Versicherung.

von Cyblord -. (cyblord)


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Schreiber schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Handyversicherung ist ja bereits der Gipfel der Abzocke.
>
> Nicht für einen begeisterten Jollensegler!
> Auch wenn es nicht geplant ist, dass der Kahn kentert (kann man mit viel
> Muskelkraft wieder aufrichten) oder man unfreiwillig baden geht kommt da
> gelegentlich vor.
> Ist halt eine Rechenfrage, ob man ein teureres, dafür aber wasserdichtes
> Smartphone ohne Versicherung oder ein normales mit Versicherung
> verwendet.
> Dummerweise wird man irgendwann zur persona non grata bei der
> Versicherung.

Also wenn ich mein Handy kaputt mache bzw. verliere, dann kaufe ich ein 
neues. Mache ich mit allen meinen Sachen so. Warum ich dazu eine 
Versicherung brauche erschließt sich mir nicht. Wegen solch 
kleinpreisiger Konsumartikel? Sicher nicht.

von Schreiber (Gast)


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Steffen R. schrieb:
> Versicherungen sind eigentlich dafür da, dass der teure
> Schadensfall
> abgesichert ist, der aber hoffentlich nie eintritt.

Nicht nur das, vielmehr sollen sie alle berechtigten und unberechtigten 
Forderungen Dritter möglichst wirksam abwehren. Gute Versicherungen 
kooperieren dazu mit darauf spezialisierten Winkeladvokaturen und 
Gutachtern.

Eine gute Haftpflichtversicherung erkennt man daher am Preis, je 
niedriger der ist, desto besser versteht die Versicherung ihr Handwerk!

von Schreiber (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Also wenn ich mein Handy kaputt mache bzw. verliere, dann kaufe ich ein
> neues. Mache ich mit allen meinen Sachen so. Warum ich dazu eine
> Versicherung brauche erschließt sich mir nicht. Wegen solch
> kleinpreisiger Konsumartikel? Sicher nicht.

Weil beim Jollensegeln Wasserschäden am Handy relativ wahrscheinlich 
sind. Ein Fehler und man geht baden...
Wer gerne in Küstennähe segelt, der wird zusätzlich Probleme mit 
salzhaltigem Sprühnebel bekommen, der ist echt grausam und ruiniert 
ALLES Elektronische an das er kommt.
Dagegen hilft entweder ein teures, wasserdichtes Handy (schwimmfähig!!!) 
oder ein normales Handy und eine Versicherung (die das Handy dann des 
öfteren ersetzen darf)

von Joachim B. (jar)


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Schreiber schrieb:
> Dagegen hilft entweder ein teures, wasserdichtes Handy (schwimmfähig!!!)
> oder ein normales Handy und eine Versicherung (die das Handy dann des
> öfteren ersetzen darf)

billiger als eine Versicherung scheint mir doch ein dichtes Bag fürs 
Handy, zur Not noch am "Mann" angeleint..

: Bearbeitet durch User
von Claus M. (energy)


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Cyblord -. schrieb:
> Also wenn ich mein Handy kaputt mache bzw. verliere, dann kaufe ich ein
> neues. Mache ich mit allen meinen Sachen so. Warum ich dazu eine
> Versicherung brauche erschließt sich mir nicht. Wegen solch
> kleinpreisiger Konsumartikel? Sicher nicht.

Für dich nicht. Es gibt aber Schüler, die sich ihr 800 Euro Apfel Handy 
abgespart haben und nur 10 Euro im Monat Taschengeld bekommen. Für 
solche Leute ist das gedacht.

Ein Scheich braucht seinen Lambo auch nicht Vollkasko versichern. Kauft 
sich einfach einen neuen, wenn der Aschenbecher voll ist.

von Fabian F. (fabian_f55)


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Cyblord -. schrieb:
> Fabian F. schrieb:
>> Eine Hausratversicherung ist kein Muss, kann aber immens hilfreich sein
>> je nach Umständen. Bei meinem Bruder hat eine ausgelaufene Waschmaschine
>> an den Parkettböden über 20.000€ Schäden verursacht.
> Und das soll eine Hausratversicherung zahlen?
> Gehört Parkett zum Hausrat? Glaube ich nicht.

Hängt davon ab ob Mietsachen beinhaltet sind. Oder ob das Parkett 
verklebt oder schwimmend verlegt ist.

> Versicherungen waren schon immer was für "Was-wäre-wenn" Angsthasen. Ist
> die private Haftpflicht noch einigermaßen Sinnvoll, kann über eine BU,
> gerade als Schreibtischtäter durchaus streiten. Hausrat und Co. sind und
> waren schon immer Versicherungen um Angsthasen abzuzocken.
>
> ProTip: Das Leben birgt Risiken. Man kann sich nicht gegen alles
> absichern. Meistens ist eine ausreichende Absicherung im Mittel viel zu
> teuer. Was ja auch klar ist. Nur Fälle die sowieso unwahrscheinlich
> sind, lassen sich vorgeblich günstig absichern, was aber dann wiederrum
> unnötig ist.

Unsere Hausrat hat mir uns zwei Geklaute Räder ersetzt (3800€). Nachdem 
die Versicherung nur 80€/Jahr kostet, hat die sich schon für die 
nächsten 40 Jahre bezhalt gemacht...

> Gäbe es wirklich ein signifikantes Risiko für eine BU, könnte niemand
> mehr die Beiträge für eine 1500 oder 2000 BU bezahlen.

Was meinst du warum eine BU wohl so teuer ist im Vergleich zu anderen 
Versicherungen. Eben weil das Risiko hoch ist. In D wird im Schnitt 
jeder vierte Berufsunfähig bevor er das Rentenalter erreicht. Geht auch 
schnell. Ein Herzinfarkt, Autounfall oder Schlaganfall und schon ist man 
Weg vom Fenster. Auch als Schreibtischtäter..

von Unerfahren (Gast)


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So, heute nochmal den "Berater" hier gehabt.
Mein Ausgangsbeitrag ist #4302417.

---
Altersvorsorge
---
Ich habe mich jetzt für die fondsgebundene LV entschieden, da die 
"Verwaltungskosten" nach 5 Jahre abgegolten sind und ab 15 Jahre eine 
bessere Rendite (aufgrund fehlender Jahreskosten) als bei einem normalen 
Depot existiert - Annahme: guter Aktienverlauf.
Der Anbieter wechselt dazu mehrfach die Fonds, um die besten Ergebnisse 
zu erzielen. Diese Wechsel sind kostenlos.

Der Monatsbeitrag liegt derzeit bei 200€, kann aber 6x im Jahr 
kostenfrei geändert werden.

Die Auszahlung kann mit 67 als Rente, auf einen Schlag oder gemischt 
stattfinden. Der Gewinn wird nur zur Hälfte mit 25% versteuert. Möchte 
ich davor Geld rausholen, wird der Gewinn normal mit 25% versteuert.

---
Mittelfristiges Sparen
---
a) VL-Beiträge
Meine bAV habe ich gekündigt (steuerliche Nachteile).
Die daraus erhaltenen VL (27€) packe ich zusammen mit eigenen 13€ (=40€) 
in ein VL-Depot. Dafür gibt es einen staatlichen Bonus. Die jährliche 
Depotgebühr beträgt 12,5€. Die Auszahlung wird versteuert.

b) eigenes Geld
Zusätzlich habe ich ein Depot abgeschlossen, welches eine 
Verwaltungsgebühr (auf das Gesamtvolumen) von jährlich 0,5% enthält. 
Mein Sparplan wird 50/50 in 2 versch. Fonds gepackt. Diese haben keinen 
Ausgabeaufschlag.
Zusätzlich kann ich dieses Depot für andere Fonds oder Aktien nutzen.

---
Versicherungen
---
a) Haftpflicht (Partnerin mitversichert)
Diese war sowieso vorhanden 49€/Jahr.

b) BU
Die alte wurde gekündigt (monatl. Rente 400€ :D)
Der alte Monatsbeitrag lag bei 48€, nach der Aufbauphase ~53€.
Die neue kostet 53,5€/Monat bei einer Rente von 1.500€.

c) Rechtsschutz (Partnerin mitversichert)
Das komplette Paket: Arbeit, KFZ, Recht, Miet ...
225€/Jahr

d) Hausrat
86€/Jahr



---

Insgesamt bin ich mir mit der LV immer noch unsicher :/

Meinungen/Kritik wünschenswert :)

von Michael W. (Gast)


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Unerfahren schrieb:
> Der Anbieter wechselt dazu mehrfach die Fonds, um die besten Ergebnisse
> zu erzielen.

Das möchte ich mal sehen, wohin der momentan wechselt, um Rendite zu 
machen.

Zum Rest habe ich kein Meinung,  mangels Vergleichmöglichkeiten. Ein BU 
habe ich nicht und werde ich auch keine machen. Sie Dir mal die Fälle 
mit den jahrelangen Prozessen an, die die Leute führen müssen.

von Konrad (Gast)


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Unerfahren schrieb:
> Ich habe mich jetzt für die fondsgebundene LV entschieden

Na da werden heute abend aber beim Berater die Sektkorken knallen!

von Cyblord -. (cyblord)


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Mich wundern die Depotgebühren ein wenig. Muss das heute noch sein? Ich 
habe ein Depot bei der Deutschen Bank (maxblue) dort zahlt man 0,0 EUR 
Grundgebühr.

> Verwaltungsgebühr (auf das Gesamtvolumen) von jährlich 0,5% enthält.
Das sind bei "nur" 100.000 EUR Volumen = 500 EUR im Jahr. HEFTIG. Und 
das für gar nichts.

Zur LV:
Das Problem ist doch, du gibst dein Geld irgendwelchen Menschen, und 
zahlst denen noch Gebühren dafür. Und am Ende ist die Rendite mies und 
nur der Berater hat kassiert. Das würde MICH extrem wurmen.
Woher soll der Vorteil auch kommen? Zinsen gibts ja nun nicht mehr.
Klar mit Fonds/Aktien KANN man Rendite erzielen, aber nur mit Risiko. 
Und bei Fonds zahlt man nochmal Gebühren an den Fondmanager.

Man muss sich heute schon überlegen ob man sein Geld nicht lieber selbst 
spart oder anlegt (Haus, Aktien), anstatt windige Leute dafür zu 
bezahlen.
Als man noch für einfache Staatsanleihen 7% kassiert hat, war das 
vielleicht anders.

: Bearbeitet durch User
von Unerfahren (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Mich wundern die Depotgebühren ein wenig. Muss das heute noch sein? Ich
> habe ein Depot bei der Deutschen Bank (maxblue) dort zahlt man 0,0 EUR
> Grundgebühr.

Naja, ich habe auf 0€ Depots.

Der Vorteil beim genannten ist aber, dass ich in 2 Fonds investieren 
kann und keinen Ausgabeaufschlag habe. Okay, der eine von denen hat 
sowieso keinen. Dafür haben beide Fonds aber jährliche Verwaltungskosten 
i.H.v. 1,67%. Die habe ich auch nicht. Ich habe "nur" 0,5%. In meinen 
Augen eigentlich ein Vorteil

Markus W. schrieb:
> Das möchte ich mal sehen, wohin der momentan wechselt, um Rendite zu
> machen.

Werde ich dir mitteilen. Habe nachgefragt ;-)

von Unerfahren (Gast)


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Markus W. schrieb:
> Das möchte ich mal sehen, wohin der momentan wechselt, um Rendite zu
> machen.

Robeco BP Global Premium Equities D + Vontobel Fund Global Equity B

von Unerfahren (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Woher soll der Vorteil auch kommen? Zinsen gibts ja nun nicht mehr.
> Klar mit Fonds/Aktien KANN man Rendite erzielen, aber nur mit Risiko.
> Und bei Fonds zahlt man nochmal Gebühren an den Fondmanager.

Der einzige Vorteil ist nur die halbe Versteuerung des Gewinnes + 
kostenlose und steuerfreie Fondswechsel...

von K. L. (Gast)


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Unerfahren schrieb:
> Vontobel

Ist das nicht neben der UBS diejenige Schweizer Bank, die kürzlich von 
den USA zu einer fetten Strafe verurteilt wurden? Oder war das Julius 
Bär?

von T.U.Darmstadt (Gast)


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Unerfahren schrieb:
> Ich habe mich jetzt für die fondsgebundene LV entschieden, da die
> "Verwaltungskosten" nach 5 Jahre abgegolten sind

Was für eine Abzocke!!!!

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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2010...1015

tempi passati.

von U. B. (Gast)


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> tempi passati.

Nebeneffekt:
Wenn bei Eintreten der nächsten Währungs"reform" (Neusprech: Crash)
sich möglichst alle Rentenansprüche auf die Renditen aus privater 
Kapital'deckung' beziehen, wird entsprechend praktisch nix an
Entschädigung an die Renten-Betrogenen zu leisten sein!

Ergo:
Kauft Aktien, sagt der Finanzminister...

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Das Rentensystem hat Weltkriege, dazu zwischenzeitlich
völlig gegensätzliche Staatsformen überlebt.

Nur die Regierungen der BRD kriegen das kaputt.

von Holger R. (holgerr)


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Harald82 schrieb:
> Hallo!
>
> Ich gehöre zum Baujahr '82 und habe mich bisher nie großartig um Rente
> etc. gekümmert. Ich bin im öff. Dienst untergekommen und bezahle ja
> schon vom Lohn 'ne Menge in die gesetzliche Rentenversicherung ein.
>
> Ein Bekannter meinte jetzt, es würde Sinn machen, neben der gesetzlichen
> Versicherung noch eine private Rentenversicherung abzuschließen, um im
> Alter mehr geld zu haben und jetzt in den jungen Jahren noch von
> günstigen Beiträgen (~ 30.- Euro) profitieren zu können.
>
> Ich stehe dem ganzen ein wenig skeptisch gegenüber:
>
> - Ich zahle doch jetzt schon wesentlich mehr ein als ich aus der
> Gesetzlichen später einmal wieder rausbekomme, oder?
>
> - Finanziere ich damit nicht irgendwelche "Finanzhaie"? Die private
> Versicherung geht pleite und dann? Weg ist die Kohle? Wie seht ihr das?
>
> - Würdet ihr das machen bzw. habt ihr eine private Rentenversicherung?
>
> Viele Grüße!
> Harald
>
> PS: ich hoffe das Thema gab es nicht schon zu Hauf!
Höheren Beitrag in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
Bessere Rendite bekommst Du nicht. Ist aber eine Solitargemeinschaft.
Wenn Du vor der Rente stirbst, Pech gehabt. Und Deine Frau zuviel eigene 
Rente bezieht, Pech für Deine Frau/Partner.
Ist aber eine Solitargemeinschaft, die Rendite wird geteilt.
Private Rentenversicherungen sind nur für Privat KV und Privat RV 
Versicherte geeigent, sonst zahlt DU Krankenversicherungsbeträge und 
Steuern.

Private Rentenversicherungen sind nur für Privat KV und Privat RV 
Versicherte geeigent, unter zehn Millonen sollte man da garnit erst 
anfangen.

Ich hab drei über je 50.000,-- hat gerade für 14 Tage gereicht.
Euro 140.000,-- hat das Finanzamt kassiert, nur weil ich in Rente 
gegangen bin.


HolgerR

: Bearbeitet durch User
von He. (Gast)


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Laut Rentenberater sollte man nicht mehr einzahlen, als man später 
steuerfrei bekommen kann, weil eben das passieren wird, was hier schon 
dargestellt wird:

Die Rentenkassen werden immer leerer, weil die Reallöhne sinken und 
immer weniger eingezahlt wird, aber immer mehr partizipieren. Daher 
müssen die Prozente steigen.

Ich habe alles in mein Haus investiert und das so angelegt, dass ich 
nach dem Ableben meiner Eltern die Wohnung vermieten kann, um die Kosten 
zu teilen und Einnahmen zu haben. Mit der Miete kann ich das gesamte 
Haus finanzieren und die Kosten tragen, die auch stetig steigen werden.

Gas geht jetzt schon schon, Strom zieht an und auch Wasser wird ein 
Problem werden.

von Holger R. (holgerr)


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Heiko E. schrieb:
> Ich habe alles in mein Haus investiert und das so angelegt, dass ich
> nach dem Ableben meiner Eltern die Wohnung vermieten kann, um die Kosten
> zu teilen und Einnahmen zu haben. Mit der Miete kann ich das gesamte
> Haus finanzieren und die Kosten tragen, die auch stetig steigen werden.
Schon mal an Steuern, Sozialabgaben und Renovieren gedacht.
Wenn Du Pech hast, fliegt Du aus der gesetzlichen Krankenversicherung 
raus und muß Du freiwillig oder privat versichern.
Wert des Hauses und der Lebendauer des Gebäude. Ab einem gewissen Alter 
des Hauses können Mieter Mietminderung einklagen. Und höhrere Miete 
kriegst Du nur wenn Du investierst. Als Vermieter lehmt mann nur von den 
Steuerersparnissen, nicht von der Mieteinnahmen.
HolgerR

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Und wieder einmal sollen die Krankenkassenbeiträge
ohne Anpassung (Höhersetzung) der Beitragsbemessungsgrenze steigen.

Was haben wir doch für ein soziales Land

Beitrag #7433033 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7433035 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7433043 wurde von einem Moderator gelöscht.
von He. (Gast)


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Holger R. schrieb:
> Schon mal an Steuern, Sozialabgaben und Renovieren gedacht.

Die zahle ich ja jetzt auch (???)

Vermietet wird nur Touristen und Projektarbeiter, die kurz da sind und 
relativ viel zahlen sowie die Leute, die die hiesige 
Großausbildungstätte einer Bundesinstitution besuchen. Die wohnen dann 
maximal 3 Monate und man wird sie automatisch wieder los. Die verdienen 
alle gut, bzw sind bereit zu investieren.

Wir hatten das schon gemacht, als ich noch studierte:

Mein damaliger Wohnbereich wurde etwa nicht mal 200 Tage im Jahr zum 
Tagespreis von Euro 35,- vermietet. Abzüglich der anteiligen und 
hinzugerechneten Kosten, waren von den 7k maximal die Hälfte zu 
versteuern. Man hatte also fast 4k zusätzlich. Die wiederum reichten, um 
meine Miete am Studienort zu zahlen.

Eine kleine Pension hier um die Ecke hat immer Sommergäste und kassiert 
für ein lumpiges Zimmer 48,-. Da kriege ich locker 50,-. 150 Tage im 
Jahr vermietet und die gesamten Betriebskosten fürs Haus sind drin.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Holger R. schrieb:
> Wenn Du Pech hast, fliegt Du aus der gesetzlichen Krankenversicherung
> raus und muß Du freiwillig oder privat versichern.

Aus der GKV fliegt niemand raus, der seine Beiträge zahlt.
Freiwillig versichert heißt, dass du wählen kannst, in die PKV zu 
wechseln. Man hat also zusätzliche Möglichkeiten.

Mal wieder das Bullshit-Gelaber der Unwissenden.

: Bearbeitet durch User
von Holger R. (holgerr)


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Kara B. schrieb:
> Holger R. schrieb:
>> Wenn Du Pech hast, fliegt Du aus der gesetzlichen Krankenversicherung
>> raus und muß Du freiwillig oder privat versichern.
>
> Aus der GKV fliegt niemand raus, der seine Beiträge zahlt.
Rausfliegen natürlich nicht, aber mann mußt auf seine Mieterträge
Beiträge zahlen, also in die Freiwillige der GKV oder PKV wechseln,
leider wird das nicht kontrolliert.
Jeder Vermieter gehört in die Freiwillige der GKV ( also Höchstbetrag ) 
oder in die PKV, sonst ist das Sozialbetrug.
> Freiwillig versichert heißt, dass du wählen kannst, in die PKV zu
> wechseln. Man hat also zusätzliche Möglichkeiten.
>
> Mal wieder das Bullshit-Gelaber der Unwissenden.
Mal wieder einer der keine Ahnung hat.
Ich meine, wer Mieteinnahmen hat, hat hat in der GKV nichts zu suchen
sondern PKV oder GKV mit Höchstbeträgen.
HolgerR

von Rainer Z. (mrpeak)


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Wenn man vor Renteneintritt stirbt zahlen die meisten 
Rentenversicherungen nichts zurück, man hat sein Geld also verschenkt. 
Ich investiere maximal diversifiziert. Alles in eine einzige Immobilie 
zu stecken ist Null Diversifikation und macht immobil.

von Cyblord -. (cyblord)


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Rainer Z. schrieb:
> Alles in eine einzige Immobilie
> zu stecken ist Null Diversifikation und macht immobil.

Sorgt aber halt für ein Dach überm Kopf.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Rainer Z. schrieb:
> Wenn man vor Renteneintritt stirbt zahlen die meisten
> Rentenversicherungen nichts zurück, man hat sein Geld also verschenkt.

Das kann einem dann auch egal sein.

von Rainer Z. (mrpeak)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Wenn man vor Renteneintritt stirbt zahlen die meisten
>> Rentenversicherungen nichts zurück, man hat sein Geld also verschenkt.
>
> Das kann einem dann auch egal sein.

Nur wenn man möglichst wenig hinterlassen will: weder Kindern noch 
Angehörigen, weder wohltätigen Stiftungen noch religiösen 
Organisationen, weder politischen Parteien noch einem Sportverein...

Dann wäre es aber auch total widersprüchlich das Dach über dem eigenen 
Kopf im Eigentum zu haben... :-)

von Holger R. (holgerr)


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Rainer Z. schrieb:
> Wenn man vor Renteneintritt stirbt zahlen die meisten
> Rentenversicherungen nichts zurück, man hat sein Geld also verschenkt.
Nennt sich Sozialgemeinschaft.
> Ich investiere maximal diversifiziert. Alles in eine einzige Immobilie
> zu stecken ist Null Diversifikation und macht immobil.
Unsere Regiegungen und die Einmischungen in die Vermietungspolitik 
treiben die Mieten in die Höhe ebenso wie in die Krankenversicherung.
Die GVK sowie jedweilige Mietendeckelung gehören abgeschafft.
Ebenso Billigfleisch bei Lidl zu verkaufen.
Bei der nächsten Bundestagswahl wird eine ungeliebte und miese Partei 
über 50% erringen und nichts bewegen. Billigheimer Deutschland sein 
Dank.

Rainer Z. schrieb:
> Nur wenn man möglichst wenig hinterlassen will: weder Kindern noch
> Angehörigen, weder wohltätigen Stiftungen noch religiösen
> Organisationen, weder politischen Parteien noch einem Sportverein...
>
> Dann wäre es aber auch total widersprüchlich das Dach über dem eigenen
> Kopf im Eigentum zu haben... :-)
Die Erbschaftssteuer für Wohnungen und Gebäude ist in Deutschland viel 
zuniedrig. Die Eltern rackern sich ab und die Kinder kriegens für lau.
HolgerR

: Bearbeitet durch User
von Holger R. (holgerr)


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Holger R. schrieb:
>> Mal wieder das Bullshit-Gelaber der Unwissenden.
> Mal wieder einer der keine Ahnung hat.
> Ich meine, wer Mieteinnahmen hat, hat hat in der GKV nichts zu suchen
> sondern PKV oder GKV mit Höchstbeträgen.
Mieteinnahmen kassieren und keine Beiträge zahlen.
> HolgerR

von Holger R. (holgerr)


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Holger R. schrieb:
> Die Erbschaftssteuer für Wohnungen und Gebäude ist in Deutschland viel
> zuniedrig. Die Eltern rackern sich ab und die Kinder kriegens für lau.
> HolgerR
Korrektur :
Die Erbschaftssteuer für Wohnungen, Gebäude und Vermögen ist in 
Deutschland viel zuniedrig. Die Eltern rackern sich ab und die Kinder 
kriegens für lau.

Die GVK sowie jedweilige Mietendeckelung gehören abgeschafft.
Ebenso das Vererben. Die Erben zahlen die vollen Steuern auf die 
Hinterlassenschaft ohne Freigrenzen.
Jeder billiger Einkauf bei den Discountern erhöht dessen Vermögen.
Und Betrogen, Übervorteilt und schlechte Ware gibt es obendrein.

Es sollte vorgeschrieben werden bei Angeboten und Ausschreibungen,
der teuerste Anbieter bekommt den Auftrag.
HolgerR

: Bearbeitet durch User
von Holger R. (holgerr)


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Gute Vorsorge :
In der gesetzlichen Rentenversicherung auf Antrag den Höchstbetrag 
zahlen.
Und sofern Geld über ist, Kapital-Lebensvericherung abschließen und zwar 
den teuersten Anbieter nehmen, da gibt es auch die höchsten 
Beteiligungen am Überschuß der Gesellschaft. Billigheimer bringen 
nichts.
Ist aber wie gesagt eine Sozialgemeinschaft, dem einem kommt es teuer 
mit Verlusten und andere Gewinnen. Imobilien sind zur Zeit eine 
schlechte Geldanlage, es sein den mann heißt Andreas E. aus Wentorf.
War neulich vorm Amtsgericht und natürlich verloren.
Hab hinterher noch mit meinem Anwalt geschnaggt.
Manchmal verliert mann,
manchmal gewinnen die Anderen.
HolgerR

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Holger R. schrieb:
> Imobilien sind zur Zeit eine schlechte Geldanlage

zahlst nur Steuern / Gebühren dafür
und hast auch noch haufenweise Arbeit davon

...Klotz am Bein

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Meine Erkenntnis: man sollte Nachts nach 1 Uhr keine Posts mehr 
schreiben...

von Bruno V. (bruno_v)


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Holger R. schrieb:
> Imobilien sind zur Zeit eine schlechte Geldanlage

Das waren sie immer. Zu jedem Zeitpunkt waren sie zu teuer oder es 
drohte ein Preisverfall ;-)

von Holger R. (holgerr)


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Bruno V. schrieb:
> Holger R. schrieb:
>> Imobilien sind zur Zeit eine schlechte Geldanlage
>
> Das waren sie immer. Zu jedem Zeitpunkt waren sie zu teuer oder es
> drohte ein Preisverfall ;-)
Ich meinte das eigene Haus mit Selbstnutzung.

Im großen Stil geht das noch immer gut:
Ich verkauf Dir zehn Blocks, dafür gibst Du mir ein Einkaufszentrum.
Und Sozial-Blocks in ETW verwandeln. Und solange hin und her, bis die 
Handwerker nicht mehr bezahlt werden und Du Steuern und Umsatzsteuern
vom Staat bekommst. Dafür zahlt Dir auch das Sozialamt einen GLS Maybach 
und Du mußt im Hotel wohnen und einmal die Woche bei Hamburg1 auftreten.
HolgerR

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Holger R. schrieb:
> Im großen Stil geht das noch immer gut:

zahlt man als Firma ja auch schon mal keine Grunderwerbssteuer ...

von He. (Gast)


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Wie kann man auf die Idee kommen, freiweilig in die GRV einzuzahlen?

Mal die Alterspyramide angesehen?
Mal die Gehaltsentwicklung gesehen?
Mal die Inflation gesehen?

Wenn das so weitergeht, mit 4% Inflation, müsste die Nettorente 
regelmäßig mit erhöht werden. Das geht aber nicht, weil die Rente auch 
besteuert wird und damit ungefährt 3/2 steigen müsste - also 6%! Da es 
praktisch nur halb so schnell geht, wird es dazu führen, dass die 
Bruttorenten schon nicht mit der Inflation mithalten und die Nettorente 
komplett durchfällt!

Man muss ja auch von dem Mehr, an Geld auch Krankenkasse zahlen und 
bekommt davon nur den geringen Steueranteil wieder, den man abziehen 
kann. 70% der Zusatzkosten trägt man selber!

Es bleibt also für die kleinen Gehälter immer wenig über. Also muss eine 
"Sozialkomponente" geschaffen werden. D.h. Pauschal 100,- für jeden 
mehr. Weil die Kassen aber leerer und leerer werden, muss das von den 
hohen Renten abgezogen werden.

Also lohnt das Einzahlen in die RV ab einem gewissen Gehalt nicht mehr. 
Du kriegst es nicht mehr wieder und soweit du was wieder bekommst, 
zahlst du Steuern. Die Versorgungslücke wächst und wächst.

Ein Haus ist die beste Investition, weil man den Geldfluss steuern kann. 
Den Mieteinnahmen werden die Kosten entgegengestellt und nur die 
Differenz ist Einkommen. Wenn du zusiehst, dass du offiziell nur 15k 
Einkommen über behälst, zahlst du fast keine Steuern.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Heiko E. schrieb:
> Mal die Alterspyramide angesehen?
> Mal die Gehaltsentwicklung gesehen?
> Mal die Inflation gesehen?

Mal die ganzen AUSNAHMEN gesehen, die da normalerweise einzahlen 
sollten, um das System einigermassen gerecht zu machen?
Und zwar OHNE Beitragsbemessungsgrenze?

Das System ist immerhin mit 2Weltkriegen auf die Probe gestellt worden.

von Holger R. (holgerr)


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Heiko E. schrieb:
> Wie kann man auf die Idee kommen, freiweilig in die GRV einzuzahlen?
Die Rente ist sicher.
Konrad Adenauer
Ich meine als Grundversorgung gut mit dem geringsten Risiko.

Heiko E. schrieb:
> Also lohnt das Einzahlen in die RV ab einem gewissen Gehalt nicht mehr.
> Du kriegst es nicht mehr wieder und soweit du was wieder bekommst,
> zahlst du Steuern. Die Versorgungslücke wächst und wächst.
Ab einem gewissen Einkommen und/oder Vermögen würde ich mir keine 
Gedanken über die Rente machen.

Heiko E. schrieb:
> Man muss ja auch von dem Mehr, an Geld auch Krankenkasse zahlen und
> bekommt davon nur den geringen Steueranteil wieder, den man abziehen
> kann. 70% der Zusatzkosten trägt man selber!
Privat versichern.

Heiko E. schrieb:
> Ein Haus ist die beste Investition, weil man den Geldfluss steuern kann.
In Grenzen.
> Den Mieteinnahmen werden die Kosten entgegengestellt und nur die
> Differenz ist Einkommen. Wenn du zusiehst, dass du offiziell nur 15k
> Einkommen über behälst, zahlst du fast keine Steuern.
Wie meinst Du das ? Schwarz vermieten und die Miete in bar kassieren 
oder gegen Sachleistungen ?
HolgerR

von He. (Gast)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Mal die ganzen AUSNAHMEN gesehen, die da normalerweise einzahlen
> sollten, um das System einigermassen gerecht zu machen?

Diese Diskussion haben wir bei den Selbständigen und deren Verbände 
jedes Jahr erneut und immer ist es dasselbe Ergebnis: Es wäre für den 
Staat und die Kassen ein Eigentor, wenn man das machen würde, weil:

Sobald man eine Gruppe als Einzahler definiert, wird sie auch 
beziehungsberechtigt und die Summe der Selbständigen und "Ich-AG"-ler, 
die dann schlagartig Bezieher wäre, hat einfach viel zu wenig 
eingezahlt, weil sie nur kurz Angestellte waren oder gar nicht. Die 
wären dann aber Rentner und müssten die Rente aufgestockt bekommen. So 
sind oder werden sie H4-Bezieher, was den Staat billiger kommt! Das hat 
mir mal ein Rentenberater genau auseinanderdividiert.

Auch jetzt noch ist das Mittel der Einzahlsummen angeblich noch deutlich 
geringer, als das, was ausgezahlt werden müsste und ... mal muss, denn 
anteilsmäßig würde einer, der mehr Geld eingezahlt hat auch mehr 
herausbekommen müssen. Zunächst wäre eine Hinzunahme weiterer Einzahler 
also nur ein Hochskalieren und würde an der sich verstärkenden 
Schieflage nichts ändern. Die relative Überlastung würde bleiben und nur 
absolut größer werden.

Es darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Einzahler, die 
viele bei solchen Forderungen im Auge haben, nämlich die 
"Besserverdiener", einen Großteil der Einzahlungen von der Steuer 
abziehen könn(t)en und sich damit sehr viele Steuern sparen, die der 
Staat aber nicht zurück bekommt, weil im Alter die Einnahmen und damit 
die Steuern geringer sind. An denen "verdient" das Rentensystem zwar, 
der Staat legt aber doppelt drauf. Daher vermeidet man solche 
Beschlüsse, denn es passiert ja jetzt schon das, was ich oben 
eingeworfen hatte:

"Zahle jetzt soviel ein, dass du später gerade davon leben kannst, keine 
STeuern zahlen musst, ziehe es aber jetzt von den Steuern ab".

Umgekehrt sind das auch, aber wie schon gesagt, eher wenige Personen! 
Die meisten Selbständigen, die momentan nicht in die RV einzahlen, 
liegen im Gehalt eher deutlich darunter und dies eben, weil sie durch 
die H4-Gesetze Zwangsselbständige geworden sind. Würde man alle 
Selbständigen in die Kassen ziehen, ginge der Schuss nach hinten los, 
weil die wirklichen Gutverdiener nämlich die sind, die Knowhow haben und 
auch jederzeit im Ausland arbeiten könnten. D.h. wenn unsere Regierung 
auf die Idee käme, Zwangsverpflichtungen einzuführen, wären die 
Geschäftsaddressen dieses Personenkreises sehr bald in den Niederlanden, 
Österreich oder der Schweiz - wo man dann in Summe aller Abgaben weniger 
belastet wird. Über bleiben nur die, die gerade so über die Runden 
kommen. Die zahlen aber sehr wenig ein, halten dann aber auch die Hand 
auf.

Zudem droht ja nun die Misere mit dem Bürgergeld, dass sich der Staat 
nicht lange leisten wird können und anpassen muss. Da kassieren wieder 
viele ab und leeren die Kassen weiter!

Insgesamt hat sich in Deutschland aus dem 1980-ern heraus schon eine 
große Summe an Personen angesammelt, die viel zu wenig fürs Alter 
vorgesorgt hat und hat vorsorgen müssen, weil die RV-Sätze zu gering 
waren und die Firmen immer weniger mit eingezahlt haben.

Dann kam die Wiedervereinigung, die viele neue Rentner erzeugt hat, für 
die niemand was zurück gelegt hatte, dann die Krisen, der neu 
eingeführte Soli, die PV-Zulage und vor allem das stetig sinkende 
Einkommen, was die Lage immer mehr verschärft hat. Daher kriegen viele 
der Leser dieses threads hier wohl erst ab 70 überhaupt eine Rente, 
dürfen sich aber dumm und dämlich zahlen.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Heiko E. schrieb:
> Sobald man eine Gruppe als Einzahler definiert, wird sie auch
> beziehungsberechtigt und die Summe der Selbständigen und "Ich-AG"-ler,
> die dann schlagartig Bezieher wäre, hat einfach viel zu wenig
> eingezahlt, weil sie nur kurz Angestellte waren oder gar nicht. Die
> wären dann aber Rentner und müssten die Rente aufgestockt bekommen. So
> sind oder werden sie H4-Bezieher, was den Staat billiger kommt! Das hat
> mir mal ein Rentenberater genau auseinanderdividiert.

und das war z.B. anno 1955 dann auch so
und der Staat ist daran jämmerlich zugrunde gegangen?

von Bruno V. (bruno_v)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Mal die ganzen AUSNAHMEN gesehen, die da normalerweise einzahlen
> sollten, um das System einigermassen gerecht zu machen?
> Und zwar OHNE Beitragsbemessungsgrenze?

Wieso sollten mehr Einzahler positiv sein? Das ist nicht GKV, dort wären 
mehr Gutverdienende (PKV-Versicherte) natürlich vorteilhaft.

> Das System ist immerhin mit 2Weltkriegen auf die Probe gestellt worden.
Das System ist nach dem Zweiten Weltkrieg praktisch neu aufgesetzt und 
lebt davon, dass die nächste Generation dem Schneeballsystem vertraut.

Das aber ist zunehmend fraglich. Schließlich haben die Boomer das Klima 
und die Lebensgrundlage der Generation Z zerstört und daher nicht Mal 
Grundsicherung verdient.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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wie gesagt,
vor der Einführung der Beitragsbemessungsgrenze
stand Deutschland offensichtlich am Abgrund.
und nur dadurch, dass sich Gutverdiener aus dem System herausmogeln 
können
und man ebendiese Beitragsbemessungsgrenze eingeführt hat,
ist unser System "geheilt" worden.

HIER
wird sich die Welt schöngeredet.
-Nicht bei Radios mit mechanischen Senderspeichern.

---

Beitrag "Re: Wer vermisst noch die analoge Funktechnik - Erinnerungen"

Phasenschieber S. schrieb:
> Man kann sich seine Welt auch schön reden und die Vergangenheit völlig
> verklärt sehen. Komm mal in die Gegenwart.

von Michael B. (laberkopp)


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Heiko E. schrieb:
> Also lohnt das Einzahlen in die RV ab einem gewissen Gehalt nicht mehr.
> Du kriegst es nicht mehr wieder

Stell dir vor, alle Rentner der gesetzlichen Rentenversicherung bekämen 
mehr heraus, als sie eingezahlt haben (inflationsbereinigt), was wäre 
dann, wo kommt das Geld her ?

Da die GRV ein Umlagesystem ist, ist die Summe der Ausschüttungen gleich 
der Summe der Einzahlungen  und selbst Zuschüsse die der Bund in die GRV 
steckt, zahlt der Steuerzahler, also du.

Geld (bzw. dessen Gegenwert) entsteht nun mal nicht aus Luft (und wenn, 
wird es Inflation, lässt man die Luft wieder raus).

Einige Rentner zahlen mehr ein als sie rausbekommen, andere bekommen 
mehr raus als sie Einzahlen, das ist nun Mal das Prinzip der 
Versicherung, das im Fall der Rentenversicherung das 'Risiko' länger zu 
leben als die Ersparnisse reichen absichert. Bei deiner 
Feuerversicherung freust du dich, wenn du mehr einzahlst als du raus 
bekommst.

Manche Leute hier haben nicht Mal die grundlegendsten Prinzipien der 
Wirtschaft gelernt, sondern aber jede Menge Tipps ab.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Michael B. schrieb:
> Stell dir vor, alle Rentner der gesetzlichen Rentenversicherung bekämen
> mehr heraus, als sie eingezahlt haben (inflationsbereinigt), was wäre
> dann, wo kommt das Geld her ?

wo kommt das Geld der Banken her???

Warum also tritt die Rentenkasse nicht als Grossbank auf?

von Michael B. (laberkopp)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> wo kommt das Geld der Banken her???

Du hast was grundlegendes am monetären System nicht verstanden.

Die verschenken es nicht, sondern verleihen es bloss, gehen also davon 
aus, es zurück zu bekommen (und gleichen die Kreditausfälle durch den 
Risikozuschlang namens Zins aus).

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Michael B. schrieb:
> Du hast was grundlegendes am monetären System nicht verstanden.

Das aus Lug und Betrug besteht.
-Das habe ich schon vor Jahrzehnten verstanden

von Cyblord -. (cyblord)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Du hast was grundlegendes am monetären System nicht verstanden.
>
> Das aus Lug und Betrug besteht.
> -Das habe ich schon vor Jahrzehnten verstanden

Heul halt.
Gehe 200 Jahre zurück und stelle dich 100 Stunden die Woche aufs Feld. 
Dann hast du keine Sorgen mit dem bösen System und mit Geld auch nicht.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> Michael B. schrieb:
>>> Du hast was grundlegendes am monetären System nicht verstanden.
>>
>> Das aus Lug und Betrug besteht.
>> -Das habe ich schon vor Jahrzehnten verstanden
>
> Heul halt.
> Gehe 200 Jahre zurück und stelle dich 100 Stunden die Woche aufs Feld.
> Dann hast du keine Sorgen mit dem bösen System und mit Geld auch nicht.

und wieder Dein Geschwurbel

von He. (Gast)


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Bruno V. schrieb:
>> Das System ist immerhin mit 2Weltkriegen auf die Probe gestellt worden.
> Das System ist nach dem Zweiten Weltkrieg praktisch neu aufgesetzt und
> lebt davon, dass die nächste Generation dem Schneeballsystem vertraut.

Das Wort Schneeballsystem hatte ich bei meinen Ausführungen bewusst 
vermieden, weil es sonst noch mehr "nicht lesenswert" gehagelt hätte.

Michael B. schrieb:
> Einige Rentner zahlen mehr ein als sie rausbekommen, andere bekommen
> mehr raus als sie Einzahlen, das ist nun Mal das Prinzip der
> Versicherung,

Ja, ja, es wird aber nicht quer über eine Generation balanciert, wie das 
bei z.B. der Autoversicherung oder der Feuerversicherung ist, sodass in 
Summe alle das bekommen, was sie eingezahlt haben + Zinsen für den 
Inflationsausgleich.

Nein, es wird längs rückverteilt, d.h. die Jungen zahlen mehr, als die 
Alten eingezahlt haben und zwar deutlich mehr. In etwa 40%-50%! Das ist 
bis zu einem gewissen Punkt auch in Ordnung, weil die Alten das Land 
aufgebaut haben und die Jungen von dieser Infrastruktur profitieren.

Das Problem ist aber, dass es eben

a) nicht mehr beliebig viele neue Junge gibt, weil der Zuwachs nicht da 
ist
b) soweit es ihn gibt (z.B. durch Zuzug von Ausländern) aufgrund der 
geringen Löhne (z.B. der Ausländer!) nicht mehr soviel mehr eingezahlt 
wird, wie es sein müsste.

Vor allem die Ausländer, sind die die vom Staat JETZT profitieren, ohne 
dass sie etwas dafür geleistet haben, oder ihre Eltern! DAS ist das 
Problem. Und sie werden mehr und mehr auch die Rentenkassen belasten.

Es müsste insgesamt mehr Geld bei den Privatleuten ankommen und diese 
müssten mehr für die Rente zurücklegen (können). Das können aber viele 
nicht mehr und sehr viele, die das nicht können, sind in H$ getriebene 
Kurzzeitselbständige, die einige Jahre von der Hand in den Mund gelebt 
haben.

von He. (Gast)


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Bruno V. schrieb:
> Schließlich haben die Boomer das Klima
> und die Lebensgrundlage der Generation Z zerstört

Ohweih! Die Generation Z ist es doch, die den ganzen Tag im Internet und 
am Smartfone hängt und ihre Zeit mir Blödsinn vertrödelt. Sie lassen 
sich mit dem Auto in den Kindergarten, die Schule und die Uni fahren.

Und sie verbrauchen sehr viel umweltschädlichen Klebstoff :-)

Eine Sache noch zu der PKV: Ja es ist nicht von der Hand zu weisen, dass 
es Kriegsgewinnler durch die PKV gibt. Die haben Jahrelang sehr niedrige 
Beträge gehabt, sofern sie nicht krank waren und konnten sich so der 
Solidarität entziehen. Hatte ich immer schon kritisiert, dass die dann 
einfach zurückkehren können. Der Trick ist einfach, mal nach 55 2 Jahre 
wenig arbeiten und wenig Einkommen nachweisen. Z.B. dadurch dass man 
sich mit 58 Abfinden lässt und die in der 59er Steuer tilgt, indem man 
20k in Rürupp steckt und den Rest in eine Firma investiert, die Verluste 
macht.

Dann lebt man 2 Jahre mit quasi nix, geht wieder in die GRV und 
profitiert von den geringen Sätzen. Mit 65 als Rentner kassiert man die 
Dividenden aus den Rückstellungen der Firma. Es gibt kaum eine 
Möglichkeit, Reichtum und Scheinarmut besser zu vereinen, als so.

Sind alles Gesetze unserer lieben Regierung. Genau wie die Leibrente von 
Rürupp an sich: Da profitierte hauptsächlich der Rürupp und der 
Maschmeier.

von Udo S. (urschmitt)


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Heiko E. schrieb:
> und vor allem das stetig sinkende
> Einkommen

Zeig mal dafür einen Beleg.
Ansonsten ist das reine Desinformation.

von Michael B. (laberkopp)


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Heiko E. schrieb:
> Ja, ja, es wird aber nicht quer über eine Generation balanciert, wie das
> bei z.B. der Autoversicherung oder der Feuerversicherung ist, sodass in
> Summe alle das bekommen, was sie eingezahlt haben + Zinsen für den
> Inflationsausgleich.

Abzüglich Gewinn der Versicherungsgesellschaft, das haben wir bei der 
staatlichen Rentenversicherung nicht.

> Nein, es wird längs rückverteilt, d.h. die Jungen zahlen mehr, als die
> Alten eingezahlt haben und zwar deutlich mehr. In etwa 40%-50%! Das ist
> bis zu einem gewissen Punkt auch in Ordnung, weil die Alten das Land
> aufgebaut haben und die Jungen von dieser Infrastruktur profitieren.

Oje.

Natürlich zahlen die Jungen mehr, weil die Inflation die Preise treibt.

Aber seit sehr langer Zeit zahlen sie knapp 20% und damit prozentual 
gleich viel vom Einkommen.

Wer Federn lassen musste weil die Lebenszeit stieg, sind die Alten, 
deren Rentenniveau man abgesenkt hat.

http://www.portal-sozialpolitik.de/index.php?page=neuberechnung-rentenniveau

Gerecht ist es, wenn beide Seiten gleich Jammern.

Und weniger Menschen haben wir in Deutschland (dank Zuwanderung, nicht 
wegen Geburten) nicht, inzwischen 84 Mio, viel wie nie zuvor

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1217/umfrage/entwicklung-der-gesamtbevoelkerung-seit-2002/

von Bernd G. (Gast)


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Heiko E. schrieb:
> Dann kam die Wiedervereinigung, die viele neue Rentner erzeugt hat, für
> die niemand was zurück gelegt hatte,

Dass die RV ein Umlagesystem ist, weißt du bereits? In der RV wird 
nichts zurückgelegt.

von Bruno V. (bruno_v)


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Heiko E. schrieb:
> Ohweih! Die Generation Z ist es doch, die den ganzen Tag im Internet und
> am Smartfone hängt und ihre Zeit mir Blödsinn vertrödelt. Sie lassen
> sich mit dem Auto in den Kindergarten, die Schule und die Uni fahren.

Unsere Bewertung dürfte egal sein. Unsere Beiträge sind verbraucht wenn 
wir in Rente gehen. Die Angst und Enttäuschung der Klimakleber ist echt.

von Holger R. (holgerr)


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Bernd G. schrieb:
> Dass die RV ein Umlagesystem ist, weißt du bereits? In der RV wird
> nichts zurückgelegt.
Aber wir haben doch Herrn Lindner.
Der kann 12 Stücken Kuchen auf 18 Leute so verteilen, das keiner merkt 
das er beschissen wird. Und bei der Heizungreform ist das nicht anders. 
Und die Geldgeschenke und Übernahme der Gaskosten, wo kommen die her, 
wahrscheinlich aus den Geschenken an die Rüstungsindustrie.
Kein Wunder das eine Scheiß Partei gewählt wird.
HolgerR

von Christian M. (likeme)


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Harald82 schrieb:
> Ich bin im öff. Dienst untergekommen und bezahle ja
> schon vom Lohn 'ne Menge in die gesetzliche Rentenversicherung ein.

Und jeden Cent den du später dazubekommst, durch deine Zusatzrente, 
ziehen sie dir wahrscheinlich wieder ab! Wir gehören zu der Generation 
"SCHRÖPF", die wahrscheinlich sich in der FuGeZo sich um die 
Pfandflaschen raufen wird nachdem sie ihr Haus dem Staat geben mussten, 
um dort diverse MENSCHEN unterzubringen. Wahrscheinlich darf man das in 
später Zukunft auch nur noch mit Gewerbeanmeldung. Der Zoll ist bestimmt 
schon am Planen.

Was ich sagen möchte, indem du anderen sowas aufschwatzt verdienst DU 
aber nie der ANDERE der es abschließt.

: Bearbeitet durch User
von F. B. (finanzberater)


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Holger R. schrieb:
> Und bei der Heizungreform ist das nicht anders.

Wisst ihr schon, dass ihr mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit eure 
eingebaute Wärmepumpe wieder rausreißen müsst?

Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des deutschen Handwerks: 80 
Prozent der Wärmepumpen müssen wieder raus

Eigentümer, die jetzt schon Wärmepumpen einbauen, haben ein Problem. 
Fast alle Anlagen müssen wieder raus. Auf dieses Politikversagen weist 
der Präsident des Handwerksverbandes hin.

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2023/waermepumpen-wieder-raus/

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Bruno V. schrieb:
> Unsere Bewertung dürfte egal sein. Unsere Beiträge sind verbraucht wenn
> wir in Rente gehen. Die Angst und Enttäuschung der Klimakleber ist echt.

Ach Bruno, wenn man Umlageverfahren so rein gar nicht verstanden hat, 
kommt man auf die abstrusesten Schlussfolgerungen.

Hoffentlich sind die Klimakleber nicht ebenso dumm wie du.

von Bernd G. (Gast)


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F. B. schrieb:
> Eigentümer, die jetzt schon Wärmepumpen einbauen, haben ein Problem.

Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode.

von Bruno V. (bruno_v)


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Michael B. schrieb:
> Ach Bruno, wenn man Umlageverfahren so rein gar nicht verstanden hat,
> kommt man auf die abstrusesten Schlussfolgerungen.

genau. Dann kommt man auf die wahnwitzige Idee, dass eine Generation 
sich einen "Anspruch" erarbeitet hat, der irgendwie geschützt ist. Oder 
der sicher ist, weil die Alten ja die überwiegende Mehrheit stellen 
werden und die Jungen (Arbeitenden, Steuerzahler) sich demokratisch 
fügen müssen.

Michael B. schrieb:
> Hoffentlich sind die Klimakleber nicht ebenso dumm wie du.
Im Gegenteil: Boomer und X,Y können nur darauf hoffen, dass die 
Klimakleber und nachfolgende Generationen das nicht durchschauen und 
sich dem Pakt alter weißer Männer aus den Nachkriegsjahren verpflichtet 
fühlen.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Bernd G. schrieb:
> F. B. schrieb:
>> Eigentümer, die jetzt schon Wärmepumpen einbauen, haben ein Problem.
>
> Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode.

ich bin bisher immer noch ganz gut gefahren,
nicht gleich jeden "Trend" sofort mitzumachen.

-hat mir z.B. ISDN erspart.

von Michael B. (laberkopp)


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Dirk K. schrieb:
> Ich hoffe, das genügt für ein auskömmliches Leben im Alter?

Zumindest für die Mitarbeiter der Versicherungen.

Was für dich übrig bleibt...

von Andi (chefdesigner)


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Christian M. schrieb:
> Und jeden Cent den du später dazubekommst, durch deine Zusatzrente,
> ziehen sie dir wahrscheinlich wieder ab!

Das glaube ich allerdings auch. Nur merken tun das viele noch nicht. Die 
Deckelungssummen und Steuermessgrenzen, werden ja nicht linear nach oben 
geschoben, nur weil die Teurung auch die Einkommen hoch treibt.

Wir haben seit Jahren immer weniger Netto!

Daher ist es wichtig, jeden Cent bei sich zu behalten und nicht dem 
Staat zu geben, der damit nur Löcher stopft, um woanders welche 
entstehen zu lassen.

Die Methode, dass die Jungen die Alten bezahlen klappt nicht, wenn nicht 
immer mehr Junge dazu kommen und die auch arbeiten und davon auch mehr 
abgeben.

Das Beispiel von oben mit den preiswert arbeitenden Ausländern ist da 
für das beste Beispiel: Meine Tochter arbeitet in der Pharma- und 
Medizintechnikbranche und sieht, wie im Pflege- und Krankenhausbereich 
immer mehr Personen von irgendwoher angeworben werden, um die niedrigen 
Gehälter zu stabilisieren, für die die arbeiten.

Da ist das Prinzip von Angebot und Nachfrage schon lange ausgehebelt.

Bei uns Informatikern ist es im Grunde dasselbe:

Man muss keine Firma überbieten, wenn man einen Softwareentwickler 
braucht. Man muss die Dienstleistung nur bei einem Zeitarbeitsgeber 
bestellen, der einen billigen Entwickler aus dem Ausland holt, der 
sofort kommt, weil er etwas mehr bekommt, als zuhause. Und er darf auch 
kommen, weil er ja arbeiten kann und sofort eine Stelle nachweisen kann.

Damit gehen die Gehälter der Mint-Fachräfte auch langsam runter und 
stagnieren. Die Industiebosse werden immer reicher und die Angestellten 
immer ärmer!

So schaut eben jeder, dass er zu den Profiteuren zählt. Meine Strategie: 
Software so definieren, dass sie von der einfach werkelnden 
Programmierhorde geleistet werden kann, die zwar kein Deutsch kann, aber 
meine Dokumente lesen kann. Die arbeiten dann alles brav ab und die 
Firmen, für die ich tätig bein, können sich einen SW-Projektleiter zu 
99,- die Stunde (ein Spotpreis wie ich finde :-) ) leisten.

Das eingenommene Geld wird sofort in Geräte, Computer, Server und 
Material, sowie den Dienstwagen und das Büro investiert. Ferner wird 
viel gereist, auf Messen und Austellungen die Firmen besucht, 
Einladungen verteilt und dicke Essen gegangen, damit das Finanzamt mal 
40k Betriebskosten sieht und nicht auf die Idee kommt, ich hätte nur ein 
reines Freiberuflertum. Da gibt es dann auch keine Betriebsprüfung, weil 
ich ja weit über 100k noch an Gewinn habe.

Nach 3 Jahren fliegt das meisten Zeug raus und wird mit 1,- 
abgeschrieben. Privatnutzung zahle ich keine.

von Andi (chefdesigner)


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Ach so, die Essenz des Sermons:

Natürlich werden alle Teile die ich nicht mehr geschäftlich nutze, 
verschrottet und nicht etwa - wie es wohl manche Bösewichter tun - auf 
Internetplattformen verscherbelt! Schon gar nicht werden sie schon kurz 
nach dem Kauf zu 80% verscherbelt und stehen nur in den Büchern, um die 
UST zu ziehen. Und selbstredend werden alle Zeiten der privaten Nutzung 
genau erfasst und versteuert :-)

Das gilt auch für Reisen:

Gerade befinde ich mich wieder in Süddeutschland am Standort einer sehr 
großen Firma für Electronic & Drives und mache einen Geschäftsbesuch. Da 
es kein Hotel in der Nähe gab, habe ich einfach eines aus dem Nachbarort 
gebucht. Ich bin zwar nur 3 Tage dort, halte mich aber bis zum 
Wochenende dort auf. Die Anteile für die Partnerin und private Nutzung 
werden natürlich aus der allumfassenden Hoteltrechnung rausgezogen und 
dem FA Nürnberg gemeldet, damit es die Steuern dafür berechnen kann. Das 
ist wichtig, weil das den Hotelpreis ja locker verdoppelt und der ist 
schon nicht so gering, wegen all inklusive mit verbilligtem Essen am 
Abend und Besuch des Alpen-Seebads. :D

von Bernd G. (Gast)


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Andreas F. schrieb:
> Ach so, die Essenz des Sermons:

Ja, du bist ein echter Held!

von Michael B. (laberkopp)


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Andreas F. schrieb:
> Bei uns Informatikern ist es im Grunde dasselbe:

So lange du denselben Scheiss ablieferst, wie dein indischer Konkurrent, 
macht es keinen Sinn, dir mehr zu bezahlen als dem Inder, denn Software 
kennt keine Transportkosten.

Such dir einen anständigen Job, du bist austauschbar.

von Andi (chefdesigner)


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Bernd G. schrieb:
> Ja, du bist ein echter Held!
Nein Realist.

Michael B. schrieb:
> So lange du denselben Scheiss ablieferst,
Die Inder liefern keinen "Scheiss" ab. Sie liefern in der Spitze 
dieselbe Qualität, wie andere auch - aber eben billiger. Sie 
unterbieten. Sie drücken die Gehälter.

Informatikdienstleistung wird bald zum Massenprodukt, so wie PC 
Installation. Vor 30 Jahren wurden händeringend Informatiker gesucht, 
die einen PC einrichten konnten, wegen der vielen inkompatiblen Treiber. 
Vor 20 Jahren waren genug da.

Da wurden Leute gesucht, die C programmieren konnten, wegen der 
wachsenden Anforderungen vom Windows XP. Vor 10 Jahren waren genug da 
und Win 7 liefe auch eher von alleine.

Vor 10 Jahren wurden Leute gesucht, die SW- und HW-Projekte managen 
können, mit deutschen, englischsprachigen und chinenischen Firmen 
kommunizieren können und eine Weile ins Ausland gehen. Inzwischen sind 
genug da, die das können. Wir haben auch schon viele doppelsprachige 
Chinesen im Land.

Momentan werden Leute gesucht, die das tun, was ich gerade mache. In 10 
Jahren sind wahrscheinlich genug genug da. Da bin ich aber schon über 60 
und gehe in Rente.

Ich sage dir Labertasche dann, was du hättest anfangen sollen :-)

von Michael B. (laberkopp)


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Andreas F. schrieb:
> Ich sage dir Labertasche dann, was du hättest anfangen sollen :-)

Besser nicht, dem Stuss nach, den du glaubst

Informatiker richten PC ein,
WindowsXP benötigt C Programmierer Win7 nicht,
Softwareproduktion in China, und weiss der Geier welchen Unsinn du noch 
machst.

Das mag dein Werdegang gewesen sein, ist aber nur ein Bruchteil des 
Geschäftsfeldes IT.

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