Ist ne interessante Frage:
Ist es möglich, den Controller dazu zu bewegen, dass er einen via UART
empfangenen String, (z.B. die Daten \n terminiert) als C-Code ausführt?
Wie realisiere ich dies?
BSP: ich bek. vom Terminal oder 2. µC in den rxbuf: "period = 100;\n\r"
wie kann ich den µC zwingen, als C-Code period = 100; auszuführen,
vorrausgesetzt es besteht eine Variable period?
Hoffe ich bekomme Antworten dazu.
Timo P schrieb:> Hoffe ich bekomme Antworten dazu.
Dazu bräuchten wir Infos über den verwendeten uC.
Die AVRs z.B. können keinen Code aus dem Ram ausführen, sie können
höchstens die Befehle interpretieren.
Unmöglich (es sei denn man portiert den gcc...).
Einen Parser schreiben um irgendwelche Werte im Programm zu ändern ist
hingegen gut möglich.
Was hast du vor?
Warum geht es nicht?
ich habe eben vor, wie es das beispiel zeigt, Konfigurationen
vorzunehmen. Wenn ich meinetwegen mitteilen will, dass eine zeitliche
Periode verändert wird, meinetwegen jetzt 100ms betragen soll, dann will
ich dem µC das seriell mitteilen. (ATMEGA32)
Wenn ich dann umständlich einen String formatiert schicken muss, dann
wieder umständlich diesen string zerlegen und in integerwerte umwandeln
muss, um variablen zu verändern, ist das doof. Deshalb dachte ich es
wäre möglich, via UART eine Zeile zu empfangen, die ich ausführe.
Gibt es nicht einen Umweg über ein Makro als define oder sowas? Nach dem
Motto
#define EXECUTE_CODE char * rxbuf (ka wie ich hier an den Inhalt komme)
und dann im code einfach
LED_PORT &= ~(1<<RX_LED);
EXECUTE_CODE
LED_PORT |= (1<<YELLOW_LED);
Timo P schrieb:> Gibt es nicht einen Umweg über ein Makro als define oder sowas? Nach dem> Motto
ich glaube du solltest dich erstmal mit den Grundlagen eines compiler
beschäftigen. Der komplette C code wird in die Maschienensprache
übersetzt. Danach gibt es keine Variabeln, Makros oder Funktionen mehr.
Es gibt nur noch Sprünge und Adressen. Schau doch mal in die
compilierten Dateien rein, hast du dort mal ein Namen einer Variable
gesehen? Damit sollte klar sein das sotwas nicht geht. (zumindest nicht
mit C, du könntest ein Basic interpreter verwenden)
> Wenn ich dann umständlich einen String formatiert schicken muss, dann> wieder umständlich diesen string zerlegen und in integerwerte umwandeln> muss, um variablen zu verändern, ist das doof.
ROFL. Sorry.
> Deshalb dachte ich es wäre möglich, via UART eine Zeile zu empfangen, die> ich ausführe.
Kein Problem. Steck die empfangene Zeile in Deinen Interpreter, der
erledigt den Rest. Falls Du die paar Zeilen für einen ebensolchen nicht
selber schreiben willst, dann nimm einen Compiler-Compiler zur Hand,
z.B. sowas wie den yacc [1]. Bisschen Overkill aber was solls ;-)
Aber im Ernst: Werd Dir darüber klar, was ∗genau∗ Du ändern können
willst, schreib die paar Fälle in eine hypsche Tabelle, setzt ein paar
sscanf()s drauf an und gut iss.
HTH und nix für ungut.
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Yacc
Ein C-Interpreter wäre für diesen Fall IMHO doch völlig übertrieben.
Wenn Du nur Wertzuweisungen brauchst, dann zerleg den empfangenen String
in zwei Teile, also die Seite vor dem '=' und die Seite nach dem '='.
Dann kannst Du den Inhalt der linken Seite nach bekannten Variablennamen
durchprüfen und ihnen ggf. den Wert der rechten Seite zuweisen. Also
etwas so
1
char*left,*right;
2
parseInput(&left,&right);
3
4
if(strcmp_P(left,PSTR("period"))==0)
5
period=atoi(right);
6
elseif(strcmp_P(left,PSTR("andereVariable"))==0)
7
andereVariable=atoi(right);
8
else
9
uart_puts("Fehler: Variable nicht vorhanden!\n");
Wenn alle Variablen den gleichen Typ, also z.b. int haben, könnte man
auch im Flash eine Map anlegen, die die Variablennamen den Adressen
zuordnet. Dann bräuchte man nur in dieser Tabelle die Adresse der
Variable nachzuschauen und den Wert an dieser Stelle entsprechend zu
setzen.
MfG Mark
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