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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Leistungsproblem bei Royer-Converter


Autor: Andreas F. (andielement)
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Hallo Leute,

ich habe anhand des schönen Artikels "Royer-Converter" einen solchen 
aufgebaut. Ziel meines Vorhabens ist es einen Energiespeicher (in meinem 
Fall einen GreenCAP) kontaktlos zu laden.

GreenCAPS zeichnen sich durch einen sehr geringen Innenwiderstand bei 
sehr hoher Kapazität aus, das heißt, dass man einen solchen sehr schnell 
laden kann wenn man entsprechend hohe Ströme bereitstellen kann. Mein 
Exemplar hat einen Innenwiderstand von 20mOhm und eine maximale Spannung 
von 2,5V. Dadurch ergibt sich ein nach Ohm'schen Gesetz ein 
Kurzschlussstrom von 125Ampere.
Der Kondensator fasst 60 Farad, setzen wir einen Füllstand von 99% 
(entspricht der fünffachen Zeitkonstante) voraus, so erhalten wir eine 
Ladezeit von gerade einmal 5*R*C= 6s.
Einen 320 Watt Royer-Converter wollte ich gar nicht erst versuchen, aber 
auf etwa 30-60 Watt wollte ich schon kommen.
Eingangsseitig stehen mir 10..24Volt zur Verfügung, mein Plan für die 
fertige Version war es, das Windungsverhältnis so einzustellen, dass auf 
der Sekundärseite 2,4 Volt (nach Gleichrichtung) anliegen, der 
Kondensator also nicht überladen werden kann.
Um auf meine gewünschte Leistungsfähigkeit zu kommen, müsste ich 
sekundärseitig also mit Strömen um 20A rechnen (primärseitig also mit 3 
- 8A).

Kurz zum weiteren Aufbau. Mein System soll lediglich trennbar sein. Eine 
Übertragung durch die Luft ist nicht erforderlich, deshalb arbeite ich 
mit Ferritkernen zur Führung des magnetischen Flusses.
Die Frequenz meines Schwingkreises wollte ich zwischen 50 und 200 kHz 
haben, ist bei meinem Aufbau allerdings prinzipiell eher unwichtig, da 
ich wie gesagt quasi spaltfrei übertragen wollte.

Ich stelle am Labornetzteil 10V ein. Der Schwingkreis zieht dann circa 
2A. EIne Leistungsaufnahme von 20Watt also. Mein Testaufbau funktioniert 
tadellos, das System verhält sich genau so wie es sollte (Frequenzen, 
Spannungen an den Primärspulen, sowie der Steuerspule) und passt sehr 
gut mit der vorherigen Berechnung überein. Allerdings nur solange ich 
offen messe. Im Lastbetrieb fällt meine Sekundärspannung auf 0,6Volt ab, 
ich messe einen Strom von mageren 20mA.

Was läuft da falsch? Sind meine Verwendeten Komponenten okay?

Autor: Mandrake (Gast)
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Ein Schaltplan als png wäre von Vorteil. Es werden sich nur wenige die 
Mühe machen dein Zip zu entpacken.

Gruß

Mandrake

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Probier mal den Mazilli driver. Der ist sehr effizient, lässt sich auch 
auf eine gewünschte Leistung drosseln und man braucht auch nicht viele 
Bauteile.

Unter Google findet man die Schaltung, wenn man "ZVS flyback driver" 
dort eingibt.

MFG
Thomas

Autor: Andreas F. (andielement)
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Hier nochmal der Schaltplan einzeln.

Die Sekundärseite besteht nur aus einem Brückengleichrichter an der 
Spule, deshalb hab ich die mal weggelassen.

Autor: eProfi (Gast)
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Jaja, fertiger Brückengleichrichter für 50 kHz?
Du brauchst schnelle Dioden!

Such mal nach Lastanpassung.

Wenn der Royer mit Last nur 20mA braucht, schwingt er nicht mehr, weil 
er überlastet wird. Bau mal einen Vorwiderstand vor den C.


Warum lädst Du den C nicht direkt vom Netzteil oder mit einem 
Stepdown-Wandler im Konstantstrombetrieb?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  eProfi (Gast)

>Jaja, fertiger Brückengleichrichter für 50 kHz?
>Du brauchst schnelle Dioden!

Wohl wahr, steht auch so im Artikel ;-)

>Wenn der Royer mit Last nur 20mA braucht, schwingt er nicht mehr, weil
>er überlastet wird. Bau mal einen Vorwiderstand vor den C.

Unsinn.

>Warum lädst Du den C nicht direkt vom Netzteil oder mit einem
>Stepdown-Wandler im Konstantstrombetrieb?

Wegen der Trennbarkeit und ggf. hermetisher Kapselung ohne Stecker?

@ Andreas F. (andielement)

Erstmal solltest du dir über die Themen Netiquette und 
Bilformate Gedanken machen.

Ein Schaltplan sollte vollständig sein und INFORMATIONEN liefern. Welche 
Werte haben deine Bauteile, vor allem die Drossel und der Trafo?

Die Datenblätter sind gut gemeint, hier aber eher störend.

Deine Transistoren sind so lala, mehr als 5A kann man da nicht wirklich 
ziehen, weil dann die Stromverstärkung in den Keller geht. Hier sind 
MOSFETs deutlich im Vorteil.

MFG
Falk

Autor: Andreas F. (andielement)
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Erstmal herzlichen Dank für eure Unterstützungsbereitschaft!

> Erstmal solltest du dir über die Themen Netiquette und
> Bilformate Gedanken machen.

Entschuldige. Ich bin nach der ganzen Testerei etwas betriebsblind. Ich 
hole mal etwas weiter aus.

Beim erster Aufbau verhielt sich sehr analog zum Artikel 
Royer-Converter. Da ich als Ziel jedoch deutlich mehr Leistung 
übertragen wollte, habe ich alle Bauteile gleich deutlich 
überdimensioniert.
Die Drossel hat eine Induktivität vom 1mH und eine Stromfestigkeit von 
16A.

Der Schwingkreis besteht aus einem WiMa FKS Folienkondensator 400V, 
0,047µF und einer selbstgewickelten Luftspule aus Kupferlackdraht mit 
2*10 Windungen auf einem 80mm Durchmesser bei ca 40mm Länge. Die 
bekannten Formeln zur Berechnung der Induktivität setzten immer voraus, 
dass die Spulenbreite (deutlich) größer ist als der Spulendurchmesser, 
das ist hier nicht der Fall, deshalb habe ich überschlägig eine 
Induktivität von etwa 60µH "berechnet". Der Schwingkreis müsste bei etwa 
94kHz schwingen, ungefähr 82kHz waren auf dem Oszilloskop zu erkennen.

Die Steuerspule hat bloß eine Windung und sitzt mit auf dem 
Pappstreifen-Körper der Primärwicklungen.

Die Sekundärspule hat 5 Windungen auf einem 70mm Durchmesser. Die 
Sekundärspule lege ich in die Primärspule hinein.

Das ganze wird mit 10V Eingangsspannung betrieben und nimmt dabei etwa 
600mA Stom auf.

Ohne Last passen alle Spannungen und Frequenzen sehr gut. Fast 5V auf 
der Sekundärseite, 1V an der Steuerspule, die Transistoren schalten 
schön nacheinander und die beiden Halbschwingungen der 
Primärspulenhälften ergeben einen durchaus ordentlichen Sinus wenn ich 
über die gesamte Primärspule messe.

Sobald ich aber gleichrichte und eine Last an die Sekundärseite hänge 
fällt mir die Sekundärspannung auf etwa 0,6V ab.

Ich habe verschiedene andere Steuerspulen und Basiswiderstände versucht, 
auch mit auf Kernen gewickelten anderen Primär-/Sekundärspulen. Immer 
das gleiche Probelm. Keine Leistung :(


> Deine Transistoren sind so lala, mehr als 5A kann man da nicht wirklich
> ziehen, weil dann die Stromverstärkung in den Keller geht. Hier sind
> MOSFETs deutlich im Vorteil.

In der Tat wird es da irgendwann schwierig passende Transistoren zu 
finden. MOSFETs sind für mich noch weiße Flecken auf der Landkarte der 
Elektronikbauteile. Ich hatte vorgehabt einfach genügend viele 
Transistoren parallel zu verwenden.
Wäre eigentlich eine Darlingtonschlatung möglich, oder geht das beim 
Royer-Converter nicht?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Andreas F. (andielement)

>Der Schwingkreis besteht aus einem WiMa FKS Folienkondensator 400V,

FKS ist nicht gut, falsche Dielektrikum. MKP oder noch besser FKP muss 
man nehmen.

>94kHz schwingen, ungefähr 82kHz waren auf dem Oszilloskop zu erkennen.

Passt.

>Das ganze wird mit 10V Eingangsspannung betrieben und nimmt dabei etwa
>600mA Stom auf.

Klingt OK.

>Ohne Last passen alle Spannungen und Frequenzen sehr gut. Fast 5V auf
>der Sekundärseite, 1V an der Steuerspule,

1V ist zu knapp, das sollten eher 3-5V Spitze sein.

>Sobald ich aber gleichrichte und eine Last an die Sekundärseite hänge
>fällt mir die Sekundärspannung auf etwa 0,6V ab.

Welche Last?

>Wäre eigentlich eine Darlingtonschlatung möglich,

Im Prinzip ja, praktisch ist das aber her ungünstig, weil Darlingtons 
eher langsam schalten.

MFG
Falk

Autor: Andreas F. (andielement)
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> FKS ist nicht gut, falsche Dielektrikum. MKP oder noch besser FKP muss
> man nehmen.
Das heißt ich habe "nur" mehr Verluste, oder das dies die Ursache meines 
Leistungsproblems sein kann?


>Steuerspule: 1V ist zu knapp, das sollten eher 3-5V Spitze sein.
Habe jetzt mal 5 Windungen (=5V Spitze) aufgebaut. Damit sollten die 
Transistoren schon ordentlich in die Sättigung gehen.

> Welche Last?
Verschiedene Widerstände, zB 100Ohm. Oder der eingangs erwähnte GreenCAP 
mit 60mOhm Innenwiderstand. Oder einfach ein Schraubendreher 
(Kurzschluss).

Wie beschrieben fällt die gleichgerichtete Ausgangsspannung dann auf 
0,6V ab.


Falk, du hast doch mit einem anderen Forenmitglied mal eine kleine 
Challenge gestartet und dabei am Ende einen Übertrager für knapp 25 Watt 
gebaut. Kannst du mir die Bauteilbezeichnungen zukommen lassen? Hier der 
Link: Beitrag "Re: Ferrit-Topfkern"

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Andreas F. (andielement)

>Das heißt ich habe "nur" mehr Verluste,

Ja, bis zum Durchbrennen der Kondensatoren. Das dauert aber einige 
Minuten.

> oder das dies die Ursache meines
>Leistungsproblems sein kann?

Nein.

>Habe jetzt mal 5 Windungen (=5V Spitze) aufgebaut. Damit sollten die
>Transistoren schon ordentlich in die Sättigung gehen.

Ja.

>> Welche Last?
>Verschiedene Widerstände, zB 100Ohm.

Sollte kein Problem sein.

> Oder der eingangs erwähnte GreenCAP
>mit 60mOhm Innenwiderstand.

Dafür ist es noch zu früh. Teste mit Widerständen.

> Oder einfach ein Schraubendreher (Kurzschluss).

Sehr "sinnvoll". Was soll da für eine Spannung rauskommen?

>Wie beschrieben fällt die gleichgerichtete Ausgangsspannung dann auf
>0,6V ab.

Hast du einen Glättungskondensator hinter dem Gleichrichter?

>Challenge gestartet und dabei am Ende einen Übertrager für knapp 25 Watt
>gebaut. Kannst du mir die Bauteilbezeichnungen zukommen lassen?

Mal den Thread gelesen?

Beitrag "Re: Ferrit-Topfkern"
Beitrag "Re: Ferrit-Topfkern"

MFG
Falk

Autor: Andreas F. (andielement)
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> Hast du einen Glättungskondensator hinter dem Gleichrichter?
Ja, einen Elko mit 1000µF.

> Dafür ist es noch zu früh. Teste mit Widerständen.
Dafür habe ich mal eine kleine Messreihe aufgenommen:

Schaltung nach Royer-Converter,
Primärspule: 2*10 Windungen mit 1mm Lackdraht,
Steuerspule 3 Windungen auf "dünnem" Lackdraht,
Sekundärseite: 2*3 Windungen mit 1mm Lackdraht.

Eingang: 5V DC
Ausgang: Zweiwegegleichrichtung, 1000µF Glättungselko.

Belastung mit Widerständen nach den Tabellen/Graphen im Anhang.


Anmerkung dazu:
- Ich habe eine Messreihe mit und eine ohne Gleichrichter aufgenommen.

EDIT : Mir ist im Nachhineinaufgefallen, dass ich bei 5V 
Eingangsspannung und einem Übersetzungsverhältnis von 1/3 eigentlich 
nicht mit 3V AC Ausgangsspannung rechnen würde. Da muss ich morgen die 
Primärspule nochmal untersuchen...

- Dass ich einen Voltagedrop erwarten muss bei einem 
unstabilisierten/ungeregelten Übertrager wie diesem Royer Converter seh 
ich total ein. Aber warum fällt mein Voltage-Drop so massiv aus. Und 
warum mit dem Gleichrichter deutlich krasser als ohne?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Andreas F. (andielement)

>Ja, einen Elko mit 1000µF.

Und warum kein Folienkondensator wie im Beispiel? Der ist nicht zufällig 
ein Folienkondensator. Und bei den hohen Frequenzen braucht man nicht 
1000uF, da reichnen ein paar Dutzend!

>Eingang: 5V DC

Man kann die Eingangsspannung nicht beliebig niedrig machen, ohne die 
Anzahl Windungen in der Steuerwicklung anzupassen.

>- Dass ich einen Voltagedrop erwarten muss bei einem
>unstabilisierten/ungeregelten Übertrager wie diesem Royer Converter seh
>ich total ein. Aber warum fällt mein Voltage-Drop so massiv aus.

Wahrscheinlich ist dein Koppelfaktor vom Trafo so mies, kann man leicht 
im Leerlauf messen. Poste mal ein Bild.

> Und
> warum mit dem Gleichrichter deutlich krasser als ohne?

Naja, bei deinen kleinen Spannungen bleibt nicht viel übrig ;-)

MFG
Falk

Autor: Andreas F. (andielement)
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> Und warum kein Folienkondensator wie im Beispiel?
Hab ich ersetzt. 0,1µF FKS.

> Man kann die Eingangsspannung nicht beliebig niedrig machen, ohne die
> Anzahl Windungen in der Steuerwicklung anzupassen.
Ja, der Transistor soll schon knackig schalten. Habe in allen folgenden 
Aufbauten sichergestellt, dass er immer etwa 5-6 V (Peak) bekommt.

> Wahrscheinlich ist dein Koppelfaktor vom Trafo so mies, kann man leicht
> im Leerlauf messen. Poste mal ein Bild.
Bild ist im Anhang ("Trafo").


> Naja, bei deinen kleinen Spannungen bleibt nicht viel übrig ;-)
Ja, das seh ich ein. Ursprünglich hatte ich gehofft, dass ich die 
Schaltung auf etwa 2,4V (hinter dem Gleichrichter) im Leerlauf 
einstellen kann und mir die Spannung gleichzeitig unter Last (mein 
GreenCap mit Innenwiderstand R=0,06Ohm) auf irgendwas um 1 bis 1,5V 
einbricht.
Da meine Last abnimmt wenn sich der Kondensator "füllt" (also sein 
Innenwiderstand größer wird), hätte ich dann ja prima bis 2,4V laden 
können.

Da ich bei solch kleinen Ausgangsspannungen wohl aber niemals Ströme im 
Amperebereich haben werde (schade eigentlich), muss ich meinen Converter 
wohl auf einen anderen, günstigeren Arbeitspunkt einstellen.
Falk, du hast im "Ferrit-Topfkern"-Thread ja auch einen günstigen 
Arbeitspunkt (maximaler Wirkungsgrad) für deine Last (den 8Ohm 
Widerstand) gesucht (hauptsächlich durch Änderung deines Trafos 
(Wicklungen).

Auf der Suche nach einem halbwegs guten Arbeitspunkt mit meinem Aufbau 
bin ich auf etwas Merkwürdiges gestoßen; mein Aufbau sieht dabei 
folgender Maßen aus:

Primärspule: 2*10 Windungen, Eingangsspannung 10V DC, Kern: Epcos E65, 
Material N87.
Steuerspule: 3 Windungen (ca 6V AC Peak).
Sekundärspule: 2*10 Windungen, Zweiwegegleichrichtung, 0,1µF FKS 
Glättungskondensator, Kern Epcos E65, Material N87
Frequenz (Leerlauf): ca 16,7kHz (ich hör das nicht mehr)

Den Aufbau habe ich mit verschiedenen Widerständen belastet, die 
Messwerte
dazu sind im Anhang graphisch aufbereitet.
Unregelmäßigkeit: Bei Belastung mit 33Ohm oder weniger verändert sich 
mein Sinus in etwas hässliches anderes, meine Arbeitsfrequenz scheint 
sich massiv zu verkleinern, da ich einen Ton im Bereich 3-5kHz höre. Der 
Aufbau hat eine sprunghaft größere Leistungsaufnahme und der 
Wirkungsgrad bricht ein.
Ich habe im Anhang dazu zwei Fotos. "SekundärKlLast" zeigt die 
Sekundärspannung vor dem Gleichrichter bei kleiner Last, 
"SekundärGrLast" bei dem eben erwähnten Pfeifen.

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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Oo

also bei DEM aufbau des trafos wundert mich das nicht. du weißt schon, 
daß zwischen trafo und dem primären folienkondensator ziemlich hohe 
ströme pendeln, die du über krokoklemmen jagen möchtest?

unter last sieht es mir so aus, als ob die schwingung abreißt.

inwieweit sich der metallische schraubstock zusätzlich zum ferritkern 
als trafo eignet mag ich auch nicht beurteilen.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Andreas F. (andielement)

>Hab ich ersetzt. 0,1µF FKS.

Schon besser, aber FKS ist auch kein Polypropylen, das sind nur MKP oder 
FKP. MKP reicht hier.

>Bild ist im Anhang ("Trafo").

Sieht OK aus.

>Schaltung auf etwa 2,4V (hinter dem Gleichrichter) im Leerlauf
>einstellen kann und mir die Spannung gleichzeitig unter Last (mein
>GreenCap mit Innenwiderstand R=0,06Ohm) auf irgendwas um 1 bis 1,5V
>einbricht.

Kann klappen, wenn gleich das nicht super effizient ist.

>Da ich bei solch kleinen Ausgangsspannungen wohl aber niemals Ströme im
>Amperebereich haben werde (schade eigentlich),

Wer sagt das? Das geht schon, es muss "nur" der Trafo richtig 
dimensioniert sein.

> muss ich meinen Converter
>wohl auf einen anderen, günstigeren Arbeitspunkt einstellen.

Ja.

>Falk, du hast im "Ferrit-Topfkern"-Thread ja auch einen günstigen
>Arbeitspunkt (maximaler Wirkungsgrad) für deine Last (den 8Ohm
>Widerstand) gesucht (hauptsächlich durch Änderung deines Trafos
>(Wicklungen).

Ja.

>Unregelmäßigkeit: Bei Belastung mit 33Ohm oder weniger verändert sich
>mein Sinus in etwas hässliches anderes, meine Arbeitsfrequenz scheint
>sich massiv zu verkleinern,

Komisch, eigentlich sollte sie größer werden.

>Ich habe im Anhang dazu zwei Fotos. "SekundärKlLast" zeigt die
>Sekundärspannung vor dem Gleichrichter bei kleiner Last,
>"SekundärGrLast" bei dem eben erwähnten Pfeifen.

Sieht komisch aus, als ob das Ding nicht mehr sauber arbeitet und 
parasitäre Schwingungen erzeugt.

Ich vermute mal, dass dein Royer Converter aus dem Tritt kommt. Denn 17 
kHz bei 47nF Primärkapazität heißt, dass deine Primärwicklung ~2mH hat. 
Das ist sehr viel, zuviel.
Orientiere dich mal an den Links die ich dir geschickt habe. 10-50uH 
sollten passen, C2 50-100nF. Denn das Verhältnis C/L muss möglichst groß 
sein, großer Kondensator, kleine Spule -> viel Dampf.
Ausserdem hattest du am Anfang Luftspulen, jetzt einen Kern. Was denn 
nun?

MFG
Falk

Autor: Andreas F. (andielement)
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> du weißt schon,
> daß zwischen trafo und dem primären folienkondensator ziemlich hohe
> ströme pendeln, die du über krokoklemmen jagen möchtest?

Ja, für ein bisschen Testerei im Sekundenbereich find ich das durchaus 
okay, auch wenns vlt etwas warm wird und ich mehr ohm'sche Verluste habe 
als mit proper verlöteten, gut dimensionierten Drähten.

> unter last sieht es mir so aus, als ob die schwingung abreißt.
Woher kann sowas kommen.
Richtig abreißen tut es ja auch nicht. Allerdings sehen die Peaks auch 
nach einer Schwingungs aus. Bin ich irgendwo an einer Leistungsgrenze? 
Oder kann das mit Bauteiltoleranzen (zB bei den Transistoren oder 
Dioden) zu tun haben?

> inwieweit sich der metallische schraubstock zusätzlich zum ferritkern
> als trafo eignet mag ich auch nicht beurteilen.
Sicherlich werd ich da auch ein paar schöne Wirbelströme induzieren. 
Darüber habe ich auch schon nachgedacht, aber als Ursache für den 
Schwingungsabriss wirds eher nicht herhalten, oder?

------------------------------------------------------------------------

> Schon besser, aber FKS ist auch kein Polypropylen, das sind nur MKP oder
> FKP. MKP reicht hier.
Besorg ich mir, hatte ich gestern aber nicht zur Hand ;)

> Ausserdem hattest du am Anfang Luftspulen, jetzt einen Kern. Was denn
> nun?
Im Prinzip beides. Ich habe mit Luftspulen angefangen. Zur Minimierung 
der Streuflüsse habe ich dann die Kerne besorgt. Als Schaltung habe ich 
immer die gleiche verwendet, deshalb arbeite ich bei Luftspulen um 
100kHz und mit den Kernen eben nur noch bei 10-20kHz. Ich habe solche 
riesenkerne genommen, damit ich die Kerne unter Leistungssicht als 
Flaschenhals ausschließen kann.


> Ich vermute mal, dass dein Royer Converter aus dem Tritt kommt. Denn 17
> kHz bei 47nF Primärkapazität heißt, dass deine Primärwicklung ~2mH hat.
> Das ist sehr viel, zuviel.
> Orientiere dich mal an den Links die ich dir geschickt habe. 10-50uH
> sollten passen, C2 50-100nF. Denn das Verhältnis C/L muss möglichst groß
> sein, großer Kondensator, kleine Spule -> viel Dampf.
Okay, das heißt ja, dass Luftspulen hier im Vorteil wären. Unter dem 
Aspekt "Streuflüsse" dagegen Kernspulen. Wäre ein guter Kompromiss dann 
eine Kernspule, dessen Kern einen möglichst kleinen AL-Wert hat (-> 
einerseits gelenkter magnetischer Fluss, andererseits eine kleine 
Induktivität)?


> Das geht schon, es muss "nur" der Trafo richtig
> dimensioniert sein.
Hälst du es für realistisch eine Kombination zu finden bei der ich im 
Leerlauf auf 2,4V übesetze und unter Last von 60mOhm nur auf etwa 1,5V 
abfalle dabei aber dann Strom im Bereich von 2-3A (oder mehr) ziehen 
kann?
Falls nicht muss auf höherem Potential übertragen und sekundärseitig 
wandeln. Oder ist die Lösung Royer-Converter dann einfach ungeeignet?

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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die schwingungen reißen meiner meinung nach schon komplett ab, der 
schwingt nur sofort neu an. das passiert wenn aus einem schwingkreis 
mehr energie abfließt als neu hinzukommt, sprich dämpfung größer als 
anregung. bei einem pendel ist das auch so, das wird durch reibung an 
luft und aufhängung gebremst. wenn es nicht neu angestoßen wird bleibt 
es nach einer weile stehen.

was ist das nochmal für eine diode, die du da im sekundärkreis hast? ist 
das eine schnelle diode, die mit den schaltfrequenzen klarkommt? probier 
vielleicht mal einen brückengleichrichter aus 4 einfachen dioden, der 
würde den converter wenigstens symmetrisch (auf beiden halbwellen) 
belasten.

Autor: Andreas F. (andielement)
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>  das passiert wenn aus einem schwingkreis
> mehr energie abfließt als neu hinzukommt, sprich dämpfung größer als
> anregung.
Das heißt ich müsste im Primärkreis suchen und da endlich den FKS gegen 
einen MKP/FKP Kondensator tauschen. Dämpfungen muss ich in Form von 
Stromwiderständen im Kreis suchen, richtig?

So einen Abriss würde ich auch haben wenn ich meinen Basiswiderstand des 
Transistors zu groß bemessen haben, oder? Da würde ich ja dadurch meinen 
Basistrom begrenzen der wiederum über die Stromverstärkung auch den zu 
schaltenden Strom begrenzt.

> was ist das nochmal für eine diode, die du da im sekundärkreis hast? ist
> das eine schnelle diode, die mit den schaltfrequenzen klarkommt?
Gute Frage, ich wollte schon "Ja" schreiben, dann ist mir im Datenblatt 
aber keine Angabe dazu gegeben.. Heißt "Shottky", das ist ja der Typ 
Diode für Gleichrichter hoher Wechselströme.. Hier der Farnell-Link: 
http://de.farnell.com/semikron/sb3040/diode-schott...

> probier vielleicht mal einen brückengleichrichter
Das habe ich heute mal gemacht, da kommt der Abriss auch vor.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Andreas F. (andielement)

>nach einer Schwingungs aus. Bin ich irgendwo an einer Leistungsgrenze?

Eher bei einer falschen Dimensionierung, wahrscheinlich des Trafos.

>> inwieweit sich der metallische schraubstock zusätzlich zum ferritkern
>> als trafo eignet mag ich auch nicht beurteilen.

>Sicherlich werd ich da auch ein paar schöne Wirbelströme induzieren.

Nicht wirklich, der Kern letet das Magnetfeld, da kommt nur sehr wenig 
aussen an.

>immer die gleiche verwendet, deshalb arbeite ich bei Luftspulen um
>100kHz und mit den Kernen eben nur noch bei 10-20kHz.

Was so einfach nicht geht! Das C/L Verhältnis ist wichtig!

>Okay, das heißt ja, dass Luftspulen hier im Vorteil wären.

Nein, das heißt, dass man mit Kern anders dimensionieren muss.

>Aspekt "Streuflüsse" dagegen Kernspulen. Wäre ein guter Kompromiss dann
>eine Kernspule, dessen Kern einen möglichst kleinen AL-Wert hat

Dann kannst du auch Luftspulen nehmen, da ist der AL minimal ;-)

>Hälst du es für realistisch eine Kombination zu finden bei der ich im
>Leerlauf auf 2,4V übesetze und unter Last von 60mOhm nur auf etwa 1,5V
>abfalle dabei aber dann Strom im Bereich von 2-3A (oder mehr) ziehen
>kann?

Ja.

@  Andreas F. (andielement)

>Das heißt ich müsste im Primärkreis suchen und da endlich den FKS gegen
>einen MKP/FKP Kondensator tauschen.

Nein, das ist erstmal unkritisch.

> Dämpfungen muss ich in Form von
> Stromwiderständen im Kreis suchen, richtig?

Ja. Aber das wird es nicht sein. Dein C/L Verhältnis ist ungünstig.

Wieviel Strom zieht die Schaltung im Leerlauf?

>aber keine Angabe dazu gegeben.. Heißt "Shottky", das ist ja der Typ

Passt schon.

MFG
Falk

Autor: avion23 (Gast)
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Hallo zusammen,
ich bin gerade auch wieder dabei den perfekten Royer Converter zu bauen.

Der Aufbau in Beitrag "Re: Leistungsproblem bei Royer-Converter" ist 
katastrophal. Krokoklemmen haben da nichts zu suchen. Der Kondensator 
muss direkt über die Spule. Nicht versuchen den Strom zu messen. Jede 
Verbindung, die nicht durch andere Zwänge vorgegeben wird, ist eine 
zuviel.

Die Sekundärseite würde ich weglassen und erst die Primärseite sauber 
aufbauen. Extremst wichtig ist die Drosselspule am Eingang, die darf auf 
gar keinen Fall sättigen. Die Schwingung darf auch ohne Sekundärseite 
nicht abreißen. Ich würde von der Frequenz her höher gehen, d.h. weniger 
Windungen.

Falls man den Strom messen möchte kann man dafür ganz oben am 
Kondensatorbeinchen und etwas weiter unten am Kupferlack messen. Das 
ganze mit dem Oszi schön verstärken, dann sieht man auch wieder etwas. 
Wenn man eine Größenordnung für den Strom wissen will kann man auch 1A 
durch diese Strecke schicken.

Und vergiss bitte die Pollinklemmen. Ich benutze sie zwar auch, aber nur 
für unwichtige Dinge mit wenig Strom (<1A).

Autor: raguli (Gast)
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Ja - hab auch schon üble Erfahrungen mit Krokos gemacht, erstaunliche 
Widerstände bis hin zu gelegentlichen Wackelkontakten. Am besten mal 
schnell etwas kräftigere Kabel anlöten.

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